Hanseatische Ersatzkasse übt sich in unterdrückerischer Erpressung

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Schilderung eines Betroffenen

Sämtliche Probleme mit der gesetzlichen Krankenkasse entstanden dadurch, daß die Krankenkasse gerne ein Lichtbild von mir haben möchte, es aber keine Rechtsvorschrift dafür gibt, die mich dazu verpflichtet. Zwar steht in §284 SGB V, Absatz 1, Nummer 2, daß die Krankenkasse berechtigt ist, ein Foto zu erheben und zu speichern. Ähnliches gilt für §291 SGB V, welcher von der Krankenkasse als Rechtsgrundlage angegeben war und in dem es heißt, daß die eGK mit einem Lichtbild zu versehen sei. Es gibt aber keine gesetzliche Verpflichtung für Versicherte, ein Foto zur Verfügung zu stellen. Man kann das auch daran erkennen, daß die Lichtbild-Verweigerung keine Ordnungswidrigkeit darstellt.

Um den behandelnden Arzt über meinen Versicherungsstatus zu informieren, schickte die Krankenkasse auf meine Anforderung hin ein Fax für den jeweiligen Behandlungstag an den Arzt (solche Faxe werden Ersatzbescheinigung genannt, siehe §15 SGB V, Absatz 6; meine Mitwirkung orientiert sich an der gültigen Gesetzlage, überschreitet diese aber nicht).

Aber bereits im Januar 2017 teilte eine Mitarbeiterin der HEK (Hanseatische Ersatzkasse) mit Sitz in Hamburg mir telefonisch mit, daß sie nunmehr ein letztes Mal eine Versicherungsbestätigung per Fax an einen Doktor schicken wolle, weil es neue Bestimmungen gäbe, die dies nur für wenige Male zulassen würden. Ich müßte den Arztbesuch ohne Bestätigung selbst, per Privatrechnung, bezahlen.

Aufgrund dieser Aussage war ich danach in 2017 nicht mehr bei einem Arzt, obwohl ich Probleme und auch Schmerzen hatte. Als ich dann am 22.12.2017 den Hauptsitz der HEK in Hamburg besuchte, sprach ich mit einem der Mitarbeiter und übergab ihm ein Schriftstück (siehe Kasten 1), in der ich eine Aufklärung über meinen Versicherungsstatus anforderte. Er fragte dann noch, ob ich die Antwort unbedingt schriftlich bräuchte, woraufhin ich ihm mitteilte, daß ich auf einer schriftlichen Antwort bestehe.

Mitgliedsstatus                                                                                 20.12.2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

laut Aussage einer Ihrer Mitarbeiterinnen muß ich sämtliche Behandlungskosten selbst bezahlen wenn ich keine Mitgliedskarte der HEK mit Foto besitze.

Ich fordere Sie hiermit auf, diese Aussage schriftlich zu bestätigen oder zudementieren. Führen Sie bei Bestätigung bitte die dafür relevanten Rechtsgrundlagen mit auf.

Mit freundlichem Gruß

Kasten 1, Schreiben zur Anforderung des Versicherungsstatus

Auf dieses Schriftstück erhielt ich dann ein Schreiben von der HEK (datiert: 27.12.2017), das aber weder eine Bestätigung noch ein Dementi der dort verzeichneten Aussage bezüglich der Behandlungskosten enthielt. Stattdessen waren viele Infos enthalten, die ich weder angefordert hatte, noch brauchte, weil ich diese bereits besaß.

Als ich dieses Schreiben Anfang Januar 2018 erhielt, rief ich dort an und fragte nach, wie ich dem Arzt innerhalb von 10 Tagen nachweisen soll, daß ich bei der HEK versichert sei. Ein Mitarbeiter antwortete, daß ich von der HEK ein Fax für den Arzt abrufen könne, welches als Versicherungsbestätigung für diesen einen Behandlungstag gilt. Davon, daß dies nur begrenzt möglich sei, wußte er jedenfalls nichts, als ich ihn darauf ansprach.

Die ersten beiden Male in 2018 klappte die Faxanforderung auch, aber bei den letzten Malen wurde telefonisch immer wieder gesagt, daß das nur eine Ermessensbestimmung sei, man erst nachfragen müsse, und nicht damit rechnen könne, daß es beim nächsten Mal auch wieder klappt. Am 22.02.2018 wurde beim ersten Anruf die Faxversendung glatt verweigert, beim 2. Anruf aber dann ausgeführt. Solche Schikanierung ist natürlich keine akzeptable Vorgehensweise einer Krankenkasse.

Weitere Probleme gab es am 01.03.2018. Die Hotline-Frau war anfangs freundlich, hat mich aber zum Ende des Gesprächs häufig unterbrochen, so daß ich meinen letzten Satz 5- oder 6mal neu beginnen mußte. Beenden konnte ich ihn jedoch nicht, weil die Mitarbeiterin plötzlich einfach auflegte. Dieses empfand ich auch nicht gerade als „Service“.

Am 19.07.2018 forderte ich per Email (es hieß plötzlich, daß es telefonisch nicht mehr geht, weil eine Unterschrift erforderlich sei) ein Fax für einen Arztbesuch am 25.07.2018 an. Am 23.07.2018 erhielt ich eine Email mit dem Hinweis, mich bei der Servicenummer zu melden. Dies wurde am selben Tag mittags erledigt. Bei diesem Gespräch teilte man mir mit, daß das Fax zu dem Arzt gesendet wird.

Als ich mich am 25.07.2018 zu diesem Arzttermin begab, lag dort kein Fax vor. Die Empfangsschwester rief bei der Servicenummer der HEK an, um die Sache zu klären. Das Fax wurde nach dem Gespräch dann auch geschickt, aber es entstand ein Zeitversatz von ca. 15 Minuten.

Bei diesem Gespräch wurde die Schwester von der Servicemitarbeiterin darüber informiert, daß ich kein Foto zur Verfügung stelle. Dies war ein klarer Verstoß gegen das Datenschutzgesetz.

Ebenfalls war es der Anlaß, ein Schreiben an den Vorstand der HEK per Einschreiben/Rückschein zu versenden (am 27.07.2018, Eingang bei der HEK am 30.07.2018) und eine professionellere Arbeitsweise zu fordern. Immerhin sind alle Beiträge vollständig und pünktlich bezahlt worden, es ist nicht ein einziger Cent offen, und da würde ich gerne die Leistungen in Anspruch nehmen, wenn es erforderlich ist.

Ich erhielt ein Schreiben datiert am 07.08.2018 von der Kundenbeauftragten der HEK, indem sie um Geduld bittet, weil interne Ermittlungen am Laufen seien.

Diese Ermittlungen scheinen sehr zeitaufwendig für die HEK zu sein, weil sie Ende August immer noch nicht abgeschlossen sind. Ich hatte ein Fax für den 23.08.2018 angefordert, aber als ich beim Doktor eintraf, war dort kein Fax. Ich rief bei der Hotline an, aber man teilte mir mit, daß kein weiteres Fax verschickt würde. Bestehende Termine mußte ich erstmal absagen, ich weiß nicht, wann ich wieder zum Arzt gehen kann. Eine laufende Behandlung wurde nun deshalb unterbrochen. Meine bezahlte Krankenversicherung ist plötzlich auf 0% zusammengeschrumpft.

Dies ist eine komplette Leistungseinstellung der Firma HEK, obwohl alles ordnungsgemäß bezahlt ist, und der Grund ist das fehlende Foto, zu dem es keine rechtliche Verpflichtung für mich gibt, dieses einzusenden. Nach den offensichtlichen Ansichten der HEK verliert man also seinen Versicherungsschutz, wenn man kein Foto einreicht.

Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um:

  1. Eine kriminelle Vorgehensweise, um ein Foto zu erzwingen (keine Gesundheitsleistung).
  1. Vertragsbruch.
  1. Eine einseitige Vertragsänderung, bei der ich plötzlich etwas zureichen soll, ohne dem es vorher jahrelang wunderbar klappte, zu dem ich gesetzlich nicht verpflichtet bin und von dem ich keinen Nutzen habe (eigentlich ist es sogar eine Verschlechterung für mich, weil ich nicht möchte, daß persönliche Daten von mir irgendwo im Netz herumschwirren. Ich lese fast täglich von Einbrüchen und Hacks in Datenbanken und Clouds (z.B. blog.fefe.de), und gerade solche Bürokratiefirmen sind nicht gerade bekannt für ihre Sicherheitssorgfalt).
  1. Kundenverarschung, weil mal gesagt wird, „es geht“, und dann ist es plötzlich nur noch Ermessungsbestimmung und geht halt manchmal und manchmal eben auch nicht. Kein tragbarer Zustand.
  1. Schlechte Mitarbeiterausbildung, weil es am 25.07.2018 immer noch Mitarbeiter der HEK gibt, die scheinbar noch nichts von Datenschutz gehört haben (obwohl es im Mai mit so viel Tammtamm eingeführt wurde, daß man es gar nicht übersehen konnte), oder die der Meinung sind, es sei gar keine Datenschutzverletzung, wenn man die Gründe für die Arzt-Faxe jedem mitteilt, der danach fragt.

