Tennis: Fed-Cup-Skandal bewußt inszenierte Offerte?

Überschwang des Nationalismus setzt sich fort

Einmal wie Kettenhunde losgelassen, kann sie kaum jemand noch aufhalten. Vor allem weil keine Ambitionen vorhanden. Das Gegenteil trifft viel eher zu: Wo ein Wille, ein Weg und der lautet, den Überschwang sich formierender Nationalisten fortzusetzen, wo immer möglich.

Der vor 54 Jahren ins Leben gerufene Federation Cup, seit 1995 kurz als Fed Cup bezeichnet, der weltweit wichtigste Wettbewerb des Damentennis, begann direkt äußerst skandalös in Lahaina auf Maui, der hawaiianischen Insel der USA vor dem Spiel zwischen der US-amerikanischen Tennisspielerin Alison Riske und der serbisch-kyrillisch gebürtigen für Deutschland spielenden Andrea Petković.

Den Veranstaltern fiel nichts besseres ein, als bei der Eröffnungszeremonie den Solisten die erste Deutschland-Strophe der Nationalhymne singen zu lassen, welche in Zeiten der Nazi-Ära als NS-Kampfhymne per „Horst-Wessel-Lied“ voller Haß gesungen wurde. Selbstverständlich fühlte sich die deutsche Tennismannschaft vor den Kopf gestoßen.

Die United States Tennis Association (USTA) bat zwar hoch offiziell um Entschuldigung, doch dieser Fauxpas spricht Bände, folgt gar dem Ruf des Donald, der mit “Amercia First” inzwischen das Tennis erreicht zu haben scheint, Erinnerungen an sportliche Wetteiferzeiten kurz vorm Zweiten Weltkrieg werden wach, als danach Hitler-Deutschland der Welt den Krieg erklärte und diesen entfachte.

Was früher die Deutschen, heute die Amis, die mehr denn je auf ihre Weltherrschaftsansprüche mit Nachdruck bestehen, und sei es auf dem Tennisplatz per Aufhebung der eigentlich gestrichenen ersten deutschen Strophe unserer Nationalhymne? Ein Signal nicht ohne Wirkung für all jene, die bereits hier in Europa schon länger auf der Lauer liegen. Erleben wir daher bald die Wiederauferstehung nationalistischer Töne, die ohnehin in etlichen europäischen Ländern anklingen? Es scheint nicht nur so, sondern wird zur Gewißheit.

Insofern darf man von einer bewußt inszenierten Offerte sprechen, hinterher stattfindendes Bedauern entspricht nur einer höflichen Etikette, um den Schein zu wahren. In Wirklichkeit fühlen sich jetzt all jene rassistischen Kräfte berufen und aufgefordert, ihren Haß freien Lauf zu lassen, so manche Zurückhaltung dürfte sich somit auflösen. Vorbei die Zeiten einer unbeschwerten Leichtigkeit freier Meinungsäußerungen, demnächst herrscht wieder das Treiben „faschistoiden“ rechten Gedankenguts?

Manch einer möchte voller Erstaunen sich die Augen reiben, daß solches wieder möglich. Per Geschichtsklitterung, der Diffamierung der Medien bietet vor allem das Internet zusammen mit weitreichender Politikverdrossenheit etliche Podien, dem zerstörerischen Nationalismus erneut Räume zu geben, daß er sich in seiner ganzen bösartigen Tragweite entwickeln und ausbreiten darf.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Seine lebensgroße Geliebte

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Zu dir ist mir kein Weg zu weit,
doch allmählich wird es Zeit,
dir in aller Freundschaft zu gestehen,
so kann es nicht mehr weitergehen.

Diese vielen, fast endlosen Stiegen,
um in trauter Zweisamkeit zu liegen,
in deinem Bette, in deinen Armen,
oh, Lisbeth, hab endlich Erbarmen,

laß dich auf meinen Händen tragen,
in die unteren schönen Hausetagen.
Er meinte ein Nicken zu vernehmen,
trug seine lebensgroße Geliebte…

„Sebastian, sag mal, was tust du da?“
„Lesen, das ist eine besondere Gunst!“
„Liebesgedichte von A. S. Caspara.
Sammelband, Liebe in der Kunst.

Aber dafür bist du noch viel zu jung!
Wer hat dir dies zum Lesen gegeben?“
„Mama, ich bin doch kein Jungspund,
durch Worte kann man Reife erleben,

des Dichters Geist vermag den Leser
zu führen in millionenfache Sphären!“
„Nun reicht es aber, du Besserwisser,
mit zehn hast du mich nicht zu belehren!“

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Nur nicht zu lange warten, Ihr aufgescheuchten Demokraten

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Satirischer Rückblick…

Denn wenn eins hat die Menschheitsgeschicht’ gelehrt, Vorsicht walten zu lassen, war niemals verkehrt. Drum haltet Euch bereit in inniger Gemeinsamkeit, bevor uns der Globus auseinanderfliegt, weil manch Despot und Möchtegerndiktator seinen perfiden Willen kriegt.

Die Botschaft des Hermelins von Dächern tönt, der verschlafene Bürger sei viel zu verwöhnt, mag vielleicht übertrieben klingen, doch die Realität wird Euch dennoch ein Liedlein singen von Europas politischem Umbruch, der schärfere Konturen annimmt. Huch, manch einem die Erkenntnis aufglimmt!

Da lob ich mir den Liebreiz in deinen Augen, dieser mag manch Erwartung höherschrauben. Hat nüscht zu tun mit romantischem Glauben, viel eher mit inniger Wachsamkeit, die stets bereit, dem Leben sich zu stellen, statt wie andere bösartig verlogene Urteile zu fällen. Mit Blick zum Fußball sollte es auch klar werden, jene haßerfüllten Gebärden. Es pfeift bereits in allen Gassen ein jeder Spatz, Hooligan-Randale willkommener Kriegsersatz.

Der Traum vom Frieden ist ohnehin schon längst hin, wer’s nicht glauben mag, kapiert nicht den Sinn, übersieht kriegerische Tag’. Schreibt es an jede Wand: Eure verbrecherischen Taten werden überall benannt! Man mag Vorwürfe ableiten, welcher Hund wohl das Stöckchen zurückbringen wird, abwarten auf bessere Zeiten. Doch macht bloß nicht die Rechnung ohne den Wirt!

Wer das Establishment bekämpft, sollte nicht mit Steinen schmeißen oder zu doll das Maul aufreißen, weil die Wut derer, die uns ans Leder wollen, sich eben nicht davontrollen, viel eher hinterlistig verharren, mit den Füßen scharren. Unser täglich Gift durch Chemikalien bedroht uns so ganz nebenbei, einerlei, es folgt eh kaum darüber Geschrei.

Üben wir uns besser im Wände bemalen, statt besoffen in Kneipen vor uns hinzulallen. Die Welt mag manchmal unerträglich sein, doch was nützt schon jener trügererische Schein? Solange Holzfäller Völker bedrohen dürfen, während etliche in Chefetagen Champus schlürfen, ist Moral ohnehin im Keller.

Von wegen, es möge sich entschiedener Widerstand regen. Obwohl sinnvolle Kritik schmettert einer Stillhalte-Politik entgegen. Was will diese Ignoranz uns wohl sagen? Bloß nicht klagen, sondern vielmehr die Chemielobby gewähren lassen. Gähnende Leere im Schrank ohne Tassen! Zur Ablenkung lieber dem Glamour verfallen. Hört Ihr echt nicht die Sektkorken knallen?

Da lob ick mir lieber die Mär vom Einhorn, welches ward geborn in Waren. Mögen sich Kinderherzen um solche Geschichten scharen, eine Weile sie vor dieser zerstörten Welt bewahren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Einhorn in Waren

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Vor hunderten von unzähligen Jahren
lebte im Kleinstädtchen mit Namen Waren
ein liebliches weiß schimmerndes Einhorn,
am Ufer der Müritz im Schilfbett geborn.

Es wandelte des späten nachmittags,
aber auch des sehr frühen vormittags
durch die Straßen, Plätze und Gassen
und hat es sich sehr gutgehen lassen.

Obwohl es seine Hufe stets polierte,
Mähne geflochten, es froh stolzierte
trotzdem unerkannt durch den Ort,
ein Einhorn sah niemals jemand dort.

Am Geschirr, am Sattel die Glöckchen,
klangen hell wie Schneeflöckchen.
Kinder nur die sanften Töne vernahmen,
Große die Melodie nicht wahrnahmen.

Eines Sonntags im Wonnemonat Mai
ritt ein stattliches Pferd an ihm vorbei.
Es entstammte einer Gauklertruppe,
doch wo Liebe, die Herkunft ist schnuppe.

So zog das Einhorn weg aus Waren,
niemand hat bis heut davon erfahren.
Beide ziehen seither immer mal wieder
durch und an Einhorns Geburtsort vorüber.

Keiner merkt ihre Anwesenheit am Platz,
sie genießen diese Ruhe wie einen Schatz.
Kinder hören leises Bimmeln ab und an,
vielleicht ist an dem Gedicht was Wahres dran.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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ESC-Vorentscheid: Levina tritt in Kiew an

Gebürtige Bonnerin geht für Deutschland mit „Perfect Life“ ins Rennen

Die Einschaltquoten zum gestrigen Finale des ESC-Vorentscheides in Köln der dreistündigen ARD-Sendung werden entsprechend hoch gewesen sein, obwohl manch einer sich das Prozedere hätte sparen können, wer eben nicht mit der schrillen Stimme und Erscheinung einer Barbara Schöneberger, die zur Live-Sendung moderierte, zurechtkommen mag.

Kein Wunder, daß bei Volker Probst die ein oder andere anzügliche Bemerkung hängenblieb wie etwa „Pack den Pferdeschwanz aus“ oder „Ich geh mit dem Ständer hinter die Bühne“, deutsche Sendeformate äffen gern prüde Steilvorlagen nach US-amerikanischem Vorbild nach. Schwamm drüber, hier geht’s doch um ein musikalisches Eventereignis, oder?!

Konnte sich bereits vor knapp einem Jahr Jamie-Lee Kriewitz gegen die Konkurrenz durchsetzen, traten zu Beginn des gestrigen Finales vier Sängerinnen und ein Sänger gegeneinander an: Yosefin Buohler, Felicia Lu Kürbiß, Levina, Helene Nissen, und Axel Feige. Nach dem ersten Durchgang fielen Yosefin Buohler und Felicia Lu Kürbiß durch, für die 19-jährige Helene Nissen war nach zweiter Runde Schluß. Im alles entscheidenden Finale konnte Axel Feige sich überhaupt nicht durchsetzen, das Publikum entschied sich für die agilere Levina, Körperhaltung spielt schließlich im Business auch eine große Rolle, von ihrer besseren Stimme ganz zu schweigen. Seine Erfahrung als ehemaliger Straßenmusiker vermochte ihn nicht weiterhelfen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurznachrichten

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Bauernregeln-Kampagne offenbart Widerstände gewisser Lobbyisten

Folgerichtigen Sprüchen folgen Proteste

Bloß keinen Mut beweisen, eine einmal ins Leben gerufene, vollkommen berechtigte Kampagne durchstehen, nach heftigen, völlig überzogenen Protesten zurückrudern, sich stattdessen sogar entschuldigen. Was ist los im Hause Barbara Hendricks?

Die Umweltministerin knickt ein nach erfolgten Gegenprotesten entrüsteter Bauern, die mit dem Slogan „Dialog: ja! – Diffamierung: nein!“ am Rande von Kleve aufzogen, um ihr vorzuwerfen, sie mache sich zum Erfüllungsgehilfen der Umweltverbände. Na, hoffentlich, sonst hätte sie doch ihren Job verfehlt, sollte eigentlich auch die Antwort der Grünen sein!

Sinnvolle Kritik schmettert einer Stillhalte-Politik entgegen

Die ebenso Christian Schmidt mit zu verantworten hat, nachdem jahrzehntelang rücksichtslos Mensch und Natur in Sachen Umweltschutz hierzulande mißachtet wurden, die chemische Schädlingsbekämpfung ein Teilaspekt darstellt, von Genfood bishin zur Nitratbelastung ganz zu schweigen. Letztere prangerte Frau Hendricks, wenn auch reichlich spät, zumindest an, weil die EU der bisherig ignoranten Bundespolitik auf die Pelle rückte.

Stein des Anstoßes sind neue Bauernregeln als deutliche PR-Kampagne, die mit „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“ oder „Ohne Blumen auf der Wiese, geht’s der Biene richtig miese“, um nur mal zwei Beispiele zu benennen. Was kann daran so verkehrt sein, zumal sie äußerst scharfsinnung und durchaus berechtigt kritisch die Ignoranz der konservativen Landwirtschaft anprangern?

Was verbleibt nach Hendricks Entschuldigung?

Schon eilte den Hardlinern und entsetzten Lobbyisten der chemischen Industrie baden-württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauck entgegen, leistete Schützenhilfe, fordert gar den Rücktritt von Hendricks, bezeichnete die Kampagne als „billige Schelte ohne Niveau“. Auch ein Herr Hauck sollte wissen, daß vor der Bauernregeln-Kampagne etliche Diskussionsversuche, Proteste von Umweltverbänden erfolgten, die meist eben nicht fruchteten, im Gegenteil der Chemielobby stets der Rücken gestärkt wurde.

Ganz im Reigen der Entrüsteten spricht auch Christian Schmidts Einlassung Bände: „Ich kann doch nicht diejenigen zum Gespött machen, mit denen ich Veränderungen erreichen will.“ Es gibt keine wirkliche Veränderung in der konservativen Landwirtschaft, solange weiterhin die unerträgliche Umweltbelastung anhält, selbst Grünenpolitiker eher einlenken, meist aus machtpolitischen Gründen, schließlich steht diesjährig die 19. Bundestagswahl an.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Wände bemalen

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Ein Einakter

Bühne wird durch eine großflächige kreisrunde Lampe im hinteren Bereich mit weißem Licht beleuchtet.

Von rechts tritt Person, geschlechtslos, leicht gebückt auf die Bühne vor den beleuchteten Kreis.

Sie schreibt auf die angestrahlte Fläche und flüstert diese Worte:

„Ich schwinge Fahnen und bemale Wände mit Kreide. Auf denen steht, Fahnenschwingen und Wände bemalen gefunden. Brauchbar nur mit weißer Maske.“

Person tritt rechts wieder ab und auf der angestrahlten Wand ist der obige Satz zu lesen. Gleichzeitig ertönen Hintergrundgeräusche einer befahrenden Straße mit ein zwei hupenden Autos.

Wieder von rechts tritt eine salopp gehende Person, die einen jüngeren Mensch darstellen soll, die Bühne, während des Auftrittes wird der Kreis zu einem rosa Dreieck, die Person schreibt in das Dreieck, während sie mit fester Stimme spricht:

„Manchmal finde ich auch eine Ziehharmonika und spiele zur Abwechslung „Alle meine Entchen“. Das spiele ich deshalb, weil die Entchen Löcher ins Wasser machen und darin schwimmen. Ich meine, was können Entchen dafür, daß sie Schwänzchen haben?“

Person verläßt die Bühne ins linke Off, die Schrift ist im rosa Dreieck zu lesen, während im Hintergrund die Geräuschkulisse von Kinderstimmen zu hören sind, die laut plappernd miteinander spielen.

Person betritt von Bühnenrückwand die Bühne, der Lichtpegel verformt sich zu einem grünen Quadrat. Person steht stocksteif vor dem grünen Lichtquadrat und spricht direkt ins Publikum:

„Wenn ich ganz traurig bin, schreibe ich: Fahnenschwingen und Wände bemalen gefunden. Brauchbar. Dann wird mir wieder ganz lustig, wenn ich mir vorstelle, wenn das jemand liest, daß sie denken, Fahnenschwingen kann ja brauchbar sein, aber Wände bemalen.“

Person dreht sich zur hinteren Bühnenwand, der gesprochene Text ist in dem grünen Quadrat zu lesen, Musik erklingt im Stil eines Jazzkonzertes. Person geht ein Schritt vor, dreht sich, geht ein Schritt vor, dreht sich bis sie links von der Bühne abtritt.

Von links betritt Person hinkend die Bühne, während sich das Licht in eine rote Kegelform verwandelt. Person bleibt außerhalb des Lichtkreises stehen und zieht sich Frauenkleider an. Beim Eintritt in das rote Licht zieht die Person sich Stück um Stück aus, so daß sie, wenn sie die Bühne verläßt, wieder eine geschlechtslose Figur darstellt.

Person spricht sowohl zum Publikum als auch Richtung rechts und links und zur hinteren Bühnenwand mit unterschiedlichen Stimmen.

„Ich kann sogar Wände, die ich schon einmal bemalt habe, wieder auslöschen und sie nochmals bemalen. Das ist fantastisch, aber nicht außergewöhnlich. Ein alter Witz ist kein neuer Hut, aber eine Vergangenheit.“

Person entfernt sich aus dem Lichtkreis und bekleidet sich mit Hose und Jacke, während im Hintergrund Stimmen zu vernehmen sind:

„Paß auf dich auf, geh langsam, wir sehen uns wieder, laß dir Zeit, mach dir keine Sorgen, halte dich gut fest, alles wird gut, habe keine Angst, siehst du das Licht?“

Person tritt in die Mitte der Bühne, während im Hintergrund das Licht ständig seine Form und Farbe in unregelmäßiger Abfolge verändert. Sie bleibt stehen, derweil von links, rechts und vom Bühnenhintergrund je eine Person die Bühne betreten, die sich im Lichtkreis ständig an- und ausziehen, mit unterschiedlichen Kleidungsstücken und sich somit auch in ihrer Körpersprache verändern.

Aus dem Hintergrund ertönt eine Stimme, monoton:

„Christian, geboren 15. Juni 1963, gestorben 18. Mai 1974
Melanie, geboren 28. Februar 1955, gestorben 28. Februar 1955
Jason, geboren 02. Januar 1994, gestorben 15. Dezember 2014
Bertha, geboren 23. Oktober 1900, gestorben 17. November 1954“

Jetzt sprechen alle vier Personen durcheinander, die hinten an der Wand projektierten Sätze, verlassen und betreten die Bühne, bis der Vorhang fällt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Theaterstücke

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