Inspiration an der Kasse

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Schwätzchen gehalten,
den Betrieb aufgehalten.
An der Kasse Stau,
beim Einkauf wirklich nicht schlau.
Lange nicht mehr gesehen,
wir sollten mal wieder ausgehen.
Sie war Klassensprecherin,
ich halt ihr die Kreditkarte hin.
Klaus ist schon seit Jahren tot,
wieso denke ich an ihn, ich Idiot.
Seine Bilder waren Inspiration,
animierten zur Pinselstrich-Saison.
Die Waren sind längst eingepackt,
wir haben nicht zu Ende geschnackt.
Der Blonde, die Braune, der Rote,
die Graue, der Schwarze, die Tote
murren, motzen, schnorren,
die Sprache klingt verworren.
Zeit wurde euch geklaut,
für mich, für Elfi, für Klaus geraubt,
sie schmeckt wie die Kirschen in Nachbars Garten,
so köstlich, meine Malerei könnte in Kunst ausarten.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Aktiver Naturschutz: Carl Wengleins Erbe hinterläßt Spuren

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Vom Nadelfabrikanten zur Naturschutzgebung

Die Dörfer sind wie ausgestorben, kaum noch sieht man Kinder auf den Straßen, in den Wiesen, auf den Bäumen, selbst angelegte Spielplätze zeigen sich verwaist. All das nur noch als Zeichen einer Gesellschaft hinter Spielkonsolen oder PCs? Es liegt immer an uns selbst, was wir für nötig und richtig halten oder nicht. Der Mensch sollte begreifen, daß er weiterhin Bestandteil der Natur ist, auch wenn er sie sich gnadenlos zu eigen macht.

Der im Jahre 1882 in Nürnberg geborene Carl Wenglein als Sohn des Nadelfabrikanten Heinrich Josef Wenglein übernahm nach dem Tod des Vaters als 27-Jähriger die Firma. Durch den Erwerb des Herold-Werkes noch zu Heinrich Josef Wengleins Lebzeiten, vereinigte Carl beide Fabriken zu den H. J. Wengleins Norica- und Heroldwerken, Nürnberg-Schwabacher Nadelfabriken GmbH. Die Herstellung belief sich auf Strick-, Häkel-, Steck-, Näh- und Rouladennadeln bis hin zu Grammophonnadeln ab den 1920iger Jahren.

Mit der Idee eines Herolds, die Carl Wenglein werbewirksam verbreitete, setzte sein Siegeszug zur weltweit bekannten Grammophon-Nadel Maßstäbe, wobei natürlich der Erfolg nicht ausblieb. Neben dem finanziellen Vermögen, welches er anhäufen konnte, erhielt er 1928 als Anerkennung vom bayrischen Staat den Titel eines Kommerzienrats.

Mit seinem Erfolg setzte er seine Liebe zur Natur unerschrocken um

Doch Carl Wenglein gab sich mit seinem Erfolg keineswegs zufrieden, sondern erschuf wohl eines der bedeutendsten und ersten Naturschutzparks Deutschlands unmittelbar bei Eschenbach, 8 km östlich von Hersbruck im fränkischen Bayern. Aber nicht nur der nach ihm benannte Wengleinpark entstand noch in den 1920iger Jahren, sondern auch 1931 der Weltbund für Natur- und Vogelschutz. Sein Bestreben lag darin, eine einheitliche Natur-schutzgesetzgebung für alle europäischen Länder zu erreichen.

Das Netz flächendeckender, geschützter Rückzugsräume nach dem heutigen Trittstein-Konzept war ebenso eine herausragende Idee im Sinne des Naturschutzes, die Carl Weng-lein der Welt hinterließ. Sein familiär persönliches Schicksal war vom frühen Tod der Tochter getrübt, sie verstarb viel zu jung im Alter von 21 Jahren. Carl Wenglein selbst starb 1935, seine Frau überlebte ihn noch 37 Jahre lang, hatte aber als Witwe infolge des Niedergangs der Firma kein schönes Ende, verstarb daher völlig verarmt.

Zum aktiven Naturschutz gehört sehr viel Engagement und Öffentlichkeits-arbeit

Was können die nachfolgenden Generationen mitnehmen von solch couragierten Pio-nieren im Naturschutz wie Carl Wenglein? Zunächst sehr naheliegend können sie den Wengleinpark selbst aufsuchen, ihn bewundern, die Magie einer gewachsenen Oase für Tiere und Pflanzen bestaunen. Und wer sich im Naturschutz engagieren will, kann dies auch ohne großen Aufwand leisten. Was spricht dagegen, den Kontakt zu Schulen, insbesondere zu Grundschulen zu suchen?

Wir alle wissen, wenn wir uns die Unterrichtsvorgaben genauer betrachten, wie langweilig oftmals Biologie-Unterricht gestaltet wird – das muß so nicht sein, viel eindrucksvoller als jedes Buch ist doch Anschauungsunterricht vor Ort, also in der Natur selbst. Wir müssen schon den Kindern die Natur direkt vermitteln, und was kann da näher liegen, als wenn diese sie im wahrsten Sinne begreifen lernen, einen Frosch mal streicheln, Tiere und Pflanzen mit allen Sinnen live erleben? Natürlich kann das nur mit viel persönlicher, ehrenamtlicher Eigeninitiative funktionieren, weil Staat ohnehin begrenzte Mittel zur Verfügung stellt.

Doch wenn sich Eltern zusammentun, es können durchaus auch Nichteltern sich finden lassen, die beherzt beispielsweise Vogelstimmenexkursionen, Kräuterwanderungen, das Zeigen eines richtigen Baumschnittes oder Gärtnern mit der Natur organisieren, den Schülern mit den Lehrern als Bestandteil zum Biologie- oder Sachkundeunterricht, dann ist auch das ein herrlicher Gewinn im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit. Denn die Kinder von heute können und dürfen durchaus die Naturschützer von morgen sein. Wenn nicht sie es sind, wer dann? Das Wissen zu den genannten Themen läßt sich oftmals mithilfe von Experten und Büchern aber auch guten Dokumentarfilmen aneignen.

Wichtig dabei und im Vordergrund aller Überlegungen sollte stets der Gedanke des Naturschutzes sein, denn ihm gilt die volle Aufmerksamkeit. Und weil wir Menschen unsere Verantwortung ihm gegenüber zu tragen haben, diese nicht allein anderen über-lassen sollten, kann jeder von uns ein Stückweit dazu beitragen, daß er auch Anwendung findet.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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Das Märchen vom Gasbar ohne Furcht und Tadel – Teil 1

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Drei Wünsche und ihre Folgen

Es war einmal ein ausgewachsener, stattlicher Karthäuser namens Gasbar, der so gar nicht wußte, wohin des Weges, weil in einer stürmischen Novembernacht er seine Eltern und Geschwister verloren hatte, eine umfallende Rotbuche sie urplötzlich trennte. In Erinnerung ward ihm geblieben das laute Knacken der großen Äste, die beim Aufprall zerborsten, das dumpfe Dröhnen des mächtigen Stammes, der um ein Haar ihn selbst erschlagen hätte, er nur noch mit einem schnellen Sprung sich retten konnte, in einer tiefen Pfütze landete und mit Müh und Not mehr paddelnd als schwimmend dem Ertrinken entkam.

Danach trotz seines naßen Felles Gasbar in langen Sätzen das Weite suchte, schließlich Schutz in einem Holzlager fand. Dort kauerte der Entronnene, hörte das Brausen des Sturmes, auch wie andere Bäume entwurzelt herniederkrachten, den prasselnden Regen auf dem Wellblechdach des Lagers und leckte intensivst sein graues Fell. So richtig durchnäßt bis auf die Haut war er dennoch nicht, weil seine fettige Unterwolle ihn vortrefflich schützte.

Mit seinen großen bernsteinfarbenen Augen schaute Gasbar sich um, konnte aber niemand entdecken, außer ein Mäuschen, welches schnellstens laut piepsend im nächsten Loch verschwand. Aber der Kater hatte ohnehin keinerlei Appetit, verspürte nicht den Drang, ihm nach zustellen, zumal ihm bewußt wurde, daß er soeben seine komplette Familie verloren hatte, er mutterseelenallein hier saß.

Als er einsam vor sich hingrübelte, hörte er auf einmal ein merkwürdiges Geräusch, welches er so gar nicht einzuordnen vermochte. Menschenwesen hätten dies mit Sicherheit nicht bemerkt, aber Katzen empfangen selbst leiseste Geräusche, spüren sie und können auf diese Weise Gefahren bemerken oder Beute erkennen, um sie zu fangen. Es handelte sich dabei um ein schnelles Flügelschlagen ähnlich wie bei einem Schmetterling, nur begleitetet mit einem blechernen Klang. In der Welt der Katzen gab es keine Drohnen, in sofern schloß Gasbar solche Möglichkeiten aus, was sowieso im nächsten Moment sich offenbarte. Eine winzige goldenleuchtende Elfe landete in sicherer Entfernung auf einem dicken Spinnwebfaden, der sie dennoch trug, so federleicht war ihr Körpergewicht.

„Sei gegrüßt, Gasbar, aus dem Hause der Webers, die inzwischen wohlbehalten in einem Krankenhaus der nahegelegenen Stadt untergebracht. Der Sturm hat das Dach abgedeckt, den Hauseingang zerstört, weil ein dicker Eichenstamm hineingeschleudert wurde. Keine Sorge, mit nur leichten Blessuren kamen sie davon“, begann die Elfe mit zarter, sehr hoher Stimme zu berichten, woraufhin Gasbar sich erstaunt aber ehrfurchtsvoll verneigte, wußte er doch zu genau aus den Erzählungen seines Urgroßvaters, wie liebevoll und hilfreich Elfen waren.

Während die meisten Menschen jene als Hirngespinst oder Ammenmärchen abtaten, vereinzelte Kinder oder junggebliebene Menschen jedoch zumindest deren Existenz nicht ausschlossen, ganz wenige sie gar zu Gesicht bekamen, der ein oder andere Kontakt bestand, fristeten die Elfen ein stilles Dasein im hektischen Treiben dieser chaotisch gestreßten Welt, die vielfach von Menschenhand zerstört stets versuchte, sich zu regenerieren.

„Ich heiße Daringia“, fuhr die Elfe fort, „und möchte dir angesichts deiner Notlage drei Wünsche anbieten. Überlege bitte sorfältig, bevor du sie vorschnell äußerst, denn jeder formulierte Wunsch wird ausgeführt, egal wie unsinnig er auch sein mag. Einzige Bedingung: Rachegedanken, jedwede Gewalt oder Zerstörung werden nicht erfüllt!“

Gasbar war völlig perplex, allein schon was ihre wunderschöne Erscheining betraf, ihre liebliche Stimme und erst recht vom Angebot der drei Wünsche. Gerade noch rechtzeitig hielt er inne, denn er wollte schon leichtfertig einen allzu harmlosen, nicht vielversprechend hilfreichen Wunsch äußern, um ihn im selben Moment zu verwerfen. Nach einer Weile antwortete er ihr.

„Herzlichsten Dank, Daringia, ich bin hellauf begeistert, daß du mich aufgesucht. Mein erster Wunsch lautet, daß dieser harte Sturm augenblicklich endet.“ Kaum ausgesprochen waren die dunklen, tiefen Regenwolken verschwunden, ein sternenklarer Himmel ward zu sehen und ein freundlich blickender Halbmond erleuchtete das helle Holz im Lager, kein Lüftchen wehte mehr. Der Karthäuser staunte nicht schlecht und zögerte nicht lang.

„Mein zweiter Wunsch wäre, daß das Haus der Familie Weber wieder ganz ist.“ Zugleich bemerkten die Nachbarn, daß wie von Zauberhand das Dach der Webers wieder im tadellosen Zustand, der Hauseingang wie eh und je aussah. Gasbar selbst, einiges weiter entfernt, konnte dies nur erahnen, glaubte aber an die Fähigkeiten der Elfe.

„Und zum Schluß mein dritter Wunsch. Ich möchte jetzt bei meiner Familie sein.“ Im nächsten Moment befand sich Gasbar in einem stockdunklen Raum, die Luft war äußerst stickig, und doch roch er den typisch verwesenden Geruch von Tierleichen.

Gefährliche Gratwanderung erfordert Weitsicht

Gleichzeitig störte Gasbar diese unheimliche Stille, wurde ihm schnell klar, daß im engen Raum seine drei Geschwister und Eltern lagen, allesamt tot waren. Nach intensiver Prüfung bemerkte er, daß wohl heimtückische Leute sie umgebracht haben mußten, weil derartige Verletzungen nicht vom Sturm herrühren konnten. Zum ersten Mal in seinem Leben machte er die schreckliche Erfahrung, wie bösartig Menschen wohl doch sein konnten. Er erinnerte sich an Erzählungen seiner Großmama, die ihn oftmals gewarnt hatte, auf der Hut zu sein, jedwedes Vertrauen zu den Homo sapiens nicht ganz so vorschnell entstehen durfte.

In der gegenüberliegenden Ecke des Raumes, also fernab der Toten, entdeckte Kater Gasbar eine Öffnung in der Decke, wahrscheinlich groß genug, um dort durchzuschlüpfen, wie er vermutete. Kurzentschlossen schob er mit all seiner Kraft einen schweren Karton darunter, sprang auf diesen, hangelte sich hoch und ward bereits zur Hälfte im Loch, als eine Tür laut quitschend heftigst geöffnet wurde. Wer auch immer den kleinen Raum betreten hatte, zu spät, der Karthäuser befand sich längst in Sicherheit, robbte im Luftschacht bis an dessen Ende, stieß mit seinem Kopf das Lamellen-Gitter nach draußen, welches glücklicherweise nicht verschraubt, sondern lediglich gesteckt war und fiel wohl gut vier Meter nach unten, bis er mit allen vier Pfoten sicher auf feuchten Betonboden landete.

‚Entkommen aus dem Leichenraum‘, schoß es ihm durch den Kopf und er atmete erleichtert auf, um dennoch schnellstens die Lage zu inspizieren. Katzen haben stets alles gern im Blickfeld, suchen blitzartig nach Fluchtwegen, weil sie niemals unbekannten Feinden hilflos ausgeliefert sein möchten, ihr Freiheitsdrang genau dies verlangt.

Sofortigst wußte er, daß hier keinerlei Hindernisse ihn erwarteten, im Gegenteil, überall gab es Möglichkeiten, im Notfall zu entkommen. Somit trottete er ziemlich lässig trotz des kürzlichen Erlebnisses auf ein angenehm wirkendes Haus zu, erinnerte sich dabei an seine verstorbene Familie, ärgerte sich kurz gar über seinen zu schnell formulierten letzten Wunsch der Elfe Daringia gegenüber, um im nächsten Moment den Frust abzuschütteln. ‚Was soll’s, auf diese Weise weiß ich wengistens, was mit meiner Familie geschehen‘, dachte er noch, obwohl er trotzdem ziemlich wütend auf jene Menschen war, die solch ein Verbrechen begangen hatten. Aber Gasbar sann keinerlei Rache, weil er wußte, es würde sie nicht wieder lebendig machen. Jetzt galt es, nach vorne zu schauen.

Fortsetzung folgt.

Lotar Martin Kamm

Erschienen im Buch „Hrabans geheimnisvolle Reise zum Kontinent des Lächelns“ (BoD)

Kategorie: Kurzgeschichten

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Nestlé: Von Ein- oder Rücksicht keine Spur

Trotz weltweiter Skandale läßt man den Lebens-mittelkonzern gewähren

Ein weiteres Indiz für die Mißachtung eines Kapitalismus, der stets eigene Vorteile ersinnt, rücksichtslos gegen Mensch und Natur agiert. Dem Nahrungsmittelkonzern Nestlé werden somit seitens verantwortlicher Politik Tür und Tor geöffnet, die Folgen hinterlassen entsprechende Spuren, die selbstverständlich auf zunehmende Widerstände stoßen.

Der Verein Rettet den Regenwald rief die Petition „Nestlé – stoppt den Wasser-Irrsinn!“ ins Leben, inzwischen sind rund zwei Drittel des Etappenzieles der 100.000 Unterstützer erreicht.

Während die Einwohner bald per Pipeline versorgt werden müssen, pumpt Nestlé im französischen Ort Vittel sein weltweit bekanntes Mineralwasser ab, dabei sinkt alljährlich der Grundwasserspiegel. Die Zeche für die benötigte Pipeline zahlt nicht etwa der Nahrungsmittelkonzern, sondern der Steuerzahler.

Eine lange Liste berechtigter Kritik

Im Dezember 2016 berichtete Querdenkende darüber, daß auch Konzere wie Nestlé Kinderarbeit für Palmöl dulden, moderner Sklaventum weltweit an der Tagesordung ist. Trotz mancher Versprechen, nur noch nachhaltig angebautes Palmöl für die Produkte zu verwenden, wurden diese seitens Nestlé eben nicht umgesetzt. Der Guardian zeigte sehr deutlich auf, daß selbst illegale Plantagen weiterhin dem Konzern dienlich seien.

Sorgte der Schweizer Nahrungsmittelkonzern bereits vor zehn Jahren für heftigen Unmut, weil eine Tochterfirma von Nestlé verunreinigtes Milchpulver für Babynahrung verkaufte, scheint keinerlei Reue oder Einsicht zu walten. Es geht dem Konzern keineswegs ums Wohl der Säuglinge, stets stehen Gewinne im Vordergrund, werden fragwürdige Zusammensetzungen der Babynahrung in Kauf genommen. Offensichtlich eine Fortsetzung der Studie Nestlé tötet Babys, wie sie bereits 1974 durch die Arbeitsgruppe 3. Welt Bern der Öffentlichkeit präsentiert worden war.

Macht sucht sich stets Wege der Bereicherung und Expansion

Das gilt insofern auch für Nestlé, dessen Konzernspitze sich des öfteren wundert, warum das Unternehmen weltweiter Kritik ausgesetzt. Mit Blauäugigkeit hat das nichts zu tun, die Chefriege weiß ganz genau, wie sie zu ihrer Macht gekommen, dabei etliche Vergehen wohl dazugehören.

Politische Entscheidungen lassen sich viel zu sehr von den Vorgaben wirtschaftlicher Einflüsse leiten, die oftmals keine Rücksicht auf menschliche Belange hegen, da der Profit stets nur seine Ziele verfolgt und somit sich durchsetzt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Kultur ist kein buntbemalter Hampelmann

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Wenn Kulturen stocken,
jeder trägt weiße Socken
oder ein anderes Emblem,
ist es um die Freiheit gescheh’n.

Wer Kultur nicht verändern will,
dies duldet und hält still,
das ist wie dieselbe Unterhose tragen,
und zwar täglich, noch dazu Fragen?

Erstarrt Gesellschaftsentwicklung,
wird hofiert Brauchtumsförderung,
Zwang zu Althergebrachtem ist das,
ernährt sich das Volk vom selben Fraß.

Krankheiten werden dadurch sichtbar,
geistiges Wachstum verkümmert, wird rar.
Immer nur Kartoffeln oder Kohl essen,
führt zu Mangelerscheinung, schon vergessen?

Hat jemand keine eigene Kulturinspiration,
jeder Fremde ist Rivale, vermeintlich ein Spion.
Der Fremde deklariert zum Auskundschafter,
er könnte hinterfragen das Alte, so ein Desaster.

Weder Abgrenzung durch Haß oder Krieg
führt zu einer kulturellen Größe noch Sieg.
Kultur ist kein buntbemalter Hampelmann,
bei dem man nur an einer Schnur ziehen kann.

Eingeschränkte, gehemmte Menschengedanken
bildeten schon immer Ängste, die stanken.
Ob auf dem Schlachtfeld, hinterm Ofen,
Kultur erneuert sich, wechselt die vollgekackten Hosen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Insektensterben nach wie vor auf dem Vormarsch

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Industrielle Landwirtschaft Hauptverursacher

Doch die meisten Verbraucher bemerken dies nicht im Alltag, abgelenkt durchs Arbeitsleben, einer medialen Freizeitgestaltung, um es mal noch nett zu formulieren, obwohl dies einer ständigen Dauerberieselung mittels Fernsehkonsum bedeutet. Verborgen im Stillen, keineswegs sofortigst sichtbar vollzieht sich der Rückzug der Natur, die auch nur auf menschliches Unvermögen reagiert.

Die jüngste Naturschutz-Aktion, die ein Penny-Markt in Hannover initiierte, sollte die Kunden wachrütteln, was es bedeuten mag, wenn die Bienen verschwunden sind. Schilder wie „Biene weg. Regal leer.“ weisen die Kunden direkt drauf hin. Ähnliche Versuche gab es vielfach in der Vergangenheit bis hin zu Appellen, Demos und Petitionen, in denen Verbote von Nervengiften der Chemieriesen gefordert wurden.

Halbherzige Einsicht der EU-Kommission ein kläglicher Versuch

Daß die Politik in der Regel Widerständen im Volk hinterherhinkt, sollte niemand wirklich verwundern, vielmehr beweist dies nur die Abhängigkeit und Anbiederung eines hofschranzenartigen Verhaltens seitens politisch Verantwortlicher, sich eher den Vorgaben der Chemielobby zu beugen. Sobald gewiße Gifte verbannt, gibt es Hintertürchen für Ersatz wie das genehmigte Insektizid Soxaflorulf.

Zunächst liest sich die Meldung als Erfolg, wenn die EU bienenschädliche Pflanzenschutzmittel nach einem langen Ringen etlicher Widerstände verbietet. Tatsächlich aber lauern längst Bayer und Co. mit Prozeßandrohungen sowie Alternativen, um ihre schädlichen Produkte Mutter Natur zuzumuten.

Von Einsicht keine Spur – industrielle Landwirtschaft setzt sich durch

Genau darin besteht das Problem. Wer stets mit der Welternährung um die Ecke kommt, um die Auswüchse der industriellen Landwirtschaft zu rechtfertigen, der hat in Wirklichkeit kein Interesse an den schädlichen Folgen, sondern richtet sich eher profitorientiert an die Konzernpolitik.

In diesem Artikel wird dem Leser suggiert, es ginge nicht ohne eine leistungsfähige Lebensmittelproduktion, fiele sie aus, wären Hungersnöte die Folge, die Forschung sei gefragt. Nicht schön, keineswegs gut, sondern einfach irreführend! Es muß ein gezieltes Umdenken in den Köpfen der Verantwortlichen stattfinden, daß besonders die extensive Landnutzung zusammen mit einer nachhaltigen Landnutzung reale Chancen bedeuten, unser Leben zu sichern und vor allem die Natur nicht gefährdend einzubeziehen.

Nur eine biologische Landwirtschaft mit weltweiter Ächtung der Gentechnik, der Schonung des Grundwassers garantiert unser aller Überleben. Wer weiterhin die unübersehbaren Alarmszenarien ignoriert, darf sich nicht wundern, wenn die Natur entsprechend reagiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie Naturschutz

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Zeitgeschehen

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Rasende Reporter unterwegs,
um Schlagzeilen zu finden.
Der Wahrheit stets auf den Fersen,
maßvoll, zurückhaltend kalkuliert.
Wer hierbei wohl was verliert?

Gewählte Politiker sich tummelnd
in Parlamenten beweisen wollen.
Der Wirtschaft voller Gehorsam
ohne Gewissensbisse verpflichtet.
Wer hierbei wohl was dazudichtet?

Menschenmassen der Hektik des Alltags
zu fliehen versuchen.
Meist chancenlos Ziele im Visier,
voller Verzweiflung jeden Strohhalm ergreifen.
Wer hierbei wohl nichts will begreifen?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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