Entscheidung zwischen Gefolgsmann oder Diener

https://pixabay.com/de/butler-tablett-getr%C3%A4nke-wein-sekt-1537384/

pixabay.com

Unterwürfigkeit trifft auf großes Herz – was dann?

Unsere Vorfahren haben zwischen den beiden Begriffen Gefolgsmann und Diener keine klare Definitionslinie gezogen, möglicherweise ein Grund, dies bis heute in vielen Anwendungsbereichen der beiden Wörter weiterhin gelten zu lassen.

Das Amt, mittelhochdeutsch amt, amb(e)t, ambahte, althochdeutsch ambaht(i), Dienst(leistung), aus dem Keltischen (Duden)

Andere Ausdrücke sind Dienst, Stelle, Mandat, Aufgabe, Funktion, Behörde, Dienststelle, Verwaltung.

Aus dem Keltischen Wort ambaktos, Gefolgsmann, entstand im Gotischen, andbahts, Diener. In der romanischen Form wurde es zu ambaisa, Auftrag, in der französischen zu ambassade, Botschaft und im italienischen zu ambasciata, Botschaft, Gesandtschaft.

Der Wortbegriff Amtsdiener bezeichnet einen Angestellten in untergeordneter Stellung und zeigt als Wortzusammenstellung von Gefolgsmann/Diener die Schwierigkeit der Trennung zwischen beiden Begriffen.

In der Schweiz wird der Begriff Amtsweibel, (Amtsdiener) für unterschiedliche Positionen angewandt. Der Amtsweibel ist zuständig für Boten-, Dienstgänge und fungiert als Saaldiener. Zudem gibt es je nach Zuständigkeit die Bundesratsweibel, Parlamentsweibel, Bundesgerichtweibel, Standesweibel, Ratsweibel, Gerichtsweibel, Stadtweibel. (Wikipedia) Die genaue geschichtliche Erklärung warum aus einer untergeordneten Amtsdienstbetitelung die Übernahme für höhere Positionen übernommen wurde, würde hier in diesem Kontext zu weit führen. Wer es also genauer wissen möchte, Literatur darüber gibt es zuhauf.

Wichtiger erscheint, das Wort „Weibel“ zu erklären. Es entstammt aus dem mittelhochdeutschen weibel, althochdeutsch weibil, Gerichtsbote, zu: weibōn, sich hin- und herbewegen. In der deutschen Sprache unschwer zu erkennen in dem Begriff „Feldwebel“. Und zu guter Letzt ein Hinweis aus dem Verb „weibeln“, das im schweizerischen Sprachgebrauch in etwa die Beschreibung von geschäftig umhergehen, werbend Kontakte knüpfen, Lobbying betreiben, bedeutet. (Wikipedia)

Synonyme für Gefolgsmann sind Freund, Jünger, Begleiter, Getreuer, Fan, Komplize, Mitstreiter, Lakai, Schüler, Sympathisant, Verehrer. Für Diener ersetzen wir auch die Begriffe Butler, Page, Lakai, Hausangestellter, Helfer, Laufbursche, Knecht, Sklave, Gehilfe, Handlanger, Zuarbeiter.

Vergleicht man die Synonyme für Gefolgsmann und Diener, stellt man fest, daß aus einem Schüler ein Knecht werden kann, aus einem Freund ein Zuarbeiter, aus einem Mitstreiter ein Laufbursche oder was auch immer Sie selbst als mögliche Kombination herauslesen mögen. Erkennbar ist jedenfalls ein Gefälle, grob gesagt von oben nach unten, das bedeutet, diese beide Begriffe stehen nicht auf „Augenhöhe“.

Ist dies ein Grund, warum Menschen in Amtspositionen oftmals zwischen den Aufgaben innerhalb einer Behörde und ihren persönlichen Befindlichkeiten sich hin- und herbewegen? Vielleicht schwanken sie genauso zwischen Gefolgsmann/Mitstreiter und zwischen Diener/Handlanger? Und führt diese Diskrepanz dazu, geschäftig umherzugehen, um den Anschein von „ich erfülle meine Arbeitsaufgaben“, oder um werbend Kontakte zu knüpfen, damit ein Wechsel zu einer anderen Position möglicherweise auch ein zufriedeneres Arbeitsklima verschafft, oder Lobbying betreiben, damit „Unterwürfigkeit“ sich finanziell ausgleicht?

Lohnt sich überhaupt ein Überdenken dieser Begriffe?

Und könnten sich andere Wortkräfte manifestieren, wenn das Wort Sozius, (sequi, folgen) Gefährte, Teilnehmer, Teilhaber, Partner, Gesellschafter anstelle von Gefolgsmann/Diener angewandt werden würde? Wäre es dann nicht leichter, gesellschaftlich, hilfsbereit, gemeinnützig, uneigennützig, karitativ (sozial) für die Gemeinschaft tätig zu sein?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Die fünf Wirtschaftsweisen hinken der Wachstumsspirale hinterher

https://pixabay.com/de/stoppuhr-zeitmanagement-zeit-2061851/

pixabay.com

Politik soll der Ausdehnung der Wochenarbeitszeit zustimmen

Genau in diese Bresche der Jamaika-Verhandlungen springen jene fünf Wirtschaftsweisen, zumal ausgerechnet die neoliberale FDP mit im Boot, die keinerlei Bedenken hat, Arbeitnehmer profitorientierend zu schröpfen. Kein Wunder, daß sie sich herantrauen, an die Politik zu appellieren, den Acht-Stunden-Tag abzuschaffen.

Gleichwohl verständlich, daß die Gewerkschaften sofort auf der Matte stehen, um dies berechtigterweise anzuprangern. Wenngleich etliche enttäuschte Arbeitnehmer eher skeptisch die Gewerkschaften beäugen, schließlich hatten jene sich simpelst hinter dem Rücken der SPD-Politik weggeduckt, als das rot-grüne Regierungsbündnis die Agenda 2010 ins Leben rief.

Weg von der 35-Stunden-Woche hin zur Arbeitsverpflichtung nach Gutdünken?

Um es sehr deutlich auf den Punkt zu bringen: Wachstum als das Allheilmittel ohne jedwede Bedenken, wann das Ende der Fahnenstange erreicht? Nach uns die Sintflut, Hauptsache der gebeutelte Arbeitnehmer folgt dem Weg nimmersatter Eliten? Wann beginnt endlich das große Aufwachen, was nicht nur hier im Lande völlig verkehrt läuft, sondern weltweit?

Work-Life-Balance, eine englische Wortkreation, die es auf den Punkt bringt, der Ausgleich zwischen Privat- und Arbeitsleben, in der Praxis versucht, genau das auch umzusetzen. Flexiblere Arbeitszeitmodelle mögen durchaus sinnvoll sich einfügen in der Bemühung, jene Balance zu verwirklichen. Aber niemals einseitig und mit Zwang, obendrein damit verbunden, letztendlich wesentlich mehr zu arbeiten, weg von einer mal angestrebten 35-Stunden-Woche hin zu 48 Stunden und gar mehr.

Der Arbeitszeitreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ermittelte, daß 17 Prozent der Beschäftigten sogar mehr als 48 Stunden in der Woche arbeiten. Keine gute Aussichten für all jene, die genau das anprangern. Während das Klischee vom Workaholic beim Chef, Rechtsanwalt oder Arzt bedient wird, äfft mancher „gewöhnliche“ Arbeitnehmer dieses nach? Mensch als Arbeitssklave ohne Privatleben?

Die Wirtschaftsweisen folgen den Spuren eigener Verfehlungen der Arbeitswelt

Zumal mit einem Blick auf die Liste, wer denn im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sitzt, wird schnell deutlich, warum man keine anderen Optionen erwarten sollte. Die fünf Wirtschaftsweisen sind somit unbedingt beeinflußt von der Idee ewigen Wachstums, statt gänzlich umzudenken.

Wann setzt endlich das Zeitalter von mehr Freizeit ein, hin zu Arbeitszeiten von täglich maximal 6 Arbeitsstunden, einem Grundeinkommen, ob bedingungslos oder nicht, einer völligen Neuorientierung, weil nicht nur der fortschreitende Globalismus wirkt, sondern Mensch endlich bemerken sollte, was wirkliche Lebensqualität bedeutet: sich wesentlich befreiter zu entfalten, ohne Zwänge, die Kreativität wirklich fördernd?

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ (Albert Einstein)

Schwierig in einer Wissens- und Leistungsgesellschaft, die obendrein ein komplett verkehrtes Bildungssystem installiert, welches kaum noch den nötigen Raum für Phantasie zuläßt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Wirtschaft/Finanzen

Veröffentlicht unter Wirtschaft/Finanzen | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Geteilte Stille

https://pixabay.com/de/frau-herz-meer-gef%C3%BChle-stein-kalt-1406639/

pixabay.com

Und als du gingst,
gingst du mit dir allein.
Und seit du gingst,
ist das Wir geteilt.

Weißt du noch,
wir achteten
beim Teilen
stets auf
die gleiche Menge,
damit keiner
zu kurz käme.

Wir liebten
nicht nur einander,
wir liebten
das gemeinsame
Miteinander.

Ich weiß,
du meintest es
immer gut mit mir.

Hast hie und da
verzichtet,
mich liebevoll
mit deiner
Wir-Hälfte
überschüttet.

Nun steh ich hier,
mein Herz ist kalt,
weil kein Laut
von dir mehr
mich erreicht.

Nimm fort von mir,
die Hälfte der Kälte,
ich will dafür dich
überschütten mit
der Wärme
meines Herzens,
deinen Heimgang
kann ich dann
besser verschmerzen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Stiller Atem im Raureif politischer Fakes

https://pixabay.com/de/landschaft-h%C3%BCgel-berg-steigung-690990/

Satirischer Rückblick…

And someone, you know, is it who makes… latürnich Sie wissen’s schon, wer verantwortlich für jenen aggressiven Ton: ein US-Mann ganz plump, dieser Donald Trump. Nö, bloß nicht wieder die Augen verdrehn, so gesehn, wird noch manch Tragisches geschehn. Aber stets die Welt sich schön saufen, man fühlt sich wohl im rechtsradikalen Haufen, nur nicht Farbe bekennen, dann besser mal Asylheime abbrennen, Gewalt stets die simpelste Variante menschlicher Schwäche – am Ende zahlt och Ihr die Zeche!

Ihr Köpfchen hält sie schräg, die Welt, woran das wohl läg? Klar doch, am Geld. Jenes grausame Joch, welches ganze Armeen lenkt, Mensch sich selbst nüscht schenkt, Hauptsache man angeblich Schuldige öffentlich henkt. Was fürn Hohn, Landesverteidigung in Europa wieder reale Option. Hatten wir das nicht zugenüge schon? Dieses Kriegstreiben, kein Frieden soll bleiben?

Längst vergessene Blicke tauchen auf, Mensch, stehste aufm Schlauch? Meinst, du kannst eigener Leere einen Sinn geben? Nix da, du zerstörst laufend anderer Leben! Kein Wunder, daß Menschheit auf dem Prüfstand sich befindet, dennoch sein Ego sich nonstop windet, schließlich werden Eliten hofiert, völlig ungeniert.

Ein Malheur beim Baden geschehen kann, auch sowas ist mal dran, gehört zum Alltag dazu genauso wie unpassende Schuh’. Mitnichten politischer Verrat, doch das geht wohl moderat, weil Geld im Spiel, ganz besonders viel. Drum hält RWE am Rahmenbetriebsplan fest, die Grünen kompromißbereit bis zuletzt. Siehste, Politik bleibt ein schmutziges Geschäft, jedwedes Machttreiben wird nachgeäfft.

Gilt och international, hat Mensch ne andere Wahl? Saudi-Arabien auf Provokationskurs unterwegs sich unverblümt traut, Rüstungsdeals alle Welt hat simpelst zugeschaut, ohne beizeiten dagegen einzuschreiten. Abschied in etwa ein Wiedersehen? Was wird noch alles geschehen, bis Mensch den Sinn der Schöpfung versteht, stattdessen das Zerstören weitergeht?

So sind Braut und Bräutigam einer irritierten Gesellschaft ausgesetzt, manch einer unnötig hetzt, obwohl Mußestunden einfach guttäten. Doch wer hält dabei die Fäden? Genau, Sie Oberschlau, eine dekadente Oberschicht, die nur auf eigenen Pfründen erpicht. Im Alltag einer abgehalfterten Gesellschaft verweilen? Es bleibt zum Weinen, man kann’s leider nicht verneinen.

Kein Mißgeschick, jenes Tanzen nach unsrer Musik, schon gar kein Glück, denn wer das Volk als Alibi benennt, bösartige Propaganda sehr genau kennt! Wenn der Winter anklopft, sind weiterhin Hirnwindungen verstopft. Was muß noch alles geschehen, bis Mensch eigene Verfehlungen wird sehen? Selbst dem Klima kann er kein Schnippchen schlagen, er tut’s dennoch wagen. Das wird weitreichende Folgen haben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn der Winter anklopft

https://pixabay.com/de/paris-nacht-frankreich-abend-859398/

pixabay.com

Dunkle Wolken ziehen stürmisch vorbei,
einerlei, ob du oder du dabei,
Herbstmode erneut der letzte Schrei.
Farbenfrohe Stoffe umhüllen lässige Gestalten,
des nächtens erste Fröste Böden erkalten,
Geschäftssinn muß stets sich halten.

Das Blau des Himmels scheint trügerisch herab,
doch man hält sich up to date auf Trapp,
woran wohl jene Emsigkeit im Vorborgenen lag?
Völlig egal, zerstörte Umwelt als Folge gewiß,
Hauptsache der Kunde folgt dem Beschiß,
manch einer Aufrichtgkeit vermißt.

Die Dunkelheit der Nacht mondlos ins Schwarz getaucht,
am Ufer der Seine eine rollige Katze faucht,
Enrique hat sich scheinbar seinen Fuß verstaucht.
Mit lautem Geschrei zwei finstere Gesellen fluchen,
ständig brüllend nach Streit suchen,
ob nicht auch sie was abbekommen vom Kuchen.

Keine Wärme im November mehr vorhanden,
Flieger auf vereisten Bahnen unsicher landen,
Unaufmerksame kommen somit zuschanden.
Wie lange noch müssen Ungeduldige warten,
bis dann bunte Pflanzen blühen im Garten?
In Erinnerung manch Winter, besonders die harten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Dem Klima ein Schnippchen schlagen

https://pixabay.com/de/ballon-fesselballon-ballonreise-2388436/

pixabay.com

Wenn die Atmosphäre Ihre Stimmung hebt

November, naßkalt, nebelgrauer Himmel, düstere, wenn nicht gar drückende Stimmung auf das Gemüt, das Wohlbefinden. Möglicherweise haben Sie das Glück und sitzen in einem hell erleuchteten Zimmer, die Umgebungstemperatur gaukelt Ihnen einen angenehmen Sommertag vor. Die stickige Luft, die durch die hellen Lampen und die auf Behaglichkeitsempfindung der Körpertemperatur eingestellte Wärme, wird schätzungsweise durch Apparaturen von Ihnen ferngehalten. Automatisch auf Helligkeit, Wärme und gesunde Luft geregelt, surrt, brummt, qualmt, dampft es nicht in Ihrer unmittelbaren Nähe, sondern im Kellergeschoß und auf dem Dach.

Da das Wetter seinen eigenen Zeitenablauf in Anspruch nimmt und nicht zur Gänze manipulierbar, (auch nicht durch Regentänze, Opfergaben) kamen die Menschen auf die Idee, dem Wetter mit anderen Mitteln ein Schnippchen zu schlagen. Grob gesagt, im Winter wird geheizt, und im Sommer die warme Luft durch Klimaanlagen vertrieben. Das haben unsere Vorfahren bereits in vereinfachter Form so gehandhabt. Wobei das mit der Klimaanlage eher ein Privileg der ganz Reichen war, denn wer konnte sich schon einen lebenden Fächersklaven leisten?

Nun gibt es im gesamten Verlauf des Lebens unberechenbare Vorkommnisse, die nicht unbedingt erklärbar und voraussehbar sind. So auch bei der Wärmeerzeugung oder bei der Wärmevertreibung. Kohlenmonoxidvergiftungen, Brände haben den Menschen immer wieder aufgezeigt, daß die Handhabung zur Annehmlichkeit eines selbstgemachten klimatischen Zustandes mit Gefahren verbunden ist. Selbst die scheinbar ungefährliche Klimaanlage durch einen Fächersklaven hatte ihre Tücken, konnte es doch ohne weiteres geschehen, daß der Fächende entweder durch zu langes Stehen in der Sonne einem Hitzschlag erlag oder durch die Schwüle ohnmächtig wurde.

Zur Hilfe Herbeieilende haben die Verunglückten aus der Gefahrenzone weggetragen und auf eine sichere Fläche gelegt, oder in „moderneren“ Zeiten in eine Klinik gefahren. Beides der Rettung dienlich und seltsamerweise demselben Wortstamm zugehörig.

Das Klima, spätlateinisch clima, griechisch klíma (Genitiv: klímatos), Abhang; geneigte Fläche; (geografische) Zone, zu: klínein, Klinik (Duden)

Andere Begriffe sind Wetter, Witterung, Atmosphäre, Stimmung.

Die Klinik, lateinisch clinice, Heilkunst für bettlägerig Kranke, griechisch klinikḗ (téchnē), zu: klínē, Bett, zu: klínein, (sich) neigen, (an)lehnen; beugen (Duden)

Synonyme sind Heilstätte, Spital, Krankenhaus, Lazarett.

Abhang, geneigte Fläche, (geographische) Zone, die Ableitung für Klima und Bett, sich neigen, anlehnen, beugen für Klinik, so weit hergeholt ist die kognitive Verbindung nicht, oder?

Zum besseren Verständnis, das Wort Klima bedeutet nicht nur eine sich ständig wiederholende Witterungsbedingung in einem Gebiet und eine künstlich geschaffene Raumtemperatur, sondern auch die Stimmung, Atmosphäre zwischen Personen, Gruppen. Im Nachhinein etwas schwierig wäre die Behauptung, das Klima sei das eigentliche Ursprungswort, aus dem sich das Wort Klinik herausgebildet hat. Dem muß man widersprechen, da das Bett ebenso eine geneigte Fläche darstellen kann, und schätzungsweise kognitiv die Herleitung durch das Flußbett bestand.

Die geographische Zone, die geneigte Fläche, die Atmosphäre eines Gebietes (Klima), das Niederbeugen zu einem Bett, um Kranke zu heilen (Klinik), außer der Neigung, der Beugung, das beide Wörter als Wortstamm beinhalten, wo kann hier ein Zusammenhang gesehen werden, sich ein Sinn erschließen?

Das Wort Atmosphäre ist möglicherweise ein Schlüssel, um diese Frage zu beantworten.

Die Atmosphäre, zu griechisch atmós, Dunst und sphaĩra, (Erd)kugel (Duden)

Andere Ausdrücke sind Luft- Gashülle, Ausstrahlung, Umwelt, Milieu, Stimmung, Feeling, Umgebung, Klima.

Egal auf welcher Fläche Sie sich gerade befinden, in einem Raum, in der Natur, Sie sind in diesem Raum, in dieser Umgebung ein Teil der Atmosphäre, Sie strahlen wie der Raum und die Umgebung Ihre Stimmung aus. Sie sind ein Teil des Klimas, weil Sie auf einem Teil der Fläche (Bett) Klinik sich aufhalten.

Falls Sie immer noch der Meinung sind, Klimaveränderungen hätten mit Ihrem persönlichen Angelegenheiten nichts zu tun, so werden Sie die Aussage dieses Textes möglicherweise erst verstehen, wenn Sie in der Klinik zur Genesung liegen, weil Sie wissen schon, unberechenbare Ereignisse das gesamte Leben auf Erden begleiten.

Wollen Sie dem Klima, dem Wetter ein Schnippchen schlagen, sorgen Sie dafür, daß das Klima, die Atmosphäre nicht vergiftet wird, das erspart Ihnen den Weg in die Klinik.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Tanz nach unsrer Musik

https://pixabay.com/de/leute-menge-revolution-menschen-2500990/

pixabay.com

Wer trägt denn heute noch Samthandschuh?
Modern ist, zu werfen den Fehdehandschuh!
Krawall machen, auf Teufel komm raus,
so und nicht anders kommt man groß raus.
Das ist wahre Meinungsfreiheit,
wahre persönliche Freiheit!

Nach Streit ist uns zumute, nach einem Gefecht,
los, laß dich reizen, auf zum Gefecht!
Übrigens, egal ob du dich einem Duell stellst,
Hauptsache die Ordnung wird auf den Kopf gestellt.
Und ist das Chaos perfekt, der Frieden gestört,
tanzt ihr nach unsrer Musik, uns gehorchend, ungestört.

Mit eiserner Hand sorgen wir für Ruhe und Ordnung,
Befehle, Pflichten, Gehorsam, Verehrung, in Ordnung!
Die Handschuhe dienen zudem fürs Perlen vor die Säue werfen,
die Hand bleibt sauber, für Geld läßt man sich gerne unterwerfen.
Wir tragen unverhohlen Sporen an den Stiefeln, damit uns jeder hört,
denn nur unsere Meinung ist die Freiheit, auf die ab sofort jeder hört.

Du meinst, dies ist ein lächerlicher Text, blöder gehts wohl nicht!
Weißt du was? Wen stört das schon!
Intellektuelle, Denker, Journalisten, Schriftsteller, Künstler,
helle Köpfchen aus Wissenschaft und Technik
werden weggesperrt, sind es bereits oder werden zumindest bedroht,
wer also kann diese Zeilen lesen?

„Das Volk!“
Da sind wir einer Meinung, war doch nicht schwer, gell?

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar