Verliebt bis über beide Ohren

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Reizvolle Gedanken erreichen deine kühnsten Träume,
die hoffnungslos erscheinen mögen,
dennoch man bloß keine Gelegenheit versäume,
mit dabei zu sein an so manchen Trögen.

Hinweggefegt solch lustwandelnde Gedanken,
die ohnehin schier aussichtslos in weiter Ferne,
da stehst du nun auf schwankenden Planken,
denkst zurück an diese Blicke, hast sie richtig gerne.

Im Rausch verliebter Augenblicke die Zeit vergeht,
wehmutsvoll ihre Nähe stets herbeigesehnt,
dich fragst, ob sie auch deine Liebe versteht.
Vorbei die Zweifel, als sie sich bei dir anlehnt.

Verliebtsein ein Zustand, der uns im Banne hält,
man die Welt dabei fast gänzlich vergißt.
Denn nun einzig und allein das eine zählt:
Sie für sich zu gewinnen, selbst per beherzter List.

Die Natur kennt jenes Bezirzen und Umwerben,
was überall sich ganz ähnlich abspielt.
Tragisch genug ein Nein, die inneren Scherben,
wenn plötzlich ihre Liebe einem anderen gilt.

Lotar Martin Kamm

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Traumspaziergang. Mit Söhnchen.

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Ich halte es an der Hand, mein Menschenkind und blickte gelegentlich in seine Augen.
Nicht von oben herab, nein, mitten rein, auf Augenhöhe.
Wird sich noch ein wenig verschieben, die Perspektive. Bald muss ich zu ihm aufsehen.
Wäre nicht das erste Mal. Sein großes Brüderlein scheint ihm Messlattenvorbild.

Dreizehnkommanochwas Jahre ist ist der Junge alt.

War ich auch mal.
Siebenundvierzig Jahre früher.

Die Zeit rinnt ihre Zeit. Überraschungen sind da nicht ausgeschlossen. Auch in meinem Traumspaziergang nicht.
Es ist ein Traumspaziergang, also ist alles Mögliche möglich.

Ich zeige dem Jungen Fassaden, die dunnemals mal öde grau waren. Die Menschen jedoch, hinter jenen Fassaden lebend und liebend, waren noch welche. Sie sprachen, sangen, soffen miteinander, vögelten ohne religiöse Konsequenzen beachten zu müssen, auch mal quer Beet.

Ich zeige dem Jungen Fassaden, die heute bunt und grell sind. Die Menschen hinter den Fassaden sind andere. Sie sprechen nicht mehr miteinander. Übereinander ja.

Ich zeige dem Jungen eine Mutter. Eine siebenfache sogar. Sie beabsichtigt, Kinder in irgendwelche Kriege zu schicken. Ihre nicht. Dich ja.

Ich zeige dem Jungen Nachkommen von Flüchtlingen. Sie lassen derzeit Flüchtlinge hierzulande jagen und tragen Namen wie Caffier, Bouffier, De Maizière…

Ich zeige dem Jungen Merkel und Seehofer und frage ihn, ob er sich die als Eltern vorstellen könne.

Ich zeige dem Jungen Obama und May und frage ihn das Gleiche.

Ich zeige dem Jungen einen Obdachlosen und vergesse nicht zu erwähnen, dass ich auch mal einer war.

Ich zeige dem Jungen ein hungerndes Kind.

Ich zeige dem Jungen ein verhungertes Kind.

Ich zeige dem Jungen einen Kindersoldaten.

Ich zeige dem Jungen Buchenwald , Sachsenhausen, Auschwitz.

Ich zeige dem Jungen…

Die Wunschliste ist endlos.

Obwohl ich doch nur ein paar Jahre Vorsprung hab. Und, würde ich Söhnchen einige Fotos zeigen, von Menschen, die ich bewundere, ohne sie je kennen gelernt zu haben, würde mich nicht wundern, wenn er des öfteren mit „Nö“ antwortet. „Ist kein Schulstoff.“

Ich picke hier nur einmal ein paar deutschsprachige raus: Goethe, Schiller, Heine, Kisch, Tucholsky. Auch diese Liste wäre in hohem Grade unvollständig.

Genug „gepickt“. Ich träume weiter.

Peter Petereit

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Gesunde Ernährung keineswegs nur ratsame Empfehlung

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Gibt es überhaupt den Königsweg?

Wie in so vielen Bereichen sicherlich nicht, um die Frage gleich mal vorneweg zu beantworten. Dennoch spielt gerade eine gesunde Ernährung eine erhebliche Rolle im Leben, entscheidet unbedingt über den weiteren Verlauf, ob wir mit vielen Gebrechen und Krankheiten belastet werden oder nahezu gesund es genießen.

Doch wer bestimmt eigentlich, was gesunde Ernährung sein möge und was eher schädlich? Die Grundregel, alles in Maßen zu uns zu nehmen, die gilt auf alle Fälle. Es gibt etliche Studien über die Folgen einer einseitigen Ernährung bis hin zu Beobachtungen bei Menschen im Elend oder in Kriegszeiten. Hat das Industriezeitalter mit seinem Umgang von Lebensmitteln entscheidend dazu beigetragen, eine gesunde Ernährung eher zu mißachten?

WDR mediagroup setzt „die Maus“ für gesunde Lebensmittel ein

Das Gegenstück zu anderen Comicfiguren, die eher gerade Kinder locken, doch die schädlich ungesunden Lebensmittelprodukte sich einzuverleiben? Zunächst begrüßenswert, wie Oliver Huizinga bei foodwatch betont, in dem er die Verantwortung nicht nur der Lebensmittelhersteller anmahnt, sondern ebenso Medienunternehmen, die mithilfe ihrer Comicfiguren fürs Marketing ungesunder Produkte werben.

Allerdings darf ruhig eine gewisse Skepsis mitschwingen, wenn die „Sendung mit der Maus“ sich auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verläßt, was diese als gesund einstuft oder eben nicht. Die enge Zusammenarbeit der WHO mit der Pharmalobby läßt solche Bedenken aufkommen sowie die finanzielle Abhängigkeit, auf die Wirtschaft zum großen Teil angewiesen zu sein, was eine neutrale Arbeit eher erschwert, Einflüsse programmiert sein können.

Guter Rat teuer oder was ist Ihnen Ihre Gesundheit wert?

Keine leichte Frage, zumal in Hartz-IV-Zeiten und sozialem Notstand ohnehin viele Menschen betroffen sind. Dennoch gibt es durchaus Möglichkeiten, seine Ernährung halbwegs gesund zu gestalten. Wie oben bereits angedeutet: Was ist eigentlich tatsächlich dabei gesund?

Die 10 Regeln der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.“ einmal genauer betrachtet, mögen sicherlich ein guter Ratschlag sein, wobei unbedingt der Punkt 6 eher nicht anzuraten wäre. Von Jod und Fluorid kann man nur abraten, zumal beides in nahezu allen Käse- und Wurstsorten überreichlich vorhanden. Ein Übermaß an Fleischwaren sowieso bekanntlich dem Menschen gesundheitlich mehr schadet als von Nutzen zu sein, eine vegetarische Ernährung empfehlenswerter. Schlimm genug unser täglich Gift, welches wir über die Lebensmittel zu uns nehmen.

Albert Einstein formulierte mal:

Nichts wird die Chance für ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zu einer vegetarischen Ernährung.

Je länger man darüber nachdenkt, desto wahrscheinlicher könnte er Recht behalten.

Lotar Martin Kamm

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Es geschah vor 40 Jahren – letzte Sendung

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Wußten Sie was vom 29. November bis 05. Dezember 1976?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zu seiner letzten Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Für all jene, die Interesse haben, was da im Hintergrund geschieht, bis solch eine Sendung aufgenommen, ein paar Infos zur Technik und Ausstattung:

Die Kulisse stammt noch aus meinen beruflichen Zeiten im Schloßtheater Neuwied, bestehend eine Aneinanderreihung aus zwei Wänden, zwei Portalwänden und einem Sturz mit dahinter gespanntem Stoff, per Klettverschluß befestigt.

Ausgeleuchtet mit zwei alten Scheinwerfern, zum einen einem „Mettmann – 1.000 Watt“, zum anderen einem „Strand Lighting – 650 Watt“, aufgenommen mit einer Samsung Video-Kamera.

Ständig wechselnde Bilder (Skulpturen) von uns an linker, großer Wand.

Diesmal gestalteten wir zusammen die letzte Sendung. Schauen Sie dennoch bei makadomo TV vorbei, es wird demnächst eine neue Sendereihe folgen.

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

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Politik ignoriert die Belange der Bevölkerung

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Zunehmende Armut ein sicheres Indiz

Der nett hofierte Mensch möchte doch auf seinen Spaß nicht verzichten, Hauptsache die geschickt inszenierte Ablenkung erreicht ihre perfide Zielsetzung, die übers Jahr verteilten Anlässe wie die bald bevorstehenden Weihnachtstage sorgen mit ihrem Blendwerk bestens dafür. Man mag diesen Vergleich als überzogene Reaktion bezeichnen, was können diejenigen dafür, die noch auf der Sonnenseite des Lebens, gönnen wir ihnen doch die Freude.

Während der Lebensstandard tatsächlich kontinuierlich mit der Zunahme der Ungleichverteilung rasant zu immer größerer Armut führt, sorgen bestimmte Systeme für eine gewisse Ruhe im Volk, zumal die Eliten nichts mehr fürchten, als wenn Erkenntnisse dazu führen, ihre eigentlichen Absichten zu entlarven.

Mit dem Zusammenbruch der Systeme folgen Kriege

Jeder pumpt sich die begehrten Scheine, ob Staaten selbst bis hin zum „kleinen Mann“, sogar diejenigen, die bereits in der Insolvenz oder den Finger gehoben haben, weil da noch Kredithaie im Becken sich tummeln. Doch wo sollen all diese aussichtslosen Geldtransfers enden, die kaum jemand wirklich bis zum letzten Cent zurückzahlt, weil ein Leben zur Rückzahlung ständig aufgestockter Summen nicht ausreicht und die Nachfahren das hochverschuldete Erbe einfach nicht antreten brauchen? Einzige Ausnahme: die Folgegenerationen des Staates. Die müssen die Verschuldung abtragen bis ohnehin alle Systeme zusammenbrechen, was bisher in Kriegszuständen endete.

Nicht nur zu hohe Preise, sondern unbezahlbare Mieten

Früher reichte noch ein Fünftel aus, heute muß man inszwischen fürs Wohnen ungefähr ein Drittel des Monatslohns einkalkulieren. Allerdings sollte man die Preise und Löhne ins entsprechende Verhältnis setzen und schon gestaltet sich eine ganz andere Rechnung, was den Lebensstandard anbelangt.

Wer einen zu geringen Lohn oder gar auf staatliche Unterstützung als Hartz-IV-Empfänger angewiesen, muß ausweichen in die Randgebiete schlechter Bausubstanzen, der Teufelskreis der sozialen Rutsche führt direkt ins Abseits der Gesellschaft, aus der kaum jemand entrinnen kann, wenn keine Beziehung oder Glück im Spiel. Und wer einen Blick auf die Mietpreise der Großstadtmetropolen wirft, weil dort noch am ehesten die gutbezahlten Jobs winken, wird unschwer erkennen, wie teuer das Leben sich dort gestaltet.

Das bedeutet für München, wer als Single halbwegs wohnlich in einer 45-m²-Wohnung lebt, berappt schon rund 720 € und hat bei der Ein-Drittel-Kalkulation netto wenigstens 2.160 € zu verdienen, während der in Berlin lebende Single noch mit einem Monatsgehalt von rund 1.504 € über die Runden kommt. Bezahlbar sind sie schon die Mieten, aber nur mit entsprechenden Arbeitsplätzen.

