Quadratur der Kreativität

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Das Feuer, der Wind, das Wasser
begleiten uns in ständiger Bewegung,
die Erde, die Wüste waren Anlasser
einer hinreißend verheißungsvollen Eingebung.

Das Vorherige lieferte das Handeln,
weil Gedankengänge schier wunderbar sich fügten,
die Rückblicke ließen Träume in Leben verwandeln,
eine passende Antwort gegen jene, die uns belügten!

Der technische Fortschritt kann Phantasie nicht unterbinden,
sie möchte stets eigene Wege ersinnen,
daß Künste sich im Miteinander finden.
Somit Kreativität wird nimmer entrinnen.

Neidvolles Bemühen, Ideenreichtum durch Zerstörung
scheinbar sich bedenkenlos entladen will,
bringt Künstler erst recht in Bewegung,
denn diese halten nie gehorsamst still!

Schöpferische kennen nicht nur vier Elemente,
leben furchtlos ihr Dasein ständig aus,
wenn ihre Geister sich treffen, gibt es kein Ende,
wird Mutter Erde ein friedfertig glückliches Haus.

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

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Solidarität wird aberkannt in diesem Land

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Satirischer Rückblick…

Dann fährt man lieber mit unserer Politik an die Wand, was interessieren schon allseitig berechtigte Sorgen, wenn man bereits morgen feststellen muß: Es ist bald Schluß. Wir sagen’s mal janz spitz: is keen Witz. Klingt ein wenig zu übertrieben, weil unübersichtlich aufgerieben? Mitnichten, laßt uns über das Warum berichten.

In einer Mondnacht hast du mich um den Verstand gebracht, weil vor lauter Schmacht wir viel zu oft gelacht? Einerlei, bleiben wir besser politischer Kritik mal treu. Dort gibt es nichts zu vermitteln, wenn Mineralöl in Lebensmitteln. Forderung strengerer Grenzwerte sind nur ein Beginn, sie durchzusetzen, das macht erst Sinn.

Wer ins Fahrwasser der neuen Rechten gerät, sollte ganz genau aufpassen, bevor es zu spät. Mit denen kann man mitnichten diskutieren, denn vor lauter Haß haben jene nichts zu verlieren. Da paßt doch kriegslüsterne Politik in deren Konzept, es schließlich sich ganz gut mit Rassismus lebt.

Man sollte dabei nicht vergessen, inwieweit unsere sogenannte Zivilisation sehr lange schon geübt in Kriegen. Man meint zwar, bloß nicht stressen, es müsse am Friedenswillen liegen. Jedoch Brasiliens Völkermord hält an, weil des Reichtums Eifer nicht anders kann. Und Ihr macht Urlaub von der Pause, freut Euch dennoch wieder zurück auf Euer Zuhause? Am Ende wird es keine indigene Völker mehr geben, ausgelöscht das alte verwurzelt echte Leben.

Manch einer denkt, Mutter Erde duldet niemals solch Schuld, die Mensch verursacht hat. Trotz all der Geduld, nichts verstanden? Das ist schad. Aber wehe, wenn durch Erdbeben Häuser zerstört, Leben kommt abhanden. Dann ist das Geschrei riesengroß, ach, hätten wir bloß. Mensch, begreif endlich, was mit dir los!

Kein Entrinnen aus Empfindlichkeiten? Was waren das noch für Zeiten, als Kind unbeschwert in den Tag hineinzuleben. Darum geht’s eben, auch dem Trostpflaster den notwendigen Raum geben, anstatt stets nach immer mehr Prestige und Erfolg zu streben.

Mit überzuckerten Erfrischungsgetränken ist es ohnehin nicht getan, da muß jetzt viel mehr Kritik mal ran, die gewissen Lobbyisten auf die Finger kloppt. Aber nein, die werden och noch gelobt und hofiert. Völlig ungeniert partizipiert selbst die Politik daran. Was für ein ekelhafter Run! Wir können es auch in Überlingen am Bodensee sehen, wo bei zukünftiger Landesgartenschau die Platanenallee weichen soll. Zurecht sich Widerstand regt – jawoll!

Ach, man möchte eintauchen in die Welt verträumter Sphären, Mutter Erde am liebsten neu gebären, auf daß diese eine gänzlich andere Entwicklung nimmt, die nicht auf Haß, Zerstörung und Krieg getrimmt.

Lotar Martin Kamm

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Eintauchen in die Welt verträumter Sphären

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Unsere Instinkte sind keineswegs abhandengekommen

Sicher waren nicht wenige Eltern begeistert, als Anfang der 1980iger Jahre die ersten Lexika für Kinder auf den Markt kamen. Bedeutete dies doch in einigen Situationen die Rettung, wenn aus heiterem Himmel Fragen auftauchten, die eigentlich für die Erwachsenenwelt keine Bedeutung mehr hatten, aber in dem Versuch eine Erklärungsformulierung zu finden, damit Kinder die Antwort auch verstehen können, die gesamte Wortvielfalt auseinanderbrach und man schlußendlich eingestehen mußte, unfähig zu sein, einfaches verständlich zu erklären.

Sicherlich waren mit diesen Lexika nicht alle Fragen zu beantworten, die aus einem Kindermund so formuliert werden können, daß selbst viel Belesene zu hoffentlich weitreichend vorhandenen „Bildungswerken“ greifen müssen. Aber immerhin bestand dadurch die Möglichkeit, kindgerechte Formulierungen wieder zu ergattern, die es erleichterten, einigermaßen sachbezogen zu antworten.

Es ist bis heute aber erstaunlich, daß Sprache nicht anhand von Begriffen, die schließlich zur Entstehung vieler Wörter beigetragen haben, erklärt wird. Damit würde auch gleichzeitig ein Verständnis und Erkennen für andere Sprachen möglich werden. Nicht nur die sogenannten indogermanischen Sprachen bieten ein Füllhorn von gleichen, wenn nicht selbigen Wortstämmen, die bisweilen sogar einen Bezug zur Kulturgeschichte darstellen vermögen.

Kinder nehmen, auch wenn es immer noch von einigen Erwachsenen teilweise dementiert wird, sehr vieles unbewußt, unterbewußt auf. Es scheint zuweilen, sie besäßen einen Sinn mehr, der in der Erwachsenenwelt nicht mehr zum Tragen kommt. Falls Sie denken, das Kind spielt verträumt vor sich hin, völlig in seiner Phantasiewelt, so können Sie ohne weiteres damit überrascht werden, daß dieses Kind Ihnen zur Thematik des Gespräches entweder eine Zutat des Kuchens benennen kann oder sogar in klarer Form Ihnen die entfallene Zutat Hirschhornsalz nennt.

Vielleicht ist es ein Teil des Instinktes, unbewußt gesteuerter natürlicher Antrieb zu bestimmten Verhaltensweisen, der bei Kindern veranlaßt, obwohl träumerisch in anderen Sphären, doch die nächste Umgebung genau zu registrieren und reflektieren. Instinkt, vom lateinischen instinguere, anstacheln, antreiben.

Der Instinkt wird besonders immer wieder bei Tieren hervorgehoben, als natürliche Vererbung, ohne Lernstudien im Babyalter, sondern als Erbmasse, die keinerlei Lernvorgaben benötigt. Dem Menschen werden nicht allzu viele Instinkte mit in die Wiege gelegt, so die allgemeine Meinung. Der menschliche Instinkt bezieht sich oft auf das Bauchgefühl, Spürsinn, Ahnung, wenn Entscheidungen anstehen oder als Warnung.

Warum sollte der Instinkt nicht auch auf geistiger Ebene als Antreiber, Anstachler seinen „Zweck“ erfüllen?

„Was sie aber schwerlich wissen können (weil das genie sich immer selbst das gröste geheimnis bleibt), ist die schöne übereinstimmung ihres philosophischen instinctes mit den reinsten resultaten der speculirenden vernunft. Schiller an Göthe 1, 7; vorige woche bin ich von einem sonderbaren instincte befallen worden. Göthe an Schiller“

„instinktmäszig, adj.: der glaube von instinktmäsziger einkräftigkeit des genies.“ (Auszug aus DWB zum Stichwort Instinkt)

Würden wir uns der Mühe stellen, fragenden Kindern, auch bei den Begriffserklärungen gleichzeitig den Bezug zur Wortherkunft zu vermitteln, könnten eventuell die geistigen Instinkte zu einem vermehrten philosophischen Instinkt verhelfen, und/oder sogar die reinsten Resultate der spekulierenden Vernunft ergänzen.

