No Island-Deal Poisons Trump’s Feel

Der blonde Dolle twittert mal wieder heftig

Erneut wird’s deftig. Aber das kennt man doch, jenes dramatische Joch, Humpty-Trumpty auf politischem Parkett ist alles andere als nett. Wer dabei noch Hoffnung hegte, hinterher manch zugefügte Wunde pflegte, bildlich gesehen, weil es sei doch angeblich nichts schlimmes geschehen. Der erste Mann der USA brüllt beherzt hurra, er sei great, es gäbe keinesfalls hate, die Medien ohnehin alle ein Fake, people have to awake!

Ohje, alles andere als schee. Grönland rückt seit Tagen in den Fokus, da hülft och keen Lokus, um diesen Schiß herunterzuspülen, kein wühlen in Trumps feuchte Ideen, es ist nunmal geschehen. Er will einfach Dänemarks Insel haben, es nützt kein wehmütiges Klagen, er möge doch sich besinnen, Trumps Glashaus längst beschlagen von innen, weil dessen Sturheit sei keineswegs bereit, mal die Füße stillzu- halten. Was folgt, sind Sorgenfalten.

Wie umgehen mit jenem Twitter-Präsident? Was haben wohl die Amis hierbei verpennt? Wir sagen es Ihnen: Die USA fahren inzwischen auf höchst unsicheren Schienen. Mit einer solch desolaten Politik gibt es kaum noch ein Zurück. Doch manche finden das wohl schick. Gerade die Neuen Rechten haben sich des Trumps Ergüsse auf die Fahnen geschrieben, er handle nicht übertrieben, er sei ein weiser Mann, der noch viel mehr kann.

Der kritische Denker kommt aus dem Staunen nicht raus, ei der daus. Grönland sei strategisch besonders vakant, habe man in Washington erkannt. Von den Bodenschätzen unterm Eis mal ganz zu schweigen, die wären ein geldgeil seliger Reigen. Wen interessiert das Veto der Inselbewohner dabei, einerlei, als Supermacht sei man ohnehin niemals bedacht. Schnell ne Krise, nen Krieg entfacht, wäre doch gelacht!

Die politische Posse treibt manch stillen Beobachter Tränen in die Augen, kaum zu glauben, was die da oben sich so alles erlauben. Während der kleine Mann meist ehrlich durchs Leben geht, ist bei denen sowieso alles zu spät. Sie treiben’s wie eh und je nach Gutsherrenart, denen wächst ein ellenlanger Bart. Vor lauter Macht haben sie ohnehin ständig Elend entfacht. Geld regiert die Welt, niemand da, der sie aufhält.

Wohin mögen politische Wirren wohl führen, besonders solch Allüren, die sich der blonde Dolle weiterhin erlaubt? Wer’s nicht glaubt, mal besser genauer hingeschaut. Was soll man wohl über Menschen denken, die solch einem Präsidenten Glauben schenken? Soviel Idiotie gab es noch nie! Obwohl von manch einem vorausgesagt, dennoch kaum jemand wagt, die Gönner des blonden Dollen zu stoppen. Geh’n wir halt schoppen, die Welt dreht sich weiterhin, egal ob am Ende alles hin. Welch Unsinn!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Eine Welt ohne Ton wäre ein einziger Hohn

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Was kann schöner sein als ein Lied,
welches in keine Träume flieht,
sondern Hinweise vermittelt,
besser als durch News betitelt.

Lauschet dem Klang der Melodie,
er öffnet Tore wie noch nie,
wer sich auf ihn einläßt,
entronnen im Hier und Jetzt.

Musik dringt bis in Tiefen unserer Seele,
auf daß sie niemals wirklich fehle.
Vergessen durch zuviel Schmerz,
bricht sie am Ende manch Herz.

Erinnerungen werden dabei wach,
versüßen gar manch traurigen Tag.
Geben dennoch genügend Halt,
erfreuen Jung und Alt.

Eine Welt ohne schöne Noten
bedeutet letztlich Vorboten
auf ewiglich unerwünschte Stille.
Wer schluckt freiwillig jene bittere Pille?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Europas Lichtblicke lassen Hoffnung keimen

Zuzana Čaputová durchaus mit Signalwirkung

Manchmal zum Haare raufen, wer denn noch welche auf dem Kopf trägt, sie genußvoll pflegt und Optimismus sich regt. Poetische Anwandlungen vermögen ein Stückweit für Entspannung sorgen, wo doch real genügend Probleme auch Europa bedrängen, denkt man vor allem an dessen Rechtsruck, der gern vergangenes Leid ignoriert.

So als ob die Vergangenheit nicht stattgefunden hätte, dabei eine treudoof fanatische Vaterlandspflicht unwissend Leichtgläubigen eingeredet wird, funktioniert mal wieder brillant, Hauptsache der Euro rollt zu entsprechenden Geldgebern, die vollmundig genau das einkalkulieren: Krieg, Haß, Zerstörung.

