Bundestagswahl: Merkel kandidiert zum vierten Mal

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Viel Show ohne wirkliche Inhalte

Die meisten haben es sowieso erahnt oder gar gewußt, manche sahen bereits Frau Angela Merkel den Hut nehmen, um Platz für einen eventuellen Nachfolger zu machen oder das Feld für Ursula von der Leyen zu räumen. Alles Spekulation, viel Show ohne wirkliche Inhalte. Denn im Grunde genommen war es ohnehin längst beschlossen, die noch amtierende Kanzlerin Merkel kandidiert zum vierten Mal zur Bundestagswahl.

Die Welt meint gleich, Christian Lindner zitieren zu müssen: „Die Union zieht ihren letzten Trumpf und weiß nicht, ob er noch sticht.“ Völlig zurecht bemerkte wohl Bernd Riexinger, Parteichef der Linken, es drohe mit Merkel ein „Weiter so“ der Politik der sozialen Spaltung zusammen mit der Fortsetzung dieser Großen Koalition. Es verbleibt dabei der fade Beigeschmack, daß innerhalb der CDU sie als konkurrenzlos gilt. Auch Florian Rötzer sieht in der AfD wohl eher eine ernst zu nehmende Opposition. Mag schon sein, erst recht im Hinblick zu Trumps Wahlerfolg in den USA, Rassisten wittern ihre Chancen.

Statt „Merkel muß weg“ tritt sie erneut an – was tun dagegen?

Solche Überlegungen dürften gerade in den Köpfen mancher Rechtspopulisten geistern, von deren Entgleisungen in den Social Media man unbedingt im Facebook nachlesen darf, dortigst per Beschimpfungen, Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen etc. Wie schnellebig doch Politik sich verändert, noch vor sechs Wochen dachte kaum jemand an den Erfolg eines Donald Trump, verschleierte die Statistik viel Verunsicherung, wie auch im ARD DeutschlandTrend zu ersehen war.

Aber was heißt das denn tatsächlich für die reale Politik hierzulande? Mit Blick zur Sonntagsfrage bei Emnid (19.11.) halten sich die Parteien der CDU/CSU und SPD noch relativ sicher, mit 33% und 24%, während aber die AfD als drittstärkste Kraft im Lande sich durchsetzt mit 13%, dicht gefolgt von den Grünen mit 1% weniger. Bedenklich dagegen die Linke, die nur noch 9% erreichen würde, eine FDP bereits wieder an der 5-Prozent-Hürde angelangt zu sein scheint.

Rechtspopulismus greift europaweit um sich – mit Merkel erst recht

So weit die Prognosen zur Bundestagswahl, wobei noch ein knappes Jahr dazwischen liegt, viele politische Veränderungen für wesentlich dramatische Brüche sorgen können, denken wir an den Siegeszug des Donald Trump, an die Präsidentschaftswahlen in Frankreich, die bereits im April stattfinden, die wahrscheinliche Stichwahl am 07. Mai 2017. Oder aber an die Bundespräsidentenwahl im Nachbarland Österreich, die jetzt am 04. Dezember bevorsteht. Viele Optionen für jene Rechtspopulisten, die schon seit längerer Zeit jede Möglichkeit nutzen, um viel Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Darf man vom Worst Case sprechen, wenn eine Frau Merkel es einem Herrn Kohl gleichtun will, der ja immerhin 16 Jahre dieses Amt ausführte? Politisch betrachtet schon, zumal entgegen der Prognosen ob ihrer Beliebtheit längst genügend kritische Stimmen sich sammeln. Obendrein kann niemand voraussagen, wie die 19. Wahl zum Deutschen Bundestag ausgeht, unterschiedliche Koalitionen denkbar sich ergeben, mit einer AfD viel Wirbel vorprogrammiert sein wird.

Lotar Martin Kamm

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Es war Sommer, als sie kam

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Kaum Windhauch unterm Blätterzelt,
kein Laut – die Sonne hält Gericht.
Mir war als sei’s das Ende dieser Welt,
da sah ich erstmals ihr Gesicht.

Diesen Augenblick vergeß‘ ich nimmer,
sah ich doch in Züge wie von Eis.
Fand keinen frohen Lebensschimmer,
und auch kein Lächeln, so ich weiß.

Es gab mir einen Stich ins Herz,
was hat dies nur so gefügt:
Schönheit, solchermaß‘ gepaart mit Schmerz,
und hoff‘, daß meine Ahnung trügt.

Ich wollte dies ergründen,
behutsam, ohn‘ zu weit zu geh’n.
Will ihr Lachen wieder finden,
sie nimmer im Meer der Kälte seh’n.

Der Frühling kam, und meine Zeit verrann –
ihre Liebe konnt‘ ich nicht erringen.
Und doch gelang’s mir dann und wann,
ein Schmunzeln in ihr Antlitz zu bringen.

Ja, es war Sommer als sie kam,
und im Frühling ist sie gegangen.
Einen meiner Träume sie mit sich nahm,
wohl um die ihren zu erlangen.

Peter Petereit

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Blicke in die Zukunft lassen furchtbares erahnen

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Die NWO alles andere als Verschwörungstheorie

Während draußen erneut die Sirenen aufheulen, die die nächste Angriffswelle der Bomber ankündigen, blicken dir leuchtende Augen erwartungsvoll entgegen, niemand kann voraussagen, ob anschließend das Leben weitergeht. Letzte Nacht hatten vier Mädchen, drei Jungs und zwei Erwachsene sterben müssen, es nicht rechtzeitig geschafft, den Schutzbunker aufzusuchen.

Allerdings wissen wir zu genau, daß kaum Zeit für Trauer vorhanden, nur in stillen Momenten der Verzweiflung, wenn ohnehin das unerträgliche Warten ob eines bevorstehenden Endes des Bombenhagels anhält, schießen gleichzeitig viele Gedanken durch die Köpfe, spulen sich bei manchem in Sekundenschnelle Bilder des eigenen Lebens wie ein Film ab.

Kriege beherrschen den Weltenlauf

Unerträglicher Verkehrslärm, der ganztags kaum bis gar nicht zur Ruhe kommt, teilweise in Spitzenzeiten auf Dauer Hörschäden verursacht, die schleichend stattfinden, doch kaum jemand Anstoß nimmt, von der Luftverschmutzung ganz zu schweigen.

Noch in den 1970iger Jahren hatten besonders in Deutschland aufmerksame, wache Geister über eine anhaltende Umweltbelastung sich mockiert, überhaupt ein Bewußtsein darüber in die duldsame Bevölkerung platziert, weichen Jahrzehnte später ahnungslose Generationen solchen Gedanken besser aus, zumal ganz andere Probleme längst ihnen bevorstehen.

Kritische Auseinandersetzungen mit tagespolitischen Mißständen finden nicht mehr statt im Strudel sich verselbständigender Kriegsszenarien, die zunächst langsam weltweit verstreut seitens den USA initiiert werden, aber keinerlei Reaktionszeit mehr zulassen angesichts der gutdurchdachten, geplanten Militäraktionen. Zunächst als realitätsfremd verschrien, müssen sich Kritiker als sogenannte Verschwörungstheoretiker beschimpfen lassen, bis genau das eintritt, vor welchem diese stetig warnen: eine ausnahmslos gezielt vorbereitete Weltherrrschaft. Waffen sprechen, Kriege diktieren politische Entscheidungen, die NWO rückt gefährlich nahe.

Wer stoppt diesen Wahnsinn?

Die Ozeane treiben ihn an die Strände, den lang verursachten Müll einer industrialisierten Epoche, deren Errungenschaften unlängst erschöpft, da wichtige Ressourcen keinen Nachschub mehr liefern. Mensch hatte sich alles genommen, was Mutter Erde ihm offenbarte, gedankenlos, gierig, ohne Sinn und Verstand. Es zeigen sich all die angekündigten Bedenken, die dennoch eine stille Masse zuläßt, sich somit nicht aus der Verantwortung ziehen kann.

Unnötig, die erhobenen Zeigefinger, wenn Mensch erstickt im Müll stinkender Kloaken und in baumlosen Landschaften? Wo kein Raum mehr für kreative Ideen, sondern lediglich gezielte Kriege ein siechendes Ende eher abkürzen?

Eine dermaßen dominante Weltherrschaft sich einfach so ausbreiten darf, um solch düstere Szenarien der Menschheit zuzumuten? Die Phantasie läßt sie mit ein wenig scharfem Verstand an uns vorbeiziehen. Doch wer stoppt die globale Weltherrschaft? Ganz einfach: die Bürger selbst. Aber nicht, in dem sie wie derzeit schweigsam konsumierend und abwartend erdulden, was da auf sie zukommen mag, sondern im Vorfeld sich erheben, ihr Leben selbst bestimmen.

