Der blaue Tisch

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Er war nicht blau,
ich meine,
die Farbe blau,
die man sich
so allgemein
vorstellt.

Kein Königsblau,
kein Himmelblau,
kein Jungenblau,
sie sagte taubenblau,
ich sah nur die Beine,
die Tischbeine.

Sommer war´s,
als sie starb,
Hitzeflimmern
den ganzen Tag.
Der kleine Tisch
steht jetzt bei mir.

Die Tischplatte
besteht aus
Papier und Pappe.
Unter dem Glas
festgeklebte
zerrissene Photos.

Er ist taubenblau,
ich meine,
die Farbe blau,
die man
so allgemein
Zufriedenheit nennt.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Münchner Sicherheitskonferenz: Europa soll aufrüsten

Von der Leyen gibt sich transatlantisch distanziert

Wer den Reden zur Eröffnung der 54. Münchner Sicherheitskonferenz gelauscht hat, wird ziemlich schnell feststellen, daß Europa in naher Zukunft einer Angriffswelle ausgesetzt sein wird. Hauptsächlich aus Russland, welches mal wieder herhalten muß, um einen neuen kalten Krieg zu rechtfertigen. Zwar betont Nato-Generalsektretär Jens Stoltenberg, dieser sei zu befürchten, aber in Wirklichkeit haben besonders die USA massivst dafür gesorgt, diesen wieder ins Leben zu rufen.

Man könnte es zwar simpelst als Antiamerikanismus abtun, dennoch stellt gerade ein Donald Trump anschaulich unter Beweis, wie unberechenbar gewiße Strategien des Hegemon im Verborgenen ausharren, um in entscheidenden Momenten in Krisen- und Kriegsgebieten sich einzumischen. Dies wiederum gleichwohl vor der Trump’schen Präsidentschaft. Seit der Münchner Sicherheitskonferenz des letzten Jahres hat sich bis heute die Lage nicht geändert: von Frieden keine Spur.

Seit wann hat militärisches mit Kultur etwas zu tun?

Möchte uns dabei jemand auf ihren Kurs einstimmen, wenn sie derartige Formulierungen in den Mund nimmt? Klar doch, kann man Strategie als Kultur werten, nur der Zweck heiligt längst nicht die Mittel, die mit höheren Rüstungsausgaben verbunden sein werden. Ursula von der Leyen geht in ihrer Rolle als Bundesverteidigungsministerin voll auf genauso wie ihre französische Kollegin Florence Parly. Beide unterstreichen den Willen, Europa unabhängiger machen zu wollen von den USA. Prinzipiell kein verkehrter Gedankengang, wenn er denn auch konsequent auf mehrere Bereiche Anwendung finden würde.

Zumal ein Donald Trump ohnehin sein Credo eines America first ständig betont. Der böse Russe im Osten bedroht das wehrlose Europa, man ist schnell dabei, Putins Annexion der Krim zu zitieren, obwohl der Maidan-Putsch dem vorausging. Eine tragische Pattsituation, zunächst vom Westen initiiert. So what? Hatte der russische Präsident eine gänzlich andere Wahl, als seelenruhig zuzuschauen, wie über die Krim ein strategischer Punkt der Nato sein Land erst recht bedrohen würde? Wohl kaum. Alles Gründe, die Nato erneut aufzurüsten als Abschreckung gegen Russland. Wie fadenscheinig und so simpelst durchschaubar!

Am Ende doch ein dritter Weltkrieg im Herzen Europas?

Folgt man der Argumentationskette jener Nato und ihren Verbündeten, schleicht sich schnell der Verdacht ein, daß am Ende eine militärische Auseinandersetzung mit dem „verhaßten Russland“ billigend in Kauf genommen wird. Obwohl ständig, ebenso wie bei einem Herrn Stoltenberg von Gesprächsbereitschaft mit dem europäischen Nachbar Russland die Rede ist. Welch Widerspruch, den „ausgemachten Feind“ im Visier, den man verlogen anlächelt.

Es mögen sich durchaus bestimmte Gestalten in den USA jetzt schon frohlockend die Hände reiben, wie vorschnell man die Europäer im Sack wähnt, sich auf jenes weitere Wettrüsten einzulassen, alles Indizien dafür, daß ein möglicher dritter Weltkrieg im Herzen Europas seinen Beginn haben kann. Nur im Gegensatz zum Zweiten Weltkrieg bliebe es nicht dabei: Am Ende wäre eine weltweite Zerstörungseskalation die Folge, Mensch selbst weitestgehend vernichtet. Mit einer Sicherheitskonferenz haben wir es augenscheinlich somit nicht zu tun. Die aufrichtigere Formulierung wäre: Strategische Militärkonferenz!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Wenn Witzbolde Blödsinn verzapfen

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Zappenduster oder Chancen rechtzeitiger Erkennt-nisse?

Wer kennt ihn nicht, den Menschenschlag, der ständig reden muß. Für manche ist es schlicht gesagt ein übermäßiges Mitteilungsbedürfnis, das sich darin äußert, der Redeschwall formiert sich vom hundertstel in millionstel von Teilaspekten eines Themas. Andere hingegen steigern sich so in ein Thema hinein, daß sie sozusagen aus einer Mücke einen Elefanten machen, bedeutet, ein an und für sich harmloses Thema wird aufgebauscht zur Katastrophe.

Unter diese Liste der Vielredner sind auch jene zu nennen, die nur deshalb reden, um im Mittelpunkt zu stehen, da wären zu nennen die sogenannten Witzbolde, die entweder sarkastisch oder mit dummen Bemerkungen ständig meinen, ein jedes Gespräch so umzuleiten, daß es schlußendlich sich nur noch um ihr Ego und ihre Witze dreht. Ein ähnliches Verhaltensmuster treibt auch diejenigen an, die mittels Blödsinns verzapfen, bewußt Stories erfinden, teilweise völlig abstruse Geschichten zum Besten geben, um damit ebenfalls ins Gesprächsrampenlicht zu fallen.

Bei den beiden ersten Mitteilungsbedürfnismenschen findet man über kurz oder lang eine Möglichkeit, entweder den Redeschwall zu bremsen, ihn abzukürzen oder entwickelt die Fähigkeit, seine Ohren zu verschließen, man hört einfach nicht mehr zu. Das ist zwar unhöflich, und sicherlich kann man dadurch auch wichtige Inhalte des Gespräches nicht mehr herausfiltern, trotzdem ist es nicht unbedingt ein Zeichen von Mißachtung des Gegenübers, eher ein Zeichen von „das persönliche Maß ist voll“, also ein Schutzfaktor der eigenen Befindlichkeit.

Natürlich ist auch bei den Witzbolden und Storytellern irgendwann das Maß voll, und man versucht auch hier die oben genannten Methoden, um sich zu verschließen von so viel Witz, Blödsinn und Egoismus, aber dieser Versuch ist eher zum Scheitern verurteilt, weil diese Inhalte nicht dazu beitragen, selbst wenn man die Ohren verschlossen hält, das eigene Gemüt zu besänftigen. Kurzum, hier ist kein Halt bei „das Maß ist voll“, sondern hier ist „das Faß am Überlaufen“. Und aus der Unhöflichkeit wird ein Konfrontationskurs, denn irgendwie muß das „Wasser“ aus dem überlaufenden Faß „gebändigt“ werden, bevor es sich weiterverbreitet und alles überschwemmt.

Die Symbolik des „Blödsinn verzapfens“ ist übrigens, meiner Meinung nach eine sehr gute Metapher, die dazu dienlich ist, sich diesen Sachverhalt bildlich vorzustellen.

Zapfen, mittelhochdeutsch zapfe, althochdeutsch zapho, eigentlich, spitzer Holzpflock, der ein Loch verschließt und herausgezogen werden kann (Duden) Andere Begriffe sind Pfropfen, Stöpsel, Verschluß, Stopfen.

Verzapfen, (landschaftlich) direkt vom Fass ausschenken, (Fachsprache) durch Zapfen verbinden, umgangssprachlich abwertend) etwas Dummes, Unsinniges reden, tun (Duden) Andere Wörter sind ausschenken, eingießen.

Wir können demnach auch sagen Blödsinn ausschenken, oder? Hier bleibt es sich sprachlich gleich, ob wir von „verzapfen“ oder „“zapfen“ (abfüllen, entnehmen, ablassen) sprechen.

Kann man bei denjenigen, die vom Hundertstel ins Tausendstel sich hineinreden oder bei denjenigen, die aus einer Mücke einen Elefanten machen, noch einigermaßen ruhig bleiben, so ist es bei den Witzbolden und Blödsinnverzapfern nicht so einfach, seine Contenance zu bewahren. Das mag darin begründet sein, daß hier ein vordergründiger Egoismus eine Rolle spielt, der es dem Gegenüber fast unmöglich macht, noch irgendwelche sachbezogenen Argumente oder Ergänzungen zu den Thematiken ins Gespräch einzufügen. So wird die Abwehr meistens nur noch darauf fixiert, sich gegen den Egomanen zu positionieren, was dann denn Effekt des Faß Überlaufens haben kann.

In diesem Zusammenhang sind die Begriffe „Zapfenstreich“ und „zappenduster“ ebenso adäquate Sinnbilder.

Zapfenstreich, eigentlich, Streich (Schlag) auf den Zapfen des Fasses als Zeichen dafür, dass der Ausschank beendet ist, dann: Begleitmusik dazu. (Duden) Anderer Begriff, Ende der Ausgehzeit.

Zappenduster, wohl eigentlich, so dunkel wie nach dem Zapfenstreich (Duden) Synonyme sind dunkel, finster, schwarz.

Vergleichbar bedeutet der Zapfenstreich „ausgerufen“, also der Ausschank als beendet erklärt ist, der Zapfen verschließt das Faß (Ohren verschließen), so daß ein weiteres Ergießen gestoppt wird (dem Witz, dem Blödsinn nicht mehr zugehört wird), sinnbildlich gesehen.

Wenn man diesem Sinnbild folgend von „zappenduster“ (dunkel, schwarz), also Licht aus, Ruhe, weitersinniert, dann kann man, sollte keine Ruhe eintreten, zappelig werden, fahrig, hektisch, aufgeregt.

Und hier genau ist die Methode zu erkennen, die Menschen dazu veranlassen, trotz des Wissens um den Zapfenstreich, (der Punkt, der verdeutlicht, jetzt ist genug) weiter Blödsinn zu verbreiten, in dem Wissen anderen in der ersehnten Ruhe, Dunkelheit, (Licht aus) dazu zu verleiten, hektisch und nervös zu werden. Denn mittels einer fieberhaften Unruhe kann man fast jeden Menschen auf die Palme bringen, (Menschen gebärden sich wild, wenn sie aufgeregt sind).

Wer sich die Meinungsfreiheit unter diesen Gesichtspunkten, (Blödsinn verzapfen, egoistische Motive, Zapfenstreich nicht berücksichtigen) auf die Fahne schreibt, um Mitmenschen auf die Palme zu bringen, der ist weder an einer sachlichen Diskussion noch einem Smalltalk interessiert, der will seine egoistischen Ansichten loswerden, (Faß überlaufen), mit dem Ziel, Unruhe zu stiften. Diese Unruhe oder der Versuch das Wasser zu stoppen, wird als Einmischung in die Meinungsfreiheit deklariert, oder was besonders lachhaft zurzeit oft geäußert wird, als Angstzustand vor der überkommenden Macht des nationalen Gedankens.

Zu schön der Vergleich, auf die Palme bringen, oder etwa nicht? Hier oben hat man einen exzellenten Überblick über die Machenschaften derer, die sich um das Faß scharen (Nationalismus), und unentwegt bemüht sind, aus diesem Faß eine nie endenwollende „Wahrheit“ herauszuschöpfen. Dumm nur, daß in jedem Faß nur eine gewisse Menge vorhanden sein kann. Witzbolde verzapfen gerne Blödsinn.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Amoklauf zwischen Kränkung, Entwurzelung und Hass

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Prävention kann nur punktuell tragisches ver-hindern

Wenn Menschen in einer Gesellschaft trotz aller Probleme in einem natürlichen Gleichgewicht zusammenleben, dürfen wir von einer friedlichen Koexistenz sprechen. Dies entspricht allerdings nicht der alltäglichen Realität. Tatsächlich hat die Gewalt sehr viele Gesichter, und manchmal entlädt sie sich, wobei oftmals unschuldige, unbeteiligte Opfer zu beklagen sind.

Ob zuhause in den Familien, vom Anschreien, Schlagen, Mißhandeln, bis hin zu wahllosen Gewaltausbrüchen, insbesondere von jungen Menschen in letzter Zeit in der Öffentlichkeit und als dramatischste Form, dem Amoklauf, zeichnen all diese Formen der Gewalt ein Bild einer Gesellschaft, die versucht, ihr Zusammenleben zu gestalten.

Amoklauf ein letztes Mittel zur totalen Aufmerksamkeit?

Aus dem Malaiischen meng-âmok, was „in blinder Wut angreifen und töten“ bedeutet, entstammt dieses Wort, was uns alle in Angst und Schrecken versetzt. Zuletzt fand in Norwegen einer der furchtbarsten Amokläufe statt, aber denken wir auch an die schrecklichen Amokläufe in Schulen, auch School Shootings genannt, wie der jüngste Fall in Florida, der 19-jährige Nikolas Cruz soll einer Rassistengruppe nahe-gestanden haben.

