Eine Verschwörung erschüttert den Glauben an westliche Werte

Warum KGB-Mann Putin die USA längst ausbootet

Endlich ist die Katze aus dem Sack, was etliche schon ziemlich lange vermuteten, der ein oder andere sich gar traute öffentlich zu verkünden, bestätigt jüngst Russland-Expertin Fiona Hill, Putin würde Trump erpressen. Zack, das sitzt. Der KGB habe im Hintergrund operiert, liest man hier.

Hat er das tatsächlich? Mit Blick ins Hinterstübchen jenes Humpty-Trumpty kann man durchaus solch Szenario nachvollziehen. Wer dermaßen unerschrocken narzißtisch unterwegs, obendrein mit dem Verstand eines pubertierenden Zwölfjährigen mal so eben die Geschicke der mächstigsten Nation auf Erden lenken darf, dem traut man letztlich nichts Sinnvolles, aber dafür viel zerstörendes zu. Diese Rolle füllt The Donald mit Bravour aus.

Während Saubermann Putin aalglatt im Stillen seine Beziehungen ausspielt, aus alten KGB-Tagen dessen Knowhow vortrefflich mit punktierten Seilschaften einzusetzen weiß. Ein leichtes, die Schwachpunkte des Lebemannes Trump zu sammeln, um diesen damit gezielt zu erpressen. Das funktioniert reibungslos wie alle Welt längst erstaunt zugeben muß.

Auf weltpolitischem Parkett stampft der US-Choleriker genauso wie im neuen Heim, im Weißen Haus, die Fluktuation seiner Mitartbeiter bestätigen die lautstarken Töne vom Chef mit der blonden Tolle. Humpty-Trumpty sat on his wall, most of his people although fall. Wer zuvor noch an westliche Werte geglaubt, wurde stattdessen schwerlich erschüttert.

Manch einem fällt es vielleicht nunmehr wie Schuppen von den Augen. Die allzu nette Haltung Kim Jong-un gegenüber, der Rückzug von US-Truppen aus Syrien, die schroffe Einstellung zur Ukraine, die Abneigung zur EU, der Handelskrieg mit China – von alldem profitiert als Nutznießer Russland, Putin darf sich als cleveren Strategen im Kreml feiern.

Knallen bereits Krim-Sektkorken, das weit vor dem Jahreswechsel 2019/2020? Allemal denkbar. Das Ende der Trump-Ära scheint vorprogrammiert, der langsam ins Rollen kommende US-Wahlkampf entpuppt sich am Ende als Makulatur, wo gar schon vorherig das Impeachment-Verfahren The Donald ausschließt, die Demokraten wieder ran dürfen, vielleicht ein Michael Bloomberg?

Ganz so schnell sollten Optimisten nicht frohlocken, da mag der ein oder andere Pessimist dazwischen hocken, der noch Bedenken zu Recht äußert. Weil, wenn schließlich Putin entlarvt, die Karten neu gemischt werden mögen, zumal dann der neue Kalte Krieg erst recht neue Fragen aufwirft, ob nicht am Ende die Großmächte ohnehin uns allesamt an der Nase herumführen? Eine Verschwörung der Verschwörung?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Mittagskind

https://pixabay.com/photos/sunrise-dawn-morning-frost-winter-3268348/

pixabay.com

Erstarrt zu Eis sogar der Wind.
Warmes Blut bettet das Kind.

Knirschend Äste krachen,
am Tor keine Wachen.

Frost durchzog die Leiber,
versteinert die Mienen der Weiber.

Dichter Nebel sog sich fest,
raubte den letzten Atemrest,

blies aus Lebensfeuer,
draußen tanzte der erste Schnee, heuer.

Es gibt keine Wunder,
wenn Kälte der Zunder.

Weiß glitzert die Flockenpracht,
hell schreit es mit Macht,

nicht das Glockengeläut zum Mittag,
das Kind war es, das Herzenswärme gab.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bundesregierung reagiert weiterhin grob fahrlässig bei Klimapolitik

https://pixabay.com/photos/windr%C3%A4der-landscape-verspargelung-2661693/

pixabay.com

Windenergie schwächelt zunehmend

Ausgerechnet im Zeitalter eines Klimawandels, wo doch seit Wochen völlig berechtigt die Jugend mit FFF freitags allerorten demonstriert. Das scheint allerdings die Bundespolitik kaum zu bewegen, wirklich ausdrücklich effizient aktiv zu werden, wie bereits deren fragwürdiges Klimaschutzpaket verdeutlicht.

Anstatt mal wirklich mit enstprechendem Elan und Glaubwürdigkeit Lippenbekenntnissen Taten folgen zu lassen, verharrt die Bundesregierung nahezu in Schockstarre, unfähig ihren Pflichten nachzukommen. Dafür muß jetzt der „große Blackout“ bei der Windernergie befürchtet werden, wie Markus Balser und Michael Bauchmüller in ihrem Artikel in der Süddeutschen ausführen. Obwohl jene Entwicklung längst vorhersehbar war.

Nach anfänglichem Boom kommt die Flaute

Dies ließe sich im übrigen auf ziemlich viele Branchen in der Wirtschaft übertragen, aber daß ausgerechnet bei dringend notwendiger Energiewirtschaft dermaßen fehlerhaft gemanagt wird vor allem seitens verantwortlicher Politik, das läßt in der Tat tief blicken.

Kein Interesse, Gleichgültigkeit oder einfach nur eine bodenlos unverschämte Ignoranz, weil man die eigenen Pfründe retten möchte, die Einstellung „nach uns die Sintflut“ auch bei dieser Thematik einen gewissen Konsens bildet, was erst recht einen gewaltigen Vertrauensbruch darstellt. Politik ohne Weitsicht hat sich letztlich disqualifiziert!

Weniger Windkraft im Lande kontraproduktiv

Falls die Prognose von Tina Löffelsend, Energieexpertin beim Umweltverband BUND, eintreten sollte, daß „der Anteil der Windkraft im Land sogar schrumpfen könnte.“ Welch fatales Signal seitens der Politik. Unglaublich, wo doch alles getan werden sollte, erneuerbare Energie auf vielen Feldern zu unterstützen.

Andernorts steige die Nachfrage, in Deutschland offensichtlich nicht mehr. Es wird Zeit, daß hierzulande wesentlich mehr Proteste eine derartige Ignoranz anmahnen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist, die rasante Entwicklung des Klimawandels bald schon unumkehrbar uns alle vor vollendete Tatsachen stellt. Dazu gehört eben auch, jetzt die Windkraft zu stärken, statt sie dermaßen grob fahrlässig zu begrenzen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Veröffentlicht unter Quergedachtes | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Blumen ohne Blüten

https://pixabay.com/photos/faded-tulip-double-stuffed-1270195/

pixabay.com

Ich kann es nicht mehr hören,
atemlos, sinnverloren,
wellende Seelen, Zeitennebel,

da kam sie zu mir stolziert,
rosige Wangen, verzerrte Lippen,
in den Händen Blumenstengel,

der Strauß ist für dich,
wo sind die Blüten,
zu ihrem Schutz vergraben.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Rüstungsausgaben im Fokus eines neu entbrannten GroKo-Streits

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/65/2018-12-09_SPD_Europadelegiertenkonferenz_Olaf_Scholz_2889.jpg/320px-2018-12-09_SPD_Europadelegiertenkonferenz_Olaf_Scholz_2889.jpg

Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Kann sich eine SPD durchsetzen?

Um gleich mal die Frage vorneweg zu beantworten, wohl eher nicht. Selbst wenn Olaf Scholz in seiner Rolle des Finanzministers derzeit auftrumpft, AKK Paroli bietet, beim Streit über Verteidigungsausgaben sie sabotiert. Das mag er gern, hatte er auch erfolgreich gen Ursula von der Leyen vollbracht. Doch die Lage spitzt sich stetig zu.

Mit diesen USA und einer Nato, die Deutschland des öfteren angemahnt hat, doch die zwei Prozent Mehrausgaben endlich umzusetzen. Es allerdings daran erinnert, daß Schluß mit Friedensabsichten ist, weitere Kriege ohnehin vorprogrammiert sind. Das wissen sämtliche Beteiligten, nehmen dies gar selbstverständlich in Kauf, das daraus resultierende Leid. So schmutzig offenbart sich Politik, die obendrein für sich in Anspruch nimmt, ihr gewähltes Wahlvolk zu vertreten. Ein dramatischer Trugschluß, da letztendlich Hochfinanz und Großkapital als die eigentlichen Dirigenten im politischen Weltorchester zu bezeichnen sind.

Scholz’ Auftritt nur heiße Luft

Damit möchte er wohl punkten, die SPD als Widersacher in der GroKo positionieren, zumal auch bei der Grundrente längst keine Einigung getroffen wurde. Einerseits wird mit angeblicher Zufriedenheit bei der Halbzeitbilanz jenes Regierungsbündnisses nach außen hin geprotzt, in Wirklichkeit stehen Merz, AKK, Spahn und Co. längst in den Startlöchern, um die Merkel-Ära abzulösen, notfalls mit einkalkuliert ohne die schwächelnden Sozialdemokraten.

Insofern hat Scholz’ Auftritt keine großartige Bedeutung, man könnte es auch als Machtspielchen interpretieren. Andererseits muß sich AKK selbst die Frage stellen lassen, ob sie tatsächlich dermaßen blauäugig ausgerechnet jener Trump-USA folgen möchte. Dieser Weg ist schließlich zum Scheitern verurteilt, mit Friedenssicherung hat die Nato kaum was mehr am Hut.

Macrons „Hirntod“-Bemerkung ein Widerspruch

Zumal gerade Frankreich meist sehr willig den USA als Bündnispartner zur Seite steht. Sicherlich liegt Trumps Iran-Politik auch Macron schwerlich im Magen, kann der geplatzte Atom-Deal diesen keineswegs zufriedenstellen, aber dessen Bemerkung, es gebe keine Kooirdination bei strategischen Entscheidungen zwischen den Nato-Staaten und den USA, kommt reichlich spät und deplatziert.

Denn Erdogans jüngst angezettelter Krieg in Nordsyrien kam nicht allzu überraschend, auch nicht für Frankreich, obendrein hatte Macron diesen nicht scharf genug verurteilt. Insofern mag dessen Rüge, Europa könne sich nicht mehr auf die USA verlassen, zwar zutreffen, doch Konsequenzen daraus hatte auch er bisherig vermieden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Karg das Zuhause

https://pixabay.com/photos/housing-real-estate-estate-mortgage-1647624/

pixabay.com

Sie eilen
in Scharen
vorbei
an bunten Waren.

Keine Zeit
sich zu erfreuen,
zu wenig Geld,
sie stets bereuen.

Karg wirkt
das Zuhause,
verblaßt die Farben
nach der Kaufsause.

Langeweile
macht sich breit,
Eintönigkeit sie
zum nächsten Kauf treibt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wider der Verharmlosung von Rechtsextremismus

Ende der Zeit der SED-Romantik

Was haben wir in Jugendtagen nächtelang diskutiert, was denn der Sinn sei von Mao, Lenin, den Sozen und Co., während manch Unbehagen sich ausbreitete ob der angeblichen Glanzleistungen des real existierenden Sozialismus. Parallel die völlig berechtigte Kritik am Großkapitalismus, an einen neoliberalen Weg, den gerade die FDP mit stoischer Gelassenheit verfolgte.

Dazwischen all die Hardliner, die gerne mit anarchistischen Phrasen aufwarteten, jedwede Staatsform ablehnten. Verständlich mit Blick zurück zur Hitler-Zeit, zum ostdeutschen Nachbarn, obwohl ein echter Sozialismus ohne die Selbstverständlichkeit der SED-Bonzen, den oberen Zehntausend mit Sondergelüsten und –rechten ohne weiteres tragbar gewesen wäre in unseren Köpfen. Stattdessen Frust ob niederschmetternder Realitäten.

Die Folge erreichte uns prompt, als nach Meinhof die RAF sich deutschlandweit austobte, linker Terror die Staatsmacht herausforderte, diese sich nicht lumpen lassen ließ, mit entsprechender Härte durchgriff, teilweise unverhältnismäßig selbst Intellektuelle oder gar Künstler wie einen Heinrich Böll unter Generalverdacht stellte. Eine kritische Hinterfragung dieses hauptsächlich CDU-gelenkten Systems wurde mitnichten geduldet.

Kein Wunder, daß mit den Bürgerbewegungen eine grüne entstand, weil die Sozen keinen Blick für Umweltbelange hatten, erst recht nicht für eine scharfe Trennlinie zur konservativen Mitte. Insofern mußte aus ehemaliger SED eine PDS hervorgehen, die schließlich am Ende zur Die Linke als Partei sich entwickelte, weil die SPD unter Helmut Schmidt ihre sozialistischen Ziele aus den Augen verlor, mit dem Verrat des Herrn Schröder hin zur Agenda 2010 gänzlich letztlich der Union in den Hintern kroch, um anschließend in einer GroKo zu landen. Mit dem Verlust von Wählerstimmen, Tendenz steigend.

Bei derartigem Parteigerangel einer sogenannten Mitte mußte und konnte sich der Rechtsextremismus prima entwickeln, ungebremst. Zumal gleichzeitig gerade die C-Parteien nicht locker ließen, mit freundlichster Unterstützung der Liberalen, den Linken stets einen Extremismus zu unterstellen, der lediglich bei ein paar wenigen ewig gestrig Versprengten noch zutraf, keinesweg bei Politikern der Linkspartei, wie auch Extremismforscher Alexander Häusler jüngst im Deutschlandfunk bemerkt hatte.

PDS-Geschwafel war gestern, erst recht der ewige Vorwurf zur SED-Affinität, mit der gern immer noch völlig verfehlt argumentiert wird. Aber ein latent vorhandener Rechtsextremismus, der sollte uns alle angehen, zumal dieser sich immer dummdreister durchzusetzen versucht, landes- und bundesweit. Schluß damit, richtet Eure Augen gen sich formierenden Faschismus, bevor dieser tatsächlich sich neu etabliert!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

Veröffentlicht unter Meinung | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar