Des Dichters lächelndes Gesicht

https://pixabay.com/de/abstrakt-hintergrund-sch%C3%B6ne-schwarz-2100/

pixabay.com

Es gibt so bestimmte wiederkehrende Tage,
da stellt sich die oft aufdrängende Frage,
bist du der, das denkt, fühlt, das wirklich, das Ich,
oder verwirrt durchs Alter, dem Alter Ego, oder nicht?

Um es vorweg, den Wind aus den Segeln zu nehmen,
beide bestimmen nicht nur mein, sondern aller Leben.
„verus amicus est, (Metrik aus)
tamquam alter idem.“ (Ende Paus´)

„Ein wahrer Freund ist (stört´s?)
gleichsam ein zweites Selbst.“ (hörst?)
Wir gehen oftmals beherzt, fröhlich Hand in Hand,
manchmal fehlt aber der gemeinsame Verstand

vom wahren Freund, dem steten Gegenüber,
der denkt nicht mit, sondern fühlt mal lieber.
Du bist kurz davor, ihm einen Arschtritt zu geben,
ich weiß, mit diesem Wort benimmt man sich daneben.

Doch was soll die falsche auferlegte Etikette,
es gibt halt auf der Welt Böse und ganz Nette.
Mit dem Alter wird man sich eben bewußt,
„Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!“

Der Goethe war ein großer Dichter,
nahm es vorweg, da bin ich sicher,
das Alter, das Alter Ego und ich,
wir sind alle aus dem gleichen Gemisch.

Das Alter gibt zurück die Narrenfreiheit,
die Kindern ihre große Phantasie verleiht,
das Alter Ego und ich stehen ganz dicht,
freuen uns über des Denkers lächelndes Gesicht!

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Aus bunt mach braun – sie sich schon wieder trauen

https://pixabay.com/de/landschaft-h%C3%BCgel-berg-steigung-690990/

Satirischer Rückblick…

Farbenfroh der Mutige, Lebensbejahende mag in die Welt schauen, doch die Neue Rechte möchte unbedingt nationalistisch draufhauen. Drum treffen sie sich heute in Koblenz, machen etabliert europäischer Politik Konkurrenz. Am Ende soll Nationalstaaterei erneut fruchten. Wer stoppt hierbei jene Verruchten? Mensch nichts aus der Geschichte gelernt, von selbstbefreiter Bestimmung sich erneut entfernt!

Die haben wohl nicht alle Tassen im Schrank, es nützt kein Schieben auf die lange Bank, jetzt sollten Proteste greifen, bevor sie die Massen einseifen. Klingt jut, wenn die AfD beim NPD-Verbot in letzter Sekunde mit einbezogen. Wat für’n oller Hut, dat Janze is nur satirisch jelogen.

Bewußt dabei Ängste schüren, haben sie stets im Sinn, wollen Unsichere in ihre Richtung führen, wissen zu genau wohin. Klar doch haben jene einen gehörigen Knall, mischen kräftig mit beim gesellschaftlichen Zerfall, Stimmen verstummen beim Anblick jener Gestalten, Freuden in Herzen erkalten.

Zum Thema Gesellschaft sei eindringlich gesagt, weil zu wenig danach gefragt: Arbeit und Freizeit keinesfalls im Einklang steht, Kritiker wissen, wohin diese Reise geht. Man kann sie durchaus als Sklaverei titulieren, Betroffene haben ohnehin kaum noch was zu verlieren. Um so wichtiger Kunst Häme entlarvt, es daher spielend schafft, Wichtigtuern aufzuzeigen, daß niemand solle tanzen nach deren Geigen!

Was lange gärt, nicht gleich ewiglich währt. So och beim NPD-Verbot, wo das Bundesfassungsgericht in höchster Not ihm nicht entspricht, obwohl dies hätt sein müssen die Pflicht. Dadurch Rechtsextreme erst recht frohlocken, jetzt heißt’s Wege finden, sie auszuknocken. Spinnefeind man sich gegenübersteht, sie zu stoppen noch nicht zu spät.

Wechselnde Allianzen der Verunsicherung dienen, die Welt im Umbruch ohne Friedensabsichten, Politik in Bewegung auf maroden Schienen, Menschheit dabei sich selbst zu vernichten? Alles angeblich von Gott gegeben, die fließende Seele tränkt das Leben, doch jene Ignoranz vernichtet jedwede Toleranz.

Während bereits der Arbeitsalltag wichtige Ruhepole verhindert, kann weltweiter Haß ungehindert sich ausbreiten. Herrschaftszeiten, wacht auf, zuhauf, bevor uns der Globus um die Ohren fliegt, am Ende nichts und niemand siegt. Den Hut ins Gesicht gezogen, können einige janz verlogen uns manch Mär auftischen, trauen sich im Trüben zu fischen. Wer sie gewähren läßt, uns aufeinanderhetzt, hat deren Boshaftigkeit nicht verstanden. Laßt sie nicht landen, sonst kommt die Liebe abhanden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Den Hut ins Gesicht gezogen

https://www.flickr.com/photos/npobre/4853236039/sizes/m/

flickr.com/ pobre.ch/ (CC BY 2.0)

Er lehnt an der rot bemalten Straßenlaterne,
den dunklen großen Hut mit Krempe
tief ins nicht sichtbare Gesicht gezogen,
Rauchschwaden steigen nach oben.

Die Schaufenster scheinen hell,
Schaufensterpuppen gekleidet in grell.
Die Signalfarben der Mode konkurrieren
mit den Leuchten für die Straßenschienen.

Welche Gedanken mögen ihn berühren,
ohne Bewegung, ohne sich zu rühren?
Die Fensterfront des Cafés ist beschlagen,
Stirn zu nah, ich will Wahrheit erfahren.

Seine Kleidung wirkt glänzend, fast neu,
seine lässige Haltung vermittelt keine Scheu,
er scheint selbstbewußt in sich versunken,
wieso steht er hier gefühlte Stunden?

Vielleicht hat ihn seine Freundin versetzt,
wartet, daß der Ehemann die Wohnung verläßt?
Das Wetter heut macht seinem Namen alle Ehre,
es stürmt, regnet, man läßt keinen Hund vor die Türe.

War da nicht eine kleine, fast unmerkliche Regung?
„Zahlen sie bar?“, fragt die etwas ältere Bedienung.
Er fällt vornüber, die linke Hand in der Hosentasche,
Kleister und Pappmaché verschmieren die Straße.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Arbeitsalltag verhindert wichtige Ruhepole

https://pixabay.com/de/silhouette-stadt-gro%C3%9Fstadt-city-68836/

pixabay.com

Durchhalten im Überlebenskampf sozialer Mißstände

Wer mag sich noch daran erinnern, wenn die Kinder uns nachts aus dem Schlaf rissen? Schlaf für manche ein gewöhnlicher Luxus, können andere sich kaum wirklich leisten, weil ihnen der übermüdete, erschöpfte Körper diktiert, durchzuhalten im Überlebenskampf sozialer Mißstände.

Wir kommen nicht umhin, festzustellen, daß da längst ein enger Zusammenhang zwischen Freizeit, Vergnügen sowie einem zunehmend gestreßten Arbeitstag und dem Schlaf besteht, wir mit dem Rücken zur Wand dem Globalismus ausgeliefert sind.

Gefährliches Gemisch aus Streß und Zeitmangel

Inzwischen bestimmt dieser hektische Wandel nahezu alle Lebensbereiche, ob bei den Mahlzeiten, in der Schule, Ausbildung oder im Berufsleben, in unserer Freizeit, selbst beim Sex bis eben hin zum Schlaf selbst, Mensch kommt nicht zur inneren Ruhe, alles ordnet sich diesem gefährlichen Gemisch aus Streß und Zeitmangel unter. Die Folgen sehen wir in den Kliniken und im schlimmsten Fall auf manch Friedhof.

Mensch ordnet sich nach den Vorgaben einer zwanghaften Arbeitswelt unter, da bleibt die Zeit der Muße auf der Strecke, folgen Herzinfarkt, Burn-Out oder zunehmende Depressionen. Wir sollten keineswegs unterschätzen, wie wichtig und vor allem erfrischend notwendig Ruhepole letztlich der Gesellschaft selbst nur Vorteile verschaffen. Was bringen kränkelnde, gestreßt und erschöpfte Menschen der Arbeits- und Freizeitwelt, außer den ständig möglichen Unfallgefahren, den daraus entstehenden schrecklichen Mißständen?

Trotzdem richtet sich alles nach den Vorgaben unserer schnellebigen Zeit, wobei der daraus entstehende materielle Schaden enorm hoch sein dürfte, von menschlichen Verlusten mal gänzlich zu schweigen.

Medizinische Diagnosen allein reichen nicht aus

Obwohl Statistiken unbedingt verdeutlichen, was da wohl verkehrt läuft. In sofern nicht weiter verwunderlich, daß im gut-organisierten Japan scheinbar am wenigsten Schlaf stattfindet, dicht gefolgt von den USA.

Was wollen uns derartige Nachrichten verdeutlichen? Anstatt das Übel beim Namen zu nennen, wird lediglich auf bekannte gesundheitliche Folgen hingewiesen aufgrund eines latent vorhandenen Schlafmangels. Denn es sind die abhängigen Menschen von der Arbeitswelt, deren dringend notwendige Existenzsicherung, die wiederum das bißchen Freizeit und den Schlaf mitbestimmt. Während wir auch hier in Deutschland früher einer 35-Stunden-Woche entgegenblickten, die genau diese Problematik verbessern hätte können, diktieren heute erneut wieder 40-Stunden-Wochen sowie längere Arbeitszeiten den Alltag, müssen viele angesichts des Abbaus der Vollzeitstellen mehreren Teilzeitjobs nachgehen, so daß schnell 50 bis 60 Stunden wöchentlich zusammenkommen.

Letztendlich muß der Mensch sich dem Arbeitsmarkt beugen, will er nicht auf die Sozialrutsche gelangen und zugrunde gehen. Daß er hierbei trotzdem tagtäglich seinem Körper und Geist den so dringend nötigen Schlaf vorenthält, kann er daher nicht verhindern. Oder gibt es eine reale Chance der Besserung?

Erhöhte Wachsamkeit mittels mehr Schlaf

Die Tierwelt handelt viel cleverer als der freiwillig oder unfreiwillig übermüdete Mensch. Wer seine Katzen oder Hunde beobachtet, die ständig dösend, manchmal sogar kurzfristig tief schlafend selbst den Tag verbringen, weiß auch weshalb. Denn von einer Sekunde zur nächsten müssen sie urplötzlich präsent sein, schnellen auf und haben sämtliche Kräfte, um mögliche Gefahrensituationen zu verhindern. Das gilt natürlich für andere Tiere ebenso.

Der zivilisierte Mensch verlernte im Laufe seiner Entwicklung den naturgegebenen Schutz eines wesentlich entspannteren Tagesablaufs, wo noch Zeit und Muße stattfand, die umgebenden Dinge und Erlebnisse gelassener verarbeitet wurden. Mögen wir uns jenem ursprünglichen Dasein rückbesinnen, wieder viel mehr Schlaf- und Ruhezeiten uns gönnen, bevor unsere Gesundheit gefährdet wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

Veröffentlicht unter Gesundheit | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Die fließende Seele tränkt das Leben

https://pixabay.com/de/gesicht-seele-kopf-rauch-licht-636095/

pixabay.com

Wo hat sie nur ihren Sitz?

„Das tut mir in der Seele weh!“ Wenn Sie diesen Satz hören, wissen Sie, hier trägt jemand Leid in sich, ist traurig, niedergeschlagen, fühlt sich ohnmächtig vor Schmerz. Wo genau sitzt dieses Weh, dieses Leid, dieser Schmerz?

Bis heute kann dies niemand zu hundert Prozent sagen, es bleibt nach wie vor das Geheimnis unseres Körpers. In sämtlichen Religionen, bei sämtlichen Kulturen, bei philosophischen Diskursen gibt es keine einheitliche Erkenntnis, beziehungsweise Einigung, selbst wenn das Wort Seele auch durch das Wort Psyche ersetzt wird, ist damit noch lange kein Beweis vorhanden, daß es sie gibt und falls doch, wo sie in unserem Körper ihren Sitz hat.

