Erwerbsarbeit verdammt zu aussichtslosem Zwang

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Jäger und Sammler ein Dasein vergangener Zeiten

In der Tier- und Pflanzenwelt gibt es sehr viele Strategien des Überlebens. Sie haben allesamt eines gemeinsam: Sie werden einfach ausgeführt ohne Bedenken, wobei die Schöpfung selbst ihrem Plan folgt, biologische Kreisläufe daher funktionieren. Mittendrin entwickelte sich eine Spezies, die als große Ausnahme einen völlig anderen Weg beschritt: der Homo sapiens.

Zunächst als Jäger und Sammler verhielt sich der Mensch ganz ähnlich wie seine Mitbewohner auf Erden, den Pflanzen und Tieren. Er nahm sich das, was er benötigte. Gleichzeitig unterschied er sich aber von Beginn an von allen anderen Wesen. Ausgestattet mit einem rasch anwachsenden Bewußtsein, einer schier grenzenlosen Neugier und entsprechendem Forscher- und Expansionsdrang vermehrte und machte er sich die Welt untertan. Damit verließ Mensch auch das unbedarfte Leben des Sammelns und Jagens, Formen der Erwerbsarbeit entstanden, um das weitere Überleben zu sichern. Die Arbeit somit ein Prozeß zwischen Erwerb sowie Zwang und Aussichtslosigkeit, wer sich verweigert?

Wie zurechtfinden in jener fragwürdigen Arbeitswelt?

Bei der Geburt werden wir gleichzeitig in ein bestehendes, soziales Umfeld entlassen, in welchem wir aufwachsen, wobei zunächst die Familie uns schützend davor bewahrt, uns selbst finden zu können, um uns vorzubereiten, außerhalb des sicheren Hafens zu überleben. Von Beginn an funktionieren wir daher in den uns zugedachten Rollen, nach Kinder- und Schulzeit tritt die Berufswahl, das Erwerbsleben in den Fokus der Entscheidung.

Ziel des Menschen, sich selbst in der Arbeitswelt zurechtzufinden, um zunächst zu überleben, aber gleichzeitig an den gestellten Aufgaben zu reifen und im günstigsten Fall voller Glücksgefühle eine Familie zu gründen. So lange die vorgezeichneten Wege beschritten werden, das Zusammenleben geordnet verläuft, funktioniert das Modell einer harmonischen Gesellschaft. Aber das Ideal entspricht keineswegs der Wirklichkeit, weil es ständig infrage gestellt wird, unterbrochen von revolutionären „schwarzen Schafen“, die sich selbst und alles kritisch betrachten, die Grenzen der vorgedachten Rahmen überschreiten, um neues zu versuchen bishin zur Arbeitsverweigerung.

Der Mensch mit all seinem Verstand hat dennoch eine Gefühls- und Seelenwelt, die hinterfragt, die ihre Umwelt anzweifelt, sie nicht hinnimmt, wie seine nächste Umgebung ihm vorschreibt, ihm aufzwingt, sondern sich selbst finden muß, welche Rolle tatsächlich „schmeckt“. Das Ausbrechen bestehender Normen aus einer bürgerlich geordneten Welt, einer alles hinterfragenden Revolte, die ihren letzten Höhepunkt und Ursprung mit der 68iger Bewegung hatte, nunmehr an einem neuen Scheidepunkt steht, der da lautet und somit eindringlich fordert: Muß Arbeit völlig neu definiert und daher auch hinterfragt werden?

Aussteigen aus der Konsumgesellschaft

Im Zeitalter der globalen Arbeitslosigkeit, des Hartz-IV-Rassismus mitten in Europa, einer profitorientierten Doktrin der Wirtschaft, die Mensch sich untertan macht, einer unübersehbaren, ekelerregenden Armut und einem Höhepunkt kriegerischer Konflikte, muß man sich die Frage stellen, worin denn der Sinn sei, weiterhin morgens sich aus dem Bett zu wälzen, um in soweit „zu funktionieren“, damit das eigene Überleben gesichert.

Milliarden von Menschen tun das tagtäglich, von der Politik bis hin zur Klofrau in einer Autobahnraststätte. Dazwischen gibt es eine wachsende Anzahl derer, die ums nackte Überleben zu kämpfen haben, ohne Arbeit, ohne Essen, ohne die Chance einer Perspektive, aber auch Überlebenskünstler und das Heer der Lohnsklaven. „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“, hatte ausgerechnet der SPD-Politiker Franz Müntefering den Hartz-IV-Empfängern entgegengeschmettert, was auch einer Drohung entsprach, gefälligst jede (zwangs)angebotene Arbeit gehorsamst anzunehmen.

Clevere Überlebenskünstler, die noch nicht gänzlich ihr letztes Restselbstbewußtsein verloren haben, entwickeln Strategien, auch ohne Arbeitszwang oder sanktionierenden Jobcentern zurechtzukommen. Das sind neben den Schwarzarbeitern, die es schon immer gab, aber auch völlig legale Methoden. Das Zauberwort lautet: Verzicht. Aussteigen aus der Konsumgesellschaft, sich mit anderen Betroffenen zusammen zu schließen. Das erfordert gleichzeitig den notwendigen Respekt untereinander, friedliche Lösungen zu finden, sich gegenseitig zu helfen, aber nach außen hin geschlossen aufzutreten, weil Staat und Behörden hinter solchen Aktionen stets nicht nur Protest vermuten, sondern darüber hinaus sogar Straftaten.

Das Individuum kommt ganz bewußt zu kurz – bloß keine frei denkenden Menschen

Wer die Norm verläßt, an den Rand der Gesellschaft sich begibt, – dieser Rand wächst zunehmend in einer Welt sozialer Mißstände -, den gilt es skeptisch zu beäugen, da auch staatliche Kontrolle schwieriger sich gestaltet. In einer zunehmend reglementierten Gesellschaft haben sich ohnehin alle den Gesetzmäßigkeiten einer vorherbestimmten Arbeitswelt unterzuordnen, bei der das einzelne Individuum meist zu kurz kommt. Und nichts ist den eigentlich undemokratischen Staaten verhaßter als „frei denkende Menschen“, die obendrein sich keiner Kontrolle beugen und sogar kreative Ideen entwickeln! Auch deshalb wird eisern an der Politik der Billig- und Niedriglöhne festgehalten, einer zwanghaften Sozialpolitik, die alle Bürger in die Pflicht nehmen soll: Wer sich unterordnet, darf überleben.

Und was ist mit den Aussteigern? Der Unterschied zu den Überlebenskünstlern darf getrost gen Null betrachtet werden. Alle, die bestehende Systeme hinterfragen, sind letztlich beides. Gleichzeitig wird deutlich, daß die gesamte Arbeitswelt ins Wanken gerät, eben weil durch die Lohnungerechtigkeit das Erwerbsleben selbst stets in Frage gestellt werden muß, inwieweit es über die eigentlich ungerechte Bezahlung noch Sinn macht. Daß Menschen eine Aufgabe benötigen, um sich selbst zu verwirklichen, bleibt auch weiterhin lebensnotwendig für Körper, Geist und Seele. Doch die derzeitigen Systeme bröckeln, neue Ideen sollten zugelassen werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Schilfmatten

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„Wer nicht siegen kann, kann auch nicht gewinnen! So ein Quatsch, die glaubt wohl, nur weil ich ein Jahr jünger bin, würd‘ ich ihr alles abnehmen, was die so verzapft. Blöde Kuh!“

Natalie stapft heftiger mit den Füßen durch den trockenen Morast im Schilfgelände.

„Blöde Kuh! Zicke! Weiß eh, daß sie sich immer schlauer fühlt, sieht ständig nach den Jungs! Und wenn der Klaus in Sichtweite ist, macht sie sich richtig groß. Affig sieht das aus, wie eine Gans, die ihren Hals streckt, genauso, schnatter, schnatter, schnatter, blöd bist du, blöd!“

Der Weg durch das große Schilfgelände ist eine Abkürzung zum nächsten Dorf, es stehen mehrere Schilder entlang des Weges, die davor warnen, sich im Schilf aufzuhalten. Zwar ist das Gebiet die meiste Zeit des Jahres ohne größere Gefahr begehbar, dennoch gibt es hie und da Stellen, die selbst im heißesten Hochsommer nicht komplett abtrocknen und nur scheinbar festen Boden aufweisen. Natalie und die Kinder aus den Dörfern rund um Moorsee kennen natürlich die Gefahren, nicht weil überall diese Warnschilder stehen, auch nicht von den gruseligen Erzählungen, die jedes Dorf in abgewandelter Form zu erzählen wissen, sondern weil sie bei ihren Streifzügen das ein oder andere Mal selbst in den morastigen Sumpf getreten sind, und mancher von Glück sagen konnte, daß er nicht alleine dort war, Freunde ihm halfen, seinen bis zu den Knien eingesunkenen Fuß wieder aus dem Schlick zu ziehen. Genau diese Erinnerung, Frank aus der sechsten lebt deshalb noch, weil Klaus und Björn ihn mit all ihrer Kraft aus so einem Schlickloch herausgezogen haben, dafür haben alle drei Prügel bezogen, nicht weil nichts passiert war, sondern weil sie im verbotenen Gelände gespielt haben, die Rettungsmaßnahmen als heldenhaftes Erlebnis allen Schulkameraden erzählten, die mit gespannten Gesichtern ihnen zuhörten und deshalb zuerst Lehrer, besonders Fräulein Krämer in Schockstarre versetzten, danach den Eltern zu Ohren kamen, die angestachelt von der zu untersagenden Heldengeschichte, zum Stock griffen, genau daran dachte Natalie gerade.

Eigentlich dachte sie an Klaus, wegen der Sabine, dann an Frank, der immer mit Klaus rumhängt, der Björn auch. Sie sieht den Frank, wie er am nächsten Tag, nach der Tracht Prügel, umringt von einer ganzen Traube lauschender Kinder auf dem Schulhof behauptet, er würde eine ganze Menge mehr Prügel einstecken, aber mit Klaus und Björn ins Schilf gehen, das könnte niemand aus ihm herausprügeln, und er beschrieb nochmal in aller Ausführlichkeit den letzten Streifzug, den sie durch das Schilf nahmen. Sabine stand neben Klaus, den Hals gereckt, da war sie fast so groß wie er.

Er hätte immer wieder zu ihr gesehen, sogar zugezwinkert. Doch das ist Lüge, Lüge, Sabine du Lügnerin, hab nämlich hinter dem Tobias gestanden und dich und Klaus sehen können.

Natalie stampft auf und nochmal, der Boden wippt ein wenig mit, so daß ihr Stampfen abgefedert wird. Der leicht ausgetretene Weg ist hier nur ein enger Durchlaß und hat die Breite von einem Schulheft, einem kleinen Schulheft. Natalie ahnt, hier ist der Untergrund nicht fest genug, sie geht ein Stück zurück und nimmt Anlauf, um über die nässende Stelle zu springen. Durch die Wucht des Sprungs versinkt der rechte Fuß bis über die Schuhe im Sumpf, der linke Fuß bleibt mit der Schuhspitze im Morast hängen, Natalie liegt bäuchlings auf Schlick. Durch den Sturz hat sie einige der seitlich stehenden Schilfstängel niedergedrückt, das Gesicht und ihre Hände sind durch etliche größere und kleinere Risse mit Blut verschmiert, wahrscheinlich stammen die Schnitte durch das beim Fallen niedergedrückte Schilfgras.

„Blöde Kuh! Wegen dir hab ich mich mit Conny verabredet!“

Es dauerte eine Weile, bis sie auf den Knien abgestützt ihren Fuß aus dem schleimigen Untergrund herausziehen konnte.

„Zu Conny kann ich so nicht gehen, nach Hause auch nicht! Wenn Mama mir keine Ohrfeige verpaßt und nichts weitererzählt, werd ich keine Schläge von Papa bekommen. Daran brauch ich gar nicht glauben!“

Ganz in der Nähe fliegen ein paar Möwen in die Lüfte.

„Die haben es gut, die können über alles drüberfliegen, machen sich nie die Füße schmutzig!“

Mit lautem Gekreische läßt sich die Schar auf das Wasser nieder. Natalie hört trotz ihrer Schreie Wasser spritzen.

„Kind, wie siehst du denn aus?“

Natalies Mutter stürmt direkt auf sie zu, knöpft die noch triefende Jacke auf, streichelt über ihr Gesicht, streift einige Haarsträhnen aus der Stirn, alles gleichzeitig, und mit der gleichen Geschwindigkeit erfährt sie von ihrer Tochter den Grund, warum sie bis auf die Haut naß ist.

„Hab unten am See gesessen, da stehen doch so viele Schilfstängel, da kam ich auf die Idee, Matten zu machen, wie die Deckchen, die du neulich gekauft hast. Ist richtig groß geworden. Als die Möwen kamen, fand ich es lustig, daß sie sich auf die Matte gesetzt haben, doch dann haben sie ihr Geschäft darauf gemacht. Am Steg wollte ich die Matte auswaschen, die ist mir aus der Hand gerutscht, als ich nachgreifen wollte, lag ich im Wasser!“

Warm zugedeckt, den restlichen Nachmittag fürsorglich von der Mutter umsorgt, vom Vater nach der Arbeit liebevoll umarmt, „da hat mein Mädchen Glück gehabt, was hätte alles passieren können!“, liegt Natalie mit einem Siegeslächeln im Bett. Kurz vorm Einschlafen fällt ihr Sabines Satz wieder ein, wer nicht siegen kann, kann auch nicht gewinnen.

„Eine blöde Kuh bist du trotzdem, schnatter, schnatter, langer Hals. Vielleicht kann ich sie überreden, mit mir morgen Schilf zu schneiden und Matten daraus zu basteln.“

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Trumps Nahostpolitik scheitert an Jerusalem

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Trompetengeschmetter ohne Sinn und Verstand

Die Liste politischer Entgleisungen bei diesem 45. US-Präsidenten wird kontinuierlich länger, was keineswegs überraschen sollte, sich während den Wahlkampfzeiten ankündigte und nach bald elf Monaten im Amt kein gutes Licht auf den Hegemon wirft, der ohnehin schon vor Donald Trump mittels etlicher militärischer Einsätze der Welt offenbarte, wie widerlich Unmenschlichkeit Angst und Schrecken verbreitet.

Manche mögen es als Antiamerikanismus abtun, wenn kritische Töne gen Washington erhoben werden, im Grunde sind sie mehr als berechtigt. Im Fall von Donald Trump erst recht, dessen Nahostpolitik an Jerusalem zu scheitern droht, sollte er die heilige Stadt zur Hauptstadt Israels erklären.

Erdoğan und Abbas warnen vor Überschreitung einer roten Linie

Mit 9/11 wurde ohnehin der Krieg des Abendlandes gegen das Morgenland eröffnet, könnte man überspitzt im Nachhinein behaupten, weltweiter Terror nahm seitdem erheblich zu, neben etlichen Verschwörungsszenarien konnte sich ebenso eine erneute rechtsradikale Wende besonders im europäischen Raum entwickeln. Etliche Stimmen meinen nicht unberechtigt, daß dies ein geplantes Kalkül sei.

Waren bereits die Waffenlieferungen an die Kurdenmiliz YPG dem“Türkischen Pascha“ ein Dorn im Auge, mit Konsequenzen zu drohen, warnte Erdoğan den US-Präsidenten, „Jerusalem sei die rote Linie der Muslime“, sollte es dazu kommen, werde er schnellstmöglich einen Gipfel der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) in Istanbul einberufen. Es versteht sich von selbst, daß sowohl Macron als auch Gabriel das Verhalten Trumps mißbilligen.

Wieviel Trump verträgt die Weltgemeinschaft denn noch?

Was muß noch alles geschehen, bis der ohnehin nicht zu übersehende Widerstand in den USA selbst auch weltweit endlich höhere Wellen schlägt angesichts dieser unsagbar fragwürdigen Politik des Herrn Trump? Während es nach wie vor genügend Stimmen gibt, die berechtigte Kritik gen Donald Trump als Hetze bezeichnen, beginnen immer mehr republikanische Politiker den US-Präsidenten zu hinterfragen. Gut so, das läßt zunächst hoffen.

Dennoch rächt sich „Humpty-Trumptys Unfähigkeit“ zusehends mehr, zumal etliche Konflikte nicht nur neu hinzukommen, sondern durch ihn sich schnell zuspitzen können. Wer cholerisch unbedacht wie ein Elefant im Porzellanladen auf politischer Weltbühne unterwegs, sorgt nicht nur für entsetztes Auseinanderdividieren vorher heilsamer Prozesse, sondern vergrößert Probleme viel eher, die am Ende nicht zu lösen sind.

Kann in der Stadt des „Friedens“, in der heiligen Stadt Jerusalem wieder Frieden einkehren? Mit einem Donald Trump und einem Recep Erdoğan wohl eher nicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Feindbilder

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Wohin man blickt,
dabei die menschliche Uhr tickt.
Ein Linker und ein Rechter nickt.

Dazwischen soll’s nichts geben,
stets kein Miteinander anstreben.
Was für’n armseliges Leben.

Wer die USA hochhält,
hechelt hinterher dem Geld.
So der Lauf der neuen Welt.

Was mancher ins Mikro brüllt,
in erschrockenem Ohr schrillt.
Für einige gar ein Vorbild.

Doch die Realität zeigt andere Wege.
Woran es denn nur läge,
daß man zweifelt, Kollege?

Bloß nicht hinter Kulissen schauen,
dann lieber sich nicht mehr trauen,
stattdessen Lösungen versauen.

Feindbilder stets Wege finden,
uns viel Unsinn auf die Nase binden.
Einfach so weiterschinden?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Griechenland: Alexis Tsipras Wandel mehr als absehbar

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Linke Politik wird keinesfalls geduldet

Die Hoffnung stirbt nicht zuletzt, sie zerstreut sich viel eher im knallharten politischen Geschäft, was ein jeder weiß, der sich mit ihm real auseinandersetzt oder mittendrin ihm ausgeliefert zweckdienlich folgt wie Alexis Tsipras, der seit zwei Jahren in einer Koalition mit der ANEL als Ministerpräsident Griechenlands regiert. Dessen Wandel war somit durchaus absehbar.

Gesamthistorisch betrachtet, erweist sich immer wieder, daß linke Politik keinesfalls geduldet wird, am Ende setzen sich mit neoliberalen Kräften konzernkapitalistische Vorgaben durch, insofern entspricht der Eindruck, kommt der Realität äußerst nahe, daß Tsipras SYRIZA ihr linkes Gesicht verliert, er selbst vom Revolutionär zum Konservativen mutiert.

Klägliche Versuche der Schadensbegrenzung

Können daher mitnichten fruchten. Dem schwindenden Rückhalt in der Bevölkerung wird Tsipras wohl kaum wirklich glaubwürdig per milliardenschwer beschlossenen Sozialpaket begegnen können, zu viel Enttäuschte haben sich längst von ihm abgewandt.

Sparen auf Kosten der wirklich Bedürftigen? Kommt einem das nicht bekannt vor, denken wir an den unsäglichen Kurs der hiesigen SPD und ihrer Agenda 2010? Stets dann, wenn die politische Staatsmacht ihre eigenen Pfründe gefährdet von dannen ziehen sieht, müssen halt die sozial Schwächsten im Lande dran glauben, das hat stets in sämtlichen Systemen genauso gefruchtet, wieso sollten da die Sozen eine Ausnahme machen.

Welch tiefgründige Widersprüche ergeben sich bei allen politischen Beobachtern? Einerseits die dramatische Rettung des kleinen Griechenlands vor lauter Schuldenlast und Sparzwangverordnung, gleichzeitig der offensichtliche Wandel des Alexis Tsipras, der auch nur sich den Gesetzen der Kapitalflüsse beugt.

Tsipras Belehrung gen Bundesregierung ein Fettnäpfchen mehr

Das sollte er lieber lassen, selbst wenn man gemeinsam mit einem jungen Emmanuel Macron sich wohl fühlt, das Bad in der Öffentlichkeit scheinbar genießt. Schon vergessen, welch große Summen in den Rettungspaketen gen Griechenland flossen, immerhin 256 Milliarden Euro?

Es geht nicht darum, daß ein Herr Tsipras kritisieren darf oder es eher sein läßt, sondern im eigenen Land besser seine Hausaufgaben zu machen, statt die derzeit angeschlagene BRD zu hinterfragen. Eine erneute deutsche GroKo könnte ihn schnell wieder auf den Boden der Tatsachen führen, auch wenn man mit einer solchen nicht unbedingt einverstanden sein muß.

Alexis Tsipras wäre insofern nicht nur gut beraten, seine eigene politische Richtung zu überdenken, sondern auch endlich seine ursprüngliche Haltung, schließlich schadet ihm wohl ziemlich offensichtlich das Bündnis mit der rechtspopulistischen ANEL.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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No risk no life – einfach nur ein blöder Spruch?

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Nackenhaare und mafiöse Strukturen keine zu-fällige Erscheinung

Leben ist Risiko, alles Leben ist Gefahren ausgesetzt. Die Erkenntnis oder das Wissen hierüber ist nicht der Tatsache geschuldet, daß unsere Urahnen uns dies in Form von Geschichten, weisen Sprüchen, Bibelzitaten vermittelt haben oder tun. Viel eher sind wir ausgestattet mit eigenen Gefahrenmeldern wie Angst, Grusel, Furcht, die sich unter-schiedlich bei jedem Menschen zeigen. Plötzliche Schweißausbrüche, Zähneklappern, Herzrasen und Nackenhaare aufstellen sind einige der Möglichkeiten, die sich einstellen, wenn Gefahren in der Luft liegen.

Apropos Nackenhaare aufstellen, diese Gefahrenwarnung kann man bei Säugetieren äußert effektvoll sehen, und auch wenn dies bisweilen heute wieder angezweifelt wird, es ist ein Vermächtnis der verwandtschaftlichen Herkunft, somit kann man davon ausgehen, daß die Schutzmechanismen, wie oben beschrieben, angeborene Sicherheits-wahrnehmungen sind.

Trotzdem sind Eltern die ersten Lebensjahre und darüber hinaus bemüht, ihre Nachkommen vor Gefahren zu schützen und das Risiko von Unfällen oder Unbill zu mindern. Die Begriffe „Helikoptereltern“ und „Rabeneltern“, ersterer steht für überfürsorgliches Sicherheitsdenken, der andere für nachlässiges oder nicht vorhandenes Schutzempfinden gegenüber Schutzbefohlenen, so die allgemeine Sprachauslegung, bedeuten sie die jeweiligen Spitzen der positiven und negativen Sicherheitszuwendung.

Das englische Wort für Sicherheit lautet „security“. Wer weiß das inzwischen nicht, denn in den letzten Jahren sind Firmen mit diesem Namen oder diesem Namenanhängsel quasi aus dem Boden geschossen.

Die Security, englisch security, Sicherheit, aus lateinisch securitas securus, sicher. (Duden) Sicherheit steht für behütet sein, Geborgenheit, Obhut, Schutz, Abschirmung.

Wer sich trotz Sicherheitswarnungen oder -hinweise einer Gefahr aussetzt, nimmt ein Risiko, ein Wagnis in Kauf.

Das Risiko, älter italienisch ris(i)co, Herkunft ungeklärt. (Duden) Andere Begriffe sind Wagestück, Abenteuer, Himmelfahrtskommando, Kamikazeunternehmen, Wagnis, Ex-periment.

Da man als nicht wissenschaftsabhängige Sprachbegeisterte die Freiheit hat, ohne Risiko des Dilettantismusvorwurfs, Sachverhalte in einem anderen Zusammenhang zu sehen, sei hier darauf hingewiesen, daß Risiko ohne weiteres aus „re“ und „securus“, also aus „zurück“ und „sicher“ abgeleitet werden kann. Das erscheint eine sinnfähigere Her-kunftsbedeutung als ungeklärt, oder?

Eltern machen ihre Schutzbefohlenen auf Gefahren aufmerksam oder wenden sie ab, wenn die Kinder noch zu jung sind, um diese abzuschätzen. Die meisten Eltern versuchen den Kindern Hilfestellungen anzubieten, damit sie selbständig die gleichen Gefahren oder ähnliche Gefahrenzonen erkennen, um sie eigenständig vermeiden lernen zu können.

Wie würden Sie Eltern nennen, die Kinder ihren weiteren Schutz verweigern oder sogar mit Strafen drohen, wenn das Kind ohne Hilfe der Eltern einen Weg gefunden hat, Unbill abzuwenden, also selbständige Entscheidungen treffen kann, ohne weiteren Schutz oder deren Beistand? Helikoptereltern oder Rabeneltern?

Und welche Begriffe fallen Ihnen ein, wenn Verantwortliche, egal in welcher Position, Ihnen jegliche Sicherheit absprechen, Sie bedrohen, wenn Sie anderer Meinung sind, eine Arbeitsstelle verlassen, die Partei wechseln, den Lebensmittelpunkt ändern?

Dies bedeutet eine wie auch immer geartete Überheblichkeit der Verantwortlichen und besagt, daß nur sie fähig sind, Sicherheit zu geben oder eben die Zurücknahme jeglicher Sicherheit, oder?

Die Mafia, italienisch maf(f)ia, erpresserischer sizilianischer Geheimbund, eigentlich, Überheblichkeit. (Duden)

Es bleibt ein mehr als fader Beigeschmack, verfolgt man zurzeit gewisse Aktionen und Handlungen von Personen und Gruppen, die nach politischer und wirtschaftlicher Ver-antwortung streben, wenn man die Zahl derer berücksichtigt, die sich warum auch immer von diesen Personen oder Gruppen distanzieren, oder andere Meinungen vertreten und öffentlich bekennen, daß ihre Sicherheit nicht mehr garantiert ist.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Hochkulturen: Blick zurück in die Vergangenheit

Mythen wohin das Auge nicht hinreicht?

Unser Weltbild gestaltet sich ziemlich unterschiedlich, je nachdem in welcher Kultur wir geboren, uns im Laufe des Lebens tatsächlich hinterfragend interessieren oder aber einfach hinnehmen, was uns vermittelt wird. Natürlich kann man es dabei belassen und im ohnehin sorgenvollen Alltag den Herausforderungen sich stellen, um in seiner wenigen Freizeit sich seinen Nächsten zu widmen und den Feierabend genießen.

Aber gleichzeitig gibt es stets Menschen, die sich eben nicht damit abfinden, was allgemein an angeblich gesichertem Wissen ihnen vermittelt wird, sondern neugierig jedwede Mythen zumindest ausführlicher betrachten, deren uraltes Gedankengut im direkten Vergleich zur allgemeinen Meinung verinnerlichen und daher vorerst akzeptieren.

Spitze Zungen unterstellen dann gern solchen Zeitgenossen, sie seien verklärt. Und während der Hinterfragende verhöhnt meist am Rande argwöhnisch beäugt wird, muß ein weltoffener Mensch, der vorurteilsfrei sich Mythen nähert, feststellen, daß trotz eindeutiger Spuren immer noch sie gern ignoriert werden, weil wohl nicht sein darf, was eventuell dem bisherig angeblich gesicherten Weltbild widerspricht. Stellen somit Mythen etwa eine Gefahr dar, ganz bestimmten Mächten ihre bösartigen „Werkzeuge“ zu nehmen?

Die älteste Hochkultur ebenso nur ein Mythos?

Wer kennt sie nicht, die historisch belegten Schilderungen über ganz bestimmte Hochkulturen, die gerade mal wie die Indus-Kultur 3.500 vor Christi Geburt ihren Anfang gehabt haben soll? Oder die Geschichte der Sumerer, die zeitgleich begann? Vielfältige Spuren und Zeugnisse in Form von archäologischen Funden dienen als gesichertes Wissen über die Historie des Menschen und seinen sogenannten ältesten Hochkulturen. Aber dennoch existieren ganz andere Überlieferungen und Mythen, bei denen solch junge Datierungen jener ältesten Hochkulturen viel eher verblassen im direkten Vergleich.

Die wohl wahrscheinlich als älteste darf die der Lemurier bezeichnet werden, sollten irgendwann einmal sich klare Funde bestätigen. Der Kontinent Lemuriah, auch bekannt als Mu, befand sich wohl im Pazifischen Ozean und soll zwischen 90.000 und 30.000 v. Chr. existiert haben, um dann bei einer riesigen Sintflut unterzugehen, die im übrigen weit vor der Sintflut von Atlantis stattfand. Jedoch besagen andere Quellen, daß dieser Urkontinent schon vor rund einer Millionen Jahre entstanden war. Das Alter eines Kontinents sagt nicht viel aus über die dort lebenden Menschen, allerdings waren die Lemurier unserer Zeit im Wesentlichen voraus, wenn man sich die Überlieferungen vergegenwärtigt. Übersetzt bedeutet Lemuriah. „Le“ für das gesegnete, „mu“ für Land, „ri“ für des gurrenden, lachenden Glücks und „ah“ für das alles hat.

Man kann das jetzt als weltfremd und sogar Hokuspokus abtun, um das bisherig gesicherte Wissen hochzuhalten, was so schrecklich einfach die bestehenden Welt-machtverhältnisse sogar erklärt, wenn da nicht ganz bestimmte, völlig andere Kulturen auf Erden exakt das „alte Wissen“ letztlich bestätigen, um somit eine heftig berechtigte Kritik zu unterstreichen!

Kasskara und die sieben Welten

Die Historie darf ohnehin keineswegs als ein gesichert fundiertes Wissen bezeichnet werden, alldieweil ganz besonders die Machtstrukturen bis hinein in die Wissenschaft selbst ihre Einflüsse unverblümt durchsetzen und somit sie äußerst kritisch hinterfragt werden muß! Darf man dann sogar uralt überlieferte Mythen dem gegenüberstellen und zumindest dessen Aussagen ernsthaft anzweifeln, um sie somit darüber hinaus als Tatsachen hinzunehmen, selbst wenn nicht alles wissenschaftlich belegt beantwortet werden konnte?

Man darf nicht nur, man muß, und manche tun es einfach, so wie der NASA-Ingenieur Josef F. Blumrich, der ganz ähnlich wie schon Frank Waters zuvor mit dem Indianervolk, den Hopi, Kontakt aufnahm und bei ihnen lebte, um dann in seinem Buch „Kasskara und die sieben Welten“ ausführlich der alten mythischen Überlieferung nachging. Dortigst entdeckte er einen direkten Zusammenhang zwischen dem Urkontinent Mu und denselben, den die Hopi schlicht als Kasskara bezeichneten. Wer sich diesem Thema nähern möchte, dem sei Blumrichs Werk unbedingt empfohlen. Hier kann man lediglich es als wichtigen Schlüssel zitieren, da der „rote Faden“ unserer Menschheitsgeschichte sich bestätigt, wer denn bereit, den allgemeinen Wissensstand zu hinterfragen.

Am Ende alte Mythen doch real?

Müssen wir angesichts der vielen Indizien alter Mythen die bisherige historische Entwicklung überdenken und daher vielmehr sie mit einflechten, um auf diese Weise der Menschheit ein allumfassendes Bild ihrer Herkunft zu vermitteln, welches ziemlich positive Erkenntnisse liefert, uns selbst wiederzufinden und zwar hin zu einem friedvollen Zusammenleben? Übersetzt man Hopi, so bedeutet es „Friede“. Nehmen wir diesen Gedanken mit und bleiben neugierig genug.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Ungeklärtes

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