„Alles, was sich ein Mensch vorstellen kann, werden andere Menschen verwirklichen.“ (Jules Verne)

Im Umkehrschluß bedeutet dies, daß noch manch grauenvolle Science-Fiction-Szenarien uns begegnen können. Verhindern wir sie, bevor es zu spät ist!

Lotar Martin Kamm

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An der spannendsten Stelle ist Schluss

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„Stefanie, vergiß nicht, wir wollen spätestens in einer halben Stunde losfahren!“
„Was?“
„Stefanie, wir fahren in einer halben Stunde, bis dahin solltest du gerichtet sein!“
„Ja!“
Es ist doch erstaunlich, sie weiß wohl immer genau, an welcher Stelle es in meinem Buch am spannendsten ist. Keine Minute, ach was, keine Sekunde vorher und nachher, immer am spannendsten Punkt. Sie hätte auch rufen können, als ich den Abschnitt las, indem Luigi Antoniotti bei Frühstücktisch seiner 15-jährigen Tochter ausdrücklich verboten hat, sich mit den Losern, wie er ihre Freunde nennt, nachmittags am Strand zu treffen. Tochter, Vater Disput am Morgen, nichts besonderes, Tochter versteht Vaters Argumente nicht, Vater verbietet sich ein Zuwiderhandeln seiner Ermahnung.

Aber gerade jetzt ist Luigi Antoniotti auf dem Weg zu einem neuen Hinweis in dem von ihm ermittelnden Fall der Geldwäsche, der bis in die höchsten Regierungskreise führt, aber auch in den Schlund der Kleinkriminalität rund um den Marktplatz und in den Vororten. Eine Stimme flüsterte ihm, als er seinen ersten Schluck Kaffee im Büro trank, ins Ohr, nachdem er sich nach mehrmaligem Klingeln doch dazu entschloß, den Telefonhörer abzunehmen, er solle in der S. Magdalena Straße unter dem Verkaufsständer, der vor dem Spirituosenladen von Manolo steht und eine Weinflasche darstellt, die vor allen Dingen dazu dient, die Touristen in seinen Laden zu führen, nach einer kleinen auf rosa Papier geschriebenen Notiz nachgehen, die ihm sicherlich einen großen Schritt weiter in seinen Ermittlungen bringen würde.

Luigi Antoniotti kam die Stimme bekannt vor, vielleicht gerade deshalb, weil sie durch den Flüsterton seine ganze Aufmerksamkeit verlangte, und er war sich fast sicher, diese Stimme kann nur von Guiseppe, dem Verkäufer bei Manolo, stammen, der erst seit wenigen Monaten urplötzlich diesen Job übernahm, nachdem Francesco, der fast als eigener Sohn von Manolo angesehen wurde, nicht mehr aufgetaucht war und auch seine Frau noch Verwandte etwas über seinen Verbleib zu wissen schienen, jedenfalls hüllten sich alle in Schweigen, es wurde gemunkelt, er hätte sich mit einer Liebschaft in die Staaten oder Karibik abgesetzt, Gelegenheit sich nebenbei Geld auf die Seite zu packen, schien er gehabt zu haben, glaubt man Stella und ihren Kolleginnen, die nicht gerade bereitwillig ihre Aussagen zu Protokoll gegeben haben, nachdem Luigi Antoniottis Arbeitskollege Franco, der in diesem Fall ermittelte, sie unter Druck gesetzt haben soll, da er unbedingt einen Fahndungserfolg nachweisen wollte, soll Francesco doch auch, man fand seine DNA an mehreren Zigaretten, die in der Wohnung des entführten Stadtrats Parelli nicht nur in den Aschenbechern, sondern auch auf den Wegen der weitläufigen Anlage seiner Villa lagen, und man nicht hundertprozentig ausschließen konnte, ob Francescos DNA-Spuren nur darauf zurückzuführen sind, weil er für Manolo auch den Fuhrdienst übernahm, um die Spirituosen, aber auch teure Tabakwaren an die Lieferadressen zu bringen.

Diesen Gedankengang behielt Luigi Antoniotti aber für sich, als er seinem Kollegen kurz die Info gab, daß er einen Hinweis nachprüfen werde, der ihm gerade zu Ohren gekommen war und fuhr direkt ohne den Umweg über die Stadtbahn durch die kleinen engen Straßen zu Manolos Laden, der in der S.Magdalena Straße fast am Ende zum großen Marktplatz sich befand, über den schon seit vielen Jahren kein Auto mehr fahren durfte, damit die Touristen in den umliegenden Hotels und Pensionen nicht durch Autolärm genervt werden sollten, nunmehr aber durch die vielen Bars und Restaurants genauso keine richtige Nachtruhe finden konnten, und die Parkplatzsituation verheerende Auswüchse annahm, da viele ihr Auto geradewegs in den engen Straßen auf den Bürgersteigen parkten oder sogar in zweiter Spur, sodaß Polizei-, Kranken-, Feuerwehrwagen immer öfters Probleme haben, zum Einsatzort zu gelangen.

Luigi Antoniotti stellte seinen Wagen deshalb in zweiter Reihe, einen blauen Ford damit behindernd, wegfahren zu können, aber er hatte ja auch nicht vor, stundenlang sich vor Manolos Laden aufzuhalten, sondern wollte die rosa Notiz, sollte sie sich wirklich unter dem Werbeständer befinden, an sich nehmen, sie wenn möglich kurz analytisch in die Puzzleteile, die bisher zu dem Fall der Geldwäsche zusammengetragen wurden, einfügen und daraufhin wieder in sein Büro zurückfahren, denn er hatte fast vergessen, daß heute Vormittag das Verhör von Simone De Angelis fortgeführt werden sollte, das unterbrochen worden war, weil Simone De Angelis einen Schwächeanfall erlitt bei seiner letzten Vernehmung und deshalb zwei Tage im Gefängniskrankenhaus behandelt worden war und der vormittägliche Termin kurzfristig anberaumt worden war, da der Staatsanwalt, wie alle Kollegen, die mit dem Fall betraut wurden, von oberster Stelle die absolute Priorität für diesen Fall unmißverständlich mitgeteilt bekommen haben und deshalb eher eine völlige Unruhe und gegenseitiges Belauern auslöste zwischen den einzelnen Kollegen, die in diesen Fall involviert waren.

Und weil ihm das erst wieder während der Fahrt einfiel, war er über sich selbst erbost, da er eigentlich, um diesem Verhör noch pünktlich von Anfang an beizuwohnen, sofort eine Kehrtwende hinlegen sollte und über der Stadtautobahn sämtliche Tempovorschriften ignorieren mußte, um wenigstens die Hälfte der Aussagen, die Simone De Angelis hoffentlich bereit war zu tätigen, mit eigenen Ohren zu hören.

Die rosa Notiz war schon von weitem zu sehen, denn sie war ein DIN-A4-Blatt, das nur mit einer kleinen Ecke vom Werbeständer festgehalten wurde. Luigi Antoniotti brauchte also sich nicht die Mühe zu geben, den Werbeständer hochzuheben oder zu verschieben, das rosa DIN-A4-Blatt war mühelos aufzuheben, so daß er es quasi im Vorbeigehen nur pflücken brauchte, es aber nicht vor aller Augen lesen wollte, deshalb formte er es langsam zur Notizbuchgröße, als er wieder Richtung Auto ging, in dem Moment fuhr seine Tochter auf dem Rücksitz eines Motorrades und auch noch ohne Helm, aber den Mann engumschlungen, der mit dem Motorrad vom Marktplatz kommend geradewegs an ihm vorbeifuhr.

„Stefanie, wo bleibst du denn, wir müssen los!“ „Stefanie!“
„Ah, genau das meine ich, immer an der spannendsten Stelle, so als ob sie heimlich mitlesen würde, verdammt! Komme gleich, Moment!“

Doris Mock-Kamm

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Umfrage zu Donald Trump

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Hillary Clinton hat die US-Wahl nicht gewinnen können, weil die Mehrheit der Wahlmänner sich für Donald Trump entschied. Während die einen frohlocken, eine „Killary“ verhindert zu haben, warnen die anderen vor dem Rassisten und Sexisten The Donald. Zwei Lager aus den Pest und Cholera Fraktionen belauern sich gegenseitig, die größte Militärnation mit den meisten Atomwaffen wird schon bald vom 45. Präsidenten Donald Trump regiert.

Inzwischen gibt es gar erste Stimmen, die diesen als John F. Kennedy hochstilisieren, weil er sich angeblich gegen das Establishment stellt, eine vermutete Gefahr für den Globalismus darstelle, sich für den alleingelassenen Mittelstand einsetzen wolle. Insofern sehen manche sein Leben in Gefahr, er könne genauso wie Kennedy erschossen werden. Gleichzeitig traut man ihm zu, den Weg zurück zur Entspannung mit Russland zu finden, die Welt sei daher wesentlich sicherer.

Anlaß genug für Querdenkende Sie bei diesen neuen Konstellationen mit einzubeziehen, in wie weit Sie jene Entwicklung beurteilen. Daher bitten wir um eine rege Beteiligung bei der Umfrage, die heute startet und am 25. November endet. Es stehen wieder einige Antworten zur Verfügung, wobei mehrere angekreuzt werden können. Dennoch kann nur einmalig abgestimmt werden.

Lotar Martin Kamm

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Mit Pauken und Trompeten – Zeiten in schwierigen Nöten

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Satirischer Rückblick…

Dabei wird och dieser Trumpty Dumpty keineswegs erröten. Ganz im Gegenteil, uff all die verlockende Knete is er geil. Obendrein in den letzten Tagen haben etliche Wichtigtuer uns etwas zu sagen, verhöhnen besorgte Fragen, die doch dazu führen können, ne Menge Zweifler zu versöhnen. Aber dies scheint ungewollt, deshalb jene Lawine des Hassens über uns hinwegrollt.

Narratonen sind nicht nur zur Fasnet unterwegs, sie gehen uns ab jetzt erst recht auf den Keks. Nicht zufällig die Welt den Atem anhält, es zählt erneut nur noch das Geld. Dafür kann man unbedarft nahezu alles machen, überall wird’s somit kriegerisch krachen. Herrschaftszeiten, historische Wahrheiten im Gerangel ihrer Glaubwürdigkeiten? Dermaßen simpel lassen sich erneut Massen bewegen, obendrein Kirchen geben dazu ihren Segen? Wie verwegen!

Wir sehen es doch, wie Mensch arrogant und ignorant tickt, sich gar mit Pelzen bespickt. Tierleid wird och hierzulande per Nerzfarmen geduldet. Wer hat dies wohl verschuldet? Manch Herzlose läßt man gewähren am grausamen Geldvermehren. Selbst Schreiberlinge sind sinnentleert dabei? Einerlei.

Wir können es doch überall ersehen, jenes gewaltvoll bösartige Geschehen. Auch ordinäre Sprache ist allenthalben unterwegs bis in Wahlkämpfe hinein. Was steht auf weiter Flur allein? Klar doch, die Mär vom Siegen. Mit jener Feststellung werden Sie richtig liegen. Trumps Wahlsieg beflügelt schlummernde Kräfte, sie steigen auf, es brodeln blutrünstige Säfte zuhauf, die ihre Chancen och hier in Europa wittern. Wann beginnt das berechtigte Zittern ob solcher Aussichten? Ach, sie werden es für uns schon richten?

Völlig ungeniert ham se uns mal wieder anjeschmiert. Blondinen irritiert? Egal, nach dieser Wahl schmeckt jedes Bier schal, wird zur Qual. Die Politik berücksichtigt die ärmere Bevölkerung ohnehin zu wenig. Welch simpler Trick, Hauptsache die Masse hält still, macht, was die Elite will. War doch klar, neu erwachte Rechtspopulisten rechtfertigen Drohgebärden aus den USA.

Doch so manch Binsenweisheit ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluß, erst recht bei so viel hausgemachten Stuß. Der Mensch muß nur noch erkennen, wie leichtgläubig bestimmte Massen solch Häschern hinterherrennen. Sich mal trauen, genauer hinzuschauen. Och das Berufsleben zerstörerischer als man wahrhaben möchte? Wo manch eener noch dächte, man hätte Rechte? Da nutzet bestimmt kein Daumen drücken, sondern jetzt heißt es: Stühle zusammenrücken.

Lotar Martin Kamm

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Daumen drücken – zwischen Aberglauben und Stärke der Geschlossenheit

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Vom Symbol eines Kobolds bis hin in die römische Arena

Es klappt nicht immer, meistens nicht, trotzdem kommen viele nicht umhin, für jemanden oder für etwas Wünschenswertes den Daumen zu drücken. Schätzungsweise wird das Daumen drücken nur in ganz seltenen Fällen dafür benützt, um jemanden etwas Schlechtes damit zu wünschen oder etwas nicht gelingen würde.

Das Daumen drücken wird oftmals unbewußt angewandt und nicht selten auch von Menschen, die erbitterte Gegner von Aberglauben oder von Glaubenshoffnungen sind. Nun ist der Daumen von den fünf Fingern derjenige, welcher sich am deutlichsten von den anderen unterscheidet, nicht nur, daß er nur zwei Fingergliedknochen besitzt, er ist auch augenscheinlich der stärkste und dickste. Und damit können wir auch schon das Wort „Daumen“ erklären.

Mittelhochdeutsch dūme, althochdeutsch thūmo, der Dicke, der Starke. Eigentlich ganz einfach und offensichtlich. Das westgermanische thuman, starker, kräftiger Finger, bedeutet auch Daumenbreit oder Zoll. Das lateinische Wort tumere, geschwollen, ist verwandt mit Tumor.

Unsere Altvorderen haben sich vielleicht nicht nur wegen der Eigenart des Daumens, seine vielfältige Beweglichkeit zum Unterschied der anderen Finger, sondern auch weil er komplett unabhängig von den anderen Fingern agieren kann. Als Beispiel möge genügen, nicht alle Menschen können einzelne Finger für sich allein strecken oder einknicken.

Pi mal Daumen bezeichnet eine ungefähre Schätzung, der grüne Daumen bedeutet ein Händchen für gutes Gedeihen von Pflanzen. Vielleicht kennen Sie jemanden im Freundes- oder Bekanntenkreis, der gerne Däumchen dreht? Gemeint ist damit ein Ausdruck für Langeweile, der aber bei manchen Menschen auch in realer Handlung ausgeführt wird. Wenn Sie den Daumen draufhalten, wollen sie etwas nicht hergeben oder bewachen dieses Etwas sehr intensiv. Peilen Sie über den Daumen, so sind Sie bemüht, die Entfernung zu einem bestimmten Ziel abzumessen.

Kennen Sie diese Daumenregel: Mit ausgestrecktem Arm und der Hand zur Faust gebildet, berechnen Sie mit der Anzahl der Finger, die zwischen Horizont und Sonne abgezählt werden, die Zeit bis zum Sonnenuntergang. Sie müssen die Anzahl der Finger mit 8 (steht für Minuten) malnehmen.

Irgendwie selbstverständlich hat der Daumen auch Einzug in die Märchenwelt gefunden, wer kennt nicht die Erzählung des Däumlings oder vielleicht sogar noch das Original nach Grimms Märchen „Daumesdick“?

Eindeutig läßt sich die Bedeutung des Daumen drückens nicht nachvollziehen, wir wissen, daß der Daumen auch eine Rolle als Zeichen für Leben oder Tod darstellte. So soll es in den Arenen Roms die Begnadigung eines Kämpfers durch das Publikum mittels Daumen drücken, also durch das Zeichen einer geschlossenen Faust angezeigt worden sein.

Im deutschen Volks-, Aberglauben hatte der Daumen magische Kräfte und konnte vor Albträumen schützen. Der Daumen galt als Symbol für einen Kobold, und durch das Festhalten des Kobolds (Daumen) verhinderte man, daß ein Vorhaben mißglückte.

Bleibt noch zu erwähnen, daß im Englischen der Daumennagel thumbnail genannt wird. Thumbnail bezeichnet auch ein Vorschaubild (Miniaturbild), dies sind verkleinerte digitale Graphiken.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß in diesem Text alle „Anwendungsmöglichkeiten“ und Bedeutungen des Daumens aufgelistet wurden. Das Daumen drücken, das den kleinen Kobold im Zaun hält, um Verwirrung, Schabernack oder Übles anzurichten, kann aber so verkehrt nicht sein, und die geschlossene Faust als Zeichen für Lebenlassen erst recht nicht, oder?

In diesem Sinne wäre es vielleicht nicht völlig sinnlos, öfters die Hand zur Faust zu formen, mag sein, daß die Kraft des Daumens Sie davor schützt, die Fäuste nicht als Waffe einzusetzen, sondern als Stärke, die Ihre mentale Kraft unterstützt.

Doris Mock-Kamm

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