In einer Mondnacht

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Der Mond flackerte durch die Wolken
in jener Nacht,
als die Eule zu satt war,
das piepsende Mäuschen zu jagen.

Der Bauer bestieg die Magd
schon lange nicht mehr nur betrunken,
drohte ihr immer noch, bei Verrat der Sünde
fände sie ihr Ende im Dorfteich.

Die Feier war ausgelassen wie immer,
wenn auf dem Gut der Verwalter ließ
die Puppen tanzen, manch Mädchen nicht
nur die Unschuld, auch den Verstand verloren.

Bei den Bendels betete die ganze
Sippschaft, Gott möge sich erbarmen,
in den letzten Stunden das Kind von den
verzehrenden Schmerzen zu befreien.

Der Mond flackerte durch die Wolken
in jener Nacht,
als Charlotte, die Kaufmannstochter, und
Fredi, der Handwerkssohn, von den Klippen
stürzten ins tosende Meer.

Die Wolken stoben auseinander,
der Mond zeigte sein volles Gesicht,
die morgendlichen Sonnenstrahlen waren nah.
Ob durch mehr Licht die Welt
weniger grausam, gefährlich wär,
das ist und bleibt eine Mär.

Nafia

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Vom medialen Joch im diesjährigen Sommerloch

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Satirischer Rückblick…

Manch bösartige Vorahnung hier und da unterm Stein hervorkroch, man weiß wie einem geschah, wer denn bereit dazu, zu hinterfragen ohne ständiges Wehklagen, das ist der Clou. Nanu? Sie glauben’s nicht, daß Mensch sei dermaßen widerlich? Nun, einfach weiterschlafen, mag eine Option sein. Wer dann aufwacht am Ende allein?

Bloß nicht abwarten, selbst wunderschöne Photos im Botanischen Garten mögen uns in die Irre führen, wer’s nicht glaubt, wird sehr wohl viel verlieren. Ist es etwa schon wieder soweit mit der deutschen Gründlichkeit, weil Hartz IV Sozialrassismus betont, die Masse nicht aufmuckt, in etwa glaubt, es ohnehin sich nicht lohnt, eher sich beschämt wegduckt, seiner Bürgerrechte beraubt?

Gedankenverlorene Erkenntnisse umherschwirren. Wie kann Mensch all dies zulassen, sich dermaßen verirren in seinem maßlosen Prassen? Eben weil die Konsumgesellschaft auf bestem Wege der Ausgrenzung sich befindet, Politik oder jene herzlose Elite sich nonstop windet, irgendetwas zum Guten zu wenden, dann lieber weiterhin Ressourcen und Leben verschwenden.

Im Medienrummel um Olympia kein Interesse am Guyana-Delphin vorhanden, selbst bei Querdenkende sichtbar zu diesem Thema die Leserzahlen schwanden. Insofern man darf feststellen einen Abschied ohne Wiederkehr, der Meeressäuger verloren für immer im tosenden Meer.

Doch eines kommt trotz deutscher Vergangenheit hämisch zurück: Identitäre Demagogen. Jene bedeuten dann eher kein Glück, weil sie dermaßen verlogen Massen blenden. Na, willste keenen kritischen Jedanken an ihnen verschwenden? Ick sach dir, warum du so grenzenlos dumm nicht reagierst: Weil du tatsächlich globen tust, du deinen Stolz verlierst.

Drüben in den Staaten heißt’s mal abwarten, ob Trumps bizarres Auftreten die Clinton begünstigen kann. Die Entscheidung folgt nicht irgendwann, sondern schon sehr bald. Dann Waffengetöse erst recht durch zerstörte Länder hallt?

Zinnoberrote Küsse mögen unsere seelische Verfassung ins Lot rücken. Welch entzücken!

Sagt bloß nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt: Freie Medien sind ohnehin ebenso längst enttarnt, wer sich denn die Mühe macht, selbst der kleinste Wicht, genau hinzuschauen, bevor es weltweit kracht.

Selbstmord in Raten still erdulden, weil Bienen weiterhin in Gefahr? Dies ignorieren vor lauter Schulden, kaum jemand ahnt, was im Hintergrund dabei geschah? Eine nette Liebelei mag zwar für Ablenkung sorgen, doch denkt mal nach. Man kann sich nicht ewiglich Maßlosigkeit borgen, sonst erleben wir bald nicht mehr den nächsten Tag!

Lotar Martin Kamm

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Catherines Liebelei

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Catherine,
liebte ihre Violine,
sie versteckte sie vor gefährlichen Dieben
nachts im Flur bei der Tür unter den Dielen.

Tagsüber war ihr ganzer Schatz die Geige,
immer eine angenehme Augenweide,
denn ehrenvoll stand, lag, lehnte,
sie in der Nähe, ihr ansonsten etwas fehlte.

Die Höchstgrenze, an die drei Meter Abstand
war schon unheimlich, unmöglich, allerhand
konnte da schließlich geschehen, passieren,
es wäre furchtbar schrecklich, sie zu verlieren.

Der Aufwand, die Arbeit zur Sorge im Haus
machte ihr natürlich nicht allzu viel aus,
viel schlimmer war der tägliche Einkauf,
der artete oft aus zum Spießrutenlauf.

Links eng an den Körper gepreßt,
hielt sie das Streichinstrument fest.
In der rechten Hand die Tasche
mit Einkäufen, keine einfache Sache.

Sie lief rechts gestreckt durchs Gewühle,
damit keiner ihren Violinenkasten berühre.
Leichte Erschütterungen könnten schaden,
das wollte sie der Geige und sich ersparen.

Auch wenn sie mehrmals einkaufen ging,
die Tasche oft zu klein, es war nicht ihr Ding,
ihre Violine alleine zu Hause zu lassen,
keiner könnte da auf sie aufpassen.

Jeden Samstag ohne Ausnahme die Geige
wurde dem Koffer entnommen, auf Seide
gelegt, poliert, damit die vielen Flecken, Kratzer
auf der Geige sich nicht mehren, die Patzer,

die die Violine sonst noch hat, keine Saiten,
keine Stege, keine Wirbel, diese halten
Catherine nicht ab, ihre Fidel, ihre Liebelei
zu vergöttern, niemand und nichts ist fehlerfrei.

Nafia

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Bienen in Gefahr: Politik hofiert weiterhin gewissenlos Chemiekonzerne

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Dow AgroSciences erhält Genehmigung fürs Insektizid Soxaflorulf

Was muß noch alles geschehen, bis die Menschheit bemerkt, was da eigentlich abläuft? Anfang April dieses Jahres berichteten wir darüber, daß Christian Schmidt, Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, vor den Chemieriesen Bayer und Co. vor die Knie geht, ein kleiner Hoffnungsschimmer mittels entsprechender Proteste schwang damals mit.

Kurze Zeit später wurden diese allerdings zunichte gemacht, die EU-Kommission entschied sich für die Heraufsetzung des Bayer-Pestizids Thiacloprid, 0,2 Milligramm dieses hochgiftigen Toxides pro Kilogramm dürfen im Honig enthalten sein. Selbstverständlich hielt dies den BUND nicht davon ab, daraufhin zur Hauptversammlung der Bayer AG vorm Kongresszentrum in Köln zu protestieren.

Wirkstoff Sulfoxaflor in den USA verboten, in der EU genehmigt

Bekanntlich hat sich bisher die EFSA (Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde) nicht gerade mit Ruhm bekleckert, verbraucherfreundliche Entscheidungen getroffen, aber im Fall des hochgiftigen Insektizids Soxaflorulf, dessen Wirkstoff ebenso wie Thiacloprid zur Gruppe der Neonikotinoide gehört, stellte die Behörde schließlich fest, die Bewertung  enthalte große Lücken bei wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Auswirkung von Sulfoxaflor bedeute ein hohes gesundheitliches Risiko bei Säugetieren, explizit bei Honigbienen.

