Urbane Landwirtschaft nicht nur Zukunftsvision

flickr.com/ rol@nd's_bilder/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Vom Guerilla Gardening zur eßbaren Stadt Andernach

Bestimmte Herrschaften schauten früher gern verächtlich auf Bauern, obwohl gerade jene ihnen ein Überleben garantierten. Selbst heute meinen manche Zeitgenossen, sie hätten mit ihrem Überreichtum einen Garantieschein, sich ständig über andere hinwegzusetzen. Wenn sie sich da nicht täuschen. Inzwischen mußten etliche Familienbetriebe, Kleinbauern, den ganz Großen weichen, die Landwirtschaft paßte sich der Konzernpolitik an.

Urbane Landwirtschaft nicht nur Zukunftsvision, sondern durchaus ein ergänzender Bestandteil. Denn was als Idee durch den Landschaftsarchitekten Leberecht Migge in den 1920er Jahren zur städtischen Nahrungsproduktion entstand, setzte sich mit dem Guerilla Gardening fort bis hin zur eßbaren Stadt Andernach.

Kunstaktionen – Vorläufer zum Guerilla Gardening

Wahrhaftige Künstler müssen aufbegehren, in Frage stellen, sich eben nicht der großen Masse anpassen. Im Zusammenhang der Naturgartenbewegung und dem daraus hervorgegangenen Interesse am „wilden Grün der Städte“ in den frühen 1970er Jahren beteiligten sich unter anderem Joseph Beuys und der niederländische Öko-Pionier Louis Guillaume le Roy, hierzulande und in New York, welche durchaus als Vorläufer zum Guerilla Gardening bezeichnet werden können.

Das Guerilla Gardening selbst hatte mit dem ersten Spatenstich in London am 01. Mai 2000 seine Geburtsstunde, Globalisierungskritiker und Umweltaktivisten setzten auf einem Rasenstück des Parliament Square, nordwestlich vom Palace of Westminster ein Zeichen. Es folgte nach politischer Ambition ebenso der tiefe Wunsch als Protest gegen die Agrar-Industrie, dieser etwas entgegen zu setzen. Das Urban-Gardening war seitdem nicht mehr aufzuhalten.

Von der Entente Florale Europe zur eßbaren Stadt Andernach

Entente Florale Europe – aus dem Französischen für „Blumiges Einvernehmen“ – dieser Pflanzen- und Blumenwettbewerb wurde 1977 als fanzösisch-britische Initiative gegründet, entwickelte sich aber rasch weiter von einer rein optischen Ortsverschönerung. Es geht dabei um lebenswerte Stadtgestaltung, die Förderung biologischer Vielfalt, Bürgerbeteiligung, Wirtschafts- und Tourismusförderung.

Seit 2001 gibt es in Deutschland den Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“, wobei schon genau 40 Jahre zuvor sein Vorgänger „Unser Dorf soll schöner werden“ auf ländlicher Ebene seinen Beginn hatte, der aber inzwischen in „Unser Dorf hat Zukunft“ umbenannt wurde.

Zweimal schon konnte eines der ältesten deutschen Städte, nämlich Andernach am Rhein, in den Jahren 2010 und 2012 die Goldmedaille zusammen mit anderen beim Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ gewinnen, gilt als eßbare Stadt. Wer einen Filmbeitrag dazu sehen möchte, hier der Link der 3 Sat Mediathek.

Lotar Martin Kamm

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Gürtel: Zu eng geschnallt – läßt Gift und Galle spucken

pixabay.com

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Blinden Aktionismus abwehren

Wir benützen ihn fast täglich, vielleicht Männer etwas öfter als Frauen. Es gibt ihn in Leder, Plastik, Stoff, in schmaler oder breiter Form, mit Nieten, glatt, aufgerauht. Er kann glitzern, Schlangenhautimitat aufweisen, bunte Farben oder in sämtlichen schlichten grauen, braunen Tönen den Hosenbund zieren.