Doris Mock-Kamm

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Es geschah vor 40 Jahren (23. bis 29. August 1976)

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flickr.com/ ultomatt/ (CC BY 2.0)

Wußten Sie was in diesem Zeitraum?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zu einer weiteren Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Für all jene, die Interesse haben, was da im Hintergrund geschieht, bis solch eine Sendung aufgenommen, ein paar Infos zur Technik und Ausstattung:

Die Kulisse stammt noch aus meinen beruflichen Zeiten im Schloßtheater Neuwied, bestehend eine Aneinanderreihung aus zwei Wänden, zwei Portalwänden und einem Sturz mit dahinter gespanntem Stoff, per Klettverschluß befestigt.

Ausgeleuchtet mit zwei alten Scheinwerfern, zum einen einem „Mettmann – 1.000 Watt“, zum anderen einem „Strand Lighting – 650 Watt“, aufgenommen mit einer Samsung Video-Kamera.

Ständig wechselnde Bilder (Skulpturen) von uns an linker, großer Wand.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

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Überlinger Platanenallee soll der Landesgartenschau weichen

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flickr.com/ Philipp Zieger – http://www.philippzieger-photographie.de/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Verschleierungstaktik politischer Entscheidungsträger äußerst fragwürdig

Natürlich rollt auch im Ländle der Euro, ganz besonders bei größeren Bauvorhaben wie man leidlich anhand von Stuttgart 21 ersehen kann. Aber diese Thematik mag an anderer Stelle fortgeführt werden. Die Tradition der Gartenschau geht zurück in die Zeit des fanzösischen Sonnenkönigs, den Grafen und Kurfürsten bis hin zur ersten Internationalen Land- und Gartenbauausstellung in Erfurt des Jahres 1865.

Die geplante 40. Landesgartenschau 2020 für Baden-Württemberg in Überlingen am Bodensee steht unter keinem guten Stern, da die uralte Überlinger Platanenallee weichen soll, zumal eine offensichtlich von langer Hand geplante Verschleierungstaktik politischer Entscheidungsträger vor Ort zu greifen scheint, als unbedingt äußerst fragwürdig sich erweist.

Ein langer Hickhack, der nichts gutes im Schilde führt

Mit Blick zur Artikelreihe des Südkuriers vermag man sehr schnell den Leidensweg und den Druck der örtlichen Reibereien um die besagte Platanenallee erkennen. Was geschieht da vor den Augen der Bürger in Überlingen am Bodensee? Einerseits organisiert sich völlig zurecht der Verein Bürgersinn, der verwundert feststellt, daß der Landschaftsarchitekt Johann Senner viel zu spät sich für den Erhalt der Platanenallee sowie der alten Ufermauer einsetzt, als bereits die Entscheidung für den Entwurf der Berliner Kollegin Marianne Mommsen gefallen war.

Zum anderen sind die Fronten inzwischen erheblich verhärtet, hat sich gar der in Überlingen-Nußdorf ansässige Schriftsteller und Dichter Martin Walser aufgerufen gefühlt, ebenso sich für den Erhalt der Platanenallee einzusetzen, in dem er dem Südkurier aus Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ eine Textpassage zitierte, in der Werther sich explizit über das Fällen von Nußbäumen aufregt.

Oberbürgermeisterin Sabine Beckers offener Brief an Walser eine einzige Farce

Exemplarisch und äußerst typisch in ihrer „Kleingeistigkeit“ die Reaktion seitens der Oberbürgermeisterin Sabine Becker, die in einem offenen Brief an Martin Walser Stellung bezieht, dabei mit dünnen Argumenten aufwartet: letztlich eine einzige Farce.

Anstatt einsichtig zu erkennen, welcher Verlust die Platanenallee darstellt, kontert sie mit einem Zitat des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell, „Information sei nicht Wissen“, – man fragt sich schon, welch findiger Schreiberling ihr dabei zuhilfe eilte -, um schließlich die entstandene Diskurse in der öffentlichen Meinung in die Nähe einer Facebook-Manier zu wähnen. Daß Walser nur ein Beispiel nannte, gibt ihr längst nicht das Recht, sich auf Nußbäume „festzubeißen“, diesen gar einen höheren Stellenwert gegenüber Platanen zu geben.

Befinden sich die betroffenen alten Bäume etwa in einem Wettbewerb zwischen angeblichen Nutzen und lästigem Bild in der Landschaft? Die Oberbürgermeisterin ignoriert schlicht die Bemühung, die ohne weiteres hätte erfolgen müssen, den alten Baumbestand der Platanenallee in die Planungen der Landesgartenschau zu integrieren.

Vom Berliner Schreibtisch aus obsiegte wohl das Neue, das kahlschlagartig sich über eine transparente Vorgehensweise seitens örtlicher Politik sowohl im Vorfeld als auch während der Planung hinwegsetzte, die Bürger lieber im Unklaren ließ, dabei wohl deren Unschlüssigkeit ausnutzend. Das Nachsehen haben scheinbar jetzt die uralten Platanen, die alte Ufermauer, falls nicht doch noch ein Wunder geschieht.

Lotar Martin Kamm

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Dem Trostpflaster notwendigen Raum geben

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Besingen durchaus ein heilendes Schmerzmittel

Heile, heile Segen, morgen gibt es Regen, übermorgen gibt es Schnee, dann tut’s auch nicht mehr weh. Dieser Kinderreim ist schätzungsweise bei jedem Erwachsenen noch sehr gut in Erinnerung, wurde und wird er doch so oder in ähnlicher Form, es gibt mehrere Varianten davon, bei sämtlichen kleinen und größeren Verletzungen gesungen, um für das Kind den Schmerz erträglicher werden zu lassen, als Ablenkung nicht mehr an den Schmerz zu denken in Verbindung mit gleichzeitiger Nähe und Fürsorge von der Person, die das Kind betreut.

Es ist das erste Trostpflästerchen, das nicht real zu sehen ist, sondern nur als singende Reimform Wunder vollbringen kann. Je nach Verletzungsgrad ist natürlich ein Säubern der Wunde mit anschließendem Verband oder unter Zuhilfenahme eines Pflasters die Wunde zu versorgen. Auch ein Arztbesuch kann nötig werden, wenn es sich um Brüche, Verstauchungen oder innere Verletzungen handelt. Seit die Pflaster nicht mehr so teuer sind, bekommen die Kinder inzwischen zum Trost schon mal mehrere Pflaster, um sie verteilt auf dem Körper zu platzieren Die Auswahl bei Pflastern für Kinder, je nach gerade beliebten Figuren, ist inzwischen enorm. Leider ist bei einigen Pflastern, speziell für Kinder, die Qualität nicht sonderlich, man bezahlt eher die Lizenz für die Figuren.

Pflaster hat den Weg über die griechische und lateinische Sprache zu uns gefunden, es bedeutete ursprünglich das zu Heilzwecken Aufgeschmierte. Gemeint waren damit Salben, die mittels Tücher auf die Wunden zur Heilung gelegt wurden. Die andere Bedeutung für Pflaster, die Pflastersteine sind übrigens ebenso diesem Aufgeschmierten entlehnt und zwar durch das Bestreichen von Leinen mit Gips zu Verbänden zur Heilung, das wiederum führte zur Erklärung für das Estrichlegen.

Nun ist oftmals das Auftragen von einem Pflaster die reine Erstversorgung. Nicht jede Wunde, Verletzung ist damit schon geheilt, Heilprozesse können über Tage, Wochen, Monate, sogar über Jahre dauern. Egal ob äußere, innere Verletzungen, die Pflege, das Kümmern, das Versorgen ist mitunter ein entscheidender Faktor zur endgültigen Heilung.

Die Herkunft des Wortes Pflege ist nicht mehr eindeutig nachzuvollziehen, hat aber in etwa die Bedeutung, sich für etwas einsetzen, einstehen und ist mit dem Wort Pflicht verwandt. Eigentlich nicht verwunderlich. Als Erziehungsberechtigter, Erwachsener ist es, von der bestmöglichsten Handlungsweise ausgehend, selbstverständlich Kindern, Hilfebedürftigen Trost, Pflege zukommen zulassen, wenn diese Hilfe brauchen.

Oftmals wird über diese Hilfeleistung nicht bewußt nachgedacht, sondern sie geschieht aus einer inneren Regung. Diese Regung bringt uns zum Streicheln, Aufschmieren (Pflaster) und zum Einsetzen von Pflege. Das oftmals in Reimform gesungene Trostpflästerchen, das uns unbewußt über die Lippen kommt, wenn wir ein weinendes Kind trösten, ist bis heute nicht wirklich anerkannt, obwohl Heilgesänge in fast allen Kulturen zur Anwendung kamen und die Auswirkung von Tönen sogar bei Pflanzen beobachtet werden.

Auch wenn der Reim „Heile, heile Segen“ vielleicht aus der Mode gekommen sein mag, so ist und bleibt das Besingen ein Pflaster, das bei manchen Menschen bis ins hohe Alter ein heilendes Schmerzmittel aus frühester Kindheit darstellt.

Doris Mock-Kamm

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Foodwatch-Marktstudie prangert überzuckerte Erfrischungsgetränke an

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Alles andere als eine positive süße Versuchung

Jeder, der täglich über 2,5 Eßlöffel Zucker zu sich nimmt, lebt bereits ungesund, muß sogar bei deutlich höherem Genuß mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgeschäden rechnen. Die jüngste Foodwatch-Marktstudie prangert überzuckerte Erfrischungsgetränke an, fast 60 Prozent von ihnen enthalten zuviel Zucker, so das Ergebnis nach der Analyse von nahezu 500 Erfrischungsgetränken.

Schon wieder rückt die Lebensmittelindustrie in den Fokus der Kritik, überall lauern Zuckerfallen, die dem ahnungslosen Verbraucher suggerieren, es würde sich gesund ernähren, obwohl oftmals exakt das Gegenteil zutrifft. Zumal dem inzwischen negativen Image des Zuckers per findiger Verschleierung über unterschiedliche Bezeichnungen am Ende der Verbraucher eben nicht nachvollziehbar informiert, sondern letztlich übers Ohr gehauen wird, tatsächlich versteckte Zuckeranteile sich in den Produkten befinden.

Erneut erweisen Energy-Drinks sich als äußerst ungesund

Im Dezember des letzten Jahres berichteten wir, in wie weit ein völlig unterschätztes Risiko bei Energy-Drinks zutrifft, diese Modewelle daher eher als trügerisch bezeichnet werden sollte. Foodwatch stellt fest, daß allein in einem Energy-Drink durchschnittlich mehr als sechs Stück Würfelzucker je 250ml enthalten sein sollen, somit die maximale Tagesdosis eines erwachsenen Mannes an Zuckergebrauch stattfindet, wie die WHO empfiehlt als auch die American Heart Association.

In sofern toppen Energy-Drinks sogar noch Cola-Getränke um ein Vielfaches, obwohl sie gleichzeitig Sporttreibenden suggerieren, wie wichtig und nützlich deren Gebrauch sei. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er weiterhin den vollmundigen Werbeslogans Glauben schenkt oder besser genauer hinterfragt, was ihm da angeboten wird.

Das Verwirrspiel mit den Zuckerarten – Vermeidung die beste Empfehlung

Bekanntlich liefert Brasilien weltweit den meisten Zucker über die riesigen Zuckerrohrplantagen. Andere Rohstoffe wie Rüben-, Ahorn- und Palmenzucker folgen. Die industrielle Verarbeitung führt zum raffinierten weißen Zucker mit seinen unterschiedlichen Produkten, vom Hagel-, Kandis-, Puder- bis Würfelzucker, um nur einige aufzuzählen.

Dabei kommt der verunsicherte Verbraucher mit den verschiedenen Zuckerarten so richtig ins Schwitzen, wenn außer den inzwischen bekannten wie Frucht-, Milch- und Traubenzucker noch etliche andere hinzukommen, obendrein das Verwirrspiel eher bei den Süßstoffen noch zunimmt. Unter letzteren sich zumindest die Gefährlichkeit von Aspartam herumgesprochen haben wird.

Im Endeffekt verbleibt dem gesundheitsbewußten Menschen nur die Zuckervermeidung, wo immer möglich. In sofern dienen solche Analysen wie die von Foodwatch einer informellen Aufklärung, bestätigen all jene, die schon länger der Lebensmittelindustrie mißtrauen.

Lotar Martin Kamm

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