Die Steigerung von Terror bedeutet totale Überwachung

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Satirischer Rückblick…

Das liegt doch im Auge des Betrachters, ob etwas schön oder eben keinesfalls sich so zeigt. Meinungen und Geschmäcker differerieren bei uns wählerischen Menschen, die doch tagtäglich ohnehin kaum noch befreit und gelassen durchatmen dürfen angesichts der gewaltigen Masse an Reizüberflutungen, mittels Werbung, Nachrichtenmeldungen und der vielen Gerüchte, die allerorten, ganz besonders im Internet kursieren. Von den seriös auftretenden Wahrheitsverkündern- und Fanatikern über Fernsehanstalten bis hin zu Verschwörungstheoretikern. Ein Fünckchen Wahrheit steckt dennoch überall drin, oder?

Schwamm drüber, das Leben nimmt seinen Lauf. Insbesondere nach solchen Attentaten wie letzte Woche in Paris, nicht zu vergessen, die vielen kaum beachteten, die weltweit geschehen. Hält die Menschheit deshalb gleich den Atem an, schockiert ob solcher Gewaltszenarien? Im Gegenteil, sie schaut pikiert weg, ist dermaßen mit ihrer kleinen heilen Welt beschäftigt, in der nur die selbstgefälligen Werte zählen, daß sie gar nicht bemerkt, wie sie sich Stück für Stück unterjochen läßt. Hauptsache Merkel plappert, wir schaffen das, und allen geht es gut.

Denkste, dem ist zwar gar nicht so, aber die wenigsten wollen dies wahrhaben. Manchmal sind allerdings Abschiede Anfänge. Vielleicht sollte Mensch sich davon trennen, stets alles ausbeuten zu wollen, irgendwann ist das Maß voll, gibt es kaum mehr neue Spielfelder jener Masche. Was dann? Ganz einfach, die Gier schafft neues per Zerstörung. Ja, Sie haben richtig gelesen. Nichts fördert den Geschäftssinn besser als Krieg, das hatte nicht nur der olle Brecht in „Mutter und Courage und ihre Kinder“ erkannt, sondern entspricht einer knallharten Tatsache. In sofern Aufrüstung in allen Ebenen? Es schaut sehr danach aus.

Vor Brecht schaute bereits Heinrich Zille dem Volk aufs Maul, sah sehr gezielt hin, was die einfachen Menschen bewegte. Künstler ein Sprachrohr als sichere Vermittler, die all den Verschlossenen, dem Haß die Augen öffnen wollen? Natürlich, es ist ihr wichtigstes Anliegen, die Welt mittels ihrer Begabung zu betrachten, ohne Scheu, ohne Zwang. Aber wenn Mensch weiterhin nicht aufwacht, sich knechten läßt, setzen Diktatoren ihr böses Werk fort, gewissenlos.

Das verhält sich beim Fracking demnächst genauso wie zuvor mit der leidlichen AKW-Politik. Hauptsache Konzerne werden fleißig gefüttert, die hofierte Parteipolitik nett gesponsert, der manipulierte Wähler funktioniert doch reibungslos. Wie im Kleinen so beim Großen. In der Politik sowieso. Kein Wunder, daß die USA ihre NWO nahezu ungebremst weltweit installieren. Oder werden sie endlich mal aufgehalten? Wer weiß, es könnte sich bewahrheiten. Mit dem Staatsterror demnächst die totale Überwachung folgt? Zumal hier in Deutschland das Hartz-IV-System prima verdeutlichte, wie die da unten beschäftigt werden können, damit die da oben fürstlich die Sektkorken knallen lassen dürfen. Merkt schon keiner. Und wenn doch?

Bleiben Sie sich selbst treu und schauen von Zeit zu Zeit nicht nur in den Spiegel, nein, nicht das Magazin gemeint ist, sondern inwieweit Sie das eigentliche Geschehen um Sie herum mit Ihrem Gewissen vereinbaren können.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Hartz IV: Almosen vs. soziale Unterstützung

flickr.com/ Andreas Gerhold/ (CC BY-SA 2.0)

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Wie die verantwortliche Politik das eigene Volk mißbraucht

Es nützt alles nichts, ständig um den heißen Brei zu reden. Wobei es grundsätzlich ganz grob gesehen, zwei Lager gibt, die sich bei der Meinungsbildung um das größte sozialrassistische politische Versagen in Deutschland ranken: die einen, die felsenfest davon überzeugt sind, Hartz IV sei eine sozialverträgliche Unterstützung und die anderen, die es im günstigsten Fall als ein Almosen betrachten. Irgendwo dazwischen liegt der wahre Kern?

Die Frage beantwortet sich ganz schnell von selbst. Hatte bereits im Vorfeld neben vielen sozialpolitischen Beobachtern eine Gabriele Gillen mit ihrem im Rowohlt Verlag erschienenem Buch „Hartz IV. Eine Abrechnung“ für enstprechend scharfes Aufsehen gesorgt, zumindest bei noch kritischen Zeitzeugen, wurde es nach anfänglichen Demonstrationen gegen Hartz IV und etlichen Entgleisungen verschiedener Politiker von Jahr zu Jahr stiller. Wohin waren die lauten Proteste entwichen?

Selbstverständlichkeit eines miesen Kompromißes

In der vollkommen simplen, aber wirkungsvollsten Waffe gegen menschliche Auflehnung: Angst und die Gewißheit, daß mit der Zeit das Volk sich arrangiert. Das verhielt sich bisherig in allen Unterdrückungssystemen so, endete stets dann, wenn die Ungerechtigkeit zu offensichtlich, das Leid durch nichts mehr zu rechtfertigen war. Die alte DDR, Nazi-Deutschland oder drüben die USA seien mal als noch historisch jüngste Beispiele zitiert.

Sie lesen vollkommen richtig. Die USA mit Weltmachtansprüchen lassen es zu, daß fast 50 Millionen Personen dort in Armut leben, jeder Siebte gar obdachtlos ist! Danke für die gut zusammengetragene Recherche an Hubertus J. Schwarz. Stattdessen zog es ausgerechnet ein Sozialdemokrat vor, hier in Deutschland den Niedriglohnsektor auszubauen, unter seiner Regentschaft als Bundeskanzler installierte er zusammen mit den Grünen die Hartz-IV-Gesetze.

Obwohl neben etlichen kritischen Stimmen gegen Hartz IV die Liste der unglaublichen Menschenrechtsverletzungen in den über zehn Jahren seit der Einführung immer länger wurde, dabei ganz besonders verheerend die Sanktionierung bis hin auf Null, neben der Inkaufnahme einer schnellen Obdachlosigkeit, gar eine Lebensbedrohung der Betroffenen, scheint die Bundespolitik nicht im Entferntesten zu zweifeln, verbleibt diese einmal ins Leben gerufene Gesetzgebung. Die Selbstverständlichkeit jenes miesen Kompromißes zwischen totaler Verarmung und langsam wirkender Ausgrenzung von der Gesellschaft der Hartz-IV-Empfänger bis hin zur Hofierung sklavenartiger Jobs und lächerlichen Stundenlöhnen, hofiert in Wirklichkeit eine nimmersatte Wirtschaft, die sich einerseits kräftig bereichert, während andererseits die Politik mit sinkenden Arbeitslosenzahlen hausieren geht.

Jene kommen aufgrund der Statistik-Manipulationen und eines stetig wachsenden Billiglohnmarktes zustande. Augenauswischerei vom Feinsten, der deutsche Michel schläft weiterhin, suhlt sich gar mit hämischen Nachtreten gegen Betroffene, statt einmal zu verinnerlichen, daß manch einer morgen selber auf der Sozialrutsche landen könnte!

Kein Mitleid – kaum Verständnis für die Opfer

Und diese Zahl wächst kontinuierlich an, wobei eine riesige Dunkelziffer vorhanden, die eben nicht messbar, denken wir an die etlichen Selbstmordfälle, an gescheiterte Existenzen, an zerrissene Familien, an viele Kinder und Jugendliche, die nahezu chancenlos ein Leben mit Hartz IV zu erdulden haben. Aber das interessiert eine Leistungsgesellschaft mitnichten, bei der lediglich der Erfolgreiche, der Habitus zählt.

Kein Wunder, daß selbst die Systemmedien kaum reagieren wenn ein Hartz-IV-Bezieher sich vor lauter Verzweiflung in einem Jobcenter selbst anzündet, wie vergangenen Mittwochnachmittag im südhessischen Mörlenbach geschehen. Die Gewohnheit und das daraus resultierende Arrangement mit diesem hochfragwürdigen, angeblichen Sozialgesetz offenbart eine erschreckende Gleichgültigkeit. Das gegeneinander Ausspielen von einer Mentalität des Versagens bei dauerhaftem Jobverlust und der anderen Seite des leistungsorientierten Erfolgreichen, solange dessen Glücksstern anhält, kaschiert die nackte Wirklichkeit, ein Vakuum der Angst, des Mobbings und Förderung zur eiskalten Ellenbogengesellschaft.

Der etablierten Parteipolitik fällt nichst besseres ein, als den Vorgaben des Wirtschaftsdikatetes folge zu leisten. Dabei gäbe es neben dem BGE noch das wesentlich durchdachtere Bandbreitenmodell, welches inzwischen längst manchem Bundespolitiker bekannt sein dürfte. Aber nein, immer schön festhalten an der Fahnenstange eines raffgierigen Lobbyismus.

Mit Humanismus hat das nichts mehr zu tun, der Raubtierkapitalismus offenbart seine bösartige Fratze. Nur noch totale Verarmung gänzlich ohne soziale Absicherung kann ein solches Gesetz noch toppen, so wie dies in der Vergangenheit geschah. Sehr weit davon entfernt sind wir nicht mehr.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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US-Strategie zur Weltherrschaft: Durchschaubarkeit offensichtlicher

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Je mehr Kriege und Terror, desto besser

Nichts funktioniert besser, um die Menschheit verunsichert zu beschäftigen, wie eine breitgefächerte Ablenkung, die obendrein äußerst geschickt platziert an unterschiedlichen Orten in eiskalt geplanter zeitlicher Reihenfolge ihren Verlauf nimmt. Wer bisherig die vielen weltpolitischen Nachrichten ernsthaft verfolgte, muß letztlich eingestehen, daß eine Nation sich ganz besonders ins Zeug legt. Doch die US-Strategie zur Weltherrschaft, besser bekannt als NWO, entlarvt sich immer mehr, deren Durchschaubarkeit niemand offensichtlich bestreiten kann.

Außer man verschließt die Augen, gehorcht nahezu willenlos und unangenehm auffällig den indoktrinierten Vorgaben der US-amerikanischen Administration, wie dies im Herzen Europas unsere Bundeskanzlerin praktiziert. Man fragt sich zurecht, wo denn eine friedfertige Haltung noch vorhanden, angesichts der unübersehbaren Handlungsweisen dieser USA, die da lautet: Je mehr Kriege und Terror, desto besser.

Nahtstelle Russland-USA – kein faires politisches Ringen

Wer geglaubt hat, die Welt würde mit dem Fall des Eisernen Vorhangs friedlicher, der wurde sehr schnell eines besseren belehrt. Mit der NATO-Osterweiterung machte der US-Westen seine Haltung unverblümt deutlich: die Russische Föderation entweder politisch abhängig für sich zu gewinnen oder aber per gezielter Taktiken das größte Land der Erde ins Abseits zu drängen.

Seit Wladimir Putin die Zügel in den Händen hält, oftmals geschickt die bewußt inszenierten Szenarien entlarvte, durchkreuzte und eigene Strategien zum Schutz seines Volkes entwickelte, denken wir an den Syrien-Krieg, den Maidan-Putsch, die Rettung der Krim, den Ukraine-Krieg und jetzt die Versuche, mittels Terror die Welt in Atem zu halten, müssen wache Geister feststellen, daß erneut die USA alles daran setzen, ihren perfiden Plan zu verwirklichen.

Frankreich wollte eigentlich eine UN-Resolution gegen den IS erstellen, Putin kam Hollande zuvor, legte jüngst einen eigenen vor. Dabei strebt er vollkommen zurecht eine Zusammenarbeit mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad an, was angesichts der langen politischen Freundschaft mit Syrien naheliegend. Und wie reagieren die USA? Drehbuchartig filmreif mit entsprechend aufgesetzt abgelichteter Gestik und Mimik präsentiert sich der Außenminister John Kerry und verkündet: Wir werden den IS viel schneller besiegen als al-Qaida. Hat die Weltöffentlichkeit in etwa was versäumt? Trotz etlicher Drohnenangriffe konnten die Amis keineswegs jenes Terror-Netzwerk zerschlagen!

Ständig neue Brandherde schaffen – geht die Rechnung der USA auf?

Bisher schon. Aber die Stimmen derer, die endlich aufwachen und aktiv sich einbringen, nehmen ganz offensichtlich zu, obwohl die Systemmedien weiterhin überwiegend schweigen oder gar pro-amerikanisch gezielte Lügen verbreiten.

Es mag nur ein kleines Land sein, der Balkanstaat Montenegro, zumal westlich von Serbien an der Adria-Küste gelegen, weit entfernt von Russland, jedoch blickt die Staatsduma vollkommen berechtigt sorgenvoll gegen den erklärten Willen jeweiliger Völker, der NATO beizutreten. Auf diese Weise wächst die Nordatlantische Allianz, was Russland ohnehin mit großem Unbehagen schon länger beobachten muß. Die Zeiten des alten Kalten Krieges werden seitdem rücksichtslos dennoch fortgesetzt, so daß von einem neuen längst die Rede sein muß, was spätestens mit dem Ukraine-Krieg die USA besiegelten.

Doch geht die Rechnung ständig neu erschaffener Brandherde dieser USA am Ende auf? Teilweise muß man dies leider bestätigen, andererseits formieren sich neue Allianzen, denken wir an BRICS oder an die vielen Menschen, die nachdenklich aufzuwachen beginnen. Noch sind es gemessen an der schweigenden, dem Konsum verfallenen großen Masse zu wenige. Wie heißt es so zutreffend: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ergänzend möchte ich hinzufügen: Lassen wir das bloß nicht soweit kommen, denn Hoffnungslosigkeit ist einer totalen Resignation gleichzusetzen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Angst kein schlechter Ratgeber – sich knechten lassen schon

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Mühevolles Dasein entspricht dem Zeitgeist böser Kräfte

Schluß mit Vorurteilen, das wäre ja noch schöner, wenn die unser Leben allumfassend bestimmen. Geht gar nicht. Nein, dies lassen wir auf keinen Fall zu. Kaum ausgesprochen, muß der Alltag wieder in Angriff genommen werden. Keine Zeit zum langen Nachdenken vorhanden, das sauer verdiente Geld will erst mal per Leistung herangeschafft werden bei real sinkenden Löhnen, außer der ein oder andere schafft den Sprung in höhere Verdienstmöglichkeiten.

Hindernisse müssen nur noch locker vom Hocker beiseite geschafft werden. Dies erreicht der zielstrebig Ehrgeizige am besten per eiserner Disziplin, viel Lernen und einer Abstinenz allen Ablenkungen wie Partnerschaften, Partys, Spiel und Spaß gegenüber. Der glücklich in die richtige Familie Hineingeborene darf problemlos sich gehen lassen, Geld und Vitamin B regeln alles. So simpel und ungerecht die Welt gestrickt das Los des Einzelnen steuert. Das war früher nicht anders. Die meisten wissen es, aber dennoch werden letztere hofiert auf einem silbernen Tablett herumgereicht wie ein kostbares Juwel, schließlich gesellt sich Reichtum gern untereinander. In der Sprache reiner Analyse muß es lauten: Korruption und Ausbeutung gehen eine Allianz auf Ewigkeit ein.

Und die Leidtragenden, all jene, die nicht teilhaben dürfen, weil außen vor? Sie sind das Schmiermittel eines perfiden Motors, viele gar die Energiequelle wie Gas, Benzin oder Strom, damit die Energie das Leben der Allgemeinheit steuern darf, die wiederum dem Führer am Steuer zu folgen hat. Der Kreis schließt sich. Irgendwelcher Sand im Getriebe wird konsequent in aller Härte beseitigt, bloß nicht aufmucken, Störfaktor Kritik muß von dannen ziehen.

Zurück zum Anfang, urteilen zwar unerwünscht, aber unabdingbar, außer Gesellschaft ordnet sich weiterhin den gegebenen Tatsachen unter. Einer Doktrin des Herrschens, dem stillen Einvernehmen, sich stets unterzuordnen, damit eine bestimmende Kraft die Welt in jene Bahn lenkt, die unweigerlich ins Verderben mündet. Und das, obwohl die große Mehrheit es tagtäglich in der Hand hätte, sich zu erheben, Nein zu sagen zu all den bekannten Knechtschaften.

Mensch, wache auf, bevor die Sonne untergeht und im Dunkel der Nacht das Bösartige sich erneut organisieren darf. Kein Wesen handelt dermaßen ergeben, trotz des vielfachen Leids. Kollektive Ängste verdeutlichen den ursprünglichen Sinn, nämlich das einstige Paradies in uns nicht mehr zuzulassen, stattdessen zu schweigen und zu entbehren. Wer Verzicht übt, sollte schnellstmöglich die Augen öffnen, weil ansonsten uns alles genommen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Hydraulic Fracturing noch längst nicht vom Tisch

flickr.com/ Robin Wood e.V./ (CC BY 2.0)

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Exxon Mobil treibt Entschluß in der BRD voran

Wer tatsächlich geglaubt hat, daß trotz massiver Proteste und vielseitigen Informationen das Hydraulic Fracturing hierzulande daher nicht angewandt wird, der sollte sich keiner trügerischen Illusion hingeben. Diese fragwürdige Methode zur Erdgas- und Ölgewinnung spukt weiterhin in den Köpfen etlicher bundesdeutscher Politiker, die sich gern von der Lobbyarbeit des größten Anwenders dieser Methode, nämlich Exxon Mobil, beeindrucken lassen.

Insofern treibt der Konzern den Entschluß zu dieser Förderung in der BRD voran, selbst wenn die Große Koalition in Berlin die Entscheidung übers Fracking noch Ende Juni dieses Jahres verschob, nach der Sommerpause weiterverhandelt werden soll.

Trotz vielseitiger Widerstände Fracking in Deutschland denkbar?

Dürfen wir uns dabei noch wundern? Die Bundesregierungen taten sich doch schon in der Vergangenheit schwer, geballten Konzernmächten zu trotzen, denken wir an den jahrzehntelangen Leidensweg der AKWs zurück, bei denen erst recht der Menschenverstand sich einlullen ließ ob angeblich sicherer Technik. Die beiden Super-GAUs in Tschernobyl und Fukushima belehrten auch Politiker eines besseren, setzten reale, sichtbare Grenzen, ein halbherziger Atomausstieg wurde zumindest hierzulande beschlossen.

Und jetzt beim Fracking? Obwohl gerade in den USA etliche Berichte aufzeigen, in wie weit diese Förderung der Umwelt schadet, hält unsere Bundesregierung am Vorhaben eines aufgeweichten Fracking-Gesetzes fest. Hatten sich schon im Frühjahr Unionsabgeordnete gegen einen Gesetz-Entwurf gewehrt, folgten kurz danach ihrer Rolle als Oppositionspartei gerecht werdend die Grünen, mockierten, die Bundesregierung knicke vor der Erdgaslobby ein. Von einer Umweltpartei darf und muß man dies auch erwarten.

Anfang November protestierte die Umweltorganisation Robin Wood, in dem sie auf dem Dach des Gasförderers Exxon Mobil in Hamburg ein Plakat entrollte mit der Aufschrift: „Exxon Morbid empfiehlt Fracking. Wir sagen Nein!“ Eine eindrucksvolle Aktion wie so viele schon vorher. Aber läßt sich die Bundespolitik von ihrem Vorhaben deshalb abbringen? Mag der eingeschlagene Weg umweltpolitischer Proteste bis hinein in die Parteipolitik, siehe den Weg der Grünen, wirklich Früchte tragen, obwohl das letzte Wort stets die Wirtschaft selbst diktierte? Wohl eher nicht, das Nachsehen haben all die Betroffenen bis hin zu irreparablen Schäden beim Mensch, in der gesamten Umwelt.

