Despotismus im Aufschwung – rechts überholen und links stehen lassen

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Demokratische Wahlen sollten ein Garant sein für politische Korrektheit, den Volkswillen widerspiegeln, mittels entsprechender Verfassung für Sicherheit sorgen, ein friedliches Miteinander anstreben. Soweit die Theorie, die meist in der Praxis auch fruchtet. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Weit gefehlt, weil hierbei bestimmte Kräfte sich gezielt bündeln.

Von Zufällen kann ohnehin keine Rede sein, erst recht nicht bei politischen Entwicklungen, sie unterstehen stets dem Zeitgeist, der manipulativ seine Strippen zieht, ob klammheimlich im Hintergrund oder aber ganz offensichtlich. Hierzulande galten die versprengten Neonazis, die eine Heimstätte in der NPD oder in republikanischen Parteien krampfhaft suchten als Minderheit, die kaum Chancen hatten, selbst in Landesparlamenten Fuß zu fassen.

Das änderte sich schlagartig mit den gezielten Kriegen in Afghanistan, Irak, Syrien und Libyen, Flüchtlinge suchten Schutz in Europa, während die dortigen Demokratien in Erklärungsnot gerieten, Menschenrechte zu dulden. Wer möchte schon gern teilen, wenn obendrein in sogenannten Sozialstaaten Armut zunimmt, weil die Schattenseiten des Neoliberalismus und Globalismus bewußt ignoriert werden? Dann schafft man halt nonchalant Feindbilder mit simpler Formel des „Nach oben Buckelns und nach unten Tretens“!

Das hat bisherig stets gefruchtet. Mit gezielten Schlagworten von Gutmenschen, Lügenpresse und Linksgrün versifften 68er diffamiert man gleich simpelst die vergangenen Jahrzehnte. Die Folgen sieht man im Untergang der Sozialdemokraten, der Uneinigkeit bei den Linken, es gilt, rechts überholen und links stehen lassen. Das alles zu Lasten einer demokratischen Diskussionskultur, die nur noch mit Haßreden unterwandert wird, wenn man sich jene angebliche Protestpartei in Deutschland vergegenwärtigt, die meint, eine Alternative darzustellen.

Sie ist von Beginn an zu einem Sammelbecken rechtsradikaler Strömungen verkommen, eine politische Alibiveranstaltung, um dem Despotismus am Ende den Weg zu ebnen. Ein Blick ins Ausland bestätigt dies erst recht, die Liste jener Länder, die ihm folgen, vergrößert sich zunehmend. Wer dabei noch seelenruhig zuschaut, ohne ernsthaft zu intervenieren, macht sich erneut mitschuldig. Widerstand kann nur folgen, es sei denn, man resigniert aus Ängsten.

Noch sind keine uniformierten Horden unterwegs wie damals jenes Nazipack. Heute treten sie entweder unverkennbar sichtbar auf oder per Schlips und Kragen vor der Dresdner Frauenkirche bis hin im Deutschen Bundestag. Nur wer das Ganze im Blick hat, kann sich ein reales Urteil bilden. Insofern tappen viele im Dunkeln, weil zu wenig ans Licht der Wahrheit gelangt, die obendrein gezielt manipuliert wird. Beste Gelegenheit jeweiliger Machthaber, ihre Ziele durchzusetzen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Fort biste in der Mottenkiste

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Freundschaft nahmst du zum Anlaß,
von dem, von jenem gehöre dir was.
Wir trugen ähnliche Klamotten,
an dir erkannte ich meine Marotten.

Du lachtest gleich, dachtest dasselbe,
meine Ideen nahmst du in deine Hände.
Ich sah uns beide als das Licht,
derweilen du als Schatten pirscht,
um mein Denken auf dich zu übertragen,
erkannte zu spät, du wolltest mich überragen.

Dein Wesen ist von Motten zerfressen,
als Schemen bist du neben mir gesessen.
Mein Selbst hast du geklaut,
dir daraus einen Schattenumriß gebaut.

Aus der Kiste kommst du nicht mehr raus.
Als Freundin bist du ein Graus,
als Mensch bist du ein Parasit,
ein Schmarotzer mit löchrigem Gesicht.
Schwirrst du auch zu jedem Lichtstrahl,
bleibst dennoch du für immer fahl.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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US-Wahlkampf beginnt bereits im Herbst 2018

Trump lädt seinen Wahlkampfmanager Putinowitsch ein

Eigentlich wäre im Januar des nächsten Jahres erst Halbzeit der Präsidentschaft von Donald Trump, somit der bevorstehende Wahlkampf noch in absehbarer Ferne. Aber der blonde Dolle bricht auch hierbei mit üblichen Gepflogenheiten, schließlich entspricht und ergänzt dies seinem bisherigen Werdegang.

