Kopfzerbrechen bis die Schädeldecke wegfliegt?

https://pixabay.com/de/sterblichkeit-totenkopf-vanitas-401222/

pixabay.com

Eine Hirnschale aus dem Dunkel der Vergangenheit

Manche unterliegen dem Kopfzerbrechen ab und an, andere hingegen zerbrechen sich täglich den Kopf, um wichtige oder unwichtige Dinge. Sehr oft ist aber gerade der Zustand des Kopfzerbrechens nicht wirklich förderlich, ein Ergebnis dabei zu ergattern. Es ist vergleichbar mit der Situation, sie sprechen über ein Thema in dessen Verlauf ein bestimmtes Ding, Person nicht unerwähnt bleiben soll, und wie weggewischt fällt ihnen der Begriff, der Name nicht mehr ein. Meistens können sie sich darüber den Kopf unendlich lange zerbrechen, weggewischt bleibt weggewischt.

Auch unter Zuhilfenahme von dem Dings, da hat er mitgespielt, ihre Federn schimmern grün, das Lied von der Nachtruhe hat sie gesungen, es duftet nach, na, du weißt schon, sind nicht wirklich hilfreich beim Kopfzerbrechen. Das hat verschiedene Gründe, die nicht nur physikalisch, psychisch ihre Erklärungsgrundlage finden können.

Der Kopf, mittelhochdeutsch kopf, koph, Becher, Trinkgefäß. Im übertragenen Sinn, scherzhaft, Hirnschale, Kopf. Aus dem althochdeutsch chopf, Becher, Trinkschale. Vermutlich übernommen aus dem spätlateinischen cuppa, lateinisch cupa, die Kufe. Andere Bezeichnungen sind Haupt, scherzhaft, Dez, Rübe, Kürbis, Schädel, Birne.

Die Kufe, mittelhochdeutsch kuofe, althochdeutsch kuofa, mittellateinisch copa, Nebenform von lateinisch cupa, Tonne.

Der Nachweis, ob es sich hier bei dem übertragenen Sinn wirklich um eine scherzhafte Wortübertragung handelt oder einer verstandesbedingten Herleitung, bleibt das Geheimnis unserer Vorfahren. Denn die Verwendung einer Hirnschale als Trinkgefäß im tatsächlichen Gebrauch ist nicht der Phantasie eines Schriftstellers entsprungen, es gab dieses „Trinkgefäß“, ob es nur zu rituellen Zwecken eingesetzt wurde oder nicht, auch das wird im Dunkel der Vergangenheit bleiben, beides ist somit nicht auszuschließen.

Wenn unser Kopf also ein Becher, vielleicht die Tonne bei „Überschlauen“, damit sind nicht die Hochbegabten gemeint, sondern eher diejenigen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, ist es nicht von der Hand zu weisen, daß der Inhalt manchmal nicht mehr ganz rein oder sauber ist oder eben leer, weil ausgetrunken. Die Bestandteile der Flüssigkeit sind natürlich auch von Bedeutung, von giftigen Substanzen (Schierlingsbecher), heilbringenden Kräutern (Medizin), erfrischendem Säften (Obst, Gemüse), alkoholischen Getränken (Bier, Wein), Wasser (pur, Kohlensäure versetzt) ist schließlich alles möglich, was man in einen Becher füllen kann.

Demzufolge können die verschiedenen Inhalte, würden sie unserem „Hirn“ gleichgesetzt, ihrer charakteristischen Wirkung entsprechend auf unsere Gedanken einwirken, wobei nicht der Kopf, also das Behältnis zerbrochen wird (könnte je nach Gift auch vorkommen), sondern die Vermischung von allen möglichen Getränkearten in ihre einzelnen Bestandteile. Denn genau dies passiert, wenn jemand sich den Kopf zerbricht, er versucht „verzweifelt“, aus der gesamten Masse ein Bestandteil zu finden, herauszufischen, das irgendwo vorhanden sein muß. Nur wo? Mit was ist es eine Verbindung eingegangen, unter Film, unter Literatur, unter Spaziergang, unter Pflanzen, unter Musik, welcher Musik, unter Kurzhaarfrisuren? Fakt ist, der Begriff befindet sich nicht an dem Ort, an dem wir ihn vermeintlich abgelegt haben.

Eventuell ist auch ein Sprung in der Tasse (Becher), der das Denken stört oder sogar ein Loch im Eimer (Tonne), oder die Flüssigkeit besitzt eine klebrige, ölige, ätzende Substanz, oder sie ist bereits eingetrocknet und ein Klumpen, oder schon zu Sand gemahlen, und die Sandkörner bringen das Getriebe zum Stehen, dies alles kann verhindern, den gesuchten Begriff zu finden.

Die absolute Katastrophe, wenn beide Bestandteile auseinanderbrechen, auch der „chopf“ beschädigt wird, diese eventuellen Folgeerscheinungen, darüber kann sich jeder selbst den Kopf zerbrechen.

Hervorzuheben bleibt, unsere Vorfahren überlassen es mit dieser Begriffsgebung Becher, Tonne, jedem selbst, mit welchen Inhalten das Trinkgefäß zu füllen ist, und sogar das Aussehen haben sie nicht definitiv genau erklärt, schließlich kann mit der Hirnschale nicht nur die von ??? gemeint sein.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Humpty-Trumptys narzisstischen Entgleisungen

Wer ist der dollste im janzen Land?

Im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten treiben sich ohnehin manch lustige, brutale, psychopathische und etliche anderen Gesellen umher, die somit das gesellschaftliche Miteinander tagtäglich gefährden. Die US-Amerikaner kennen seit der Gründung ihres Staates nichts anderes, der historische Verlauf bestätigt diesen Werdegang, während der Rest der Welt somit erstaunt gen jene Nation blickt.

Gemischte Gefühle irritieren deren Kritiker, während Unbekümmerte mutig die Neue Welt aufsuchen, um entweder sie zu bereisen oder ihr Glück dortigst zu suchen. Der Mär vom Tellerwäscher zum Millionär verfallen weiterhin Sorglose, ohne sich ihres Verstandes zu bedienen. Mit ein wenig Scharfsinnigkeit sollte man herausfinden, inwieweit Klatsch und Tratsch sich zur Hochstapelei sehr gern gesellt, vermögen dann Storyteller in den höchsten Tönen ihre Glanzleistungen zum Besten geben zu können.

Kein geringerer als jener Humpty-Trumpty wird per weitläufigen Vorschußlorbeeren beschenkt, seine landes- und weltweiten Anhänger vertrauen ihm ohne jede Vorbehalte, schließlich reicht ihnen sein Motto „America First“ zusammen mit markigen Sprüchen, die dieser obendrein im simplen Twittergehabe in den Äther schickt.

Es heißt daher seit neuem nicht God save America, sondern Humpty-Trumpty will do it. Really? Erste ernüchternde Mißerfolge gelangen an die Oberfläche, manch ein Fan erwacht aus seinem Dornröschenschlaf, ob nicht doch jener neue Präsident erheblich über die Stränge geschlagen habe. Mit seinem Geplapper beim Lawrow-Besuch im Weißen Haus dringen äußerst sensible Geheimdienstinfos nach draußen, die Humpty-Trumpty besser für sich behalten hätte.

Aber was soll’s, last but not least zählt doch viel eher die Wirkung seiner glänzenden Erscheinung, übrigens ein sicheres Indiz für narzißtische Geltungssucht. Die gilt es insofern, als ersten Mann im Staat nunmehr auszuleben. Wer ist der dollste im janzen Land? Humpty-Trumpty suhlt sich in seiner Schand. Wie lang vermögen seine engsten Vertrauten und Fans dies noch durchzuhalten?

Nicht doch, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten läßt man ihn zunächst gewähren, Hauptsache viel Publicity, eine Schlagzeile jagt die nächste, ausgerechnet wo doch gerade er die Medien anpöbelt und verachtet. In etwa ein gezielter Trick? Soviel Verstand sollte man diesem Blender eher nicht zutrauen, Hochstapler stolpern irgendwann über ihr eigenes Lügenkonstrukt wie allgemein bekannt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sichere Weisheit

https://pixabay.com/de/buch-plato-philosophie-weisheit-2168778/

pixabay.com

Ich bin sicher,
sicherlich versteht das keiner,
daß man mit Sicherheit
sichergehen kann,

weil ich weiß,
wissentlich versteht das keiner,
daß man mit Wissen
weiser werden kann.

Und schon blecken
sie die Zähne,
ob der Ansichtsweise,
ich, sicher, weiß.

Nicht mal zugehört haben sie,
das ist die neue alte Manie.
Besser ist eventuell, vielleicht,
dumm, nicht gescheit.

Ich sicher weiß,
Plattitüde, Platitude,
Geschwätz, Gewäsch
die sichere Weisheit ist.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

NRW-Wahl: Ergebnisse offenbaren eine ernüchternde Bilanz

Rückkehr einer erstarkten FDP bestätigt den neoliberalen Kurs

Obwohl gern verglichen und als Meßlatte angewandt, folgen Landtagswahlen eigenen, speziell jeweils zugeschnittenen politischen Notwendigkeiten. Insofern gestaltet sich die Bundestagwahl jetzt im Herbst unter anderen Voraussetzungen. Dennoch kann keiner den Siegeszug der CDU kleinreden, der inzwischen nach drei Landtagswahlen ablesbar stattfindet.

Obwohl etablierte Parteien weiterhin in der Neoliberalismusfalle verharren, scheinen die Wähler jenen Kurs eher zu ignorieren, anders kann und darf man die Rückkehr einer erstarkten FDP nicht werten. Daß diese AfD im nordrhein-westfälischen Landtag Platz nehmen wird, war vorausschaubar. Desaströs obendrein, daß Die Linke weiterhin dem Plenum fernbleiben muß.

Drei Wahlverlierer verschieben die Machtverhältnisse

Die meisten Einbußen muß die SPD hinnehmen, immerhin ein Stimmenverlust von 7,9%, erreicht gerade mal 31,2%. Die Piraten verlieren 6,8% ihrer Wähler, versinken mit 1% in die Bedeutungslosigkeit. Die Grünen lassen mit einem Minus von 4,9% gleichwohl Federn, erreichen nur 6,4%.

Obwohl die Linken nochmals mit einem Plus von 2,4% zulegen, reicht es am Ende nicht mit knappen 4,9% der Wählerstimmen. Die Liberalen melden sich mit 12,6% deutlich zurück als drittstärkste Partei, ein Plus von 4,0%. Den Hauptgewinn darf die CDU mit einem Stimmengewinn von 6,7% für sich verbuchen und erreicht 33,0%. Der Vollständigkeit halber sei zu erwähnen, die AfD erhält 7,4%.

Ob mit knapper Mehrheit für Schwarz-Gelb eine solche Koalition folgt, wird sich noch herausstellen. Der solidere Weg für Armin Laschet wäre eine große Koalition im Düsseldorfer Landtag.

Schulz-Effekt passé – darf Frau Merkel ihrer vierten Amtszeit entgegenfiebern?

Wer immer noch nicht verstanden, warum ein Martin Schulz höchstwahrscheinlich kaum eine Chance hat, im Herbst die Bundeskanzlerin abzulösen, der scheint einige Faktoren zu ignorieren oder sich schönzureden. Es sei daran erinnert, daß der ehemalige EU-Parlamentspräsident gerade deshalb nicht unbedingt für helle Freude sorgen konnte, die Kritik an der EU selbst blieb bestehen, als er als potentieller SPD-Kanzlerkandidat antrat.

Seine halbherzigen Lippenbekenntnisse zu geringen Änderungen bei der Agenda 2010 sorgten eher für Skepsis als für großartiges Vertrauen. Seine soziale Kompetenz geriet explizit in Verruf, da die Linken ihm berechtigterweise mißtrauen. Manche Kommentare von ihm hinsichtlich möglicher Koalitionen von der großen bishin zur Ampelvariante mit der FDP sorgen für anhaltenden Unmut, ebenso im linken Flügel der SPD selbst.

Somit dürfte Frau Merkel im Herbst leichtes Spiel haben, darf ihrer vierten Amtszeit entgegenfiebern, falls nicht bis dahin noch weltbewegende Veränderungen dies verhindern mögen. Die Politik des „weiter so“ scheint die Mehrheit der Wähler zu befürworten, ebenso in Nordrhein-Westfalen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Um Frieden bemüht

https://pixabay.com/de/liebe-frieden-erde-natur-urlaub-1640793/

pixabay.com

Jugendbewegung ist ein Gemeinsamkeitsgefühl,
keine Gruppe mit Seminarangeboten auf Befehl.
Musik, die verbinden kann, ist kein Kampfgeschrei,
selbst rhythmische Lyrik ist kein Beweis für Freisein.

Niemand wird in eine gerechte gute Welt geboren,
Mensch durch seinen Lebensweg muß dafür sorgen.
Wühlen in der Vergangenheit, im Gewesenen
hilft keinem Kranken, noch einem Genesenden.

Anstifter, Unruhestifter versuchen zu spalten,
der Sinn steht nicht nach konkreten Sachverhalten.
Der Sinn steht nicht nach utopischen, neuen Ideen,
soweit reicht Phantasie nicht, man will alte Regeln.

Verantwortliche, die Kinderverhalten ignorieren,
läßt verkümmern den Geist, Gedanken inspirieren
sich an neuen Impulsen, Mustern, Eindrücken.
Können dann sich entwickeln, eine Stufe höher rücken.

Liebe ist kein Eigentumsbegriff, Liebe gilt einheitlich,
gilt universal, ist unerschöpflich, oder für alle nicht.
Deshalb muß man nicht alles und jeden gern haben,
das Zauberwort heißt Toleranz, nicht am Haß laben.

Anstifter, Unruhestifter brauchen Erkennungszeichen,
Empathielosigkeit läßt Vertrauen, Gespür weichen.
Freie Menschen fühlen sich unsichtbar angezogen,
Herzen, Verstand, Phantasie brauchen keine Logen.

Friedensmenschen schüren keine Ängste, keinen Haß,
da sorgt sich sogar der Löwe um das Wohl eines Schafs.
Im übertragen Sinn, freie Aufrechte um Frieden Bemühte,
legen Wert auf allgemeine, allen zugutekommende Güte.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wetter: Frühling der Extreme setzt sich fort

https://pixabay.com/de/yellowstone-nationalpark-wyoming-1589613/

pixabay.com

Wetterkapriolen Anlaß zur Sorge?

Vorneweg kann wohl niemand leugnen, wie wichtig das Wetter auf uns wirkt. Der hektisch im Business Verfallene, wenn meist in geschlossenen Räumen sich aufhaltend, eher vom Wettergeschehen kaum betroffen etwas mitkriegt, steht im Gegensatz zu all denjenigen, die in gewisser Abhängigkeit dem Wetter ausgesetzt sind. Vor allem die gesamte Agrarwirtschaft.

Insofern betrifft es jeden. In diesem Jahr setzt sich der Frühling der Extreme fort, was keineswegs so verwunderlich sein dürfte, haben gerade in den letzten Jahren die Wetterextreme insgesamt zugenommen. Sollten die Wetterkapriolen etwa Anlaß zur Sorge sein?

Diesjähriger März im Bundesdurchschnitt gar zu warm

Eine Fortsetzung des ohnehin sehr milden Februars. Hatten wir noch im Januar teilweise längere Fröste, was die Jahre zuvor eher ausblieb, muß man dem ersten Frühlingsmonat März im Bundesdurchschnitt eine Temperaturerhöhung von 3,6 Grad bescheinigen, diese Abweichung bezugnehmend zum Klimarefenzzeitraum von 1961 bis 1990.

Während in den vergangenen 35 Jahren die wärmeren Märzmonate sich eher häuften, fielen in nur vier Monaten im selben Zeitraum sie winterlich aus, zuletzt vor vier Jahren. Gleich am Anfang des diesjährigen März zeigte sich die erste Frühlingswärme im oberbayrischen Wielenbach mit gemessenen 20,4 Grad, am 16. März erfreute sich Saarbrücken über warme 21,5 Grad und am 28. Andernach über 23 Grad. Die Durchschnittswerte beim Niederschlag wurden zwar erreicht, allerdings war es vom Hunsrück bis zur Eifel und in Rheinhessen zu trocken mit nur 25 Liter pro Quadratmeter im gesamten März.

Der April wurde nicht nur seinem Namen gerecht

Der schließlich macht, was er will. Erfreuten sich die meisten noch über anhaltend wärmere Tage zu Beginn des zweiten Frühlingsmonats, am Oberrhein wurde gar die hochsommerliche Temperatur von 26,1 Grad am 10. April gemessen, setzte in der zweiten Aprilhälfte ein dramatischer Wechsel ein.

Bis hinein ins Flachland gab es in Folge Schneefälle, starke Frostnächte setzten besonders Obstbauer und Winzer zu, bei manchen gab es sogar Totalverluste. Die Nacht zum 20. April war nahzu im gesamten Bundesgebiet vom Frost gezeichnet. Insgesamt war der diesjährige April der kälteste seit 16 Jahren mit einer durchschnittlichen Temperatur von 7,5 Grad.

Obendrein war es relativ trocken bei 40 l/qm. Im Süden allerdings fielen bis zu 200 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, während in Teilen von Rheinland-Pfalz und im Saarland gar kein Regen fiel.

Wonnemonat Mai versprach zunächst eher einen kühlen Start – folgt der Sommer?

Zunächst folgte nach dem kalten Ende des Aprils die Fortsetzung zu Beginn des Mais, manche schauten unheilvoll gen Himmel, bei trügerischem Sonnenschein wollte sich keine Wärme einstellen. Wenigstens fiel manch Regen ebenso im trockenen Rheinland-Pfalz. Kommt jetzt der Sommer zu Beginn der dritten Mai-Woche? Zumindest zeigen dies die Prognosen für die nächsten Tage, mancherorts darf sogar mit frühsommerlichen Temperaturen im Süden und Westen des Landes gerechnet werden.

Wir sollten uns allerdings aufs Wetter mit gravierenden Unterschieden einstellen, sowohl was die Regionen anbelangt als auch das Wetter selbst. Einerseits kann man durchaus mit einem schalkhaften Grinsen auf den Lippen dem Wettergeschehen folgen, andererseits sollte Mensch nicht zu unbedarft weltweit sein Treiben fortsetzen. Zwar gibt es noch etliche, die einen menschengemachten Zusammenhang beim Klimawandel leugnen, dennoch sollte diese sture Arroganz sich selbst die Frage stellen, warum folgenschwere Wetterextreme vermehrt zunehmen. Natürlich kann man dies sich schönreden, es hätte schon immer solche Phänomene gegeben. Aber verhindert werden sie dadurch mitnichten, sondern uns wesentlich öfters beschäftigen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

Veröffentlicht unter Klima/Wetter | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Von dir gelernt

https://pixabay.com/de/u-bahn-berlin-verkehr-2287486/

pixabay.com

Das erste Mal stand er im Regen,
ganz ruhig ohne sich zu bewegen.
Fast angsteinflößend seine Haltung,
besser man schenkt keine Beachtung.

Das zweite Mal schwamm er im See,
es war Winter, das Zusehen tat weh.
Er wollte wohl das andere Ufer erreichen,
das Gefühl für ihn fing an zu weichen.

Das dritte Mal saß er in der U-Bahn,
schaute vertieft sich ein Buch an.
Kein Minenspiel auf dem Gesicht,
hoffentlich bemerkt er mich nicht.

Das vierte Mal war er im Fernsehstudio,
redete vom Überleben, Survival und so.
Ein Schnösel, Angeber, ein Sonderling,
sucht Aufmerksamkeit, das ist sein Ding.

Das fünfte Mal gab´s einen lauten Knall,
meine Unachtsamkeit, der Auffahrunfall.
„Ich schaff´s schneller ans andere Ufer rüber.“
Er lächelt, staunt. „Von dir gelernt, mein Lieber.“

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar