Keineswegs immer nur friedlich

https://pixabay.com/de/l%C3%B6win-katzen-bigcat-weiblich-natur-1252919/

pixabay.com

Ich bin ja so friedlich, so tief entspannt,
gleich schmeiß ich was gegen die Wand.
Sag ja keiner, komm beruhige dich!
Der spürt ansonsten den Kehrwisch!

Verdammt nochmal, laß mich wütend sein,
kriegt euer Leben in Griff, laßt mich allein.
Hört mit dem beschwichtigen Gesäusel auf,
Wut braucht wie Fröhlichkeit ihren Lauf.

Ich will mich nicht beschwichtigen lassen,
solange der Pöbel brüllt auf den Straßen.
Und wenn ihr denkt, ich fühl mich nicht wohl,
wißt ihr was, da irrt ihr euch gewaltig, jawohl.

Ich bin ja so friedlich, so tief entspannt,
gleich schmeiß ich was gegen die Wand!
Welche Laus mir über die Leber gelaufen ist?
Eine? Hunderte, tausende Ratten, so ein Mist!

Magenkrämpfe, Kopfweh verursachen sie mir,
sie fressen die Menschlichkeit, so ein Getier
marschiert, durchschreitet unsere Gassen,
brüllen Volk, fühlen sich verkauft, verraten.

Haben nur auf einen Grund, Anlaß gewartet,
damit ihre Unzufriedenheit im Haß vieler ausartet.
Nennen mich Gutmensch, folgsames Schaf.
Wollen wieder Gehorsam, sonst schießen sie scharf.

Ich bin ja so friedlich, so tief entspannt,
gleich schmeiß ich was gegen die Wand!
Für die Freiheit habe ich Wut im Bauch,
denn, ich Mensch, bin eine Löwin auch!

Nafia

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Die Sucht zum treudoofen Heimatland

https://pixabay.com/de/landschaft-h%C3%BCgel-berg-steigung-690990/

Satirischer Rückblick…

Am Ende nimmt ein Führer die Deutschen wieder an die Hand? Was in Bautzen, in Sachsen obendrein von der Polizei willig geduldet, angeblich hätten jugendliche Flüchtlinge die Hatz selbst verschuldet, mag ein Beginn neuer Nazis sein, die nur so zum Schein rein zufällig am Kornmarkt stehen. Wer auf die jetzt blindlings hört, sollte seinen Hut nehmen und gehen, weil deren Bösartigkeit stört.

Flügelpaare sich treffen im Freiheitsdrang, im Überschwang. Drüben in den Staaten nach vielen Protesten die Regierung einen Baustop der Pipeline durch Sioux-Gebiet durchsetzt, schon viel zu lang wurde rassistisch gegen Indianer gehetzt. Man muß letztlich gesellschaftlicher Perspektivlosigkeit Widerstände einräumen. Wenn politisch Verantwortliche dies versäumen, suchen Betroffene sich Mittel und Wege aus der Krise. Ignoranz obsiegt noch, das ist das Fiese.

Das System ist zweifellos gefragt, das wurde schon so oft gesagt, man muß auch der Prüfungsangst den Druck nehmen, sich nicht dabei schämen, neues auszuprobieren. Eine mutige Gesellschaft hat doch nichts zu verlieren, außer sich einzugestehen: Wir haben uns gern. Das ist des Wesens Kern!

Doch die Resignation der Friedensbewegung hält an, man sollte sich fragen, nicht irgendwann, was noch geschehen muß, außer Protesten wie vor einigen Tagen? Was in Büchel zugelassen wird, im Anschluß europa- und weltweit daraufhin wohl passiert? Trotz widriger Umstände die Welt sich im Umbruch befindet, der einfache Bürger sich noch ahnungslos schindet. Das Heim, eine Rast des Aufenthaltes bedeutet? Na, was gewisse Herrschaften erneut eingeläutet?

Jeder bekommt seine Quittung verpaßt, egal wie man manches auffaßt. Dies gilt erst recht für Bayer, welches Monsanto aufkaufte, recht teuer, sich aufraufte, weltweit die Nummer Eins in der Agrarchemie zu sein. Jetzt steht dieser Mega-Konzern ganz allein für Gen und Gift, deren Aktie somit nach oben drift. Was kann ein Mensch dafür, sich all dem aussetzen muß? Wo findet dieser noch die rettende Tür, zu entgehen vor solch perfiden Überfluß?

Eine Petri macht hingegen keine halben Sachen, ganz oder gar nicht ist ihr Los. Laßt diese Rechten bloß nicht weitermachen, sonst versetzen sie unserem Land den Todesstoß. Dann gilt eben keine Freiheit mehr, sondern dann muß Zucht und Ordnung wieder her, regiert das Diktat. Das wär schad.

Obwohl im Hinblick zur Berlin-Wahl die AfD das fünfte Rad am Wagen, hat dies noch nichts zu sagen. Seien wir darüber hinaus wachsam, wenn bestimmte Autoren meinen, sie müßten sich über die Schöpfung erheben. Sie scheinen oft unachtsam, nach schnellem Erfolg zu streben.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Wenn Autoren sich über die Schöpfung erheben

https://pixabay.com/de/mann-nackt-himmel-wolken-wasser-670832/

pixabay.com

Anmaßung kommt weit vor dem Fall

Um es gleich vorwegzusagen, Autor bedeutet, Dichter, Dramatiker, Epiker, Erzähler, Literat, Lyriker, Schriftsteller, Verfasser, Ghostwriter, Prosaist, Poet, Schreiber, Künstler, Schöpfer, Erschaffer, Urheber und entstammt dem lateinischen Wort auctor, Schöpfer, Urheber, abgeleitet von auctum, wachsen, machen, mehren.

Die Autoren, die Schöpfer, Urheber, auch Erfinder reihen sich in ihren Tätigkeiten unter die „Schöpfung“ des natürlichen Kreislaufes, sprich der All-Schöpfung. Manche lassen sich verleiten, mit „gottähnlichem Charakter“ auf das Wirken der Schöpfung Einfluß nehmen zu wollen. Sei es, sie sich selbst über Gott und die Welt stellen, sei es, daß sie es anderen erlauben, dies für sie zu tun.

Beide Anmaßungen, denn das sind sie, zeugen von Ichbezogenheit, Arroganz, Narzißmus und „blinder Zerstörung“ des Schöpfungsgeistes. Man muß nicht religiös veranlagt sein, um zu verstehen, daß es für niemanden eine Rechtfertigung gibt, sein eigenes Wesen, Denken über die Vielfalt des Schöpfens zu stellen. Denn es gibt nicht die absolute Schöpfung, es gibt nur den Schöpfungsprozeß, der allerdings in einigen Religionen fixiert auf einen männlichen Schöpfer manifestiert ist. Aber selbst hier gilt der Respekt vor dem Schöpfer, der Schöpfung, daß die Benennung des Schöpfers heilig ist, oder es als Frevel gilt, sich über ihn oder mit ihm auf eine Stufe zu stellen.

Schöpfung ist immer regulierend, bis auf die nicht, noch nicht beweisbare Absolution eines All-Schöpfers. Keine Schöpfung, jedenfalls ausgehend von unseren Begriffsmöglichkeiten, kann je ausgeschöpft sein, denn damit wäre die Schöpfung beendet. Jeder, der in irgendeiner Form schöpferisch tätig ist, kann nicht umhin, entweder sein Werk selbst zu kritisieren, den Wunsch hegen zu einer Verbesserung oder Neues zu erschaffen. Nicht unbedingt sofort nach Fertigstellung seiner Schöpfung, vielleicht auch erst Jahre später und natürlich mit Ausnahmen, denn manche Schöpfungswerke sind so in sich schlüssig, absolut, daß jedes kleine Staubkorn es zerstören könnte.

Nur eins wird Schöpfung nicht, sich ausruhen auf ihrem Wunderwerk, andere Wunderwerke nicht zulassen, denn dies widerspricht dem Schöpfen. Warum nun fragen Sie sich vielleicht, zerstört Schöpfung auch ihre Werke? Dies zu beantworten, ist eines der schwierigsten Fragen, aber kann durch den Regulationsinhalt der Schöpfung am ehesten erklärt werden. Schöpfungsvorgänge beinhalten nicht nur gestalten, sondern auch regeln, ordnen, zurechtrücken, klären, korrigieren, all diese Aspekte können zur Vernichtung, oder besser ausgedrückt, Veränderung führen. So führt manche Änderung, Regulierung zur Zerstörung andere zum Aufbau oder zu Neuem. Schlußendlich aber wird jeder Schöpfer auf einen ausgleichenden Aspekt hin arbeiten.

Auch wenn die Autorin, vielleicht in diesem Zusammenhang eher Texterin, keine Theologie, Philosophie studiert hat und somit keine Legimitation zur Beurteilung des „Göttlichen Prinzips, Schöpferischen Prinzips“ vorweisen kann, der Text auch nur Bruchstücke zum Verständnis des Schöpferischen darstellt, sollte er genügend Anregung finden zur Unterscheidung von Autoren, die schöpferisch im Sinne von wachsen, mehren, tätig sind und den Autoren, die es bevorzugen, zerstörerische, selbstgefällige Werke in Umlauf zu bringen.

Erstaunlicherweise finden diese „Autoren“ auf vielen Plattformen Zuspruch, in der irren Annahme vieler, daß eine Verbohrtheit eine, allerdings nur vermeintliche, Stärke darstellt. Wer Vielfalt ablehnt, wer gegen Fremdes, Neues hetzt, wer anstatt mit Regulierung auf Zerstörung setzt, der kann kein Autor sein, der kann das göttliche Prinzip nicht verstanden haben. Und schon gar nicht den „Willen des Volkes“ für sich in Anspruch nehmen, denn allein schon dieser Anspruch bezeugt die Überheblichkeit seiner Äußerungen. Und wie war das nochmal? Kein Schöpfer kann sich mit dem Schöpfer auf eine Stufe stellen und schon gar nicht über ihn.

Doris Mock-Kamm

Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Berlin-Wahl: AfD fünftes Rad am Wagen

https://www.flickr.com/photos/erratum63/16777386625/sizes/z/

flickr.com/ Hans-Jörg von Schroeter/ (CC BY-ND 2.0)

Rechter Mob wittert durch Bautzen erst recht seine Chancen

Während die einen meinen, man müßte gefälligst der Demokratie willen einen fairen Umgang mit einer gewissen Partei pflegen, die nun mal warum auch immer vom Volk gewählt in den deutschen Landesparlamenten Platz nimmt, ziehen andere es vor, sie heftigst zu verunglimpfen oder gar deren Verfassungstreue in Frage zu stellen. Letzteres hat durchaus ihre Berechtigung.

Denn der rechte Mob wittert nicht erst seit kurzem seine Chancen. Was der NPD und den Rechtsrepublikanern mißlang, glückt jetzt dieser AfD, wobei gerade die PEGIDA eine nicht unwesentliche Rolle spielt zusammen mit den sogenannten Reichsbürgern. Anlaß solcher Entwicklung lieferten die Flüchtlingsströme, eine zunehmende Politikverdrossenheit, die sichtbaren Ergebnisse eines neoliberalen Kurses, der vor allem die Schere zwischen Arm und Reich erst recht weiter auseinanderklaffen läßt.

FGW-Umfrage sieht die Linke knapp vor der AfD

Längst kein Grund zum Aufatmen. Diese AfD hatte schon in der Vergangenheit genügend Aufwind durch Unschlüssige erhalten, die dann bei den Landtagswahlen sich für die rechte Partei entschieden. Die Forschungsgruppe Wahlen sieht (Stand 15.09.) die SPD bei 23% vorn, die CDU läge mit nur 18% dahinter, dicht gefolgt von den drei kleineren Parteien, wo noch Potential für unvorhersehbares anliegt, selbst wenn die Grünen 15% erhielten, die Linke 14,5% und die AfD als fünftes Rad am Wagen 14%. Die FDP wäre mit 6,5% wieder im Abgeordnetenhaus, 2011 erreichte sie nur 1,8%.

Wie schnell doch die Zahlen sich ändern, läßt sich gut ersehen, vor eine Woche lagen die beiden größeren Parteien noch dichter zusammen, das Gerangel zwischen den drei kleineren bleibt erhalten, während die FDP wohl eher weniger zittern muß.

Benachbartes Sachsen Hochburg der rechtsradikalen Szene?

Das kann zum Leidwesen einer engagierten Bevölkerung vor Ort kaum jemand abstreiten, zu deutlich offenbaren sich rechte Kräfte in Sachsen, ob eine PEGIDA in Dresden oder die vielen Ereignisse in Bautzen, wo zuletzt mal wieder die Polizei selbst nicht gerade per neutralem Vorgehen glänzte.

Im Spiegelartikel trauen sich die Autoren gleichwohl nicht, die Dinge deutlicher beim Namen zu nennen, obwohl wenigstens das merkwürdige Verhalten des Polizeichefs Erwähnung findet, kommen dennoch die überdeutlichen Provokationen seitens rechter Gewalttäter, die schon länger stattfinden, viel zu kurz.

