Hartz IV: Sozialrassismus betont deutsche Gründlichkeit

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Ausgrenzung zum Schaden der Betroffenen – Spötter suhlen sich in Häme

Bloß nicht auffallen, immer schön anpassen im Reigen einer schweigenden Mehrheit, die irgendwie lieber stillhält, statt den Mut aufzubringen, Mißstände beim Namen nennen. Da verweilt man lieber im Heer der Spötter, die sich in Häme suhlen, zumal bereits in der Vergangenheit gar Politiker sich disqualifizierten, denken wir an die Herren Clement, Müntefering, Westerwelle, Gabriel, Lindner und viele andere.

Solch negative Vorbildfunktion dreister Hetze wurde möglich unter Gerhard Schröders rot-grünen Koalition, die Hartz IV ins Leben rief, Sozialrassismus in Reinform, der ganz besonders deutsche Gründlichkeit in entsprechend installierten Ämtern wie Jobcentern und in ihren Argen walten läßt. Hinter verschlossenen Türen sogenannter Fallmanager und Sachbearbeiter tobt eine willkürliche Erniedrigung par excellence, diejenigen Mitarbeiter der BA einmal ausgeschlossen, die sich ernsthaft bemühen, ihre Rolle nicht auszunutzen.

Aufruf zum friedlichen Widerstand erneut eine Option?

Nachdem vor 12 Jahren die „Montagsdemonstrationen gegen Sozialabbau“, die der Initiator Andreas Ehrholdt entscheidend ins Leben gerufen hatte, letztlich kläglich verkümmert ein jähes Ende fanden, Aufruf zum friedlichen Widerstand erneut eine Option? Im Vorfeld der geplanten Hartz-IV-Gesetzgebung fanden sich wenigstens in 200 deutschen Städten gut und gerne 200.000 Menschen ein, die gegen das zu verabschiedende Reformpaket am 30. August 2004 demonstrierten.

Besonders die Teilnahme rechtspopulistischer Strömungen machten diese wichtigen Demos und Proteste zusammen mit einer eiskalt-berechnenden Verunglimpfung seitens etlicher Gewerkschafter, die bekanntlich der SPD-Politik sehr nahe stehen, gänzlich zunichte, so daß die Betroffenen Hartz-IV-Bezieher eben keine Unterstützung mehr erhielten, man sich schon die Frage stellen muß: Wo war der Aufschrei der Intellektuellen im Volk?

Umso besser, daß endlich nach dem Inkrafttreten jener jüngsten Hartz-IV-Reform aus dem Hause Nahles, welches eindeutig zu Lasten der Betroffenen gar Bespitzelung und weitere Grundrechtsverletzungen bedeutet, sich Widerstand regt, wie auch gegen-hartz berichtet, ein möglicher Termin jetzt am 02. September ins Auge gefaßt wird.

Angst vorm Blöße geben beste Voraussetzung für Knechtschaften

Inzwischen hat eben jene sozialrassistische deutsche Gründlichkeit, – Rechtspopulistien, einmal an der Macht gelangt, werden diese wesentlich verstärkter einsetzen, wer mal z.B. einen gezielten Blick ins Parteiprogramm der AfD wagt -, ganze Arbeit geleistet. Nach einem regelrechten Shitstorm, auch begleitet von sogenannter „Lügenpresse“, erleben wir eine latent anhaltende Resignation nach über zehn Jahren Hartz IV.

Die Dunkelziffer von Selbstmorden dürfte ohnehin ziemlich hoch sein, von den etlichen Schicksalen ganz zu schweigen, die mittels jener grundgesetzwidrigen Sanktionspolitik nicht nur an den Rand der Existenz gedrängt werden, darüber hinaus einige Todesopfer längst zu beklagen sind. Das interessiert aber eine gesättigt, konsumorierentierte Gesellschaft kaum mehr, die sich lieber ablenken und verzettteln läßt im Reigen neuer Haßtiraden wie das Wettern gegen Flüchtlinge, Asylantenheime angezündet werden, selbst vor neuen rechtsextremen Strömungen wie z.B. den Identitären nicht zurückgeschreckt wird, Hauptsache man bediene sich neuer Feindbilder, um seine Unfähigkeit eines friedlichen Zusammenlebens zu unterstreichen, deutsches Kulturgut sei in Gefahr, angesichts eines angeblich gescheiterten Multikulturismus.

Insofern sollten sämtliche zukünftige Proteste sehr genau betrachtet werden, bevor sie erneut scheitern anhand jener ewiggestrigen Nationalisten, die stets neue Spielwiesen suchen!

Lotar Martin Kamm

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Fotos im Botanischen Garten

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Silke saß seit Tagen regelmäßig zitternd auf der weißen Bank
vor dem Botanischen Garten, sie fühlte sich elendig krank.

Dabei wollte sie nur Pflanzen sehen in ihrer einmaligen Pracht,
weiß passe gut für Photos mit den bunten Blumen, hat sie gedacht.

Deshalb hat sie das lange Sommerkleid aus dem Schrank geholt,
Frank kaufte es vor langer Zeit, die Investition hat sich gelohnt.

Sie waren jung, verliebt, in Spanien im Urlaub, von der Sonne gebräunt,
das weiße Hängerkleid mit Spitze umschmeichelte ihren Körper, ihren Teint.

Er konnte gar nicht aufhören, sie zu photographieren und mit ihr zu poussieren.
Nach dem Urlaub hielt er um ihre Hand an, besseres konnte ihr nicht passieren.

Glückliche Jahre sind vergangen, Erinnerungen immer noch vorhanden
an diese gemeinsamen Zeiten, fortwährend sind sie aneinander gehangen.

Mit Stolz und einem Lächeln ging sie durch die belebten Straßen,
was machte es schon, wenn eigenartige Blicke von anderen sie trafen.

Ihr Frank wird im Botanischen Garten auf sie warten mit seiner Kamera,
er war meist pünktlich, sie konnte sich auf ihn verlassen, er war immer da.

Doch jedes Mal wenn sie kurz vor dem Bezahlen vor der Kasse stand,
wurde ihr zuerst heiß, dann kalt, schwindelig und ums Herz ganz bang.

Am Dienstag wurde sie abgefangen, beim Pflegeheimtüraufstoßen.
„Nein, Silke, es ist Winter, es schneit, der Garten hat geschlossen.“

Nafia

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Wolkenkuckucksheim nicht nur zum Schein

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Satirischer Rückblick…

Das ganz allein muß jeder möglichst bald erkennen, will Menschheit sich nicht weiterhin verrennen in sinnlosen Morden, wenn wie schon in allen Zeiten Horden voller Wut und Haß über die Lande ziehen. Dann heißt’s nur noch fliehen!

Manch einer mag dabei fluchen wie ein Kesselflicker, weil Nachrichten unübersehbar im Ticker Wege der Propaganda suchen. In einer Welt der Superlative bleibt stets Menschlichkeit auf der Strecke, die Alternative lautet ganz banal: folge den Eliten oder verrecke. Denn wer hinter die Fassade guckt, der wird meist verächtlich beäugt oder gar angespuckt.

Na, du Tor, keine Anwort parat, klappert’s am Ohr? Das ist schad. Nicht zufällig schon die Sesamstraße uns sagen will: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Kein Drill, eben drum! Es kommt ans Licht, es muß daher raus, die EU-Kommission höhlt Umweltgesetze aus. Daß Wasserträger gewisser Lobbisten berechtigte Widerstände vernichten, muß niemand ernsthaft hinzudichten. Ein jeder halbwegs Wache weiß ohnehin, Heuchler sind unterwegs im scheinheiligen Gewande. Gezielt, bösartiges im Sinn, welch dramatische Schande.

Menschheit bleibt auf Abwegen. Wer steht wohl hierbei im Regen: Steuern Fluch oder Segen? Die meisten wissen es längst ziemlich genau, ärgern sich gar grün und blau. Die Hoheit über die ganze Kohle hat nämlich der Staat, wer sie dem Reichtum übergibt, und das ist äußerst schad, verkümmert in Armut meist ungeliebt.

Nicht erst seit gestern, liebe Brüder und Schwestern, sollten wir alle betonen: Wir brauchen eine andere Welt. Eine, die Ressourcen und Humanismus möcht schonen. Solch Gedanken manch Diktat geht wohl auf den Keks, doch wir haben sie schonungslos benannt: Vorsicht, Wölfe in Schafspelzen unterwegs. Na, da schauen sie ganz gebannt, wer hat sich hierbei tatsächlich verrannt?

Wie sehen’s doch beim Hause Springer, wo jener schlimmer Medienfinger Propaganda erneut zum Besten gibt. Widerlich, daß so dermaßen selbstverliebt! Der Schlüssel zur Wahrheit verborgen in einer Flut von Informationen? Wer mag hier wohl wen nur schonen? Wir sagen es Ihnen. Stets Eliten frechweg grienen, weil im Überfluß sich ne goldene Nase verdienen, während Menschenmassen aufeinander losgelassen, instrumentalisiert sind im Hassen.

Und weil der Sermon von Verhaltensmaßregelungen kein Ende nimmt, Widerstand zurecht sich entsinnt, Rebellion gegen moralisierend verlogene Zwänge wieder Wege der Entladung sucht, manch gerechte Stimme flucht. Leute, seht sehr genau hin, was um uns herum geschieht. Das ist der Sinn, gar manch Sänger davon singt ein Lied.

Lotar Martin Kamm

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Rebellion gegen moralisierend verlogene Zwänge

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Wenn der Sermon von Verhaltensmaßregelungen kein Ende nimmt

»Wenn hirnverbrannte, junge Idioten wirres Zeug über das wirklich zu sein habende Leben, gespickt mit Tugenden und Moral, von sich geben, obwohl sie selbst noch nicht über den Tellerrand des Daseins ihres eigenen Lebens geguckt haben, dann scheint eine Ignoranz der verschiedensten Lebensformen bereits tief verwurzelt zu sein.

Nicht mal den Kinderschuhen entwachsen, vertreten sie die inzwischen weitläufige Meinung, Ehen, Lieben, Zukunftsbilder in ihrer vermeintlichen Reinform müßten für alles Leben und ein Leben lang Bestand haben. Vermutlich genießen sie noch ein wohlversorgtes Leben in ihrem Elternhaus und träumen sich eine Schmonzette aus den etlichen romantischen Liebesfilmen oder aus den kleinen Romanheften, in denen die reine Liebe trotz Widerständen und Hindernissen am Ende in einer Ehe mit glücklichen Kindern, die hinter dem Reihenhaus mit fünf Zentimeter geschnittenen Rasen spielen.«

»Meine Damen und Herren, ich sage Ihnen es offen und ehrlich, wenn wir die Moral nicht wieder an die Zügel legen, werden in kürzester Zeit die Zustände von Sodom und Gomorrha wieder in den Straßen herrschen. Es ist die Pflicht eines jeden Bürgers, die Werte der Ehe über die Werte des Individuums zu stellen.

Denn eine einmal geschlossene Verbundenheit löst man nicht auf, nur weil es Zeiten gibt, in denen man einer Prüfung unterzogen wird, durch geschürte Anreize einiger Medien, die bewußt alles unternehmen, die Menschen manipulativ davon zu überzeugen, daß sobald die Liebe ein bißchen abflaut, sich lieber in eine andere Liebschaft zu begeben. Die Ehe ist ein fester Bestandteil als Hort der Sicherheit für unsere Kinder, und deshalb besteht die Verpflichtung, sie aufrecht zu erhalten, damit die Kinder die Ehrhaftigkeit übernehmen und nicht schamlose, ständig Partner wechselnde, ich-bezogene Menschen werden.«

Dies sind zwei Beispiele, die man unter dem Begriff „Sermon“ so oder ähnlich in seiner direkten Umgebung oder durch Erzählungen zu lesen oder hören bekommt. Manchen mag dabei auffallen, daß diese beiden Beispiele ohne weiteres in abgewandelter Form auch an frühere Zeiten erinnern. Dabei ist nicht nur an das vorherige Jahrhundert zu denken. Schon immer wieder gab es Zeiten, in denen es einen massiven Widerstreit zwischen den Verfechtern einer Moral-, Pflichtgesellschaft und den Verfechtern gegen die verlogene, mit Zwängen behaftete, verklemmte Saubermann-Gesellschaft gab.

Der „Sermon“, die Rede, Predigt aus dem Lateinischen sermo, Wechselrede, Gespräch ist den meisten sicher noch aus der Jugendzeit bekannt, wenn die Eltern ständig die gleichen Verhaltensmaßregelungen und Zurechtweisungen auf der Platte hatten und der Sermon kein Ende nahm. Schon zu Zeiten Luthers wurden gewisse Predigten, Reden in den Schriften als Sermon aufgeführt, also als Vorträge, die eher als ein Schwadronieren, wirres Zeug, Gelaber, langweiliges Gebabbel eingestuft wurden.

Durch den prediger zum spital auff dem predigstul ein schöne sermon die gepurt und das lob k. mt. betreffent beschehen.“ und „letst fieng er doch an, das evangelium zu verkünden und thet aber gar ein kurtze sermon.“ (Gebrüder Grimm)

Wer bedient sich gerne so eines Sermons, eines Geschwafels, eines Gesülzes, eines Geplappers? Nun, meistens wohl Menschen, die der Ansicht sind, durch ständiges Wiederholen oder durch ausführlichstes Aneinanderreihen von an und für sich gleichen Gedankengängen, ihren Meinungen und Ansichten den Anschein dringlichster Aufmerksamkeit zu vermitteln.

Warum sind solche Sermone in gewissen Zeiten in Mode, oft in Verbindung mit moralischen Zeigefingern? Meistens deshalb, wenn bestehende Gesellschaftsformen sich in einer zu verändernden Phase befinden, (deshalb der Vergleich zur Pubertät, in denen Jugendliche den Sermon der Eltern über sich ergehen lassen) und verstärkt in Zeiten, in denen oft durch soziale Umbrüche, Naturkatastrophen, Kriegsgefahren die sogenannten alten Werte nicht mehr den ihnen zuerkannten Stellenwert zugerechnet werden.

Jeder wird so seine eigene Art haben, sich gegen die Sermone unserer Tage zur Wehr zu setzen, denn eine schlichte Regel gibt es dafür nicht. Schlußendlich muß aber jeder für sich entscheiden, wieviel Wahrheit hinter jeder Rede steckt.

Doris Mock-Kamm

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Schlüssel zur Wahrheit verborgen in einer Flut von Informationen

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Keine Hoffnung ohne Hinterfragung

Behutsam ziehst du deine Decke über den Kopf, einfach mal abschalten von der Flut eines ganz gewöhnlichen Tages voller Meldungen, die meist schreckliches offenbaren. Überhaupt magst du am liebsten die Zeit zurückdrehen, als noch ein wenig mehr Hoffnung bestand beim Durchbruch in Sachen Weltfrieden. Diese entpuppt sich als zunehmende Illusion angesichts fortschreitender Drohkulissen.

Die Neue Welt streckt mal wieder ihre Hand aus gen Osten, Russland möge endlich sich einreihen ins Gefüge einer nimmersatten Obrigkeit. Obwohl dazwischen die alte Welt nach Jahrhunderten geglaubter Überwindung ewiglicher Kriegstreiberei zumindest annährend in Europa einige Jahrzehnte friedlich zusammenlebte, parallel sich global ausbeuterisch auch per Krieg und Terror austobte, um eigene Pfründe zu sichern, verharren die meisten Menschen in ihrem Korsett der Abhängigkeiten, um halbwegs angepaßt in jeweiligen politischen Systemen zu überleben.

Das Mittel einer Herrschaft von oben diktiert funktioniert nahezu vorbildhaft im Sinne ihrer eigens formulierten Daseinsberechtigung, die keinerlei Humanismus hegt und daher auch rücksichtslos all das weltweite Leid billigend in Kauf nimmt. Die Mehrheit ordnet sich dem unter, bloß nicht auffallen im Kollektiv einer gegenseitigen Kontrolle, wo Neid, Mißgunst und Häme bis hin zu Haß sich unverblümt entwickeln und ausbreiten darf. Solch Werdegang dient den selbsternannten Eliten, ihr eigenes Leben zu bereichern, während unzählige Millionen Menschen tagtäglich ein armseliges Dasein fristen.

Dazwischen eine ungemein perfide Form der Geschichtsschreibung, eine Anhäufung von Wissen, in Büchern gedruckt, inzwischen in Computern gespeichert, über das Internet verbreitet für jedermann, wer die Möglichkeit hat, im Netz zu surfen. Wo liegt die Wahrheit verborgen in der Flut von Informationen, die manipulativ sich verbreitet, stets im Visier die eigene Sicht des Geschehens, um je nach System den Stempel ihrer Glaubwürdigkeit den ahnungslos Fragenden aufzudrücken?

Im Ermessen einer möglichst vielseitig betrachteten Auswertung von Fakten, obwohl genau dabei schon Zweifel bestehen. Wer bestimmt, was richtig, was falsch? Wonach lassen sich angebliche Tatsachen bemessen, wenn diese ohnehin bewußt ständig in Frage gestellt, obendrein aus taktischen Gründen gewisser Bereicherung je nach Blickwinkel gezielt verfälscht werden? Eine Gratwanderung zwischen eigener Erfahrung mit einem Höchstmaß an annähernd praktizierter Objektivität, die sich ständig einer Selbstkontrolle unterziehen muß, will sie ihrem Anspruch gerecht werden. Insofern ein fast unlösbares Unterfangen.

Möge derjenige sich erheben und behaupten, er wisse alles über sämtliche Zusammenhänge von jetzt bis zur Entstehung des Universums. Gott, wenn es ihn tatsächlich geben sollte, wäre tief beeindruckt ob solch menschlicher Fähigkeiten. Ein viel zu abstrakter Gedankengang, der sowieso kaum hilfreich angesichts weltweiten Elends? Unbedingt. Aber unser Dasein, das sollten wir schon stets hinterfragen als mündige Bürger.

Lotar Martin Kamm

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Es geschah vor 40 Jahren (09. bis 15. August 1976)

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Wußten Sie was in diesem Zeitraum?

makadomo TV begrüßt Sie recht herzlich zu einer weiteren Sendung „Es geschah vor 40 Jahren“ – ein Nachrichtenrückblick ohne anspruchsvolle Informationserklärung, vielmehr der Unterhaltung dienend, manchesmal mit zwinkernden Augen zu betrachten.

Für all jene, die Interesse haben, was da im Hintergrund geschieht, bis solch eine Sendung aufgenommen, ein paar Infos zur Technik und Ausstattung:

Die Kulisse stammt noch aus meinen beruflichen Zeiten im Schloßtheater Neuwied, bestehend eine Aneinanderreihung aus zwei Wänden, zwei Portalwänden und einem Sturz mit dahinter gespanntem Stoff, per Klettverschluß befestigt.

Ausgeleuchtet mit zwei alten Scheinwerfern, zum einen einem „Mettmann – 1.000 Watt“, zum anderen einem „Strand Lighting – 650 Watt“, aufgenommen mit einer Samsung Video-Kamera.

Ständig wechselnde Bilder (Skulpturen) von uns an linker, großer Wand.

Nehmen Sie das Leben wie es ist: ernsthaft, ohne Humor keineswegs auszuhalten, vielmehr von etlichen Geschehnissen. Damit manche nicht in Vergessenheit geraten, hier die Meldungen…

Doris Mock-Kamm und Lotar Martin Kamm

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Medienschelte: Propaganda aus dem Hause Springer

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Putin-Bashing nimmt skurrilere Formen an

Die Welt gestaltet sich als ein unübersichtlicher Haufen chaotischer Widrigkeiten, die teilweise ganz gezielt von bestimmten Gesellen geplant und durchgeführt werden, vom Elend wirtschaftspolitischer Zwangsmaßnahmen bishin zu Krieg und Terror.

Dabei toben sich sämtliche Medien, gleichwohl die alternativen unerschrocken aus, kursieren Gerüchte, Vermutungen oder Verschwörungstheorien, die das erstaunte Volk berieseln sollen, ob diese sich bewahrheiten oder eben nicht. Hauptsache Nachrichten schwirren um den Globus. Richard Herzinger vom Springer-Blatt „Die Welt“ treibt es auf die Spitze mit dem heute erschienenen Artikel „Der Westen muss Putin jetzt endlich stoppen“. Das Putin-Bashing nimmt skurrilere Formen an, wobei man sich gezielt von der Realität entfernt.

Faktenverwässerung soweit das Auge reicht

Nach wie vor wird daran festgehalten, Russland habe sowohl den Putsch in der Ukraine selbst zu verantworten als auch die angebliche Annexion der Krim. Obwohl die NATO unübersehbar schon lange sich an den Grenzen zu Russland positioniert hat, ihre einflußreichen Drohgebärden unterstreicht, man das Gefühl nicht los wird, das Militär selbst zusammen mit der Rüstungslobby bestimmen den politischen Kurs des Westens, hat Putin bisherig sich zurückgehalten.

Herzinger führt an, Putin wolle den Westen überrumpeln, spricht gar von einer Methode, in dem er mal kurz den August 2008 zitiert, Putin ließ Georgien angreifen. Schon vergessen, daß es vor allem die USA waren, die strategisch gezielt Georgien nicht nur Waffen lieferten, sondern militärisch schulten, die feindseligen Konflikte zu den betroffenen Abchasen und Südosseten zu schüren, am 08. August die georgische Armee Grenzsiedlungen mit Mörsern beschossen hatte und erst danach Putin reagierte?

Die Herleitung einer Ablenkung Russlands zu parallel verlaufenden sportlichen Großereignissen, den Westen dadurch angeblich zu überrumpeln, kann insofern genauso gut den USA und ihren Verbündeten selbst zur Last gelegt werden.

Eine neue gefährliche Eskalationsrunde seitens der Medien eingeläutet?

Wenn schon die Springer-Presse von einem Wahn schreibt, der Westen möge endlich erwachen, weil „Putin nicht durch gutes Zureden auf den Pfad friedfertiger Vernunft und Rechtschaffenheit zurückgeführt werden könne“, dann wird der Kreml-Chef ganz besonders hellhörig dies registrieren, genauso wie all jene, die den US-Kurs kritisch beobachten, der alles andere als friedfertige Absichten hegt!

Im Schlußabschnitt unterstreicht der Autor exakt jene Vermutung, die Ukraine benötige die volle Unterstützung des Westens, in jeder Hinsicht, bis zur letzten Konsequenz. Die umstrittene Behauptung, es hätte keine Terrorabsichten auf der Krim gegeben, halten einer gegenteiligen Widerlegeung zunächst nicht stand.

Dennoch wird Putins eindringliche Anmahnung ungehört verhallen, der Westen müsse Druck auf Kiew ausüben, wenn dieser denn eine echte friedliche Regelung wolle. Das wäre keineswegs im Sinn der US-Amerikaner, zumal sie global betrachtet ohnehin ihren Expansionskurs sich nicht nehmen lassen. Das weiß auch Putin, der trotz westlicher Sanktionspolitik sich dadurch nicht beeindrucken läßt.

Lotar Martin Kamm

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