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Starke Frauen unerwünscht – ein unerträgliches Machogehabe
Was drüben in den USA vor fünf Jahren geschehen konnte, daß nämlich eine Hillary Clinton im Kreml völlig unerwünscht war, die Russen im US-amerikanischen Wahlkampf mit allerlei schmutzigen Tricks aufwarteten, mag auch hierzulande durchaus im Bereich des Möglichen sein. Immerhin wagen die Grünen, Regierungsverantwortung zu übernehmen, obendrein erneut eine Frau wie zuvor Angela Merkel.
Die noch amtierende Bundeskanzlerin verstand es, sich dementsprechend zu wehren, der jungen Grünenpolitikerin stehen noch turbolente Zeiten bevor. Ein wichtiger Parteikollege mit Weitsicht weiß nur zu gut, daß die Grünen keine Wunschpartner sind, sowohl in Moskau als auch in Ankara. Özdemir sieht russische und türkische „Schmutzkampagnen“ gegen Baerbock, wie die Welt ausführt. Übertriebene Hysterie oder etwa doch realistisch?
Fraglich ob Sicherheitsbehörden Schlimmeres verhindern mögen
Natürlich hinken jene Verfassungsschützer, Nachrichtendienste, also der gesamte Sicherheitsapparat diesen potentiellen Angriffen hinterher, die stets neue, perfide Absichten ersinnen, politische Gegner zu diskreditieren. Ganz besonders in den Weiten des Internets, Cyberkriminalität nimmt erheblich zu.
Obendrein bahnt sich schon länger ein faschistoider Zeitgeist an, Despoten leben im Aufwind einer müden Wählerschaft, die viel eher der Demokratie nicht mehr trauen will, der Ruf nach einem Führer wird erneut lauter. Was wir im letzten Jahrhundert überwunden glaubten, kehrt unweigerlich zurück.
Weltpolitik am Scheideweg zwischen globaler Zerstörung oder Rettung in letzter Not
Schadensbegrenzung möchten die Grünen auch hierzulande beherzt umsetzen. Da paßt natürlich keine starke Frau als Kanzlerin ins Konzept ewiggestriger Herrenmenschen, ob hierzulande vertreten durch den Herrn Merz, in den USA den frohlockenden Herrn Trump, in Russland dem Langszeitpräsidenten Putin oder den kriegslüsternen Herrn Erdoğan, um nur ein paar zu benennen.
Letzterer mischt ordentlich mit in Syrien, in Libyen und vor der Küste Griechenlands, obendrein entgleitet ihm dessen Schattenarmee, die islamistische Vorstellungen hat, wie man Europa unterjochen könnte. Da bedarf es sehr viel Weitsicht und Fingerspitzengefühl, ein entsprechendes neues Bundeskabinett zu bilden, wenn Frau Baerbock in diesem Herbst das Rennen machen sollte.
Lotar Martin Kamm





