Feindbilder

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Wohin man blickt,
dabei die menschliche Uhr tickt.
Ein Linker und ein Rechter nickt.

Dazwischen soll’s nichts geben,
stets kein Miteinander anstreben.
Was für’n armseliges Leben.

Wer die USA hochhält,
hechelt hinterher dem Geld.
So der Lauf der neuen Welt.

Was mancher ins Mikro brüllt,
in erschrockenem Ohr schrillt.
Für einige gar ein Vorbild.

Doch die Realität zeigt andere Wege.
Woran es denn nur läge,
daß man zweifelt, Kollege?

Bloß nicht hinter Kulissen schauen,
dann lieber sich nicht mehr trauen,
stattdessen Lösungen versauen.

Feindbilder stets Wege finden,
uns viel Unsinn auf die Nase binden.
Einfach so weiterschinden?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Griechenland: Alexis Tsipras Wandel mehr als absehbar

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Linke Politik wird keinesfalls geduldet

Die Hoffnung stirbt nicht zuletzt, sie zerstreut sich viel eher im knallharten politischen Geschäft, was ein jeder weiß, der sich mit ihm real auseinandersetzt oder mittendrin ihm ausgeliefert zweckdienlich folgt wie Alexis Tsipras, der seit zwei Jahren in einer Koalition mit der ANEL als Ministerpräsident Griechenlands regiert. Dessen Wandel war somit durchaus absehbar.

Gesamthistorisch betrachtet, erweist sich immer wieder, daß linke Politik keinesfalls geduldet wird, am Ende setzen sich mit neoliberalen Kräften konzernkapitalistische Vorgaben durch, insofern entspricht der Eindruck, kommt der Realität äußerst nahe, daß Tsipras SYRIZA ihr linkes Gesicht verliert, er selbst vom Revolutionär zum Konservativen mutiert.

Klägliche Versuche der Schadensbegrenzung

Können daher mitnichten fruchten. Dem schwindenden Rückhalt in der Bevölkerung wird Tsipras wohl kaum wirklich glaubwürdig per milliardenschwer beschlossenen Sozialpaket begegnen können, zu viel Enttäuschte haben sich längst von ihm abgewandt.

Sparen auf Kosten der wirklich Bedürftigen? Kommt einem das nicht bekannt vor, denken wir an den unsäglichen Kurs der hiesigen SPD und ihrer Agenda 2010? Stets dann, wenn die politische Staatsmacht ihre eigenen Pfründe gefährdet von dannen ziehen sieht, müssen halt die sozial Schwächsten im Lande dran glauben, das hat stets in sämtlichen Systemen genauso gefruchtet, wieso sollten da die Sozen eine Ausnahme machen.

Welch tiefgründige Widersprüche ergeben sich bei allen politischen Beobachtern? Einerseits die dramatische Rettung des kleinen Griechenlands vor lauter Schuldenlast und Sparzwangverordnung, gleichzeitig der offensichtliche Wandel des Alexis Tsipras, der auch nur sich den Gesetzen der Kapitalflüsse beugt.

Tsipras Belehrung gen Bundesregierung ein Fettnäpfchen mehr

Das sollte er lieber lassen, selbst wenn man gemeinsam mit einem jungen Emmanuel Macron sich wohl fühlt, das Bad in der Öffentlichkeit scheinbar genießt. Schon vergessen, welch große Summen in den Rettungspaketen gen Griechenland flossen, immerhin 256 Milliarden Euro?

Es geht nicht darum, daß ein Herr Tsipras kritisieren darf oder es eher sein läßt, sondern im eigenen Land besser seine Hausaufgaben zu machen, statt die derzeit angeschlagene BRD zu hinterfragen. Eine erneute deutsche GroKo könnte ihn schnell wieder auf den Boden der Tatsachen führen, auch wenn man mit einer solchen nicht unbedingt einverstanden sein muß.

Alexis Tsipras wäre insofern nicht nur gut beraten, seine eigene politische Richtung zu überdenken, sondern auch endlich seine ursprüngliche Haltung, schließlich schadet ihm wohl ziemlich offensichtlich das Bündnis mit der rechtspopulistischen ANEL.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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No risk no life – einfach nur ein blöder Spruch?

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Nackenhaare und mafiöse Strukturen keine zu-fällige Erscheinung

Leben ist Risiko, alles Leben ist Gefahren ausgesetzt. Die Erkenntnis oder das Wissen hierüber ist nicht der Tatsache geschuldet, daß unsere Urahnen uns dies in Form von Geschichten, weisen Sprüchen, Bibelzitaten vermittelt haben oder tun. Viel eher sind wir ausgestattet mit eigenen Gefahrenmeldern wie Angst, Grusel, Furcht, die sich unter-schiedlich bei jedem Menschen zeigen. Plötzliche Schweißausbrüche, Zähneklappern, Herzrasen und Nackenhaare aufstellen sind einige der Möglichkeiten, die sich einstellen, wenn Gefahren in der Luft liegen.

Apropos Nackenhaare aufstellen, diese Gefahrenwarnung kann man bei Säugetieren äußert effektvoll sehen, und auch wenn dies bisweilen heute wieder angezweifelt wird, es ist ein Vermächtnis der verwandtschaftlichen Herkunft, somit kann man davon ausgehen, daß die Schutzmechanismen, wie oben beschrieben, angeborene Sicherheits-wahrnehmungen sind.

Trotzdem sind Eltern die ersten Lebensjahre und darüber hinaus bemüht, ihre Nachkommen vor Gefahren zu schützen und das Risiko von Unfällen oder Unbill zu mindern. Die Begriffe „Helikoptereltern“ und „Rabeneltern“, ersterer steht für überfürsorgliches Sicherheitsdenken, der andere für nachlässiges oder nicht vorhandenes Schutzempfinden gegenüber Schutzbefohlenen, so die allgemeine Sprachauslegung, bedeuten sie die jeweiligen Spitzen der positiven und negativen Sicherheitszuwendung.

Das englische Wort für Sicherheit lautet „security“. Wer weiß das inzwischen nicht, denn in den letzten Jahren sind Firmen mit diesem Namen oder diesem Namenanhängsel quasi aus dem Boden geschossen.

Die Security, englisch security, Sicherheit, aus lateinisch securitas securus, sicher. (Duden) Sicherheit steht für behütet sein, Geborgenheit, Obhut, Schutz, Abschirmung.

Wer sich trotz Sicherheitswarnungen oder -hinweise einer Gefahr aussetzt, nimmt ein Risiko, ein Wagnis in Kauf.

Das Risiko, älter italienisch ris(i)co, Herkunft ungeklärt. (Duden) Andere Begriffe sind Wagestück, Abenteuer, Himmelfahrtskommando, Kamikazeunternehmen, Wagnis, Ex-periment.

Da man als nicht wissenschaftsabhängige Sprachbegeisterte die Freiheit hat, ohne Risiko des Dilettantismusvorwurfs, Sachverhalte in einem anderen Zusammenhang zu sehen, sei hier darauf hingewiesen, daß Risiko ohne weiteres aus „re“ und „securus“, also aus „zurück“ und „sicher“ abgeleitet werden kann. Das erscheint eine sinnfähigere Her-kunftsbedeutung als ungeklärt, oder?

Eltern machen ihre Schutzbefohlenen auf Gefahren aufmerksam oder wenden sie ab, wenn die Kinder noch zu jung sind, um diese abzuschätzen. Die meisten Eltern versuchen den Kindern Hilfestellungen anzubieten, damit sie selbständig die gleichen Gefahren oder ähnliche Gefahrenzonen erkennen, um sie eigenständig vermeiden lernen zu können.

Wie würden Sie Eltern nennen, die Kinder ihren weiteren Schutz verweigern oder sogar mit Strafen drohen, wenn das Kind ohne Hilfe der Eltern einen Weg gefunden hat, Unbill abzuwenden, also selbständige Entscheidungen treffen kann, ohne weiteren Schutz oder deren Beistand? Helikoptereltern oder Rabeneltern?

Und welche Begriffe fallen Ihnen ein, wenn Verantwortliche, egal in welcher Position, Ihnen jegliche Sicherheit absprechen, Sie bedrohen, wenn Sie anderer Meinung sind, eine Arbeitsstelle verlassen, die Partei wechseln, den Lebensmittelpunkt ändern?

Dies bedeutet eine wie auch immer geartete Überheblichkeit der Verantwortlichen und besagt, daß nur sie fähig sind, Sicherheit zu geben oder eben die Zurücknahme jeglicher Sicherheit, oder?

Die Mafia, italienisch maf(f)ia, erpresserischer sizilianischer Geheimbund, eigentlich, Überheblichkeit. (Duden)

Es bleibt ein mehr als fader Beigeschmack, verfolgt man zurzeit gewisse Aktionen und Handlungen von Personen und Gruppen, die nach politischer und wirtschaftlicher Ver-antwortung streben, wenn man die Zahl derer berücksichtigt, die sich warum auch immer von diesen Personen oder Gruppen distanzieren, oder andere Meinungen vertreten und öffentlich bekennen, daß ihre Sicherheit nicht mehr garantiert ist.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Hochkulturen: Blick zurück in die Vergangenheit

Mythen wohin das Auge nicht hinreicht?

Unser Weltbild gestaltet sich ziemlich unterschiedlich, je nachdem in welcher Kultur wir geboren, uns im Laufe des Lebens tatsächlich hinterfragend interessieren oder aber einfach hinnehmen, was uns vermittelt wird. Natürlich kann man es dabei belassen und im ohnehin sorgenvollen Alltag den Herausforderungen sich stellen, um in seiner wenigen Freizeit sich seinen Nächsten zu widmen und den Feierabend genießen.

Aber gleichzeitig gibt es stets Menschen, die sich eben nicht damit abfinden, was allgemein an angeblich gesichertem Wissen ihnen vermittelt wird, sondern neugierig jedwede Mythen zumindest ausführlicher betrachten, deren uraltes Gedankengut im direkten Vergleich zur allgemeinen Meinung verinnerlichen und daher vorerst akzeptieren.

Spitze Zungen unterstellen dann gern solchen Zeitgenossen, sie seien verklärt. Und während der Hinterfragende verhöhnt meist am Rande argwöhnisch beäugt wird, muß ein weltoffener Mensch, der vorurteilsfrei sich Mythen nähert, feststellen, daß trotz eindeutiger Spuren immer noch sie gern ignoriert werden, weil wohl nicht sein darf, was eventuell dem bisherig angeblich gesicherten Weltbild widerspricht. Stellen somit Mythen etwa eine Gefahr dar, ganz bestimmten Mächten ihre bösartigen „Werkzeuge“ zu nehmen?

Die älteste Hochkultur ebenso nur ein Mythos?

Wer kennt sie nicht, die historisch belegten Schilderungen über ganz bestimmte Hochkulturen, die gerade mal wie die Indus-Kultur 3.500 vor Christi Geburt ihren Anfang gehabt haben soll? Oder die Geschichte der Sumerer, die zeitgleich begann? Vielfältige Spuren und Zeugnisse in Form von archäologischen Funden dienen als gesichertes Wissen über die Historie des Menschen und seinen sogenannten ältesten Hochkulturen. Aber dennoch existieren ganz andere Überlieferungen und Mythen, bei denen solch junge Datierungen jener ältesten Hochkulturen viel eher verblassen im direkten Vergleich.

Die wohl wahrscheinlich als älteste darf die der Lemurier bezeichnet werden, sollten irgendwann einmal sich klare Funde bestätigen. Der Kontinent Lemuriah, auch bekannt als Mu, befand sich wohl im Pazifischen Ozean und soll zwischen 90.000 und 30.000 v. Chr. existiert haben, um dann bei einer riesigen Sintflut unterzugehen, die im übrigen weit vor der Sintflut von Atlantis stattfand. Jedoch besagen andere Quellen, daß dieser Urkontinent schon vor rund einer Millionen Jahre entstanden war. Das Alter eines Kontinents sagt nicht viel aus über die dort lebenden Menschen, allerdings waren die Lemurier unserer Zeit im Wesentlichen voraus, wenn man sich die Überlieferungen vergegenwärtigt. Übersetzt bedeutet Lemuriah. „Le“ für das gesegnete, „mu“ für Land, „ri“ für des gurrenden, lachenden Glücks und „ah“ für das alles hat.

Man kann das jetzt als weltfremd und sogar Hokuspokus abtun, um das bisherig gesicherte Wissen hochzuhalten, was so schrecklich einfach die bestehenden Welt-machtverhältnisse sogar erklärt, wenn da nicht ganz bestimmte, völlig andere Kulturen auf Erden exakt das „alte Wissen“ letztlich bestätigen, um somit eine heftig berechtigte Kritik zu unterstreichen!

Kasskara und die sieben Welten

Die Historie darf ohnehin keineswegs als ein gesichert fundiertes Wissen bezeichnet werden, alldieweil ganz besonders die Machtstrukturen bis hinein in die Wissenschaft selbst ihre Einflüsse unverblümt durchsetzen und somit sie äußerst kritisch hinterfragt werden muß! Darf man dann sogar uralt überlieferte Mythen dem gegenüberstellen und zumindest dessen Aussagen ernsthaft anzweifeln, um sie somit darüber hinaus als Tatsachen hinzunehmen, selbst wenn nicht alles wissenschaftlich belegt beantwortet werden konnte?

Man darf nicht nur, man muß, und manche tun es einfach, so wie der NASA-Ingenieur Josef F. Blumrich, der ganz ähnlich wie schon Frank Waters zuvor mit dem Indianervolk, den Hopi, Kontakt aufnahm und bei ihnen lebte, um dann in seinem Buch „Kasskara und die sieben Welten“ ausführlich der alten mythischen Überlieferung nachging. Dortigst entdeckte er einen direkten Zusammenhang zwischen dem Urkontinent Mu und denselben, den die Hopi schlicht als Kasskara bezeichneten. Wer sich diesem Thema nähern möchte, dem sei Blumrichs Werk unbedingt empfohlen. Hier kann man lediglich es als wichtigen Schlüssel zitieren, da der „rote Faden“ unserer Menschheitsgeschichte sich bestätigt, wer denn bereit, den allgemeinen Wissensstand zu hinterfragen.

Am Ende alte Mythen doch real?

Müssen wir angesichts der vielen Indizien alter Mythen die bisherige historische Entwicklung überdenken und daher vielmehr sie mit einflechten, um auf diese Weise der Menschheit ein allumfassendes Bild ihrer Herkunft zu vermitteln, welches ziemlich positive Erkenntnisse liefert, uns selbst wiederzufinden und zwar hin zu einem friedvollen Zusammenleben? Übersetzt man Hopi, so bedeutet es „Friede“. Nehmen wir diesen Gedanken mit und bleiben neugierig genug.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Ungeklärtes

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Zeitenverschmiert

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Erinnerungen
im Kästchen
aus Holz, bemalt.
Immer zum Greifen nah,
gefühlte, erlebte
Gesternheit.

Verwahrte Beweise,
Bruchteile nur,
vom Ich, Wir, Ihr,
von der Altersreise.
Epochenteile, unsortiert
zeitverschmiert.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Rechtsextremisten im Deutschen Bundestag

Peter Boehringers „Umvolkung“ spricht eine deutliche Sprache

Alles völlig legal und unbedingt demokratisch, daß diese AfD seit der 19. Bundestagswahl ganz weit rechts im Plenum sitzt, verärgert schmollend eine FDP neben ihr, eingekeilt von der Union. Obwohl nach dem Jamaika-Aus etliche Stimmen keinesfalls unberechtigt raunen, Christian Lindner sei dabei, im rechten Fahrwasser zu fischen.

Wer sich den medialen Rummel zu Beginn erster Sitzungen des neuen Bundestags anschaute, bemerkte die Geschlossenheit jener rechtsextremen Partei, während besonders in den Reihen der Union sichtbare Lücken ein gewisses Desinteresse erahnen ließen. Etablierte Politik halt, kein Wunder, daß AfD-Redner lautstarken Applaus erhielten trotz armeseliger Behauptungen und Argumente. Peter Boehringers Bemerkung auf dessen „Goldseitenblog“ von der angeblichen Gefahr einer „Umvolkung“ spricht eine deutliche Sprache, auf die man näher eingehen muß.

„Holt unser Gold heim“ – mit Unterstützung des rechts-esoterischen Kopp-Verlags

Grünversiffte bunte Mainstream-Redaktionen und Talkshow-Demagogen tragen eine gewisse Mitschuld daran, daß der „korangläubige Islam nach Europa einwandere“, so stellte der Spiegel den bayrischen AfD-Politiker Peter Boehringer kurz vor der Bundestagswahl vor. Solche Leute braucht es in dieser Partei, die jene menschenverachtende Doktrin weiter transportieren. Man fragt sich unweigerlich, wessen Gold es denn tatsächlich sei, was er gern heimholen will. Von wem stammt das wohl, wer mal ein wenig weiterdenkt in der Rückerinnerung jener Nazi-Herrschaft?

Na sicher doch, man beruft sich auf eine sogenannte NWO, die u.a. per Freimaurer unterwandert die Fäden fest in den Händen halte, um deren Marionetten tanzen zu lassen, schließlich gelte es, eine gesteuerte Invasion durch die Migration von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten nach Europa zu verwirklichen, laut Boehringer und dessen Gleichgesinnten. Solche Verschwörungen geistern schon lange im Internet, ohne fundierte Beweise, Hauptsache man ködert Verunsicherte, besonders Politikverdrossene und all jene, die ein offenes Ohr haben für Rechtsextremismus, wie auch der rechts-esoterische Kopp-Verlag gern zum Besten gibt.

Krude Thesen vs. rechtsradikaler Übergriffe

Und die Staatsmacht spielt obendrein fleißig mit. Während man einerseits den AfD-Parteitag in Hannover schützt, vertreibt man Demonstranten bei eisigen Temperaturen mit Wasserwerfern, die Verhältnismäßigkeit der Mittel heftig überzogen, man stelle sich vor, ein rechter Mob tobt, den läßt man meist gewähren. Bis heute ist das weitverzweigte Netz des tatsächlichen NSU keineswegs aufgedeckt, im Gegenteil, er darf weiterhin aktiv agieren. Warum wohl?!

Rechtsextreme Übergriffe verheißen nicht nur harte Zeiten, sie finden schon seit geraumer Zeit statt, obendrein sollte man ihnen keine Bühne geben, obwohl jetzt im Bundestag sitzend sie sich austoben dürfen. Umso wichtiger sie sehr genau nicht nur zu beobachten, sondern überall wo möglich anzuprangern. Je eher eine neu formierende Bundesregierung sich endlich findet, desto schneller kann sie jener AfD Paroli bieten, bevor deren Mitglieder noch mehr an Gerüchten streuen und ihre Haßbotschaften unters Volk mischen. Das wiederum sollte ganz genau aufpassen, vor lauter Unmut nicht denselben historischen Fehler zu begehen wie vor dem II. Weltkrieg hierzulande.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Zerrissene Worte – spritzende Tropfen

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Zerrissene Worte
aus dem Lautsprecher
verteilen sich
in der Straße,
stoßen gegen Wände,
Fenster, Türen,
finden Zugang
in jeder Ritze.
Schwirrendes Wortgetöse
enthemmt Stimmen.

Das ist menschlich.

Spritzende Tropfen
aus der Quelle
verteilen sich
auf dem Boden,
stoßen gegen Felsen,
Sträucher, Pflanzen,
finden Zugang
in jeder Ritze.
Schwirrendes Tropfengetöse
enthemmt Wasser.

Das ist natürlich.

Hetzende, hämische,
verlogene, unflätige,
diskriminierende,
rassistische,
heuchlerische
Wörter
zerstören.

Giftige, ölige,
schleimige, schädliche,
brodelnde,
verseuchte,
brackige
Flüssigkeiten
zerstören.

Wer verachtenden Worten
keinen Einhalt gebietet,
wer verschmutzter Natur
keinen Einhalt gebietet,
der benützt die Zerstörung
zu seinem eigenen Wohl.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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