Kein gleichmachendes Wir

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Es ist gewiß kein Scherz,
wenn man bemerkt,
daß einst am Grabe
keiner steht, der Trauer trage.
Keine Zeitungsanzeige:
„Von Beileidsbezeugung
bitte Abstand nehmen“.
Denn keiner wird da sein,
vielleicht nicht mal ein Priester,
weil schon lange
ohne Konfession,
denn oben auf dem Thron,
da ist er sich sicher,
sitzt kein Gott und ist darüber bitter
enttäuscht.
Enttäuscht sind all jene,
die trotz Häme
und Sticheleien ihn
nicht überzeugen konnten,
den Schmeicheleien zu folgen,
damit er
glücklich unter ihnen
leben könnte.
Im Traum sah er die Giraffe,
schwarz mit organgenen Flecken
wie ein Negativbild,
er erkannte früh am Morgen,
das Negativbild war er,
und die Giraffen sterben aus.
Das vermeintlich Negative nicht,
es bleibt übrig von ihm.
Mag sein als Mahnmal
für die Familie,
für die Welt.
„Gehorche nicht deinen Gefühlen,
stehe nicht zu dir, rufe wie wir: wir.“
Doch er weiß schon immer,
die Welt wird dadurch schlimmer.
So hütet er lieber
seinen Geist vorm
gleichmachenden Wir.
Und deshalb steht
irgendwann keiner
mehr an seinem Grab,
nicht mal für den Tod
er sein Ich
aufgibt.

Nafia

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Freundschaftliche Beziehungen fürs Leben eher ein Seltenheitswert

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Schnellebigkeit und Superlative fördern Vertrauensverlust

In tiefverbundener Freundschaft die Freuden und Sorgen des anderen empfinden, in sie hineinfühlen, ohne irgendwelche Hintergedanken einfach mal innig sich in den Armen liegen. Vermögen das viele von sich behaupten? Jenes selbstlose Gefühl ehrlicher, sich nicht täuschen lassender Entspannung, die ein enormes gegenseitiges Vertrauen voraussetzt?

Keinesfalls, es hat höchstwahrscheinlich eher Seltenheitswert, selbst wenn die meisten meinen, es sei eine natürliche oder gar selbstverständliche Sache. In unserer schnellebigen Welt der „hausgemachten“ Superlative wird Familiensinn viel eher verdrängt, stellt man ein Singledasein in der Gesellschaft fest, ganze Branchen haben sich längst diesem Trend angepaßt, profitieren davon.

Gruppendynamik bestimmt den Lauf des Zusammenlebens

Von Beginn an lernen Menschen in Familien, untereinander auszukommen, mit- oder gegeneinander die eigenen Standpunkte und Meinungen zu vertreten, zu erkämpfen. Sei es mit friedfertigen, lautstarken oder gewaltvollen Mitteln. Gruppendynamik bestimmt den Lauf des Zusammenlebens, was niemals ohne bestimmte Gesetzmäßigkeiten funktionieren kann, mit Rangordnung, Geboten und gegenseitiger Achtung einhergeht.

Eine antiautoritäre Erziehung in Familien scheitert spätestens draußen, also außerhalb der eigenen vier Wände, da die Gesellschaft selbst einer gewissen Ordnung unterliegt, sich eingerichtet hat. Bereits im Kindergartenalter beginnt der rege Austausch untereinander, entscheidet Antipathie und Sympathie über geduldiges Akzeptieren oder sich anbahnende Freundschaften.

Doch in der Regel findet dabei bereits eine gewisse Auslese statt, sehr selten bleiben sie bis ins Alter oder gar hohe Alter erhalten, da wir ohnehin beim Heranwachsen uns selbst finden, die Welt da draußen mit uns in Einklang bringen müssen, was keineswegs für alle einfach.

Gute Freundschaften bedeuten meist ernsthafte Arbeit

Keineswegs unbedingt im Sinne wirtschaftlicher Aspekte oder der Bildung, sondern eher zwischenmenschlicher Notwendigkeit. Denn eigentlich entwickeln sich gute Freundschaften erst mit der Zeit. Was zunächst mit einer Bekanntschaft beginnt, bedarf eines gegenseitigen hohen Vertrauens, weil ohne ein solches jede Freundschaft zum Scheitern verurteilt wäre. Darin unterscheidet sich eine Liebesbeziehung überhaupt nicht.

Dennoch verbleibt bei inniger Freundschaft der Sexus im Tabubereich, was durchaus wichtig und besondere Vorteile hat. Kein Wunder, vorausgesetzt man betrachtet heterosexuelle Konstellationen, daß Freundschaften zwischen Mann und Frau schon sehr selten vorkommen, meist eher im gleichgeschlechtlichen Bereich stattfinden.

Über Jahre oder gar Jahrzehnte sie zu erhalten, bedeutet stets ernsthafte Arbeit. Beide Seiten können dabei viel voneinander lernen, wachsen zusammen in inniger Vertrautheit, helfen einander per Rat und Tat, bilden nach außen für die Mitmenschen eine wichtige Schlüsselrolle, auf eine Art ein Team mit gegenseitiger Stütze, profitieren letztlich alle davon, was sich sogar gesundheitlich auswirkt.

Längst wissen Mediziner zu berichten, ob per aufwendiger Statistiken oder einfach aufgrund langjähriger Erfahrungen, wie intakte Freundschaften oder Liebesbeziehungen den gesamten Organismus positiv beeinflussen, hingegen Einsamkeit, ewige Beziehungskonflikte per Streitereien schwere Krankheiten verursachen können.

Jede Gesellschaft kann nur dann friedlich zusammenleben, wenn ein sozial ausgewogenes Miteinander gepflegt wird. Bei Vernachlässigung setzt sich die Hierarchie der Gewalt durch, gilt keine Moral, Religion oder Humanismus mehr.

Lotar Martin Kamm

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Kummer ein vielfältiger Hilferuf

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Sich nicht kümmern wider der Weiterentwicklung des Humanismus

Wenn Sie Kummer haben, rufen Sie an unter der Nummer, wer kennt diese Formulierung nicht, die eine Hilfestellung für Menschen bietet, die sich in oftmals ausweglosen Situationen befinden? Natürlich muß nicht unbedingt eine lebensbedrohliche Gefahr bestehen, um nach dem Hörer zu greifen, manchmal können diese Kümmernisse augenscheinlich für den anderen belanglos sein, dennoch ist es wichtig, auch bei kleinen Sorgen jemanden zu haben, der bereit ist zuzuhören.

Wer, wenn nicht Eltern oder Erziehungsberechtige wissen am besten, wie notwendig es ist, bei den Kindern selbst kleinste Kümmernisse oder Ärgernisse ernst zu nehmen. Denn Kinder können bisweilen ohne triftigen Grund in wehmütige Gefühle sich hineinsteigern. Anlässe hierfür brauchen nicht dramatischer Natur zu sein. Je weniger aber auf die Kinder in diesen Situationen eingegangen wird, desto wahrscheinlicher fühlen sie sich hilflos „dem Schicksal“ ausgeliefert. Eltern können, wenn sie selbst in ihrer Person gefestigt sind, schnell erkennen, ob hier nur Theater gespielt, um den Willen durchgesetzt zu bekommen, oder echte Trauer dahintersteckt.

Das Wort Kummer bedeutet Leid, Schmerz, Elend, Herzweh, Pein und entstammt dem mittelhochdeutschen kumber, Schutt, Müll, Beschlagnahme, Verhaftung. Der Ursprung läßt sich aus dem Galloromanischen herleiten von lateinisch cumbrus Verhau, Sperre, eigentlich Zusammengetragenes. Bereits in der mittelhochdeutschen Sprache wurde das Wort eingesetzt für Leid, Betrübnis.

Es läßt sich somit leicht erklären, daß der Kummer, das Zusammengetragene, das eine Sperre, einen Engpaß, eine Wehr darstellt, zu dem Begriff Kummer für Herzschmerzen, Gram, Sorge geworden ist. Auch die Beschlagnahme, die Verhaftung reiht sich bestens in diesen sprachlichen Übergang, denn die Enge einer Gefängniszelle oder allein die Vorstellung gegen sich selbst wird ermittelt, kann Kümmernisse auslösen.

Wie paßt das Wort kümmern in diesen Kontext? Kümmern bedeutet doch, sich um jemanden sorgen, betreuen, helfen? Das Wort hat sich aus mittelhochdeutschen kummern, kumbern für bedrücken, quälen, mit Arrest belegen, beschlagnahmen, entwickelt. Seit etwa dem 15. Jahrhundert wird „kümmern“ in seiner heutigen Bedeutung angewandt.

Also kann man ohne weiteres sagen, man kümmert sich um den Kummer. Wenn man weiß, daß das 15. Jahrhundert auch das Ende des Spätmittelalters eingeläutet hat und der Humanismus und die Renaissance sich herauskristallisiert haben, wird gerade durch das Wort „kümmern“ die gesellschaftliche Veränderung erklärbarer.

Jemanden in seinem Kummer nicht alleinlassen, sich um ihn zu kümmern, ist ein Zeichen von Nächstenliebe und Verständnis. Jemanden beizustehen, wenn er sich sorgt, sich bedrängt fühlt, nicht nur tatsächlich eingesperrt ist, sondern sich auch so fühlt und ihm hilft, die Gefangennahme zu überstehen, das Leid zu mindern, sind Grundsätze, auf die sich der Humanismus bezieht, in dem er die Würde des Menschen im Denken und Handeln als Streben nach Menschlichkeit fordert und benennt.

Humanismus, Menschlichkeit ist nicht explizit auf bestimmte Gruppierungen bezogen, er steht für Kümmern aller an Kummer Leidenden. Wenn zurzeit etliche Menschen beginnen, Unterschiede in der Nächstenliebe anzuwenden, um ihre politischen, sozialen, wirtschaftlichen Bestrebungen durchzusetzen, handeln sie eindeutig gegen eine Weiterentwicklung des Humanismus. Sie schaffen dadurch ein Zurück in das Spätmittelalter und sogar noch früher. Anhand des Sprachgebrauches kann nämlich nicht nur ersehen werden, wie Begriffe sich wandeln, sondern obendrein das Handeln einer Gesellschaft.

Wer es zuläßt, daß die Sprache verkommt in niveauloser Dialektik, schafft eine Gesellschaft, die weder Anstand, Respekt, Achtung vor dem Nächsten walten läßt. Da hilft selbst keine Moral-, Kultur-, Sittenvorstellung, die nur mit Strenge, Pflicht, Gehorsam aufrechterhalten werden kann. Verlassen wir den Geist des „Kümmerns“, wird der Kummer, der Schutt, der Müll, die Enge, die Gefangennahme uns bedrücken, quälen und uns täglich in Beschlag nehmen.

Doris Mock-Kamm

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Umweltschutz: Deutschlands Ignoranz zur Nitratbelastung ein Hohn

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Barbara Hendricks Forderung erfolgt reichlich spät

Obendrein hatte gerade das Landwirtschaftsministerium etliche Gelegenheiten, endlich seiner Verantwortung gerecht zu werden, um die Nitratbelastung per entsprechend gesetzlicher Regelungen bundesweit abzusenken.

Die erst im Laufe des letzten Jahres verfaßte, aber nicht in Kraft getretene Novelle des Düngerechts erfolgt genauso verspätet wie Barbara Hendricks jetztige Forderung zu verschärften Regeln für Gülle und Kunstdünger.

Hofierung bestimmter Konzerne zu Lasten der Umwelt

Genau darunter haben ganze Ökosysteme sowieso schon seit mehreren Jahrzehnten zu leiden. Was nützen ins Leben gerufene Parteien wie die Grünen, die entscheidend das Augenmerk zum Umweltbewußtsein in den politischen Alltag brachten, oftmals erfolgreiche Maßnahmen zum Schutz eingesetzt werden, wenn dennoch weiterhin in vielen Bereichen eine unfaßbare Ignoranz vorherrscht.

Gerade im Bereich der Landwirtschaft, die Nahtstelle zwischen notwendiger Versorgung der Bevölkerung per Agrarprodukte, tummeln sich Chemiekonzerne, um ihre giftigen, umweltschädigenden Produkte in die natürlichen Kreisläufe einzubringen, Hauptsache den Fokus auf hohe Profite ausgerichtet, die schädigenden Folgen außer acht gelassen mit freundlicher Unterstützung auch eines Herrn Christian Schmidt, der durch enge Zusammenarbeit mit dieser Klientel glänzt.

Weite Teile Deutschlands mit viel zu hohen Nitratwerten

Mit einem Blick auf die Karte Deutschlands zeigt sich schnell, wo die Belastung zu hoher Nitratwerte besonders extrem vorhanden: nahezu in ganz Niedersachsen, in Nord-Bayern und Sachsen-Anhalt, um nur mal drei Gebiete zu benennen. Dabei sollte man nebenbei erwähnt den Grenzwert für NO3 (Nitrate) im Trinkwasser selbst in Frage stellen, der hierzulande bei 50 mg/l liegt, während die Schweiz genau die Hälfte festsetzt.

Hält die Belastung in Gewässern ohnehin schon viel zu lang an, meinen die Verantwortlichen zur Nitratbelastung, sie müßten kaum etwas dagegen tun. Ob die Anmahnung der Bundesumweltministerin schnellere Aktionen hervorruft, bleibt mal dahingestellt.

Immerhin ließ sich unsere Bundesregierung kaum von der im letzten April angekündigten Klageschrift der EU beeindrucken, in der Deutschland vorgehalten wird, es hätte spätestens 2012 bereits handeln müssen, um die Vorschriften zum Schutz der Gewässer vor zu viel Nitrat aus der Landwirtschaft zu verschärfen. Ob die hohen, angekündigten Geldstrafen tatsächlich beeindrucken, darf bezweifelt werden. Letztendlich leidet die gesamte Umwelt.

Lotar Martin Kamm

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Traumspiel

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Vieles ist geschehen,
mein Herz – kann nicht verstehen.
Ich weiß nur ich muss fort…
so lauf ich durch den Wald.
Doch – was ist das für ein Ort?
Wie ein Hoffnungsfunke glimmt da
in mir eine leise Stimm:

Spiel mit mir, träum dich ins Licht,
öffne die Tür in dir – voller Zuversicht.
Die Schönheit der Welt fließt und ergießt
sich in deine Seele und erweckt deinen Traum.

Hin und her, es tobt in mir.
Es fällt mir schwer zu glauben hier:
Ist glücklichsein so einfach nur?
Die Leichtigkeit – bin ich bereit?
Ein Liebesschwur mit der Natur!

Ist’s möglich gar? Ein Traum wird wahr?

Spiel mit mir, träum dich ins Licht,
öffne die Tür in dir – voller Zuversicht.
Die Schönheit der Welt fließt und ergießt
sich in deine Seele und erweckt deinen Traum.
Lass die Vergangenheit ruhn.
Es gibt so vieles zu tun.
Tanz mit dem Wind wie ein Kind.

Träum dich ins Licht, spür das Farbenspiel dicht an dicht.
Dreh dich voller Freud, leb im hier und heut.

Ja, spiel mit mir,
na, los komm mach dich auf
träum dich ins Licht
alles ist dann möglich für dich!
Es gibt so viel – im Traumspiel.

© Text Andrea Dejon

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Lauterkeit kaum noch verwendet sich treu geblieben

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Am Anfang war der Laut

Die Straße war voll lauter Menschen. Haben Sie spontan erkannt, daß in diesem Satz zwei verschiedene Aussagen stecken? Die Straße war voll mit ganz vielen Menschen. Die Straße war voll lärmenden Menschen. Eigenartig, nicht wahr?

Kennen Sie das Wort Lauterkeit und wenn ja, benützen Sie es auch noch gelegentlich? Schätzungsweise ist es eines der Wörter, die irgendwann demnächst im Nebel der „alten Sprache“ verschwinden. Die Offenheit, Rechtschaffenheit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Reinheit, Unschuld sind ähnliche Begriffe, und wahrscheinlich wird uns das Wort Lauterkeit für diese Wortumschreibungen irgendwann fehlen, denn es führt uns in seiner Entwicklung weit in die Vergangenheit.

Der Laut, der Ton ist die erste sprachliche Äußerung eines Wesens, dabei spielt es keine Rolle ob beim Menschen oder bei den Tieren. Im Johannesevangelium ist zu lesen: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

Wie immer man diesen Text aus dem Johannesevangelium deuten mag, ersichtlich daraus ist, daß der Laut, der Ton, das Wort eine wichtige Komponente darstellt, in Bezug auf das Werden und Gedeihen, auch im Kontext zur „Theorie“ des Urknalls.

Die Lauterkeit, mittelhochdeutsch lüterkeit, wie bereits oben beschrieben, der Laut, mittelhochdeutsch lüt, das mit dem Gehör Wahrnehmbare, laut, mittelhochdeutsch lüt, gehört. Eindeutig hier die Sprachverwandtschaft.

Das Wort lauter, im Sinne von ein lauterer Mensch, also ein ehrlicher, aufrichtiger Mensch, mittelhochdeutsch lüter, das Wort lauter, im Sinne von lauter Menschen standen auf dem Platz, also ganz viele Menschen standen auf dem Platz, mittelhochdeutsch lüter, rein, hell, klar, eventuell gereinigt, also bei beiden unterschiedlichen Aussagen ehrlich und eine Menge, dieselbe Wortherkunft.

Und um die Verwirrung perfekter zu machen, das Wort Läuterung, Besserung, Berichtigung hat natürlich den gleichen Wortstamm und das Wort laut, entsprechend, sinngemäß, wie zum Beispiel: Laut der Vorhersage kommt ein Wetterumschwung.

Zusammenfassend läßt sich demzufolge das Wort lüt, Laut und alle wortverwandten Wörter folgendermaßen beschreiben, ehrlich, rein, unschuldig, eine Menge, viele, geräuschvoll, entsprechend, sinngemäß, Besserung und vertraut zudem auf die korrekte Übersetzung des Johannesevangeliums, so kommt man zu dem Schluß, daß der Laut, Ton, egal ob geräuschvoll oder in Mengen, zuallererst rein und klar ist in Verbindung mit entsprechend und Gott, die vorurteilsfreie Sinnhaftigkeit jedwedes Wortes, jedweder Menge.

Das Wort lütt für klein oder winzig unterstreicht dies, denn setzen wir für klein, das Wort Baby oder Kleinkind ein, so erkennen wir in dem Verhalten des Babys in den ersten Lebenstagen- wochen wie entsprechend in unserem Verhalten gegenüber diesem kleinen Wesen die oben genannten Begriffe.

Als Fazit wäre noch anzumerken, die Lauterkeit, Reinheit, Ehrlichkeit in der Sprache und gegenüber anderen ist eine wichtige Voraussetzung für ein offenes freies Miteinander. Wer die Sprache benützt, um anderen zu schaden, handelt nicht im Sinne unserer aller Vorfahren, (noch Gott oder der Göttlichkeit), sondern mißbraucht das vorurteilsfreie Wort. In vielen anderen Beispielen ist die Sprachentwicklung einzelner Wörter einen konträren Weg zu ihrem ursprünglichen Sinn gegangen, im Fall von Lauterkeit und Läuterung ist sie sich treu geblieben, warum wohl?

Doris Mock-Kamm

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Bundesregierung befürwortet „Pflichtpraktikum“ bei Migranten

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Aushöhlung des Mindestlohns findet neue Opfer

Langsam erhält der Begriff „Sozialrassismus“ eine ganz besonders widerwärtig doppelsinnige Tragweite. Nicht nur aus dem Hause Nahles ertönen Vorstellungen des modernen Sklaventums, sondern ebenso das Bildungs- und Finanzministerium befürworten ein sogenanntes „Pflichtpraktikum“ bei Migranten, die sich somit auf dem Arbeitsmarkt bewähren sollen. Insofern findet die Aushöhlung des Mindestlohnes neue Opfer, in dem kurzerhand diese Maßnahmen als „ausbildungsähnliche Qualifizierungen“ deklariert werden.

Die Wirtschaftspolitik verdeutlicht erneut ihre kurzsichtige Vorgehensweise, wenn sie tatsächlich meint, man könne dauerhaft mittels Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsteile langfristig den Arbeitsmarkt am Leben erhalten. Eine unverträgliche soziale Gesetzgebung, die mit den Hartz-IV-Gesetzen eine menschenverachtende Isolation erschuf, erhält mit der Flut von Migranten eine gänzlich neue Tragweite der Ausbeutung.

Drei-Klassen-Gesellschaft untergräbt friedliches Miteinander

Die dritte Säule, das sind diejenigen, die Schutz in der BRD suchen, die kann man mit dieser neuen Variante eines Pflichtpraktikums vielseitig in Firmen malochen lassen, ein widerliches Ausspielen zwischen Hartz-IV-Anwärtern und Flüchtlingen, Zündstoff für noch mehr Neid und Mißgunst, die so erschaffene Drei-Klassen-Gesellschaft untergräbt erst recht ein friedliches Miteinander.

Schon könnte man das bösartige Agieren einer AfD vermuten, die genau jene neue Konkurrenz von Migranten für ihre Zwecke auszunutzen weiß, indem sie einerseits mit dem Finger auf sie zeigt, um gleichzeitig der Bundesregierung Unfähigkeit zu bescheinigen. Deutsche Gründlichkeit wird eben nicht nur beim Sozialrassismus betont, sondern ebenso bei Rechtspopulisten, die besonders gern per Ausgrenzung unterwegs sind.

Ein Klima der Verunsicherung schafft neue Gewalt

Dazu gesellt sich der zunehmende Terror, der nicht zufällig immer deutlicher das Ausmaß verfehlter Politik unterstreicht. Armut, Elend und Ungerechtigkeit per sozialer Mißstände auf der einen Seite, Rüstungsspiralen, Überreichtum und staatlicher Terror auf der anderen Seite erschaffen den Nährboden für Chaos und Terroranschläge.

Wenn es lautet, daß jeder sich selbst der Nächste sei, ohne den Mitmenschen zu beachten in einer Verrohung der Gesellschaft, dürfen wie uns nicht wundern, wenn die Urheber jener ausbeuterischen Entwicklung einfach ihren Kurs der Repressalien fortsetzen.

„Die Dienste der Großen sind gefährlich und lohnen der Mühe, des Zwangs, der Erniedrigung nicht, die sie kosten.“ (Gotthold Ephraim Lessing)

Was nützen solche Erkenntnisse, wenn Mensch immer wieder die Großen bedient, statt sie endlich von dannen zu jagen?!

Lotar Martin Kamm

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