Zwischen DSDS und ESC wird’s weltweit nimmer schee

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Man könnte meinen, der Vergleich stinke, das sollte man entschieden verneinen, es geht doch stets um Pinkepinke, die natürlich die Welt regiert, deshalb all das Schreckliche auf ihr passiert. Haste nen Poptitan in der Glotze präsentiert, eine Woche später europaweit den ESC, kaum jemand das Weltgeschehen interessiert, zur Kritik sachste einfach ade.

Ob soziale Ausbeutung oder kriegerische Aufrüstung ungebremst sich ausbreiten darf, die Menschen werden vorstrefflichst abgelenkt, Hauptsache TV und Meldungen sind entsprechend scharf, man dadurch somit nicht all der Opfer gedenkt. Das war letztlich schon immer so, doch die Möglichkeiten der Manipulation enstehen vermehrt proportional, macht manche keineswegs froh, den meisten ist’s wohl egal.

Insofern der blonde Dolle passend in die Kameras grinst, als er den Iran-Atomdeal aufhebt. Wenn du deinem Chef ähnliches gegenüber bringst, deine Kündigung dir entgegenschwebt. Auf politischem Parkett wird keineswegs lamentiert oder gar herumgefeilt, einmal beschlossen der eingeschlagene Weg, dessen Ziel herbeieilt, jene bösartige Logik offenbart sich uns ziemlich schräg. Wie gelähmte Häschen vor des Schlangen Biß, – wer kennt nicht das Bild im Dschungelbuch von der Kaa -, haben die Menschen so viel Schiß, deshalb all das Leid bisherig geschah.

Anstatt solche Despoten und Pschopathen einfach entschieden zu stoppen, unterwerfen die meisten sich ergebenst ihrem Schicksal, ist solch Gebaren kaum noch zu toppen, denn man hat natürlich stets die Wahl. Zu langes Abwarten macht gar keinen Sinn, die Geschichte hat doch stets gelehrt, hinterher zu vieles hin, es lief alles verkehrt.

Um es mal auf den Punkt zu bringen, aufzuzählen die perfide Richtung, davon könnt man des öfteren ein Lied von singen, egal ob mit oder ohne Dichtung: Wer Bedürftige ins soziale Abseits drängt, erneut Waffen sprechen läßt, dem man am besten kein Glauben schenkt. Erneut manch rechte Parole gegen wen och immer hetzt! Stets tauchen solch Gesellen mit jener simplen Masche auf, andere einfach zu erniedrigen, die Masse glotzt entsetzt zuhauf, wenn Mächte sich auf deren Kosten befriedigen.

Dabei kam oftmals entschieden beherzter Widerstand vor, der berechtigt sich Wege sucht. Und was machst du simpler Tor, der die eigenen Leute verflucht? Dich wegducken, lieber andere verraten, sie gar bespucken, auf irgendwelche Anführer warten. Mit klarem Verstand hat all das nichts zu tun, vielmehr mit einer bequemen Haltung. Anstatt sich fortwährend auszuruhen, erkenne diese perfide Spaltung, die gezielt genauso stattfinden soll. Keine Liebe darf sich entfalten, sondern verheerender Groll, damit Herrenmenschen weiterhin schalten und walten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Samstagnachmittag

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Es hat geklingelt.
Schatz, es hat geklingelt!
Die Klingel.
Da ist jemand an der Tür!
Bist du taub?
Kannst du mal nachsehen?
Jan, es klingelt.
Jan!
Hast du die Kopfhörer an?
Ich kann doch nicht.
Jan, wo steckst du?
Es klingelt an der Haustür.
Jan, Liebling. Jan!

Mist. Mist. Mist!
Ich komme gleich.
Ja, ja, ich hab´s gehört.
Oh je! Verflucht nochmal!
Ich kann nicht so schnell.
Fuck. Fuck Klingel.
Ich bin nicht schwerhörig.
Brauchst nicht nochmal klingeln!
Jan, einen Moment noch!
Hatte ganz vergessen.
Du wußtest doch, ich wollte baden!
Warum nimmst du aber auch nie
einen Schlüssel mit beim Joggen!

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Skripal-Fall: Ungereimtheiten mehr als fragwürdig

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Schmutzige Deals sowie Rätselraten um den Verbleib der Skripals

Weltnachrichten führen stets zu großer Aufregung, sorgen für entsprechende Beweggründe, erfordern analytische Hinterfragungen, wobei ein nicht zu unter-schätzendes Ausmaß etlicher Spekulationen zu viel Unsicherheit führt, erst recht bei politisch hochbrisanten Meldungen wie im Fall Skripal.