Zuvor hatten die USA nach einer langen Gegenkampagne und einem Prozeß etlicher Umweltschutz-Organisationen schließlich eingelenkt und nach zwei Jahren den Wirkstoff Sulfoxaflor des Bienenkiller-Insektizids, welches Dow AgroSciences auf den Markt bringen wollte, gerichtlich verboten. Dies veranlaßte Bienenzüchter im letzten Jahr, per Petition an die europäische Öffentlichkeit zu gehen.

Selbstmord in Raten oder einfach nur grenzenlose Dummheit?

Verständlich, daß auch PAN (Pestizid-Aktions-Netzwerk) sich längst einschaltete, seinen Unmut über das Verhalten der EU-Kommission äußerte. Die Genehmigung zur EU-Durchführungsverordnung vom 18. August 2015 für die nächsten zehn Jahre ignoriert einfach sogar die Bedenken der EFSA, setzt sich über wissenschaftliche Anmahnungen hinweg!

Obendrein meint das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit), es müsse mit einer intransparenten Haltung glänzen, wie auch das Umweltinstitut München e.V. bemerkt, nachdem der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner nach einer konkreten Nachfrage, ob und wie eine Zulassung von Pestiziden mit Sulfoxaflor in Deutschland beantragt wurden, eben nicht reagierte.

Es ist nur noch eine Frage absehbarer Zeit, bis die Menschheit an der Schwelle steht, Bienenvölkern endgültig den Garaus zu machen. Verpaßt sie, Chemiekonzerne im letzten Moment zu stoppen, ist das gesamte Leben auf der Erde im höchtsen Maße gefährdet.

Lotar Martin Kamm

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Freie Medien enttarnt

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Eine Flut von Meldungen erreicht uns täglich,
wer mag dabei schon unterscheiden,
was äußerst wichtig oder einfach nur kläglich,
wer wen mag oder kann so gar nicht leiden?

Medien sehr gezielt instrumentalisiert
unterliegen dem Korsett ihrer Auftraggeber,
wer sich nicht unterordnet, verliert,
manch einem läuft daher eine Laus über die Leber.

Solch scharfsinnige Querulanten schnell abgeschoben,
ins Aus gedrängt neue Wege der Entfaltung suchen,
während treudoofe Duckmäuser sich dabei austoben,
in ihrer Verlogenheit empfangen ein Stück vom Kuchen.

Bloß nicht hinter Kulissen schauen,
ewiglich an seinem Pöstchen festhalten,
dann lieber sich anpassen, nur nicht trauen,
manch Gewissen und Moral tat erkalten.

Der Verbraucher hat sehr wohl dabei seine Rolle,
hat kein Recht, sich simpelst wegzuducken,
kann vieles verändern, wenn er denn nur wolle.
Da hilft bestimmt ein gezielt orientiertes Aufmucken!

Lotar Martin Kamm

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Es geschah vor 40 Jahren (16. bis 22. August 1976)

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flickr.com/ tsevis/ (CC BY-NC-ND)

Wußten Sie was in diesem Zeitraum?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zu einer weiteren Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Für all jene, die Interesse haben, was da im Hintergrund geschieht, bis solch eine Sendung aufgenommen, ein paar Infos zur Technik und Ausstattung:

Die Kulisse stammt noch aus meinen beruflichen Zeiten im Schloßtheater Neuwied, bestehend eine Aneinanderreihung aus zwei Wänden, zwei Portalwänden und einem Sturz mit dahinter gespanntem Stoff, per Klettverschluß befestigt.

Ausgeleuchtet mit zwei alten Scheinwerfern, zum einen einem „Mettmann – 1.000 Watt“, zum anderen einem „Strand Lighting – 650 Watt“, aufgenommen mit einer Samsung Video-Kamera.

Ständig wechselnde Bilder (Skulpturen) von uns an linker, großer Wand.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

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Seelische Verfassung ins Lot rücken

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Wegweiser des Lebens vorhanden

Wer kennt das nicht, wenn Gefühle verpaßter Chancen sich urplötzlich aus heiterem Himmel melden? Dabei genau in den Momenten, mit denen man gar nicht rechnet, sie vielleicht ungelegen unsere Verfassung durcheinander wirbeln? Wenn obendrein dann noch Probleme auftauchen, die am besten erst gar nicht hätten stattfinden sollen, kann im einen oder anderen Fall eine kleine Welt zusammenbrechen.

Exakt dann wird uns äußerst markant bewußt, daß manche Momente Wegweiser des Lebens darstellen, wenn wir in der Lage sind, diese vorbehaltlosen Erinnerungen zu verstehen, sie zu analysieren. Zeigen sie doch letztlich auf, es sei da kein Entrinnen im Hier und Jetzt vorhanden. Deshalb sie uns vielleicht anmahnen mögen.

Wenn die Lebensbalance erschüttert

In Erich Kästners „Emil und die drei Zwillinge“ lautete es: „Ordnung muß sein“, sagte Onkel Karl und schmiß auch noch den letzten Teller an die Wand. Mehrdeutige Metapher unseres Daseins, wo manch einer meint, er würde sein Leben nicht in den Griff bekommen? Wörtlich genommen, vermag eine Grundordnung das Leben angenehmer gestalten, man sucht weniger, auch Unfallgefahren werden ausgeschlossen, was wiederum das A und O in sämtlichen Berufen bedeutet. Klar doch, man kommt nicht ins Stolpern, wenn nichts am Boden liegt, was dort nicht hingehört, nur um mal dieses Beispiel aufzugreifen.

Eine äußere Unordnung entspricht der inneren Verfassung, so weiß ein jeder, der mal selbst „abgerutscht“ war, sich hat fallen lassen aus unterschiedlichen Gründen der Verzweiflung, derer es viele Ursachen gibt, ob Jobverlust, Beziehungsdramen oder einen geliebten Menschen plötzlich durch dessen Tod zu verlieren. Wenn die Lebensbalance erschüttert, das direkte familiäre oder soziale Umfeld uns nicht mehr zu halten vermag, dann entwickeln sich sehr leicht diese seelischen Belastungen, die einmal mehr aufzeigen, in wie weit Mensch gefestigt oder eben nicht.

Scheinbar glücklos das eigene Seelenheil hinterfragen

Was die physische Stütze vermag, wer aufgrund einer Verletzung nicht laufen kann, eine Krücke oder ein Rollator zweckdienlich Abhilfe verschafft, gilt natürlich ebenso in extremen Momenten dramatischer Ereignisse. Dann können die alten Erinnerungen an glückliche Stunden einen Halt geben, um den Weg wieder zu erleuchten, die im wegdriftenden Dunkel aufkommenden Sorgen und Ängste beiseite zu schieben. Deshalb gilt es schon, sich derartige Erlebnisse zu bewahren, dienen sie doch als sichere Orte des eigenen Seelenheils, vermögen über die Stütze hinaus dem Leben ein Ziel vor Augen führen, eben nicht zu resignieren.

Durchaus glücklich all jene, die solch eindrucksvolle Tage erleben durften, hingegen andere Zeitgenossen, deren Leben nicht so verlief, nicht in Erinnerungen schwelgen können. Aber menschlicher Geist hat viele Möglichkeiten inne, sich schützend selbst zu helfen, man gleichwohl von Ersatz reden darf. Das kleinste Detail einer gespeicherten Beobachtung herrlich empfundener Augenblicke vermag ohne weiteres eine große Wirkung hervorrufen. Es kommt somit nicht auf die Vielfalt der materiellen Umstände an, sondern viel eher auf die Intensität der eigenen Wahrnehmung, diese als hilfreich zu erkennen.

Ein Anblick bunter Blumen auf saftiger Wiese, zusammen mit fröhlichem Vogelgezwitscher kann für den einen viel wertvoller sein wie das Wohnen im Pariser Ritz Hotel beim anderen. Bedenken wir, am Ende unseres Lebens nehmen wir nichts mit als uns selbst. Das läßt sich genauso auf den Alltag übertragen, nicht der ganze Habitus ist entscheidend, sondern vielmehr das eigene Wohlbefinden, glücklich und reinen Gewissens die Umwelt zu genießen.

Niemand vermag der Wahrheit entrinnen, am Ende holt sie jeden ein, auch wenn manche Illusion für gewiße Ablenkung sorgt.

Lotar Martin Kamm

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