Weltschmerz verinnerlicht von Angesicht zu Angesicht

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Nach Düsternis erreicht uns das Licht?

Signale überhört, um von dannen zu ziehen, ihnen vielleicht zu entfliehen, obwohl ganz verstört  manch einer im Geheimen sich die Frage stellt, um im Verneinen bewußt verflucht all das Geld, welches der Gier den Vortritt gibt, dadurch sozialer Abbau ständig im Argen liegt?

Zuviel des Guten im Hinterfragen etlicher Probleme, man sich über das Herantragen bereits  im Vorfeld schäme, weil besser sich zurücklehnen, die politische Vorgabe verlangt, bloß nicht nach Lösungen sich sehnen, wenn über jenen Kritikern der Vorwurf prangt: Es langt!

So wiegen sich unzählige Gesellen im dauerhaften Zustand gewisser Tatenlosigkeit, niemals bereit zu durchbrechen die Schand‘ der Uneinigkeit, wobei doch des Menschen Verlangen nach ein wenig Glück meist mündet in jenem Stück der Maßlosigkeit. Wer ist bereit, diese Klippe zu umschiffen, ihr Wege aufzuzeigen, damit endlich im Reigen neuer Ideen Änderungen geschehen?

Doch weit entfernt in einem Land, das nur in den Köpfen wacher Geister existiert, begeben jene sich an den Rand der Möglichkeiten, vollkommen ungeniert, um sich gewissenhaft vorzubereiten für eine Zeit, in der Mensch wieder bereit zurückzufinden in den Urgedanken allen Seins: eine Welt ohne hemmende Schranken. Stellen wir es uns bildlich vor, die Offenheit gewaltloser Energie, wie sie greift, wächst und gedeiht, verzeiht und gleichwohl nie das Leben mit Füßen treten kann, sondern es liebt und jenen Bann aufrecht erhält. Das gefällt?

Diese Welt allerorten stets vorhanden war, aber manch Menschenschar sie überrannte in blindem Gehorsam böser Absichten, ihr mörderisches Tagwerk vollrichten, während die breite Masse zu viel Leid ausgesetzt, gehetzt, wenn auch inzwischen vernetzt, versucht zu retten, was noch zu retten ist. Zu spät, Fahnen werden auf Halbmast gehisst als Zeichen für noch mehr Versagen in kommenden Tagen, in denen wir beklagen, was halbherzige Politik vergißt: des Menschen Selbstverständlichkeit auf ein Recht friedlichen Zusammenlebens, des Verzeihens und Vergebens.

Nur die Gier steht im Vordergrund  mit ihrem häßlichen, nimmersatten Schlund, und bedeutet der wahre Grund, warum zu jeder Stund‘ des Menschen Stimme nicht erhört, wir empört gen Regierende zeigen, doch jene schweigen einfach siegessicher vor geschützten Argumenten, allseits bereit zu säen Zwietracht und Uneinigkeit. Was sagt uns das? Es wird Zeit, zu beenden diesen sinnlosen Haß.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Vorhin

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Vorhin,
sie ging,
entlang
der Mauer,
aus Stein
war sie,
die Mauer,
sie.

Vorhin,
entlang
der Mauer,
war sie,
sie.

Vorhin,
aus Stein
war sie.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Umweltschutz beginnt direkt vor eigener Haustür

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Wegwerfwindeln sollten verboten werden

In unserer schnellebigen Zeit fanden sich stets scheinbar clevere Lösungen, um den Konsumenten vorzugaukeln, wie dem wohl Abhilfe zugutekommen mag. Doch das war beim Beispiel von Wegwerfwindeln viel zu kurzfristig gedacht, erweist sich in Wirklichkeit als ein folgenschweres Problem, welches eben nicht unmittelbar sichtbar in Erscheinung tritt, dennoch unsere Umwelt erheblich belastet.

Am besten Stoffwindeln, empfiehlt die Robin Wood-Papierexpertin Angelika Krumm, Papierfasern seien zu wertvoll für den Müll. Dem kann man keinesfalls widersprechen, sondern klingt nicht nur ziemlich logisch, sollte letztendlich längst in die Tat umgesetzt sein.

Was früher problemlos funktionierte heute mit Abscheu betrachtet wird?

Eine Industrie, die zerstörerisch unsere wertvolle Umwelt belastet, muß sich diesen Vorwurf gefallen lassen und schnellstmöglich umdenken. Verpaßt sie das, mag das eine Weile lang vielleicht fruchten, jedoch haben es in erster Linie die Verbraucher selbst in der Hand, jene Industrie in die Schranken zu weisen.

Dazu bedarf es allerdings eines Umdenkens, eigene, liebgewonnene Bequemlichkeit gezielt ernsthaft zu hinterfragen. Zunächst mögen jene Wegwerfwindeln aus Zell- und Kunststoff ganzen Generationen inzwischen gedient haben, doch jene Pampers & Co.-Lösung war alles andere als umweltfreundlich.

Man vergegenwärtige sich mal das Beispiel, welches Angelika Krumm aufführt, binnen eines Jahres ergibt der Wegwerfwindelmüll aller deutschen Kinder in durchschnittliche Müllwagen vollgeladen einen Stau von Berlin nach Barcelona. Unfaßbar und unverantwortlich! Früher gab es Stoffwindeln, warum nicht heute diese wieder zulassen?

Die Stoffwindel erobert wieder den Markt

Wenn auch noch verhalten. Doch je mehr Menschen die Gefahren der Umweltzerstörungen begreifen und entsprechend vorbeugen, umso größer die Chance, daß jene Wegwerfwindeln boykottiert werden. Jener praxisnahe Wetbag bietet obendrein eine gut durchdachte Variante, um die gebrauchte Stoffwindel nicht berühren zu müssen, obendrein direkt in die Waschmaschine zu legen.

Wer es genauer wissen will, dem sei jener Beitrag empfohlen, in dem beschrieben wird, wo Stoffwindeln hergestellt werden. Schließlich sollten jene Wegwerfwindeln unserer Umwelt zuliebe der Vergangenheit angehören.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Ihm geht es gut mit Wut

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Es geht ihm gut, sehr gut,
mit der Wut, der einen Wut,
die es laut krachen läßt,
die Herzen fest umfäßt,
sie in Angst versetzt,
der Herzschlag aussetzt,
die Gesichter fahl werden,
er, dann König hier auf Erden
genießt dies Schauspiel,
nie wird es ihm zuviel,
jeder Donner erhöht die Zahl,
Schock wirkt wie ein Brandmal,
zuhauf strömen sie zusammen,
man möge sie nicht verdammen,
das gefällt ihm gut, sehr gut,
erhöht seine Wut, blinde Wut,
und läßt es donnern, krachen,
Leben ist nicht zum Lachen,
jedenfalls nicht für die Massen,
das kann er nicht zulassen,
schließlich und das ist gut,
er hat Wut, so eine Wut,
die nur ihm Befriedigung beschert,
denn sie ist Geld wert,
bezahlt wird er gut
für seine donnernde Wut,
von willigen Spendern,
die die Welt wollen ändern,
Wütende sollen überall regieren,
damit alle Menschen parieren,
auf Kommando, Schnauze halten,
Wütende den Weltenlauf gestalten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Chefanklägerin Fatou Bensouda soll sanktioniert werden

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Die USA demütigen den Internationalen Strafgerichtshof

US-Außenminister Mike Pompeo glänzt in seinem Amt, folgt der Doktrin eines Donald Trump, die der Linie von Ronald Reagan entspricht, den Amerikanischen Exzeptionalismus hochzuhalten. Das paßt dem US-Präsidenten ziemlich in den Kram, ganz besonders in Wahlkampfzeiten, um damit eigene Defizite zu bagatellisieren.

Wenn die USA Sanktionen gegen Chefanklägerin Fatou Bensouda verhängen, dann bedeutet das nichts anderes, als daß sie ihre Kriegsverbrechen leugnen, die wichtigen Aufgaben des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) boykottieren. Obendrein tolerieren sie damit auch andere Schandtaten, letztlich eine Aufforderung nach Gutdünken handeln zu dürfen. Eine beispiellos unverantwortliche Tat wider die Menschlichkeit.

Ausgerechnet drei Großmächte sperren sich

Neben den drei Großmächten, den USA, der VR China und Russland, haben sich noch Indien, Israel, Sudan und die Türkei geweigert, das Abkommen mit dem IStGH zu ratifizieren. 27 andere Staaten unterzeichneten zwar den Vertrag, ratifizierten diesen aber noch nicht. Die Mitglieder Burundi und die Philippinnen  beendeten vor kurzem ihre Mitgliedschaft.

Was im Sommer 1998 ins Leben gerufen wurde, eben dieser wichtige Internationale Strafgerichtshof mit Sitz in Den Haag, nahm knapp vier Jahre später (am 01. Juli 2002) seine Tätigkeit auf. Das Völkerstrafrecht steht auf dessen Agenda, obendrein untersteht dieses Strafgericht eben nicht den Vereinten Nationen, um sich seine Unabhängigkeit zu bewahren. Trotzdem existiert ein Kooperationsabkommen zwischen dem IStGH und der UN. Ganz besonders wichtig dabei, der Gerichtshof kann nur über Individuen und nicht über Staaten zu Gericht sitzen.

US-Administration verunglimpft Fatou Bensouda von Beginn an

Kaum hatte die Chefanklägerin Fatou Bensouda die Eröffnung eines Strafverfahrens betreffend den Afghanistan-Krieg seit 2002 im November 2017 beantragt, griff Donald Trumps Nationaler Sicherheitsberater, John R. Bolton, sie in der Presse persönlich an. Im Frühjahr 2019 wurde ihr das Einreisevisum in die USA obendrein entzogen.

Wer sich allzu forsch gegen die US-Militärs und die CIA stemmt, muß wohl ganz offensichtlich mit entsprechendem Gegenwind rechnen. Das läßt ein Amerikanischer Exzeptionalismus keinesfalls zu, schließlich muß man doch seine Sonderstellung mit allen Mitteln durchsetzen. Wer dermaßen kaltschnäuzig völkerrechtliche Normen mißachtet, muß sich nicht wundern, wenn andere Staaten jene Politik dieser USA verurteilen. Insofern kann man nur dem Vorwurf des Gerichtshofs zustimmen, daß die Sanktionen seitens der Trump-Administration eine „Attacke auf die Herrschaft des Rechts“ sind.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Zusammenbruch Europas von langer Hand geplant?

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Bild von Artur Janas auf Pixabay

Manche Szenarien gleichen keiner Utopie

Gleich vorneweg, sie sind durchaus ein planbares Kalkül, wobei die Komponenten dennoch keiner Kontinuität folgen dürften, weil gewisse Risiken gar nicht ausgeschlossen werden können. Trotzdem mögen bestimmte Herrschaften das einfach in Kauf nehmen, wenn eigene Machtphantasien sich realisieren lassen, lebt es sich bestimmt entspannter. Ein Wladimir Putin gehört zweifelsfrei mit zu den Kandidaten, die knallhart ihre politische Laufbahn durchsetzen.

Ob ein Donald Trump dessen willfährige Marionette sein mag, bleibt mal dahingestellt. Man darf schon davon ausgehen, wer sich die Geschehnisse der letzten vier Jahre in den USA vergegenwärtigt. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel bemerkt, „Alexej Nawalny wurde Opfer eines Verbrechens“, dann bedeutet das diplomatische Alarmbereitschaft im Herzen Europas und läßt sich nicht einfach simpel mit „normalen Spannungen“ abtun. Das hätten gern all diejenigen, die RT als die Infoquelle vorschieben, was mehr denn je deren eigentliche Absicht entlarvt!

Der Einfluß Russlands sollte nicht unterschätzt werden

Die tröge Mär vom „bösen Russen“, besonders beflügelt in der Zeit des Kalten Krieges und der Kommunismus-Hysterie aus den USA, die sollte vor dreißig Jahren als überwunden gelten. Trotzdem hat sich in Russland etwas entwickelt, was wir nicht wirklich gebrauchen können, eher demokratiefeindliche Absichten erweckt.

Bekanntlich steht die russische Festung trotz etlicher Widrigkeiten, Putin agiert eher scheinbar im Hintergrund, um letztendlich seine Position zu stärken. Davon profitieren vor allem jene Rechtsradikalen, die sich als seine Verbündeten verstehen, insgeheim den Zusammenbruch Europas herbeisehnen, um ihre eigene Macht ins Spiel zu bringen. Sie wollen gezielt den längst überwundenen Nationalismus neu entfachen, beste Voraussetzung für Kriegsszenarien.

Erneut mischt Russland bei der US-Wahl mit

Selbst wenn Trump und Putin dies weit von sich weisen, Indizien bleiben dennoch vorhanden, lassen sich nicht einfach wegdenken. Das FBI wies darauf hin, hat eine russische Fake-News-Schmiede enttarnt. Das, was viele offen oder hinter vorgehaltener Hand in der Vergangenheit zum Ausdruck brachten, nämlich direkte Einflüsse seitens Russlands bei US-Wahlen, entpuppt sich nunmehr als Realität.

Die Absicht dahinter sollte eigentlich klar sein. Die gegängelten, instrumentalisierten USA nutzen der eigentlichen Expansion Russlands, die längst vollzogen wird. Antiamerikanisten mögen aufhorchen, sicherlich ein Weg, den der Hegemon jahrzehntelang ging. Dennoch erst recht kein Argument, dieselben Fehler zu wiederholen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Hybris der Lüge

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Es muß etwas sein,
das dunkler ist,
dunkler
als Dunkelheit.

Es muß etwas sein,
das keiner sieht,
verborgen
in Dunkelheit.

Es muß etwas sein,
das keiner wagt,
zu wissen
von der Dunkelheit.

Es muß etwas sein,
das dunkler ist,
dünkler,
am dünkelsten.

Es muß etwas dran sein,
an diesem Dünkel,
der Leichtgläubige
vereint,
Arroganz
ohne Zweifel,
Wissen
ohne Beweis,
die Hybris
der Lüge,
das Geschäftsmodell
dieser Zeit.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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