Vergessene Blicke

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Vergessene Blicke
tauchten auf.
Mahnende Worte
waren zu hören.
Die Wiese
war feucht.
Morgennebel,
letzte Spuren vom Regen,
tränenerfüllt von
ihrem Leben.

Versunkene Fußspuren
führen zum Ufer
des novemberkalten Sees.
Wärme von
fröhlichen Kindertagen
umspült ihr
versunkenes Herz.
Fast meint man,
ihr Kinderlachen
wieder zu hören,
und spürt ihre
neugierigen Augen
durch den Wasserspiegel
aufblitzen.

Dies ist kein Ort,
um Schwere
weiterzugeben,
dies ist der Ort,
um Leere
Sinn zu geben.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Landesverteidigung in Europa wieder reale Option

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Globales Wetteifern fordert etliche Szenarien heraus

Bloß sich nicht zurücklehnen und in Sicherheit wiegen, was heute gilt, mag bereits morgen Verschlafene eingelullt völlig überraschen, weil das Tempo gewisser Szenarien schneller die Realität bestimmt, als den meisten wohl lieb sein dürfte. Für den Moment darf Europa sich über eine Friedensphase erfreuen, während weltweit Überlebenskämpfe vorherrschen, Kriege toben, die Ergebnisse des Konsumrausches ihre gnadenlosen Spuren hinterlassen.

Wer seine Pfründe sichern will, entwickelt daher Strategien, sie keinesfalls wieder zu verlieren. Man stelle sich vor, die EU zerfalle in naher Zukunft, eine durchaus denkbare Möglichkeit angesichts eines längst erneut aufkommenden Nationalismus. Ein geheimes Strategiepapier der Bundeswehr simuliert dramatische Folgen, die angesichts des globalen Wetteiferns ohnehin etliche Szenarien herausfordern.

Krieg und Zerstörung ein Dauerzustand?

Stühle rücken in einer Welt schwindender Ressourcen, politische Systeme scheitern am Willen, tatsächliche Gerechtigkeit zu verinnerlichen, was nicht nur Chancengleichheit bedeutet, sondern eine faire Verteilung, in der Überreichtum gar keinen Platz haben darf. Solange manche Menschen ihre Reichtümer raffen, die stets per Ausbeutung erreicht, folgt die Spirale der Gewalt ihren Gesetzmäßigkeiten, die in Krieg und Terror münden.

Eine Welt voller Waffensysteme bedeutet somit, sie auch einzusetzen. Solange dies nicht uns selbst hier im noch friedlichen Europa betrifft, treibt die Rüstungsindustrie nonchalant ihr perfides Spiel. Während der Jahrzehnte des Kalten Krieges dämmerte die Bundeswehr vor sich hin, den Blick gen Osten gerichtet, um im Ernstfall den Eisernen Vorhang zu verteidigen. Inzwischen formiert sich jene Nato, Deutschland hat seinen Platz zentral in Europa gelegen einzunehmen, kann sich nicht weiter wegducken, der „Global Firepower Index“ offenbart zwischen den 126 Staaten die Schlagkraft der Armeen angesichts ausgefeilter Kriterien im Vergleich. Mit ein Indiz, daß global betrachtet längst die Weichen auf Krieg und Zerstörung als Dauerzustand gestellt? Man muß davon ausgehen.

Die Mär vom ewiglichen Wachstum bedeutet immer mehr Opfer

Was der Club of Rome bereits vor 45 Jahren mit den „Grenzen des Wachstums“ anmahnend formulierte, bekommt längst die Menschheit nunmehr zu spüren. Für genug Ablenkung wird weiterhin völlig unbedarft gesorgt in einer Welt des Konsums und elektronischer Spielereien, Hauptsache unkritisch Geblendete folgen dem Weg der Ignoranz, während eigentliche Profiteure davon zehren.

Es schließt sich der Kreis, ewiglicher Wachstum erreicht sein Ende, außer für genügend Zerstörungsszenarien wird gesorgt. Grenzen der Zumutung in Sichtweite, weil angesichts atomar, bio-chemischer Worst-Case-Szenarien Mensch sich nahezu selbst ausrottet? Wer steuert oder stoppt gar solche Entwicklungen, wenn nicht entsprechend Beherzte, die gleichwohl eben nicht an entsprechenden Schaltstellen sitzen, um intervenieren zu können?

Wer durchschaut das politische Intrigenspiel? Falls ja, es nützt nur nicht viel, wenn Menschen sich verschaukeln lassen, sich verlieren im gegenseitigen Hassen. Drum erkennt endlich den eigentlichen Sinn und Zweck: Sie nehmen Euch die Menschlichkeit weg!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Ihr Köpfchen hält sie schräg

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Ihr Köpfchen hält sie schräg
seit Milliarden Jahren.
In der Hoffnung, sie erspäht
einen Hinweis auf die Vorfahren?

Ab und an schwankt ihr Gleichgewicht,
und sie verlagert ihr schräges Angesicht,
um eine neue Position zu erhalten,
vielleicht auch als Wink innezuhalten?

Ist ihr bewußt, eine andere Orientierung
bedeutet nicht unbedingt Sondierung?
Ihr Alter schützt sie nicht vor Torheit,
verstärkt ihre Suche nach Verbundenheit?

Ihr Köpfchen hält sie schräg,
verzaubert, verträumt.
Es scheint, sie erwägt,
sich anzulehnen an einen Freund.

Ach, muß die Enttäuschung groß sein,
der Freund liebt nur sich allein.
Er glaubt seine Spezies, die Menschen,
wissen die Wahrheit ohne Grenzen.

Sie sind nicht nur gefühlskalt ihr gegenüber,
ihre Gedanken kämpfen die eigene Art nieder.
Ihnen fehlt das Verständnis der Dualität,
nur ein Austausch formt Individualität.

Ihr Köpfchen hält sie schräg,
man könnte vermuten, daß sie schläft.
Einige wache Geister, Wesen darüber streiten,
die Erde versteht damit besser die ihr Zugeneigten?

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Ex und hopp – digitales Zeitalter doch ein Flop

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Satirischer Rückblick…

Manch einer fühlt sich dabei trügerisch ganz top, so wie jener Choleriker überm Teich, letztlich ziemlich reich, nicht etwa an Ideen, die versagen, da nützt kein Flehen, just bei Twittergewittern man erleben kann mit Unbehagen. Aber dies scheint exemplarisch zu sein, wann geht das wohl in manch hohle Birne rein, Hauptsache mit der Obrigkeit munkeln und trällernd bei Schlagern schunkeln, im Rausche träumen solche die Welt sich schön, selbst wenn am Nordpol schon bald herrscht Föhn.

Apropos Mahnmale in der Natur, es nützten kaum ersonnene Taten in weiter Flur so wie der Baum des Jahres 2018 die Edelkastanie sein soll, ganz ohne Groll und bei vollem Verstand, Mensch fährt den Blauen Planeten erbarmungslos gegen die Wand. Welch Idiotie, manch einfachem Gesellen entgleitet auf die Schnelle, so was gab’s bisher noch nie, stets stieß Homo sapiens an seine Grenzen, jetzt kann nichts und niemand ihn mehr bremsen.

Das Zauberwort schwebt über ihm wie ein Bann: Wachstum soll es reißen, nicht irgendwann, sondern ewiglich lautet’s, diesen anzupreisen. Das zeigen auch die Jamaika-Verhandlungen hierzulande, oh Schande, da formiert sich ne angeblich neue politische Bande. Die kocht weiterhin mit Wasser ohne jedwedes schlechte Gewissen, Hauptsache den unbedarften Wähler beschissen. Der glaubt noch jenes Polittheater, ernüchternd schon bald der gähnend tiefe Krater, so gänzlich ohne wirkliche Vision bleibt alles wie vorher berechtigter Argwohn.

Selbst die angebliche Klimalüge uns nach diesem Wochenende kurzfristig beschäftigen wird, doch macht Mensch bestimmt die Rechnung ohne den Wirt. Er wurschtelt simpelst einfach so weiter, benennt nicht Roß und Reiter. Na, das wird heiter, Lobbyisten auf ihrer Karriereleiter, Wissenschaft wird halt abgestraft, Politik ihre Diäten zusammenrafft.

Zukunftsperspektiven in Abhängigkeit zündender Ideen, solches wird weiterhin stets geschehen. Der Lauf der Welt, Liza Minellis „Money Makes the World Go Round“ frapant sich hält, da nützet mitnichten der beste Sound. Lethargie allenthalben wie ein Krebsgeschwür kreatives lähmt, Gier sich niemals dafür schämt!

Es schließet sich der Kreis, ganz ohne Scheiß! Doch wer weiß, selbst wenn der Cyberkrieg auf dem Vormarsch sich präsentiert, durch US-Wahlmanipulation ein Donald Trump völlig ungeniert seinen Sessel erklimmt, was dabei rechtens oder nicht stimmt. Letztlich kräht am Ende kein Hahn danach wie hoch die Schmach.

Vielleicht ergeht es manch einem wie Michel und Angelo auf dem Klo. Wer zu hoch per Poker unterwegs sein Glück versucht, bleibt wohl verrucht. Das Ganze ein perfides Spiel, Figuren weder als Verlierer noch Gewinner erscheinen, das Ziel auch nicht bedeutet, sich etwa friedlich zu einen. Die Schöpfung erstaunt gen Mutter Erde zeigt: Mensch, du hast bald alles vergeigt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Michel und Angelo

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Michel und Angelo
stehen gemeinsam im Klo.
Sie pinkeln nicht um die Wette,
sie pokern um die Brünette.

Die, die oben mit ihrer Freundin sitzt
und in ihrem Rollkragen schwitzt,
weil sie nicht mit der schweißigen Hitze
gerechnet hat in dieser Almhütte.

Das machte sie interessant,
zudem gibt sie sich genant,
Michel und Angelo
lieben das Scheue im Wald und anderswo.

Auf der Toilette
führt Regie die Brigitte,
deshalb können sie nicht wettpinkeln,
bei Brigitte können sie sich das abschminken.

Sie aber hat Verständnis,
bietet an ein Pokerspiel als Kompromiß.
Bedingung, Geldeinsätze gehören ihr,
für den Gewinner ist frei das Revier.

Brigitte ist ein As in diesem Spiel,
Michel und Angelo verlieren viel, viel, viel.
Angelo gewinnt die letzte Partie,
er sieht sich mit ihr schmusen, und verliebt ist sie!

Weder die Freundin noch die Brünette sind an der Bar.
Sein Geld wärmt Brigittes Herz durch den BH.
Die Brünette surft im Internet, checkt Angebote,
ihre Mutter und sie verbringen den Urlaub auf Lanzarote.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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US-Wahlmanipulation: Cyberkrieg längst auf dem Vormarsch

Keine Ahnung von nichts – im Dschungel des Internets

Pokémon GO war gestern, in Wirklichkeit offenbart sich ein Cyberkrieg, der schon längst auf dem Vormarsch sein Unwesen treibt, anonym, äußerst effektiv mit ungeahnten Möglichkeiten, deren Tragweite immer größere Wellen schlägt. Nicht ohne Spuren, wenn auch wie bei der US-Wahlmanipulation eine klare Folge mit sich trug: Donald Trump in den Sessel zu hieven, sich als 45.US-Präsident tummeln zu dürfen.

Was die einen als miesen Versuch darstellen, die Verlierer des Clinton-Lagers würden Trumps Erfolg mißgönnen, findet mehr Beachtung all jener, die skeptisch den Einfluß per russischer Intervention beobachteten, ohne handfeste Beweise vorlegen zu können. Alles nur ein abgekartetes Spiel auf politischem Parkett im Taumel etlicher Finanzströme, die ihre gezielten Interessen umsetzen wollen? Sicherlich.

Facebook, Google und Twitter am Pranger?

Letztere Plattform bedeutet Donald Trump seit längerem eine Spielwiese seiner cholerischen Äußerungen, spitze Zungen kommentierten, dies sei die neue Art, Politik nach außen in die Welt zu posaunen. So ganz Unrecht haben sie keineswegs, die trump’schen Entgleisungen sprechen für sich, wer seine Twitter-Gewitter verfolgt.

Der Vergleich der drei sinnbildlichen Affen Facebook, Google und Twitter, die nichts hören, sehen oder sagen wollten, trifft ohne weiteres zu. Sie bieten ihre Plattformen feil, ein „Schlachtfeld ungeanhnter Ausmaße“, die wiederum Menschen erreichen, somit manipulativ ausgenutzt und beherrscht werden. Algorithmen, die dennoch am Ende am Pranger des Mißbrauchs stehen? Unbedingt, jetzt erst recht, wo die Katze aus dem Sack. Ob dabei jene drei Internetgiganten Federn lassen, weil sie eben eine gewisse Mitschuld tragen, bleibt mal dahingestellt. Bekanntlich verhilft Zeit und die daraus resultierende Schnellebigkeit, die gerade im Internet sich offenbart.

Wenn die „Lügenpresse“ von der Schippe springt

Zumal ausgerechnet jener Donald Trump alles andere als ein Freund der Medien, darf bereits von einer verkorksten Einstellung gesprochen werden. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeißen, Mr. President! Colin Stretch, Chef der Rechtsabteilung von Facebook, hat durchaus recht, wenn er von einem Angriff auf unsere Demokratie spricht. Die Leugnung, von alldem nichts gewußt zu haben, glauben etliche mitnichten Donald Trump.

Die drei „T’s“ des „Täuschen, Tricksen und Tarnen“ nehmen konkrete Formen an, wer hierbei noch von menschlichen harmlosen Schwächen spricht, verkennt die Tragweite. Tatsächlich sollten schnellstmöglich lückenlos die schleppenden Untersuchungen ein jähes Ende finden, es wird Zeit, die Russland-Affäre akribisch zu ahnden, bevor neue und andere Versuche der Manipulation sich verbreiten können. Dabei vermag sich eine US-amerikanische Administration durchaus gleichwohl direkt angesprochen fühlen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Zukunftsperspektiven in Abhängigkeit zündender Ideen

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Obwohl das Chaos blüht, verbleiben Heraus-forderungen

Eher selten erreichen sie uns, die Momente der richtigen Entscheidungen. Viel zu komplex sind unvorhersehbare Möglichkeiten, das Leben hat stets eine andere Überraschung für uns parat, mit der wir so gar nicht gerechnet haben. Mathematische Modelle folgen einer bestimmten Gesetzmäßigkeit, hingegen im realen Alltag die Fülle der Ausnahmen keinerlei Spielraum zulassen, sich in Sicherheit wiegen zu können.

Dabei blüht das Chaos, was nicht unbedingt gleich negativ sich entfalten muß, weil jeder es selbst in der Hand hat, das beste aus neuen Situationen für sich und sein Umfeld entdecken kann. Dennoch stellen sich für jeden Herausforderungen in einem anderen Licht, individuell gelebte Vergangenheit erfordert entsprechende Weichenstellungen, um im Hier und Jetzt sich zu verinnerlichen, wie zumindest die nahe Zukunft gestaltet werden will. Haben wir in solchen Momenten den Einfall, die zündende Idee einer neuen Perspektive?

Frieden eine trügerische Formulierung

Die zweite Strophe, die Der Graf der Aachener Band Unheilig im Song „Geboren um zu leben“ singt, beginnt mit: „Wir waren geboren um zu leben mit den Wundern jeder Zeit
sich niemals zu vergessen bis in alle Ewigkeit.“ Vollkommen richtig, in jeder Zeit haben Menschen den jeweiligen Herausforderungen, die das Leben ihnen abverlangte, sich stellen müssen, ob in Friedens- oder Kriegszeiten, wobei Frieden eine trügerische Formulierung beinhaltet.

Natürlich hängt das nicht nur vom jeweiligen Ort des Daseins ab, sondern an erster Stelle vom eigenen Befinden. Wie viele Kriege werden alltäglich ausgefochten im Alltag, in Beziehungen, in Schulen, in Gruppen, bei der Arbeit? Und wer sich selbst dabei vergißt und den anderen schadet, handelt bereits kriegerisch. Denn schon zwei Zeilen weiter betont der Song, wie wertvoll Leben sei, welches jeder spüre. Die Essenz dieses Satzes verdeutlicht eine Huldigung an die Schöpfung, dabei keinerlei bestimmte Religion ins Auge fassend, sondern ganz schlicht die tiefe, innere Überzeugung, die Liebe zum Sein selbst, die jeder in und um sich herum empfindet.

Kann man somit von einem Patentrezept sprechen, wie man sorgenfrei durchs Leben wandelt? Keinesfalls, weil der Kreis sich exakt hier schließt, die im ersten Absatz geschilderte Kette der Eventualitäten ihren Fortgang verdeutlicht. Jedoch jede Menge mögliche Hilfestellungen, auf die dürfen wir allemal hoffen, mit Sicherheit bieten sich uns verschiedene Aspekte, wenn wir sie in unser Leben lassen, sie bemerken, uns öffnen!

Eine Gesellschaft der Gleichgültigkeit verhindern

Ein moderates Beispiel gefällig, weil die bisherige Schilderung allzu abstrakt erscheint? Stellen Sie sich vor, wie ein Familienvater in der Mitte des Lebens, – keine Sorge, hier setzt nicht die typische Midlife-Crisis an, eine gleich zu Beginn unglückliche Formulierung, was ist schon die „Mitte des Lebens“, 40, 45 oder 50 Jahre -, plötzlich bemerkt, daß sein bisheriges Dasein wie ein Film an ihm vorbeilief. Und nun? Trennung von Frau, Kind, Beruf, mit welchen Konsequenzen?

Einerlei wie diese Entscheidung ausfällt oder gar am Ende alles beim Alten bleibt, wir können es nicht wissen. Sowohl die Literatur, die Filmwelt und das wirkliche Leben haben sich mit solchen Szenarien zu genüge auseinandergesetzt, es ist fester Bestandteil unseres Lebens. Viel entscheidender dabei: der Moment solcher Erkenntnisse. Jeder sollte sich die Zeit nehmen, sein Leben zu reflektieren, wenn er denn überhaupt die Möglichkeit dazu findet, nicht abgelenkt wird aus Sorgen, von äußeren Widrigkeiten, die ihn ausbremsen in seinem Sein.

Gefangener unüberbrückbarer Lebensumstände, ohne Perspektive, weil kein neuer, rettender Halt in Sicht? Unsere Gesellschaft sorgt dafür, daß Gleichgültigkeit, Lethargie, bishin zur Zunahme von Gewalt Wege der Zerstörung finden, keine Basis für inneren Frieden, sondern zu äußerst destruktiven Ergebnissen führen. Eine Mischung aus Mißtrauen, Lieblosigkeit, Gier verbunden mit viel Gefühlskälte nähren das Umfeld, um der Welt keinen Ansporn der Zukunft in Aussicht zu stellen. Wo kann da noch Optimismus sich Wege bahnen?

Gewalt ist immer die dramatischste Antwort geistiger Schwäche – Kommunikation die beste Option für Frieden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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