Nahe Ferne


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Er war mein Freund
seit Kindertagen,
ist es immer noch,
obwohl so fern,
nah ich ihn spür,
er ist die perfekte
nahe Ferne,
ein wenig unheimlich
wirkte er zuweilen,
wenn er unerwartet
die Sicht freigab
auf ferne Weite,
und schickte von dort
deren Töne gleich mit,
Hammerschlag,
Stimmengewirr,
Glockengeläut,
das Leben von dort
mit dem hier verbunden,
vereinigt auf Zeit,
ein leichtes Lüftchen
ließ er wehen,
befreit von jedem
Staubkorn,
eine Beschwingtheit,
eine Ungebundenheit
hat er in mein Herz
getragen,
mein Freund
aus Kindertagen,
der Föhn,
der die Ferne
mir nah brachte.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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