Weitere Webseiten, die sich mit diesem Thema befassen (willkürliche kleine Auswahl):

https://www.stoppt-die-e-card.de

http://www.flegel-g.de/2014-12-21-eGK-eGA.html

https://campanulae.wordpress.com/2015/10/08/egk-verweigerer-mein-umgang-mit-dem-egk-zwang/

https://ddrm.de/arbeitsgemeinschaft-von-klaegerinnen-gegen-die-elektronische-gesundheitskarte-und-die-telematikinfrastruktur-gebildet/

Siggi R.

Querdenkende hat zum Schutz des Autors ein Pseudonym verwendet.

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Schotterweg

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Die Höfe lagen wie verstreute Kuchenkrümel, einladend jedes einzelne mit dem feuchten Zeigefinger zudrücken, um sie dann genußvoll zu genießen, so als ob diese Krümel das Beste vom ganzen Kuchen seien, das Allerbeste, das man je geschmeckt hat, dies kann man erst verstehen, wenn man über den Schotterweg hoch durch das kleine Waldstück geht und seinen Blick ins Tal werfen kann genauso wie auf die leckeren Krümel.

Auf Anhieb, leicht zu sehen, waren die Häuser von Johann, Bärbel, Sigmund, Evi, Samuel, Tine, Robert, Seraphina, die alle nur Fina riefen, Arthur, Bombe Bastian in der kalten Zeit durch den rauchenden Schornstein erkennbar, ich wußte natürlich, daß hinter diesen Hügeln Häuser stehen, aber Fremde konnten nur an den Rauchschwaden erkennen, dort leben auch Leute. Also die Frieda und ein bißchen weiter weg der Hannes. Die Häuser gehörten den Eltern, manche gehörten Reichen, und die Eltern zahlten Geld, damit sie dort wohnen konnten. Die Häuslers, die Brunners und die Frickens, die wohnten natürlich ebenso im Tal, hatten aber keine Kinder, zumindest gingen die nicht im Dorf in die Schule. Ich kannte die nicht.

Die Häuslers, Brunners, Frickens, die kannte ich wohl, der Häusler war oft im Dorf, der hatte ein Händchen für Holz, davon waren alle überzeugt, bis auf den Pfarrer, der behauptete, der Häusler hätte absichtlich das Wegkreuz am Hohentann und der Brunnen, der dort stand, mit minderwertigen Holz gebaut, dabei war er selbst schuld, wenn das Kreuz immer wieder erneuert werden mußte, er wollte einfach nicht haben, daß das Kreuz auf einem Eisensockel steht, also ist es vom Boden her immer gefault. Die Brunners, die Frau Brunner schenkte jedem, wirklich jedem ihr Obst oder Möhren, wenn man an ihrem Garten vorbeiging. Und die Frickens, die haben jeden Sonntag im Gasthaus zu Mittag gegessen, nachdem sie von der Kirche kamen. Die hatten dort einen Stammplatz, wo die immer saßen.

Alle mußten über den Schotterweg, um ins Dorf zu gelangen und zurück oder andersrum. Im Winter sind Johann, Bärbel, Sigmund, Evi, Samuel, Tine, Robert, Fina, Arthur, Bombe Bastian, Frieda und Hannes oft mit dem Schlitten zur Schule gefahren. Haben wir die bewundert, morgens schon rodeln. Und mittags nach der Schule gleich nochmal, weil es einfach schade gewesen wäre, nicht noch einmal runterzufahren, bevor man zu Hause seine Aufgaben erledigen mußte. Als Bastian nach den Sommerferien bei seinem Onkel wiederkam und eine Kiste mit vier Rädern mitbrachte, auf der man den Schotterweg runterfahren konnte, sehnte sich jedes Kind danach, auch auf einem der Höfe zu wohnen. Weil der Bastian alle mitfahren ließ, das war richtig bombig von ihm, hat er zu Recht seither Bombe Bastian geheißen.

An manchen Tagen war der Schotterweg von johlenden Kindern beschlagnahmt, die entweder gerade den Weg runterfuhren oder den Fahrer anfeuerten, aber auch um dem Kraft zu verleihen, der die Kiste wieder nach oben zog. An so einem Nachmittag, als ich gerade kurz vor der einzigen Kurve ankam, löste sich eines der Räder. Es rollte über den Weg, und kurz bevor es durch das Gras gebremst hätte werden können, schlug es an einen Stein, schnellte hoch und traf Bombe Bastian mitten auf der Stirn. Genau die Mitte. War das Loslösen des Rades in Zeitlupe zu sehen gewesen, so war die Beule in Sekundenbruchteilen auf seiner Stirn gewachsen.

Bombe Bastian fiel längs auf den Schotterweg und rührte sich nicht mehr. Tine und Robert waren die ersten, die sich näher an den leblosen Körper trauten, und überhaupt diejenigen, die sich im Gegensatz zu den anderen als erstes wieder bewegten. Der ist bewußtlos, schrie Robert, und Tine brüllte, wir müssen ihn auf die Seite legen. Fina meinte, ich glaube, man sollte ihm den Arm unter den Kopf legen, dann kann er wieder aufwachen. Quatsch, ein Arzt muß kommen, der stirbt, seht ihr das nicht, diese kreische Stimme kam von Samuel und machte uns allen bewußt, daß wir uns im Gegensatz zu Bombe Bastian bewegen konnten.

Ich saß noch immer in der Kiste, der einzige mit einem fahrbaren Untersatz. In dem Moment griff ich nach einem Stein, schlug das andere hintere Rad ab und raste nur mit den beiden Vorderrädern den steilen Schotterweg ins Dorf, die anderen sahen nur noch einen riesigen Stein- und Staubwirbel. In unserem Dorf gab es keinen Arzt, aber der Fred Keßling, das wußte ich, wurde gerufen, wenn es einer Kuh schlecht ging, der müßte Bombe Bastian helfen können, zudem war er ein großer, starker Mann.

Fred Keßling ließ alles stehen und liegen, seine Frau rannte los, ich rufe Dr. Brunner, das einzige Telefon gab es in der Gastwirtschaft, und so kamen kurz nachdem er und ich bei Bombe Bastian eintrafen, noch ein ganzes Dutzend Dörfler, die sich den schon totgesagten Bombe Bastian ansehen wollten. Bombe Bastian grinste mich an, die sagten, du hättest die Flucht ergriffen, so ein Hosenschisser, sagten sie. Ich habe das letzte Stück deiner Fahrt runtergesehen, kolossal, kolossal, sag ich, Karl. Obwohl Bombe Bastian fast in Feierlaune war, befahl Fred Keßling ihm, sich hinzulegen, der Arzt wäre schon unterwegs, und mit so einer Beule am Kopf sei nicht zu spaßen.

Den Schotterweg gibt es schon lange nicht mehr, die enge Kurve wurde verbreitert, der Steilhang ist inzwischen in mehrere Straßenschlaufen umgebaut, und alles seit Jahren geteert. Nicht weit von der Kurve steht eine Bank, da sitzen Bombe Bastian und ich, Kolossal Karl, die einzigen vom Tal und aus dem Dorf, die ihren Beinamen dem Schotterweg verdanken und bis jetzt damit angesprochen werden, Bombe Bastian schlendert von oben runter, ich steig hinauf, und gegen Nachmittag geht es andersrum.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Nichtraucherschutz und Raucherinteressen im täglichen Konflikt

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Rück- oder Einsicht läßt zu wünschen übrig

Was nutzt schon ein Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs, welches gegen Ende Februar 2005 in Kraft trat, gleichwohl Deutschland unterzeichnete, wenn bereits sechs Jahre später das Aktionsbündnis Nichtrauchen zusammen mit der Deutschen Krebshilfe feststellen muß, daß ein entschiedener Nichtraucherschutz und Maßnahmen gegen das Passivrauchen kaum berücksichtigt werden? Obendrein zeigen sich in der Praxis mal wieder die Nachteile unserer föderalen Republik, weil eben unterschiedliche Regelungen greifen.

Insofern flammen immer wieder Diskussionen auf, in der sich insbesondere Raucher gegängelt und somit diskriminiert fühlen, während Nichtraucher im täglichen Konflikt einer unverhohlenen Rücksichtslosigkeit ausgesetzt sind. Ein stolz verkündeter Nichtrauchertag wirkt daher leider nicht entschieden genug.

Eine Sucht, die es in sich hat

Zunächst einmal schauen wir uns doch mal an, was jeder Raucher sich mit dieser Sucht da zumutet. Die Schlüsselsubstanz in Tabakwaren ist das Alkaloid Nikotin, welches für den menschlichen Organismus hochgiftig ist, 60 Milligramm reines Nikotin können bereits für Erwachsene tödlich sein. Während das im Tabakrauch enthaltene Nikotin durch die Lunge in den Körper gelangt, löst es im Gehirn zunächst ein Gefühl angenehmer Stimulation aus, es zeigt sich sogar bei höheren Konzentrationen ein entspannender Effekt aus, wirkt somit auch wie ein Antidepressivum.

Und genau dieser Effekt macht süchtig – Raucher benötigen diesen Nikotin-Kick immer wieder. In Zigaretten sind aber mehr als 4.000 meist giftige Verbindungen enthalten. Die Inhaltsstoffe u.a. sind Akrolein, Ammoniak, Benzol, Formaldehyd, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Phenole, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Nitrosamine, Stickoxide, Schwefeldioxid sowie Spurenelemente wie Cadmium und Nickel. Sie sind für die langfristigen Gesundheitsschädigungen verantwortlich.

Die häufigste Todesursache bei Rauchern sind Herz- und Kreislauferkrankungen und nicht Krebs selbst. Das Rauchen löst aber viele verschiedene Krebserkrankungen aus. Bis zu 30 Prozent aller Krebs-Todesfälle sind direkt auf das Rauchen zurückzuführen. In den letzten 60 Jahren gab es eine Zunahme der Lungenkrebserkrankungen in Höhe von 250 Prozent.

Das Risiko steigt bei allen Krebsarten mit der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten, der Anzahl der Raucherjahre und dem Typ der gerauchten Zigaretten, aber auch Zigarren und Pfeifen. Sobald der Raucher sich entschließt, diese Sucht zu beenden, sinkt sofort das Risiko. Schon nach zehn Jahren Nichtrauchen ist es nur noch unwesentlich höher als bei Menschen, die nie geraucht haben.

Nichtraucherschutz ein Menschenrecht

Entgegen vielfach verbreiteten Unmut in einigen Kreisen, die Politik würde die Freiheit der Raucher einschränken, ja sogar von Menschenrechtsverletzungen ist da die Rede, muß auch mal betont werden, daß es die Deutsche Krebsgesellschaft war, die jahrelang die Politiker aufgefordert hatte, den Nichtraucherschutz voranzutreiben. Es fand daher keine Gängelung statt, sondern die berechtigte Forderung, die nichtrauchende Bevölkerung zu schützen.

In Deutschland war der Nichtraucherschutz im internationalen Vergleich für lange Zeit wenig entwickelt. Im Jahre 2007 erfolgte das Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutz des Passivrauchens und die Gesetze zum Nichtraucherschutz. Demnach sind alle Einrichtungen des Bundes sowie der Verfassungsorgane des Bundes, die Verkehrsmittel des öffentlichen Personenverkehrs und Personenbahnhöfe der öffentlichen Eisenbahnen rauchfrei. In Universitäten, Schulen, Krankenhäusern und Behörden wurden Rauchverbote erlassen.

Inzwischen rudert die Politik in Nordrhein-Westfalen wieder zurück, CDU und FDP wollen das Rauchverbot in Kneipen lockern, angeblich um dem Kneipensterben entgegenzuwirken. Faktisch falsch, weil dies bereits weit vor dem Gesetz zum Nichtraucherschutz sich abzeichnete.

Erneut ein Beispiel dafür, daß die Politik eher einer Tabaklobby hinterherhechelt, anstatt die Gesundheit der Bevölkerung abzuwägen und somit zu schützen. Mal Hand aufs Herz: Es gibt nicht einen Grund fürs Rauchen, aber Hunderte, diese Sucht hinter sich zu lassen oder erst gar nicht das Rauchen zu beginnen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

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Zerronnen in Grün

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Flehende Gestalten,
allenthalben,
hinter, vor dir.
Geneigte Blicke,
erschreckte Körper,
weichen aus, dir.

Abgekaute Nägel,
vermeiden,
Dreck, denkt ihr.
Lila Blumenland,
geheimes Fensterln,
unerkannt, hofft ihr.

Zerronnen in Grün,
Leben scheint,
getönt, wofür?

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Sex: Tabuloser Dauerbrenner einer verlogenen Gesellschaft

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Internet Türöffner für noch mehr Spaß

Flatrate-Bumsen in Erotik-Centern längst Schnee von gestern? Was darf es denn als nächstes sein? Während oftmals über die prüde USA hinter vorgehaltener Hand geredet wird, solch alberne Filme wie „American Pie“ dies auf gewisse Weise auch bestätigen, dürfen wir erstaunt feststellen, daß weltweit allerorten Sex uns entgegenglotzt.

Das Spiel mit den Reizen erhäl eine nie zuvor dagewesene öffentliche Performance, sei es durch ständig wachsende Magazinvielfalt, Pornofilmindustrie oder Erotik-Centern sowie Sexclubs. Die schönste Sache der Welt verkommen im Glamour einer eigentlich verlogenen Gesellschaft, ein tabuloser Dauerbrenner, obendrein technisch längst erweitert mit Hilfe des Internets?

Schöne neue Welt der lieblosen Reize

Nehmen wir uns noch die Zeit der behutsamen Annäherung, der seit Menschengedenken aufregendsten Form im Finden zum Höhepunkt beim Liebespiel, welches Schmetterlinge durch den Bauch kribbelnd, die Romantik des Lebens vorausahnend signalisiert, somit eine wahre Liebe entsteht? Verliebtheit nicht nur ein kurzer Zustand auf dem Weg erotischer Erlebnisse, sondern der wohl vertraulichste physische Austausch? Demgegenüber mutet der schnelle „Fick“ an der nächsten Ecke, dem Verabreden zu Sex-Dates über gewisse Internetseiten die schöne neue Welt der lieblosen Reize zu.

Wirkt das bereits verachtenswert? Keineswegs soll hier der moralische Zeigefinger erhoben werden, mögen doch Menschen ihr Sexualleben in vollen Zügen genießen, solange alles freiwillig im gegenseitigen Einvernehmen geschieht. Und dennoch darf man schon erstaunt, ein wenig irritiert beobachtend sich wundern, welch breites Spektrum an Angeboten dem freien Markt feilgeboten wird. Die dialektischen Fragestellungen mögen für den einen sich keineswegs stellen, während der andere sie durchaus nachvollzieht: Was spiegelt sich da unter unser aller Augen wider? Eine tatsächlich freie Gesellschaft, die den Sexus unbedarft auslebt oder eben auch ein zügelloses Ausmaß, bei dem mitnichten Erotik im Spiel, sondern viel eher ein gewisser Abfuck?

Kein aufrichtiger Austausch, oftmals ein gewisses Stillhalten

Obwohl wir überall mit einer sichtbar befreiten Gesellschaft konfrontiert werden, scheint der Umgang manchmal in der Praxis nicht so gänzlich angekommen zu sein, fühlen sich die unterschiedlichen Geschlechter zurecht benachteiligt, werden sogar Heterosexuelle diskriminiert, was ansonsten Homosexuelle tagtäglich weltweit zu erleiden haben. Das Sahnehäubchen einer eigentlich hämischen Gaffermentalität offenbart sich bei der Auseinandersetzung mit der Politik. Anstatt sachlich kontrovers politische Inhalte zu diskutieren und anzuprangern, zieht es insbesondere eine gewisse Medienöffentlichkeit vor, über Äußerlichkeiten sich Luft zu machen.

Sicherlich sollten auch bei Politprominenz schonungslos sexuelle Schandtaten aufgedeckt und veröffentlicht werden, dennoch vermischen sich Sexskandale manchmal mit vorschnellen Urteilen, die der Wirklichkeit alles andere als gerecht werden. Was in die Öffentlichkeit gezerrt, mögen wir vielfach erfahren. Aber wie verhält es sich eigentlich, wenn es darum geht, offen über eigene Sexualvorstellungen mit den Partnern sich auszutauschen, und zwar nicht, in dem wir einfach unsere Lust gegenseitig ausleben, sondern darüber sachlich reden?

Die Psychotherapeutin Claudia Haarmann meint, wir würden voller Hemmungen stecken. Wird die Kluft zwischen dem, was die sexualisierte Gesellschaft an perfekten Bildern bietet und dem, was im Innern erlebt wird, tatsächlich immer größer, wie Claudia Haarmann in dem Interview nachhakt? Und wer sich denn die Mühe macht und Paare hinterfragt, wie sie es denn halten, erfährt schon das ein oder andere erstaunliche Detail. In eher wenigen Fällen herrscht da ein sprachlich-gedanklich offener Austausch. Im Gegensatz zu Frau Haarmann muß man leider auch feststellen, daß die junge Generation in dieser tabulosen Gesellschaft ganz viel Freizügigkeit miterlebt, aber gleichzeitig viele trotz vermeintlicher Aufklärung ahnungslos in Schwangerschaften schlittern und darüber hinaus das Alleinsein ohnehin flankiert wird in einer Welt voller Ablenkungen.

Opferrolle oder sexuelle Zügellosigkeit – bleibt die Liebe auf der Strecke?

Keine Hure wäre beziehungsfähig, würde sie nicht zwischen Job und Privatleben unterscheiden. Sexuelle Zügellosigkeit offenbart sich tagtäglich im Wechselspiel einer gewissen Offenheit, denken wir an Swingerclubs, an Paare, die ihre Beziehungen offen ausleben, an die vielen heimlichen Affären bis hin zu Stalking und Eifersuchtsdramen.

Die schönste Sache der Welt spielt sich ideenreich allerorten mitten unter uns ab, wobei leider viele Opfer auf der Strecke bleiben. Der nimmersatte Trieb fordert daher einen anderen Preis: sexueller Mißbrauch die dramatischste Schattenseite! Während Liebe und Sexus emotionslos praktiziert, verbleiben all jene, für die das Zusammenspiel zwischen Erotik, Verliebtheit und Sex untrennbar als wahrhaftige Liebe empfunden und dann vor allem gelebt wird.

Die Sängerin und Schauspielerin, Julie Andrews, äußerte sich mal mit den Worten:
„Wenn einem die Treue Spaß macht, dann ist es Liebe.“

Ein wunderschönes Gleichnis formulierte Honoré de Balzac:
„Das Wesen wahrer Liebe läßt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.“

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Elke

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Elke. Edwin. Ludowig. Katharina. Elisabeth. Meine Großeltern. Katharina strich über meinen Kopf, so schön rund, soll sie gesagt haben. Was nützen Gefühlsregungen von Toten, wenn sie nicht aus dem eigenen Gedächtnis stammen? Sie war liebevoll, hieß es über meine Mutter. Sie nahm die ganze volle Liebe mit. Vater konnte nicht mehr lieben, er überließ seiner Schwiegermutter Katharina, mir ihre streichelnde Liebe zu schenken, ein halbes Jahr. Sie starb ein halbes Jahr, nachdem Mutter stürzte. Ab da war ich allein. Allein mit verlorener Liebe.

Beide haben sich sehr spät aus ihren Elternhäusern gewagt. Beide Einzelkinder. Mutters Mama, Katharina, wurde früh Witwe, und wer weiß, hätte sie nicht Papa getroffen, ob sie dann je geheiratet hätte, schließlich, vermutlich zog Großmutter bei ihnen ein, nachdem der Wunsch nach einem Kind unerfüllbar wurde. Papa. Papa, vielleicht wurde er verhätschelt, Ludowig und Elisabeth starben innerhalb eines Jahres, da war er gerade mit der Lehre fertig. Aber was weiß ich schon? Alles vom Hörensagen, Nachbarsgerede, Gefühlempfinden. Wie soll man die denn kompensieren ohne Worte, weil er Mutter seine Sprache ihr ins Grab legte?

War das euer Platz, euer Kuschelversteck in den Anfängen eurer Liebe? Nach meinem Gefühl ja. Und wenn nicht, du hättest es mir sowieso nie verraten. Schön ist es hier. Ein Blick bis zur Unendlichkeit. Liebe bis in alle Ewigkeit. Kinderwunsch. Erfüllte sich nicht. Mit neunundvierzig schwanger. War das ein Schock? Eine Freude? Das viele Geld habe ich gefunden, und ich weiß nicht, ob es mich geschockt hat oder gefreut. Ich weiß es nicht. Verbrennen wollte ich es. Asche regnen lassen, zusammen mit deiner. Edwin, Ludowig, Katharina, Elisabeth. Elke. Gebt mir mehr als nur einen Buchstaben, sagt einfach Elke, ich werde es schon fühlen, Elke ist da zum Fühlen.

Dreißigtausendundein Fünfmarkscheine. Glatt gestrichen, gepreßt in einer Holzkiste. Von wem? Schaut hinein, ich habe alle wieder an ihren Platz gelegt, den einen obenauf. Katharina? Papa? Hinter der schweren Truhe auf dem Dachboden, total verstaubt. Erst dachte ich, da seien Photos drin oder Briefe, irgendetwas, das mir antworten hätte können. Das Geld tut es nicht. Zuerst wollte ich es zusammen mit deiner Asche vom Kirchturm auf dem Platz regnen lassen, damit sich die Menschen bücken müßten, vor deiner Asche. Blöd. Genauso blöd wie verbrennen und die Asche mit deiner zu vermischen.

Kein Schock, keine Freude, einfach nur blöd. Gefühle sind blöd, wenn sie nur Unendlichkeit kennen, nie irgendwo einen Platz finden. Ewiglich durch einen Raum schwirren, ohne jemals berührt zu werden. Elke und meine Großeltern sitzen auf der erahnten Stelle, ich bin kurz davor, die Urne zu öffnen, Papa. Hier in der Nähe ist möglicherweise die Liebe in ihrer vollen Entfaltung in deinen Armen gelegen, so wie ich die Urne jetzt halte. Liebevoll. Liebevoll, Schmetterlinge im Bauch, drehe ich mich im Kreis. Es ist keine romantische Abendstimmung, kein Sonnenaufgang, der Himmel ist neblig blau, die Sonne zeigt sich ab und an zwischen den weißgrauen Wolken, windig ist es ein wenig, ein warmes Lüftchen. Tschau, Papa.

Elke. Edwin. Ludowig. Katharina. Elisabeth. Wenn ich das nächste Mal hier bin, bin ich Elke, das verspreche ich.

„Du sagtest doch, hier ist nie jemand! Allem Anschein ist dein tolles Plätzchen ein Ausflugsziel.“

„Verstehe ich jetzt nicht. Da war auch sonst nie einer.“

„Du mußt es ja wissen, anscheinend warst du ja schon öfter hier.“

„Monika, was soll das heißen?“

„Na, was schon, von wegen durch Zufall neulich entdeckt, sonst war hier nie einer. Das heißt, du warst öfter hier. Mit wem? Kenne ich die?“

„Hallo“, begrüßte Elke die beiden Teenager. „Schön hier, habt ihr euch auch verlaufen? Das kommt davon, wenn man querfeldein durch den Wald läuft. Wenn ich hierhergefunden habe, werde ich wohl auch zurückfinden, so schwer kann es ja nicht sein. Einfach seinen Gefühlen folgen.“

„Hey, Sie!“, rief der junge Mann ihr nach.

„Alex, die kann dich nicht mehr hören und sowieso, warum sollte sie einen alten Fünfmarkschein verloren haben. Der ist doch kein Zahlungsmittel mehr.“

Ich habe es gehört! Und mein Gefühl sagt mir, seine Herkunft wird euch auf andere Gedanken bringen und übrigens, ich heiße Elke, einfach Elke.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Deutscher Rechtsruck hat jeden zu interessieren

Die Nummer mit der Ahnungslosigkeit zieht nicht

Allein schon deshalb kann niemand von einer Wiederholung der Geschichte sprechen, explizit nicht im PC- und Internetzeitalter, selbst wer anführt, eine angebliche Lügenpresse und tatsächlich gestaltete Fakenews der Neuen Rechten würden für entsprechende Verunsicherung beitragen. Nonsens. Wer sich bildet, zweifellos ohne BILD und Co. kann durchaus fündig werden, was hierzulande verkehrt läuft.

Extremismus ist dabei ohnehin per se abzulehnen, ohne wenn und aber! Insofern bräuchte man nicht weiter darüber debattieren, was in Chemnitz vorgefallen, außer wenn im Anschluß Bestürzung folgt, die nahezu an Heuchelei grenzt. Tiefgreifend sichtbare Sympathien zu „rechtem Gedankengut“ geistern immer noch in den Köpfen manch Ewiggestriger.

Wenn die CDU-Generalsekretärin ihr wahres Gesicht offenbart

Hat dies gewisse Vorteile, man weiß woran man mit ihr ist, wer zuvor noch optimistischer sie eingeschätzt hatte. Ihre Verbal-Attacke gegen den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier läßt tief blicken. Mit welchem Recht mahnt sie dessen Unterstützung des Protestkonzerts in Chemnitz an? Möchte eine CDU etwa ihrer bayrischen Schwesterpartei nachäffen, möglichst unverblümt AfD-Positionen zum Besten zu geben, frei nach dem Motto, was Spaltpilz Seehofer kann, vermag sie zu toppen?

Tragisch genug, daß die Linke ausschert mit ihrer Sammlungsbewegung #aufstehen, was alles andere als ein Bild der Einigkeit vermittelt, viel eher für mehr Unsicherheit sorgt, dem rechtsradikalen Trend in die Hände spielt.

Antifaschisten mobilisieren sich – SPD muß sich auf Platz Drei einreihen

Rechtsextreme organisierten sich sehr schnell in Chemnitz nach dem Mord an Daniel Hillig, doch gestern kamen an die 65.000 Menschen zusammen, die vehement Faschismus ablehnen, feuerten das #wirsindmehr-Konzert an, setzten ein Zeichen gegen Rassismus, es geht vor allem darum, den Schneeball zu zerstören, bevor dieser sich zu einer Lawine entwickle, wie Campino betonte.

Einen nicht unwesentlichen Anteil an jener Entwicklung hat auch die SPD, die nunmehr auf Platz Drei hinter die AfD rutscht mit Blick auf die jüngsten Umfragen, was schon länger sich abzeichnet. Daß alle aufgefordert sind, die Chemnitzer Ereignisse aufzuarbeiten, liegt auf der Hand. Andererseits darf man sich schon wundern, wie schnell und simpelst sich sogenannte Wutbürger instrumentalisieren lassen, keine Scheu haben, mit Neonazis zu marschieren. Wer jetzt noch Ahnungslosigkeit vortäuscht, den muß man direkt zur Rechenschaft ziehen, obendrein mit Nachdruck gewisse Kräfte innerhalb der Polizei und Justiz.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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