Und dennoch ist die Seele oftmals dafür verantwortlich, wenn Menschen sich körperlich, sowie geistig unwohl fühlen. Erkrankungen der Seele können deshalb sowohl physischer als auch psychischer Natur sein. Und ob der Auslöser von eigenen körperlichen Erkrankungen herrührt oder der Auslöser durch Trauer über einen Verlust zum Beispiel eines geliebten Menschen sich einschleicht oder umgekehrt, kann nicht gänzlich bestimmt werden.

Die Auswirkungen dieser Seelenschmerzen werden von den Menschen unterschiedlich beschrieben, diese können sich als Kopfschmerzen, Bauchgrimmen, Kreislaufbeschwerden, Herzstechen, Magenverstimmungen, Gliederschmerzen, Muskelverspannungen äußern. Somit erlebt jeder Mensch sein Leid auf seine persönliche Art.

Trotzdem eine Lokalisierung, Existenz der Seele nicht erwiesen ist, denn zu viele ungeklärte Fragen sind in diesem Zusammenhang zu klären und ein Organ, das sich der Seele zuschreiben läßt, gibt es nicht, sollte der Seele, wie dem gesamten Organismus nicht zu viele „unbekömmliche, schädliche“ Nahrung zugeführt werden.

Die Seele, mittelhochdeutsch sēle, althochdeutsch sē(u)la, laut Sprachwissenschaft die zum See Gehörende, dabei ist zu berücksichtigen, daß wie bei den Germanen, die Seelen der Ungeborenen und der Toten würden im Wasser leben, ebenso in anderen Kulturen, ähnliche Vorstellung über die Wohnorte der Seelen vorhanden waren. Diese Vorstellung oder dieses Wissen, Ahnung kann man besser nachvollziehen unter der Berücksichtigung, daß Wasser überlebensnotwendig ist und unsere Altvorderen ihre Behausungen, Wohnstätten in Ufernähe von Flüßen, Meeren, Gewässern gebaut haben.

Lagunen waren besonders beliebt, weil sie sehr schlecht zugänglich waren oder Schilfgebiete, in denen Pfahlbauten erstellt werden konnten. Das Wort Lachen ist übrigens sprachverwandt mit Lagune, See und bietet einen Schutz vor Krankheiten, sowohl körperlicher als auch seelischer Art.

Wenn man weiterhin berücksichtigt, daß der See, das Wasser, die Quelle ein Element ist, welches fließt, dann können wir ohne weiteres den inneren Fluß des Körpers, das Blut und den Zusammenhang zwischen dem Lebenssaft mit Nektar und Ambrosia, der Speise der Götter, noch besser erkennen.

Die Seele ist somit vielleicht ein Transmitter (Sender, Übertrager), eine Substanz, ein Stoff, der fließend im Körper verweilt. Dies würden die unterschiedlichen Symptome erklären, wenn die Menschen den Ursprung, den Platz ihres seelischen Schmerzes erklären und das Wissen, Ahnung unserer Altvorderen bestätigen. Auf alle Fälle ist die Seele angefüllt mit Gefühlen, und wer Gefühlen keinen Freiraum gibt, sie quasi einsperrt, unnötige Grenzen zieht, sie einem gewissen Druck, Belastung aussetzt, der wird Seelenschmerzen erleiden, denn das Leben ist fließend, und der menschliche Körper besteht je nach Alter zwischen 50 und bis zu 75 Prozent aus Wasser.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare

Die Welt im Umbruch ohne sichtbar friedliche Konzepte

https://pixabay.com/de/kinder-zukunft-universum-weltall-1582753/

pixabay.com

Wechselnde Allianzen dienen der Verunsicherung

Allianzen in seltsam erscheinenden Verlautbarungen erklären ihre Bündnisse, brechen sie nach getaner Zeit wieder ab, andere kommen hinzu, manch Partner verläßt die Runde, ein Austausch ohne Gewährleistung zur Stabilität, eine ewiglich lauernde Gefahr des Unfriedens umgibt ihre geschmiedeten Vorhaben. Insofern in ständiger Gefährdung verweilend.

Im Kindesalter mögen solche Konstellationen Sandburgen bedrohen, im Dickicht von Wäldern oder in städtischen Parkanlagen genügend Raum bedeuten, die Fronten zu wechseln bei Räuber- und Gendarmspielen, während einige kurze Zeit später in der Jugend selbst die Weichen gestellt ob Freund oder Feind, linke Socke oder rechte Dumpfbacke. Überall überdeutliche Grenzen einer sich verselbständigenden Gegnermentalität, die sowohl in Familien als auch im Berufsleben ausgelebt wird mittels Konkurrenzkampf oder einer gewissen Hackordnung.

Im Kleinen wie im Großen, in Grüppchen zu Staaten bis hinein in die Weltpolitik. Was heute noch gilt, kann morgen längst gänzlich einen komplett anderen Stellenwert erhalten. Eigentlich ein ziemlich gewöhnlicher Prozeß in der Menschheitsgeschichte, wenn da nicht das Potential einer vielfachen Zerstörung vorläge, die Überhand nehmen kann.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vollzog sich rasch die simple Einteilung in Ost und West, dem Feindbild UdSSR standen die USA gegenüber mit ihren Verbündeten, die sichtbare Mauer zusammen mit der Sperre in den Köpfen hüben wie drüben, das geteilte Deutschland und die ständige Belauerung mittels Aufrüstungsspirale und Atomkriegsbedrohung, welches zwar die Welt in Atem hielt, aber dennoch überschaubar sich vollzog.

Heute verlaufen die Linien der Allianzen gänzlich anders, gesellen sich obendrein Interressenskonflikte hinzu, die den Freund als Feind und umgekehrt in Frage stellen, keinerlei Verläßlichkeit aufkommt, ganz im Gegenteil die politische Landschaft einer ständigen Erneuerung unterworfen wird. Warum das Ganze? Weil die Gier des Überreichtums keinerlei Halt mehr macht, Moral sowieso nie griff, gegenseitige Belauerung wie eine tickende Zeitbombe jedwedes friedliches Zusammenleben gefährdet.

Mit Blick gen Syrien-Krieg wird es deutlich, denken wir an die verfeindeten Bündnisse, die sich gegenüberstehen, dazwischen ein IS, in erster Linie entstanden mittels Waffenlieferungen, der Zerstörung ganzer Länder wie Afghanistan, den Irak, Libyen. Terrorismus im Kleinen begonnen per War on Terror durch die USA weltweit als hinzugekommen gepushtes Feindbild erweitert, gestern Russland der wiedergefundende Feind eines erneuten kalten Krieges, der morgen schon brüderlich sich zwischen Trump und Putin zusammenraufen mag? Säbelrasseln des gewählten 45. US-Präsidenten gen VR China und Iran, BRICS auf einmal etwa auf Eis gelegt, um auf Augenhöhe Uncle Sam zu begegnen?

Schnellebig neu entstehende Allianzen, alte als „verkommen“ abgetan wie die EU, diesjährig eine Marine Le Pen in Frankreich obsiegen könnte, der Brexit Großbritannien frohlocken läßt, während europaweit bereits Nationalisten die Messer wetzen? Ein historischer Rückschritt dem Wähler als neues demokratisches Instrument verkauft wird, in dem zuvor mal soeben die Lügen- oder Lückenpresse für genügend Unsicherheit sorgen möge, obwohl diese Masche altbekannt? Verunsicherung so weit das Auge reicht, Mittel zum Zweck, während alle Welt zuschaut und gewähren läßt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Veröffentlicht unter Quergedachtes | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Spinnefeind

https://pixabay.com/de/bretagne-landschaft-spinnennetz-733327/

pixabay.com

Fadenscheinig spuckte sie
wie aus feinster Seide,
Linien aus Klebstoff
kreuz- und querweise.

Sanft schaukelte die
Netzstruktur
in der Morgensonne
wie maschinell gefertigte Natur.

Es war noch keine
Mittagszeit,
da heulten die Sirenen,
zu retten Menschenleben.

Ein dunkler Punkt
schwebt in der Luft,
sorglos scheint das Leben,
ein Irrtum, und es ist Schluß.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar