Gut Ding will Weile haben

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Satirischer Rückblick…

Erst recht wenn manch Politiker es wagen, nicht immer die Wahrheit zu sagen. Aber wir sollten uns nicht beklagen, immerhin wenige herausragen, gar Verantwortung tragen, selbst wenn einige völlig daneben lagen. Hauptsache positive Meldungen jagen über den Globus ohne lästige Fragen. Bekanntlich Liebe geht durch den Magen, andere sich lieber sinnlos schlagen, nicht erst seit diesen Tagen. Geht’s somit Verantwortlichen tatsächlich an den Kragen?

Von dir gelernt? Vielleicht janz entfernt, doch im Grunde bleibt vieles beim Alten, dürfen Unfähige schalten und walten. Krieg und Elend weiterhin geschieht, obwohl immer mehr um Frieden bemüht. Woran das wohl liegen mag? Wir wissen’s spätestens am Jüngsten Tag.

Der Frühling der Extreme setzt sich fort, selbst an manchem Ort, wo bisherig kaum jemand mit rechnen konnte. Das Wetter dennoch niemand verschonte. Doch zurück zur Politik. Die Ergebnisse der NRW-Wahl offenbaren eine ernüchternde Bilanz, wat fürn Affentanz! Wer’s vorher wußte, nicht staunen mußte, wer ahnungslos, dessen Verwunderung janz groß.

Einkehrende Eiszeit, ist’s schon soweit? Eine sichere Weisheit läßt dennoch hoffen, besser nüchtern als besoffen. Mit Blick zu sorglosen Verheißungen wie bei Humpty-Trumptys narzißtischen Entgleisungen, darf man schon erstaunt Fragen stellen, berechtigte Urteile fällen. Kopfzerbrechen bis die Schädeldecke wegfliegt? Am Ende vielleicht etwa die Vernunft mal siegt?

Es gibt keinen Grund, diesen Präsidenten weiter gewähren zu lassen. Der hat doch im Schrank nicht alle Tassen! Statt Obamacare jib et keene Gesundheitsabsicherung in den Staaten mehr? Welch dramatisch politische Schwankungen, genauso wie im Dschungel dubioser Heilungsangebote für Krebserkrankungen. Nicht dem Mensch soll geholfen werden, es herrscht der Profit auf Erden!

Hoffnungsschimmer in Sicht? Ick glob eher nicht. Dennoch stirbt jene zuletzt, obwohl zuvor Mensch sich ständig fetzt. Wenn Schadenfreude auf Kosten anderer per Klatsch und Tratsch stets Wege findet, manch bösartiges Gerücht sich windet, um sich zu verbreiten, wer will dabei wohl wen zu was verleiten? Die Antwort kennen nicht mal die Gescheiten.

Dann wohl lieber warten auf die Kirschen aus Nachbars Garten. Ist nicht gelogen oder an den Haaren herbeigezogen, wenn man zu jenem Despoten im Südosten der Nato schaut, was sich dortigst zusammenbraut: Erdogans USA-Besuch ein Desaster ohnegleichen, seine Bösartigkeit will wohl nicht von dannen weichen.

Sie fragen sich vielleicht, was ist da los im Schein des Kosmos. Na klar doch, es reicht. Beenden wir dieses Joch unnötig brutaler Gewalt. Friedenssehnsucht ist ohnehin uralt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Im Schein des Kosmos

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Gedanken kreisen durch das All,
bringen Ideen massenweise hervor.
Mensch steht stets vor seinem Untergang,
kaum eine durchgreifende Lösung in Sicht.
Seine Herrschaften sind im freien Fall,
doch zu wenige klimmen Leitern empor,
verfallen manch ablenkenden Überschwang,
befinden sich kurz vorm jüngsten Gericht.

Da, ein Raunen durch die Landschaft zieht,
weil Veränderung absehbar gutes verheißt.
Trotz jahrelanger Resignation Hoffnung erscheint,
den letzten Halm Beherzte ergreifen.
Seht nur, wie der Pöbel scharenweise flieht,
manch einer seinen Reichtum an sich reißt,
in all dem Elend und der Not ein Kind im Stillen weint.
Er will seine Verbrechen nicht im geringsten begreifen.