Dessen Ungereimtheiten allerdings mehr als fragwürdig gewertet werden müssen, wer sich näher mit der Sachlage auseinandersetzt, bzw. Versuche unternimmt, Klarheit zu erhalten. Die soll ganz offensichtlich vermieden werden, obendrein nimmt das Rätselraten um den Verbleib der Skripals zu, die Schweizer Morgenpost fragte unter dem Titel, ob die Skripals getötet und Leichen beseitigt wurden.

Wenn Medien ständig nachbessern

Genau dann sollten Alarmglocken schrillen, ist Skepsis unbedingt angebracht. Zurecht weist Florian Rötzer darauf hin, unkommentierte Veränderungen von Berichten erhärten den Verdacht, daß Informationen gezielt verändert werden, mitnichten seitens Russlands. Obendrein solle Russia Today suggerieren, die britische Regierung kneble die dortigen Medien.

Insofern stehen sich zwei Fronten gegenüber: die US-westliche Allianz, die in Russland den Erzfeind vermutet, der den Doppelagenten Skripal und dessen Tochter vergiftet habe, während Moskau die Briten und den MI6 beschuldigt, hinter dem Giftanschlag zu stecken. Die allzu schnelle Reaktion, die gefährlich deplatzierte Ausweisung russischer Diplomaten, kann sich als folgenschwerer Fehler erweisen. Andererseits sollte man daraus auch andere Beweggründe nicht außer acht lassen.

Die Suche nach Bestätigung inszenierter Feindbilder am Ende erfolgreich?

Daß Großbritannien ein williger Partner der USA, ist ein offenes Geheimnis. Nur wer wagt dabei, den Finger in die Wunden derer zu legen, die ganz besonders davon partizipieren? Wer es dennoch nachvollzieht, wird meist vorschnell in die Ecke der sogenannten Putin-Versteher gestellt. Selbst leise Zweifel führen zu solcher Reaktion. In anderen Worten, am besten die Klappe halten und den US-Westen gewähren lassen?

Das kann und darf es vor allem auch nicht sein! Irgendwo zwischen all den Meldungen, Spekulationen liegt die Wahrheit im Verborgenen, was hierbei tatsächlich geschehen. Opfer wie die Skripals bleiben auf der Strecke, zurück ein fader Beigeschmack, welch bösartige Machenschaften am Werke. Das alles nur, um die Mächtigen in der Weltpolitik zu hofieren oder aber inszenierte Feindbilder aufrecht zu erhalten.

„Ob ein Mensch klug ist, erkennt man an seinen Antworten. Ob ein Mensch weise ist, erkennt man an seinen Fragen.“ (Nagib Mahfuz)

Viele Antworten, die wir auf unsere Fragen erhalten, mögen Indizien sein, den richtigen Weg einzuschlagen. Daß dieser kein Ende hat, erklärt sich von selbst.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Verrauchte Zeit

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Bald wird mir keiner mehr zunicken.
Liebes, warum läßt du dich nicht blicken?
Ausgemacht war drei.
Nun ist fast fünf vorbei.
Anwohner gucken bereits scheel.
Vermuten Auskundschafter zum Stehl’n.
Gegenüber wohnt ein alter Herr.
Schaut unverhohlen zu mir her.
Im Eckladen reckten sie die Köpfe.
Unruhig ich die Straße langwetzte.
Für was gibt es denn Smartphones?
Angeklingelt bei dir, zigmal schon.
Dreiundvierzig Häuser drüben, beachtlich.
Mit Eckhaus hier, siebenundachtzig.
Gezählte Fenster, tausendvierundvierzig.
Ein paar Mal verzählt, deshalb schätz ich.
Willst du wissen, wie viele Kippen rumliegen?
Wieviel Frust als Rauch zum Himmel fliegen?
Um drei wollten wir uns treffen.
Kinder schon meinen Schritt nachäffen.
Liebe Svenja, anbei die Reste der Warterei.
Neunundsechzig Kippen, aufgelesen nach drei.
Leute vor Ort mich für einen Irren hielten.
Zum Abschied schenk ich dir die Zeitnieten.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Albträume: Signale der erkrankten Seele oder klare Hinweise?

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Hilfe zwischen Therapie, Parapsychologie und gesundem Menschenverstand

Du öffnest ganz behutsam, ohne lange zu überlegen, das kleine Päckchen, welches bereits seit drei Tagen schon unbeachtet auf dem Schuhschrank im Flur gestanden hatte, denkst noch unbedarft über den verkorksten Vormittag nach, weil du wieder einmal dein Arbeitspensum selbst mit allergrößter Sorgfalt und Disziplin nicht erlangtest, um im nächsten Moment vor Schreck komplett zu erstarren. Da steht deutlich in Groß-buchstaben: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben soeben eine Zeitschaltuhr aktiviert, in exakt 12 Sekunden fliegt Ihnen die Bombe um die Ohren.

Wissen Sie eigentlich, wie lange eine dermaßen kurze Zeitspanne sich offenbart, wenn Ihnen bewußt wird, daß Ihr Leben in wenigen Augenblicken ein jähes Ende haben wird? Was einem alles durch den Kopf an möglichen und unmöglichen Gedanken schießt, Sie scheinbar chaotisch, den bevorstehen Tod vor Augen möglichst viel Schärfe und Sorgfalt in diese dramatische Waagschale werfen, ohne auch nur im geringsten zusammen-zubrechen? Welch ironischer Schicksalsschlag, denken Sie?

Die Realität holt dich doch zurück

Schweißgebadet schreckst du plötzlich hoch, reibst dir verwundert die Augen, um zu registrieren, das alles war lediglich ein schrecklicher Traum. Verstohlen richtest du dich auf, schaust ein bißchen irritiert in den Flur zum Schuhschrank, ob nicht doch ein wenig vom Albtraum in die Realität schwappt. Jedoch liegt da nur der Schuhkarton, den dir letzte Woche Alina vorbeigebracht hatte, während lautes Autohupen dich gänzlich zurückholt in die Gegenwart.

Möchten wir uns solche Szenen, die keineswegs nur in Büchern oder Filmen vorkommen, sondern tatsächlich im realen Leben stattfinden, viel lieber ersparen. Niemand setzt sich freiwillig bestimmten Gefahren aus, um dennoch gern an ihre Grenzen zu gehen. Was beflügelt Menschen, in solche Situationen zu gelangen, die durchaus auch ganz andere Gefahrenpotentiale in Träumen entstehen lassen? Dabei sollte man nicht gleich auf den Konsum von vielen Horrorfilmen oder bestimmter Literatur schließen, die solche Alb-träume erklären könnten. Das wäre ein wenig zu simpel, zumal in der Regel niemand seine Träume zu steuern vermag, auch kein direkter Bezug der Wirklichkeit sich automatisch dort in ihnen widerspiegelt.

Aber sie sind wohl unvermeidbar Teil eines Ganzen, was wiederum jeder für sich auf seine Weise zu verarbeiten versucht. Wichtig dabei ist der Austausch mit anderen, weil unterschiedliche Sichtweisen sich als Vorteil erweisen könnten, Probleme oder Ungereimt-heiten besser zu verstehen oder zu lösen. Selbstverständlich gehört dazu ein nötiges Vertrauen. Wer erzählt schon gern unbedarft jedem seine innersten Bilder und Erlebnisse gar aus Albträumen. Merken Sie was? Es wird ganz bewußt der Hinweis zur Therapie vermieden, denn man muß ja nicht gleich, wie das in den USA schon lange stattfindet, einen Therapeuten bemühen. Erst wenn solche Albträume und Horrorszenarien sich zu wiederholen beginnen, kann man dies Betroffenen nahelegen.

Unser innerstes Sein im schutzlosen Raum ständig gefährdet?

Die Beschäftigung mit der menschlichen Psyche verdeutlicht zugleich ein schier extrem vielschichtiges Muster an Möglichkeiten der Interpretation, der Hinterfragung, was denn wichtig sei oder eben nicht, zumal eine erkrankte Seele ohnehin einen langen Leidensweg bereits hinter sich haben muß, bevor sie nach außen sichtbar dies vielleicht zeigt. Kein Wunder, daß manchmal die Außenwelt verstört reagiert, wenn Albtraumgeplagte sich äußern, sowieso die Gesellschaft inklusive der Allopathie ein verklärtes Verhältnis zu Körper, Geist und Seele nach wie vor noch hegt, obwohl immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig die Abwendung zu religiöser Manipulation dabei eine Rolle spielt.

Wer sich ernsthaft dem Thema nähert, muß geradezu die Parapsychologie zumindest in Erwägung ziehen, zumal etliche Phänomene sich längst nicht von der Hand weisen lassen. Das hat weder mit esoterischer Verklärung zu tun noch mit einer Arroganz angeblich mystischer Zirkel, sondern vielmehr muß man hierbei eine Bereitschaft erwarten, alle möglichen Erfahrungswerte zumindest zu Rate zu ziehen. Mit einer ungetrübten, vor-urteilsfreien Objektivität kommt man der Wirklichkeit ein entscheidendes Stück näher.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Im Garten

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Schnabeltasse
runterfallen lassen.
Malvenbusch blüht.
Eine Blüte.

Die Pest seien sie,
die Fremde nicht hassen.
Der Ton genügte.
Gottes Güte.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Ökosystem außer Kontrolle: Zunahme von Giften vs. Verlust der Wildnis

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Tier- und Pflanzenarten trotz vieler Bemühungen vom Aussterben bedroht

Niemand vermag wirklich allumfassend die weltweiten Ökosysteme durchschauen, auch wenn die Erkenntnisse darum aufgrund wissenschaftlicher Beobachtung und Analyse erheblich sich vermehrten. Neben den vielen Tier- und Pflanzenarten behauptet sich gerade unsere Spezies auf dem Blauen Planeten, sorgt für sein expandierendes, unbedachtes Verhalten, sodaß inzwischen nahezu jede dritte Tier- und Pflanzenart trotz vieler Bemühungen vom Aussterben bedroht sind.

Was läuft da verkehrt zwischen dem Homo sapiens und den Betroffenen? Darf man darüber hinaus die Behauptung aufstellen, daß der Preis unserer luxuriösen Lebensweise, der exzessive Konsumrausch zum weltweiten Aussterben der Artenvielfalt führt?

IUCN, CITES und Umweltschutzorganisationen ein Rettungs-anker?

Bereits drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Gründung der International Union for the Protection of Nature (IUPN) nach internationaler Konferenz im französischen Fontaineblue, die ihren Namen 1956 in die „Internationale Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“, kurz IUCN unbenannte.

Aber was nutzen den betroffenen Tier- und Pflanzenarten solche Organisationen wie die IUCN, die CITES oder andere Umweltschutzorganisationen als gutgemeinte Rettungs-anker, wenn tatsächlich das weltweite Artensterben eben nicht verhindert wird? Was heute uns viel eher sorgen machen sollte, es sterben inzwischen gleichzeitig etliche Tier- und Pflanzenarten aus. Mensch drängt nun mal die Natur zurück aufgrund seiner Siedlungs- und Wirtschaftspolitik, im wahrsten Sinn „Big Bsssiness“ geht es an den Kragen, wobei ganz besonders viele Spezies genau dort aussterben, wo Artenvielfalt ohnehin vorhanden, wie in den Korallenriffen oder den Regenwäldern.

Internationaler Tag des Artenschutzes auch nur nett gemeinte Makulatur

Schöne Vorhaben mögen sicherlich einem gewissen Ideal entsprechen, doch zwischen gut gemeinter Absicht und knallharter Realität befinden sich hier nun mal die betroffenen Tier- und Pflanzenarten. Mit der Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutz-übereinkommens, CITES, am 03. März 1973, wiederholt sich jetzt alljährig in dessen Erinnerung der ins Leben gerufene „Internationale Tag des Artenschutzes“.

Es schaut alles andere als rosig aus, von einer Entwarnung der Gefährdungen trotz aller Bemühungen, selbst im Vorzeigeland Deutschland, kann längst nicht die Rede sein, zumal gerade die neu installierte Bundesregierung auf Ausbeutung des Waldes setzt!

Mensch bestimmt über Fortbestand mit unabsehbaren Folgen

Niemand käme ernsthaft auf die Idee, einfach so ein paar Stützpfeiler einer Eisen-bahnbrücke zu entfernen, weil dann die gesamte Statik gefährdet und sie am Ende zusammenbrechen würde. Bei der Tier- und Pflanzenwelt dulden wir das, meist ohne uns über die Zusammenhänge dieser gigantischen Ökosysteme im Klaren zu sein, wobei die wissentliche oder unwissentliche Fortsetzung des Tier- und Pflanzenartensterbens völlig unabsehbare Folgen haben wird.

Das müssen wir nicht nur erkennen, sondern möglichst schnell umsetzen. Da mag das Geschäft mit den Exoten als noch relativ harmloses Problem erscheinen, gleichwohl diese verbrecherischen Auswüchse keineswegs geduldet werden dürfen! Wenig hilfreich muß die Fokussierung mancher Umweltschützer auf bestimmte Tier- oder Pflanzenarten betrachtet werden, weil selbst andere Spezies stets ihren sicheren Platz im Ökosystem inne haben.

Kleine Erfolge lassen dennoch hoffen

Natürlich macht es gar keinen Sinn, jetzt den Artenschutz gänzlich zu vernachlässigen, obwohl trotz vieler Bemühungen die rasant fortschreitende Gefährdung der Tier- und Pflanzenarten anhält, beim Insektensterben es gar niemand gewesen sein soll.

Der Stop zum Elfenbeinhandel, das Walfangverbot sind erste Schritte in die richtige Richtung, das Przewalski Wildpferd konnte vorm Aussterben gerettet werden genauso wie das südliche Breitmaulnashorn oder der Mittelspecht (Dendrocopos medius) sowie das Kleine Knabenkraut (Orchis morio), um auch mal ein paar wenige, positive Beispiele zu nennen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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