Einmal im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, in aller Munde sein, ein mögliches Motiv für Amoktäter? Mit Sicherheit auch, dennoch dürfen wir es uns nicht allzu leicht machen, wenn es darum geht, zu ergründen, wie solche Taten zustandekommen. Bevor wir das vertiefen, müssen der vielen Opfer gedacht werden, die infolge dieser Amokläufe ihr Leben ließen. Es nutzt ihnen gar nichts, wenn die Gründe solcher Gewaltakte müßig gesucht und gefunden werden, deshalb bleiben sie weiterhin tot. Oder sollten trotzdem die Überlegungen stattfinden, um in Zukunft Amokläufe eventuell im Vorfeld erahnen und entsprechend sogar verhindern zu können?

Jeder Versuch in diese Richtung muß als konstruktiv gewertet werden, und wenn er auch nur ein Leben dadurch rettet. Die Gesellschaft sollte es sich nicht zu leicht machen und einfach spontan reagieren, weil auf diese Weise diese schrecklichen Taten eben nicht verhindert werden können, sondern nur, wenn sie bereit dazu ist, sich selbst zu reflektieren, zu hinterfragen. Das Bild vom am Rand gedrängten Außenseiter schon ein Indiz eines potentiellen Amokläufers? Mitnichten, dies wäre zu einfach, weil da gleich mehrere Hunderttausende tagtäglich in Frage kämen. Sind diese „tückisch-tickende Zeitbomben“, die jederzeit zum Amoktäter mutieren können? Ausschließen dürfen wir gar nichts, die Möglichkeit besteht leider auch.

Oliver Dreyers Buch „Kopfschuss“ zeigt die Perspektive eines Täters auf

Man könnte schnell meinen, Oliver Dreyer wage sich leichtfertig als Neuling in der Literatur an dieses hochaktuelle Thema heran. Nun, viele waren es bisher tatsächlich nicht. Ob Gerhart Hauptmann mit „Bahnwärter Thiel“, Stefan Zweigs „Der Amokläufer“, Morton Rhues „Ich knall euch ab!“ oder Jodi Picoults „Neunzehn Minuten“, so reiht sich Oliver Dreyer ein in diese bedrückende Thematik. Am Ende seines Romans bleibt offen, ob das Ganze nicht doch ein Spiel war oder sich genauso seinen grausam, minutiösen Weg bahnte.

Ein solcher Roman wie „Kopfschuss“ paßt natürlich nicht in eine „wohlbehütete“ Gesellschaft, in der normalerweise ein einfaches Schwarz-Weiß-Denken angewandt wird, entweder du bist bei den Bösen oder den Guten, Grauzonen unerwünscht. Aber genau darum scheint es dem Autor zu gehen: Das Psychogramm eines Gedemütigten aufzuzeigen.

Müssen wir weiterhin mit Amokläufen rechnen – was tun, um sie zu minimieren?

Wer diese Fragen verneint, blendet die Wirklichkeit aus, oder versucht die Menschen in Sicherheit zu wiegen, was keineswegs als hilfreich zu bezeichnen ist. Ganz im Gegenteil, angesichts einer ohnehin zunehmenden Verrohung der Gesellschaft werden zukünftige Amokläufe leider uns noch mehr beschäftigen.

Normalerweise sollte eine kluge Reaktion folgen, d.h. nach der Analyse zur Entstehung des Amoklaufs folgt die Vermeidung bzw. Verhinderung. Es reicht eben nicht, sen-sationslüstern solche Verbrechen ausführlichst zu dokumentieren, um danach zur Tagesordnung überzugehen, Täter entlarvt, der Opfer gedacht und weiter nichts. Das darf es nicht sein, sondern wir alle sind aufgefordert, im Vorfeld behutsam unsere Mitmenschen nicht nur zu beobachten, sondern sie einzubeziehen, sie menschlich zu behandeln.

Mit anderen Worten, einem Amoklauf geht meist eine Kette unmenschlicher Entwürdigung des potentiellen Täters voraus. Und stets bemerkt diese sein Umfeld eben nicht, sondern aufgrund der anhaltenden Isolation bahnt sich der Weg zur Festsetzung einer solchen Tat im Kopfe des Amokkandidaten. Daraus eine Rechtfertigung zur Tat abzuleiten, kann dennoch niemals hinnehmbar sein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Liebe versteht kein Tor

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In den Sack gelegt,
keinen aufgeweckt,
in der Dunkelheit verschwunden.

Briefe mit Seidenpapier umhüllt,
verschnürt,
dem Feuer übergeben.

Blütenduft mit Rauch vermischt,
Geheimnis,
den Flammen entrissen.

Rosenblätter,
immer wieder Rosenblätter,
Rosendornen,
immer wieder Rosendornen.

