Schreiberlinge sinnentleert

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Ach, wie sinnentleert
doch manch Schreiberlinge
setzen auf das Pferd
der vielen bösen Finsterlinge.
Die lauern in der verloren Heimat,
die man abgöttisch liebt,
das traute Heim hat sich samt Format
in Luft aufgelöst, wo ist der Dieb?

Da man ohne eine Heimatliebe
nur ein halber Mensch sein kann,
wird gekramt, gedroht mit Hiebe,
durchs Gesuche ein Chaos hervorkam,
nichts an seinem Platz mehr stände.
Da konnte nur ein Fremder schuldig sein,
alles auf den Kopf gestellt, sogar die Wände,
die Gedanken flüstern nur noch mein, mein.

Man schreit es in die Welt hinaus,
mit Haß, Wut und proletenhafter Sprache,
Räuber, Verbrecher beuten uns aus,
mein Unglück ist eure Sache.
Jeder Einwand wird abgeschmettert,
sogar Hilfe zur Lösung ignoriert,
lieber wird das Heim zugebrettert,
jetzt läuft alles wie geschmiert.

Verunsicherung macht sich breit,
Ausbeutung, Lügen, Heuchelei
werden allerorten angezeigt,
sachliche Diskussion ist Liebelei
nur noch von Idioten, der Ausverkauf
der Freiheit hat begonnen,
schreien die Heimatlosen zu Hauf,
Nächstenliebe, Toleranz ist verronnen.

Die Finsterlinge in Wirklichkeit
die Täter sind, Liebe bedarf keiner Drohung,
gaben der Liebe zum Atmen keine Zeit,
sie floh aus der engen Umklammerung.
Und ist erstmal die Liebe vergrault,
aus dem Herzen, dem Haus, der Heimat
nützt kein Satteln auf dem nächsten Gaul,
denn Liebe braucht eine tolerante Heimstatt.

Schreiberlinge, da nützt kein Schreien, kein Zetern,
auch nicht auf zigtausend Papiermetern.

Nafia

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Nerzfarmen: Tierleid weiterhin auch hierzulande geduldet

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Zwischen illegaler und legaler Haltung – Grausamkeit hält an

Trotz etlicher Bestimmungen und Gesetze, die gleichzeitig den betroffenen Tieren in Wirklichkeit kaum Verbesserungen ihrer Lebensumstände bedeuten, verbleibt obendrein noch die illegale Haltung von Nerzfarmen sowie Pelztierfarmen im allgemeinen. Mit welcher Berechtigung wird weiterhin auch hierzulande jenes Tierleid geduldet?

Während die Politik doch tatsächlich glaubt, mittels legaler Haltung in Pelztierfarmen würde sie dem Tierschutz gerecht werden, schaut die reale Situation vor Ort gänzlich erschreckend aus, die Grausamkeit hält nonchalant an.

Gutachten zur tiergerechten Haltung und Tötung von Pelztieren eine einzige Farce

Vergessen Sie Richtlinien, auch jene Empfehlung des Europarates aus dem Jahre 1999, in der angeblich die Grundlage der Gesundheit gezüchteter Pelztiere gewährleistet sein soll. Was nutzen Richtlinien bezüglich der Ausrüstung, Behausung, Farmhaltung, Forschung, Gesundheitsuntersuchung und der Tötungsmethoden, den Einsatz von Medikamenten und anderen Substanzen zu verbieten, wenn tatsächlich die betroffenen Tiere zusammengepfercht auf engstem Raum vor sich hin vegetieren, das Leid somit bestehen bleibt?

Mit anderen Worten, nicht die Politik wird es richten, sondern die Gesellschaft sollte sich aufgefordert fühlen, wesentlich mehr dagegen zu protestieren, wie auch „Tierretter“ betont, in der legal betriebenen Nerzfarm in Grabow sieht man die grausame Haltung.

Abschaffung aller Pelzfarmen – weltweit!

Das sollte die Option sein, um jenes Tierleid zu beenden. Immerhin sind 86% der Deutschen gegen Pelze, in den verbleibenden sechs Nerzfarmen hierzulande sterben immer noch an die 150.000 Nerze jährlich. Das begehrte Fell der Nerze, aus der Familie der Marder stammend, wird nicht mehr für Jacken und Mäntel verwendet, allerdings noch für Pelzkrägen oder andere Verzierungen.

Einen wahren Justizkrimi erlaubt sich eine Nerzfarm in Rahden-Varl im Kreis Minden-Lübbecke, sie klagt vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gegen die seit 2011 geltenden Vorschriften zu Haltungsbedingungen, obwohl diese bekanntlich schon alles andere als tiergerecht zu bezeichnen sind. Trotz der Entlarvung seitens PETA, daß die Farm letztlich illegal betrieben wird, weil sie sich über Vorgaben hinwegsetzt, kann der Betreiber sich hinter juristischen Spitzfindigkeiten verschanzen, das Tierleid hält einfach an.

Wer tatsächlich das Leid der betroffenen Pelztiere beenden will, sollte die verantwortliche Politik bemühen, dies einzuleiten. Insofern kann es nur lauten: Abschaffung aller Pelzfarmen, und zwar weltweit!

Lotar Martin Kamm

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Ordinäre Sprache allenthalben unterwegs

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Umgangssprache vs. gutem Ton

Spätestens mit der Kindergartenzeit beginnen Kinder, sich in der Sprache auch mal ordinär auszudrücken. Sie sind oftmals, manchmal kann man sich aber nicht wirklich darüber sicher sein, irritiert, werden sie von Erziehungsberechtigten zurechtgewiesen, daß man diesen Ausdruck, das Wort nicht sagen darf und schon gar nicht in bestimmten Situationen. Meistens handelt es sich um sogenannte Schimpfwörter, -ausdrücke.

Wie und durch was unterscheiden sich Wörter, Ausdrücke von „normalen“ Wörtern, die man überall äußern darf, ohne gleich dem erhobenen Zeigefinder ausgesetzt zu sein? Interessanterweise haben im Laufe der Jahrhunderte und Jahrzehnte verpönte Wörter, vulgäre Ausdrücke sich sogar für den allgemeinen Sprachgebrauch „gemausert“. Sprich, die ordinäre Empfindlichkeit hat sich verändert. Die Begründungen hierfür liegen nicht nur in der Begrifflichkeit eines Wortes, das heißt, durch die vulgäre Ausdrucksweise wurde die „Sinnhaftigkeit“ deutlicher erklärt, sondern auch in der Veränderung der „moralischen Norm“ einer Gesellschaft.

Andere Wörter hingegen, die als „normal“ galten, sind im Laufe der Zeit abgewandert in die Sprachkiste der vulgären, ordinären Wortbegriffe. Als Erziehungsberechtige wünschen wir uns selbstverständlich für unsere Kinder, ihr Verhalten und ihr Sprachgebrauch mögen sie zu Menschen formen, die sich in der jeweiligen Gesellschaft, behaupten können, ohne ausgestoßen zu werden. Deshalb werden Bemühungen unternommen, den Kindern gewisse Wörter und Ausdruckweisen zu untersagen, obwohl der Erwachsene selbst in bestimmten Situationen ohne weiteres ein „schlimmes“ Schimpfwort benutzt. Nicht immer einfach für die Kinder, das zu verstehen.

Ordinär, übernommen aus dem Französischen ordinaire, gewöhnlich, ordentlich. Ordinarius, lateinisch, frei übersetzt Professor, Lehrstuhlinhaber, in Bezug zu ordo, Orden. Orden stehen für Ehrenabzeichen, Verdienstabzeichen, Klostergemeinschaften. Somit ist eigentlich nicht ganz verständlich, warum aus gewöhnlich, ordentlich im jetzigen Sprachgebrauch anrüchig, minderwertig, dürftig, unfein, unanständig werden konnte, oder doch?

Gewöhnlich: niveaulos, üblich, alltäglich, normal, unbedeutend, prollig, proletenhaft.
Ordentlich: anständig, seriös, unbescholten, solide, tüchtig, gepflegt, rechtschaffen.

Bei dem Vergleich zwischen den beiden Wörtern kommt man nicht umhin, sich dem Gedanken hinzugeben, daß nicht alles Gold ist, das glänzt. Das hinter der Fassade der Ordentlichkeit, der Anständigkeit, der Seriosität, der Tüchtigkeit auch die Niveaulosigkeit, die Minderwertigkeit, die Unanständigkeit sich verbirgt und umgekehrt natürlich genauso. Nach dem Motto jedes Ding hat zwei Seiten.

Dann wäre das Wort ordinär bestens dafür geeignet, Kindern zu erklären, inwieweit gerade zurzeit die Sprache einem Mißbrauch unterliegt, indem Menschen in verantwortlichen Positionen sich Begrifflichkeiten, Ausdrücken bedienen, die nicht dem „guten Ton“ zu zuzurechnen sind. Und falls wir dies nicht vehement betonen, wird nicht nur die Umgangssprache untereinander sich verändern, sondern das zwischenmenschliche Handeln.

Nicht in jedem Frack steckt ein aufrichtiger Mensch und nicht jeder, der in Lumpen gekleidet, ist unaufrichtig.

Doris Mock-Kamm

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Historische Wahrheiten im Gerangel ihrer Glaubwürdigkeiten

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Überreiche Eliten bestimmen politischen Kurs

Man sollte die Formulierung „Mensch denkt und Gott lenkt“ getrost ad acta legen, weil der Homo sapiens so ziemlich alles lenkt, was er in seine nimmersatt gierigen Finger bekommt, völlig unabhängig davon, ob die eigene Spezies gefährdet oder nicht.

Die folgerichtige Erkenntnis ableiten, daß jeder Fortschritt tatsächlich in Abhängigkeit wirtschaftspolitischer Machtstrukturen steht? Wer nur ein wenig Geschichtsbewußtsein pflegt, egal welche historische Wahrheiten im Gerangel ihrer Glaubwürdigkeiten sich durchsetzen, der wird feststellen: Alles richtet sich bis heute nach dem Diktat überreicher Eliten, völlig egal, ob diese offen nach außen treten oder insgeheim ihre Fäden im Hintergrund ziehen.

Hochfinanz und ihre Helfershelfer obsiegen

Die meisten gutgemeinten, internationalen Bemühungen, von der UNO über Amnesty International bis hin zu den vielen weltweiten Initiativen, haben sich im Kampf gegen die bösartigen Machtstrukturen stets als nahezu aussichtslosen Trugschluß entpuppt. Selbst wenn durch ihr Dazutun wesentlich dramatischeres verhindert werden konnte, – man darf durchaus auch die kritische Bemerkung einflechten, daß die großen Organisationen sich keiner politischen Beeinflussung entziehen können -, so kann man nur deren eigentliche Ohnmacht bescheinigen, real nachhaltig durchgreifen zu können.

Insofern obsiegt eiskalt lächelnd die Machtelite der Hochfinanz und ihrer Helfershelfer. Alle Regierungen haben mehr oder weniger sich unterzuordnen, werden bestimmt von der Unterwerfung im Hörigkeitsrausch zu Ungunsten humaner Werte.

Wer setzt den Initialfunken zum Paradigmenwechsel?

Natürlich können wir ständig all die Mißstände benennen, doch verbittertes Klagen hilft keineswegs weiter. Sicherlich zeigt eine exakte Analyse der grausamen Schandtaten und der anhaltenden Verbrechen gegen Milliarden betroffener Menschen den vorhandenen Ist-Zustand, den es zu ändern bzw. zu beenden gilt, aber dazu bedarf es eben klarer Wege aus den Krisen.

Wie bereits erwähnt, halfen zunächst die Bemühungen großer Organisationen, sämtliche gutgemeinten Gipfel und Treffen, manchmal in „Alibi-Funktion“ unterwegs, nicht effektiv genug, um Krisen zu beenden. Es kann nur ein grundsätzlicher Paradigmenwechsel in den Köpfen der Menschen, also im Alltag etwas real bewirken. Doch dieser findet nicht plötzlich auf einmal statt, sondern es bedarf eines gewissen Zeitraumes der Entwicklung zu dessen Entfaltung.

Wer setzt den Initialfunken? Oder aber hat er längst begonnen? Ganz einfach, es gibt ihn bereits schon sehr lang, allerdings haben die beharrlich Umdenkenden es mit einer gigantischen Herausforderung zu tun: Auf der einen Seite eine sich im Strudel des angeblich so tollen Fortschritts manipulativ ausgesetzte Mehrheit, andererseits eine kleine, aber stetig wachsende Minderheit, die den objektiven Überblick zu behalten versucht, trotz aller Widerstände nicht scheitert.

Interessante Ideen und Verlockungen sowie Modelle gibt es etliche, letztlich liegt es an unserer Bereitschaft, die bisherigen Fesseln zu erkennen, abzulegen und mutig sich all denjenigen anzuschließen, die dem Wirtschaftsdiktat nicht mehr blind gehorchen. Ganz besonders wichtig hierbei, nicht vom Regen in die Traufe zu gelangen. Was nützt es, bestimmten Strömungen auf den Leim zu gehen, die am Ende auch wieder nur ihre eigene Macht beanspruchen und überdeutlich ausleben. Immer dann, wenn Mensch kein Mitspracherecht hat, ein pyramidenartiger Kader auftaucht, uneingeschränkter Gehorsam eingefordert wird, sollten die Alarmglocken schrillen. Nein, wahrer Humanismus läßt solche Machenschaften nicht zu, sondern echte Freiheit muß stets die Freiheit des anderen berücksichtigen!

Im Sinne der Schöpfung herrscht die Unendlichkeit des Kosmos

Prophezeiungen und all die Mythen keineswegs nur eine sagenumwogene Mär gewesen? Ob ein Nostradamus, die Hopi oder ein Edgar Cayce, des Menschen Unvermögen friedlichen Zusammenlebens bedeutet das Ende in Sicht, welches auch sie uns mitteilten. Und so schließt sich der Kreis, wobei Gott eventuell doch lenkt? Im Sinne der Schöpfung herrscht die Unendlichkeit des Kosmos, die über sämtliches bestimmt, es entstehen und vernichten läßt – Mensch ist nur ein winziger Aspekt unter vielen.

„Noch nie waren so viele so sehr wenigen ausgeliefert“ (Aldous Huxley)

Solange Massen sich weiter instrumentalisieren lassen, setzen diese wenigen die Unterjochung fort. Es gilt daher, die wenigen endlich zu entlarven und zu stoppen. Schaffen sie das nicht, setzt sich sehenden Auges die Fahrt zur Apokalypse fort.

Lotar Martin Kamm

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Wenn die Welt den Atem anhält

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Wahlschlammschlacht ihr Ende fand,
viel Hetze und Lügen kursierten
beim kriegsgeilen Hegemon.
Welch merkwürdig engmaschiges Band,
manch Stories müde herumirrten,
es herrschte ein aggressiver Ton.

Mit Killary ein Weltkrieg vermutet ward,
dem Donald Prozesse noch bevorstehen,
das Volk überraschend ihn wählte.
Eine zweite Eiserne Lady erschien doch zu hart,
da half ihr auch kein inständiges Flehen,
hier nur noch handfester Protest jetzt zählte.

Die Menschen mißtrauen dem Globalismus,
dem bisherigen Establishment,
wollen einfache Lösungen, die Trump versprach.
Hinfort mit all dem verlogenen Idealismus,
manch trickreichem Kompliment.
Man sieht doch die Armut, was alles liegt brach.

Der Trump soll’s nunmehr geschickt richten,
egal was er im Wahlgetümmel von sich gab,
jetzt zählt man auf sein versprochenes Wort.
Vorbei die Zeit, wo Politik ist am Dichten,
als genug Ärger entblättert vor ihr lag,
Menschen litten von Raub bis eiskalten Mord.

Wenn die Welt den Atem anhält,
da genug ungelöstes Menschen sorgt,
und man sich von den USA viel verspricht,
ja, dann selbst jede kleine Hoffnung zählt,
selbst wenn ein Trump sich ne Lüge borgt,
Hauptsache erhoffter Frieden nicht bricht.