In der Slowakei ändert sich vieles zum Guten

Obwohl zuvor genügend Korruption obsiegte bishin zum Doppelmord, als der Journalist Jan Kuciak und dessen Verlobte Martina Kusnirova schlichtweg feige ermordet wurden. Die folgende Empörung fruchtete dahingehend, daß am Ende Zuzana Čaputová Präsidentin in der Slowakei wurde, ein kleines Land mit großem Mut, wie Gerhard Spörl anschaulich beschreibt.

Das mahnt all diejenigen an, die sich noch im Sessel der Gelassenheit wähnen, wo doch die Salvinis, Orbáns oder Putins ihren Macho so deftig heraushängen, wehe, man widerspricht ihnen, das hat dann Folgen bishin zur Ermordung, in Russland offensichtlich längst wieder Selbstverständlichkeit, Erinnerungen an Stalin flammen auf.

Eine EU die vor lauter Dialektik sehr wachsam sein sollte

Ganz besonders unter ihrer neuen Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, die ohne jedwede Taten bereits mit Lorbeeren nahezu überschüttet wird, der aufmerksame Beobachter sich nur verwundert die Augen reiben mag, was jene Lobhudelei denn bedeuten soll.

Es zählt wohl nicht Qualität, sondern vielmehr Vitamin B mit entsprechender Portion Geldgeber im Hintergrund. Daß dabei der Glauben an die Politik verlorengeht, kann man Politikverdrossenen nicht übelnehmen. Die Gefahr des extremistischen Rechtsrucks scheint die etablierte Politik offensichtlich einzukalkulieren, sonst wäre sie wohl eher auf der Hut. Deren Ignoranz schreit gen Himmel, zumal frapante Parallelen der 1920er Jahre auflodern.

Dennoch ein Hoffnungsschimmer am Horizont? Eine Zuzana Čaputová zeigt bereits, inwieweit man konsequent handeln soll, vielleicht bringt das ja den ein oder anderen dazu, mal wieder genauer hinzuschauen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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SPDpur deutlicher Wink in Richtung Auflösung

Wer die Soziale Marktwirtschaft lobpreist, verkennt die Realität

Beim geringsten Aufwind entlockt es ganz besonders ausgerechnet bei denjenigen genau diese Art Optimismus, die ohnehin vor lauter Wald weder Bäume noch Zusammenhänge der Realpolitik sehen wollen oder gar können. Ein Armutszeugnis par excellence, welches ausgerechnet der Ex-Außenminister Sigmar Gabriel jüngst von sich gab, die SPD sei „linker als die Linkspartei“ geworden. Dessen Abrechnung geht eher nach hinten los.

Den Versuch per SPDpur noch zu retten, was da im Hirn alt eingesessener SPD-Politiker herumspuken mag, muß man vehement als Wink in Richtung Auflösung werten. Im Grunde bestätigen dies sowieso die Prognosen zur Bundestagswahl. Die Sozialdemokraten erreichen im Schnitt die Hälfte der Union, die Grünen bleiben zweitgrößte Partei.

Die Abseitsposition manifestiert sich

Erst recht mit solch kläglichen Versuchen, die Karl Lauterbach scharfsinnig als „interne Spaltung“ und „rückwärtsgewandt“ bezeichnet, um sich obendrein an Positionen der AfD zu orientieren, gerade was die Flüchtlingspolitik anbelangt. Die Gruppe um Gabriel zur SPDpur scheint das alles in Kauf zu nehmen, Hauptsache man rette die Partei.

Tatsächlich wird es beim kläglichen Versuch bleiben, die SPD ihre Rolle der Abseitsposition nicht los werden. Der aufmerksame politische Beobachter kann nur davor warnen, weil ansonsten gar ein Regierungswechsel zu Rot-Rot-Grün vereitelt wäre, sollte SPDpur sich durchsetzen.

Der Tanz ums goldene Kalb

Den hat der kleine Mann ohnehin verloren, der Reichtum der Reichen sich dadurch vermehrt, während Armut deutlich zunimmt. Nur wahrhaben wollen dies die ewig Gestrigen nicht, die obendrein an der Sozialen Marktwirtschaft festhalten. Von der kann kaum mehr die Rede sein, wenn Mieten stetig steigen, Reallöhne sinken, die Lebenshaltungskosten unverhältnismäßig in die Höhe schnellen. Soziale Gerechtigkeit wird dadurch ausgehebelt, eine gefährliche Mischung, die besonders Extremisten auf den Plan ruft.

Die wiederum wittern ihre Chance, stehen in den Startlöchern. Bei den bald stattfindenden Landtagswahlen wird sich zeigen, ob der Trend zur Nazi-Partei AfD sich fortsetzt, mündige Wähler ihnen weiterhin auf den Leim gehen, um somit zu protestieren. Aber halt, aufgepaßt, sonst wacht Ihr in einer Diktatur auf, die schneller hereinbricht, als manch einer erahnt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Rasenmähen niemals verschmähen

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Zwei Zentimeter hoch steht er stramm,
weil manch Gewissenhafter nicht anders kann.
Selbst bei größter Hitze
das HB-Männchen übers Grün flitze.
Da kommt innere Freude auf,
Kumpels sind zugegen zuhauf.

