Weltpolitik: Mit dem Rücken zur Wand dem Globalismus ausgeliefert

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Großkonzerne diktieren – zwischen BFE+, CETA und Terrorszenarien

Welche große Gemeinsamkeit findet sich zwischen der Weltpolitik, Großkonzernen und Völkern, die trotz alledem noch erstaunlich still halten? In der Mathematik, genauer gesagt beim Bruchrechnen, sucht man den gemeinsamen Nenner, hierbei das verbindende Element, welches das Trauerspiel zusammenhalten und vereinen soll. Nur wagt kaum jemand, den eigentlichen Sinn, der sich dahinter verbirgt, an- oder gar auszusprechen.

Im Grunde gibt es eine breite Palette von sogenannten Verschwörungstheorien, die im Internet sich längst fleißig verbreiteten, welche man neugierig genug hinterfragen kann, diese entprechend informieren sollten. Dabei wird in vielen Fällen durchaus die Übersicht verloren gehen, zumal so manche angeblich logische Schlußfolgerungen sich am Ende komplett widersprechen. Daher nicht leicht, hierbei für sich zu sortieren, was der Wahrheit am nächsten kommt. Kein Wunder, wenn immer mehr Zeitgenossen mit dem Rücken zur Wand dem Globalismus sich ausgeliefert fühlen. Faktisch läuft alles auf ein bewußt inszeniertes Chaos hinaus, damit gewisse Eliten sich vortrefflich bereichern.

Die Strategie der Verschleierung geht stets auf

Zumal gerade Systemmedien sich wunderbar eignen, die Bürger zunächst im Namen ihres Auftrages zu informieren, in Wirklichkeit aber mittels zunehmender Verunsicherung falsche Fährten legen. Bei äußerst zweckdienlich schnell planerisch geschickt lancierten Terroranschlägen, denken wir an 9/11, an Charlie Hebdo oder die jüngsten und größten in Paris vom 13. November dieses Jahres, haben wir ganz real Tote zu beklagen, wurde eine Welle der Betroffenheit und Trauer ausgelöst. Sie verweilen nachhaltig im Gedächtnis der Menschen, dienen als Mahnmal bösartiger Gewaltakte.

Doch die parallel tagtäglichen weltweit stattfindenden Terroranschläge und Attentate finden nicht den Weg zu den Hauptmeldungen der Pressedienste, zieren keine Schlagzeilen, obwohl sie weitaus verheerender und nachhaltiger nicht nur Betroffene verunsichern, sondern latente Angstzustände auslösen, ganze Völker in Schach halten. Aber der schockierte Westbürger ob der gut vermarkteten Terrorberichte duckt sich leichtfertig weg, läßt die Politik vor Ort gewähren, damit jene entsprechende Schalthebel bedient. Somit entgeht ihm die eigentliche Absicht: der Abbau der Bürger- und Menschenrechte, die Installierung einer vordergründigen Aufrüstung zur Terrorbekämpfung.

Schnell lassen sich jene „Armeen“ an anderer Stelle einsetzen. Sie treten auf als EUROGENDFOR oder wie nunmehr berichtet als eine BFE+ (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus), die die GSG9 und Bereitschaftspolizei unterstützen soll.

Alles nur Ablenkung – Konzerne bestimmen den Kurs

Es gilt, was schon immer galt: Die Wirtschaft bestimmt den Kurs, inzwischen Großkonzerne. Politik dient lediglich als Vermittler, hat die Bürger ruhig zu halten mittels geschickter Werbekampagnen, sie blendet mit den Verlockungen des Konsums, einem Spagat zwischen vorgeschobenem sozialen Engagement und den politischen Spielfeldern angeblicher Unterschiede zwischen Parteien.

Inzwischen hat sich der Einheitsbrei eben dieser Parteienlandschaft selbst entlarvt, kehren zunehmend enttäuschte Menschen ihr den Rücken, nicht nur als Nichtwähler, sondern eben auch entweder im Einfinden extremer Parteien oder im Untergrund lauernd, sich schnell kämpferisch entladend, wenn die Zeit dazu reif. Eine gefährliche Mischung aus Wut, Verunsicherung und vor allem Vertrauensverlust zur Politik selbst, den Staat negierend. Beste Voraussetzung für bürgerkriegsähnliche Zustände, die durchaus geschickt gesteuert in Kriege münden können.

Wie reagiert die derzeitige Politik auf jene Zustände? Sie spult eiskalt ihr Programm ab, hinter verschlossenen Türen wie bei sämtlichen Freihandelsabkommen, so auch beim CETA, welches genauso wie das TTIP längst nicht rechtswirksam unter Dach und Fach. Obwohl ein breiter Widerstand sich entwickelte, denken die verantwortlichen Politiker nicht im Traum daran, den Kurs der Großkonzerne zu verhindern, lassen sich selbst instrumentalisieren, gehorchen dem Gesetz einer übergeordneten Kraft.

Wenn wir jenes Wirken weiterhin zulassen, münden all die Folgen in eine schier bodenlose Abhängigkeit, in eine wesentlich größere Mitleidenschaft von Umweltproblemen, dem Ausbooten kleinerer Staaten, die von Weltmächten sich gängeln lassen. Die Vernetzung der Großkonzerne erlaubt ihnen den Abbau sämtlicher Rechte der Völker, sich maßlos zu bereichern. Wollen wir das wirklich?

Ihr

Lotar Martin Kamm

Aufgepaßt – hier der Beginn und die Fortsetzung der NWO:

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Straffreier Raum Internet – wenn Zille sich austobt – Teil 3

flickr.com/ Truus, Bob & Jan too!/ (CC BY-NC 2.0)

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Nicht nur Musikerherzen finden sich

Auf dem Weg nach hause mußte Matse in sich hineingrinsen, so gut hatte er sich schon lange nicht mehr gefühlt. Daß ihm Ritchie über den Weg gelaufen, ein Wink des Schicksals, überlegte er noch, beließ es aber dabei. Jetzt galt es, die Bekanntschaft zu festigen, er erahnte viel Potential in diesem neuen Musikschaffen. Vor allem beflügelte den Urur-Zille-Enkel die großartige Möglichkeit, politische Botschaften in den Texten mit den Songs den Menschen übermitteln zu können.

Matse wußte nur zu genau, wie nachhaltig Musik wirken könne. Als er seine Wohnungstür aufschloß, kam ihm Carmen, Steffens Schwester, entgegen, umarmte ihn innig und küßte ihn überschwänglich. Damit hatte er so gar nicht gerechnet, konnte aber ihrem Kuß nicht entweichen, erwiderte diesen umso heftiger, bemerkte dabei, daß sie nur einen Slip trug, sonst nichts. Die beiden begaben sich sehr gezielt in sein Schlafzimmer.

„Sollen sie doch weichen, weltweit täglich Leichen, weil die den Hals nie voll genug kriegen.“ Diese Textzeile des Spontansongs vom Nachmittag mit Ritchie ging Matse nicht aus dem Kopf, als er gemütlich neben Carmen lag, die ihm liebevoll über seine Haare strich.

„Sag mal, Matse, sollen wir es Steffen beichten? Über kurz oder lang spürt der das sowieso. Und du als sein bester Freund solltest mit offenen Karten spielen, oder“, begann sie vorsichtig. Er schloß die Augen und nickte nur, war viel zu vertieft, dachte über die nächsten Schritte in Sachen Musik nach. Das Telephon klingelte plötzlich, die Melodie, der Beginn von „We Will Rock You“ von Queen, kennzeichnete Steffen.

„Hi, mein Bester“, begrüßte dieser Matse voll Freude und fragte, „weißt du zufällig, wo Carmen sich befindet, wir sind seit zwanzig Minuten verabredet?“ Matse berichtete vom plötzlichen Liebesrausch, bemerkte dabei erst jetzt, daß sie sich in seiner Wohnung befunden hatte. Carmen gab wohl zu verstehen, sie habe den Ersatzschlüssel Steffen entwendet, dieser habe sich auf dessen Couchtisch befunden. Nach kurzem Zögern beglückwünschte Steffen die beiden und beendete das Gespräch.

Zeitgleich saß Ritchie in seinem alten Probenraum, ließ die Rapmucke laufen, übte fleißig das Stück vom Nachmittag, ergänzte die eine oder andere Zeile. Er war froh, Matse kennengelernt zu haben, jede Menge Gedanken überschlugen sich, vor lauter Aufregung verließ er besser den Raum, begab sich nach draußen an die frische Luft, mußte unbedingt mal laufen.

Lotar Martin Kamm

Straffreier Raum Internet – wenn Zille sich austobt – Teile 1 und 2

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Schönheit der Jugend

flickr.com/ @lattefarsan/ (CC BY-SA 2.0)

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In Frage gestellt oder narzißtisch ins Netz?

Wer kennt sie nicht, die als Selfies getarnten Portraitphotographien? Vornehmlich von Jugendlichen schnell oder mit gewissenhaften Vorarbeiten, Hintergrund, Licht, Kleidung und Schminke aufgenommen, weiter verteilt auf sämtlichen Plattformen, die zu Verfügung stehen, ein bißchen mit Hoffnung auf möglichst große Verbreitung? Was veranlaßt die Jugendlichen zu diesem Treiben?

Nein, es folgt jetzt keine psychologische Lehrmeinung zu diesem Thema, davon kursieren inzwischen ebenso viele wie Selfies selbst. Interessant auch die Unbedarftheit der Verbreitung des Ichs von vielen Erwachsenen.

Schönheit ist ein lapidarer Oberbegriff und relativ. Wenn Kinder nicht von klein auf, meist durch Erwachsene zu hören bekommen, wie schön sie seien, entwickelt sich der Schönheitsbegriff für sich selbst, zu Beginn der Pubertät, nämlich dann, wenn Kinder, Jugendliche anfangen, Vergleiche zu ziehen. Ein Indiz dafür kann es sein, wenn die gekaufte Hose oder Pulli ohne vorherige Absprache plötzlich auf keinen Fall mehr gefällt. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Reflektion, oft verbunden mit einer Rebellion der inneren Welt mit der äußeren Umgebung.

Zu allen Zeiten ist dieser Prozeß, diese Wandlung ein teils steiniger Weg für die Jugendlichen und für die Erwachsenen, die sie begleiten, ein Hochseilakt. Schönheit ist auf diesem Weg ein Schlüssel, wohlgemerkt nur ein Schlüssel von vielen, denn die Suche nach der Identifikation zwischen Kind und Erwachsensein erfordert das Öffnen vieler Türen.

Im sogenannten gesellschaftlichen Miteinander haben sich über Jahrhunderte viele Normen verändert, manche nur dem Namen nach. Andere durch das Entgegenwirken der jugendlichen Unbedarftheit und Rebellion haben ihren Stellenwert verloren. Jüngere Beispiele: Frauen dürfen Hosen tragen, Auto fahren, keiner rümpft mehr die Nase, wenn Menschen ohne Trauschein zusammenleben.

Was hat das mit Jugend und Schönheit zu tun? Ganz einfach, nur wer im Innern gefestigt und glücklich ist, strahlt nach außen Zufriedenheit und Schönheit aus. Jugendliche sind sehr oft zerrissen, Schönheit öffnet leichter Türen zum Austausch mit anderen. Freuen wir uns ob der Schönheit ohne Neid und Häme, dann öffnen sich die Jugendlichen auch dem Alter, und beide können von der innerlichen und äußerlichen Schönheit partizipieren, vorausgesetzt, sie haben es geschafft, das Glück der Jugend noch im Alter zu genießen.

Selfies sind nicht nur narzißtische Anwandlungen, sondern auch ein Ruf nach Anerkennung der Persönlichkeit. Im Zeitalter unseres medialen Verkehrs oft die einzige Möglichkeit von Austausch, weil gesellschaftliche Rahmenbedingungen ein persönliches Miteinander erschweren.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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Künstliche Intelligenz: Gefahr zwischen Utopie und Hysterie

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Am Anfang war der Gedanke

Somit nicht das Wort. Jene interessante Metapher, die besonders tief verwurzelt das Christentum aufgenommen und in der Bibel festhielt, beschreibt zunächst den Beginn allen Seins eben durch das Wort selbst. Das mittels Assoziation entstandene Wort entspricht aber einer Begrifflichkeit, der natürlich Gedanken vorausgegangen sein müssen. Bekanntlich seitens der Spezies Homo sapiens.

Aber was macht den Menschen aus bzw. gibt ihm das Recht, neben seiner durchaus vorhandenen Intelligenz dermaßen machtvoll die ihm geschenkte Erde Untertan zu machen? In etwa vorgeschaltete Götzen und Götter als Alibi für höhere Wesen, die ihm dieses oder jenes „diktieren“, welches die große Masse gefälligst hinzunehmen hat? Die Ergebnisse einer solchen Verhaltensweise, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Historie ziehen, dürfen heutige Generationen hautnah miterleben: Eine zerstörte Mutter Erde, deren Ende bald naht, wenn Mensch nicht rechtzeitig die Notbremse zieht.

Trügerische Klimagipfel fordern kreative Querdenker heraus

Obendrein ziemlich zweifelhaft und eher zu spät. All jenen, die den CO2-Argumenten nicht folgen wollen, kann man es nicht verdenken. Denn viel zu oft wurde Menschheit bis heute oftmals erfolgreich hinters Licht geführt, sie getäuscht, um gewisse Kräfte walten zu lassen in deren Maßlosigkeit ewiglicher Ausbeutung, bis nichts mehr zu holen ist.

Genau das wiederum fordert jene heraus, die nicht einfach resignieren wollen, trotz düsterer Zukunftsszenarien Wege suchen, wie was verbessert werden kann. Neben den allseits bekannten Think Tanks, darunter auch Einzelpersonen, die unerschrocken sich vorwagen, einer von ihnen: Elon Musk. Der gebürtige Südafrikaner dürfte den meisten in Verbindung von PayPal bekannt sein, welches er in Zusammenarbeit mit seiner Firma X.com und der Firma Confinity im März 2000 gründete und dann sehr schnell zu einer der wichtigsten Online-Bezahlfirmen ausbaute.

Aber Elon Musk hat eben die Triebfeder eines wachen Geistes in sich, entwickelte und gründete bereits zwei Jahre danach SpaceX (Private Raumfahrtindustrie), ein Jahr später Tesla Motors (Elektroautos), 2006 Jahre SolarCity (Solarstromanlagen), 2013 das Hochgeschwindigkeitssystem Hyperloop und nunmehr in diesem Jahr OpenAI.

Bei Tesla Motors stellte er sämtliche Patente, wie er im Juni des letzten Jahres hier verkündete, zur freien Verfügung, um die weitere Entwicklung voranzutreiben.

KI oder AI – eine Welt voller Versuchungen und Risiken

„Welcome to The Mashine” von Pink Floyd zeigt eindrucksvoll, in wie weit Mensch sich Maschinen aussetzt. Richtig heftig wird es im Science-Fiction-Filmklassiker „2001: Odyssee im Weltraum“, wenn HAL Dave plötzlich den weiteren Ablauf an Bord der Raumschiff-Mission bestimmt, selbständig denkt, statt wie von Menschen programmiert zu funktionieren. Was dessen Autor, Arthur C. Clarke, schon in seiner Kurzgeschichte „The Sentinel“ umtrieb, – übrigens zeitgleich (1948) mit George Orwells „1984“ geschrieben -, die ja die Vorlage zum Film war, zeugt von einer gewissen seherischen Fähigkeit, die ebenso an Jules Verne erinnert.

KI (Künstliche Intelligenz), im Englischen AI (artificial intelligence), eine inzwischen ohne weiteres denkbare technische Form, die den Menschen unter Umständen gefährlich nahe auf die Pelle rücken vermag? In sofern einer Welt voller Versuchungen und noch mehr Risiken wir entgegenblicken? Auf alle Fälle, zumal unsere Spezies nur allzu oft dazu neigt, gewisse Gefahren zu verharmlosen, denken wir an die Atomkraft.

Der neuen Forschungsinitiative von Elon Musk stellt die FAZ einfach eine Umfrage entgegen, in der demnach die Deutschen entspannter mit der KI umgehen sollen. Welch fadenscheinig, kurzsichtige Herleitung! Da scheinen manche die Brisanz der Problematik vollkommen zu unterschätzen. Aber dies muß nicht wirklich verwundern, eigentlich ein weiteres Indiz wie unkritisch Systemmedien die gesamte Umwelt reflektieren.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Mondkalb

flickr.com/ Ervins Strauhmanis/ (CC BY 2.0)

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Warum, wieso, weshalb,
findet keiner das Mondkalb?

Vielleicht, weil es sich verstecken tut!
Vielleicht, weil es sitzt unter seinem großem Hut!

Manch schlaflose Nacht schon mancher verbracht
bei der Suche nach seinem Palast.

Sie fanden goldene und schwarze Hüte,
zu Stein erstarrte Fußabtritte.

Sie legten Pläne vor, welche sie gegangen,
mit Schweiß auf der Stirn und Wangen.

Sie sangen magische Lieder auf diesen Pfaden,
um sicher den Schritt ins Ziel zu wagen.

Sie nahmen Schmuck und Edelsteine mit,
aber das Mondkalb zeigte sich nicht!

Manch einer zog eine glänzende Rüstung an,
ihm zu imponieren, aber auch das kam nicht an.

Ganz Verzweifelnde nahmen schöne Mädchen mit
auf die Reise, und kamen zurück zu Dritt.

Dann kam einem die Idee, er war Erfinder,
und er erfand einen Hut, den Zylinder.

Noch heute bei besonderen Anlässen zeigen sich
all die Mannen, die immer noch, wie verwunderlich,

das Mondkalb finden wollen und besessen
daran glauben, dann seien auch sie unvergessen.

Wie tückisch doch manche Mär sein kann!
Denn kein Wissen, kein Glauben, kein Wahn,

kein Reichtum, kann unvergessen machen,
dazu braucht man nur – das Lachen.

Und das Mondkalb, das sitzt weiterhin
bei sich zu Hause vor dem Kamin

und wartet geduldig auf den Tag, ihr Leut,
an dem ihn jemand mit Lachen erfreut!

Nafia

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Lieben Sie Äpfel?

flickr.com/ m.prinke/ (CC BY-SA 2.0)

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Baum der Erkenntnis vielfältiger als man meint

Die sündige Frucht, dargestellt auf vielen Bildern, Eva den Apfel vom Baum der Erkenntnis pflückend, anschließend die Vertreibung aus dem Paradies. Apfel als Symbol für Weisheit, Wissen, Wiedergeburt, Tod, Fruchtbarkeit, Liebe, als Reichsapfel, Insignie der Macht und natürlich wie bereits erwähnt für Sünde.

Ein durchschnittlich großer Apfel erhält über 30 Vitamine und Spurenelemente, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Kalzium befinden sich in ihm oder unter der Schale. Nicht umsonst wird der Satz: „Ein Apfel pro Tag erspart den Doktor“ oft zitiert.

Können Sie spontan Apfelsorten aufzählen, die Sie bereits gegessen haben oder zumindest die Sorten, die Sie besonders mögen? Kennen Sie mehr als fünf Apfelarten? Cox Orange, Granny Smith, Elstar, Boskoop, Golden Delicios. Schätzungsweise gibt es weltweit 20.000 bis 30.000, in Deutschland 1.600 bis 2.000 Sorten, je nach Quellenangaben.

Falls Sie fünf Apfelsorten benennen konnten, so ist das auf die Sortenanzahl aus Deutschland berechnet cirka 0,25 Prozent. Erstaunlich wenig, wenn man bedenkt, daß 2011 in Deutschland 898.448 t Äpfel geerntet wurden.

Traurig kann man werden, bedenkt man, wie einheitlich vieles über die letzten Jahre verteilt worden ist. Wer will denn auch schon andere Äpfel essen, als die, die in den Bundesländern Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen vorzugsweise angebauten Sorten?

Vielleicht erinnern sich einige noch an den Geruch, wenn sie von der Novembernässe oder der Dezemberkälte nach Hause kamen und Äpfel im Backofen schmorten oder Apfelkuchen gebacken wurde und honigsüßen Duft verbreiteten, an den Geruch der Äpfel beim Entsaften, dem Geschmack selbst gemachten Apfelmuses? Glücklich diejenigen, die auch heute noch die vielfältigen Apfelrezepte ausprobieren, wenn sie zudem noch eine größere Auswahl an Apfelsorten haben.

Falls Sie jetzt schon genug von den tristen Monaten haben und sich nach dem Frühling sehnen, erinnern Sie sich an blühende Apfelbäume, denn sie sind der Beweis für den „Vollfrühling“.

