Gebot der Stunde: Innehalten im Rausch verwirrender Meldungen

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Nationalstaaterei ein Rückschritt ohnegleichen

Während manch Lücken sich in der Nachrichtenkette mehren, tauchen stets neugierig berechtigte Fragen auf, die Licht ins Dunkel bringen mögen, wenn denn sie überhaupt beantwortet werden. Obendrein diese noch der Wahrheit entsprechen. Vor allem welche am Ende verkündet allgemeine Gültigkeit hat. Innehalten im Rausch verwirrender Meldungen, das sollte das Gebot der Stunde sein.

Unzufriedenheit hinterlassen derartige Vorgehensweisen zusammen mit einem Gefühl der Ohnmacht, ihnen nahezu hilflos ausgeliefert zu sein. Was bezwecken die Verantwortlichen damit, die das Volk nicht ausreichend informieren? Entspricht dies etwa dem Geist einer verbrecherischen Haltung, eben keine Klarheit zu schaffen, um Raum denjenigen zu überlassen, die dann erneut im Verborgenen handeln dürfen?

Das Ganze klingt ziemlich allgemein gehalten, ohne konkrete Beispiele. Mit Blick zum Berliner Anschlag sollte spätestens der Groschen fallen, inwiefern von einem Informationsdefizit die Rede sein muß. Abgesehen von etlichen Vorfällen in der Vergangenheit, denken wir an 9/11 oder auch an kriegerischen Auseinandersetzungen. Hinterher wird sowieso die Geschichte verfälscht, obgleich ein allgemeiner Konsens geschaffen, verbleiben viele Unklarheiten und Rätsel.

Genau in jene Kerbe stoßen gerne all jene, die ihre politischen Ziele verwirklicht sehen wollen. In jüngster Zeit der Rechtspopulismus, der aufgrund der Flüchtlingswellen und eines gezielt geschürten Islamismus Hochkonjunktur erhält, mit den alten schlechten Ratgebern und Forderungen des Nationalismus um die Ecke kommt. Welch fatale Entwicklung, wobei Politikverdrossenheit angesichts neoliberaler Entgleisungen ihm wunderbar in die Hände spielt.

Wenn gerade die europäischen Völker nicht wachsam jenen Rechtsruck bemerken, könnten schnell wieder die Zustände vergangener, überwunden geglaubter Mauern entstehen, ein Zurück zur Nationalstaaterei, exakt jene Politik, die stets Kriege hervorbrachte. Wer etwas anderes behauptet, leugnet historische Zusammenhänge, verläßt sich aufs Kurzzeitgedächtnis, hofft und kalkuliert die Blauäugigkeit neuer Generationen ein, die vor lauter Konsum und Ablenkung eben nicht mehr hinterfragen.

Daher gilt es explizit, die noch Wachen zu bestärken, nicht locker zu lassen, im Sinne gezielter Informationen die Geblendeten aufzuklären, was da auf uns alle zukommt, wenn man diesem üblen Zeitgeist nicht Einhalt gebietet.

In der Auseinandersetzung politischer Ansichten zeigt sich ziemlich schnell, inwieweit eine Demokratie zusammen mit selbstverständlichen Menschenrechten funktionieren kann. Greift stattdessen Ausgrenzung, Gewalt und Haß, begeben sich die Beteiligten auf besten Weg eines erneut entstehenden Totalitarismus.

Lotar Martin Kamm

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Du

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Lagst neben mir heut Nacht,
und hast leis gestöhnt…
Bin auch gleich aufgewacht,
noch nicht daran gewöhnt…

Und hab Dich angestarrt, so
wie Du’s gemeinhin nanntest…
Zu jener Zeit und irgendwo,
als Du mich nicht kanntest…

Hast’s nicht bemerkt, Du Schöne,
sah Deine Lippen beben…
Ob ich mich je daran gewöhne,
daß Du es bist – mein Leben…

Gegangen bist Du später dann,
ein Lächeln Dein Gesicht erhellt…
So man’s kaum beschreiben kann,
sah’s noch nicht auf dieser Welt…

Wollt Dich halten immer wieder,
wissend, daß Du gehen mußt…
Wie gelähmt sind meine Glieder,
es zählt nicht nur die Lust…

Lagst neben mir heut nacht,
und hast’s ganz leis gesagt…
Nun schlaf, ich halte für uns Wacht,
wer nicht liebt, hat’s nie gewagt…

Peter Petereit

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USA: Drah di net um, die Trumpomanie geht rum

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Hysterische Panikmache oder ernsthafte Gefahr?

Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war. Jene Floskel liest und hört man allenthalben bei nahezu jeder Gelegenheit politischer Ereignisse bis hin vor Kriegszeiten oder Endzeitszenarien. Verständlicherweise, oder? Natürlich können wir uns auch einfach des nachts auf die andere Seite drehen und meinen: wird schon irgendwie schiefgehen.

Fehlanzeige. Genau eine solche Einstellung ist durchaus gewollt. Erst recht nach der letzten Wahl in den USA, wo am Ende ausgerechnet The Donald gewann und seine milliardenschwere Mannschaft schon bald den Hegemon steuern darf. Der Rest der Welt fügt sich mehr schlecht denn recht, hat bald das Nachsehen angesichts bevorstehender Planungen. Hysterische Panikmache oder ernsthafte Gefahr, in der man Falco angelehnt, singen möchte: Drah di net um, die Trumpomanie geht rum?

Widerwärtige Bösartigkeiten geben sich die Ehre

Befinden wir uns immer noch im Wahlkampf, der bekanntlich an Entgleisungen kaum zu toppen war, obwohl die Wahl längst entschieden, möchte man erstaunt feststellen. Die jüngste Äußerung seitens Carl Paladino toppt sämtliche Statements von Donald Trump, man kann nur fassungslos den Kopf schütteln, in wie weit bereits die politische Landschaft dieser USA verkommt. Was für ein Indiz zukünftiger Vorgehensweise!

Dazu reiht sich das Verhalten der Rechtspopulisten hierzulande ein, die besonders vollmundig eine„Lügenpresse“ ausmachen, um per eigens aufgestellter alternativer Medien ihre Hirnwäsche vom Stapel zu lassen, Haßparolen, soweit das Auge reicht, zieren deren Schlagzeilen. Gerade zum Trotz der Hinweis „Kommt das große Trump-Gegenkonzert“ hier mal zitiert sei. Parallel zur Vereidigungsfeier des 45. US-Präsidenten soll es seine Show stehlen, welches gerade ihm sehr mißfallen könne.

Eitel Einigkeit solange Vorteile im eigenen Lande

Die größtmögliche Übereinstimmung beider Weltmächte, Russland und den USA, besteht darin, sich Vorteile im eigenen Lande zu verschaffen. Hingegen der Hegemon ohnehin weltweit verzweigt Stellung bezogen hat, was er alles an Rohstoffen für sich zu beanspruchen gedenkt, egal mit welchen Mitteln. Die Russische Föderation in diesem Punkt lediglich auf eigene Ressourcen zurückgreifen kann, die dortigst im Riesenreich vorhanden.

Der Weltöffentlichkeit wird gleich zu Beginn sehr deutlich signalisiert: Atombomben seien ein Garant der Supermächte. Angeblich soll die alte Vorgehensweise aus Tagen des Kalten Krieges noch fruchten. Europa schaut einfach zu, ohne daß irgendwelche Bedenken geäußert werden. Ganz im Gegenteil glänzt unsere sogenannte Verteidigungsministerin in unheilvoller Mission, Hauptsache die Waffengeschäfte laufen, dabei sein ist wohl alles.

„Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht.“ (Erich Fried)

Herrscher sind zum Scheitern verurteilt, weil die Untertanen deren Geist sich unterzuordnen haben, daher sich irgenwann aus ihrer Umklammerung befreien werden.

Lotar Martin Kamm

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Regenbogenfarben schillern

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Unterm Regenbogen geboren,
das Leben trotzdem verloren.
Nachdem der Kaffee geschlürft,
die Treppe runtergestürzt.

Worte wurden in Verse gepackt,
nicht Literatur, Sätze erdacht,
des eigenen Spieltriebs wegen,
nicht um berühmt zu werden.

Ist die Nabelschnur durchgeschnitten,
fährt man ins Tal auf einem Schlitten
oder klettert eine Felswand nach oben,
jedem seinen Platz zum Thronen.

Der Nachlaß wurde versoffen,
Leid hat das Herz nicht getroffen.
Reime auf Papier verblassen,
Verlogenheit in allen Gassen.

Die Toleranten werden gejagt,
damit Herrschaft bleibt bewahrt,
wo kämen wir denn dahin,
wenn Freiheit wär der Sinn.

Die Regenbogenfarben schillernd,
kurze Zeit daran erinnernd,
an Schönheit, Sein und buntes Licht,
dies nimmt man mit, ansonsten nichts.

Nafia

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Heiligabend im Elternhaus

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Es war einmal. In etwa heute vor einem halben Jahrhundert. Die Kinder wuseln in der Küche. Raus können wir nicht. Hat seinen Grund. Zur Türe hin verengt sich die Küche zu einem schmalen Schlauch. Der als „Großer Schrank“ überbauten Kellertreppe wegen. Und mitten im Schlauch steht ein Stuhl. Auf dem thront Tante Minna und lächelt milde, die abgearbeiteten Hände ruhen im Schoß – und doch allzeit bereit, ein Zwerglein einzufangen, falls es sich vorbeimogeln will.

Aus Erfahrung klüger geworden, versuchen die es kein zweites Mal. Und ohnehin hatte dieser Tag, der vom zeitigen Erwachen an mindestens ein Jahr zählte, ihre Abenteuerlust ein wenig gezähmt. Also wuseln sie schweigsam, doch mit geschärften Sinnen. Denn draußen trappt’s Trepp‘ auf, Trepp‘ ab. Immer wieder. Viele, viele gefühlte Stunden lang…

Dann bimmelt ein Glöckchen. Tante Minna steht bedächtig auf und trägt den Stuhl den Meter zum Küchentisch. Die Zwerglein sind erstarrt und warten, bis Tante Minna ein „Husch“ gestikuliert. Das macht sie gleich zweimal, dann stürmen die Zwerglein los. Die Tür zum Wohnzimmer ist sperrangelweit geöffnet, rechts und links davor stehen lächelnd die Zwergenschöpfer und gewähren Einblick und Einlass ins duftende Dezemberparadies…

Vom Weihnachtsmann keine Spur. Ein Zwerglein hatte bei ihm, als es ihn noch gab, ein Holzbein diagnostiziert und gepetzt…

Es gab was, damals. So ziemlich alles, was sich liebende Eltern übers Jahr vom Munde absparen konnten. Einen Wunschzettel brauchte es nicht. Die Eltern wussten um Zwergleinträume…

Peter Petereit

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Demografie unter die Lupe genommen

 

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Von der Mär mancher Statistik

Ein jeder wohl den Spruch über die Statistik kennt: „Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.“ Auf der anderen Seite legen sich manch Sorgenfalten auf die Stirn derjenigen, die eine Leichtigkeit an Schlagzeilen in den Systemmedien mitverfolgen können, weil natürlich solche Marktforschungsunternehmen wie z.B. Emnid selbst von ihren durchgeführten Befragungen leben, statistische Auswertungen zum Besten geben.

Genauso wie das Stückchen Sahnehäubchen, welches noch fehlte, um den Kurs unserer Bundespolitik erst recht gen Himmel zu loben, mit der sinnigen Behauptung, Deutsche seien immer zuversichtlicher, ihr Optimismus sei auf Rekordnivieau. Davon bekommt der einfache Mensch in den wohl niedrigeren Lohnverhältnissen kaum etwas mit, verklärt die Mär derartiger Statistiken eher viele Mißstände. Darf man neben solchen Instituten gleichwohl bestimmte, gutbetuchte Kreise direkt mal ausklammern im miesepetrigen Schwarzmalen ob deutscher Einschätzung, wie es denn mit der Zukunft bestellt sei? Man darf nicht nur, man sollte sogar die Demographie unter die Lupe nehmen, die von Demoskopen penetrant begleitet werden.

Manch repräsentative Umfrage höchst fragwürdig

Dies werden jene Institute nicht gern lesen, obendrein heften sich etliche politischen Weichensteller mit Freude an deren Aussagen, die wiederum vortrefflichst, meist in ihrem Sinne ausgewertet bzw. interpretiert unters Volk gemischt werden mögen. Läuft das Ganze auf eine einzigartige Show hinaus, ein Gehabe, um gewisse Zielsetzungen zu erreichen? Na, klar doch. Schauen Sie sich einfach mal die Vorgaben, die Fragestellungen selbst an, schon wird ziemlich schnell deutlich, was zweckdienlich sich dahinter verbirgt: in erster Linie Wirtschaftsinteressen.

Statistische Erhebungen verdeutlichen analytisch betrachtet allemal ein sehr weites und interessantes Feld. Reduziert auf gezielte Absichten vermag dennoch der weitsichtige Querdenker die Tücken und Verfälschungsmöglichkeiten in ihnen erkennen, mit denen die Bevölkerung manipuliert werden kann. Kein Wunder, daß etliche Zeitgenossen ihnen nicht nur skeptisch gegenüberstehen, sie sogar oftmals brüsk von sich weisen.

Wahrer Shitstorm an Kommentaren in den Systemmedien und der Social Media

Nur wer solche Meldungen streut, – verdiene daran, wer sie glaubt – , dem kann man auch nicht mehr helfen. Oder wirken sie tatsächlich dermaßen paralysierend, daß nach mehrfacher penetranter Wiederholung der „blöde“ Wähler schön brav sein Kreuzchen macht, um Mutti (welch tragische Formulierung, zumal Frau Merkel obendrein kinderlos ist) in den Sessel zu hieven?

Einen wahren Shitstorm an Aufregung darf man in den Kommentaren der Systemmedien beobachten, falls jene nicht „gesäubert“ erscheinen, in den Social-Communities, was „die da oben“ alles an Unsinn anrichten. Dennoch tauchen in einer schier unglaublichen Regelmäßigkeit positiv strotzende statistische Wundermeldungen, wie prosaisch frohgelaunt der Deutsche seine Politiker-Kaste einschätzt. „Wer’s glaubt, wird selig!“

„Demokratie: Bestätigung und Vollzug dessen, was Publikumsumfragen längst ermittelt haben.“ (Aurel Schmidt)

Die Demoskopie wiederum läßt sich ständig mittels der Systemmedien zu oft beeinflussen. Am Ende beißt sich die Katze selbst in den Schwanz, das Volk begibt sich eben nicht auf den Weg der Selbstbestimmung und ihrer Mündigkeit.

Lotar Martin Kamm

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Liebe zum Nächsten

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Zu Bethlehem geboren,
als Kind schon auserkoren,
den Menschen zu bringen Friede,
Gerechtigkeit und Nächstenliebe.

Welchem Streß die Eltern da ausgesetzt,
Eltern wissen, dies ist kein Geschwätz.
Nicht mit jedem raufen, keine Häme,
kein Spott gegen Unterlegene.

Lerne fleißig, hör gut zu, sei artig,
gib keine Widerworte, sei empathisch.
Bring den Müll runter, räum das Zimmer auf,
oh, jetzt habe ich da wohl was vertauscht.

Liebe Maria, lieber Josef, ihr habt
einen guten Job gemacht.
Euer Kind wurde begrüßt
mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Gold als Zeichen der Huldigung,
Weihrauch zur Sinnerfahrung,
Myrrhe, das heilsame Harz,
waren die Geschenke für euren Schatz.

Nicht jedes Kind ist auserwählt,
dennoch, so hoffe ich, schmält
es nicht die Liebe, die sie empfangen,
wenn sie ihr Leben anfangen.

Kinder, da braucht sich keiner zu schämen,
sind es, die das Weltgeschehen prägen.
Beschenken wir sie mit Geborgenheit,
Liebe ihre Sehnsüchte befreit.

Auch wenn wir nicht in Bethlehem geboren,
so sind wir alle, ausnahmslos, erkoren,
gemeinsam für Nächstenliebe einzustehen,
ansonsten wäre jede Zeugung ein Fest für Dämonen.

Nafia

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