Bei Bierzeltgrillromantik
fühlt man sich so richtig schick.
Was interessiert schon Massentierhaltung,
Hauptsache der Wanst voll eben drum.
Billig soll’s gleichwohl gefälligst sein,
auf dies Image bildet man sich was ein.

Der Rasen verdient keineswegs seinen Namen,
präsentiert doch nur, welch dürftiger Rahmen.
Die Tierwelt sei dabei vollkommen egal,
auch wenn sie dabei leidet manch Qual.
Solch konservativer Ignorant
bedeutet für manch Konzern ein Garant.

Es rollt der Euro in dessen Kassen,
die ganz großen tun erst recht prassen.
Doch der kleine Mann hält seinen Rasen kurz,
über Zusammenhänge denken sind dabei schnurz.
Wichtig des Fleisches Fressenslust,
weggespült mit Bier der alltägliche Frust.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Putins Russland zunehmend autokratisch

Von freier Kommunalwahl kann keine Rede mehr sein

Repressalien kennt man unbedingt von Nordkorea, ebenso schon länger in Erdogans Türkei oder seitens des Überwachungsstaates China. Die Russische Föderation leidet seit geraumer Zeit unter einem Wladimir Putin, erst recht seit dessen Wiederwahl zur vierten Amtszeit als russischer Präsident.

Nunmehr fordern Demonstranten in Moskau freie Kommunalwahlen, rund 20.000 Menschen protestierten letzten Samstag, daß „Russland frei sein wird“ zur Wahl im September. Das darf man allerdings zunehmend bezweifeln, denn auch heute schüchterte die Polizei vor Ort vehement die Opposition ein, mehrere Wahlkampfbüros und Wohnungen waren am Abend zuvor durchsucht worden.

Putinisten zum Trotz muß man von Alleinherrschaft reden

Haarscharf und ohne jedwede emotionale Hingebung sollte eine politische Analyse erfolgen. Gerade an der Nahtstelle zwischen Nato und Russland, dem alten Ost-West-Konflikt zwischen Antiamerikanismus und Putinglorifizierung scheiden sich oftmals die Geister,  eben weil mit einem guten Putin vs. dem bösen Westen ein verzerrtes Bild entsteht.

Obendrein gesellen sich ganz gern Querfrontler hinzu, wo ein jeder sein eigenes Süppchen köchelt, Hauptsache man partizipiert möglichst gewinnträchtig davon. Beste Voraussetzung dafür, daß Extremismus Tür und Tor geöffnet wird. Längst sollte sich herumgesprochen haben, daß auch „Saubermann“ Putin gerade die Neue Rechte euopaweit hofiert.

Ins selbe Horn bläst übrigens der „blonde Dolle“ und seine klägliche „Truppe“, denkt man nur an Steve Bannon, der gern die Europäer verunsichern will, auch Boris Johnson tatkräftig unterstützte. Die Ost-West-Fehde außer Kraft gesetzt, wenn es um eine Destabilisierung der EU geht? Das scheint die zielführende Absicht zu sein.

Reichtum bestimmt den politischen Kurs

Das gilt für alle Nationen, Liza Minellis Song Money, Money hat leider seine unübersehbare Gültigkeit. Mit einem geschätzten Vermögen von 50 Milliarden US-Dollar kann man als Wladimir Putin entsprechend auftrumpfen. Der „Mafiosi“ im Weißen Haus glänzt zwar offiziell mit ein wenig weniger Geldmittel, doch dessen Macht hat weiterhin weltpolitischen Einfluß, denkt man die Handelskriege, das Zündeln im Nahen und Mittleren Osten.

Nahezu ohnmächtig und sogar sich einschleimend die US-Bündnispartner, eine AKK als neue Verteidigungsministerin, die ohne weiteres die zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Rüstungsausgaben anvisiert. Eine russische Alleinherrschaft zusammen mit der Verdrängung europäischer Friedensabsichten bei gleichzeitiger Aufrüstung bedeutet erneutes Kriegsgeschrei und den Verlust demokratischer Errungenschaften, weil Extremismus und Nationalismus sich hinzugesellen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Niemand wirklich allein

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Das Leben sei lebensgefährlich,
jetzt aber mal ganz ehrlich
und ohne blöde Gedanken,
zu zweifeln wäre beschwerlich,
man gerät dabei so ins Schwanken,
Grübeln bringt ohnehin nicht viel.

Der Fröhliche lebt nach Lust und Laune,
Trübsal blasen nie und nimmer sein Ziel.
Der Nachdenkliche lauscht manch Geraune,
während Stille ihn meist betört.
Melancholie führt oft zu Depressionen,
Aggressionen sind sowieso unerhört,
diese tun nichts verschonen, sich nicht lohnen.

Drum genießt besser jeden Tag,
morgen kann schon der letzte sein,
egal aus welchem Grund dies zu sein vermag,
die Welt dreht sich mitnichten zum Schein,
niemand ist wirklich allein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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