Wie äußerte sich mal der britische Schriftsteller und Journalist John Boynton Priestley so zutreffend:

„Der Mensch von heute: das dümmste Lebewesen, das die Erde hervorgebracht hat: Er kriecht mit seinem Auto in der Großstadt wie eine Schnecke, nimmt die Umweltgifte in sich auf wie ein Staubsauger und ist obendrein noch stolz auf das, was er zustande gebracht hat.“

Ihr

Lotar Martin Kamm

 

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Straffreier Raum Internet – wenn Zille sich austobt (Teil 1)

flickr.com/ Truus, Bob & Jan too!/ (CC BY-NC 2.0)

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Brüderchen, komm mir nicht in die Nähe

„Dette kann doch alles jar nich wahr sein, muß man denn imma allet alleene machen? Na, is doch wahr! Wieso hat denn neulich der Steffen, die olle Socke, sich prompt in dem Augenblick aus dem Staub jemacht, als ick nach hause kam mit ner Riesenwut uff seine Unfähigkeit? Der wußte nur zu jenau, wat ihm blüht, wenn ick den zwischen meene Finger jekriecht hätte!“, entfuhr es Matthias, den die meisten ohnehin nur kurz Matse nannten.

Der Ururenkel vom Heinrich Zille hatte keinen einfachen Stand hier in Charlottenburg Berlins trotz oder vielleicht gerade wegen dessen berühmten Vorfahren. Eines aber hatte Matse unbedingt tief verwurzelt verinnerlicht mitgenommen aus dem Hause seines Ururgroßvaters: die Nähe zum Volk, den tiefen Drang, sich unter die einfachen Leute zu mischen. Obwohl heutzutage das Leben sich nicht mehr so viel in den Straßen abspielte, nutzte er jede Gelegenheit, um den Menschen näher zu sein, so daß neben Straßencafés und Kneipen das Internet hinzukam, die virtuellen Räume von Foren und Social Communities.

Sein alter Freund Steffen aus vergangenen Schultagen verärgerte ihn hin und wieder, weil dieser in manchen Bereichen ihm einfach nicht folgen wollte. Ganz besonders die Differenz zwischen Armut und Reichtum brachte Matse oftmals auf die Palme, da Steffen in seiner arroganten, wohlgefällig konservativen Art meist mit seinem Elternhaus protzte, nicht offensichtlich direkt, aber stets versteckt sich in Sicherheit wiegend. Was konnte schon einem Steffen von Predow passieren, außer daß seine Adelsfamilie ihn permanent finanziell unter die Arme griff?

Kaum hatte Matse sich halbwegs beruhigt vor seinem Laptop gesetzt, stieß auch schon Steffen schwungvoll, leicht beschwipst die Zimmertür auf.

„Na, da ist ja mein lieber Matse, habe dich schon überall gesucht, dachte eigentlich, du seist unterwegs!“ Matse war schon rot anlaufend aufgesprungen und trat auf ihn zu.

„Sach mal, haste noch alle Latten am Zaun? Ick mußte mir von deiner Schwester vorhin ne Standpauke über mir erjehen lassen, weil der Herr Bruder mal wieda nen Bock jeschossen hatte. Oh, man! Brauchst ja nüscht so verdattert kiecken, die hat nämlich dein Post in der Facebook-Gruppe „Ungefiltert“ entdeckt, da hat dein Pseudonym als Graf Kox nich viel jeholfen, wa? Wieso? Na, die is doch nich blöde. Ihr hattet wohl in Eurer Jugend so nen Spielchen jetrieben, wo genau dieser Name benutzt wurde. Erinnerst du dir jetzt?“

Steffen schaute seinen Schulfreund verdutzt an, setzte sich ganz langsam und unsicher auf einen Baststuhl, der die typischen Knirschgeräusche dabei von sich gab.

„Oh weh, du hast Recht, ist mir vollkommen entgangen. Was mach ich denn jetzt? Die wird mir alles weitere niemals verzeihen, zumal ich gerade in den letzten Posts so richtig über unsere Familie hergezogen habe!“

„Keene Sorge, hab ick schon glattjebügelt“, erwiderte Matse grinsend, „deine Schwester mag mir, dat weeßte doch, oder? Aber paß mir dat nächste mal uff, daß dat nie wieda vorkommt, oder laß deinen ollen Freund besser drüberschauen, wa?“ Steffen nickte in sich versonnen, wußte nicht so recht, wie er dessen Bemerkung einordnen sollte. Irgendwie hatte er zwar von dem Verhältnis zwischen den beiden geahnt, aber wollte es einfach nicht wahrhaben.

Fortsetzung folgt.

Lotar Martin Kamm

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Aufrüstung in allen Ebenen: Krieg so weit das Auge reicht

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flickr.com/ tiegeltuf/ (CC BY-SA 2.0)

Herrlich dieses Anfeinden und Abschlachten, jene unbeherrschten Gewaltausbrüche, die jegliche Menschlichkeit verloren haben, Hauptsache der Stärkere obsiegt, während der vermeintlich Schwächere hilflos zerschunden am Boden liegt. Gedanken einer bösartigen Seele, die maßlos ihre eigene Unfähigkeit, das Leben zu achten, im Rausch sinnloser Brutalität auslebt, der Schöpfung widerspricht und trotzt, die eigentlich nur eines im Sinn hat: die unendliche Liebe des Seins in ihrer Vielfältigkeit auf Erden und im gesamten Kosmos sich entfalten zu lassen.

Aber davon entfernten sich immer mehr Wesen, die obendrein im Gewande des Humanismus unterwegs, um kritiklos Gleichgesinnte zu ködern, die ihnen willig zu Füßen liegen, auf daß die Helden in Führerrollen den Verlauf des Erdendaseins bestimmen. Geschichte widerspiegelt die Vergangenheit menschlicher Entwicklung, die ihre grausame Blutspur hinterläßt, bis heute keinerlei Reue zeigt, ganz im Gegenteil stets neue Waffen schafft und einsetzt, sobald die eigene Macht nach mehr Reichtum lechzt, um sich in eiskalter Selbstverständlichkeit selbst zu bedienen, während da draußen mehrere Millionen hungern und elendig verrecken. Was soll das nur bezwecken?

Der Keim, die Zelle des Unfriedens, steckt in der Gesellschaft, weil jene sich arrangiert hat im Überleben, dem höchsten Ziel eines Menschen. Das wissen jene Herrscher sehr genau, setzen es geschickt äußerst strategisch ein, treiben Keile zwischen konstruktiv liebevollen Ideen, kennen keinerlei Erbarmen, ihre destruktiven Intrigen gewissenlos für eigene Zwecke zu benutzen. Am Ende obsiegt deren Gewißheit, daß die Sprache der Gewalt stets neue Anhänger findet. Das erleben wir jüngst in einer Welle weltweit neuer Kriegsherde zusammen mit gezieltem, scheinbar unberechenbaren Terror, der keinerlei staatlichen Instruktionen zugeordnet werden kann, aus dem Untergrund agiert.

Das Konzept der Aufrüstung in allen Ebenen geht bisherig auf, mündet am Ende in totalem Chaos, in einer Welt voller Haß und Elend, wobei selbst Oasen des Friedens gefährdet sein werden, Mensch sich seine Apokalypse selbst erschaffen hat in der unendlichen Gier nach immer mehr Macht und Reichtum. Das offene Geheimnis einer friedvollen Welt des Miteinanders besteht darin, eben keine Maßlosigkeit und Überreichtum zuzulassen, weil sämtliche Ressourcen begrenzt, gleichzeitig Mutter Erde genug Platz und Schätze bereithält, jedem Menschen es gutgehen zu lassen. In sofern beherrscht die Schieflage einer wirklich gerechten Verteilung das Schicksal des Homo sapiens, der bis heute stets seinen Herrschern voller Demut und Angst folgt, anstatt endlich genau dies nicht mehr ihnen zu gewähren.

All die Menschen, die Ungerechtigkeiten trotzten, gar ihr eigenes Leben dafür opferten, waren somit Ermahner, Märtyrer in den Augen leidvoll zurückgelassen Enttäuschter, weil Gesellschaft sich weiterhin wegduckt, aber auch historisch überlieferte „Helden“, die sich nicht beirren ließen. Sie waren die „Wächter und Soldaten“ für eine selbstverständliche Menschlichkeit, die im Rausch bewußt inszenierter Gewalt viel zu schnell verlorengeht.

Erst wenn wir Menschen endlich erkennen, daß nur die Liebe, die größte und wahrhaftigste Kraft des Kosmos, gelebt werden soll, um erst gar nicht Neid, Mißgunst, Habgier und dessen bösartige Folgen entstehen zu lassen, hat diese Erde eine Chance auf ihren Fortbestand.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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