Jamaika-Aus keine Überraschung

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Kann die SPD mit großer Koalition punkten?

Die politisch unruhigen Tage scheinen vorbei zu sein mit dem Jamaika-Aus, welches letztlich keine Überraschung, zu unterschiedlich sind nicht nur jene vier Parteien, deren Standpunkte ergaben schlichtweg keinen gemeinsamen Nenner.

Allen voran nörgelte eine FDP ständig herum, witterte nach vier Jahren Bundestagsabstinenz neue Regierungsluft mit den gleichzeitig kundgetanen Optionen, sowohl Neuwahlen entgegenzublicken als auch die Rolle als Oppositionspartei zu füllen. Hat ein Herr Christian Lindner sich zu vorschnell aus dem Staub gemacht, der neue Parteislogan „Lieber nicht regieren als falsch.“ bereits im Vorfeld geplant? Niemand weiß es wirklich, ebenso ob die SPD mit großer Koalition punkten kann.

Schuldzuweisungen offenbaren die tiefen Gräben zwischen den Parteien

Insofern keineswegs verwunderlich, wenn rauhe Töne quer durch die Medienlandschaft sich verbreiten, Merkel sei Schuld, Hamburgs Grüne nörgelt an der FDP herum, „Lindner zocke mit unserem Land“, die AfD fordert gar den Rücktritt der Kanzlerin. Daß den Rechtsradikalen nichts besseres einfällt, liegt nahe, schließlich aalen sie sich in ihrer neuen Rolle als Oppositionspartei im Deutschen Bundestag so gänzlich ohne Regierungsverantwortung in Sichtweite.

Es bestätigte sich das Koalitionsgeschacher ohne Aussichten auf Ver-besserungen. Wenigstens geraten die Grünen nicht in Verlegenheit, ihre Standpunkte gänzlich über Bord geschmissen zu haben, auch wenn die Liberalen den umgekehrten Fall äußern, sie selbst fühlten sich von der Kanzlerin verraten, die eher den Argumenten der Grünen folgen würde. Ein Hin und Her ohne wirkliche Aussichten, sodaß Jamaika nicht zustande kommen sollte.

Die Rolle Steinmeiers von Bedeutung trotz wahrscheinlicheren Neuwahlen?

Man darf sich verwundert die Augen reiben, welch lobende Töne der Tagesspiegel zum Besten gibt, indem der Bundespräsident der „Mann der Stunde sei“, die SPD stets „in ihrer mehr als 150-jährigen Geschichte wusste, worauf es ankommt, die zuverlässig auf der richtigen Seite der Geschichte steht“, wie Stephan-Andrea Casdorff bemerkte. Unbedingt zu dick aufgetragen, vor allem hinsichtlich der Agenda 2010 und den beiden letzten großen Koalitionen, die einmal mehr offenbarten, daß die Union den Kurs bestimmte.

Der SPD-Vize Ralf Stegner beteuerte die Absage der SPD zur großen Koalition. Punkt. Neuwahlen seien dennoch keine Option? Das würde auf eine Minderheitsregierung Merkels hinauslaufen, die denkbar ungünstigste Regierungsform, weil die Bundeskanzlerin sich ständig um Mehrheiten bemühen müßte. Trotzdem scheint alles auf Neuwahlen ausgerichtet. Ob dadurch die Rechtsradikalen mehr Stimmen erhalten würden, bleibt mal dahingestellt, faktisch liefe es auf ein ähnliches Wahlergebnis hinaus.

Jamaika konnte allein schon deshalb nicht fruchten: Out Of Many, One People (zu deutsch: Aus vielen (Völkern) ein Volk), so der Wahlspruch der Jamaikaner, davon sind viele Menschen hierzulande äußerst weit enfernt, erst recht hinsichtlich rechtsradikal nationalistischer Töne.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Sie

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Ihr Gang glich
schwebenden Federn.
Den Geruch
von Bonbons
strömte sie aus.

Sie grüßte,
nicht jeden,
nicht immer.
Diese Tage waren
wie kalter Regen.

Schluchzen
konnte sie,
lachen.
Bei ihr schien
Verrücktes
Normalität
und auch
umgekehrt.

Dröhnende Musik
schallt durch Gassen,
ein laues Lüftchen weht,
schulterzuckend
geht sie ihren Weg.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Wenn Humor Brücken schlägt – weg vom Trübsal blasen

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Lach mal wieder

Wer kennt sie nicht, die Wirkung des Lachens, sodaß gesundheitliche Aspekte durchaus erkennbar vorhanden. Es gibt sogar ein wissenschaftliches Fach vom Lachen, die Gelotologie (von griech. γέλως gélōs, Gen. γέλωτος gelōtos „das Lachen“).

Es beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Lachens, den körperlichen und seelischen Aspekten. Ihr Begründer war der US-amerikanische Psychiater William F. Frey, der zunächst erstmal ein Medizinstudium absolvierte, bevor er sich zum Psychiater weiterbildete. 1964 gründete er in Palo Alto sein Institut für Humorforschung und das, obwohl die Scientific Community bezweifelte, daß die wissenschaftlichen Standards der Humor- und Lachforschung genügen würden. Somit blieb ihm nichts anderes übrig, als die Forschung aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Wagen wir, ein wenig in die Materie dieses interessanten Themas uns zu vertiefen. Der US-Immunologe Lee S. Berk konnte nachweisen, daß das Lachen mehr Abwehrstoffe im Körper bildet. Es wurden bei Menschen entscheidend höhere Werte im Blut festgestellt, die Tage zuvor herzhaft gelacht hatten als bei denjenigen, die es unterließen. Selbst die Fitness wird durchs Lachen gesteigert, die Verdauungsorgane dabei massiert, der Kreislauf angeregt, die Durchblutung verbessert, die Lungenfunktion erhöht, auch eine stärkere männliche Potenz konnte nachgewiesen werden.

In Studien stellte sich heraus, daß schon nach wenigen Minuten Lachen Schmerzpatienten eine mehrere Stunden andauernde Erleichterung empfanden. Wir bewegen beim Lachen immerhin rund 80 Muskeln. Exakt aus diesem Grund setzt oft nach dem Lachen eine angenehm empfundene Erschöpfung und Entspannung ein. Gelotologen haben sogar einen Tip parat, wenn es um die leidige Frühjahrsmüdigkeit geht: Lachen Sie einfach mal eine Minute lang herzhaft, es ist genauso erfrischend wie ein 45 minütiges Entspannungstraining.

Führen Sie sich vor Augen, was bei einer Autopanne geschieht. Hierzulande folgt in der Regel ein streßbeladener Wutanfall, Enttäuschung breitet sich aus, steht manchen ins Gesicht geschrieben. Probieren Sie beim nächsten mal ein völlig anderes Verhalten, so wie es die meisten Afrikaner handhaben. Diese lachen zunächst einmal lauthals über dieses Mißgeschick. Was geschieht dabei?

Ganz einfach, es werden die kreativen Bereiche des Gehirns aktiviert, Streß wird abgebaut. Dann folgt eine wesentlich entspanntere Haltung, um über eine Lösung des Problems nachzudenken. Wir gewinnen übers Lachen also einen Abstand zu Dingen, die uns belasten und haben einen leichteren Zugang zu neuen Perspektiven, die wir dann viel eher erkennen können. Die gesundheitliche Wirkung des Lachens kommt auch all jenen zugute, die aufgrund von Behinderungen oder Krankheiten an den Rollstuhl oder ans Bett gefesselt sind.

Längst gibt es einige gutdurchdachte, sehr wirkungsvolle Humor- und Lachtherapien: die Rote Nasen Clowndoktoren, Lach-Seminare, Lach-Yoga. In Deutschland gibt es sogar eine Lach-Kirche. Die Clowndoktoren heitern ganz gezielt die Patienten auf, hören sich deren Ängste und Sorgen an, natürlich geht dabei eine Absprache mit den Ärzten voraus. Durch die Lockerung vom tristen Krankenhausaufenthalt sollen die Patienten zur schnelleren Genesung gebracht werden.

Die meisten kennen nur zu gut die Wirkung, die ein lachender Mensch auf uns haben kann. Dieser wird unbedingt wesentlich angenehmer von seiner Umwelt angenommen als trübsalblasende Zeitgenossen. Öffnen sich einem lachenden Wesen mehr Chancen? Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß. Kinder lachen wenigstens 25 mal so viel wie Erwachsene. Somit ist der Gedanke sehr naheliegend, eine unbeschwertere, spontanere und spielerische Lebensweise durch das Lachen wieder zu erhalten. Auch lohnt sich selbst grundloses Lachen, denn unser Gehirn unterscheidet eben nicht zwischen dem unechten und echten Lachen, sodaß auf alle Fälle dennoch der positive Effekt einsetzt.

Der Gründer der weltweiten Yoga-Lachbewegung, Madan Kataria, führte 1998 den Weltlachtag ein, findet jährlich am ersten Sonntag im Mai statt. Punkt 14 Uhr deutscher Zeit wird für eine Minute gemeinsam gelacht. Er verkörpert den Weltfrieden, wie der Gründer betonte, mit dem Ziel, ein globales Bewußtsein der Brüderlichkeit und der Freundschaft durch das Lachen selbst zu erreichen.

Einfach mal wieder lachen, es kann so befreiend sein, auch wenn es genügend traurige Nachrichten gibt. Selbstverständlich kann das Lachen die Probleme nicht beseitigen, aber dennoch ein Stückweit uns helfen, den Alltag ein wenig erträglicher zu gestalten, unabhängig von gesundheitlichen Vorteilen, die dabei noch begleitend einsetzen mögen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Beginnt oder endet Rigorismus im Graben?

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Fallgruben und Intrigen verhindern Besserung

Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein: Wirklich? Das Bibelzitat aus dem Buch Kohelet 10,8: wer eine Grube gräbt, kann hinein fallen, scheint gerade in der jetzigen Zeit bei vielen Menschen nicht mehr im Bewußtsein zu sein, oder doch zumindest fühlen sie sich sicher, ihnen passiert so etwas nicht. Wie sonst ist zu erklären, daß rigoros Ansichten als Tatsachen verkauft werden, daß Lügen, Fakenews als die verschwiegenen Wahrheiten publiziert werden, daß Meinungsfreiheit nur für hetzerische, hämische Äußerungen gelten, aber Satire als Angriff auf die Persönlichkeit.

Rigorosität ist ein Bestandteil des täglichen Lebens, des Umgangs miteinander geworden. Brutalität, Grausamkeit, Härte, Rücksichtslosigkeit, Schärfe, Strenge, Unbarmherzigkeit, Unerbittlichkeit (alternativ Vorschläge Duden) begegnet man häufiger als noch vor ein paar Jahren, Beispiele: in den sozialen Medien (Drohungen, Häme, Hetze), bei Unfällen (Gaffer, keine Hilfe leisten, Hilfe behindern), im Straßenverkehr (rücksichtlose Überholmanöver, Bedrängung durch dichtes Auffahren), beim Einkaufen ( Vorgedränge, Handgreiflichkeiten um Schnäppchen bis hin zu Körperverletzung), beim Reisen, auf dem Weg zur Arbeit, Spazieren gehen (Berauben, Anpöbeleien bis hin zu Totschlag).

Natürlich schwanken immer wieder im Zeitenablauf gewisse Vorkommnisse und Begebenheiten, so soll nicht der Eindruck entstehen, das hätte es früher nicht gegeben. Vielleicht nicht in der direkten vergleichbaren Form, aber Intrigen in und um ein Staatswesen gab es schon immer (Drohungen, Häme, Hetze), Hilfe verweigern, um eigenes Weiterkommen zu fördern (Gaffer, keine Hilfe leisten, Hilfe behindern), auf Pferden oder mit Kutschen seinen „Stand ausnützen“ (rücksichtsloses Hineinreiten in Personen, Bedrängung), Gedränge beim Verteilen von Essen oder Gerätschaften, (Handgreiflichkeiten bis hin zu Körperverletzung), Räuberische Überfälle, Pöbel auf den Straßen.

Erklärungen für die übrigens nicht vollständige Aufzählung gab und gibt es zuhauf. Geändert haben sich lediglich Zeit, Ort und Auslöser.

Interessanterweise waren und sind solche Vorkommnisse gerade durch ein rigoroses Handeln in sozialer, wirtschaftlicher, moralischer Hinsicht die Auslöser für rigoroses Verhalten. Ob heutzutage auf allen Kanälen, in den Medien oder früher auf den Marktplätzen, in solchen Zeiten sind Rigoristen überall präsent.

rigoros, (französisch rigoureux), mittellateinisch rigorosus, streng, hart, zu lateinisch rigor, Härte, zu: rigere, starr, steif sein. (Duden) Andere Begriffe sind drastisch, energisch, hart, unerbittlich, rabiat, rücksichtslos.

Der Rigorismus, wohl französisch rigorisme, zu lateinisch rigor, Steifheit, Härte, Unbeugsamkeit. (Duden) Synonyme sind Starrheit, Sturheit.

Allgemein: eine überstrenge, starre Denk- und Handlungsweise, die an Grundsätzen und Prinzipien festhält, ohne Rücksicht auf die konkreten Bedingungen und Situationen. Im engeren Sinne: ein ethischer Standpunkt, nach welchem die Moralgesetze unter allen Umständen einen verpflichtenden Charakter besitzen. (Wikipedia)

Oder anders formuliert, der versucht, mittels Halsstarrigkeit, Starrköpfigkeit, Verstocktheit, Rechthaberei, Borniertheit, Trotz, Dickköpfigkeit, Verbissenheit seine Ansichten, Meinungen, Gefühle durchzusetzen.

Wo ist nun ein Zusammenhang zwischen dem eingangs erwähntem Zitat und den Moralaposteln, den Wahrheitsflüsterern, den Rufern nach Zucht und Ordnung?

Als Rigole bezeichnet man einen Graben, eine Furche, eine Vertiefung, eine Rinne. Je nach Tiefe eines Grabens ist die Sicht auf das Umfeld eingeschränkt und nur eine beengte Sichtweise möglich. Kommt hierzu noch, möglicherweise durch den Aushub ein starrer, steifer Hals hinzu, ist die Sicht quasi gleich null, oder zumindest sind die Perspektiven minimal.

Wer „Wahrheit“ ans Licht bringen will, buddelt in sämtlichen „Böden“, die „Werkzeuge“, die benützt werden, sind je nach Bodenbeschaffenheit, Intrigen, Lügen, Ängste, Drohungen, womit die gleichen Werkzeuge benützt werden, die als Gründe angegeben werden, diese „Wahrheitsgruben“ auszuheben, und folglich demselben Effekt seine eigenes Sichtfeld zu begrenzen.

Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen. Wirklich!

Veränderungen erreicht man nicht dadurch, Gruben auszuheben, sondern Gräben zu schließen, Brücken zu bauen, Vertiefungen an die bestehende Fläche anzugleichen, Wasser in Rinnsalen wieder zum Fließen zu bringen, kurzum, seine Sichtweise zu vergrößern. Dazu gehört allerdings, die Fähigkeit der Kommunikation, seine Prinzipien einer ständigen Hinterfragung auszusetzen, Toleranz gegenüber Andersdenkenden, ein hohes Maß an sozialer Verantwortung.

Solange Halsstarrigkeit, Rechthaberei, Borniertheit, Rücksichtslosigkeit als Stärke und Beweis für energisches Handeln angesehen, solange werden Fallgruben gebaut, Intrigen geschürt werden. Solange gräbt die Menschheit ihre eigenen Fallen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Unsicheres Geraune zwischen Fakes und knallharter Politik

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Satirischer Rückblick…

Sie meinen, das sei alles ein Trick? Kein Zurück, weil doch so schick? Seit Menschengedenken haben die Eliten ohnehin nichts zu verschenken, sie werden sich och jetzt für niemand ein Bein ausrenken, drum jenes Koalitionsgeschacher in Berlin sowieso ein Lacher, selbst wenn manchen das anders schien. Wer an Märchen glaubt, wird um seinen Schlaf beraubt, während der Leichtsinn sich nach oben schraubt.

Des Menschen letzter Wille ne geteilte Stille? Mit Sicherheit nicht ist er darauf erpicht, schließlich gilt es doch, daß er aus dem Paradies hervorkroch. Welch simple, bösartige Mär, auch die fünf Wirtschaftsweisen hinken der Wachstumsspirale hinterher, die nicht ewiglich fruchten kann. Mannomann!

Die Entscheidung zwischen Gefolgsmann und Diener geht stets einher. Na, das ist wohl nicht allzu schwer, wie sie ausfällt: Es wirkt meist mit entsprechendem Geld. Wie jener Kreislauf tickt, total verrückt. Was früher schon Nazi-Herrschaften gelang, gelangt nicht zurück irgendwann, sondern jetzt wird wieder gehetzt. Polnischer Rechtsruck alles andere als harmlos daherkommt, Zustimmung aus Warschau folgt prompt.

Man sich zurecht ohne zögern fragt, wo bleibt die Zivilcourage Kunstschaffender, einfach klammheimlich vertagt? Wort-Bruch ein fader, geschmacklos stinkender Geruch, welch Fluch! Das gilt für alle Herrschaftssysteme, auf daß Mensch sich endlich mal dafür schäme. Fehlanzeige, man tanzt nach diktatorischer Geige, Nordkoreas weltweite Isolation kaum durchzuhalten ist, da hülft keine noch so raffinierte List.

Gedankenzauber mag für eine Weile im Rampenlicht stehen, doch die Wirklichkeit offenbart das schreckliche Geschehen. All die Gier will endlos sich ausbreiten. Herrschaftszeiten, stoppt jenen kranken Kreislauf! Die EIA deckt zwar den illegalen Rosewood-Handel auf, doch folgen auch Konsequenzen drauf?

Was kommt nach dem großen Fressen, den Hunger aufessen? Mensch gibt sich dermaßen vermessen, vergißt den Sinn, warum er auf Erden. Schaut überall hin, sitzt hoch zu Roß auf teuren Pferden, ohne Sinn und Verstand fährt er seine Existenz gegen die Wand. Empathie, gab’s die noch nie? We will see.

Daß es auch ohne geht, vergiß es, zu spät. Mensch hat sein Scherflein zu tragen, wird es somit nicht wagen, nachzufragen, was stets verkehrt läuft, wenn sich bösartiges mal wieder häuft. Drum kann sich Rassismus an der Uni Leipzig ohne ernsthafte Folgen ausbreiten. Ein Hinübergleiten in angeblich überwundene Zeiten?

Leute, Ihr müßt Euch darauf vorbereiten, wenn solch Pöbel erneut sich zu etablieren versucht. Wenn nicht, verflucht, sie Euch das Fell über die Ohren ziehen, dann hilft selbst kein Fliehen. Seid wachsam, bevor es zu spät, manch Geist Euch anrät.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Es geht auch ohne

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Der Text ist weg,
der Text ist weg!
Geschimpfe!
Flüche!
Keinen Zweck!
Keinen Zweck!

Der Zweck ist weg,
der Zweck ist weg!
Geschimpfe!
Flüche!
Keinen Text!
Keinen Text!

Der Text braucht keinen Zweck.
Der Zweck braucht keinen Text.

Drum sind sie weg!
Drum sind sie weg!

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Empathie

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Jeder ist dankbar, wenn ihm in einer schwierigen Lebenssituation jemand begegnet, der die Fähigkeit zur Empathie hat. Doch scheint diese Fähigkeit immer mehr zu bröckeln oder sie wird missbraucht. Politiker, Intellektuelle und kommerzielle Massenmedien betreiben ein florierendes „Geschäft“ mit den Gefühlen der Menschen.

„Die Seele verhökert, weil Sinn entleert…“ sang Herbert Grönemeyer schon 1988 in seinem Titel „Keine Heimat“.

Und hier kommen wir zum Kern des Problems. Wir sind sehr wohl zur Empathie fähig, wenn wir damit Geld verdienen können. Die Zahlen müssen ja schließlich stimmen! Aber wie ist es, wenn uns Empathie etwas kostet: Geld, Zeit, Nerven?

Der Mensch neben uns, seine Qual, seine Wunden, die Ungerechtigkeit, die er erdulden musste und weiterhin erdulden muss? Aber auch die Liebe, die Dankbarkeit, den Segen, den er zu geben hat. Die immateriellen Werte, gibt es sie heute noch?

Jemand mag sich angesichts des immer mehr ansteigenden Weltschmerzes fragen, wo soll ich anfangen, um nicht im Tränenmeer der Menschheit selbst Schiffbruch zu erleiden? Uneigennützigkeit, kann man die sich in den heutigen Zeiten überhaupt noch leisten? Es ist schwierig geworden, sehr schwierig, das gebe ich zu. Also wo ansetzen? Welchen Lösungsansatz habe ich zu bieten, dass ich mir anmaße, dieses Thema hier ein wenig zu verbreiten?

„Der Sinn des Lebens ist der Dienst am einzelnen Menschen.“ Diesen klugen Satz las ich einmal als Jugendliche als Fazit des Liudi Magister Knecht im Roman „Das Glasperlenspiel“ von Hermann Hesse.

Dieser Gedanke war immer mein Boot geblieben, mit dem ich durch die tosenden Fluten der aufgewühlten Menschheitsseele schipperte. Er war für mich Maßstab, weil ich mir sagte: Ich kann nicht allen Menschen helfen, aber einigen.

Und ich muss ehrlich zugeben: Ich bin keine Freundin von Eintagsfliegen. Ich liebe Kontinuität, Treue, Verlässlichkeit. Deswegen werde ich wahrscheinlich auch nie in die Heldenreihe von besonders aufopferungsvollen Menschen eingehen. Aber doch fühle ich mich ein wenig wohlgeleitet, in meinem kleinen Schifflein namens Empathie.

Gesine Tettenborn

Kategorie: Essays

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