Streitthema was Armut eigentlich bedeutet

Oftmals erfolgt in Diskussionen der hinkende Vergleich mit der Armut in den Entwicklungsländern der Dritten oder gar in der Vierten Welt. Jene sollten mal kurz darüber nachdenken, woher ihr Reichtum entstanden! Ganz einfach, aufgrund jahrhundertealter Ausbeutung eben in jenen Ländern bis hinein in die Gegenwart, wo sie nach wie vor problem- und skrupellos stattfindet. Aber das wird schnell mal unter den Teppich gekehrt, um sich darüber hinaus per medienhofierter Zurschaustellung als edlen Spender hervorzutun: Die Redewendung „Perlen vor die Säue werfen“ erhält gleich einen viel deutlicheren Anklang, weil der edle Spender meint, er täte was gutes.

Obendrein kann man sich nur noch wundern ob der Gleichgültigkeit, die weiterhin vorherrscht. Meinen die Gutbetuchten, es könne ewiglich so weitergehen, eine soziale Schieflage hinzunehmen, faktisch zu ignorieren, während sie selbst sich stetigen Luxus gönnen? Hatte der Lebensstandard z.B. in den USA Ende der 1920iger Jahre bis in die 1970iger hinein zugenommen, beobachtet man bereits seitdem eine höhere Ungleichverteilung, die jetzt wieder den Stand der 1920iger Jahre erreicht. Das nennt man Fortschritt für den Reichtum, aber einen spürbaren Rückschritt für die betroffene, ärmer werdende Bevölkerung.

Im Rest der Welt schaut es nicht anders aus, die Schere zwischen Arm und Reich klaffte noch nie so weit auseinander wie heutzutage, besonders was die Anzahl der Reichen bis Überreichen anbelangt. Die Darstellung solcher Zusammenhänge darf nicht mit Neid oder Mißgunst verwechselt werden, aber es gilt das Gebot des Innehaltens derjenigen, die gewissenlos meinen, das alles hätte schon seine Richtigkeit.

Jede Gesellschaft kann nur dann friedlich zusammenleben, wenn ein sozial ausgewogenes Miteinander gepflegt wird. Bei Vernachlässigung setzt sich die Hierarchie der Gewalt durch, gilt keine Moral, Religion oder Humanismus mehr.

Lotar Martin Kamm

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Bedenkenlos in den Krieg

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Sie zog abermals lachend die Decke über den Kopf.
„Ei, wo ist er denn, der kleine freche Blondschopf?“
Und schon hatte er sie gefunden, sie hochgehoben liebevoll,
ein häufig gespieltes Spiel, trotzdem liebten sie es, wie toll.

Heute hatte er wenig Zeit für sie, denn ab morgen muß er fort,
wie lange, ein Monat, zwei, vielleicht mehr, war die Antwort.
Ein großes Mädchen wie sie versteht das doch, fünf war sie da,
als er ging, sein Gesicht, sein Geruch, noch Erinnerung war.

Dann nur noch Briefe, auch Worte für sie, Mama weinte,
aus Freude, Helene wußte, es war Trauer, Mama stets verneinte.
Er hat versprochen zu kommen, Bomben fangen die Briefe ab,
Schritte auf der Treppe, er ist hier, zieht die Decke weg und lacht.

Gewehrschüsse, Granaten vertrieben Bomben, sie flohen im Treck,
er wird uns finden, die Briefe wärmten ihre Brust, ihren Rücken die Deck‘.
Sie standen am Bahnhof, sie kommen, die Letzten, die freigelassen,
er wird dabei sein, ganz sicher, laß uns an den Händen fassen.

Sie gaben sich die Liebe, die auch für ihn bestimmt, Mutter im Grabe,
auf ihrer Brust seine Briefe, die Decke ist für Helenes letzte Bahre.
Sie zog abermals lachend die Decke über den Kopf.
„Ei, wo ist er denn, der kleine freche Blondschopf?“

Helene war erst fünf, als ihr Vater für Heimat, Ehre starb, ein Kind,
beraubt der Liebe, er war ihre Heimat, die man ihr vorenthielt.
Menschen, die keine Liebe kennen, keinen Respekt vor Leben haben,
schreien bedenkenlos nach Krieg, beachtet das stets vor allen Wahlen.

Nafia

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BlackRock pusht Finanzkapitalismus nach ihren Regeln

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Je schmutziger das Pokerspiel, desto mehr Verlierer

Geld regiert die Welt – daran hat sich bis heute nichts geändert. Ganz im Gegenteil, die größte Schattenbank, der mächtigste und weltgrößte Vermögensverwalter, die BlackRock, Inc., die schon längst die Allianz auf den zweiten Platz in Sachen Geldverwaltung verwiesen hat, pusht den Finanzkapitalismus insofern nach ihren Regeln. Je schmutziger das Pokerspiel, desto mehr Verlierer bleiben auf der Strecke. Dabei nicht nur Konzerne, betroffene Staaten, sondern gerade der Mittelstand und dessen arbeitende Bevölkerung.

Oder was glauben Sie wohl, warum trotz des unrühmlichen Mindestlohns immer noch etliche Menschen mit weit weniger Gehalt zurecht kommen müssen, die Sozialsysteme systematisch in den reichen Industrieländern abgebaut werden? Die Gier jener superreichen Klientel scheint nicht nur grenzenlos zu sein, sie schert sich einen „Dreck“ um das Schicksal von Menschenleben, um es mal so deutlich zu benennen.

Erpressbarkeit der Firmen und Banken durch Schattenbanken wie BlackRock

Davon wollen jene windigen Geschäftsleute nichts hören, versteht sich. Wer möchte schon als Bad Boy in der Finanzwelt dastehen, wo gerade soziale Anstriche sich politisch rechnen, wenn denn die Welt tatsächlich gerechter wäre. Sie sehen, genau dies ist aber ungewollt.

Jüngstes Beispiel der Lufthansa-Pilotenstreik, hinter welchem ebenso BlackRock stecken mag, wie Thomas Barth völlig zurecht anmahnt. Dabei betont er die knallharten Forderungen von Großaktionären wie BlackRock, daß die Geschäftsführer ihrer Aktiengesellschaften gefälligst mehr Profit aus der Belegschaft herauspressen sollen. Lohndumping ist die Folge.

Welch toller Vorteil, wenn obendrein einst erfahrene Politiker mitmischen. Friedrich Merz, bestimmt noch einigen bekannt als in der ersten Reihe derer stehend, die vollmundig und sichtbar arrogant gegen Hartz-IV-Betroffene hetzten, wo immer sich eine Gelegenheit bot. Der Vorsitzende des Netzwerks Atlantik-Brücke hat es weit gebracht, sitzt er doch seit Frühlingsbeginn als Chef des Aufsichtsrats des deutschen BlackRock Ablegers.

Trilaterale Kommission – Denkfabrik einer sich formierenden NWO?

Eine derartige Vermutung stellt im Prinzip nichts neues dar, bereits in den 1970iger Jahren rankten Gerüchte ob dieser von David Rockefeller gegründeten privaten Politikberatung, deren European Chairman kein geringerer ist als Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank. Letztere wird übrigens ebenso von BlackRock beraten, Heike Buchter verfaßte einen interessanten Artikel über den „4-Billionen-Dollar-Mann“ Laurence Douglas Fink, der für soviel Wirbel in der Finanzwelt sorgt.

Inwieweit reichen die Einflüsse der Schattenbank BlackRock? Man kann sich einiges ausmalen, wie solche Figuren ticken, berechnend kalkulieren, denen Umweltschutz und soziale Not genauso „scheiß egal“ sind wie weltweites Elend und Kriege. Friedrich Merz z.B. befürwortet sozialen Abbau, Gentechnologie und Kernkraftwerke: alles Indizien für mehr Profit.

So darf es nicht weiter verwundern, daß BlackRock seine Finger mit im Spiel der kürzlichen Fusion zwischen Bayer und Monsanto hat, wie Jan Pehrke bestätigte, ausführlicher in seinem Artikel „BLACKROCK beherrscht BAYER“ beschreibt.

Von der Schattenbamk zur Schattenregierungsform, einer Neuen Weltordnung? Die Vermutung und der Gedanke liegen nahe, zumal solche sich verselbständigende Konstellationen neben offiziellen Regierungen eine Gefahr darstellen, die Mitsprache der Bevölkerung auszubremsen, darüber hinaus den Lauf der Politik am Ende bestimmen. Wollen wir das tatsächlich weiterhin zulassen?

Lotar Martin Kamm

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