Stromopoly

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Entspannt bereisen sie die Welt,
vorm Fernseher aus.
Lassen sich jeden Komfort liefern,
ins Glashaus.

Diskutieren im World Wide Web,
frei weg von der Leb´
Für alles gibt es eine App,
und den dazugehörigen Depp.

Helden, Weltverbesserer,
anonym oder mit richtigem Ich,
kümmern sich um aller Sorgen.
Ein Stromausfall! Fürchterlich!

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Arbeitswelt voller Tücken – doch der Mensch pariert

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Mit Belehrungen seitens Studien folgt Verunsicherung bis hin zur Ignoranz

Generelle Skepsis gegenüber all den vielen Studien, die jährlich präsentiert werden, sollte unbedingt verständlich sein, zumal oftmals gegenteilige Ergebnisse gar Jahre später urplötzlich wie aus dem Nichts auftauchen, der Interessierte schier zusammenzuckt, wenn er es denn bemerkt.

Anderseits beflügelt manch cleveren Zeitgenossen ein gesunder Menschenverstand mit einer Portion vertieftem Wissen, was man sich ohne weiteres aneignen vermag, um die ein oder andere errungene Studienerkenntnis nachzuvollziehen. Bei vielen allerdings folgt mit der Belehrung Verunsicherung bis hin zur Ignoranz, wenn sie es Leid sind, diese nicht begreifen. In einer Arbeitswelt voller Tücken lauern mögliche Gefahren für Leib und Seele, doch der Mensch pariert, weil die eigene Existenz schließlich auf dem Spiel steht, gerade in Zeiten anhaltender Arbeitslosigkeit und Hartz-IV-Zukunft, wer aussortiert.

Schichtarbeit – unterschätzte Form menschlicher Versklavung

Mag man solche Worte wie Biorhythmus belächeln, so hält sich die gesamte Natur dennoch daran, außer jene wird empfindlich durch den Mensch selbst gestört, denken wir an den Verkehrslärm in Städten, an all die Orte, wo die Tier- und Pflanzenwelt mittels „technisierter Notwendigkeiten“ gehindert werden, natürlich zu leben. Manche Zeitgeister tun angesprochene Bedenken mit der Bemerkung ab, Tiere würden sich schon anpassen.

Verwunderlich mögen diese Kommentare keineswegs sein, passen abhängige Arbeitnehmer sich doch an die Rahmenbedingungen der Wirtschaft an, die lediglich ihre eigenen Vorteile erstrebt. Eine Studie des US-Fachmagazins „Occupational and Environmental Medicine“ besagt, wie der Focus betitelt, daß Schichtarbeit dumm und krank macht. Im Prinzip nichts neues, ein derartiger Eingriff in den Biorythmus muß zwangsläufig sich gesundheitlich auswirken. Allerdings lassen Menschen seit Jahrzehnten dies mit sich machen, ganz den Vorgaben einer menschlichen Versklavung sich unterordnend. Daher passen derartige Studien so gar nicht ins Bild einer heilen Welt voller engagierter Mitarbeiter, die doch „nur“ ihren Dienst schieben.

Oder reiht auch hier sich erneut ein, inwieweit unsere Leistungsgesellschaft angebliche Notwendigkeiten zuläßt? Es sieht ganz danach aus, der Akt der Selbstverständlichkeit wurde all die Zeit eben nicht hinterfragt. Daß uns Studien erst daran erinnern müssen, zeigt obendrein, wie vorschnell eigene Beobachtungen und Erfahrungen mit jenen Arbeitszeitmodellen der Schichtarbeit beiseite geschoben werden. Die Empfehlung des Studienleiters Marquié zeigt bereits, daß nicht forsch genug reagiert wird. Das beste Mittel wäre nämlich die Abschaffung der Schichtarbeit selbst! Obendrein braucht unsere Arbeitswelt ohnehin einen Wandel.

Im Dschungel wissenschaftlicher Studien – wer blickt noch durch?

Eine Vielzahl der wissenschaftlichen Studien mag durchaus ihre Berechtigung haben, schließlich will Mensch es genau wissen, was seinem Intellekt, seinem Verstand entspricht. Ohne jenen Wissensdurst hätten keine Erfindungen oder gezielte Erkenntnisse stattgefunden. Dennoch kommen bei etlichen Zweifel auf ob ihrer Notwendigkeit, weil bei manchen Widersprüche entstehen, sie sich gar aufheben, von den Fälschungen, die ebenso kursieren, ganz zu schweigen. Ob der Fall des Forschers Yoshitaka Fujii eine Ausnahme ist, darf angezweifelt werden, viele Studien können daher zweckdienlich ausgeführt werden, denken wir an die Eingebungen der Pharmaindustrie, mit deren Art und Weise Medikamente auf die Märkte zu schmeißen, von Tierversuchen bis hin zum bekannten Beipackzettel mit dem Hinweis zum Arzt oder Apotheker, die Nebenwirkungen betreffend.

