Lichter der Stadt

flickr.com/ weirdnose/ (CC BY-ND 2.0)

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Des Nachts entschwand er immer,
liebte das Scheinen, das Geflimmer,
der großen Stadt entgegen,
der Lichter wegen.

Beim Arbeiten in der Fabrik,
vermißte er den Kick,
das Schöpferische eben,
entfloh damit dem trostlosen Leben.

Berauscht von den Lichtern der Stadt,
seinem Zuhause, seiner Wohnstatt,
erklangen in ihm Kraft und Wille,
Sehnsucht und Stille.

Und er war wieder voll Leben,
dem nächsten Tag entgegenzustreben.
Um mehr von seinem Genuß zu haben,
trug er öfters Brillen mit bunten Glasfarben.

Als er so glücklich schlenderte,
seinen Blick mal hier, mal da hin wendete,
übersah er durch das bunte Glitzermeer
das Auto, die Lichter der Stadt sah er nie mehr.

Nafia

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Widerspruch – eine Reise durch den Spuk der Gegenwart

pixabay.com

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Abgestumpft und ausgespuckt

Das Einheitsgrau schimmert einsilbig durch, egal wie lichterbunte Ketten die Straßen zieren in einer vorweihnachtlich künstlich erschaffenen Konsumstimmung, täuschen hinweg ob der brutalen, weltweiten Eingriffe, die sich Revolten, Kriege oder gar Terror nennen, Flüchtlinge verursachen, die geködert ihre eigene Heimat verlassen, weil sie real müssen, oder manchen man einredet mittels lockenden Angeboten, besonders von der Forbes-Nummer-Eins.

Nur Stimmungsmache zwischen Gewalt und Haß, wobei Liebe auf der Strecke bleibt? Welch heuchlerisches Gejammer nach bewußt herbeigeführten Anschlägen, bei Trauerreden und der bald weihnachtlichen Zeit, die kurz bevorsteht. Der Alltag offenbart die schreckliche Wirklichkeit einer Ignoranz, die kaum noch zu toppen ist. Woran das wohl liegen mag? An einer Flut zu vieler Meldungen, da Mensch nicht zur Ruhe kommen soll? Abgestumpft, abgelenkt und ausgespuckt, Hauptsache zweckdienlich funktionierend?

Man mag es Zynismus schimpfen, Satire kommt dabei noch nett daher, diese Reise durch den Spuk der Gegenwart möchte manch einer sich lieber ersparen, wenn er denn könnte wie er wollte. Es nützt nicht wirklich, vor ihr die Augen zu verschließen. Sie holt am Ende jeden ein. „Gemein“ die einen sagen, andere lieber gezielt hinterfragen!

Gebt der Liebe wieder den Raum, der ihr zusteht

Manch Redensart und Erkenntnis formuliert, daß derjenige vom Glück befallen, der nichtsahnend und somit nichtwissend den politischen Trott, das Drumherum nicht kennt, einfach in seinen Tag hineinlebt. Der sorgenvoll Wissende schlaflosen Nächten am besten ausweicht. Das gesunde Mittelmaß sich nicht einstellen will, denn eines läßt sich niemals überlisten: tatsächliche Mißstände. Diese belasten des Menschen Wohlbefinden.

Merkwürdig, wir wurden allesamt so unschuldig und rein hineingeboren in unsere Welt, um daraufhin den Weg unserer Bestimmung zu gehen. Was hinderte uns, jedweden Haß nicht zuzulassen, stattdessen Nächstenliebe zu leben? Eine einfache Antwort: Selbstzweifel im bedingungslosen Gehorsam, einer schweigenden Mehrheit sich anpassend, weil das Individuum immer noch nicht erkannt hat, das Mündigkeit nur dann der Schlüssel zur Selbstbestimmung und –befreiung sein kann, wenn der Verstand den Kern allen Seins versteht: Liebe als größte Kraft im Kosmos duldet keinerlei Zwang, Haß und Zerstörung, sie ist und bleibt der wichtigste Baustein der Schöpfung.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Syrien-Krieg: UN-Kompromiss auf Abwegen

flickr.com/ Rollinho/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Terror-Chaos bestimmt den Weg

Hat die Diplomatie ihren Weg zurückgefunden aufs politische Parkett, was den Syrien-Krieg anbelangt? Kurz vor Weihnachten eine Christkind-Überraschung die Weltöffentlichkeit aufhorchen lassen soll? Davon kann keine Rede sein, der UN-Kompromiß, die Resolution Nr. 2254, wurde zwar einstimmig angenommen, die Systemmedien bewerten dies als „ein bißchen Frieden“, was selbst bei ihnen gewiße Restzweifel verdeutlicht.

Allerdings im Einklang zur US-westlichen Meinung. Die wiederum wird beeinflußt vom Hegemon, den USA, die in Wirklichkeit keinerlei Rücksicht nehmen auf Befindlichkeiten der syrischen Bevölkerung. Vergessen wir nicht, wer denn die in Syrien eingeführten Terrorbanden ins Leben rief. Schon im neuen Jahr im Januar soll der Verhandlungstisch bemüht werden, obwohl die eigentlichen Fronten ungeklärt im Raume stehen.

Der US-Westen möchte am liebsten gänzlich auf den Präsidenten Baschar al-Assad verzichten, der wiederum sich unerschrocken positioniert und auch im Welt-Interview entsprechend äußert. Kann man seine Haltung ihm verdenken? Russland und einige wenige vertrauen ihm, möchten das syrische Volk entscheiden lassen, während die Allianz des US-Westens dem Rest der Welt einsuggeriert, dieser manipuliere die Menschen vor Ort.

Angesichts solcher Fronten und der weiterhin im Lande sich befindenden Terrorbanden kann man von einer friedlichen Lösung kaum sprechen, steht die alles entscheidende Frage im Raum: Fortsetzung des Krieges, der nach wie vor als Bürgerkrieg vom Westen tituliert, real ein von diesem inszenierter, per eingeschleuster Terror-Allianz? Man muß leider davon ausgehen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Auf ganzer Linie politischer Stillstand mit harten Folgen

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Satirischer Rückblick…

Ein jeder kennt es, das Zögern, das Hadern und Abwägen, eine vollkommen normale menschliche Regung, die im Alltag ohne weiteres den Alltag bestimmt. Ganz anders aber bei politischen Entscheidungsträgern, dort wird es erst recht nicht zur leichten Aufgabe.

Hatte noch längst zuvor die SPD ihr Unvermögen offenbart, verharrte erst recht ihr Koalitionspartner, glänzte bereits im Vorbild ihres Parteitages durch dumpfe Taktiererei, die nur auf eines hinauslief: Merkel for Präsident. Davon profitiert vor allem der rechte Rand, ob dieser sein Dasein nun verleugnet oder nicht, es gibt ihn tatsächlich.

Und was geschieht nach der Syrien-Bundeswehreinsatz-Entscheidung? Unsere Umfrage fordert zwar ein klares Nein, die bundestreuen Recken stört dies kaum: immer nur abnicken, Parteikader fordern dies ein. Zumal sie ganz sicher ihre Existenz unterstreichen mittels dem simplen Zustand, der bewußt herbeigeführt: Extreme politisch bewußt gewollt. Und schon darf die Regierung nach Gutsherrenart schalten und walten.

Müssen wir uns da noch wundern, wenn immer mehr Aussteiger sich einfinden, die aber in Wirklichkeit Einsteiger in einer gesünderen Welt sind, wenn diese mal endlich ihre Chancen dazu erhalten. Wer verhindert dies seit Menschengedenken äußerst massiv? Richtig, der Reichtum, Verbrechen wider einer gerechten Gesellschaft. Schon tauchen sie auf, die ersten entrüsteten Stimmen, lenken ab, behaupten, daß Neid dahinterstecke. Falsch, die Eliten denken und bestimmen nur: Mensch, funktioniere oder verrecke!

Das Mondkalb hat niemand gesehen, den Erlkönig manch einer kann noch verstehen, doch was ist mit der Spezies Mensch eigentlich geschehen? Hilft da noch flehen? Am Ende tatsächlich künstliche Intelligenz eine Gefahr zwischen Utopie und Hysterie, weil einige sie komplett unterschätzen? Hinterfragen keineswegs naiv, vielmehr eine Ahnung ob etwaiger Verfehlungen! Die Gesellschaft ohnehin aus dem Ruder läuft, mit einem Blick zur Jugend?

Mit dem Rücken zur Wand dem Globalismus ausgeliefert, für die einen Schwarzmalerei vor lauter Blindheit, für andere ein düsteres Szenarium, welches verhindert werden sollte. Wir wissen ja allesamt: Gedanken sind frei. Doch wer läßt sie noch zu in einer Welt der Überwachung, einer baldigen NWO, die unsere Zukunft bestimmt?

Kriege den üblichen Alltag bestimmen, abgestumpt man sich angewidert abwendet, weil Haß und Gewalt längst zur Normalität, in sofern auch beim Ukraine-Krieg trotz Minsk II längst kein Frieden zu erwarten. Traurige Erkenntnis, US-gesteuerte Vasallen das Feindbild Russland pflegen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Rumpelchen und Rumpelstilz

pixabay.com

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Rumpelchen und Rumpelstilz
wollten gemeinsam reisen in die Schwyz.
Doch es gab da etliche Probleme
wie zum Beispiel, welche Strecke man nehme,
und ob mit Zug, mit Auto oder ein Flug in Betracht
käme, per Schiff, da haben beide noch gelacht.

Es sollte etwas besonderes sein, viel passieren,
damit man anderen konnte imponieren,
was so alles geschehen mag auf einer Reise,
nur Schönes und Gutes, dachten sie beide.
Und günstig soll es werden, nicht billig,
dann besser mit Zug von Wasserbillig?

Also mit Auto zuerst, dann mit dem Zug,
das kostet Zeit, dann doch lieber ein Flug.
„Ach, ich weiß nicht“, Rumpelchen meckerte,
„vielleicht kümmern wir uns zuerst um die Strecke,
und wo soll es hingehen, zuerst nach Zürich,
Basel, St. Gallen, Genf, kannst du Französisch?“

„Blöde Frage, was soll das, das weißt du genau“,
schreit erbost Rumpelstilz, „und tu nicht so schlau,
als ob du ne Fremdsprache sprichst,
du kannst nicht mal Hochdeutsch nicht.
Man muß sich ja schämen, bei dir heißt
„wie bitte“ immer noch „hä“ und die Schweiz

„Schwyz“. Obwohl du weißt, das ist ein Kanton,
wie Schaffhausen, Luzern oder Solothurn.“
„Jetzt sei doch nicht so bös, mein Bärle“,
flötete Rumpelchen allerliebst, „und nörgle
nicht an mir herum, immer fängst du an zu streiten,
mit dir kann man nie etwas in Ruhe vorbereiten.“

„Dann plan doch die Reise allein und fahr fort,
ich kann mich genug beschäftigen mit dem alten Ford
in der Garage.“ „Ah, daher weht der Wind, ahnt ich`s,
du wolltest von Anfang an nicht in die Schwyz.“
„Schweiz, verdammt nochmal“, er griff nach den Schlüsseln,
sie hörte auf dem Hof laut die Autoreifen quietschen.

Die nächsten Tage sprachen sie kein Wort miteinander,
die Stimmung war eisig und kein bißchen heiter.
Am Abend vor dem Urlaub redeten sie gleichzeitig,
und in dieser Nacht liebten sie sich.
Am nächsten Tag sind sie beide einfach losgelaufen,
man wird sich schon irgendwie zusammenraufen.

Nafia

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Ukraine-Krieg: Trotz Minsk II längst kein Frieden zu erwarten

flickr.com/ nicovendome55/ (CC BY-ND 2.0)

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Einseitige Schuldzuweisung fehl am Platz – Jazenjuks brutale Verbissenheit

Im Moment halten sich die Temperaturen in Donezk in Grenzen, liegen tagsüber um den Gefrierpunkt, der richtige Winter erwartet die Menschen noch im Januar. Die Kälte stellt erst recht ein Problem dar bei weiterhin anhaltendem Beschuß durch die ukrainischen Streitkräfte. Trotz Minsk II längst kein Frieden zu erwarten, der vom Westen initiierte Ukraine-Krieg nach dem Maidan-Putsch im Februar des letzten Jahres begann.

Das hehre Ziel vor Augen, ein anerkanntes Mitglied der EU zu werden, hält Jazenjuks brutale Verbissenheit aufrecht, ein sicheres Indiz dafür, daß eine einseitige Schuldzuweisung völlig fehl am Platz nur sein kann. Die Mär vom bösen Russen, einem uneinsichtigen Despoten Putin, nehmen lediglich all die US-amerikanischen treuesten Vasallen und Mitläufer zusammen mit entsprechenden Systemmedien ab, glauben tatsächlich an das Gute in Sachen eigener Politik. Die wiederum zieht eine unmißverständliche Blutspur der weltweiten Kriegsgewalt hinter sich, immer mehr Menschen bemerken dies inzwischen.

Vom Westen gedeckelt, übt man sich fleißig in Sachen Zerstörungswut

Unvorstellbar, in wie weit besonders hierzulande eisiges Schweigen anhält, wenn man bedenkt, welche politischen Kräfte in der Ukraine ungestört wirken dürfen. Unbehelligt dabei jene faschistoiden Ultrarechten, teilweise in eindeutiger Hitlergruß-Pose sich ablichtend. Niemand hält sie auf, ein Klitschko schüttelt gar solche Hände ohne jedwede Bedenken.

Vorneweg Staatspräsident Petro Poroschenko und der Ministerpräsident Arsenij Petrowytsch Jazenjuk, die gerne Öl ins Feuer gießen. Nachdem zu Beginn der vierten Novemberwoche der Krim einfach mal so der Strom gekappt worden war, entschied sich nunmehr die ukrainische Regierung, ein Embargo ukrainischer Waren- und Dienstleistungen über die Krim zu verhängen. Von friedlichen Absichten in sofern keinerlei Spur, ganz im Gegenteil, jedes Mittel scheint die Verantwortlichen zu beflügeln, Russland selbst und die betroffenen Menschen zu provozieren.

Katastrophale Notlage spitzt sich im Donbass zu

Dies nimmt der Westen und vor allem Kiew einfach in Kauf, schiebt man die Verantwortung mal eben gen Russland. Den Vogel schießt erneut die Systempresse ab: Südwest Presse meint, daß Russland gar mit dem Syrien-Krieg ablenken wolle, daher kein Frieden in der Ukraine sei. Welch verkehrte Welt und vertauschte Faktenlage! Es war der Westen selbst, der entscheidend die Ukraine destabilisierte, einen Putsch herbeiführte, den rechtmäßig gewählten Präsidenten Janukowytsch von dannen jagen ließ, um parallel diese Vorgänge einem Aggressor Russland in die Schuhe zu schieben.

Jetzt erreicht die dramatische Lage im Donbass die Menschen, spricht das russische Außenamt von einer humanitären Katastrophe vor Ort. Die Todesopferzahl nähert sich bald den 10.000. Kiew hält sich an keinerlei Gesetze, Rechtlosigkeit soll demnach im Lande vorherrschen. Wohin führen solche Exzesse? Zu noch mehr Haß und Gewalt, die gesteckten Ziele, Minsk II umzusetzen, sind nunmehr stagniert, eher in weite Ferne gerückt.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Gedanken sind frei

pixabay.com

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Kaum festzuhalten und revolutionär

Täglich schwirren sie in uns herum, die Gedanken, manchmal lassen sie uns nicht mehr zur Ruhe kommen, sie wechseln sich ständig mit einem Thema ab, dann ist man unkonzentriert. Will man sie festhalten, weil sie gerade eine super Idee entworfen haben, schwirren sie davon, und je mehr man sich anstrengt, sie wieder einzufangen, desto unklarer wird die Idee.

Wenn man Glück hat, schwirrt der Gedanke wieder von allein zurück. Sie können aber auch ständig die gleiche Melodie oder Text summen, und es solange wiederholen, bis wir fast verzweifeln.

Eier, Mehl, Zucker, Zwiebeln, Milch, wir sagen es uns ein paar Mal vor, damit wir es auf diese Weise nicht vergessen, und stehen wir dann im Supermarkt, haben wir das eine oder andere nicht mehr im Gedächtnis, deshalb werden auch so viele Einkaufszettel geschrieben.

Wir befinden uns in einem anregenden Gespräch mit einem Freund über einen Film, den wir erst kürzlich gesehen und können uns partout nicht mehr an den Namen des Schauspielers erinnern, oder uns fällt der Titel eines Liedes nicht mehr ein, können nur noch die Melodie nachsummen. Gedanken reagieren bockig, wenn wir versuchen, sie einzufangen, das zeigen sie am deutlichsten bei Prüfungen, wenn plötzlich nur noch schwarze Flecken zu sehen sind in einem scheinbaren luftleeren Raum.

Beim Klassentreffen erzählt eine Schulkameradin eine Episode aus den gemeinsamen Zeiten, von der wir bis dato nichts mehr wußten oder erkennen nur noch kleine Teile davon. Wir erinnern unsere Freundin an ein gemeinsames Erlebnis, von der sie wiederum keine Erinnerung mehr hat.

Gedanken spielen mit unseren Gedanken Puzzle und scheinen sich dabei zu amüsieren, wenn wir das gesamte Puzzle nicht gestalten können. Es gibt doch tatsächlich Versuche, nur mit Hilfe von Gedankenimpulsen, Autos zu steuern. Was passiert, wenn sich zwischen diesen konzentrierten Gedanken ein Erinnerungsblitz eines Witzes einschleust, aufgrund einer lustigen Situation?

„Zwei Doofe, ein Gedanke!“, diese Situation kennt wohl auch jeder und bedarf keiner näheren Beschreibung. Gedanken scheinen eine eigenständige Lebensweise zu bevorzugen, heißt es nicht auch „Gedanken sind frei“? Wir können uns nicht von ihnen absondern, wir können die Richtung vielleicht ändern, sie ein wenig beeinflussen, sie zähmen, ist fast unmöglich. Sie sind wie Staubkörner, wir haben kein Besitzrecht, solange sie nicht schriftlich festgehalten wurden, und auch das verjährt irgendwann.

Es gab und gibt Zeiten, da flüstern sie Menschen an unterschiedlichen Orten dieselbe Idee ein, um sicher zu gehen, daß einer davon diese Idee verwirklicht? Oder ist zu diesen Zeitpunkten ein Übermaß vorhanden, die Zeit deshalb dafür reif? Reduziert sich gar alles nur auf die Tatsache, daß Gedanken elektrische Impulse sind, die nach dem Ja–Nein-Prinzip handeln, ähnlich dem binären System der Computer, nur mit dem Unterschied, daß diese elektrischen Impulse auch über Grenzen hinweg frei herumflattern?

Unter welchen Gesichtspunkten, falls es die gibt, suchen sie ihr zuhause bei Menschen aus, die uns dann mit ihrem Ideenreichtum erfreuen? Wenn es möglich ist, daß Gedanken über Grenzen sich in den Köpfen verteilen, warum ist es dann nicht möglich, gemeinsam den Gedanken an eine friedvolle, humanistische, ökonomische Weltgemeinschaft zu denken und diese dann zu verwirklichen? Ohne Zwang und Verkrampfung, denn dann funktioniert es nicht, wie bereits erwähnt.

Pax, Frieden, ausgesprochen klingt es wie „packs“, packen wir diese Gedanken und beziehen sie ein in unser Tun.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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