Überwindung

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Atme, atme schnell,
bevor der Traum
zusammenfällt,
deine Puste
das Tor zur Welt
aufrecht hält.

Schweiß ölt die Haut,
Salz dringt in die Poren,
erschöpft der Körper
vibriert,
in die Sehnsucht
der Geist triumphierend
eingezogen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Rechter Terror: Chemnitz lediglich die Spitze des Eisberges?

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Hysterie unangebracht, Weit- und Vorsicht ein Muß

Während die etablierte Politik, ganz besonders die Union, beschwichtigt und eventuelle Gefahren des Rechtsextremismus kleinredet, gar in Sachsen ein CDU-Politiker eine Koalition mit jener AfD nicht ausschließt, planen im Stillen Neonazis unverhohlen mögliche Terroranschläge, ergreifen jede Gelegenheit, um einen Mob zu organisieren, Hauptsache es kracht ordentlich im Staate „Merkel muß weg“, sie müßten jetzt drankommen.

Das sollte niemand verwundern, angesichts jener langjährigen Blauäugigkeit, besser zu beschreiben mit der Formulierung, daß ausgerechnet auch dieser Staat „auf dem rechten Auge blind sei“. Wer zieht den Karren aus widerlich rechten Morast? Wohl niemand, scheint keineswegs ein Anliegen zu sein.

Chemnitz idealer Platz für Rechtsextreme – andernorts nicht aus den Augen verlieren

Was nicht nur mit den Vorfällen Ende August zusammenhängt, schon lange vorher, ansonsten hätten sich nicht jene mutmaßlichen Rechtsterroristen eingefunden, die seitens der Polizei vor Ort jüngst verhaftet wurden. Umsturz und Gewaltphantasien beflügelten sie, ihre geistigen Brandstifter in der gesamten Szene der Neuen Rechten haben ganze Arbeit geleistet, mit an der Spitze unseres Rechtsstaates ein ehemaliger Präsident des Verfassungschutzes, der jahrelang eher wegschaute, den „angeblichen Kindergarten NSU“ gar eingeschlossen.

Der Politikwissenschaftler Hajo Funke bestätigt im Interview mit der Süddeutschen exakt die Befürchtung, die Querdenkende bereits in etlichen Artikeln verlauten ließ: „Teile der rechtsradikalen Minderheit sind zu allem fähig“. Mit einem Innenminister wie Horst Seehofer, einer sich eher wegduckenden Bundeskanzlerin, manch Befürworter bei Polizei, Bundeswehr und besonders innerhalb der Justiz selbst dem Rechtspopulismus gegenüber, besteht schon manche Gefahr der Selbstüberschätzung, man habe alles im Griff. Das kann sich u.U. als grob fahrlässig herausstellen. Erhöhte Wachsamkeit ist das Gebot der Stunde, gleichwohl gezieltere Blicke in die Social Media.

Nach den Wahlen ist vor den Wahlen

Hinsichtlich Bayerns und Hessens. In beiden Fällen darf mal wieder jene AfD frohlocken, weil immer nocht etliche nicht begriffen haben, daß es sich längst nicht mehr um eine Protestpartei handelt, sondern eine Partei, die man unverblümt als rechtsradikal titulieren muß.

Mit armseligem Schulterzucken wird es nicht getan sein, Gegendemos setzen ein folgerichtiges Zeichen, eine gut organisierte Antifa erhält eine wichtigere Rolle, doch letztlich sind alle Demokraten aufgefordert, noch genauer hinzuschauen, um entsprechend entschieden diesen rechten Mob zu stoppen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Kreislauf der Herrschaft

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Es geht nicht um Stärke für alle,
Härte und Strenge sind eine Falle.
Hilfe als Verbrechen zu titulieren,
Arme mit Hungerlohn schikanieren,
Fremde als Verbrecher darstellen,
Freiheit durch Diktat verprellen,
Höflichkeit der Sprache wegnehmen,
sich für Hetzparolen nicht schämen,
dies beinhaltet gewissenlose Leitkultur,
kurz, das Recht des Stärkeren ist diese Spur.

Es geht nicht um Wohlstand für alle,
protegieren von Parteien ist eine Falle.
Geld um Günstlinge zu hofieren,
Kapital durch Macht zu generieren,
Bildung einer Norm unterwerfen,
Toleranz zur Schwäche abwerten,
Zwang mittels Ordnung zelebrieren,
Menschen für Spielfiguren degradieren,
dies beinhaltet Parteienfinanzierung,
Verschwendung, Arme zu retten vor Erfrierung.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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TTT: Titel, Thesen, Trends – wer klaut dir das letzte Hemd?

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Politik büßt viel Vertrauen ein

Worüber man sich eigentlich nicht wundern darf, ohne gleich direkt in die Geschichtsbücher zu schauen, wo unmißverständlich sichtbar wird, wie brutal Obrigkeiten Völker wie Schachfiguren für ihre Zwecke benutzen, bis hinein in die Gegenwart herrscht somit berechtigtes Mißtrauen.

Drumherum die vielseitig, letztlich kläglichen Versuche einer Schadensbegrenzung, die in den allermeisten Fällen per Ablenkung funktioniert, in dem vor allem ein schier unbegrenzter Konsumrausch sorgt, der mit dem Zeitalter der Industrialisierung real begann und per Computertechnologie erst recht erfolgsversprechend zu sein scheint. Ganz genau, der Teufel steckt nämlich im Detail.

Trump der Loser, Merkel am Beliebtesten

So die nüchterne Feststellung einer weltweiten Abstimmung, die US-Forscher initiierten, 26.000 Menschen wurden befragt, welcher der fünf Regierungschefs am Beliebtesten sei, demnach ist Angela Merkel die vertrauenswürdigste Politikerin, Donald Trump belegt den letzten Platz.

Das heißt nicht viel, so auch nicht, daß der Newcomer Emmanuel Macron den zweiten Platz belegt und Waldimir Putin nur den vorletzten Platz. Zustimmungswerte zeigen sowieso nur bedingt das politische Klima in den Ländern, selbst Wahlen spiegeln nicht gleich ehrliche Einschätzungen wider. Realpolitk wird letztlich an ihren Taten gemessen, dabei von den Medien kommentiert, nur ein Bruchteil in der Bevölkerung interessiert sich umfassend für politische Zusammenhänge. Insofern können sich ganz andere Ansichten und dabei Grauzonen entwickeln. Die Gefährlichste: ein sich verselbständigender Populismus.

Populistische Parolen im Trend

Europaweit und auch zunehmend hierzulande, knapp jeder dritte Wahlberechtigte in Deutschland ist populistisch eingestellt, so eine Studie zu Wahlberechtigten. Politikverdrossenheit ist somit in der Mitte der Gesellschaft längt angekommen.

Mitten im Sommer stellte Querdenkende in einem Artikel die Frage, was wir Demokraten dem Populismus und den Populisten entgegensetzen können. Bereits schon vorher entwickelten sich etliche Proteste, weiterhin obsiegt die überwiegende Mehrheit, die eben jenen Rechtsradikalismus verneint. Dennoch offenbaren die Zahlen der Umfrageinstitute zur Frage, „Wenn am nächsten Sonntag Bundestagwahl wäre“, daß die Union nur noch 26-28% der Stimmen erhielte, die SPD zwischen 16 und 17%, die Grünen 14,5 bis 17%, die Linken 10 bis 11,5%, die FDP gerade mal zwischen 8 und 10% und eine AfD zwischen 15 und 18,5% schwankt. Letztere bereits zweitstärkste Partei hierzulande?

Solange noch keine Bundestagswahl ist, es dauert noch ein wenig bis 2021, und niemad mit jener AfD koaliert, haben die anderen Parteien eine Restchance, wieder Vertrauen aufzubauen. Das sollten sie nicht leichtfertig verspielen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Die Geister, die ich rief

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Um die Ecke gedacht,
dabei Streit entfacht,
wäre doch mal gelacht,
wenn man’s beigebracht.
Hat dennoch gekracht,
egal wie du’s gemacht,
Schicht im Schacht.

Im Hals ein trockner Kloß,
was soll das nur bloß?
Was ist mit dir los,
wohin, denkt der Sproß.
Die Erwartung viel zu groß,
nutzen dabei keine Infos,
wie fad und kurios!

Schweißnaß aufgewacht,
morgens ziemlich aufgebracht,
du völlig unbedacht
nach jener kurzen Nacht
hast mal wieder Schmacht.
Verloren die fade Schlacht,
die nach dir tracht’.

Klingt alles ziemlich dubios,
mancher findet’s famos.
Dein Blick dennoch ratlos,
von wegen grandios.
Gib dir nen Ruck und Stoß,
fall weich wie auf Moos,
wein‘ hinein in ihren Schoß.

Mutter Erde hat Antworten parat,
es wäre doch allzu schad,
wenn dein Geist nicht auf Draht.
Da haben wir den Salat,
nur ein winzig kleiner Grat
verantwortlich für jene Saat,
die an diese Stelle trat.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kein Blick in die Kristallkugel

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Rückbesinnung trotz verlorerer Unschuld

Gedankenblitze schießen dir durch den Kopf, während da draußen das Leben an dir vorbeizieht in all seiner elenden Vielfalt, die dir belastend tagtäglich begegnet, du keineswegs auch nur ansatzweise Ideen hast, wie Abhilfe geschaffen werden kann. Trotzdem bemühen sich deine grauen Zellen, die wohlversorgt beinahe schmachtend nach Lösungen suchen, zu tief verwurzelt deine innere Sehnsucht, wenigstens das nähere Umfeld friedlich zu gestalten.

Im nächsten Moment fällst du in ein schier unendlich tiefes Loch voller Selbstzweifel, erahnst bereits das Desaster eigener Depressionen, die sich ohne Umschweife ankündigen. Nein, zulassen wirst du sie niemals, weil deine innere Einstellung ihr gänzlich widerspricht. Schau besser nicht zurück in Zorn, ändern läßt sich die Vergangenheit ohnehin keineswegs. Was geschehen, müssen wir hinnehmen.

Ganze Luftschlösser möchten wir erbauen in Hinblick auf die nähere und erst recht weitere Zukunft. Aber auch sie läßt sich weder planvoll noch ansatzweise tatsächlich vorbestimmen, weil zuviele Unwägbarkeiten ihre Wege durchkreuzen mögen, so daß sie anders als erwünscht verläuft. Was aber vermag Mensch real ändern in den Fallen der Gezeiten, die er sich selbst auferlegt? Lediglich im Hier und Jetzt bestimmt er seinen Lauf, obwohl Vergangenheit und Zukunft ganz dicht bei ihm, ihn begleitend die Hand reichen wollen, wenn er denn versteht, des Rätsels Lösung ohne Zögern zu deuten.

Dazu bedarf es nicht unbedingt spirituell ausgereifter Ideen oder gar das Wissen darum, vielmehr zählt der Einklang mit sich selbst und der Umwelt, ohne andere zu stören oder gar feindselig ihnen zu begegnen. In der Tier- und Pflanzenwelt funktioniert jener Respekt in einer beispielhaften Selbstverständlichkeit. Mensch hingegen, seinen Verstand in rasender Geschwindigkeit nahezu chaotisch stets vergleichend, vergißt vor lauter Selbstüberschätzung, den Schwachen an die Hand zu nehmen, um sich wie ein Herrscher von oben herabblickend zu erheben.

Der Unfrieden ward geboren, Homo sapiens hat dadurch nicht nur seine Unschuld verloren, sondern das Wesen der Natur mißachtet. Die Schöpfung dies niemals toleriert. Jetzt heißt es ständig: Wer nicht pariert, der verliert auf ganzer Linie. Die Spuren in den Geschichtsbüchern lassen sich keineswegs tilgen, egal wie viele Geister meinen, sie könnten manipulativ das Rad der Zeit verfälschen. Was geschehen, vergißt Mutter Erde mitnichten. Manch alter Baum erzählt dir darüber spannende, oft traurige Geschichten. Gerade jene Urgestalten, die ältesten Wesen auf Erden, senden ständig ihre Botschaften, wer denn bereit, sie zu lesen, ihnen zu lauschen.

Mystisches aufbauschen? Egal, es ist ausgesprochen, Mensch, laß dich niemals wieder unterjochen! Ansonsten kommt noch einiges unter manch Stein an Bösem hervorgekrochen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Wer auf den Putz haut, recht blöd dreinschaut

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Laute Töne beschäftigen nicht nur weltpolitisches Parkett, sie beherrschen längst etliche Gesellschaften, besonders diejenigen, die für sich in Anspruch nehmen, ein gepflegtes demokratisches Miteinander anzuwenden. Die Sprache, der Umgang untereinander nimmt rauhere Formen an, was wiederum in Familien, Lehranstalten, beim Arbeitsplatz unübersehbar für Unmut sorgt, nicht nur das Klima vergiftet, sondern obendrein krank macht, die Stimmung leidet, mehr Fehler sich einschleichen, den Frieden insgesamt noch mehr gefährdet.

Dennoch scheinen etliche Gesellen, dies nicht verhindern zu wollen, sie suhlen sich eher am Leid anderer, um selbst als götzenhafte Gewinner zu obsiegen., was wiederum ihren eigenen Narzißmus unterstreicht. Um nur einige Namen zu nennen, die exakt in jene Kerbe schlagen, sei mal Donald Trump, Recep Tayyip Erdoğan, Viktor Mihály Orbán aufgeführt, mit Blick gen Deutschland passen besonders etliche AfD-Politiker, die jenen Eigenschaften gerecht werden. Hauptsache auf den Putz gehaut, egal ob man dann recht blöd dreinschaut!

Angesichts solcher Mißstände fragen sich kritische Beobachter völlig zu Recht, wieso derartige Entwicklungen zugelassen werden. Was beflügelt Menschen, sich jenen Ungehobelten unterzuorden? Eigenes Unvermögen, demutsvolle Duckmäuserei, unvermeidbare Ängste? Eine Gruppendynamik, auf die selbst die Psychologie keine erschöpfende Antwort parat hat? Sicherlich, es liegt im Wesen vieler Menschen, sich ein Stückweit führen zu lassen, kann man stets in den meisten Gruppierungen beobachten.

Trotzdem verbleiben Zweifel, fragen sich Beherzte, warum dies nicht verhindert wird. Dabei spielen Seilschaften, ein Netzwerk komplizierter gegenseitiger Abhängigkeit wohl die größte Rolle, was meist eben nicht richtig durchaut werden kann, sogar nicht soll. Das würde ansonsten deren Position schwächen, was unter allen Umständen vermieden wird. Wer steigt schon gern vom eigenen hohen Roß, wo man sich doch so vortrefflich eingerichtet hat?!

Auf den politischen Alltag übertragen, darf man sich insofern nicht wundern, daß manche Hürde bestimmter Problematik eben keineswegs genommen werden kann. Unnahbare Führungspersönlichkeiten lassen sich nicht wegdrängen, in die Karten gucken, sie behaupten sich, ohne jedwede Reue oder Einsicht. Letztlich dreht man sich im Kreis, bleibt Veränderung aus.

Resignation sollte aber nicht obsiegen. Das funkioniert erst recht nicht, würde bedeuten, daß die Trumps, Erdoğans, Orbáns und Co. als lachende Gewinner dastehen wie ein Fels in der Brandung, während eine ohnmächtige Gesellschaft sie weiter gewähren läßt. Auch deren Stündlein wird eines Tages schlagen, sie sich spätestens vor der Schöpfung verantworen müssen, besser noch zu Lebzeiten. Denn mit welchem Recht sollten sie unantastbare Privilegien für sich beanspruchen dürfen? Mit keinem!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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