So viel für mich

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Ich liebe es.
Es ist schön.
Schön einfach.
Einfach schlicht.
Schlicht schön.
Schön ist es.
Es ist Leben.
Leben, so viel für mich.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Thüringer CDU auf äußerst fragwürdigem Kurs

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Mohrings Taktiererei untragbar

Wer innerhalb der CDU die christlichen Werte über Bord schmeißt, begeht Verrat an der Partei. Das könnte man jetzt generell als Maßstab für diese Volkspartei ansetzen, dann erübrigt sich eigentlich jedwede weitere Diskussion, weil es unzählige Beispiele gibt, wo bei Christdemokraten, übrigens gleichwohl bei der CSU, ihr C im Parteinamen nicht mehr als würdig zu bezeichnen wäre.

Hierbei geht es aber um Abtrünnige in der Thüringer CDU, die allen Ernstes Gespräche mit der Nazi-Partei AfD fordern. Ein NoGo, dennoch verhält sich Mike Mohring zögerlich, der CDU-Landrat Werner Henning äußert sich dazu: „Mohrings Blinken zur AfD ist unerträglich“. Recht hat er.

Schnellebigkeit in der Politik

Dies offenbart sich mal wieder innerhalb weniger Tage. Hatte noch Mike Mohring beteuert, eine Kooperation mit der AfD auszuschließen, zählen jetzt machtpolitische Erwägungen, gar mit den geheimen Stimmen von AfD-Abgeordneten den Sessel des Ministerpräsidenten erklimmen zu wollen. Daß dies Werner Henning rügt, ist mehr recht als billig.

Mike Mohring verrät somit die eigene Linie, als er noch vollmundig in Markus Lanz’ Talkshow sich als konsequenten Politiker präsentierte, mit der AfD nicht zu verhandeln. In der Tat ein äußerst schädlicher Kurs für die CDU, die ohnehin immer mehr Stimmen verliert, nicht nur landesweit, sondern auch bundesweit, unabhängig davon ob man ohnehin bei dieser Partei von einer Volkspartei sprechen darf. Im Grunde genommen gibt es gar keine.

Wendehälse schädigen das Vertrauen der Wählerschaft

Um gleichzeitig besonders jenen Nazischergen Stimmen zu verschaffen. Unfaßbar, was da gerade hierzulande geschieht. CDU-Politker wollen mit Nazis kooperieren! Sicherlich wird genau das kleingeredet, man flüchtet sich in Ausreden, die AfD sei konservativ, sogar volksnah. Das Gegenteil ist aber der Fall, wer sich deren Parteiprogramm vergegenwärtigt!

Ganz abgesehen von etlichen in dieser Partei, die gar keinen Hehl daraus machen, mit Nazis zusammenzuhängen, denselben Shitstorm überall von sich tönen. Der politische Schaden ist enorm, darüber sollte auch die Bundes-CDU sich im Klaren sein. Wenn jetzt nicht postwendend ein wesentlich deutlicheres Machtwort kommt, muß man den Demokratiewillen in diesem Land in Frage stellen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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An die 17 CDU-Funktionäre

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Wo ist euer Anstand?
Ich frage nicht nach dem Verstand!

Holocaustleugner.
Vogelschiss der Geschichte.
Auf Leichen pissen.
Denkmal der Schande.
Judaslohn.
Wenn wir kommen,
dann wird ausgemistet.
Grenzen dichtmachen,
grausame Bilder aushalten.
In Anatolien entsorgen.
Merkelnutte.
Grube ausheben, Löschkalk drüber.
Wir werden sie jagen.
Dem deutschen Volk
„das Fleisch von den Knochen fressen“.

Wo ist euer Anstand?
Ich frage nicht nach dem Verstand!

Wie könnt ihr es wagen,
nur ansatzweise sagen,
ihr wärt kompromißbereit,
seid ihr noch gescheit,
mit Personen verhandeln zu wollen,
die niemandem Respekt zollen,
weil sie deren Ideologie ablehnen,
eine Partei der Irrlehren
hofieren,
bedeutet parieren
nach deren Vorstellungen,
damit ist der Umsturz gelungen.

Wo ist euer Verstand?
Ihr habt kein bißchen Anstand!

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kaum eine Chance auf Ende atomarer Bedrohung

Gorbatschows Warnung verhallt eher ungehört

Am 09. November gedenken viele Menschen besonders hierzulande dem Mauerfall vor 30 Jahren, wobei Michail Gorbatschow eine nicht unwesentliche Rolle spielte, die übertriebene Belobigung über Helmut Kohl als unverhältnismäßig bezeichnet werden kann.

Mit ein Anlaß für den inzwischen 88-jährigen ehemaligen sowjetischen Staatschef, vor einer „kolossalen“ Gefahr zu warnen, „alle Nationen, alle, sollten erklären, daß nukleare Waffen zerstört werden müssen“, wenige Wochen zuvor habe Wladimir Putin die USA aufgefordert, schnellstmöglich Gespräche über eine Verlängerung des New-Start-Vertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen zu führen.