Da es nicht hundertprozentig erwiesen ist, ob Eva wirklich einen Apfel gepflückt hat, um uns zur Erkenntnis zu verhelfen, ohne weiteres könnte es eine Birne, Quitte oder Feige gewesen sein, ist dieser Artikel lesenswert.

Es liegt in unserer Hand, ob wir weiterhin zulassen, die Vielfalt der blühenden Apfelbäume und deren Früchte für die Nachwelt zu erhalten, oder ob wir den Nachfahren aus Nachlässigkeit noch 0,25 Prozent des möglichen Geschmacksinns von Äpfeln überlassen. Denken wir wieder öfters an Eva, denn sie hat es uns ermöglicht zu erkennen, nutzen wir die Erkenntnis nicht nur für Vielfalt in Bezug auf Äpfel, auch für jedwede Herausforderungen, andererseits war ihre Handlung umsonst.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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Reichtum: Verbrechen wider einer gerechten Gesellschaft

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Aus Prinzip reich und gewissenlos

Keinerlei Vorstellung bedarf es, ein sorgloses Dasein zu fristen, wenn einem jedwede Mühe erspart bleibt, weil in ein Elternhaus hineingeboren, bei dem Geldausgaben keine Rolle spielen: reichlich genug vorhanden. Doch woraus stützt sich jene Errungenschaft? Aus harter Hände Arbeit innerhalb der Familie von Generation zu Generation? Mitnichten!

Na, wie das denn? Ganz simpel: weil die meisten Vorfahren clever und skrupellos genug, den ursprünglich angehäuften Reichtum selbstsicher zu vermehren. Den Anfang machten windige Geschäftsleute, die Gunst der Stunde nutzten, manch unaufmerksame Widersacher auszubooten oder gar per Auftrag schlicht ermorden zu lassen. In früheren Zeiten gab es erst recht Möglichkeiten, mittels Tricks und Täuschung Verbrechen zu vertuschen, die Konkurrenz hinters Licht zu führen.

Ganze Familiendynastien verfuhren mit jenen Methoden, erschufen sich auf diese Weise Respekt und Anerkennung, wobei stets diejenigen sämtliche Talsohlen unbeschadet überstanden, die an entscheidenden Stellen genügend kriminelle Energie aufbrachten. Das Ganze hauptsächlich per Korruption, versteht sich von selbst.

Da hocken sie nun, die jungen Nachfahren, in einer Welt voller Verlockungen, in der zugleich die Zeichen auf Endzeitstimmung stehen. Trotzdem sie alles daran setzen müssen, nicht im Handumdrehen die jahrzehntelange oder gar jahrhundertelange Ausbeutungstradition aufs Spiel zu setzen, um somit ziemlich schnell mehr oder weniger alles zu verlieren. Besonders ungeduldig Raffgierige unter ihnen bleiben dabei auf der Strecke, eben weil die Geschäftswelt sofort reagiert bei kleinsten Fehlern.

Wer nicht rechtzeitig wachsam aufpaßt, kann morgen schon auf der Verliererseite sich wähnen. Mitleid mit solchen Zeitgenossen? Gibt es nicht, vor allem nicht in solch gewissenlosen Kreisen. Der normal arbeitende Angestellte darf sich glücklich schätzen, heute noch einen Job inne zu haben. Morgen kann durchaus die so sicher geltende Firma vorm Konkurs stehen. Was dann? Wer da nicht flexibel genug, vom Glück geküßt, sei es durch entsprechende Beziehungen im Bekannten- und Freundeskreis, darf anschließend den rapiden Weg gen Hartz IV durchleben. Etliche Existenzen somit scheitern.

Kein Problem für all jene, die eben besonnen bleiben, per Augenmaß ihren angehäuften Reichtum geschickt lancieren, sich ein sorgloses Leben gönnen. Maßlosigkeit somit sich austoben darf, während da draußen die Welt zerfällt, das letzte Gefecht einer schier bedenkenlosen Elite, die auf Kosten anderer ihre Gläser erhebt, um anzustoßen, was für tolle Errungenschaften sie geleistet, obwohl nahezu gänzlich durch Gewalt, Ausbeutung und daher Gewissenlosigkeit vollführt. Das interessiert niemand, weil Geld die Welt regiert und deren Lauf letztendlich bestimmt.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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