So hat der Kosmos endlich seine verdiente Ruh,
zu lange er geduldig des Menschen Treiben zuließ.
Nichts vermag die Schöpfung aufzuhalten,
weder Krieg, noch Elend oder all dieser Schmerz.
Egal ob Allah, Buddha, Gott oder Manitu,
so manch Mensch wortreich von sich stieß,
schon in Urzeiten wußten zu genau die Alten,
vom stetig pochend gerechtem Herz.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Erdogans USA-Besuch ein Desaster ohnegleichen

Der Despot bot ein schauriges Schauspiel

Pleiten, Pech und Pannen mögen im Fernsehen für Unterhaltung sorgen, in der politischen Realität offenbaren sie hingegen eine Kette logischer Schlußfolgerungen. Wer diese nicht begreifen will, darf sich nicht wundern, wenn gewisse Überraschungsmomente auftauchen.

Im Westen nichts Neues, fragt Gerit Wustmann bei Heise Onlines Telepolis zu Recep Erdoğans USA-Besuch, der wohl als ein Desaster ohnegleichen gewertet werden muß. Der Despot bot ein schauriges Schauspiel nicht nur vor laufenden Kameras bei der Pressekonferenz im Weißen Haus, sondern obendrein angesichts des brutalen Vorgehens seitens der Leibwächter dieses „Türkischen Paschas“, die mal soeben pro-kurdische Demonstranten attackierten.

Der mit den Mächtigen auf politischer Weltbühne zu tanzen versucht

Ein merkwürdiger Tanz, der einmal mehr aufzeigt, was sich Erdoğans Türkei alles erlauben darf. Sie nutzt ablesbar ihre Stellung aus innerhalb des Nato-Bündnisses, man läßt den Despoten in nahezu allen Fällen gewähren.

Eine Angela Merkel, die einige Male den türkischen Präsidenten aufsuchte, betonte zwar hin und wieder die verfahrene Menschenrechtslage in der Türkei, aber wirkungsvoll abhalten kann sie ihn dadurch mitnichten. Er läßt seinem despotischen Weg freien Lauf, Erdoğans Hofierung stellt nicht nur eine unerträgliche Entgleisung dar, sie überläßt ihm das Spiel mit den Mächtigen auf politischer Weltbühne.

Bundesaußenminister Gabriel sieht berechtigterweise einen Zusammenhang zwischen der wiederholten Verweigerung der Türkei, daß Bundestagsabgeordnete in Incirlik Bundeswehrsoldaten besuchen dürfen und den Awacs-Aufklärungsflügen, an denen Deutschland wesentlich beteiligt ist. Einer Möglichkeit den Druck auf Recep Erdoğan zu erhöhen, sollte er nicht nachgeben.

Prügelattacken zeichnen Erdoğans Auftritte – die Nato duckt sich vornehm weg

Verhaftungswellen in der Türkei verdeutlichen den unmißverständlichen Weg dieses Despoten, Meinungsfreiheit und Menschenrechte zählen nichts mehr. Während der türkische Präsident sich mit eigener eingflogenen gepanzerten Limousine in den USA sicherer fühlt, verprügeln seine Sichersheitsleute vor den Augen einer Weltöffentlichkeit Demonstranten, greifen gar US-Polizisten an. Übrigens Parallelen zu Erdoğans Ecuador-Besuch im Februar dieses Jahres in Quito, im Instituto de Altos Estudios Nacionales (IAEN), als seine Leibwächter protestierende Frauen verprügelten.

Das alles ohne Folgen, der ecuadorianische Vizeaußenminister entschuldigte sich gar für diese Demo und bezeichnete Erdoğan als einen Freund der ecuadorianischen Regierung. Man darf sich nur noch wundern, was sich dieser Despot alles erlauben darf, selbst die Nato duckt sich vornehm weg, das Bündnis zur Türkei bleibt unbelastet, schließlich spielen strategische Erwägungen eine übergeordnete Rolle.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Die Kirschen aus Nachbars Garten

Die Regierung betreibt Links-grün-versiffte Politik,
da haben wohl einige einen Knick in der Optik,
überall nur Anzugträger und Kostümträger,
versteckte Kommunisten-, Sozialistenjäger,
Verantwortliche, die sich nicht trauen,
Nächstenliebe für alle in Stein zu hauen.

Ohne linke, grüne, auch rote meinetwegen,
Ideen, Anregungen, nichts Neues würd´s geben.
Umweltschutz, Ökologie, Atomausstieg, Inklusion,
nicht Politikergeist gewesen, nicht deren Bastion.
Verteidigt wurden „war schon immer so“-Sprüche,
doch zunehmend kam das Kapital auf die Schliche,

die Anzugträger mit Schlips und Kragen also,
mit Klima ein neuer Geschäftszweig, mehr Saldo.
In welchem Aufsichtsrat, Institution sitzt ein „Hippie“?
Nirgendwo, nur akkurat Rasierte, glatt Frisierte,
die nur den Wert Kapital verwalten, predigen
etwas von zusammenhalten, das sind die „Niedrigen“.

„Alternativ“ ist der neue Faschismus, die Diktatur,
zur Kontrolle der vielfältigen Schöpfung, der Kultur.
Helden, freie Geister stellen sich vor Schwache,
dies ist Verantwortlichkeit, Beschützers Sache,
anstatt Phantasie, Kreativität zu unterdrücken,
wäre es nötig, daß „Schöpfer“ in der Verwaltung sitzen.

Wer sitzt nochmal in der Politik, Wirtschaft, in Verbänden?
Diejenigen, die Inspirationen nehmen, einzwängen,
verstecken für sie nach Utopie klingende Ideen,
werden damit bei gegebener Zeit das Kapital vermehrn.
Das Leben bestimmt keine Links-grün-versiffte Politik,
wer das behauptet, klaut die Kirschen aus Nachbars Garten, sehr geschickt.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Klatsch und Tratsch – Schadenfreude auf Kosten anderer

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Befreites Lachen hat seinen Preis

Wer kennt es nicht, das befreiende Lachen, wenn jemand stolpert oder auf andere Weise ein Malheur widerfährt. Millionen von Video-Clips werden tagtäglich konsumiert, und darüber hinaus leben gewisse Fernsehformate davon, während eine gaffende Mehrheit sich belustigend auf die Schenkel klopft.

Die Menschheit will unterhalten werden, Märkte richten sich danach, um sie zu bedienen. Dabei schwingt zwischen der Häme über das Leid des anderen und dem Drang, dem Schicksal auf die Sprünge zu helfen, eine ganz merkwürdige menschliche Eigenschaft mit: der Klatsch und Tratsch. Der Ruf betroffener Personen soll einen faden Beigeschmack erhalten, könnte man daher meinen, somit Schadenfreude auf deren Kosten bedeutet.

Gestreute Gerüchte dienen mitichten der Wahrheitsfindung

Wenn so gar nichts aufregendes im Alltag geschieht, vermag das Leben ziemlich fad vor sich hinplätschern, einmal die Berieselung durch die Medienwelt ausgeklammert. Im Beruf läuft alles seinen gewohnten Gang, ewig dieselbe Leier, von ein paar wenigen Ausnahmen mal abgesehen. Da muß mal entsprechend „nachgeholfen“ werden, um ein eigenes Aufmerksamkeitsdefizit zu befriedigen.

Nichts leichter als das, die fest verankerte Lust auf Sensation in der Gesellschaft läßt sich vorzüglich ausnutzen: Man streut einfach ein bestimmtes Gerücht. Einmal auf den Weg gebracht, verselbstständigt sich die simple Schadensfreude moralisierender Entrüstung und liebäugelnder Kritiksucht. Schnell finden sich Gleichgesinnte, die in ihrer Gemeinsamkeit sich selbst suhlen beim Wissen um ein vermeintliches Geheimnis, denn der Wahrheitsfindung dienen Gerüchte ohnehin mitnichten, das wäre das Aus ihres nahrhaften Bodens.

Es redet sich vielmehr herrlich leicht über die einmal gestreute Information, während ähnlich wie bei der „stillen Post“ schnell weggelassen und hinzugedichtet wird, das Spiel des Verspottens nimmt seinen Lauf, es dient, von eigener Fehlbarkeit abzulenken. Endlich erhält das triste Leben wieder einen Sinn.

Gezielte Strategie bei sich vergrößernden Leidensdruck

Warum werden Gerüchte in Umlauf gebracht? Mal von simpler Schadenfreude bis hin zur unbedachten Bösartigkeit abgesehen, dürfen wir schon von einem Hilferuf reden, der sich dahinter verbirgt, oder? Ganz ähnlich wie bei Narrenhänden, die Tisch und Wände beschmieren, verhält es sich mit den Gerüchten: Momente einer neu einsetzenden Kommunikation entstehen, man wird plötzlich wieder interessant. Während die staunende Masse das Gerücht ungefiltert annimmt, nach dem Wahrheitsgehalt wird erst gar nicht gefragt, erhält der Initiator seine gezielt eingeforderte Aufmerksamkeit, der eigentliche Hilferuf bleibt dennoch unerkannt.

Im Berufsleben werden ganz gezielte Strategien angewandt bei sich vergrößernden Leidensdruck, besonders beim Mobbing dienen Gerüchte, um sich selbst Vorteile zu verschaffen. Allerdings kommen dabei noch ganz andere Möglichkeiten hinzu, um den „Gegner“ einzuschüchtern oder aus dem Betrieb zu ekeln.

Gerüchte durchlaufen eine unvorhersehbare Dynamik mit offenem Ausgang

Durchaus interessant wird es, wenn man sich den Gerüchten mit Hilfe eines Experiments nähert, wie dies ein Forscherteam um Ralf Sommerfeld vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Biologie tat. Allerdings sollte man aufpassen, gleich daraus eine verbindliche Erklärung abzuleiten, schließlich handelte es sich lediglich um ein einziges Experiment und dies auch nur in eine gezielte Richtung. Vielleicht muß man gerade deshalb den gewaltigen Boom feststellen, der geschäftstüchtige Märkte entstehen läßt.

Explizit Sensationsmedien leben von Spekulationen sowie Gerüchten, Beispiele gibt es zu genüge. Die Wahrheit spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle oder auch gar keine. Wer fragt schon hinterher nach, möchte zielgenaue Details wissen?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Hoffnungsschimmer in Sicht

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Angeschnallt für jene Reise,
die kurz bevorsteht.
Duchgeatmet ganz leise,
wenn Sein durcheinander gerät.

Hauptsache einen Überblick
gezielt verschaffen.
Eiskalt benutzter Trick
beim Geld zusammenraffen.

Irgendwie wollen Ziele
nicht wirklich fruchten.
Sind wohl nicht sehr viele,
die nach Lösungen suchten.

Eingesetzt so voller Elan
mit Engelsgeduld.
Jetzt müssen andere ran.
Wer hat daher die Schuld?

Manchmal Resignation
sich bahnend Wege sucht.
Mitnichten eine Option,
tröger Haß sei verflucht!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Es gibt keinen Grund

© Doris Mock-Kamm

Ich habe heute,
es gibt keinen Grund,
keinen Geburtstag,
keine Hochzeit,
kein Muttertag,
den zu vergessen,
ziemt sich für
viele nicht,
kein Muttertag also,
keine Prüfung bestanden,
kein liebes Wort
an jemanden gerichtet,
den Teller nicht
leergegessen,
quatsch, das Essen
auf dem Teller,
an niemanden
ein Küßchen verteilt,
nicht mal an
den Kater,
kein Valentinstag,
kein Tag, der in
irgendeiner Weise
den Hauch
eines zu feiernden
Tages sein
würde können,
auch an die
Katze nicht,
kein Vatertag
ist heute,
sollte er
gefeiert werden,
ein Tag,
der allen Tagen
entspricht,
ein Herz geschenkt
bekommen,
zwei Herzen
geschenkt bekommen,
nein, es sind drei,
das angeknabberte
Kleeblatt,
den Schattenwurf
des angeknabberten
Kleeblattes,
und das Herz
der Phantasie.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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