Die Schnallen sind ebenso in mannigfaltiger Auswahl erhältlich. Manchmal notwendiges Übel, weil ansonsten die Hose rutscht, Ausdruck des neuesten Modetrends und trotzdem ein alltägliches Gebrauchsutensil wie Zahn- oder Haarbürste, Kaffeetasse, Seife. Die Rede ist vom Gürtel, der die Hose, das Kleid, den Pulli entweder in Form bringt oder einfach nur Blickfang für die Bekleidung darstellt.

Gürtel uraltes Symbol für Macht, Leidenschaft, Enthaltsamkeit. Der Gürtel von gherd, flechten, winden, umzäunen, umgürten. Und wie im oben genannten Artikel erwähnt ein Zeichen von Macht und Leidenschaft. Werden Menschen eingeschränkt, bezogen auf Wohlfühlen, Freiheit, dann erklärt sich die Bedeutung des Wortes Gallenkitzler.

Der Gallenkitzler ist ein breiter, eng geschnallter Gürtel. Und genau dies ist die Situation, die wir jetzt häufig auf den Straßen antreffen. Menschen, die den Gürtel so eng schnüren, die das Gefühl haben, ihr Gürtel wurde so eng geschnürt, daß die Galle hochkommt und sie Gift und Galle spucken. Durch immer mehr Unverständnis in Bezug auf die politische Lage weltweit, widersprüchliche Aussagen von Verantwortlichen in sämtlichen für das Gemeinwohl zuständigen Gremien, machen die Menschen sich Luft, durch teilweise unkontrollierte Wut. Dabei ist das Fatale an den Unmutsbezeugungen, eine nicht differenzierende Sachlagenklärung, ein zusammengewürfeltes Protestgebilde vieler Faktoren.

Sollte es den Verantwortlichen, egal auf welchem Posten sie sitzen und welchen Berufssparten sie immer angehören mögen, wirklich nicht bewußt sein, daß Einschränkungen irgendwann Defizite auslösen? Dabei spielt es absolut keine Rolle, auf welchem Sektor diese Einschränkungen vorliegen, sei es auf materieller, geistiger, religiöser, sozialer, seelischer Ebene. Es ist kein Wunder, wenn in diesen Situationen einzelne Menschen die Gunst der Stunde nutzen, um krude Weltanschauungen zu positionieren, die Geschichtsbücher sind übersät mit Beispielen über diese Ablaufmechanismen.

Blinden Aktionismus, zuweilen auf Kosten derer, die sich nicht wehren können, stoppt man nicht, indem die Gürtel noch enger geschnürt werden, sondern in deren Lockerung. Das ist die vorderste Aufgabe aller am politischen, wirtschaftlichen, sozialen Geschehen Verantwortlichen, nur daran wird sich ablesen lassen, wohin die Fahrt der einzelnen Nationen führt.

Doris Mock-Kamm

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FAZ per James-Bond-Manier zum bayerischen Moskau-Besuch

flickr.com/ DonkeyHotey/ (CC BY 2.0)

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US-westliche Mär vom bösen russischen Bären setzt sich fort

Die Systemmedien werden ihrer Rolle gerecht, ihren Weg der Hetze ungebremst fortzusetzen, was teilweise sich als nahezu lächerliche Vorstellung entpuppt, zumal ein derartig simples Schwarz-Weiß-Denken jedweder Logik entbehrt, obendrein den Verdacht einer unabdingbaren Vasallentreue zu den USA überdeutlich gar bestätigt.

So fällt der FAZ am Karnevalssonntag nichts besseres ein, als per James-Bond-Manier zum bayerischen Moskaubesuch mit der Artikelschlagzeile aufzuwarten: „Bayerische Liebesgrüße aus Moskau“, in diesem die US-westliche Mär vom bösen russischen Bären sich ungeniert fortsetzt. Wer mag jener Propaganda noch Glauben schenken?

Ein taktischer Besuch oder wahre Gesprächsbereitschaft?

Erneut spielen die Medien mit den Bürgern, die sie eigentlich besser informieren sollten, was sich wirklich abspielt hinter verschlossenen Türen. Mit Blick zum TTIP wird dies spätestens deutlich, oder denken wir an die NSA-Affäre, an etliche andere Begebenheiten, die lieber heruntergespielt wurden, um im Sinne ihrer Auftraggeber das Volk zu blenden.

Ebenso im Fall des bayerischen Besuches gleich zweier Ministerpräsidenten in Moskau, den aktuell amtierenden und Edmund Stoiber, der mit der Transrapid-Kaberett-Rede, der gute 14 Jahre in Bayern regiert hatte. Natürlich schickt die Bundesregierung niemand ohne Absprache gen Moskau, wie Alexander Rahr, ein deutscher Osteuropa-Experte, bestätigte, die beiden Politiker sollen herausfinden, in wie weit Russland ticke, die Beziehungen zwischen beiden Ländern sich normalisieren könne. Ob und inwiefern dies tatsächlich Wirkung zeigt, bleibt mal dahingestellt, Putin bedankte sich natürlich schön artig bei Seehofer.

FAZ ganz im Fahrwasser US-amerikanischer Politik

Anders möchte und kann man gerade anhand des Artikels von Volker Zastrow das Blatt nicht deuten. Wer dermaßen viele ungeklärte Behauptungen in einen Bericht packt, um damit das Bild des bösen russischen Bären zu betonen, zeigt deutlich diese Richtung, bestätigt letztlich den fragwürdigen Widerstand zu Seehofers Moskau-Reise.

Es wird mal schnell der Ukraine-Krieg mit dem Einsatz russischer Bomberflüge in Syrien verglichen, eine Schuld hergeleitet, daß dadurch die Friedenskonferenz in Genf zerbombt würde. Gleichzeitig wird das zweite Minsker Abkommen als Glanzleistung Angela Merkels hervorgehoben, obwohl gerade der US-Westen mittels Maidan-Putsch in der Ukraine jene kriegerischen Ausbrüche provozierte. Obendrein rechtfertigt auch Zastrow die Sanktionen gegen Russland, erst recht deren Verlängerung bis zum diesjährigen Sommer, da die Ukraine die Kontrolle über seine Grenzen erlangen solle. Daß dies nicht umsetzbar ist, weil die Junta in Kiew ihren faschistoiden Kurs fortsetzt, davon keine Rede.

Letztlich schließt Zastrows Artikel mit der Bemerkung, wie unwichtig doch Bayern sei. Klar doch, Bayern ist nicht der Nabel der Welt, doch die US-Politik und ihre Verbündeten schon gleich gar nicht, vielmehr sollten diese ihre aggressive Haltung mal besser überdenken, bevor es zu spät ist.

Lotar Martin Kamm

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Geschwafel bis ins Unerträgliche

flickr.com/ JudithTB/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Im günstigen Fall tanzen Gedanken frohen Mutes

Manchmal kann so ein Geschwafel richtiggehend guttun. Auch in den Momenten, in denen man noch die Fähigkeit besitzt, kommunikativ an einem Gespräch oder Gesprächsinhalt teilzunehmen. Es sind jene günstigen Gelegenheiten, die es ermöglichen, trotz anscheinend wichtiger Themen, vehement betont und bis ins kleinste Detail angesprochen, man ungehindert bei seinem eigenen Gedankenfluß sozusagen die Leine losmachen kann und in ferne Gefilde enteilt.