Wer blickt dabei noch durch? Am besten läßt man sich auf viele sogenannte „wissenschaftliche Errungenschaften“ eben nicht ein, könnte man jetzt anführen. Je komplexer die Fragestellung, die Problematik, umso schwieriger gestaltet sich ein objektives Beurteilungsvermögen, was ungefährlich oder uns bedrohlich werden kann. Irgendwo in der Mitte liegt eine eventuelle, ernüchternde Erkenntnis.

Alles, was der Natur widerspricht, ihre Kreisläufe schädigt, so auch das unsinnige Arbeiten in Schichten, einer Hingabe, sich für eine dermaßen menschenverachtende Wirtschaft aufzuopfern, sollte uns zu denken geben. Kein Wunder, daß wir dadurch Schaden nehmen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Konzentriert in die Mitte einstechen

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Dunkel war nah
Seit Urzeiten geschah
Ahnung schwärzte Leut
Düsternis verstreut

Leben angekettet
Auf Leichen gewettet
Verstecken ein Spiel
Unkenntnis das Ziel

Finsternis ein Glück
Keiner sieht den Trick
Zusammengedrängt
Freiheit eingeschränkt

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Polizei Handlanger gewaltbereiter Pegida-Demonstranten

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Pressefreiheit wird in Sachsen außer Kraft gesetzt

Da helfen weder ein Untersuchungsausschuß noch lamentierende Rechtfertigungen, die Polizei habe vor Ort einen eskalierenden Streit stoppen wollen, faktisch unterstützte die Ordnungsmacht die gezielte Provokation eines Pegida-Teilnehmers, der dadurch Fernseh-Journalisten an der Berichterstattung hinderte. Ziel erreicht, obendrein mediale Aufmerksamkeit jener rechtsradikalen Klientel verschafft.

Einerseits beharren solch pöbelnde Teilnehmer auf ihre Persönlichkeitsrechte, andererseits kann ein jeder im Filmchen mitverfolgen, wie dieser bewußt sich vor die Linse der Kamera stellt, im selben Moment lautstark das Fernsehteam auffordert, dies zu unterlassen, auf die im Hintergrund anwesende Polizei verweist. Diese wiederum macht sich kurz darauf zum Handlanger, im Nachhinein rechtfertigt sie sich für das Vorgehen gegen den Journalisten in Dresden.

Die unverfrorene Unterhöhlung des Rechtsstaates setzt sich fort

Während der ständigen Pegida-Veranstaltungen, mit dem Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag, schon lange vorher duch die tausenden Gewaltexzesse gegen ausländische Mitbürger in Deutschland bis hin zum rechten Terror, der bald vierzig Jahre sich ungehindert etablieren darf, denken wir an das Bombenattentat beim Oktoberfest, den NSU-Prozeß, dessen fadenscheinige Urteile und die Haftentlassung von Ralf Wohlleben.

Doch wer hält sie wirklich auf? Eine mehr oder weniger schweigsame Mehrheit, eine Politik des Stillhaltens und Verharrens, die ihre Mitte einfordert, zugleich eine Linke sich verzettelt, die Hochburg einer Pegida keineswegs zufällig in Sachsen entstehen durfte, obendrein auch die Uni Leipzig einfach mal sich vornehm zurückhält, wenn ein Herr Rauscher seinen Rassismus ungehindert den Studenten zum Besten gibt? Mitnichten, es handelt sich dabei um eine Ignoranz, die gen Himmel stinkt, gerade hierzulande Alarmglocken erklingen sollten, wenn man an die Nazi-Herrschaft vor acht Jahrzehten denkt.

Heute die Presse ausschließen und morgen?

All jene, die von der Lügenpresse schwafeln und lautstark pöbelnd dies längst auf Demos dürfen, erhalten mal wieder Recht. Eine Rückendeckung die auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer gutheißt, in dem er per Twitter-Tweet behauptet, Polizisten würden bei diesem Video seriös auftreten. In anderen Worten, Kretschmer greift möglichen Ermittlungen wertend vorweg, wie Juso-Chef Kevin Kühnert empört kritisiert.

Wo sind wir hier eigentlich? In einem demokratischen Land, wo die Pressefreiheit eben nicht bevormundet oder eingeschränkt wird? Wer sie heute dermaßen simpelst brüskieren darf, wird morgen schon welche Instrumente einsetzen, um sich Gehör und damit Recht zu verschaffen? Beunruhigende Zeichen, wenn Polizei und Justiz vermehrt sich vor einem rechtsextremen Karren spannen läßt, während selbst die Politik stillhält!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Spott begegnet Trott

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Armselige deutsche Recken,
an vorderster Front mit dabei.
Ihre ungeteilte Macht entdecken,
fühlen sich dadurch frei.

Wen wollt ihr damit aufwecken,
mit jenem frevelhaften Einheitsbrei?
Mal soeben linke Zecken erschrecken,
weil sie verachten eure Partei?

Möglichst bösartig überall anecken,
Hauptsache wirkungsvolle Hetzerei.
Eigene Fakenews gezielt aushecken,
Wirklichkeit vermarktet als Plauderei.