Obendrein wurde zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise die Einmischung der Russen im letzten Wahlkampf aufgearbeitet, geschweige denn tatsächlich hinterfragt. Stets schaffte The Donald es, Verdachtsmomente und Vorwürfe herunterzuspielen. Dabei verhalfen ihm die von Beginn an in Szene gesetzten Behauptungen von Fakenews der US-amerikanischen Medien. Alles sei Lüge, nur sein Wort gelte.

Im größten Land der Erde bestritt der hochgelobte Präsident Wladimir Putin, daß seine Gefolgsleute in den Wahlkampf der Amis nicht interveniert hätten, von Einflußnahme könne keine Rede sein. Soweit der Stand der Dinge, während alle Welt rätselt, wie es in jener diffusen Angelegenheit weitergehen möge.

Dem muß man entschieden vorbeugen, schließlich habe Humpty-Trumpty längst erkannt, welche Vorteile ihm geboten in der Rolle des Präsidenten. Den taste man ja nicht an, nahezu ein Freifahrtschein unsäglich rüpelhafter Möglichkeiten, egal ob dies auf weltpolitischen Parkett gut oder eben weniger gut ankommt. Das neuliche Treffen, man sprach gar vom Helsinki-Gipfel, der bekanntlich stets den Stand der beiden großen Supermächte ausloten sollte, diente ihm in Wirklichkeit, seinen Wahlkampfmanager Putinowitsch gleichzeitig zu treffen.

Bestens gewappnet, lud er ihn in Folge nach Washington ein, dort könne man die begonnenen Gespräche vertiefen, man wolle diesmal gänzlich ausschließen, daß irgendwelche Gerüchte nach außen dringen, die Russen würden erneut den US-Wahlkampf manipulieren. Zeit genug, jetzt im Sommer die Weichen zu stellen. Wer schon weltweit an Glaubwürdigkeit verliert, holt sich eben mal Bestätigung beim angeblichen Gegner, der lediglich eine Rüstungsspirale anheizen soll. Das machte The Donald mal wieder deutlich beim Nato-Gipfel, dabei Deutschland heftig anmahnend.

Daß in Wirklichkeit Europa verunsichert wird, bemerken viele noch nicht, lassen sich eher ein auf dem Weg zurück zum Nationalismus. Beste Voraussetzung für zukünftige Kriegsszenarien, nachdem die Dritte und Vierte Welt gänzlich unterjocht, der nimmersatte Neoliberalismus fordert seinen Tribut. Putinowitsch sei Dank darf Humpty-Trumpty einer zweiten Amtszeit entgegenblicken. Die Amis zwar gespalten, aber das berühmte I-Tüpfelchen des fragwürdigen Wahlgesetzes wird wohl erneut reichen, um ihn gewähren zu lassen. Dann lautet’s nicht God save the Queen, sondern vielmehr Trump vents one’s spleen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Kraniche

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Willkürlich
war sie betrüblich,
beim schönsten Traum,
schon griff sie zum Rocksaum,
wischte Tränen fort,
Wirklichkeit war ein anderer Ort.

Gräm dich nicht,
kram nicht,
Flüsterstimmen wohnten bei ihr,
Melodienflügel spielten Klavier,
Kraniche fliegen,
Vögel des Glücks in ihr liegen.

Schwebende,
mit Klugheit Wachende,
beleben ihr Flatterherz,
ihr Rufen begleitet Schmerz,
erhebt ihn über das Weltliche,
Lebensruhe im Klang der Kraniche.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Deutsche Politik in der Zerreißprobe

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Rassisten bestimmen etwa den Kurs?

Obendrein hat dieses Wort „Kurs“ in diesem Kontext einen besonders perfiden Beigeschmack angesichts der Tatsache, wie viele Menschen inzwischen während der ausgetragenen politischen Auseinandersetzungen im Mittelmehr ertrunken sind, weil gar Seenotrettungsschiffe gezielt daran gehindert wurden.

Was geschieht da vor unser aller Augen mit den sogenannten etablierten Parteien wie der Union, der SPD, den Grünen und der Partei Die Linke? Die FDP lassen wir mal hierbei außen vor, auch wenn dort unterschiedliche Standpunkte vertreten werden, zumal sie ja erst kürzlich eine vierjährige Auszeit hatte.

Innere Zwänge lassen sie nach der Pfeife der Neuen Rechten tanzen

Wenn Die Linke als einzige Oppositionspartei mit dem Anliegen, sozial Schwache zu schützen, Aufrüstung stoppen zu wollen, beginnt sich zu spalten mit jener fragwürdigen Sammlungsbewegung unter Wagenknecht und Lafontaine, sollte der politische Beobachter spätestens dann wenigstens gezielter aufhorchen. Hierbei ist nicht nur Skepsis angesagt, wie auch der Politologe Albrecht von Lucke im Zeit-Interview ausführt. Auf Stimmenfang ehemaliger Mitglieder, die einfach mal die Partei wechselten, ausgerechnet zu jener AfD? Unabhängig davon, daß man jene „Abtrünnigen“ keinesfalls verstehen muß, was soll das bringen? Ein nahezu sinnloses Anliegen, es sei denn, man verrät eigene Standpunkte. Genau das darf befürchtet werden.

Die Grünen als attraktives Zünglein an der Waage jeglicher Koalition im Bund oder in den Ländern scheinen damit ohnehin kein Problem zu haben, mit wem sie sich zusammentun, wirft man z.B. einen Blick nach Bayern. Während die Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckhardt keinerlei Bedenken mit dem gefundenen Kompromiß der Union beim Flüchtlingsstreit hegt, – man sollte dabei nicht vergessen, daß die Grünen sowohl zum Kosovo-Einsatz als auch zur sozialrassistischen Agenda 2010 standen -, schielt das Chefgespann der Grünen zu einer möglichen Jamaika-Koalition hinsichtlich der Festlegung einer Obergrenze von 200.000 zum Flüchtlingszuzug. Taktieren steht im Vordergrund.

Und die Sozialdemokraten, die bereits in den Umfragewerten bald auf Augenhöhe jener AfD rutschen, diese somit immer mehr Stimmen im Bund einheimsen kann? Auch dort scheiden sich die Geister innerhalb der Partei. Ein Stückweit eigentlich ein völlig normaler Prozeß in jeder politischen Partei. Haarig wird es lediglich, wenn dadurch deren Glaubwürdigkeit Schaden nimmt. Andrea Nahles lehnt sich mal wieder gefährlich aus dem Fenster, wenn sie eher rechten Standpunkten zustimmt, obendrein freundlichst unterstützt vom ehemaligen Außenminister Sigmar Gabriel, der sich selbst einfach mal als naiv in anfänglicher Flüchtlingsfrage bezeichnet.

Die Union wirkt als Paradebeispiel einer züggellosen Haltung, inwiefern man nahezu alles falsch machen kann, abgesehen vom „Spaltpilz Seehofer“, der ohnehin den Kern und das Wesen dieser CSU vertritt. Die „Union der Mitte“ buhlt um Aufmerksamkeit, Florian Gathmann stellt im Spiegelartikel die Frage, ob da ein linker Flügel entsteht. Tragisch genug, daß die Neue Rechte behauptet, Frau Merkel sei linksgerichtet, welche Standpunkte oder gar konkrete Politik das sein möge, entschließt sich jedweder Kenntnis.

Sortierung nach weltpolitischen Ereignissen fast aussichtslos?

Die konkrete Frage, die sich unweigerlich stellt, was bleibt der Bundespolitik anderes übrig, als sich den äußeren Umständen weltpolitischer Ereignisse zu stellen? Sie einfach wegdenken, sich wegducken, kann nicht funktionieren angesichts globaler Veränderungen. Es gibt sie nunmal, die Flüchtlingsströme, aus unterschiedlichen Beweggründen, allesamt initiiert von den reichen Industrieländern, den vor Ort in den Ländern regierenden Clans und korrupten Alleinherrschern, die Menschen sich selbst überlassen, zunehmende Armut und Elend in Kauf nehmend, Kriege mit verursachend. Solange jene Konstellationen ungeklärt, muß man eher über eine Zerreißprobe Deutschlands hinaus noch andere Szenarien befürchten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Was für’n Flop

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Einfach abgezockt,
total verbockt.
Neugierde gelockt,
Gelder aufgestockt.
Daneben gehockt.

Was für’n Flop!
Vorher alles top,
Ramsch im Shop.
Pferde im Galopp,
bewundert manch Snob.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Chancen einer Welt des Umbruchs

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Welche Fehlentwicklungen zu neuen Wegen führen können

Schwarz-Weiß-Denken kann niemals ein guter Ratgeber sein, ganz besonders wenn Vielschichtigkeit der Völker vorhanden ist, auch wenn der ursprüngliche, europäische Gedanken sicherlich seine Berechtigung hat. Gerade in den letzten Jahren offenbaren sich die offenkundigen Widerstände der Völker, bzw. der Menschen, die den Mut haben zu protestieren.

Daß dabei angesichts vieler Provokationen auf beiden Seiten, also Polizei und Demonstrierende, die Gewalt in ihren eskalierenden Gesetzmäßigkeiten sich entlädt, liegt auf der Hand. Zu Lösungen kann dies normalerweise nicht führen. Dennoch Grund genug zu hinterfragen, was die Ursachen anbelangt.

Im Taumel zwischen sozialen Notständen und gezielter Ausbeutung

Auffällig sind die Gemeinsamkeiten der Probleme: zunehmende Armut bei gleichzeitigem Bedienen der Lobbyisten. Das perfide Spiel der fleißig fortschreitenden Ausbeutung durchschauen immer mehr Menschen, selbst wenn vielerorts für „Ablenkung“ gesorgt wird. Angesichts rapide steigender Preise bei gleichzeitigen realen Lohnsenkungen merkt auch der friedlichste Bürger irgendwann die Differenz zwischen vorgegaukelter Schönrederei seitens der Wirtschaft und der Politik sowie der kalten, nüchternen Wirklichkeit.

Der Mittelstand war bisher die wichtigste, tragende Säule zwischen den Armen und den wirklich Reichen, um innerhalb dieser breiten Schicht für Ausgleich zu sorgen. Die Mär vom ewigen sich vermehrenden Wachstum hat sich erübrigt angesichts der Tatsache, daß das Karussell der Ressourcenausbeutung zusammen mit der rücksichtslosen Umweltbelastung sich nicht mehr weiter drehen kann, weil Mutter Erde selbst längst der Menschheit die Grenzen diktiert hat, unabhängig von den unübersehbaren Tatsachen. Nicht nur der Satz der Cree hat sich an manchen Orten bewahrheitet, darüber hinaus glaubt Mensch tatsächlich, er könne diese Gesetzmäßigkeiten überlisten, wenn wir nur an die Gentechnik, die Atomkraftwerke und andere Risiken denken.

Das kontinuierliche Ignorieren bestimmter Restrisiken bedeutet lediglich eine Verschiebung der Problembewältigung, wobei nach einer bestimmten Entwicklung, bzw. Zeitspanne oftmals der Schaden irreparabel groß sein wird, wenn wir nur an den Zerfall radioaktiven Mülls denken. Bei der Gentechnik sind die sich verselbständigenden, biochemischen Symbiosen und Prozesse bis hin zu nicht erkennbaren Entwicklungen ein völlig unkalkulierbares und somit sehr gefährliches Risiko, welches da nonchalant hingenommen wird. Und das unter dem fadenscheinigen Argument der Welternährungsprobleme. Klar doch, wer mit Monokulturen, Straßen- und Städtebau sowie Industrialisierung seine eigene Umwelt zunichte macht, darf sich nicht wundern, daß die Agrarbewirtschaftung zu leiden hat.

Konflikte noch deutlicher benennen

Auf der einen Seite hat Mensch sich immer reflektiert, auch wenn die Zahl derer früher im Verhältnis zur heutigen Zeit wesentlich geringer war. Das hat einen einfachen Grund: Die Möglichkeit sich Wissen anzueignen, war noch nie so simpel und umfangreich, wie dies jetzt geschieht. Mit dem Beginn des Internets wurde dies sogar erheblich gesteigert. Gleichzeitig gibt es immer noch einen Großteil der Menschheit, die nicht in den Genuß kommt, an dieser Entwicklung teilzuhaben, um gleichzeitig sich vielerorts um das nackte Überleben zu bemühen hat. Ausbeutung bedeutet immer Armut als Folge, und sie müßte erst gar nicht mehr vorhanden sein, wenn gerechte Systeme dafür sorgen würden.

Das hat ganz viel mit Kommunikation, aber auch alten, historischen Strukturen zu tun, die überwunden und geklärt werden sollten. Einmal diese Probleme benannt, analysiert und konstruktiv stückweise mithilfe der internationalen Gemeinschaft auf gesunden Weg gebracht, bestehen tatsächlich Chancen für alle Betroffenen. Das liest sich gut, ist dennoch so komplex und kompliziert, daß man fast schon das Handtuch werfen möchte, wäre da nicht die riesengroße, weltweite Not. Es muß daher zwangsläufig ein kollektives Bewußtsein schnellstmöglich entstehen, will Mensch überhaupt noch eine Chance haben, all diese Konflikte zu lösen. Über Kriege, Zerstörung und Zunahme des Elends als Folge mögen manche gewinnbringende Vorteile dadurch haben, so zynisch real das klingt und dann auch faktisch ist, dennoch wird auf diese Weise niemand gewinnen können. Am Ende führen die ungeklärten, sozialen Miseren wieder einmal zu Gewalt und Terror.

Das Wesen des Menschen hat wohl immer noch nicht gelernt, im Einklang mit sich selbst und der Natur zu sein, offenbart das ewige Machtstreben nach Reichtum und Ausbeutung ziemlich klar den getrübten Geist der scheinbaren Überlegenheit. Demut und Zufriedenheit, Nächstenliebe und Respekt vor Mutter Erde, das sind unsere Ziele für die Zukunft.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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