Liebste Helene,
immer wieder, liebste Helene.
Dein Edmund,
immer wieder, dein Edmund.

„Ich überreiche Dir
die Blume der Liebe.
Und verdammt nochmal,
merke Dir, die Rose sticht.“

Wütend schreit er in die Nacht, immer wieder.
Füße trampeln das Feuer nieder.
Asche und Rauch wirbeln empor.
Das Geheimnis der Liebe versteht kein Tor.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Seychellen: Indien gefährdet Riesenschildkröten

Bau einer indischen Militärbasis am Aldabra-Atoll wichtiger als Unesco-Welterbe?

Im Zuge des Globalismus geschehen allerlei Verbrechen auf Erden, neben umweltzerstörerischen schalten sich die Rüstungsindustrie und somit etliche Militärapparate hinzu, die erst recht keinerlei Rücksicht nehmen. Einerseits haben lang genug die US-Amerikaner der Welt überdeutlich gezeigt, welche Macht sie anstreben, sodaß sich andere Bündnisse berufen fühlen, dem entgegenzuhalten.

Die BRICS-Staaten kommen mehr in dieses perfide Spiel, somit auch die Republik Indien. In Kooperation mit den Seychellen befindet sich das Aldabra-Atoll im Visier, eine Militärbasis soll auf der Isola di Assumption gebaut werden, was unter anderem Riesenschildkröten gefährden wird. Das Unesco-Welterbe gerät dann dadurch ins Hintertreffen? Es schaut sehr danach aus. Der Verein Rettet den Regenwald fordert daher per Petition: Keine Militärbasis auf das Schildkröten-Atoll.

Klimawandel hinterläßt ohnehin seine gefährlichen Spuren beim Aldabra-Atoll

Selbst wenn ein Herr Trump den Klimawandel neben etlichen Rechtsradikalen und anderen Ignoranten einfach ins Lächerliche zieht, dessen Spuren sind unbedingt sichtbar beim Aldabra-Atoll, wie die News-Agentur „Seycheles“ im August letztes Jahr berichtete. Demnach stiegen die Wassertemperaturen im März bis auf 32,1°C, im April wurde ein Höchstwert von 36,3°C gemessen, was besonders die Korallen gefährde, die ansonsten 23° bis 29°C gewohnt waren.

Ein sicheres Indiz dafür, wie empfindlich etliche Gebiete weltweit reagieren angesichts des voranschreitenden Klimawandels. Selbstverständlich hat Mensch selbst sehr viel dazu beigetragen, diesen zu beschleunigen. Wann geht das endlich in die Köpfe derjenigen, die immer noch meinen, sie könnten einfach so weiter Mutter Erde zerstören?!

Aldabra-Riesenschildkröte vorm Aussterben bedroht?

Falls Indien seinen harschen Kurs fortsetzt, weder Petitionen noch das Eingreifen weltpolitisch Verantwortlicher bishin zur Unesco es daran hindern, könnte die noch einigermaßen große Population der Aldabra-Riesenschildkröte erheblich dezimiert werden, sogar vorm Aussterben bedroht sein.

Vor knapp zwölf Jahren verstarb das wohl älteste in Gefangenschaft lebende Tier im Zoo von Kalkutta, Adwaita (ins Deutsche übersetzt „der Einzigartige“), ein Aldabra-Riesenschildkrötenmännchen, das immerhin 256 Jahre alt wurde.

Ein jeder kann etwas tun, zumindest die Petition des Vereins Rettet den Regenwald unterzeichnen, im Anschreiben werden der Präsident der Republik Seychellen, Danny Faure, als auch die Leiterin des Unesco-Welterbezentrums, Mechthild Rössler, aufgefordert, sich für den Schutz der einzigartigen Inseln einzusetzen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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Liebe auf der Spur

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Ich habe dich schon öfters gesehen,
neulich wieder an der Ecke stehen.
Du warst wie immer nicht allein,
das verdunkelte den Sonnenschein.

Vor Tagen im Park, da warst du auch,
dich zu sehen, ein milder Windhauch,
ein Glück beschlich mich, wunderbar,
die Spur verlor sich im Menschenwirrwarr.

Heute Morgen im Berufsverkehr,
du an der Ampel, ich vermisse dich sehr,
das wurde mir schlagartig klar,
hoffe, du bist keine Fata Morgana, gar.

Jetzt weiß ich, du bist real, kein Traum,
hab dich erschnuppert, ich faß´ es kaum.
Für dich reiß´ ich mich von der Leine, ehrlich.
„Sorry, Benji ist sonst nicht so stürmisch!“

Nafia

Kategorie: Gedichte

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