Corona-Pandemie fordert uns alle heraus

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In Krisen zeigen sich deutlich die Fiesen

Ein Blick in die Medien, zu den Schlagzeilen verdeutlicht den Ernst der Lage, obendrein mit gänzlich ungewissem Ausgang. Niemand kann voraussagen, was die Corona-Pandemie uns allen noch abverlangen wird. Spekulationen reichen von verharmlosenden Wahrscheinlichkeiten über apokalyptische Szenarien, Verschwörungstheorien, während die einen an Umstürze denken, andere ans Totalversagen der Menschheit selbst. Und dabei sollen wir allesamt noch Ruhe bewahren, uns in Geduld fassen, gelassen den Alltag meistern?

Geht sehr schwerlich, da besonders die Medienwelt nebst des Internets im Stundentakt eine Hiobsbotschaft nach der anderen in den Äther sendet, obendrein Experten sich  gegenseitig belauernd mit Vorwürfen überschütten, wer es denn besser oder schlechter erkläre. Zu allem Übel diejenigen, die durch Hamsterkäufe ihren Egotrip oder einfach hysterisch Phobien ausleben, je nachdem welche Argumente genehm sein mögen. In Krisen zeigen sich wie eh und je deutlich die Fiesen!

Horten nützt letztlich nichts

Außer daß es natürlich ohnehin nicht schaden kann, wenigstens einen Vorrat von zwei Wochen sich zuzulegen, den man regelmäßig austauscht und wieder aufstockt. Ansonsten sollte bekannt sein, daß in wirklich heftigen Notzeiten Menschen aus reinen Überlebensinstinkten sich das nehmen, was sie denken, brauchen zu müssen, notfalls auch per Gewalt. Wer also bunkert, lebt nicht ungefährlich.

Solidarität ist das eigentliche Zauberwort in Krisenzeiten. Die Alten, also die über 80-Jährigen, die noch Kriegszeiten als Kinder und Kleinkinder hierzulande erleben mußten, werden darüber berichten können, was Not und Elend bedeuten, Hunger einiges an Zusammenrücken abverlangt. Da glänzt ein gewisser Egoismus keineswegs, entpuppt sich schnell als potentieller Feind, der gleichzeitig sich schwer bewaffnen muß, um diesen ausleben zu können. Funktioniert am Ende nicht!

Rechtsextremes Geschmeiß reibt sich im Stillen die Hände

Wir lesen es in den Social Media, in den Medien, in vielen Kommentaren voller Haß und Hetze, auch in den Landesparlamenten und im Deutschen Bundestag nehmen die Nazis kein Blatt vor den Mund. Von Humanismus gleichwohl keine Spur, weder während der zunehmenden Bedrohung durch das Coronavirus noch an Europas Außengrenzen.

Beste Voraussetzung der Neuen Rechten, ihr bösartiges Machwerk zu organisieren. Die deutsche Politik wäre ziemlich gut beraten, äußerst wachsam zu sein, schlimm genug daß eine rechtsextreme Partei in den Plenen sitzt. Wehret den Anfängen, möge diese Krise keine weitere heraufbeschwören.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Als der Brief floh

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Rein lag es vor ihr,
das Büttenpapier,
unaussprechliche
Wahrheit
zu empfangen,
die nur geschrieben
kann bezeugen,
verbrieft mit Siegel,
was seit Wochen
formuliert im Sinn.

Der Stift,
der einzige Vermittler,
voll Unschuld
erzittert, unter ihm
das weiße Papier,
ein Seufzer
entfloh ihren Lippen,
mit ihm in die Lüfte
entschwand
das unbefleckte Blatt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Spakloghettipapierschnitzel

Hamstere hamstere manche Strecke,
daß zum bitteren Selbstzwecke
du dir retten kannst,
füllen deinen fetten Wanst.

Ob Corona oder ne andere Pandemie,
du verzagst niemals nie.
Denn mit WC-Papier massenhaft eingedeckt,
du garantiert niemals nicht verreckst.

Spaghetti und Klopapier
stehen bald Spalier,
eingekocht als wicht’ger Witzel,
ergibt Spakloghettipapierschnitzel.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Nach der Bayern-Wahl wird’s richtig asozial?

Wenn die Neuen Rechten bald uns knechten

Weil zu langes Zögern sich längst rächt, hat’s sich bald ausgezecht. Wer will schon zugeben, wonach jene bösartigen Recken streben? Der Verfassungsschutz ohnehin viel zu lange pennt, dies aber man ja von früher kennt. Ob Maaßen, NSU oder gar Union, welch simpler Hohn. Ein Land auf dem rechten Auge jahrzehntelang blind nunmehr die kalte Wahrheit find. Soll man schmunzeln oder weinen, ersteres kann man nur verneinen, wer noch ein wenig Restverstand im Koppe hat. Geht doch gänzlich ohne Rat.

„Wuhan Virus is the ultimative Acceleration-Pill“, liest man auf rechten Seiten janz schrill, kann man vieles von halten, wer denn will. Oder besser genauer hinschauen, wat für ne Verschwörung die mal wieda klauen. Oh, man, welch schnöder Bann. Fanatismus kennt so gar keine Grenzen, die wollen mit ihrem Gestammel und Geschreibsel überall glänzen.

Jüngst auch der Monnemer Soulsänger erneut zum Besten gab, so wie all die Jahre zuvor schon an manch verirrten Tag. Endlich neben RTL auch andere Kollegen mal die Reißleine zogen, um dessen Beteuerung zu entlarven als verlogen. Wer ständig meint, er sei nicht verstanden, dem ist wohl manches gekommen abhanden. Der Blick zur Realität verschwommen vor lauter Reichsbürgergeschwätz, Haß und Hetz‘. Das kann nicht fruchten, manche kommentieren, einfach einbuchten.

Im Hinblick zur Nazi-AfD-Entwicklung ist solcher Rat durchaus ne folgerichtige Option. Doch Politik und Justiz schweigen zu lange schon, welch mißglückter Hohn. All die Opfer rechter Gräueltaten hätten vermieden werden können, nicht warten bis Flüchtlingsheime brennen! Oder noch mehr kaltblütig erschossen werden, weil geistige Brandstifter solche Täter nonstop umwerben.

Nach der Bayernwahl eventuell ein bevorstehendes Tränental? Etwa per geplantem Umsturz rechtsradikaler Gesellen? Ick weeß, olle Kamellen. Dennoch ist diesem Pack mancherlei zuzutrauen, nicht einfach teilnahmslos zuschauen, besser auf solch Szenarien vorbereiten, sonst blicken wir entgegen  janz anderen Zeiten!

Mit Schwarzmalerei hat das nix zu tun. Jetzt heißt’s nicht simpel ausruhen, sondern mit Verlaub durchzugreifen, nicht nur krude keifen. Die fackeln nicht lange, wenn mal am Zug, schmeißen wie angekündigt ihre Gegner ermordet in die Grub‘. Dieser rechte Dreck ist alles andere als keck, vielmehr schmarotzt er für eigene Zweck‘.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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And the winner is Wladimir Putin

Vom ewigen Präsidenten der größten „gelenkten Demokratie“

Welch imposanter legaler Staatsstreich, in dem per Verfassungsreform Wladimir Putin ein Gesetz zur Verfassungsänderung unterschreibt, das ihn ermöglicht, noch im Alter von 83 Jahren die Russische Föderation als Präsident zu regieren. Nur wenigen Herrschern war es vergönnt, 36 Jahre lang die Geschicke ihres Landes zu leiten. Selbst in der Neuzeit, im 21. Jahrhundert, behauptet sich die oligarchische Allmacht, die er doch eigentlich abschaffen wollte.

Im Sommer des letzten Jahres zeichnete sich Putins Russland als zunehmend autokratisch ab. Treffen zwischen dem Sultan von Ankara und Putin offenbaren eine erschreckende Parallele, obwohl der Ex-KGB-Mann nicht nur stärkere Nerven beweist, obendrein wesentlich strikter jedwede Opposition im Keim erstickt.

Ohne Putin Russland vor einem Scherbenhaufen?

Im Englischen würde man maybe or maybe not erwidern, obwohl Wladimir Putin ständig im Riesenreich obsiegt. Keineswegs aufgrund hoher Sympathiewerte, die sind im Laufe der beiden Jahrzehnte nahezu verspielt, sondern viel eher weil die Nato Russland zu deutlich auf die Pelle rückt. Defender 2020 ist bald im vollen Gange, US-Truppen und andere rollen quer durch Deutschland, um einen möglichen Ernstfall zu proben. Provokation nennt es Putin, der Westen spricht von einer Übung.

Spekulationen darf man schon kurz einflechten. Was wäre wohl aus einer Ära nach Jelzin ohne Putin geworden? Die schnellere Rückkehr zu erneutem Kalten Krieg oder gar der Worst Case per atomaren Schlagabtausch? Denkbar, lieber nicht vorstellbar.

Mit wesentlich mehr Befugnissen ausgestattet

Neben der Verlängerung als regierender Präsident. Dessen Ministerpräsident, egal wer das in den nächsten 16 Jahren auch sein sollte, wäre dann  lediglich für die Organisation eines reibungsglosen Kabinetts zuständig, brav gehorchend, was sein Chef, der Präsident, ihm einflüstert. Mit diesem Parlamentarismus, folglich ohne oppositionellen Gegenkräften würde das kaum noch eine Rolle spielen. Ein gezähmter Föderationsrat, welcher dem Oberhaus des Parlaments entspricht, stimmt nunmehr den Ernennungen bestimmter Ministerposten zu, die Putin für richtig hält, und zwar in den wichtigen Ressorts Außen- und Justizministerium, sowie im Innern und der Verteidigung.

Somit schalten und walten im Justizapparat, die Königsdisziplin vorheriger KGB-Agenten – welch Schachzug. Das kann noch nicht mal The Donald drüben im Westen toppen. Gleichzeitig spricht sich die Verfassungsänderung von jeglicher Einmischung außerhalb der Landesgrenzen frei, d.h. internationale Organe braucht Moskau nicht mehr zu berücksichtigen. Bereits Ende der dritten Aprilwoche soll das Referendum abgeschlossen sein, außer das Coronavirus verzögert den Termin.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Eisblumen verblühen nicht

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Jetzt ist es verwischt
das Wahre,
das Anfaßbare,
die Lebensgischt.

Die ziselierten Blüten,
Tropfen für Tropfen
die Sicht verstopfen,
mittels gehauchter Riten.

Milchige Sicherheit
hinter Fassaden
von kühlem Gebaren,
der Hahn kräht jederzeit.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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AfD-ler sind Extremisten und Nationalsozialisten

Die korrekte Nutzung von Sprache ist wesentlich für richtiges Denken, Verstehen und Handeln. Kurz aus meiner Perspektive zu Sprachverwirrungen, die falsches Denken, Verstehen und Handeln zur Folge haben.

Erstens die falsche Verwendung bzw. Verwechselung der Begriffe Radikalismus und Extremismus. Radikal kommt vom lateinischen Radis, die Wurzel, und ist ein positiver Begriff: Etwas an der Wurzel verstehen. Extrem bezeichnet sich am äußersten Rand befindlich, und ist ein negativer Begriff. Ein Blick in den Duden: Es gibt das korrekte Wort Extremisierung. Also: Richtig ist Extremisten und Extremisierung.

Zweitens: Höcke darf laut Gerichtsbeschluss -sachlich begründet- als Faschist bezeichnet werden. Der wesentliche Unterschied zwischen dem Mussolini-Faschismus und dem Hitler-Nationalsozialismus war der Holocaust, die Shoah: Der Massenmord an ideologisch willkürlich ausgegrenzten Menschen, angefangen mit ihrer Verleumdung, Stigmatisierung und gesellschaftlichen Ausgrenzung. Der Anfang, wie es heute gezielt von AfD-lern betrieben wird, und der bereits zu vielen Gewalttaten und Morden geführt hat.

Das bedeutet: AfD-ler sind Extremisten und Nationalsozialisten.

Die logische rechtsstaatliche Konsequenz: Ein unverzügliches AfD-Verbot und schnellstmögliche Entlassung aller Beamten mit AfD-Parteibuch. Und sofortige gesellschaftliche Ausgrenzung aller AfD-ler. Im Sinne der als Lehre aus der Weimarer Republik im Grundgesetz definierten wehrhaften Demokratie, deren Verteidigung Verantwortung von uns allen ist.

Eine ganz persönliche Schlussbemerkung: Die Nationalsozialisten haben einen meiner Großväter feige ermordet. Das wird mir nicht passieren.

Lothar Klouten

Kategorie: Meinung

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