Lotar Martin Kamm

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Narratoren unterwegs – nicht nur zur Fasnet

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Zwischen Sandkörnern am Meer und Herrschaftshäusern

Hat Ihnen ein Narrator oder eine Narratorin auch schon mal etwas erzählt? Sie denken jetzt möglicherweise darüber nach, ob Ihnen am 11.11. oder zur Fasnet-, Fasching-, Karnevalszeit jemand noch in Erinnerung ist, der Ihnen etwas zugeflüstert oder geschrien hat. So ganz falsch ist Ihre erste Reaktion sicher nicht, denn das Wort ist ein klein wenig irreführend, zumal es im täglichen Gebrauch eher selten vorkommt, und wir uns auf die Silbe „narr“ konzentrieren, das impliziert die Assoziation der Narren, der Narretei, Fasnet halt, die närrische Zeit.

Eigentümlicherweise wird aber diese Verbindung durch die Sprachwissenschaftler nicht bestätigt, obwohl, entscheiden Sie selbst.

Ein Narrator, eine Narratorin ist ein Erzähler, eine Erzählerin, aus dem Lateinischen übernommen von narrator. Wer oder was ein Erzähler bedeutet, kann sicher jeder nachvollziehen, es gibt noch ein paar Ausdrücke, die diesem Wort gleichkommen, nämlich Autor, Dichter, Schreiber, Literat, Prosaist, Poet. Diese Begriffe umschreiben den Erzähler, sprich, Erzähler muß also nicht jemand sein, der sich nur verbal äußert, sondern auch schriftlich.

Ein Narr, eine Närrin ist ein Tollpatsch, Dussel, Blödian, Dämlack, Possenreißer, Dummkopf, Spaßmacher, Jeck, Clown, Faxenmacher, Kaspar, sogar auch dumme Nuß, Rindvieh, Vollidiot. Narr, abgeleitet von mittelhochdeutsch narre, althochdeutsch narro, laut Duden, Herkunft ungeklärt.

Wirklich, das ist doch jetzt ein Scherz, eine Posse, ein Witz? Manchmal kann man nicht umhin, zu der Unterstellung zu gelangen, was nicht so richtig in ein Weltbild paßt, das wird, aber lassen wir das. Schließlich sind Sprachwissenschaftler ausgebildete Fachleute und die Kolumnistin nur eine narrative Narratorin, die hier eine Narration zum Besten gibt.

Vielleicht ist es besser, sich erstmal der Erzählung zu widmen. Was ist eine Erzählung? Er zählt. Was zählt er? Er zählt die Sandkörner am Meer, die Sterne am Himmel oder was auch immer. Er kann auch Wörter zählen. Gedanken werden aufgeschichtet zu Sätzen, die dann Geschichten sind, Erzählungen. Unter den Erzählungen gibt es mehrere Formen, wie zum Beispiel Schilderung, Bericht, Legende, Darstellung, Beschreibung. Je nach Lesart eine andere genauere Erklärung, allen gemein ist, daß sie unterlegt sein können mit den verschiedenen Einflüssen von Gedanken, Gefühlen der unterschiedlichen Erzähler, aber auch von den Zuhörern in verschiedener Weise interpretiert werden. Närrisch, nicht?

Selbst mit Beibehaltung von Wort zu Wort kann eine Erzählung durch Betonung bestimmter Abschnitte, Aussagen eine etwas andere oder völlig andere Bedeutung bekommen. Ein kurzes Beispiel hierfür mag dies unterstreichen. Auf die Frage an eine Priesterin im Apollontempel zu Delphi, ob mit männlichem oder weiblichem Nachwuchs gerechnet werden kann, gab es zu Antwort: Junge nicht Mädchen.

Haben Sie sich nicht auch schon einmal „zum Narren gemacht“, als Sie eine Geschichte erzählten, von der Sie überzeugt waren, daß der Inhalt des Gesagten der Wahrheit entsprach oder umgekehrt, Sie waren der Überzeugung, diese Story ist ein Lügenmärchen und mußten sich eines besseren belehren lassen, da sie der Wahrheit entsprach?

Der Narr, der dem Herrschenden als Einziger die Wahrheit sagen durfte, ist keine Mär. Jeder Narrator weiß, seine Erzählung wird nur dann aufmerksam mitverfolgt, wenn ein gewisses Maß an Spannung mit in die Geschichte einfließt, daß dabei nicht nur sprachlich der Spannungsbogen die Möglichkeit des Ausschmückens bietet, sondern auch die der maßlosen Übertreibung von einigen Geschichtenerzählern in der Darstellung eines Berichtes einfloß, sollte jedem Zuhörer bewußt sein.

Demzufolge sollte Ihnen bewußt sein, daß alles was Sie lesen, hören gespickt sein kann, mit närrischen Einflüssen, die narrativ Ihnen das Zeitgeschehen, den Hergang eines Erlebnisses darstellen.

Vielleicht fällt Ihnen jetzt plötzlich auch wieder ein, wann Sie das letzte Mal einem Narrator, Narratorin zugehört oder eine Narration gelesen haben, lassen Sie die Textschreiberin raten, Sie sind gerade am Ende Ihrer vorerst letzten Narration angelangt.

Doris Mock-Kamm

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Trumpty Dumpty sat on the Wall und jewann die Wahl

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Satirischer Rückblick…

Ganz gemäß aus dem Nursery-Reim der Mother Goose folgt auf stehendem Fuß die Parodie zu jenem Trump, dem Donald, der die Wahl jewann. Wat war des danach für’n Run, welch Fun! Doch zurück zum wöchentlichen Geschehen, was och wir so alles ham jesehen.

Geltungsbereiche alles andere als zufällig möchte man meinen, wer wird schon „My home is my castle“ verneinen. Herrschaftsansprüche finden stets Wege, ihre Macht auszubauen. Woran dies wohl läge, so viel Vertrauen? Ihr wißt doch, mit Geld kann man nahezu alles richten, egal wer unter welchem Stein hervorkroch, da nützt och keen Hinzudichten.

Wir sehen es doch in Burkina Faso, wo Yacouba Sawadogo die Wüste mit Wald beschenkte, egal wieviel Gelder Entwicklungshilfe in falsche Hälse versenkte. Man weeß doch, Autopiloten sind och nur Idioten, die jedem Joch hinterherkriechen, profitieren von manch tragischem Siechen.

Seit Jahren schon zu sehen, daß in Madagaskar die Regierung tatenlos die Holz-Mafia gewähren läßt. Wie kann solches nur geschehen, only money seems to be the best? Manch Dinge sich merken wohl keine leichte Sache. Sag mal, wer verkooft uns solch Mär, daß ick nüscht lache!

Und so wandelst du durchs mühsame Sein, Lebenserfahrungen hinterlassen sichtbare Spuren, bist aber nicht damit allein, selbst wenn einige hinter dir tuscheln auf manch Fluren. Wichtig ist doch nur, am Abend du die Hand deiner Liebsten hälst, egal wie sehr es den einen oder anderen mißfällt.

Doch wes Lied ich sing, fragt sich hierbei, wohin sie ging, die Liderlichkeit, die nunmehr sei. Die Entscheidung fiel, für manch einen ziemlich subtil, The Donald nächster Präsident der USA. Was drüben übern Teich wohl geschah? Schon werden erste Stimmen wach und fragen hinterlistig janz flach: Biste nu für oder gegen Trump? Bedenke, wat du sachst, du Lump! Sie ham janz richtig gelesen, wer die falsche Antwort gibt, dann is nix mehr mit jenesen, dann haste dat versiebt.

Dann magste wie een Hallodri oder Halunke um die Häuser ziehen, bleibst in manch Spelunke, tust dir in Alkohol entfliehen. Ob das die richtige Qual nach dieser mißratenen Wahl? Träume sind och nur Schäume? Ganz anders hingegen für Bäume. Dort wo eine alte Platanenallee weiterhin gefährdet in Überlingen am See. Interessiert nur fast keinen, weil jetzt viel wichtiger das Weltgeschehen. When Trumpy Dumpty sat on the wall, manch einer sich sagt: Wat jibt dat nur für nen Widerhall.

Lotar Martin Kamm

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