Pariser Abkommen: Michael Bloomberg führt Donald Trump vor

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Trumps Ignoranz beflügelt dessen Gegner

Den Respekt vor der Umwelt bewies Michael Bloomberg bereits in seiner Zeit als Bürgermeister von New York, in der er zwölf Jahre lang sich darum bemühte, die Stadt menschen- und umweltfreundlicher zu gestalten. Ob mit dem initiierten New-Housing-Marketplace-Programm oder den 23-Jahres-Plan zur nachhaltigen Entwicklung.

Sein jüngster Entschluß bezieht sich darauf, eben nicht zuzulassen, daß die USA als Weltklimasünder in die Geschichte eingeht, indem er kurzerhand den vorgesehenen Beitrag des Landes in Höhe von 4,5 Millionen Dollar begleicht. Mit der Ablehnung der Trump-Administration des Pariser Abkommens führt Michael Bloomberg insofern den 45. US-Präsidenten nunmehr vor, was wiederum erst recht dessen Gegner beflügelt.

Bloomberg warnte vor „Betrüger“ Trump

Obwohl Michael Bloomberg im Jahr 2000 die Seiten wechselte, er war zuvor langjähriges Mitglied der Demokraten, wollte den Vorwahlkampf in der Partei umgehen, somit in die Republikanische Partei eintrat, bleibt er seinen Überzeugungen treu, läßt sich keineswegs beirren. Kein Wunder, wenn man bedenkt, welch großes Unternehmen er mit dem Medienunternehmen Bloomberg L.P. gründete und aufbaute.

Wenn die Arroganz der Klimawandelleugner gen Himmel schreit, allen voran mit einem Donald Trump an deren Spitze, dann darf man sich nicht wundern, wenn der ehemalige, umweltengagierte New Yorker Bürgermeister sich einschaltet, eine derartige Haltung mißbilligt. Da sich unverblümt jener Leiter der EPA, Scott Pruitt, hinzugesellt, somit erneut Auto- und Ölkonzerne hofiert werden, fühlt sich natürlich ein Michael Bloomberg erst recht aufgefordert, nicht untätig es dabei zu belassen. Er hatte bereits im Wahlkampf Donald Trump als „Betrüger“ bezeichnet. Schaut man den Werdegang des 45. US-Präsidenten an, kann man dies nicht verneinen.

Gewitterwolken verheißen nichts gutes

Im politisch übertragenen Sinne erst recht. Ausgerechnet das aus Frankreich stammende Pariser Abkommen bleibt gefährdet mit der Ignoranz dieses US-Präsidenten, da mag ein Michael Bloomberg vielleicht zu blauäugig hoffen, Trump umstimmen zu können. Eine Allianz der Außenseiter weist auf weitere ungelöste Probleme hin, die mit Glanz und Gloria keinesfalls zu bewältigen sind.

Schon möglich, daß Donald Trump in Emmanuel Macron einen Gleichgesinnten gefunden hat, dennoch sollte dieser junge französische Präsident nicht vergessen, wie Weltpolitik schnell sich in ein Desaster entwickeln kann, wenn Militärschläge, Expansionen und Umweltverbrechen die Oberhand gewinnen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Glas im Mund

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Die Tür stand offen.
Wie ein Maul,
dachte sie.
Stimmen,
leise Musik.
Gerüche
hingen in der Luft.

Da hat aber jemand
viel zu erzählen,
lachte sie.
Kein Kostverächter,
sollte ich auch
erwähnen.
Sie schürzte die Lippen,
Frühlingsvorboten.

Gegen die Tür
gelaufen.
Schweigen umringt,
kein Schnaufen.
Kein Geruch, kein Duft.
Das Maul hat
Glas im Mund.

Der Wolf hat
Kreide gefressen,
fiel ihr ein.
Türen verglast.
Sie spuckte.
Lügner strömen
keinen Atem aus.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Spezies Mensch: Im Rausch der Superlative folgt die Ernüchterung

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Experiment Homo sapiens vor dem Aus?

Irgendwann zwischen 4,4 und 10 Millionen Jahren soll laut Forschung die Frühzeit der Hominini begonnen haben, die sich schließlich mit bislang akzeptierter Out-of-Africa-Theorie zum archaischen Homo sapiens vor rund 200.000 bis 100.000 Jahren entwickelte. Die unter verschiedenen Gesichtspunkten kursierenden Theorien vom Affen, zum Menschenaffen bis hin zum Mensch selbst mögen allesamt durch Funde und genetische Vergleiche zustandekommen.

Die Initialzündungen zur Abkopplung von der Tierwelt hinein in die geistige Verstandeswelt vermag einen gänzlich anderen Verlauf genommen haben, durch die Annahme einer sich entwickelnden Genkettenabfolge oder aber den Einflüssen aus dem Kosmos, was wiederum eine gezielte Manipulation daher nicht ausschließt. Als eine mögliche Wahrscheinlichkeit kann man dies durchaus in Betracht ziehen, wenn wir hinnehmen müssen, nicht die einzigste Spezies im Universum zu sein! Aber Spezies Mensch entwickelte sich im Rausch der Superlative, folgt nunmehr die Ernüchterung, wo die Grenze der Zerstörungsgewalt längst überschritten?

Kräftemessen – einfach nur schneller und höher?

Menschliches Denken spornte stets die Entwicklung an, die Kräfte untereinander zu messen. Unabhängig vom Gedanken einer militärischen Überlegenheit, in dem sich sehr vieles verpflichtete, was Menschheit erschaffen, wenn wir ganz konsequent den Sinn bestimmter Erfindungen feststellen, sie zurückverfolgen von ihren Anfängen bis hin zu den Einsätzen, vergleichen wir uns in sämtlichen Lebenslagen. Also herrscht ein ständiger Wettbewerb.

Am 16. August 2009 sprintete der Jamaikaner Ursain Bolt in Berlin im 100-Meterlauf in sagenhaften 9,58 sec. Und erreichte zwischen dem 60. und 80. Meter eine Spitzengeschwindigkeit von 44,72 hm/h.

Die höchste Geschwindigkeit der Schienenfahrzeuge schaffte der französische Hochgeschwindigkeitszug „TG V (V150)“ am 03. April 2007 mit 574,8 km/h, die nur von der japanischen Magnetschwebebahn „Shinkansen LO“ mit rund 603 km/h acht Jahre später getoppt werden konnte.

Zehn Jahre zuvor durchbrach am 15. Oktober 1997 Andy Green mit dem strahlgetriebenen Fahrzeug „Trust SSC“ die Schallmauer mit 1.227,985 km/h und fuhr die bislang höchste Geschwindigkeit in der Wüste Black Rock Desert in Nevada (USA) für Landfahrzeuge.

Die NASA-Raumsonden Helios 1 und 2, ein Gemeinschaftsprojekt der USA und der BRD, erreichten die höchste je vom Menschen erzielte Geschwindigkeit mit 252.792 km/h. Bei der mittleren Entfernung zwischen Erde und unserem Mond (384.000 km) wären die Raumsonden nach ca. 91 Minuten an ihm vorbeigerauscht.

In der größten Stadt der Arabischen Emirate, in Dubai, steht das höchste Gebäude der Welt, welches Mensch bisher gebaut hat: der Burj Khalifa, 828 m hoch, ein Wolkenkratzer mit 163 nutzbaren Etagen von insgesamt 189 Geschossen, im 122. Stockwerk befindet sich das in einem Gebäude weltweit höchstgelegene Restaurant „At.Mosphere“.

Mission Erde ein Experiment mit offenem Ausgang

Knüpft man am Gedanken einer Mission an, die einzigen „ausgesetzten“ Bewohner der Erde, die Menschen selbst, sollen im Laufe der Entwicklung ihrer körperlichen und vor allem geistigen Fähigkeiten dafür Sorge tragen, irgendwann den Weg zurück durchs All zu suchen und zu finden, formuliert sich die brennend auf der Zunge liegende Frage: Welcher Zweck steckt dahinter, ein derart gewagtes Experiment mit offenem Ausgang zu versuchen? Zumal gerade seit letztem Jahrhundert die Menschheit sich in der Lage befindet, sämtliches Leben auf lange Sicht gleich mehrfach auszulöschen, denken wir an die neun Staaten, die Atomsprengköpfe offiziell besitzen und jederzeit einsetzen können.

Stolz erkennt Homo sapiens mittels akribischer Forschung, daß sein Gehirn über 80 bis 120 Milliarden Nervenzellen verfügt, um im selben Atemzug zuzugeben, wie perfide militärische Waffensysteme uns alle nonstop weltweit bedrohen. Solange Mensch es nicht bewältigt, seine eigene Spezies zu respektieren, in dem eine friedliche Co-Existenz vorherrscht, lauert stets das Damoklesschwert einer vernichtenden Zerstörungsgewalt über ihn, sind sämtliche kosmische Expansionsideen eine wirklichkeitsfremde Illusion. Mögen wir nicht nur eine solche Einsicht hegen, sondern sie umsetzen, bevor Experiment Homo sapiens ein dramatisches Ende findet.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Per se perfide

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Mittels Treue, Unfähigkeit sich seines Verstandes zu bedienen

Man kommt nicht umhin, dies Wort zu mögen, perfide. War es ansonsten eher ein Wort, das nicht oft im täglichen Sprachgebrauch Anwendung fand, so ist es inzwischen ein Begriff, der mehrmals täglich das beschreibt, was man empfindet, denkt, wenn rechtes, faschistoides Gedankengut versucht, sich politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich einen Weg zu bahnen, um Menschen auf seine Fährte zu locken.

Perfide, französisch perfide, lateinisch perfidus, wortbrüchig, treulos, eigentlich, über die Treue hinaus, jenseits der Treue, zu: per, durch und fides, Treue (Duden) Synonyme sind bösartig, gemein, heimtückisch, hinterhältig, schändlich, arglistig, schmählich, diabolisch, fies, infam, nichtswürdig.

Die Treue wird gerade in Gruppierungen, die sich ähnlich wie Kameradschaften zusammenfinden, als oberster Wert neben Ehre gestellt. Treue bedeutet ebenso Ergebenheit, Zuverläßigkeit, Hingabe, Loyalität. Sie wird oft in Verbindung mit Schwüren oder Eidabgabe erwähnt. Am Beispiel der Ehe soll sie einen unzerbrechlichen Bund darstellen, einen nicht mehr auflösbaren Zusammenhalt, bis der Tod euch scheidet. Treue soll zudem einen nicht verhandelbaren Bruch des Gelöbnisses voraussetzen, fast vergleichbar mit einem gordischen Knoten, einmal geknüpft, nie mehr entwirrbar.

Auch dann nicht, wenn Gewissensbisse und Reue plagen, weil man feststellt, daß seine Vorstellungen nicht mehr konform mit dem einmal geschlossenen Bund bestehen. Wer dies dennoch unternimmt, wird als wortbrüchig betitelt, noch die harmlose Ausdrucksweise, diese Menschen gelten bösartig, gemein, nichtswürdig und haben in kriminellen Kreisen möglichweise damit ihr Todesurteil selbst ausgesprochen.

Durch Treue verbunden, eine Sicherheitsvariante für das allgemeine Leben und darüber hinaus, denn dies soll treu sein, ausdrücken oder wird zumindest so „verkauft“, wie es im idealisierten Fall im Roman von Alexandre Dumas Die drei Musketiere geschrieben steht: „Und jetzt, Freunde“, sagte d’Artagnan, ohne sich die Mühe zu machen, Porthos sein Verhalten zu erklären, „einer für alle, alle für einen! Das soll unser Wahlspruch sein, einverstanden?“

Durch Treue verbunden, per gleich durch, fides gleich Treue, perfide gleich treulos. Ein Widerspruch an sich, oder etwa doch nicht?

Per se, nein.

Per se, von selbst, aus sich heraus, lateinisch. (Duden) andere Begriffe sind automatisch, an sich, durch sich, für sich, von selbst, von allein.

Treue an und für sich ist solange mit positivem Aspekt zu sehen, solange ein freiwilliger, jederzeit abänderbarer Entschluß vorliegt. Sobald aber dieser Entschluß, nicht mehr umkehrbar ist, ist die Treue perfide. Sie unterdrückt die freie Entfaltung mit Drohungen, Ängsten und wird zur Zwangsgefolgschaft, in deren Verlauf Personen wider ihres Gewissens, Gedanken genötigt werden, Handlungen auszuführen, beizuwohnen, zu initiieren, die nicht mehr ihren Vorstellungen entsprechen.

Durch Anträge, Gesetze auf politischen Weisungen, auf wirtschaftliche Gebote und Verbote auf sozialer Ebene, die mittels einer Treue, zu was auch immer, aufgesetzt, festgesetzt werden, kann keine wirkliche Einheit geschlossen werden. Treue hat nur dann Bestand, wenn sie ständig hinterfragt und aus freier Entscheidung, ohne Vorteilsgenuß, Drohung, Ängste erneuert wird. Ansonsten ist die Treue perfide, per se, aus sich heraus.

Die perfiden, schändlichen, boshaften Schriften, Aussagen, die dem Zwecke dienen, Unfrieden, Ängste zu schüren, um Aufmerksamkeit zu erhaschen, sind per se ein Zeichen von Heimtücke und Hinterhältigkeit und ein Beweis der Unfähigkeit, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Ein Fünkchen Hoffnung oder alles nur Augenauswischerei?

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Sie könnten genauso gut das Prozedere mit den Gänseblümchen und dem Herausrupfen deren Blütenblätter zelebrieren, wobei hoffnungsfroh in den Äther gehaucht wird, ob er oder sie dich liebt oder eben nicht. Das kommt nahezu aufs Gleiche raus, erst recht wenn manche die Weltgemeinschaft gar loben, von Erfolg faseln, wenn ein Herr Kim Jong-un das Atomprogramm gnädigerweise aussetzt. Na und?

Klar doch, kleine Kinder kann man durchaus mit manchem beeindrucken, das ist auch gut so. Aber die Weltpolitik tickt da ein wenig anders, selbst das kleinste Fünkchen Hoffnung ist letztlich äußerst trügerisch zu werten. Mit Blick zum bisherigen Verlauf angeblicher Bemühungen, ein Wettrüsten zu stoppen, kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden, offenbart sich viel eher das Gegenteil, da hat ein latenter Pessimismus leider seine Berechtigung.

Das wurde jüngst beim Syrienkrieg ziemlich deutlich, obendrein haben die USA und all diejenigen, die derartige Inszenierungen weiterhin aushecken mögen wie den fragwürdigen, angeblichen Giftgasangriff seitens Assads, in Zukunft freie Hand dies jederzeit zu wiederholen. Eine willkommene Gelegenheit, Raketen und Bomben zu entsenden, eine Ligitimation per eiskalter Selbstverständlichkeit, ohne dabei die UNO zu berücksichtigen.

Der geneigte, noch kritische Beobachter mag sich verwundert die Augen reiben, wie simpel man Völker hinters Licht führen darf, der US-Westen tatsächlich als der eigentliche Aggressor sich entpuppt: wärmstens als demokratisch korrekt empfohlen, obwohl etliche Gesetze, Bestimmungen und das Völkerrecht selbst gebrochen werden. Unfaßbar perfide und ziemlich kriegsgeil!

Augenauswischerei par excellence. Die Medien kommentieren zwar noch, unterlassen es allerdings, den Zeigefinger zu heben. Andere, die Putin als Heilsbringer verehren, fühlen sich bestätigt, obwohl dieser keineswegs die Unschuld in Person sein kann, betrachtet man die Schieflage in Russland, wo ein eisiges Schweigen waltet. Wo ist dort die Jugend, der Protest, die wirklich freie Meinungsäußerung, ein kultureller Austausch im Riesenreich, eine echte Demokratie? Die Ein-Mann-Herrschaft dieses Präsidenten, übrigens milliardenschwer, selbst den blonden Dollen in den USA überbietend, läßt tief blicken, sollte jeden stutzig machen, den Kommentar hinausposaunen, daß eben nicht alles Gold ist, was glänzt!

Insofern bleiben die Verhältnisse beim Alten, sie sind viel zu raffiniert verstrickt, verflochten in einer einkalkulierten Einigkeit hinsichtlich ihrer Machtstrukturen, die ganz gezielten Gesetzmäßigkeiten folgen, was niemand mit Gesetzen verwechseln sollte. In dieser Liga werden eigene Spielregeln angewandt, vorbei an den Menschen, die diesen Herrschaften letztlich schnurzegal sind. Da sollte sich keiner was vormachen.

„Noch nie waren so viele so sehr wenigen ausgeliefert.“ (Aldous Huxley)

Solange Massen sich weiter instrumentalisieren lassen, setzen diese wenigen die Unterjochung fort. Es gilt daher, die wenigen endlich zu entlarven und zu stoppen. Schaffen sie das nicht, setzt sich sehenden Auges die Fahrt zur Apokalypse fort.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Ohne mit

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Barfuß über
Erde gehen,
barhäuptig
vor der Schöpfung
knien.

