Adele, Hermine

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Adele, dabei strich ihre Hand über meinen Kopf, leicht, geistesabwesend, so als wollte sie, man merkte es nicht, fortwischen, was sie nicht ausgesprochen, und doch haftete die Berührung auf mir, lange, manchmal abends im Bett noch oder plötzlich beim Spiel wie ein Lufthauch, der sich in meinen Haaren verfangen hatte, ein Gewicht, welches Gewicht, hatte sie mir abgegeben und erneuerte diese verwehte Schwere immer wieder, wenn ich sie traf.

Ein wenig unheimlich war sie mir, die Hermine, Hermine Walters, geborene Schilling, ihr Haus stand an der Wegstrecke zu Hollersgarten, damals eine Anhöhe umgeben von Gestrüpp, Sträuchern und hangabwärts Baulingen zu, bewachsen mit Holunderbüschen, heute steht dort oben ein Kiosk, Tische und Bänke, sogar ein Fernrohr, der Ausflüglern Erfrischungen anbietet. Zu meiner Kindheit hielten sich dort oben nur die heimlich Verliebten auf, aber nur die, deren Liebe nicht erlaubt ist, und im Frühjahr die Holunderblütensammler, und im Herbst die Holunderbeerensammler. Die waren auch Schuld, daß sich die Huberta vor den Zug warf, als im Dorf geschwätzt wurde, sie würde es mit Tristan Kolbe dort oben treiben, das wußte bei uns jedes Kind im Dorf, obwohl es lange vor meiner Geburt passiert war, und es wurde gemunkelt, Hermine hätte ihre Schwester bei diesen verbotenen Treffen stets Wache geschoben.

Die Schillings hatten auf ihrem Grundstück ein Blumenparadies, nicht nur für ihre Rosen waren sie weithin bekannt, in den Gewächshäusern blühten die verschiedensten exotischen Pflanzen, sie belieferten Kirchen, reiche Geschäftsleute und auf fast jedem Friedhof im Umkreis standen ihre Blumen auf den Gräbern. Hermine hatte nicht das glückliche Händchen mit Pflanzen wie ihre Eltern, und so kam es, daß mit ihrem Tod erst die Freilandblumen verschwanden, später auch die Gewächshäuser, die rund um das Haus standen. Hermines Mann in jeder Hinsicht kein Feinfühliger, so jedenfalls die Meinung der Dörfler, baute abseits der früheren Blumenbeete Gemüse an, und nur Gemüse. Blumen schienen ihm ein Greuel, Hermine fügte sich, anfangs aus Liebe, später wohl aus Ängsten, die, das meinten einige zu wissen, aus dem schlechten Gewissen bestand, ihre Schwester nicht vom schlechten Weg der Sünde abgehalten zu haben.

Täglich rannte sie vor dem Frühstück zur Frühmesse, überhaupt zu jeder Andacht, das war auch der Grund, warum jeder im Dorf ihr so oft über den Weg lief. Und sie lief ins Dorf, weil sie anstatt Mehl Zucker gekauft hatte, mal Waschpulver anstatt Brot besorgte, den Geldbeutel vergessen hatte, mal in Hausschuhen, Lockenwickler im Haar, mal mit, mal ohne Schürze, nicht zu erwähnen, die vielen Male, die ich sie sah, nur mit einer Bluse und leichtem Jäckchen gekleidet und das mitten im Winter. Vermutlich, nein, sehr wahrscheinlich waren dies die Gründe, warum aus der lebhaften, frechen Hermine, die sie wohl als Kind gewesen war, laut meiner Mutter, eine Hermine wurde, der Schusseligkeit und seitens ihres Mannes Schlampigkeit vorgeworfen wurde. Ich weiß aber, sie war nicht schlampig, nie habe ich sie schmutzig gesehen, und die wenigen Male zwar, die ich bei ihr im Haus war, weil sie mir unbedingt Bonbons, oh, es sind keine mehr da, aber ein Stückchen Schokolade magst du wohl, oder, ich habe ganz vergessen, und schon drückte sie mir ein paar Pfennige in die Hand, da, mußt die selbst kaufen.