Was muß sich ändern, um derartige Vorfälle schnellstmöglich einzudämmen? In erster Linie wesentlich gezielteres Durchgreifen bei den Unruhestiftern des rechten Mobs. Die paar jugendlich versprengten Flüchtlinge können und dürfen kein Anlaß sein, deren Freiheit zu arg zu beschneiden, denn das würde die rechtsradikale Szene als Gewinn verbuchen, des nachts „ihren Ort“ für sich zu beanspruchen.

In sofern ist die Politik gefordert, nicht auf die Schnelle aus der Ferne, so wie Tillichs Statement aus Mexiko. Ob Polizei und Justiz wirklich alles aufarbeiten, bleibt mal dahingestellt. Im sogenannten „Sachsensumpf“ bestimmt kein leichtes Unterfangen.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Was kann ein Mensch dafür

https://pixabay.com/de/frau-kopf-portrait-skulptur-statue-986491/

pixabay.com

Was kann ein Mensch dafür,
geboren im Krieg,
noch kein Verstand,
nur Gefühl für Sorgen,
versteckter Sprache,
gehortete Gespräche,
wie die Schinken, der Speck,
die Einmachgläser
im Keller,
zwischen den Steinen,
was konnte Sieglinde,
vom Pfarrer bei der Taufe
ungefragt Adolpha mit
ins Taufbuch geschrieben,
was konnte sie anders,
als das Wesen ihres Bruders
in sich aufzunehmen?

Friedrich, der fünfte Bub,
Nachzögling, drei Jahre vor ihr
geboren, kein Wunschkind,
wieder ein Bub,
obwohl schon viere davor,
von allen Fredi genannt,
ein blondroter Sonnenschein,
wußte immer zur richtigen Zeit,
still zu halten,
seine besonnene Art
konnte sogar das Herz der
Großmutter erweichen.
Keine Zeit des Kümmerns,
Überleben hieß Nahrung
erwirtschaften, der Hof
war groß, alle Hände hatten
zu tun, Fürsorge, Mitleid
gab es nur in kleinen
Portionen.

Was kann ein Mensch dafür,
geboren im Krieg,
noch kein Verstand,
nur Gefühl für Sorgen,
versteckter Sprache,
gehortete Gespräche,
Fredi, kein Atmen ohne ihn,
eine Tochter, gewünscht,
doch zu spät geboren,
im Krieg nicht gewünscht?
Was soll werden, vom Vater
keine Nachricht mehr,
vergrämte Oma,
kraftlose Mutter,
jeder hat sein Bündel
zu tragen, Bomben
fielen, ohne zu fragen,
ob alle rechtzeitig
in Sicherheit,
Fredi war stets
Lindes sicherer Hafen?

Er übernahm alle Pflichten,
gab Liebe zum Atmen,
formte Gefühle
zu Worten, brachte sie
zum Lachen, hielt ihre
Ohren zu, wenn Bomben
mal nah, mal in der Ferne
auf den Boden krachten.
Auf dem Feld legte
er sich über sie, im
Keller wiegte er sie.
Er forderte sie auf zum
Laufen, langsam seinen
Schritten folgen, bald
konnte sie rennen,
ohne zu stolpern.
Was kann ein Mensch dafür,
wenn sein Leben gerettet,
sein anderes Sein dafür,
für immer verloren?

Der Spätsommer überflutete
mit warmen Licht und
sanftem Wind den Tag.
Er hielt sie an der Hand
auf dem Weg zum Feld,
zur Mutter, zur Oma,
da läuteten die Glocken,
da heulten Motoren,
da lag sie im Graben
geborgen wie in Mutters
Schoß.
Was kann ein Mensch dafür,
die Wärme zu spüren,
den Abschied am Grab,
zu frieren,
die Trauer der Mutter,
kein Flehen streichelt
die Erde fort,
die karge Erde, die Fredi
bedeckt für immer?

Für Linde kein
Platz daneben.
Was kann ein Mensch dafür,
zu leben in Dankbarkeit,
zu fühlen den Verlust,
für immer bei Fredi zu sein,
sein Atmen zu spüren,
seine Wärme zu fühlen?
Was kann ein Mensch dafür,
Sieglinde, Friedrich?
Linde und Fredi,
was könnt ihr dafür?

Nafia

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Es geschah vor 40 Jahren (13. bis 19. September 1976)

https://www.flickr.com/photos/nasamarshall/11074155463/sizes/z/

flickr.com/ NASA’s Marshall Space Flight Center/ (CC BY-NC 2.0)

Wußten Sie was in diesem Zeitraum?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zu einer weiteren Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Für all jene, die Interesse haben, was da im Hintergrund geschieht, bis solch eine Sendung aufgenommen, ein paar Infos zur Technik und Ausstattung:

Die Kulisse stammt noch aus meinen beruflichen Zeiten im Schloßtheater Neuwied, bestehend eine Aneinanderreihung aus zwei Wänden, zwei Portalwänden und einem Sturz mit dahinter gespanntem Stoff, per Klettverschluß befestigt.

Ausgeleuchtet mit zwei alten Scheinwerfern, zum einen einem „Mettmann – 1.000 Watt“, zum anderen einem „Strand Lighting – 650 Watt“, aufgenommen mit einer Samsung Video-Kamera.

Ständig wechselnde Bilder (Skulpturen) von uns an linker, großer Wand.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter makadomo TV | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Petris Ausfall: Keine halben Sachen – ganz oder gar nicht

https://www.flickr.com/photos/kietzmann/3088595038/sizes/o/

flickr.com/ Björn Kietzmann/ (CC BY-NC-ND 2.0)

„Ausgeburt fieser Deutschtümler“ außer Rand und Band

Also bloß keene halben Sachen machen, es geht doch nüscht über in die Vollen treten, wa? Sie wissen schon, wen ick meene, oda? Nu stellen Sie sich mal nur nich so an, bemühen se mal ihre restlichen grauen Zellen, da wird wohl noch wat sein. Jenau, es jeht mal wieda um die Kanzlerin, dat Merkel fällt in der Beliebtsheitsskala eher nach unten, weil die von der AfD, also von der „Ausgeburt fieser Deutschtümler“, die Vorsitzende Petri och noch stolz uff ihre vier Bälger is, die sie mal in die Welt jesetzt hatte.

Dabei fiel der nüscht besseres ein, als dat Markel vorzuwerfen, die hätte noch keene Plagen als Nachfahren jeboren, Kinder würden eenen veranlassen, über den eigenen Lebenshorizont hinauszusehen, wat Merkel ja nich tue. Aha, welch brillante Idee von der Petri, im Austeilen unterhalb der Jürtellinie hat se ja schon Erfahrung, wa?

Und dette kurz vor der Bärlina Wahl. Na siehste, paßt doch. Meinen zumindest deren Anhänger, diese janze politische Mischpoke fühlt sich ohnehin eenfach nur jut. Da wird mal kurzerhand eine laufende Radiosendung jestört, in dem diese Neo-Nazi-Truppe, die sich Identitäre nennt, och noch mit sichtbarer Handbewegung à la Hitler ihre flachen Parolen zum Besten jibt. Keineswegs zufällig kurz vor der Wahl, kann nur reine Taktik sein.

Dat Dumme dabei, sie werden nich nur vom Verfassungsschutz akribisch beäugt, neben den Linken beobachten janz normale Bürger deren Treiben, völlig zurecht. Wer will schon nach 71 Jahren wieda diesen rechten Sumpf an der Macht sehen? Niemand, außer eben ein paar Versprengter, die es nicht raffen wollen. Jeht gar nich. Noch wählen aus lauter Protest Verunsicherte, och vor Wut wegen der etablierten Politik, die deren Meinung nach versagt, diese AfD. Daher deren kurzzeitiger Höhenflug, mit freundlicher Unterstützung sämtlicher Rassisten, vom simplen Ausländerhaß bis hin zur Neo-Nazi-Mischpoke.

Und nach der Wahl in Bärlin? Ne Fortsetzung besonderer Art, wenn Trump in den Staaten jewinnt, mit Putin uff Schmusekurs jeht, linksrheinisch die Le Pen dazustößt? Wat soll denn die NATO dazu sagen, die würde doch mit einem Schlag ihren Auftrag verlieren, endlich nen Krieg in Europa anzuzetteln und durchzuziehen? Jeht gar nich. Dann werden halt neue Feindbilder bemüht, um dat Janze anzuheizen. Darin haben doch die Petris und Co. sowieso jenug Übung. Im nächsten Jahr stürzt dat Merkel-Kabinett, falls nich jetzt am 09. November een paar Versprengte doch noch erfolgreich sein sollten, weil die Bundesbehörden pennen.

Also weeßte, mein lieber Mann, ick glob mich laust der Affe – achso, darf man nicht äußern, da erscheinen sonst die Tierschützer. Wo se Recht ham, ham se recht. Nichts für unjut, die Hoffnung stirbt zuletzt, daß nämlich noch een paar wache Geister unterwegs, die dem braunen Treiben, dieser rechten Mischpoke een Ende setzen!

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare