Dreh dich stets um, nimmt dir wohl keiner krumm

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Wer jetzt an den Fuchs, Lumpensammler oder Falco gedacht hat, liegt eher verkehrt. Alte Liedtexte mögen manch Erinnerungen oder Assoziationen hervorrufen, kann schließlich nicht unbedingt schaden, dürfte für genügend Abwechslung oder neue Ideen sorgen. Sich umdrehen oder ändern, eine Option, die oftmals anzuraten ist, besonders wer fehlgeleitet unterwegs.

Davon scheinen etliche betroffen zu sein, bei genauer Betrachtung, ob am Arbeitsplatz, in Schulen, Familien oder in den Social Media. Letztere offenbaren manch schreckliche Entgleisungen bis hin zu handfesten Drohungen oder Aufrufen. Hinzu gesellen sich all jene, die unverfroren meinen, sie können sich alles erlauben in den Weiten des Internets, weil sie eine gewisse Anonymität schütze. Welch Irrtum.

Solange nur im stillen Kämmerlein, mag es keinen Schaden anrichten, doch in der Politik entpuppt es sich spätestens zum Problem, erst recht, wenn obendrein Macht und Entscheidungsgewalt mit im Spiel. Was hierzulande uns erwarten könnte, läßt sich gleich beim österreichischen Nachbarn oder übern Ozean gen Westen beobachten, wo jener „blonde Dolle“ sein Unwesen treibt. Was interessieren Menschen- oder Frauenrechte, alles Mumpitz, der Herr wird’s schon richten, wer nicht folgt, den gilt es zu vernichten. Nicht gleich für alle sichtbar, aber ohne jedwede Scheu.

Bestimmte Entwicklungen nehmen ihren Lauf, aus dringender Notwendigkeit, erst recht angesichts fehlgeleiteter Entscheidungen zu Ungunsten der Umwelt, des weiterhin zunehmenden Elends, weltweit wie in reichster Nation selbst. Aber Humpty-Trumpty besteht auf seinen Kurs, wer nicht folgt, wird entsprechend abgefertigt. Die einen als Stärke werten, andere als Unfähigkeit, unter letzterem hat die Welt zu leiden.

Rückblick, keinerlei Ungeschick, ganz im Gegenteil ein wahrer Erfahrungsschatz, wer genau hinschaut, darauf baut, vertrauensvoll die Belange der Menschen zu würdigen, besser mal jener Gier keinen Raum mehr zu geben, das ist die dringend notwendige Herausforderung unserer Zukunft, die gefährdet, wenn diese Erkenntnis nicht greifen darf.

„Die Dienste der Großen sind gefährlich und lohnen der Mühe, des Zwangs, der Erniedrigung nicht, die sie kosten.“ (Gotthold Ephraim Lessing)

Was nützen solche Erkenntnisse, wenn Mensch immer wieder die Großen bedient, statt sie endlich von dannen zu jagen?!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Lieber peinlich als Pein

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Eleonore
schnarchelt auf der Empore,
sonntags früh ist sie sittsam,
nie zu spät zur Predigt sie kam,
die Sünden von Samstagnacht
mit einem Nickerchen wettgemacht,
lebt es sich die nächsten sechs Tage
ohne Furcht vor der möglichen Plage,
sich im Fegefeuer einst zu befinden,
dafür lohnt es sich, sich zu schinden,
denn ein schwitziger und öliger Leib,
als Strafe für samstäglichen Zeitvertreib,
die schrecklichsten aller Vorstellungen,
lieber mag sie, begleitet von Engelszungen
die, die fromme Lieder zum Orgelspiel singen,
hinübergleiten in ein Schläfchen voller Traum,
das bißchen Schnarcheln, das stört sie kaum.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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„Fridays for Future“ – Schulstreiks für andere Klimapolitik

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CDU-Nachwuchs zeigt sich uneinsichtig

Politikversagen unterstellt sie, trotz jährlich stattfindender Klimakonferenzen seit nunmehr über zwanzig Jahren würde sich viel zu wenig ändern. Völlig berechtigt bezeichnet die Süddeutsche Zeitung die schwedische Schülerin Greta Thunberg als „Galionsfigur der Klimaschutzbewegung“.

Während im letzten Jahr die Dürre- und Hitzewelle weite Gebiete Europas heimsuchte, entschloß sich die fünfzehnjährige Greta Thunberg am 20. August, dem ersten Schultag, mit einem Schild vorm Schwedischen Reichstag aufzutauchen, auf dem geschrieben stand: „Skolstrejk för klimatet“ („Schulstreik für das Klima“).

„Ihr seid nicht einmal erwachsen genug, die Wahrheit zu sagen“

Führt Greta Thunberg während ihrer dreiminütigen Rede auf dem Klimagipfel in Kattowitz an, die in Windeseile um den Globus verteilt wird, ein klarer Denkzettel an die Politik gerichtet, die es verpaßte, entsprechende Maßnahmen durchzusetzen, um den Klimawandel wesentlich effektiver auszubremsen.

Bereits als Neunjährige beschäftigte sie sich mit den sogenannten tipping points, genau jene Momente, ab denen spezielle Entwicklungen im Klimawandel eben nicht mehr aufzuhalten sind, große Reden und tatsächliche politische Entscheidungen würden sich wesentlich widersprechen.

Lehrkräfte sollen Schulschwänzen ahnden

Geht es nach der Schülerunion, sollen die gestrig streikenden Schüler für den Klimaschutz konsequent bestraft werden, schließlich könne mit Schulschwänzen kein Klimawandel bekämpft werden, dies sei in etwa so sinnvoll, wie mit dem Staubsauger durch die Sahara zu laufen, begründen Junge Union (JU) und Schüler Union (SU), Proteste sollten außerhalb der Schulzeit stattfinden, derartige Fehlzeiten müßten somit im Zeugnis vermerkt werden.

Was durch Greta Thunberg mutig initiiert wurde, weltweit für entsprechende Aufmerksamkeit sorgte, will der CDU-Nachwuchs direkt verteufeln, kleinreden. Da zeigt sich doch erneut, wie vorschnell ignorant politischer Nachwuchs gen eigene Karriere blickt, die nur eines im Sinn hat: nicht auffallen, immer schön der Parteidoktrin hinterherhecheln, was interessiert ein Klimawandel, wird schon nicht so tragisch sein, Hauptsache die Profite werden eingefahren.

Das entspricht genau der Haltung, die Greta Thunberg völlig zu Recht anprangert, beherzte Schüler deutschlandweit engagiert mit den Protesten „Fridays for Futere“ ein Zeichen setzen wollen, daß die verantwortliche Politik endlich wirklich reagiert. Wetterextreme bestätigen längst den Klimawandel, da können die Trumps, die Putins und alle Klimawandelleunger sich weiterhin noch so ignorant verhalten, die Quittung kommt schneller, als manch einer erahnt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Ausweglos

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Kirchturm,
unten kriecht ein Wurm.
Heiligtum,
eine Bombe zündet – bumm.
Glockenläuten,
was hat das wohl zu bedeuten?
Predigt,
hat sich längst erledigt.
Sündenfall,
Aufklärung erfolgt per Überschall.
Oberstes Gebot,
hilf den Armen in höchster Not.
Moralapostel,
der mit dem dicksten Fell.
Shutdown,
was bezweckt damit dieser Clown?
Happy End,
wenn alles deshalb wegrennt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Zwischenmenschliches auf stillem Örtchen

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Ansichten zweier Welten

Der Großteil der Menschheit lebt in Städten, während in manchen Gegenden der Erde Menschen Gleichgesinnte sehnlichst suchen zwecks gelegentlichen Austauschs.

Obgleich die Einsamkeit für die Gehetzten eine wohltuende Stille bedeutet, sich Naturverbundene in Großstadtmetropolen vor lauter Lärm, Gestank und Hektik verloren fühlen würden. Grund genug auch mal im Alltag abzuschalten, dem Stakkato des Streßes zu entfliehen, Oasen des Innehaltens aufzusuchen, selbst an eher ungewöhnlichen Plätzen wie beispielsweise in einer öffentlichen Toilette.

Neulich fanden sich zwei völlig unterschiedliche Menschen ein, wobei beide voneinander eben nicht wußten, jeder meinte, er sei allein im Raume. Dadurch fühlten sie sich unbeobachtet, ließen ihren Gedanken freien Lauf, trafen Ansichten zweier Welten aufeinander – Zwischenmenschliches auf stillem Örtchen. Aber horchen Sie selbst mal rein.

Sprecher: Irgendwo in einer Stadt Deutschlands, die mit dem B vorne und den rund vier Millionen Menschen, in einem öffentlichen WC. Während Ben just den Riegel der grauen Kunststofftür zugeschoben hatte, hechtete Mike nach langem Dauerlauf in den ein wenig nach Chlor muffelnden Raum, knallte die Tür zu, riß die Jogginghose heftigst nach unten, setzte sich und das befreiende Fließen erleichterte seine Blase. Keine Sorge, es folgen keine weiteren Details in Sachen Toilettengang. Ben hatte trotz des Lärmes nichts bemerkt, war verunsichert, dachte nach.

Ben: Manchmal fordert mich Harald heraus, mit welchem Recht überläßt man ihm derart komplexe Handlungsspielräume, obwohl ich doch über wesentliche Berufserfahrung verfüge? Woher hat dieser Schnösel eigentlich die Courage, dermaßen unverfroren mich fortlaufend zu mobben? Etwa mit der Chefin in der Falle gewesen? Das darf doch alles nicht wahr sein!

Sprecher: Sie müssen wissen, Bens Beförderung stand auf dem Spiel, da ein jüngerer Rivale mit ganz simplen Mitteln ihn in die Quere kam. Mike hingegen beschäftigten ganz andere Probleme.

Mike: Was für ein Geruch hier. Nun denn, jetzt erst mal in aller Ruhe meine Gedanken sammeln. Joanna meint also tatsächlich, ich hätte nichts bemerkt? Na, was glaubt sie eigentlich, meint sie, ich tappe blind durchs Leben? Und das nach all den vielen Gesprächen der letzten Wochen? Mit solch simpler Ausrede kommt sie mir nicht davon. Nö nö, nicht mit mir! Zumal dummerweise och noch der Bernd sein Handy auf ihrem Nachttisch hat liegen lassen, also offensichtlicher geht’s wohl kaum!

Sprecher: Ben schwenkte nach anfänglicher Wut in gemäßigte Gedankenwelten, erste Anzeichen strategischer Ideen entwickelte er unverblümt.

Ben: Das laß ich mir nicht länger bieten! So billig kommt der Harald nicht davon, da muß es eine Möglichkeit geben, ihm eine Falle zu stellen. Hm. Was wäre denn, wenn ich ein wenig mir seinen PC vorknüpfe. Doch halt, ich weiß doch sein Paßwort nicht. Hehe, na klar, die Idee, der Tom knackt es bestimmt, nur noch Harald für ne gewisse Zeit ablenken, na siehste, das funktioniert, bekomme ich hin.

Sprecher: Während Ben sichtbar gelassener sich die Hände rieb, war Mike jetzt am Höhepunkt seiner Eifersucht angelangt, um dennoch nach Wegen zu suchen, Joanna für sich zurück zu gewinnen.

Mike: Ich muß dem ein Ende setzen, werde sie gleich nachher ansprechen. Am besten direkt klären, so weiß ich wenigstens, woran ich mit ihr in Zukunft bin. Aber halt, geht ja gar nicht, muß noch zwei Zeichnungen beenden, hätte ich ja beinahe vergessen. Studium und Beziehung scheint doch schwerer vereinbar zu sein, als ich anfangs dachte. Vielleicht war es genau das, was Vater neulich meinte?

Sprecher: Ben streckte sich genüßlich, so weit man das halt in der Kabine einer öffentlichen Toilette überhaupt vermag. Genau, diese Taktik könnte fruchten, glaubte er nunmehr zu wissen.

Ben: Für nen 50er macht das der Tom garantiert. Und dann find ich Haralds Schwachpunkte, die ich einzusetzen weiß. Danach kann er einpacken, eventuell sogar die Firma verlassen, das wird das Beste sein nach dem Vorfall, Chefin hin oder her. Die geht sowieso über Leichen, wie mir scheint.

Sprecher: Mike war fest entschlossen, trotzdem seiner Beziehung noch eine Chance zu geben, schließlich räumte er für sich ein, daß er wohl nicht der einzigste Student sei, der Studium und Freundin meistern möchte. Wo die Liebe hinfiel, suchte sie sich Wege.

Mike: Ach, was soll’s, entweder sie gesteht ihren Ausrutscher und wir versöhnen uns, oder aber die Wege trennen sich. Einfach darüber zu schweigen, geht nicht, da spielen meine Gefühle verrückt. Ich muß da jetzt durch.

Sprecher: Inzwischen hatte eine unglaubliche Gelassenheit Bens Verfassung erreicht. Genußvoll ließ er die einzelnen nächsten Schritte Revue passieren, beendete zügig sein Geschäft, verließ das stille Örtchen und begab sich zum Handwaschbecken. Auch Mike war guter Dinge, überlegte schon, welche Schwierigkeiten ihn bei den Zeichnungen erwarten würden. Das Klärungsgespräch mit seiner Freundin war für Momente nur noch zweitrangig.

Manchmal begegnen sich Menschen, schweigsam, ohne Worte, sogar wie in diesem Fall, wo keiner den anderen sah, gedankenversunken in ihrer eigenen kleinen Welt, und doch trägt jeder Verantwortung innerhalb seines Seins, versucht sich selbst zu finden, ob dabei stets im Sinne einer folgerichtigen Entscheidung, bleibt mal dahingestellt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Nachts unterwegs II

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Verirrt,
verwirrt,
falsche Richtung
gelaufen,
Dichtung –
ein Papierhaufen.
Mondlicht
zu schwach –
kann passieren
so eine Sach`.
Früher Unterhosen
gebügelt,
Schwachsinn,
der beflügelt,
rascheln
im Gebüsch,
nachtblau
ist hübsch,
drunter oder drüber,
es ist mir lieber,
angezogen,
meinem Herzen
eng gewogen,
komm raus,
du graue Maus,
du Krähe,
dachtest, daß
ich dich nicht sähe.
Tobender Beifall,
neben mir Geräusche
wie ein Wasserfall,
es springen, hüpfen,
tanzen,
im Ganzen,
so in etwa
zehn Rehe
in die Höhe-
und weg und zack
und fort,
wieder allein an diesem
gottverlassenen Ort.
Heckendorf,
wetten meine Füße
erinnern mit Schorf
mich noch wochenlang
an diesen
Nachtspaziergang.
Jetzt noch so an die
fünf Kilometer,
ohne Jammern
und Gezeter,
verfluchter Mist,
Gewitter,
es pisst,
donnert und blitzt,
es flitzt
sich nicht leicht
auf Schienen,
mir ist noch nie
Mutter Gottes
erschienen,
da steht sie vor mir,
mit Taschenlampe
nimmt sie mich
ins Visier.
Hinter ihr ein Mann,
weil man nur zu zweit
Bahre tragen kann.
Vor lauter Freud´,
nachts treffen sich
die komischsten Leut`,
und weil ich sonst
niemand gesehen,
der auf dieser Strecke
war am Gehen,
wechselten wir uns
reihum ab,
jeder durfte in der Bahre
liegen wie im Grab,
ruhig schwebend,
Wasser das Gesicht
belebend,
bis wir meinen
Urlaubsort erreichten.
Dort saß
mit durchgeweichten
Klamotten
neben dem Bahnhof
der vermißte
Freund, hartgesotten,
ohne Miene zu verziehen
wurden wir begrüßt,
einer, der öfters
anderen die Leviten liest,
ihr seid nicht besser,
als die Bahn, die hier
früher fuhr,
Verspätungen ohne
Gewissensbisse,
immer dieselbe Tour.

Nafia

Nachts unterwegs

Kategorie: Gedichte

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Nahrungsergänzungsmittel kritisch betrachtet

Schummeln im großen Stil

Man findet sie in Reformhäusern, Bioläden und beim Discounter, in Apotheken. Doch braucht man die denn überhaupt? Wer sich wirklich ausgewogen ernährt, kann sie getrost in den Regalen stehen lassen, die oftmals verlockende Werbung mal besser ignorieren, weil deren Heilsversprechen keiner ernsthaften wissenschaftlichen Studie standhalten würden.

Davon wollen Firmen, die ihre so tollen Nahrungsergänzungsmittel an die Frau, den Mann oder gar ans Kind bringen wollen, nichts hören, reagieren gar entrüstet, wenn man sie krititsiert und genauer unter die Lupe nimmt. Zieht man den Hochleistungssport hinzu, wird es erst recht ziemlich kriminell, weil die Grauzone der Dopingkontamination mitschwingt, Anabolika und Prohormone entsprechend für Probleme sorgen.

Studien relativ simpel unters Volk bringen

Viel Schmu und somit betrügerische Hochstapler unterwegs? Das muß man leider unbedingt feststellen. In der WDR-Sendereihe Planet Wissen beschäftigte sich der Beitrag „Wenn Wissenschaftler schummeln“ kürzlich mit dem Thema. Dort berichtet der investigative Journalist Peter Onneken, wie simpel er es schaffte, beim 7. Weltkongress zum Thema Brustkrebs auftrat, um als angeblicher Wissenschaftler und Onkologe zu referieren. Kein Widerspruch folgte.

Erinnerungen mögen bei dem ein oder anderen wach werden, denken wir an die heutige Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, deren Doktortitel mal vom Plagiatsjäger von VroniPlag Wiki in Frage gestellt wurde, weil es schwere Regelverstöße fand. Selbst wenn die Medizinische Hochschule Hannover später entschied, sie könne ihren Doktortitel behalten, verbleiben berechtigte Zweifel. Zieht man die Hannover-Connection hinzu wohl erst recht! Dabei denkt der geneigte Kritiker schnell an Namen wie Carsten Maschmeyer, Christian Wulff, Gerhard Schröder oder eben die Abrecht-Tochter.

Riesige Märkte folgen profitablen Machenschaften

Ganze Industriezweige finden sich dabei ein, allen voran die chemische Industrie, die mit der Agrarwirtschaft längst eng verflochten Abhängigkeiten erschafft hat, Mensch nur noch zweitrangig sich unterordnen muß.

Demnach unser täglich Gift bis hinein in Lebensmitteln eben nicht verbannt wird, dann lieber nachhelfen mit gesundheitsversprechenden Nahrungsergänzungsmitteln. Eine nicht ungefährliche Entwicklung. Umso wichtiger, sie äußerst kritisch zu betrachten, Verbraucher besser von ihnen abzuraten. Kein leichtes Unterfangen in einer Welt voller Versuchungen und Blender.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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