Es soll Menschen geben, die darin geübt sind, sich gedanklich, wann immer gewünscht, zu entfernen. Allen anderen passiert das so nebenbei. Die schöngeistigen Exkurse während der Lehrer sich bemüht, die Bedeutung der Kontinentalplatten zu erklären. Das anfangs widerstrebende Gefühl, Wortbegriffe und Sätze, schon oft gehört, doch eindringen zu lassen und zu verstehen, wenn Eltern geflissentlich Mahnungen, Gebote aussprechen. Wenn der Radiomoderator eine erquickende Episode in Bezug auf einen Song so in die Länge zieht, man schlußendlich nicht mal mehr merkt, daß aus dem Radio bereits die Wettervorhersage nach den Nachrichten durchgegeben wird.

Das Geschwafel kann in schriftlicher Form aufgenommen werden, indem die Texte nur so triefen von Selbstbeweihräucherung, Mißverstandenheit, Wahrheitsbeglaubigungen, Aussagen, die kein Wässerchen trüben können. Wenn das Geschriebene vergeblich sich bemüht, kreativen Geistern das Wasser zu reichen.

Dann löst das Geschwafel Gedankenblitze bis in die Höhen der geistigen Vollkommenheit und fertige Gedichtverse aus. Oder versetzt die losgelösten Gedanken in einen zarten Staub, der durch alle Sphären Schwerelosigkeit vermittelt.

Geschwafel kann also in schwofen (tanzen) ausarten, wenn die Gedanken entfliehen und spielerisch das Weite suchen. Ab und zu genießt man die freie Bewegung nicht nur im Schwofen, sondern durchs Geschwafel der Mitmenschen. Beim Schwofen im körperlichen Ausdruck und durch das Geschwafel im geistigen.

Doris Mock-Kamm

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Elfenbein: Handel gefährdet nach wie vor Elefanten

flickr.com/ aj82/ (CC BY-SA 2.0)

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Yahoo in Erklärungsnot oder lieber dick im Geschäft

Was nutzt schon das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES), welches 179 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen unterzeichnet haben (Stand 2013), wenn trotzdem der Handel mit Elfenbein eingeschränkt fortgesetzt wird? Ein illegal blühender Schwarzmarkthandel gefährdet die Dickhäuter weiterhin erheblich, wobei gerade Japans Handel in den Fokus der Kritik gerät, der Weltkonzern in diesem verstrickt in Erklärungsnot sich befindet.

Der Verein „Rettet den Regenwald“ hat jüngst am 02. Februar eine Petition ins Leben gerufen, in der die Teilnehmer gebeten werden, doch sowohl die Vorstandsvorsitzende, Marissa Mayer, als auch den Vorstandsvorsitzenden von Yahoo Japan, Manabu Miyasaka, anzuschreiben, diese aufzufordern, mit dafür zu sorgen, daß der Elfenbein-Handel gestoppt wird.

Yahoo – Internet und weißes Gold: Wie paßt dies zusammen?

Ganz einfach, wer per Auktionen und Einkäufen auch am Elfenbeinhandel beteiligt, der möchte ein großes Stück vom Kuchen für sich verbuchen, dies handhaben so natürlich Großkonzerne, dem möchte somit Yahoo in nichts nachstehen.

Die vor fast vier Jahren zur Vorsitzenden der Geschäftsführung von Yahoo ernannte Marissa Mayer scheint kein Problem mit dem Elfenbeinhandel zu haben, ansonsten hätte sie diesen längst unterbunden. Bei einem Anfangsgehalt von monatlichen gut 6 Millionen US-Dollar sorgt wohl auch die im US-Bundesstaat Wisconsin geborene Informatikerin, die entscheidend in den Anfängen Google mit aufbaute, sich nicht viel ums Wohl der Elefanten. Hauptsache die Kasse stimmt, möchte man sarkastisch anmerken. Kann eine Flut von E-Mails und anderen Anschreiben die dreifache Mutter beflügeln, Ihre Meinung zu ändern?

Illegaler Elfenbeinhandel hält an

Und Yahoo profitiert davon erheblich, laut der Environmental Investigation Agency (EIA), eine im Jahre 1984 in England gegründete gemeinnützige Non-Profit-Organisation, mit Schwerpunkten zum Tier- und Umweltschutz, hat wie Regenwald e.V. beschrieb der Konzern zwischen 2005 und 2014 an die 27 Millionen Dollar eingenommen mit Auktionen und Einkäufen. Dank eines weiterhin blühenden illegalen Elfenbeinhandels, bei dem wohl etliche Staaten einfach die Augen verschließen, zu wenig internationaler Widerstand und Empörung einsetzen.

Auf der anderen Seite lassen sich die Verbrechen oftmals kaum genauer zurückverfolgen, zumal gerade mittels unterschiedlicher Terrornetzwerke, die am Elfenbeinhandel ebenso ganz gut mit verdienen, erst recht die Aufklärung schwierig bis unmöglich sich gestaltet. Korruption tut obendrein ihr übriges. Bedenken wir, in knapp 30 Jahren sank der Bestand der Elefanten von 1,3 Million auf 500.000 bis maximal geschätzten 700.000, was einer Halbierung gleichkommt. Dies hauptsächlich wegen des immer noch begehrenswerten, teuren Elfenbeins.

Lotar Martin Kamm

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Modeschau: Blicke auf die schönsten Kleiderentwürfe

flickr.com/ GeorgHaberfellner/ (CC BY-ND 2.0)

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Querdenkende hakt einmal nach – Sie mögen gern antworten

Sie defilieren mal wieder übers Parkett. Nein, nicht die Debütanten/Debütantinnen, sie sind schließlich bloß die Neulinge, die sich weisungsgemäß, Frauen in weiß, Männer in schwarz gekleidet, nach ihrem einstudierten Tanz ins Getümmel werfen, um sich frisch eingeführt in die Gesellschaft, einmal später als defilierende Persönlichkeit auf der Schauvorlage zu präsentieren, wir haben es geschafft im Kreis der Bessergestellten mitzuwirken.

Glückwunsch! Denn ansonsten hätten wir ohne sie nicht die Möglichkeit, all die auf Hochglanz herausgeputzten Frauen und Männer in ihren kostspieligen Roben zu bewundern. Okay, das ist jetzt unfair, bieten sich doch uns übers Jahr verteilt immer wieder durch medienwirksame Veranstaltungen: Oscar-, Bambi- goldener Löwe Verleihung oder wie sich die Beurteilungshows der Filmindustrie sonst noch nennen mögen, genügend Augenblicke auf die kreativen Entwürfe der vornehmlich für Frauen designten Kleider.

Ach nein, es gibt ja auch noch die vielen Modenschauen, auf denen aber nur die als Mode definierten körpergrößen angepaßten Frauen den Laufsteg entlang lustwandeln, um uns einen kurzen Blick auf die schönsten Kleiderentwürfe zu gönnen, weil sie sämtlich nicht in der Öffentlichkeit je zu sehen sein werden.

Nicht zu vergessen, die Festivitäten der Königshäuser, obwohl diese inzwischen die Konkurrenz des sogenannten Geldadels fürchten müssen, die ebenso auf ihren Veranstaltungen märchengleiche Prinzessinnenkleider den Blicken der Massen gönnen.

Wenn man trotzdem ohne Neid und Häme, Sarkasmus und Schmunzeln eine Freude an den zumindest weiblichen Part vertretenen Personen der oben erwähnten Gruppen von Menschen, Gefallen an den Kleidungsstücken findet, ob der Vielfalt der kreativen Ideen, in Bezug auf Farbe, Schnitt, Stoff, so bleibt doch nach Genuß dieser Roben, die Frage: Wo verbleiben die Kostüme nach den Auftritten?

Selbst bei Annahme von zehntausend Roben jährlich verteilt auf einige Jahre, nimmt die Zahl der irgendwo in Schränken, Truhen, Kisten verstauten Kleidungsstücke ein Ausmaß an, das die Erde locker umspannen könnte. Immer davon ausgehend, man sich nicht zweimal in dasselbe Kleidungsstück zwängt, um nicht den Anschein zu hinterlassen, man könnte sich nicht etwas Neues leisten, um up to date zu sein, damit es nicht auffällt, etwas fülliger geworden zu sein, egal, zweimal tragen ist wohl verpönt.

Vielleicht gibt es Menschen, die diese Frage beantworten können:

Wo landen die einmal getragenen Roben, die zu oben genannten Aufritten, Veranstaltungen, Festen designt wurden, nach dem Defilieren vor dem Publikum?

Querdenkende wird Kommentare, wenn gewollt, auch anonym veröffentlichen.

Oder an folgende E-Mail-Adresse senden: quergedachtes@gmail.com

Doris Mock-Kamm

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Renaissance rechter Kräfte auf unheilvollen Wegen

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Satirischer Rückblick…

Mag manchen gelegen, entgegenkommend sein. Früher das Nazi-Schwein, heute aufrechte Streiter mit der Maske des Humanismus uns blenden, weil viele sich hilflos vom System abwenden. Schon sind wir mittendrin im Thema, diesem gefährlichen Schema. Wer’s erkennen mag, den rette der jüngste Tag, so wie Melinda, deren Welt geriet aus den Fugen, als jene Menschlichkeit davontrugen.

Heilsversprechungen im Zeichen schönfärbender Nationalstaaterei emporstreben, sie haben in Wirklichkeit uns nichts zu geben, außer dieselbe brutale Gewalt, die noch aus Geschichtsbüchern schallt. Und selbst Hartz-IV-Bezieher behandeln sie wie Verlierer, sollen jene doch nicht wählen dürfen, vielmehr still ihre Gnadensuppe schlürfen. Ablenkung per Tierliebe kann ihnen nützlich entgegenkommen? Aufpassen, sehen wir es nicht zu benommen.

Hingegen Seehofers Moskau-Reise auf fragwürdigen Widerstand stößt, obwohl dieser zunächst uns vom Schweigen, jenem unnötigen Banne löst. Aber darf man ihm wirklich vertrauensvoll Glauben schenken, weil am Ende Bundespolitik Diplomatie wird in tiefste Brunnen versenken?

Ja, ja, so ist das mit Respektpersonen, denen wir treudoof beiwohnen, sie tun uns doch sowieso nicht verschonen. Dies kann man besonders gut erkennen, wenn Rechte endlich wieder die Sau rauslassen, sich verrennen, per Rassen hassen!

Sind die Narren los, und dies nicht nur zur Faschingszeit? Ist es erneut trotz dramatischer Geschichte wieder so weit? Manche wollen dabei Anerkennung um jeden Preis, tatsächlich, ohne Scheiß! Verjagt sie schnell, möglichst laut und nicht zaghaft leis.

Zurück zur Weltpolitik, die ständig spielt verrückt, in Saudi-Arabien wurde zwar die Todesstrafe des Dichters Ashraf Fayadh umgewandelt, einmal wenigstens gnädig gehandelt, dennoch möchte man gern stiften gehen, bei all dem tragischen Geschehen. Mit Blick zum TTIP, welches gefährliche Prioritäten setzt, es bald schon gescheh, weil Politik mittels Konzerne gehetzt, zeigt Mensch seine Unterwürfigkeit: Wird er auch daraus nicht gescheit?

Wir beobachten dies beim Syrien-Krieg, dessen Kampfhandlungen nach gescheiterten Friedensbemühungen erneut sich fortsetzen, Menschen wieder einander verletzen. Stets jene Kreisläufe ihre Bahnen ziehen, kaum jemand kann ihnen wirklich entfliehen, außer sie haben nichts mehr zu verlieren. Wird dann endlich wirklich Gerechtigkeit regieren?

Lotar Martin Kamm

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