Das mag manche gar abschrecken,
diese immer deutlichere Raserei.
Euer erwünschtes Ziel dadurch bezwecken,
ebenso mit dabei die Polizei.

Doch wer soll’s am Ende vollstrecken,
jenes menschenverachtende Einerlei?
Möglichst viele Unerwünschte verrecken,
damit ihr frei jeglicher Tadelei?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Weltpolitik: Empörung nimmt überhand

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Chaos oder Besinnung aufs Wesentliche?

Die einen nennen es Endzeitstimmung, andere wiederum Weltuntergang oder gar Apokalypse. Auf eines laufen solche Szenarien allesamt hinaus: Die Menschheit erhält ihren Denkzettel, eine Abrechnung für ihre jahrtausendalte Fehlentwicklung, in der sie trotz bestechend erkenntnisreicher Rückschlüsse nicht in der Lage ist, einer machtgierigen kleinen Elite Einhalt zu gebieten.

Kein Wunder, daß eine anwachsende Empörung ihren unaufhaltsamen Lauf nimmt, schier unvorstellbar große Wellen unterwegs in eigener Mission die letzten Revoluzzer hervorbringen, die sich anschicken, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen, bevor der Blaue Planet in Schutt und Asche gelegt. Dürfen wir Hoffnung schöpfen, oder ist es bereits ohnehin zu spät?

Das Märchen von der Armut

Es war einmal eine Welt am Rande der Milchstraße, in der gab es von Beginn an ein Paradies für alle Geschöpfe, die auf ihr lebten mit reichlich Platz, einer schier unendlichen Vielfalt an Leben, Nahrung und Licht. Ja, ganz genau: dem Sonnenlicht, der Quelle allen Seins, ohne die ansonsten ewige Kälte herrschen würde.

Und die Sonne erwärmte mit ihren Strahlen sämtliche Tiere, Pflanzen und Mineralien, bis tief hinein in die Gewässer und Erde, das Leben pulsierte deshalb stets vielfältig und konnte sich immer weiterentwickeln. Eines Tages meinte die Schöpfung, sie müsse ein Experiment wagen und den Homo sapiens der Mutter Erde zumuten, in dem festen Glauben, daß dessen Verstand schon erkennen würde, welch glücklicher Ort ihm angeboten.

Anfangs lebte der Mensch zufrieden in gemeinsamer Eintracht miteinander, stets die geistigen Fähigkeiten fördernd, kannte weder Neid noch Mißgunst, trachtete niemals nach Habitus, so daß kein Hunger herrschte sowie Verbrechen aufkamen. Das ging solange gut, bis jemand feststellte, wie simpel er zerstörerisch sich alles nehmen konnte, was er begehrte. Die Zwietracht ward geboren, ein bösartiger Keim, der sich krebszellengleich auszubreiten begann, zunächst ziemlich verborgen, nur gelegentlich bei Wenigen aufflammend.

Mit der Zeit etablierten und entwickelten sich ganze Strategien des Bösen, um der Materie sich zu verpflichten, des Geistes Errungenschaften zu mißachten, stattdessen nach Reichtum zu trachten. Die Armut ward entfacht, des Menschen Kriege erwacht.

Erkennt jetzt den Kern dieser Geschicht’, die nicht nur im Märchen uns Denkende verpflichtet, mit dem Finger aufzuzeigen, inwieweit sie gar zu Morden neigen, nur um dem Mammon zu frönen, sich dadurch an Gewalt wie selbstverständlich zu gewöhnen?

Leise Töne lassen eine Musik erklingen – wir um Frieden ringen

Jedwede Propheterie sich dahingehend bewahrheitet, wobei wir erneut zu Beginn der Endzeit wären, wir nur noch sollten erklären: Lasset leise Töne eine Musik erklingen, in der wir um Frieden ringen, statt Kriege erneut zuzulassen, uns gegenseitig hassen.

Fanatismus hat keinen Platz mehr in den Köpfen kluger Menschen, die begreifen sollten, daß dieser stets neue Formen der Unterdrückung sucht und findet. Durchbrechen wir diesen Kreislauf der Gewalt, der schon viel zu lang durch die Welt erschallt und streben einer Welle des Friedens zu, dann haben wir wieder Ruh!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Fehlgeschlagen

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Vieles hat er ausprobiert.
Nichts hat richtig funktioniert.
Keine Frau fürs Leben gefunden,
fühlt sich ständig immer geschunden,
nirgends war er ein Held,
die Zukunft war ihm verstellt.

Er begann in der Vergangenheit zu bohren,
da war man treu und hat geschworen,
eines Mannes Wort zählte was,
Verbundenheit durch gemeinsamen Haß.
Ordnung, Parieren, genau seine Sach´,
Überlegenheitsgehabe, so einfach.

Jetzt sitzt er vor dem Computer,
sein Gehirn aufgebläht wie ein Puter,
voll mit kruden Verschwörungstheorien,
postet er Herrschaftsansprüche in Serien.
Endlich kann er auf dem hohen Roß sitzen,
sein Schaukelpferd läßt ihn niemals abblitzen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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