Mit The Donald bewegt sich nichts

Erst recht nicht, weil dieser viel zu beschäftigt damit ist, das bevorstehende Impeachment-Verfahren abzuwehren, obendrein vor Inkompetenz in vielen Bereichen ohnehin glänzt, denken wir an den jüngsten Fauxpas, wo er tatsächlich an Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom twitterte, dieser möge sich zusammenreißen, er habe „furchtbare Arbeit bei der Waldbewirtschaftung“ geleistet.

Keine gute Voraussetzung für die wichtige Thematik einer atomaren Abrüstung. Hatten wir noch Hoffnung, daß evenetuell dieses leidige Problem wenigstens mittels INF-Vertrag in richtige Bahnen verläuft, machte Trump vieles zunichte, die internationale Sicherheitsheitsarchitektur ist somit erst recht gefährdet. Von einem UN-Atomwaffenverbot kann daher gar keine Rede mehr sein.

Die weltpolitische Lage alles andere als entspannt

Zu viele Krisen und Kriege bahnen sich an, schaut man zum Nahen und Mittleren Osten, dem neuen Kalten Krieg zwischen den USA und Russland, nach Nordkorea, nach wie vor zur Ukraine, nach Afrika und zum Handelskrieg mit China.

Insofern hat Michail Gorbatschow unbedingt Recht, selbst wenn besonders fanatische „Putin-Versteher“ diesen eher belächeln. Welch Armutszeugnis. Man sollte den aalglatten russischen Präsidenten nicht loben, dafür herrscht im größten Land der Erde eine viel zu hohe Armut, zeugt die Einschränkung der russischen Internetregulierung für genügend Zündstoff, egal wie dies gerechtfertigt wird. Die Menschen vor Ort fühlen sich natürlich benachteiligt, das schafft eher Unfrieden im Volk.

Alles ganz schlechte Prognosen, die atomare Bedrohung abzubauen. Dazu bedarf es wesentlich besonnenere politische Persönlichkeiten als ausgerechnet jenen Trump oder Putin, einen cholerischen Narzißten und einen superreichen Ex-KGB-Mann.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Kein Millimeter nach rechts

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Entsiffung des Kulturbetriebes – ein Affront

Herbert Grönemeyers Slogan soll aufmerksam machen auf seinen Song “Fall der Fälle”, wo auch die Parole erklingt. Das gilt generell und natürlich im Kontext zur Kunst und Kultur. Die wird gerade in AfD-Zeiten erheblich angegangen, Stephan Brandner hatte bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Udo Lindenberg diesen als „Judaslohn“ geschmäht. Das ließ Claudia Roth nicht gelten, nimmt Udo Lindenberg gegen die AfD in Schutz.

Ausgerechnet, wo doch sie selbst als auch Cem Özdemir seitens mutmaßlichen Rechtsextremen Morddrohungen erhalten hatten, was jetzt parteiübergreifende Bestürzung hervorruft. Eine selbstverständliche Reaktion, vielleicht mit einem wehmütigen Blick gen deutsche Justiz und Ordnungshüter etwas zu spät.

Trotz mancher Kritik, die durchaus berechtigt ist, sollte man spätestens jetzt wesentlich härter durchgreifen, die Zeit rennt, weil eine militarisierte Entfesselung jener rechtsextremen Kräfte genügend Möglichkeiten hat und auch kennt, um den ohnehin schon stattfindenden Terror vehementer fortzusetzen. Kein Millimeter nach rechts, das gilt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurznachrichten

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Fanatismus höchste Form der Intoleranz

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Vom grenzenlosen Haß sich übersteigernder Ideologien

Jede Form der Gewalt muß mit aller gebotenen Entschiedenheit negiert werden, will Mensch sich nicht in ihrem Strudel der Eskalation ziehen lassen. Das gilt genauso für die unübersehbaren Ereignisse wie Prügeleien auf den Schulhöfen, vor und in Discotheken, in Kriegen oder beim Terror.

Aber ebenso sollte man die versteckten Formen der Gewaltausübung keineswegs unterschätzen oder gar ignorieren, die weltweit in einer gewissen Selbstverständlichkeit stattfinden, wie wir beim Sozialabbau, dem Raubbau der Ressourcen, den Landenteignungen, den Hungersnöten, den Lebensmittelspekulationen, an den täglichen Demütigungen mittels Mobbing, Vergewaltigungen und besonders den psychischen Unterdrückungsmechanismen feststellen. Der Ursprung all dieser Gewaltexzesse findet sich sehr oft im Fanatismus, dessen Folgen vom grenzenlosen Haß sich übersteigernder Ideologien die Opfer belasten.

Überzeugung wider jedweder Logik?

Oder bestimmt das Wesen der trügerischen Illusion, die einzig wahre Erkenntnis für sich zu beanspruchen, um nur diese Meinung nach außen vertretend zu dulden? Daß aus dem Lateinischen entsprungene fanaticus für „göttlich inspiriert“ zunächst harmlos wirkend, was die Bedeutung bzw. die Übersetzung anbelangt?

In der angewandten Praxis haben sich Betroffene der Autorität all den heftigen Erscheinungsformen des Fanatismus auseinanderzusetzen. Denken wir an religiöse, politische oder auch banal wirkende Gruppierungen wie Fußballfans, die allesamt eines gemein haben: Sie halten mit nahezu missionarischem Eifer an ihrer Grundhaltung und ihren Überzeugungen fest.

Das ganze Ausmaß der fanatischen Gesinnung entfaltet sich mit Nachdruck, wenn jedwede kritische oder hinterfragende Äußerung fällt. Kein Wunder, daß es Aussteiger aus solchen Gruppierungen besonders schwer haben, denken wir an die Scientologen, extremistisch ultrarechte oder linke politische Flügel. Fanatismus letztendlich darüber hinaus die höchste Form der Intoleranz, eines Scheuklappendenkens bis hin zu mörderischen Gewaltexzessen? Wer hierbei schönredet, hat das Wesen dieser dramatischen Erscheinungsform nicht wirklich verinnerlicht.

Humanismus und Liebe eine moderate Antwort

Werfen wir einen Blick in die Umwelt, in die Natur. Nur der Homo sapiens lebt in all seinem denkwürdigen Haß Fanatismus dermaßen penetrant aus, im Gegensatz zur Tierwelt. Genau deshalb orientieren sich Menschen am Wesen der Schöpfung, dessen größte Kraft, nämlich die Liebe, keinerlei Fanatismus im Ansatz zulassen kann, daher dieser im Keim ersticken sollte.

Der Rest offenbart sich im angewandten Humanismus, obwohl immer wieder Haß und Zerstörung nach fanatischen Handlungsweisen uns die grenzüberschreitenden Extreme verdeutlichen, besonders Idole und der damit verbundene Personenkult entscheidend das Lemmingverhalten unterstreichen, wenn die Ohnmacht der Schwachen zunimmt. Wehe denjenigen, die den Mut haben, Fanatismus entgegenzutreten. Dann bleibt nur noch der Widerstand bis zum Äußersten, weil rastlose Bösartigkeit mit Gewaltlosigkeit in der Regel nicht beendet werden kann. Das verdeutlicht unsere Historie, darf man als gelebten Erfahrungswert feststellen.

„Ein Fanatiker ist – in psychologischen Begriffen definiert – ein Mensch, der bewußt einen geheimen Zweifel überkompensiert.“ (Aldous Huxley)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Graphische Handwerkskunst liebäugelt mit Marxloh

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Norbert Thyssen ordnet sein kreatives Chaos

Im Nordwesten von Duisburg liegt der Stadtteil Marxloh, der früher zum Stadtkreis Hamborn gehörte, vor 90 Jahren der kreisfreien Großstadt zugeordnet worden war. Dorthin verschlug es nahezu zwangsweise den ehemaligen Creative-Direktor, Norbert Thyssen, der mal in der Werbebranche arbeitete, in einer Marxloher Senioren-WG lebt, an den Rollstuhl gebunden.

Für den Designer stellt sich nicht die Frage nach Kunst, er nennt sich viel eher Ideeist, seine Einfälle letztlich in die Tat umzusetzen. Neben dem Entwerfen photographiert er noch oder macht auch Musik.

Von wegen „No-Go-Area“ Marxloh

Das läßt Norbert Thyssen keineswegs zu, kämpft auf seine Weise dagegen an, große, unübersehbare Graphiken schmückten das Stadtbild, sind zurzeit bis Ende November ausgestellt in der Marxloher Kreuzeskirche, danach sollen sie im Marxloh-Center, dem Hamborner Rathaus und dem Landtag in Düsseldorf zu sehen sein.

Das macht Sinn und vor allem Hoffnung. Kreative Ideen, nicht immer unbedingt politisch korrekt, dafür mit entsprechend zwinkerndem Auge. Man fühlt sich teilweise zurückversetzt in die plakative Zeit eines Klaus Staeck, der zu Beginn der 1970er Jahre mit politisch-satirischen Plakaten auffiel, die schließlich auch als Postkarten gedruckt für Aufsehen sorgten.

Kreative Ideen gegen Haß und Gewalt

Eine passende Antwort, ein Entgegensetzen, um auf diese Weise Menschen wachzurütteln, sich eben nicht aufzugeben, wenn gewisse Kräfte am Werk, die nur noch mit Haßparolen für Unfrieden sorgen wollen. Humor kann folglich durchaus Brücken schlagen, Menschen verbinden, die allzu schnell resignieren.

Wer wirklich etwas ändern möchte in den Köpfen der Menschen, deren Alltag bewegen, der provoziert halt gern, nichts anderes versucht Norbert Thyssen mit seinen Werken. Es darf dann schon mal ein Titelblatt des Politmagazins Emma sein, mit dem Slogan: Mama kocht (Essen) und Papa kocht (Stahl).

Wichtig dabei für ihn, den Schalk im Nacken pflegen, schließlich gehört das wohl zum Leben, mit Trübsal blasen ändert sich kaum was zum Guten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kulturelles

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