Erinnere ich mich

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Vielleicht erinnere ich mich,
es war einmal,
bis an mein Lebensende,
das Eichhörnchen springt,
war es die Eiche, die Weide,
staunend steht das Kind
auf der Wiese eine Weile,
den Hang den Schlitten
mühsam hochgezogen,
Wolken verdunkeln den Tag,
stürmische Winde toben,
lärmende Kinder, laut die Hupe,
fallende Blätter zählen,
eins, vierzehn, fünfundachtzig,
langsam eine Orange schälen,
langsam ihre Frucht verzehren,
warum sie schnell verzehren,
ausgezehrt nach all den Bildern,
die Glücklichkeit schildern,
zwischen all dem Märchenhaften,
Kummer, Ängste, unausgesprochen,
leise vernommen, hilflos zugehört,
die Schrecken haben nicht gestört,
schlimm die Tatenlosigkeit,
grenzte an Ausweglosigkeit,
selbstverständlich die Geschehnisse,
kommt mir nicht mit, Gleichnisse
für moralisch, ethisches Leben,
Kinder wollen Taten erleben,
vielleicht erinnere ich mich,
es war einmal,
bis an mein Lebensende,
mein Herz oft zerspringt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Blausilber

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Diese Nächte mit ihrem wässrigen Nebeldunst,
die das Tauchen in blausilbrige Grotten ermöglicht,
ohne schwimmen zu können, schwerelos schwebend
zwischen Untergrund und unsichtbarer Grenze,
im Land des aufmerksamen Hörens und Sehens,
der neu erwachten Sinne für Nähe und Ferne,
diese Nächte mit ihrem Hang zum zittrigen Fühlen,
färbten meine Phantasie in glitzerndes Schwarz,
streifen meine Seele stets mit Blau getünchtem Silber.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Politik faselt von der Aufhebung der Maskenpflicht

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Bild von Carola68 Die Welt ist bunt…… auf Pixabay

Ein Ende der Pandemie noch längst nicht in Sicht

Willste schauen über ein Übermaß an Dummheit, wirste vor lauter Staunen direkt gescheit. Es ist mal wieder soweit. Der Sommer ist da, manch Politiker rufen Hurra mit viel Blablabla. Vor allem haben sie stets die Wirtschaft im Auge, weil nur die was tauge, es zählt nicht das Wohl der Leute, nur der Profit von gestern bis heute!

Haben sie im letzten Sommer schon gepennt, weil angeblich niemand das Virus so wirklich kennt, kommt nunmehr der Leichtsinn auf. Und zuviele hauen drauf, verstehen nicht den Ernst der Lage. Hinterher folgt wieder so manch Geklage. Aber mal lieber der Reihe nach, woran solch Gebahren wohl lag. Während der Söder in Bayern noch zur Vorsicht mahnt, dem Laschet, den Liberalen nichts Gutes schwant.

Sie wollen mit aller Macht die Maskenpflicht aufheben, so ist das eben. Was zählt schon das ein oder andere Leben, wenn solche Wesen nach Macht und Profit streben. Man lenkt gern ab, hält die Leute mit simplen Phrasen auf Trapp. Das hat schon immer gut funktioniert, es regiert sich ab Herbst ohnehin völlig ungeniert. Weil der Wähler die Finten nicht bemerkt, man sich erst recht nicht um berechtigte Bedenken schert.

Doch ein Virus läßt sich eben nicht austricksen, da kannste noch so schön adrett knicksen. Und weil jene politische Mischpoke stets mit derselben konspirativen Kungelei unterwegs, dem ein oder anderern geht solches mächtig auf den Keks, wird der Unmut bis zum Herbst latürnich laut. Ob sich dann manch Wähler noch was traut?

Schließlich wollen die Grünen den Christdemokraten das Zepter abnehmen, Schluß mit jenen selbstverschuldeten Problemen. Deutschland und die Welt warten auf ein echtes Umdenken, kein altbekanntes Ablenken. Denn dafür haben wir so keine Zeit, es ist längst soweit. Mutter Erde hat genug gelitten, es wurde zu lange schon gestritten, was wohl der beste Weg sei, um zu beenden jene unnötige Plauderei. Es müssen dringend die richtigen Weichen gestellt werden, vorbei mit diesem verlogenen Schönfärben.

Das Ende der Maskenpflicht sieht der Gescheite eben nicht. Es bedarf noch so manch Geduld, wer zu früh auf Leichtsinn hört, riskiert eben Tumult. Und das stört. Weil wir solches überhaupt nicht gebrauchen können, uns damit eher verrennen. Obendrein erfreut dies Aluhutträger, Corona-Leugner und rechtsradikales Pack. Letzteres geht wahren Demokraten schon zu lang auf den Sack. Möge jene Klientel schon bald verschwinden, es sollte sich eher Besseres einfinden. Zum Beispiel eine grüne Bundeskanzlerin Annalena Baerbock. Das wäre zwar für jene Konservativen ein Schock, aber bekanntlich tun neue Besen gut kehren. Dagegen hilft auf Dauer keinerlei Wehren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Vor der Bundestagswahl schon einen Blick in die Kugel wagen?

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Bild von Thomas B. auf Pixabay

Schwarzmaler bemühen sich, ein grüner Anstrich tut dem Land gut

Vorbei, verpaßt den Anschluß an politischen Erneuerungen, Deutschland im Herbst 2021, erneut entscheidet die müde Wählerschaft sich für eine Union, die Europas größte Wirtschaftsnation durch die Herausforderungen lenken möge. Es versteht sich von selbst, daß angesichts jener hohen Stimmengewinne, die Liberalen mit Kanzlerkandidat Laschet koalieren.

Schwarz-gelb ist am Drücker, Merz und Konsorten atmen auf, die Riege der Herrenmenschen muß sich nicht von einer Frau gängeln lassen, das Gespenst einer grünen Dominanz verflogen, Hauptsache ein weiter so wie bisher, ging doch all die Zeit gleichwohl gut aus. Der deutsche Michel hält die Füße still, gut, hie und da ein paar Nazis, eine Linke, die gar an der 5-Prozent-Hürde scheitert. Alles prima.

Tatsächlich? Mutter Erde stöhnt auf, hat schon jene Frau Klöckner für genügend Unmut gesorgt, schließlich darf der gepeinigte Autofahrer wieder sichtfrei fahren, ohne lästige Insekten an der Windschutzscheibe dank Glyphosat, wen interessiert schon Artensterben, wo doch der Mensch, besonders Lobbyisten und Diktatoren im Mittelpunkt stehen, die werden‘s schon richten.

Nichts gelernt aus der Geschichte, jahrzehntelange Protestkultur verschlafen, wo doch jetzt links-grün Versiffte als simples Feindbild herhalten dürfen, da vergißt man erst recht die Gräuel der braunen Brut, so als ob sie nie stattgefunden hätten und duldet den ein oder anderen Fauxpas jener sogenannten Alternativler für Deutschland. Was Bierkonsum, Fußball und McDonald’s-Fraß alles anrichten mag, das weiß längst jeder halbwegs Gebildete. Nützt nur nix, wenn wieder solche schwarzen Vollpfosten regieren.

Wo sind denn all jene hoffnungsfrohen kritischen Stimmen, die doch gegen Ende des Frühlings den Grünen fast 30 Prozent zutrauten, der Union gleich fünf Prozent weniger, als die Liberalen noch mit den Nazis sich messen mußten, die Sozialdemokraten wengistens noch bei 18 Prozent hoffen durften, die Linken per sieben Prozent geduldet wurden?

Wie eingangs betont, verpaßt, vorbei. Einerlei. Alles nur eine fiktive Vision, wie es sich tatsächlich abspielen könnte, sollten die Wähler weiterhin sich ablenken lassen vom Baerbock-Bashing, einer Euro 2020, auch wenn Fußball nicht mehr den Stellenwert hat nach etlichen Skandalen, erst recht mit Blick gen Katar.

In gut einem Vierteljahr findet sie statt, die Bundestagswahl, dazwischen der Sommer, die Ferien, angesichts trügerisch sinkender Corona-Ansteckungen ein erneutes Laissez-faire der Verharmlosung, viele Gelegenheiten, im TV sich zu profilieren, eine Umwerbung geschönter Phrasen. Am Ende hat’s der Wähler in der Hand, Wahlprognosen müssen nicht unbedingt zutreffen, wie man doch in Sachsen-Anhalt beobachten konnte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Tragik folgt Hektik

Nicht
gelernt,
Sicht
sich entfernt
beim Hasten,
kaum Reaktion,
ausrasten
der Gehirnregion,
wenn immens
schnell,
brems,
grell
schreit
der Kopf,
gescheit
ist der Tropf,
nützt nur
wenig,
Mensch stur,
will Tragik.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Viele Grüße von dort

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Bild von StockSnap auf Pixabay

Viele Grüße von dort,
eine Karte hinter Tapeten,
vielen Tapetenlagen,
im Flur gefunden,
vielleicht hat einmal
ein Bild davor gehangen,
Erinnerungsphoto,
Blumen in einer Vase,
mit Ölfarben gemalt.

Viele Grüße von dort,
sonst nichts, kein Name,
Adressanschrift unleserlich,
verschmiert, absichtlich,
wer weiß, Tinte verläuft,
Schwarzweißphotographie,
zerfetzt, zerstückelt,
ein Bildnis, Landschaft,
geheimer Ort, meine Phantasie.

Viele Grüße von dort,
schreib ich an euch,
ihr mögt es selber wissen,
wo das Glück zuhause,
wo Grausamkeit herrscht,
wo euer Dort sich aufhält,
wenn ihr euch fremd
und doch vertraut seid,
vom Dort, das erinnert.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bundestagswahl mit deutlichem Zeichen wohin die Reise geht

Entweder ein weiter so wie bisher oder endlich Politik für alle

Landauf, Landab dieses Grünen-Bashing allüberall, ob in den Medien oder im Internet selbst, man mag es kaum noch lesen, jene Verunglimpfung gegen Annalena Baerbock, weil Frauen eben Herrenmenschen nicht Paroli bieten sollten, obendrein alles beim Alten bleiben muß. Was heißt das im Klartext? Ganz einfach, Wachstum bis zum Erbrechen, Sozialabbau, Aufrüstung und Light-Angebote als Alibi, man könne damit den Klimawandel verhindern.

Schon positioniert sich ziemlich deutlich die Union unter Armin Laschet, er lehnt zentrale Grünen-Vorhaben ab, was nicht wirklich verwundert, schließlich war es ohnehin hauptsächlich die Union selbst, die in den letzten Jahrzehnten durch ihre Politik etliche Versäumnisse zu verantworten hat. Davon will sie natürlich nichts wissen, erst recht nicht in Bundestagswahlkampfzeiten.

Liebäugeln mit den Liberalen – Sarna Röser sieht Deutschland auf grünem Holzweg

Jenes Koalitionsbündnis hat doch etliche Male gut gefruchtet, meint der Kanzlerkandidat der Union. Er setzt lieber auf den bisherigen Kurs des Sozialabbaus, der Stärkung der Wirtschaft besonders für Konzernlobbyismus, die Seitenhiebe gegen den derzeitigen Koalitionspartner SPD passen zu ihm, dient der Ablenkung vom Wesentlichen. Statt tatsächlich eigene Verfehlungen einzugestehen, verharrt die Union im weiter so  wie bisher.

Die Bundesvorsitzende des Verbands Die jungen Unternehmer, Sarna Röser, versucht sich in einem Gastbeitrag in der Welt, Deutschland sei auf dem grünen Holzweg. Dabei malt sie ein Bild von den Grünen, welches unrealistischer kaum sein mag. Von eigenen Ideen und realen Vorstellungen, wie man den Klimawandel wenigstens ausbremsen könne, keine Spur. Da bläst sie lieber ins selbe Horn wie ein mögliches altbewährtes Koalitionsmodell von CDU/CSU mit der FDP. Viel Tamtam, nur keine tatsächliche Politik zum Guten fürs Volk, für Mutter Erde!

Die Grünen schwächeln im „Sonntagstrend“

Schon wittern ihre politischen Gegner wie die Geier entsprechenden Aufwind, man könne wieder frohlocken, die Grünen seien ohnehin eine Eintagsfliege, erst recht, wenn eine Annalena Baerbock es wagt, sich mutig zu positionieren. Jedes kleine Mißgeschick wird akribisch beobachtet, statt sich mit ihr inhaltlich auseinanderzusetzen.

Und die Medien machen fleißig mit bei Negativmeldungen, wo immer möglich. So wie mit dieser Überschrift: Die Grünen bei Umfrage im Sturzflug. Nonsens. Man muß nur lang genug draufdreschen, damit jede/r hereinfällt. Stimmt aber mitnichten. Nur weil die Union deshalb jetzt 27 Prozent erreichen soll, die Grünen gerade mal 20 Prozent, behauptet T-Online, die Grünen nähern sich langsam der SPD. Man beachte, nur drei Tage zuvor lag die SPD bei 14 Prozent, die Grünen bei 22 Prozent laut Forsa. Von einem Sturzflug kann somit keine Rede sein. Vielleicht bemerkt ja noch rechtzeitig der ein oder andere Wähler, wie selbstherrlich simpel eine Union und die Ewiggestrigen sich gegen jede konstruktiv gute Idee sperren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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