When Trump rings twice

The Donald erneut unterwegs auf Glatteis

Bad boys gib et überall, dat weeß man nüscht nur so Knall auf Fall, sondern hat sich längst herumgesprochen, Humpty-Trumpty blamiert sich nonstop bis auf die Knochen. Wäre ja keinesfalls so schlimm, passiert och mal einem Tim, nur in diesem Fall im allerhöchsten Amt der USA diesmal wieder geschah. Hat schon der Dussel Reagan kein glückliches Händchen bewiesen, obliegt es jetzt diesem narzißtischen Fiesen.

Statt mal aus Fehlern zu lernen, möchte er lieber seine restlichen Hirnzellen entkernen. Erneut auf Wahlkampfveranstaltungen soll Queens song „We Will Rock You“ die Leut anheizen, obwohl Brian und Roger kaum mit entsprechenden Protesten geizen, ein Anwalt kümmert sich um dessen Verbot in allerhöchster Not. Davon läßt jener Trump sich kaum beirren, soll’s halt im Gericht klirren, er ist doch der Präsident, vor dem alle Welt erschrocken andächtig flennt, weil er so ein friedlicher Mann, der fast alles kann.

Aber so kennt man ihn doch, er stets wie ne Kröte aus jedem Loch hervorkroch. Erst gute Absicht beteuern, um am Ende Militärs anzuheuern, sie mögen es endlich richten, er liebt schließlich Heldengeschichten. Was der blonde Dolle sich jüngst im Nahen Osten geleistet hat, das macht selbst Hartgesottene platt. Das Attentat, die Tötung von Kassem Soleimani, ist eine Kriegserklärung gegen den Iran. Weil The Donald echt nicht anders kann? Oh man, oh man. Und die Reaktion aus Berlin, die offenbart schlechthin jenen merkwürdigen Spleen.

Deutsche Unterwürfigkeit bis in alle Ewigkeit, der Ami als Freund und Helfer darf sich alles leisten, selbst sich erdreisten, Menschenrechte permanent mit Füßen treten, Widerspruch ist keinesfalls erbeten. Mit Blick gen Nordkorea wird’s überdeutlich klar. Die sogenannte Freundschaft mit Kim ist hin, der hat schon wieder Raketenzündeln im Sinn, am liebsten mit Atomsprengköpfen gen USA, soweit die Botschaft aus Pjöngjang, welch herrischer Klang. Das gefällt dem Choleriker Trump, egal was der Kim hat im Sinn mit manch neuer Ramp‘. Sollen dabei es etwa och Drohnen aus Ramstein richten? Dat wär zu viel beim ahnungslosen Dichten.

Der dritte Weltkrieg nimmt seinen dramatischen Lauf, die Anzahl beteiligter Länder wächst zuhauf, selbst wenn im goldenen Westen noch nicht viel davon zu spüren ist, am Ende obsiegt jene dreckige List, bei der stets das Kapital gewinnt, während in der Gosse weint das verlorene, verletzte Kind. Vater und Mutter kehren nicht wieder heim, es bleibt gänzlich allein, verlassen mit Zerstörung und allgegenwärtigen Haß, Hauptsache am Ende stimmt die Kass‘. Vor allem die vom Trump, der auf seinem goldenen Scheißhaus hockt janz plump, sein Glas erhebt, selbst wenn der Nahe Osten bebt, er doch weiterhin im Weißen Haus geschützt fürstlich lebt. Für Mutter Erde ist’s eh zu spät, wenn man die Klimakrise mit einbezieht. Doch och das The Donald nicht sieht. So’n shit! What an idiot!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Gönn dir was

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Ein Weilchen,
ein kurzes Weilchen,
ein Langeweilchen,
ein Träumchen,
wenn schon,
denn schon,
ein Ton,
kein Telefon,
ein Wind, ein lauer,
von kurzer Dauer,
ein Rülpser, Ton rauher,
ein Regenschauer.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Österreichs schwarz-grüne Regierung steht

Exemplarisch für europäische Nachbarn?

Sollte man jenen Richtungswechsel in Österreich gutheißen, zumal vor Kurzem noch ein rechtsradikales Bündnis für genügend Bauchschmerzen sorgte? Etwa ein einsichtiger Sebastian Kurz, der diesmal bemerkte, wie fatal das Vertrauen mißbraucht worden war mittels Straches FPÖ? Gar soviel Blauäugigkeit sollte man nicht zulassen, eben weil gewisse Machtverhältnisse ein reibungsloseres Regieren ermöglichen.

Konnte man direkt nach der letzten Nationalratswahl noch von eine Schande sprechen, schließlich gewann die ÖVP obendrein mehr Stimmen trotz des Schmierentheaters zwischen Kurz und Strache, haben sich drei Monate später die ÖVP und Grüne auf eine Koalition geeinigt. Ein gutes Omen?

Alles besser als ein rechtsradikaler Anstrich

Ganz grob betrachtet, muß man dem zunächst zustimmen. Wir erleben doch die Folgen einer rechtsextremen Politik mit Blick gen Ungarn oder Tschechien, vor kurzem noch Italien. Eine europafeindliche Gesinnung schadet uns allen, läßt gerade die USA und Russland frohlocken.

Trotzdem verbleiben etliche ungelöste Probleme auf dem Tisch, die auch Sebastian Kurz und Grünenchef Werner Kogler nicht einfach mir nicht dir nichts lösen können. Die Differenzen zwischen beiden Parteien sind ziemlich offensichtlich, selbst wenn zunächst eine Einigung zum Regieren vereinbart wurde. Eine Opposition der Sozialdemokraten und Rechtsextremen werden es ihr nicht gerade leicht machen, insofern sind harte Auseinandersetzungen vorprogrammiert.

Ein sicheres Zeichen für Schwarz-grün hierzulande?

Um sattelfest regieren zu können, läuft es bei Neuwahlen in Deutschland erneut auf eine Jamaika-Koalition hinaus. Die scheiterte bekanntlich am Unwillen der Liberalen. Wieso sollte ein Christian Lindner plötzlich einknicken und mit Annalena Baerbock regieren wollen? Alles unmöglich oder etwa mit einzukalkulieren? Wie schnell fragwürdige Bündnisse dann doch Zustande kommen können, läßt sich bei der Haltung der Grünen-Chefin ablesen, sie hat kein Problem damit, Russland unter Nord Stream 2 unter Druck zu setzen, um somit die Luftangriffe auf die Rebellengebiete in Idlib zu stoppen.

Das wird allerdings weder Putin noch Baschar al-Assad beeindrucken, genauso wenig wie die USA es nicht sein lassen konnten, jenen Syrienkrieg mit zu verantworten. So what?! Dieser Krieg ist heillos festgefahren, zumal obendrein noch die Türkei fleißig mitmischt, Pulverfaß Naher und Mittlerer Osten kurz vorm Explodieren ist, wenn man den Konflikt zwischen dem Iran und den USA im Irak mit einbezieht. Da helfen dermaßen unüberlegte Druckmittel seitens einer Frau Baerbock nichts, offenbaren gar den selben Fehler wie damals ihr Parteikollege Joschka Fischer beim Jugoslawien-Krieg.

Schwarz-grün dennoch oder vielleicht jetzt erst recht noch wahrscheinlicher hierzulande, zumal eine Frau AKK sich auch mehr Auslandseinsätze der Bundeswehr wünscht neben dem Zwei-Prozent-Ziel des Herrn Trump?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Zenit überschritten

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Der Horizont zerfurcht, zerkratzt,
kalte Sonne verbrennt das Licht,
es existiert kein Wort für Frieden,
Geröll durch Landschaft fließt.

Brackwasser spiegelt Zäune,
Willkommen nicht erwünscht,
Dünkel überzieht die Schatten,
im Theater der Vorhang fällt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Der König der purpurnen Stadt – eine Rezension

Ein gut geschriebener historischer Roman von Rebecca Gablé

Es ist stets ein ziemlich erfrischendes Erlebnis, ein Lesegenuß auf höchstem Niveau, Bücher von Rebecca Gablé zu lesen, so auch den historischen Roman Der König der purpurnen Stadt. Die Autorin, Jahrgang 1964, die heute in einer ländlichen Kleinstadt am Niederrhein lebt, studierte Sprachgeschichte und Mediävistik (das ist die Wissenschaft vom europäischen Mittelalter), sowie Literaturwissenschaft in Düsseldorf und arbeitete dort nach dem Studium als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur. Und genau dieses umfassende Wissen setzt sie geschickt ein in ihren Romanen.

Selbstverständlich möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, keine inhaltlichen Einzelheiten hier wiedergeben. Der Roman hat seinen Beginn im Jahr 1330 in London, wobei der achtzehnjährige Tuchhändlerlehrling Jonah seinem Meister und Cousin zunächst ausgeliefert ist. Durch glückliche Fügung begegnet er König Edward und Königin Philippa, die sein Schicksal weitreichend verändert bis hin zur Revolutionierung der englischen Tuchproduktion, wobei er aufsteigt zu einer der reichsten Männer der Stadt. Daß dabei Neider mit heimtückischen Intrigen aufwarten, ist wohl nur einer der Aspekte dieses Romans.

Rebecca Gablé betont selbst, es sei in der Natur der Sache, bei historischer Fiktion Historie und Fiktion manchmal im Widerstreit liegen würden, und dies genau den Reiz ausmache, einen historischen Roman zu schreiben.

Sie versucht hierbei, möglichst viel authentisches zu verarbeiten, so auch fast alles, was sie über London in dieser Zeit beschreibt, die Zünfte, die Gilden und mittelalterliche Stadtverwaltung. Ganz besonders deutlich wird sie, wenn es darum geht, die abgesegnete Gewalt der Kirche gegen Frauen und Kinder anzuprangern. So ist im Roman die geschilderte sexuelle Gewalt quer durch alle Schichten auch ein deutliches Thema. Sie läßt es sich daher auch nicht nehmen, über die sexuellen Nötigungen seitens König Edward zu berichten, selbst wenn diese unbewiesen sind.

So ist die Autorin vom Wesen der Königin Philippa fasziniert. Die zwölffache Königinmutter hatte es wohl erzieherisch verstanden, daß selbst nach ihrem Tod die Söhne keine erwähnenswerte Machtkämpfe austrugen. Außerdem revolutionierte sie die Tuchproduktion, indem sie weltberühmte Handwerker aus ihrer Heimat, also Frankreich, nach England ansiedeln ließ und großzügig entlohnte. Hinzu kam ihr zweites wirtschaftliches Steckenpferd: der Kohleabbau und –export.

Der König der purpurnen Stadt ist sehr leidenschaftlich geschrieben, wobei die Charaktere der Hauptpersonen gut ausgefeilt sind, die Leser tauchen unweigerlich in das mittelalterliche Geschehen ein, leiden und lieben mit der tragenden Figur Jonah Durham. Daß dieser frei erfunden wurde, spielt dabei keine Rolle, weil das Leben selbst in dieser Zeit durchaus sich hätte so zutragen können.

Mit anderen Worten, Rebecca Gablé zähle ich zu den großen Autorinnen und Autoren, die es mittels all ihres schriftstellerischen Könnens verstehen, nicht nur „Bilder zu malen“, sondern ganze „Filme“ beim Lesen zu erschaffen. Ich kann Ihnen somit nur diesen aufregend gut geschriebenen, historischen Roman weiterempfehlen, es lohnt sich in jeder Hinsicht, ihn zu lesen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Rezensionen

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Nur zu

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Diese Gewalt
Gott erhalt
Worte laß knallen
sie in den Ohren schallen
Argumente zerschlage
keiner Widerrede wage
auf den Putz haue
dein Gewissen klaue
das brauchst du nicht
sie auf ihr Verschonen erpicht

Diese Gewalt
Gott erhalt
sei bereit zu jedem Gefecht
das ist mehr als billig und recht
Moral auf Vordermann bringen
in Reih und Glied singen
Geselligkeit vernichte
Kameradschaft Liebe andichte
jedem den Arsch versohle
der nicht käuflich mit Kohle

Diese Gewalt
Gott erhalt
Schlagende Verbindungen
sind Grundbedingungen
anderer Freiheit zu unterdrücken
ohne die Messer zu zücken
Furcht vor der Apokalypse
bekehrt die verbohrteste Schickse
Überheblichkeit mit Zucht paare – nur zu –
und Ordnung ist und Ruh.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Prophetie, wo führt sie hin?

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Und macht sie tatsächlich Sinn?
Wo doch jetzt ein neues Jahr beginnt,
weil die Zeit so schnell verrinnt.
Einerlei,
fühlen wir uns frei dabei,
den Blick in ne Glaskugel zu wagen,
nur zu, bloß nicht verzagen.
Was bereits im alten Jahr geschah,
macht sich im neuen erst recht rar.
Da wäre zum einen der Brexit,
manche meinen, igitt igitt,
immer noch dieses Problem,
dat der Brite sich nicht schäm‘.
Mit der Klimakrise ist längst nicht Schluß,
die meisten hausen weiterhin im Überdruß,
als ob nichts geschehen wäre.
Wer kann’s jenem trögen Haß erkläre?
Kein leichtes Unterfangen,
wo doch rechte Parolen überall prangen,
gar bis hinein in den Bundestag.
Woran das wohl lag?
Neuwahlen stehen vielleicht bevor,
weil die Union dies längst heraufbeschwor.
Schnell den Sozen alles anlasten,
schon klappern die Twittertasten,
weil ne neue Doppelspitze bei der SPD am Start,
in Thüringen manch Nazi an der CDU-Tür scharrt.
Zu allem Übermut gesellt mehr Rüstung sich hinzu,
schon wird daraus nen Schuh.
Denn wer von Friedensabsichten spricht,
den interessiert Krieg und Elend nicht,
Hauptsache man macht Profit,
hilfreich sind Fake News, der Hit.
So blicken wir besorgt ins neue Jahr,
wer der Politik glaubt, ist ein Narr.
Wer aber den Kopf in den Sand steckt,
den zu viel Mißmut reichlich neckt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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