„Adele, bleib ein liebes Kind, du“, sagte sie immer zum Abschied, und ihre Hand legte sich kurz auf meinem Kopf, verträumt, geistesabwesend und doch so bemerkbar, als hätte sie mir Gewichte aufgelegt, welche Gewichte. Ausgefragt hat sie mich, wenn wir uns trafen, egal ob ich mit Mutter, Geschwister oder Freundinnen unterwegs war, sind alle gesund zu Hause, bald kommst in die Schule, freust dich schon, hast deine Hausaufgaben heut‘ schon fertig, hab gehört, du kannst jetzt schwimmen, aber am Weiher, da paßt du auf, ja, versprich’s, hat die Gerda den Führerschein, meinte, ich hätte sie fahren sehen, ist euer Besuch wieder abgereist, Adele, du, und ihre Hand fuhr sanft und verträumt über meine Haare. Bestrich mich mit ihrem Gewicht, mit Adele, mit Abschied, der auf meinem Kopf blieb, Gewicht, das kein Wind aus den Haaren fegen, kein Wasser je abspülen kann, das bleibt und bleibt, auf immer „Adele, Hermine“.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Taimane Gardner – eine Ukulele-Virtuosin mit ganzem Körpereinsatz

Musikalisch mit Bach, Led Zeppelin und eigenen Kompositionen unterwegs

Um zu wissen, wie die gitarrenähnliche Ukulele entstand, vorneweg eine kurze Beschreibung. Ihre musikalische Entwicklung begann mit der Braguinha, eine aus Portugal stammende kleine Gitarrenform, die der portugiesische Einwanderer João Fernandez über Madeira nach Hawaii brachte, wo somit das Instrument seinen Namen, hüpfender Floh, bekannt als Ukulele erhielt.

Inzwischen hat Taimane Gardner mit ihrer starken Bühnenpräsenz, ihrem Talent die Ukulele weltweit noch bekannter gemacht, mit dafür gesorgt, die Musikwelt zu bereichern, aufzuzeigen, was jene Klänge im perfekten Zusammenspiel anderer uns Zuhörern gönnen mögen.

Ein Diamant ward geboren, auserkoren, um uns zu verzaubern

Denn ihr Vorname Taimane bedeutet vom Samoanischen ins Deutsche übersetzt schlichtweg Diamant. Die am 13. Februar 1989 in Honolulu (Hawaii) geborene Taimane Gardner ist samoanischer, deutscher, irischer, französischer und schwedischer Abstammung. Bereits als Fünfjährige begann sie die Ukulele zu spielen und wurde als 13-Jährige vom legendären hawaiianischen Popmusiker Don Ho entdeckt und entsprechend gefördert.

Nach dem Schulabschluß auf einer Waldorfschule studierte sie im Kapiolani Community College, veröffentlichte bereits mit 15 ihr erstes Album Loco Princess. Ihr fünftes Album Elemental erschien 2018.

Auch Pierce Brosnan lobte Taimane Gardner

Der ehemalige James Bond-Darsteller Pierce Brosnan hatte sich eine Show mit Taimane Gardner angeschaut und bemerkt, daß sie die Bühne mit ihrer sinnlichen Lebendigkeit und glühendem Talent rocke, das fessele und betöre.

Bilden Sie sich selbst ein Urteil, welch imposantes Talent Menschen in den Bann ziehen vermag, die Ukulele erhält durch Taimane Gardner einen neuen Stellenwert, zugleich auch ihre tollen Interpretationen etlicher bekannter Musiker und Komponisten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Musik

Carmen / Phantom of the Opera Rehearsal

Beethoven, System of a Down, Led and ACDC Medley

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Sommertage am See

Meine Freundin hätte sie werden können,
wenigstens für die Wochenenden,
an jedem Ferientag zusammenspielen,
Langeweile für uns ein Fremdwort,
redeten, so wie man zu sich selber spricht,
die kommt aus einer Großfamilie,
unsere Beine baumelten nicht nur im See,
zu Entdeckerinnen waren wir geboren,
liebten Planschen, obwohl wir schon acht,
ihre Eltern sind einfache Leute,
fütterten Schwäne, Enten und Möwen,
waren verbunden wie zwei Hälften,
bis zu jenem Sommertag,
wir dürfen uns nicht mehr sehen,
der soziale Stand hat uns zersägt,
Ehrenmänner dafür gesorgt, Ordnung besteht,
neben dem Mercedes standen sie,
zerfetzte Innigkeit,
ins Auto stieg sie, geknickt,
ich schlich zum Brunnen, gebückt,
Fabrikantentochter,
Arbeiterkind,
Segelyachtbesitzer, Dorfhonoratioren,
wir waren Kinder, die Freundschaft pflegten,
eure Freundschaft war und bleibt verlogen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Scott Morrisons Australien-Brände sprechen Bände

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Premierminister bezeichnet Klimaaktivisten als „Anarchisten“

Die Parallele zu Donald Trump kann kaum übersehen werden, der doch tatsächlich sagte, sich als Forstexperte aufzuspielen, mit Laubfegen hätten die Waldbrände in Kalifornien verhindert werden können. Im Dezember des letzten Jahres meinte Scott Morrison trotz zunehmender Buschbrände in Australien mit seiner Familie, sich einen Urlaub auf Hawaii zu gönnen.

Beim weiteren Umgang mit Buschbränden kritisieren Feuerwehrleute den australischen Premier scharf, „er habe keine Ahnung“, obendrein würde es ihm an „grundlegender professioneller Höflichkeit“ mangeln, weil die Feuerwehrleute erst durch die Medien erfuhren, daß Morrison 3.000 Reservisten der Armee zur Unterstützung mobilisiert habe.

Wer die Klimakrise herunterspielt, hat keinerlei Verständnis für deutliche Zusammenhänge

Welch typisches Signal, das von jener rechtskonservativen Regierung ausgeht, an deren Spitze Premierminister Scott Morrison seit August 2018 sein Amt ausübt, wobei er zuvor schon als Minister für Einwanderung und Grenzschutz unter seinem Vorvorgänger Tony Abbott wirken durfte, ein Jahr später ausgerechnet als Sozialminister.

Inzwischen regiert er äußert rigide in seiner zweiten Amtszeit, die erste währte nur ein Jahr, weil dessen Vorgänger Malcolm Turnbell zurückgetreten war, per harter Stop-the-boats-Linie mit Einwanderungshaft, verurteilt die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe und bezeichnet Klimaaktivisten kurzerhand als „Anarchisten“. Für ihn gibt es keine Klimakrise, auch negiert er einen Zusammenhang zwischen Buschfeuer und Klimawandel.

Sechsfache Größe des Amazonas-Brandes in Australien vernichtet

Das Ausmaß der Feuerzerstörung in Australien ist als äußerst gigantisch zu bezeichnen. Die Flora und Fauna sei fort, wie der Biologe Professor Andrew Beattie von der Macquarie-Universität nahe Sydney verkündete, eine halbe Milliarde Tiere verenden in Australien. Wer sich angesichts solch dramatischer Folgen hinstellt und weiterhin die Klimakrise herunterspielt, nimmt jede Menge Schuld und Uneinsichtigkeit auf sich. Fraglich, daß ein Mitglied der Pfingstgemeinde wie Herr Scott dies mit seinem Gewissen vereinbaren kann.

Andererseits paßt dies ins Muster all derjenigen, die ganz ähnlich ignorant sich verhalten, denkt man an Bolsonaro oder eben Trump. Mit Blick zu Hochrechnungen einer möglichen Regeneration in Australien schaut es dabei gar nicht gut aus, wenn man die Prognosen des Klimawandels hinzuzieht. Demnach muß man von einem Desaster ausgehen, einer unwiederbringlichen Vernichtung vieler Tier- und Pflanzenarten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Fenster meiner Kindheit

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Was wollte ich eben sehen,
die Jugendlichen lauthals sich necken,
manche wissen bereits, wie Küsse schmecken,
ihr Lärmen verhindert, eigenes Denken zu verstehen.

Heute hat der Lehrer wieder zugeschlagen,
zwischen den Stühlen und Bänken kroch Holger
in den Flur hinaus, der Stock traf schwer,
kein Laut, alle verstummt, niemand wagte zu klagen.

Neulich als ich von der Schaukel fiel,
weil ich Freihandschaukeln übte, das Brett den Nacken traf,
surrte durch die Zeit ein Wind, trieb mich kurz in Schlaf,
träumte das Wesen der Welt, schmerzlich das Spiel.

Am Horizont begegnen sich zwei Fähren,
Meersburg, Konstanz ihr Ziel, scheint, sie verfehlen es,
stoßen zusammen, werden zu einer Fähre, Opfer des Sees,
in Sicht der Säntis, zwei Fähren, lasse meine Gedanken gewähren.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Die Würde des Menschen wird doch angetastet

© Doris Mock-Kamm

Beim Habitus hört’s auf

Die Zeichen stehen auf Unversöhnlichkeit, Gesellschaft ist alles andere als bereit, dem Nächsten zu helfen, ihn zu beschützen in nahezu allen Situationen bis hin zur Not. Gewagte Behauptung? Natürlich, zumal es nicht die gesamte Bevölkerung betrifft. Dennoch scheinen etliche Menschen einfach wegzuschauen, zu ignorieren, wo sofortige Hilfe greifen müßte. Woran liegen solche Mißstände, die zweifellos vorhanden?

Schock in Aldi-Fiale: Frau bricht vor Kasse zusammen – Kunden sorgen für Entsetzen. Man darf nicht nur, man sollte verwundert die Augen reiben, was Jennifer Lanzinger für Merkur in ihrem Artikel beschreibt. Einerseits beherzte Hilfe seitens eines zufällig anwesenden Feuerwehrmannes und des Aldi-Personals, andererseits völlig derbe, menschenverachtende Rempelei seitens einiger Kunden, die den Ernst der Lage nicht nur verkennen, sondern darüber hinaus auch noch die Helfer beleidigen!

Ducken oder Mucken – unterlassene Hilfeleistung

Das Video unter dem Artikel von Pro7 offenbart eine unglaublich desinteressierte Haltung mancher Zeitgenossen, die tatsächlich einfach weitergehen, als sei nichts geschehen. Der Mann im Film-Test bricht zusammen, kaum bis keine Reaktion, geschweige denn Hilfsbereitschaft.

Dabei spielt ganz besonders die Kleidung eine Rolle. Kleider machen etwa doch Leute? „Dem Penner oder Obdachlosen“ wird widerwillig geholfen oder auch gar nicht im Filmexperiment. Dem gleichen Schauspieler, gut rasiert mit Anzug und Krawatte, erfolgt zugleich sorgenvolles Interesse.

Ein Widerspruch im GG Artikel 1

Abgeleitet vom Adjektiv „wert“, mittelhochdeutsch wert, althochdeutsch werd, ursprüngliche Bedeutung, gegen etwas gewendet. Später in die Bedeutung übergegangen, einen Gegenwert habend.

Anders ausgedrückt, wer keinen Gegenstand hat (Besitz), ist nicht nur deshalb würdelos, sondern dem Mensch (Wesen) wird auch abgesprochen, sich gegen etwas wenden zu können. (Schätzungsweise ist „gegen etwas gewendet“ ein Hinweis auf die Möglichkeit des sich „Freikaufens“)

Direkter formuliert: Haste nix, biste nix.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Meine Würde ist antastbar, denn würde dem nicht so sein, würde ich auch Würde besitzen, ohne Gegenstand.

Da aber weder der Verstand würdig genug ist, noch einfach die Tatsache ein Wesen (wesen, sich aufhalten, verweilen) zu sein, ist es da wirklich verwunderlich, wenn Besitz achtens- und schützenswerter ist?

Dies ist die Formulierung, die für alle zukünftige Zeit gelten sollte, denn nicht die Würde gilt es zu achten und zu schützen, sondern Wesen und Natur:

Jedes Wesen und die Natur sind unantastbar. Sie zu achten und zu schützen, ist die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (Doris Mock-Kamm)

Verrohung der Gesellschaft doch vorprogrammiert?

Man sollte stets vorsichtig sein mit gewissen Urteilen, selbst wenn gerade der unübersehbare Rechtsextremismus bis hinein in den Deutschen Bundestag alles andere als guttut, nahezu anstachelt, Haß und Vorurteile auszuleben. Es verbleibt dennoch die Zivilcourage des Einzelnen, obwohl gerade eine gewisse Gruppendynamik im Negativen für Bedenken sorgen muß angesichts einer Gesellschaft, wo jeder sich selbst der Nächste ist.

In Zeiten einer Bereitschaft zu mehr Rüstung, siehe Nahostkonflikt und das Treiben eines Herrn Trump im Kontext zu Europa und Nato, schwingt eine Verrohung der Gesellschaft mit, die sich auch beim täglichen Miteinander widerspiegelt. Sorgen wir alle dafür, daß dies nicht unseren Alltag beherrscht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Entbunden des Garten Eden Schoß

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Rache ist mein,
ich versorg euch mit Pein,
ein jeder soll leiden,
kein Stein auf dem anderen bleiben,
feg euch vor mir her,
stets zu Diensten ein williges Heer,
mein Frust ist groß,
seit ich verließ Mutters Schoß,
der Wärme entbunden,
sich für die Welt geschunden,
mach sie untertan,
der Tenor der Ahn‘,
Dreck an den Händen,
Druck auf den Lenden,
ihr Wille mein Ziel,
kein Kampf zu viel,
nur so kann man erhalten,
verdienten Lohn verwalten,
die Nachfahren beerben,
auch wenn einige darüber sterben,
entfacht neuen Antrieb,
niemals vergib,
Erde schon immer mit Blut gedüngt,
Rache das mit sich bringt.

Und so fegten sie übers Land,
die Helden als Denkmäler bekannt,
Gottes Verbot der Erkenntnis
bis heute ein Hemmnis,
ein Freibrief zum Haß.
Erkannt? Menschenopfer zum Fraß?
Verkannt des Verbotes Sinn,
eigenes Denken der Menschen Beginn.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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