Wiederholung der Kohl-Ära rückt in mögliche Nähe

Neoliberale Politik soll unter allen Umständen durchgesetzt werden

Die Toten soll man ruhen lassen, dies steht außer Frage, was somit auch für den verstorbenen ehemaligen sechsten Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl gilt. Schlimm genug jene Schlammschlacht mit zu verfolgen, die dessen Witwe sich leistet. Ob das im Sinne des Pfälzer Urgesteins sein mag, kann man durchaus hinterfragen.

Bei der 19. Bundestagswahl im September rückt allerdings die Wiederholung der Kohl-Ära in mögliche Nähe, Angela Merkel strebt die 16-jährige Zeit des Exkanzlers an, obendrein spricht viel für eine schwarz-gelbe Koalition, die neoliberale Politik soll unter allen Umständen durchgesetzt werden.

Von Lernfähigkeit keine Spur – die Wähler lassen sich weiterhin täuschen

Ein Desaster kommt auf uns zu, wenn man bedenkt, mit welcher Blauäugigkeit die Wähler sich weiterhin täuschen lassen. Gewisse Stimmen nutzen das für ihre Zwecke, wenn diese auch in eine vollkommen verkehrte Richtung laufen, Rechtsradikalismus hat weder in Deutschand noch europa- oder gar weltweit etwas in der politischen Landschaft verloren.

Die bisherigen Regierungsbündnisse geben jedoch genügend Anlässe, sie äußerst kritisch zu hinterfragen. Die Fortsetzung derzeitiger Politik stellt nicht nur eine Farce dar, sie unterstreicht auch ihre ignorante Dekadenz. Dabei spielt es weder eine Rolle ob per großer Koalition oder der nunmehr wahrscheinlichen Wiederholung mit Schwarz-Gelb regiert wird, faktisch ändert sich nichts für die gebeutelte Bevölkerung.

Die Grünen zerlegen sich selbst, zumal die Umfragewerte auf einen Maximalwert von acht Prozent hindeuten, nicht nur mit der heimlichen Videoverfilmung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann offenbart sich keine Geschlossenheit, sondern schon viel länger im Vorfeld Zerstrittenheit.

Das Gezetere der SPD nützt nichts

Der Schulz-Effekt hat sich bekanntlich erübrigt, was scharfe Beobachter völlig zurecht längst im Voraus wußten. Thomas Oppermanns Warnuung vor Schwarz-Gelb darf man getrost als unnötiges Gezetere werten. Diese SPD hat ohnehin sehr viel Vertrauen in der Wählerschaft verloren. Wenn die Sozialdemokraten die Gelegenheit hätten, mit den Stimmen der Liberalen die Regierung zu stemmen, würden sie keine Sekunde zögern.

Das gilt ebenso für alle anderen möglichen Regierungsbündnisse, ob mit oder ohne SPD, die Union wird über die neue Regierung bestimmen, jetzt wo die 40-Prozent-Marke in die mögliche Nähe rückt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Die Linke als drittstärkste Partei im Deutschen Bundestag die Opposition anführen. Für Deutschland bedeutet das die Fortsetzung jenes neoliberalen Kurses. Viele zetern, ändern tut sich trotzdem nichts.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Mein Dreifachschutz

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Fast wärst du mir abhandengekommen,
doch die Pfütze erinnerte mich an Wasser,
als der schwere Lastwagen es durchfuhr,
die Tropfen sprangen wie beim Planschen
auf die Erde auf und hoch und auf und hoch,
leer war meine Hand,
tanzende, sprudelnde Gedanken
purzelten durch meinen Verstand.

Wo warst du nur abgeblieben,
wo hab ich dich das letzte Mal gesehen,
gebe Gott, daß ich dich wiederfinde,
kein anderer deinen Knauf
mit seiner Hand umwinde!
„Hallo, hallo, den haben Sie vergessen!“

Triefend naß, von Kopf bis Fuß,
keiner meine Tränen im Gesicht erkennt,
stolziere ich mit dir neben mir
durchs Regenspalier,
durch jedes Wetter,
du bist mein Krückstock,
meine Hilfe beim Gehen,
du mein Sonnen-Regenschutz,
du mein Verteidiger in Not,
du mein geliebter Stockschirm.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Sein oder Nichtsein – die Antwort hat Mensch selbst in der Hand

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Trotz getrübten Blickes Hoffnungsschimmer?

Der angeblichen Überwindung des Kalten Krieges, eine großartige Chance bot sich im Herzen Europas mit der Wiedervereinigung Deutschlands, folgt über ein Vierteljahrhundert später nicht nur ein erneuter kalter Krieg, vielmehr eine weltweite Destabilisierung ungeahnten Ausmaßes. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs fühlen sich gerade die USA dazu berufen, die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Selbstverständlich tauchen dabei verschwörungstheoretische Szenarien auf, die alles andere als verharmlosend die Menschen informieren und warnen wollen, dabei stets eigene Zwecke dienlichst im Auge, der Manipulation wird somit Tür und Tor geöffnet. Mit der unübersehbaren Zunahme weltweiter Arbeitslosigkeit, einer Armut bis hinein in die reichen Industrieländer, ergeben sich Räume für extremistische Strömungen.

Sowohl die Neue Rechte als auch speziell islamistische Terrorbanden nutzen diese neu entstandene Konstellation, dazwischen meinen die betroffenen Staaten, sie könnten derartige Entwicklungen gezielt kontrollieren. Daß dabei Bürger- und Menschenrechte peu à peu verlorengehen, scheint den Staatsmächten mehr als recht und billig zu sein. Eine gewisse Absicht verbirgt sich unübersehbar dahinter, schließlich gilt es, überreiche Eliten zu hegen und zu pflegen.

Die Menschheit steht vor ihrer größten Herausforderung: dem Überleben. Mit kriegerisch-terroristischen Szenarien, meist bewußt geschürt, einer zunehmend sozialen Schieflage sowie weltweitem Elend spitzt sich die Lage dramatisch zu, parallel einhergehend eine Umweltzerstörung gigantischen Ausmaßes, deren Folgen bereits jetzt schon Mutter Erde zu spüren bekommt.

Das alles scheint bestimmten Herrschaften der Politik und Wirtschaft zu wenig zu kümmern, Hauptsache die eigenen Pfründe sind gesichert. Wer tatsächlich meint, eine solche Entwicklung könne ewiglich fortgesetzt werden, scheint die Rechnung ohne den Wirt zu machen, die da lautet: Chaos verbündet sich zu rechtsfreien Räumen, nicht nur unkontrollierbarer Terror nimmt zu, sondern gleichzeitig brechen zivilisierte Systeme zusammen, neben gezielt kontrollierten Gebieten herrscht Anarchie überall dort, wo Staatsmächte an Einfluß verlieren. Die No-go-Areas von heute nehmen somit zu.

Alles Gründe, resigniert in die Zukunft zu schauen? Im wesentlichen kann man dies keineswegs verneinen. Dennoch besteht nach wie vor Resthoffnung, daß in manchen Gebieten dieser Welt Oasen des Friedens aufrecht erhalten werden können. Aber der Preis dafür könnte sehr hoch sein, an deren Grenzen mögen schreckliche Kriege toben, die Menschheit wird erheblich dezimiert ihrem möglichen Ende entgegenblicken.

Wer glaubt, daß heutige Herrschaften solche Überlegungen nicht längst wissen, sollte sich selbst die Frage stellen: Warum ändern sie nichts an ihren Machtansprüchen? Die Antwort darauf könnte ohne weiteres skuril und unlogisch ausfallen. Denn wer sich das eigene Grab schaufelt, denkt erheblich kurzfristig, vielleicht auch deshalb, weil Ausbeutung den Blick für ein friedfertiges Miteinander trübt vor lauter Haß und Raffgier.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Das Ende von was auch immer

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Den Roman zu Ende gelesen, den Film zu Ende gesehen, die Beziehung einer Partnerschaft ist zu Ende, die Reise ist zu Ende, das Gezänk der Nachbarn ist zu Ende, die Ferien sind zu Ende, das Leben ist zu Ende. Im Laufe eines Daseins gibt es die mannigfaltigsten Enden, aus, vorbei, Schluß, Punkt. Wobei natürlich „Ende“ nicht unbedingt bedeuten muß, daß ein schreckliches Ereignis vorliegt, wie zum Beispiel, es ist keine Schokolade mehr im Haus. Das Ende von Schmerzen, das Ende von Ungewißheit in jeglicher Form sind positive Erfahrungen vom Ende.

Das Ende, mittelhochdeutsch ende, althochdeutsch enti, äußerster räumlicher oder zeitlicher Punkt, ursprünglich, vor einem liegendes. Andere Begriffe sind, Abschluß, Exitus, Abgang, Finale, Beschluß, Schlußstrich.

In der ursprünglichen Aussage, vor einem Liegendes, kann nicht von einem wirklichen Ende gesprochen werden, so wie das Wort in der jetzigen Bedeutung angewandt wird, als absoluter Schlußpunkt, selbst der äußerste räumliche oder zeitliche Punkt erklärt kein wirkliches Ende.

Stellt sich hier eventuell die Frage, haben unsere Vorfahren bereits in der Wortfindung die Erklärung geliefert, daß es möglicherweise nie ein tatsächliches Ende geben wird? Woher nahmen sie dieses Wissen, und ist es wirklich unvorstellbar, das Ende? Das Ende von was auch immer?

Ist der Tod nicht das Ende des Lebens, ist die Tatsache, daß eine Sache nicht mehr vorhanden ist, nicht auch das Ende dieser Sache oder dieser Sachen? Ist der Weg nicht zu Ende, wenn man vor einer Schlucht steht, ist die Kraft nicht zu Ende, wenn man sich verausgabt hat, erschöpft ist?

Ja und nein! Der Tod ist zwar das Ende des Lebens für ein Wesen und für Pflanzen, dennoch ist das „gewesene Leben“ rein faktisch nicht nur in der Erinnerung der Nachfahren vorhanden, sondern als Substanz, als Materie in einer anderen Form, die selbst in ihrer „Auflösung“ in andere Stoffe nicht als zu Ende betrachtet werden kann, denn selbst in minimalsten Bestandteilen ist ein Vorhandensein eben ein Vorhandensein und kein Ende.

Wenn die Schokolade aufgegessen, ist die Schokolade zwar nicht mehr sichtbar, aber sie ist dennoch vorhanden, auch sie weiterhin in einer anderen Form. Die Kluft, die sich an einer Schlucht auftut und ein Weiterkommen verhindert, ist de facto nicht wirklich ein Ende, da sie mit verschiedenen Arten von Hilfsmitteln überwunden werden kann.

Selbst das Szenario eines Weltuntergangs, also die Zerstörung der Erde, ist kein definitives Ende. Die Erde wird in ihren Bestandteilen sich in den Weiten des Weltalls auflösen. Und sollte das Weltall sich einem Ende zuneigen, so wird die Masse des Alls, selbst wenn es nur noch stofflich oder als Staubkorn vorhanden sein sollte, nicht ein reales Ende haben, sondern ist in einer anderen Materie vorhanden.

Bei dieser ganzen Aufzählung ist zu erkennen, daß ein Abschnitt, eine Epoche, ein Ausschnitt, die Begriffe sind, die als beendet angesehen werden können. Da aber Abschnitte, Ausschnitte, Epochen, Teile eines Ganzen sind, die wiederum nur in andere Formen von Substanzen oder Zeitberechnungen übergehen, besaßen oder vertraten unsere Vorfahren bereits ein Wissen, daß sie uns mittels der Sprache weitergereicht haben.

Das vor uns Liegende ist nicht das Ende, sondern entweder das neu zu Erkennende oder das Altbewährte, je nachdem von welchem Standpunkt, welcher Sichtweise das Ende betrachtet wird.

Der äußerste räumliche oder zeitliche Punkt ist nicht das Ende, sondern die Fähigkeit bis an den Rand des Horizonts (möglichweise darüber hinaus) zu sehen oder den Rand einer Zeitbemessung (möglicherweise die Ewigkeit) zu erkennen.

Der Text ist nun zu Ende, Schluß, aus, fertig, vorbei. Möglicherweise fließt der Inhalt des Textes in anderen Gedankensphären zu Ihnen, dem Leser, zu den vorliegenden äußersten, räumlichen oder zeitlichen gedanklichen Erfahrungspunkten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Außenseiter wider der Norm beleben die Gesellschaft

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Wenn manche Menschen durch ihre Anwesenheit ganze Räume füllen

Manch jemand ist aus ganz speziellem Holz geschnitzt, was wiederum Mitmenschen ein Grübeln auf deren sorgenvoll neugierige Stirn zu zaubern vermag. Gleichzeitig entsteht stets eine gewisse Distanz solchem gegenüber, eine spontan einsetzende Nähe zu ihm oder ihr verhindert dessen raumfüllende Aura, die niemand übersehen kann, wer nicht gerade zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Das wirkt irgendwie verwunderlich, aber wer kennt nicht solche Wesen, deren schlichte Präsenz die Luft zum Vibrieren bringt, wobei keinerlei spezielle affektierte Verhaltensmuster nötig oder gar eine gezielt autoritäre Haltung, sie wirken einfach schlicht im stolzen Sein ihrer dadurch besonders eindrucksvoll anmutenden Gestalt.

Dennoch die Frage im Raum steht, wieso manchmal uns solche Menschen begegnen und vor allem, welche Umstände oder gar tief verwurzelte Anlagen sie zu derart starken Persönlichkeiten werden ließen. Der Möglichkeiten mag es viele geben, zumal die Schöpfung allerlei Überraschungen parat hat, von bestimmten Konstellationen, die keineswegs zufällig vorhanden, einmal ganz abgesehen.

Begabtenförderung steckt immer noch in den Kinderschuhen

Unsere genormte Gesellschaft, die ohnehin gleichgeschaltet alles äußerst mißtrauisch beäugt, was gar nicht in ihr zurechtgelegtes Bild zu passen scheint, macht es verborgenen Talenten besonders schwer, die sich selbstverständlich entfalten wollen. Wer unterdrückt schon freiwillig seine einmal gefundene, entdeckte Begabung, es sei denn, äußere Umstände erzwingen dies.

Das beginnt bereits im Kindergartenalter und kann sich verhängnisvoll im weiteren Verlauf eines unsensibilisierten Schulsystems fortsetzen, welches so gar nicht auf gewisse Talente vorbereitet ist, oftmals die Lehrkräfte oder gar die Schulleitung restlos überfordert oder hilflos sind. Dies hat dann häufig zufolge, daß begabte Schüler keinerlei Förderung erhalten, ihr andersartiges Verhalten, welches zwangsläufig sich einstellt, völlig mißverstanden wird, und die Betroffenen sogar des öfteren in Sonderschulen landen, wenn die Eltern nicht ausdrücklich intervenieren.

Allerdings stellt sich aber ein zunehmendes Wissen darum ein, wenn es auch noch mühsam sich entfalten muß, bis eine Begabtenförderung erkannt und dementsprechend gezielt gehandelt wird. Immerhin, ein träges Schulwesen beginnt langsam, den ganzen Menschen zu erkennen, obwohl dies schon etliche andere Alternativen ihm aufzeigten, denken wir an die Waldorfschulen zum Beispiel.

Kreative und Hochbegabte suchen Anschluß

Nahezu unnahbar begegnen sie einem, manchmal entstehen vertrauensvolle Gespräche, doch meist verbleibt eine ehrfurchtsvolle Distanz mit solchen Ausnahmeerscheinungen. Was nicht dem Muster gewohnten Verhaltens entspricht, erzeugt Skepsis. Solch kreative oder hochbegabte Außenseiter im Trubel der Heiterkeit, denken wir an festliche Anlässe, suchen ihren Weg, wollen auch nur Anschluß, ein ganz normales Leben führen, selbst wenn ihnen über die Jahre längst bewußt, daß sie ständig anecken.

Viele haben kein Verständnis für sie, begreifen nicht deren Außenseiterrolle. Ob der übergroße sichtbar kräftige Zwei-Meter-Hüne, der stets treffsichere Redegewandte, diejenigen mit extravaganter Kleidung, jene bei allen Gelegenheiten Jonglierenden, Tanzenden, Singenden oder Geschichtenerzählenden, der in sich gekehrte ohne irgendeine Regung im Gesicht, sie alle haben eines gemeinsam: Sie fallen aus dem Rahmen gewohnter Gesellschaftsnormen, unterscheiden sich erheblich von der Masse. Fordern einen gewissen eigenen Freiraum. Geben wir ihnen diesen ohne langes Zögern, weil sie eine tolle Bereicherung für alle darstellen.

Manchmal sollte man nicht nur die Kirche im Dorfe lassen, sondern bedenken: Humor darf keinesfalls verlorengehen in einer Welt voller gegenseitiger Gewalt. Welch Gratwanderung! Freude und Tod so dicht beieinander, wer mag hierbei noch lebensfroh in die Zukunft blicken? Optimisten, Karikaturisten, Satiriker und alle Kunstschaffende, erhebt Euch und sagt Nein zu solch Aussichten!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Immer schön nicken?

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Abgehetzt, zerfetzt, verletzt,
Augenblicke der Ahnungslosigkeit.
Aber bloß immer bereit.
Vernetzt, gepetzt, jetzt
ist es soweit – keine Zeit?

Immer schön nicken,
niemals austicken.
Botschaften schicken,
in Lügen verstricken?

Verpatzt, aufgekratzt, im Knast
könnt ihr dabei landen.
Kaum Chancen vorhanden.
Welch Last, verhaßt, ohne Rast
tummeln sich kriminelle Banden.

Immer schön nicken,
niemals austicken.
Botschaften schicken,
in Lügen verstricken?

Gewagt, vertagt, beklagt,
so tickt stupide Politik.
Das war schon immer schick.
Überragt, angenagt – sagt:
„Was soll dieser ewigliche Krieg?“

Immer schön nicken,
niemals austicken.
Botschaften schicken,
in Lügen verstricken?

Und wenn ihr Antworten habt,
diese zu Grabe tragt,
weil Mensch zu spät agierte,
all das Leben krepierte,
dann handelt jetzt sofort weise,
sonst war’s die letzte Reise.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Songtexte

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Das Konzert ist zu Ende

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Die Grillen haben ihre
Streichinstrumente
eingepackt,
das Konzert ist zu Ende.

Die Blumen haben ihre
Köpfe
gesenkt,
die Ausstellung ist zu Ende.

Die Sterne haben ihr
Leuchten
eingestellt,
das Licht ist zu Ende.

Da schreit der Joschi,
meine Hose
fehlt,
meine Ehe neigt sich dem Ende.

Ein Strahl scheint in sein Gesicht,
ziemlich grell,
ein Blitz
macht seinem Traum ein Ende.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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