Die Füße
voll Blasen,
in ein paar Wochen
erblüht der Garten.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Extremismus: Keine Zukunft in Sicht solange ihm stattgegeben wird

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Mit dem Ende des Kommunismus folgen Islamismus und die Neue Rechte

Extremisten sind unterwegs, nicht nur in Europa, sondern weltweit, nicht erst seit jetzt, vielmehr schon seit längerem, aber verstärkt, als in den USA 9/11 für vollendete Tatsachen sorgte. Dabei finden und stoßen sie stets auf Verständnis besonders bei ihren Gefolgsleuten, die sie ständig rekrutieren in der Bevölkerung, weil die sogenannte Gesellschaft sich äußerst schwer tut, dem Einhalt zu gebieten. Einerlei ob in islamisch geprägten Ländern oder im Herzen Europas, wo erneut der eigentlich totgeglaubte Nationalismus sich urplötzlich austoben und entwickeln darf.

Alle Welt schaut erstaunt zu, traut kaum ihren Augen, dennoch geschieht das mitten unter uns, diejenigen dem ausgesetzt, die das ganz sicher nicht wollen, aber keine Möglichkeit sehen, solche extremistische Entwicklungen zu stoppen, weder politisch noch ganz pragmatisch vor Ort. Wie auch, wenn unsere Volksvertretung, die Politik, kein Rezept hat, Extremismus zu unterbinden. Falscher Ansatz, oder?

Natürlich gibt es Möglichkeiten, diesem bösartigen Spuk ein Ende zu setzen, ein jähes und wahrscheinlich endgültiges. Aber da traut sich niemand ran, weil es ja endlich einer weltweiten Gerechtigkeit gleichkäme, die genau so nicht gewollt ist. Dann lieber Opferzahlen in Kauf nehmen, Hauptsache man klebt auf seinen Pfründen, beharrt auf die alteingesessene Masche, die da lautet: mir das Meiste. Verteilung ist das Zauberwort, der Schlüssel zur Lösung.

Wer gibt schon gern freiwillig ab? Kaum jemand, im Grunde genommen setzt sich Reichtum durch, hat stets die Oberhand, eben notfalls mittels Extremismus als altbewährte Strategie. Solange im letzten Jahrhundert, am Ende des alten Jahrtausends noch die Waagschale des Kommunismus die Welt in zwei Blöcke teilte, herrschte Einigkeit zwischen Ost und West, Kapitalismus und diesem Kommunismus, getrennt mittels Mauer und den Bollwerken Nato sowie Warschauer Pakt. Islamische Länder dienten noch als profitable Ressourcenspender, die je nach System ausgebeutet wurden. Mit dem Ende des Eisernen Vorhangs geriet die Balance ins Trudeln, verschoben sich die Machtverhältnisse, begann das Aufwachen mancher Völker.

Der Arabische Frühling mit als Folge von 9/11, zeitversetzt rund zehn Jahre später, unterstrich den Willen neu ernannter Extremisten, per Islamismus sich Gehör zu verschaffen. Man unterstellt zig Millionen gläubigen Muslimen, daran beteiligt zu sein, sich gefälligst eben nicht zu integrieren, obwohl ein Großteil von ihnen sich längst arrangiert hatte, überall Aufbruchstimmung sich noch entwickelte, die es zu stoppen gilt per Imane und jenen fanatischen Kräften, die entfesselt gar Terrorgruppen wie den Islamischen Staat gründen.

Parallel der Weckruf dieser Neuen Rechten, die noch zu Beginn der 1990er belächelt worden war, mit den großen Flüchtlingswellen 2015 spätestens ihre Chance erhielten, überwunden geglaubten Nationalismus erneut zu installieren, ein gefundenes Fressen für neue Feindbilder gen Islam, ähnlich und vergleichbar zum Antisemitismus, der gleich mit entflammt werden darf, denken wir an die mißglückt letztmalige Echo-Verleihung, deren Fauxpas immer größere Kreise zieht.

Als ob dies noch nicht für genügend Zündstoff sorgt, spielen die Supermächte, allen voran die sichtbar aggressivere USA, verrückt, meinen, sie müßten sich in Syrien austoben, wobei selbst Deutschland den letztmaligen völkerrechtswidrigen Militärschlag guthieß, den angeblichen Giftgasangriff Assads zu rächen. Von Entspannung keine Spur, viel eher Zündeln im Nahen und Mittleren Osten, einem Pulverfaß, was jederzeit den längst begonnenen dritten Weltkrieg erst recht unterstreicht. Unsere Zukunft hängt somit am seidenen Faden jenes zugelassenen Extremismus, der weiterhin gehegt und gepflegt wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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