Zu dir

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Zu dir führt keine Rolltreppe
noch eine verbindende Kette,
kein Schleier, keine Schleppe,
noch eine Figurendublette.

Dich muß man nicht suchen,
nicht im Dickicht finden,
keine Reise zu dir buchen,
nicht täglich für dich schinden.

Wer zu dir kommen will,
um gemeinsam zu leben,
tobend, liebend, rasend, still,
einfach dir die Hand geben.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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USA zwischen weltpolizeilichem Gehabe und Antiamerikanismus

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Donald Trumps Nationalismus führt letztlich zur Bedeutungslosigkeit

Die weltweite Stimmung nimmt immer dramatischere Formen an, wenngleich spitze Zungen gern bekunden, daß es des öfteren solche Momente in der menschlichen Geschichte gab, manche Völker innehielten bzw. einige Gesellen nachdenkenswerte Schlüsse zogen, vom Philosophen bis hin zum Freidenker.

Dennoch sollten wir die Rückschlüsse politischer Entwicklungen nicht verharmlosen, zumal sich deutliche Strukturen gewisser Absichten offenbaren, die erneut das leidige Thema des Antiamerikanismus hervorrufen. Die Folge: Weltpolizeiliches Gehabe verblaßt im Showdown. Die USA ein sinkendes Schiff, eine Titanic der Superlative, die erst recht unter Donald Trump vor lauter Arroganz die mahnenden Stimmen einer aufwachenden Menschheit überhört und ignoriert?

Feindbild Kommunismus – wenn Künstler berechtigt hinterfragend anmahnen

Jahrzehntelang konnten die US-Amerikaner das Bild vom „bösen Kommunismus“ aufrecht erhalten, der angeblich nichts anderes im Sinn haben sollte, die Welt zu vereinnahmen, um das Diktat des Proletariats ihr überzustülpen. Da paßte schließlich hervorragend die Zweiteilung Europas und Deutschlands, die errichtete Mauer der DDR als Symbol purer Abgrenzung genauso wie der aufkommende Kalte Krieg, das Wettrüsten, das gegenseitige Übertrumpfen der beiden Großmächte als noch keine VR China ihnen dies streitig hätte machen können.

Obwohl im Zuge der 1968er Bewegung, die sehr deutlich die Erkenntnis zum sinnlos-aggressiven Vietnamkrieg einfließen ließ, mitten im Herzen Europas ausgerechnet beim deutschen Verbündeten mit den Schah-Protesten, Rudi Dutschke-Demos und der intensiveren Aufarbeitung der Nazi-Ära erneut ein gewisser Antiamerikanismus besonders die Jugend bewegte, verstand es selbst die sozial-liberale Brandt-Regierung, später unter Helmut Schmidt erst recht nicht, die Zeichen der Zeit zu deuten und entsprechend kritisch die USA zu betrachten. Stattdessen folgte bekanntlich die Drohkulisse des Nato-Doppelbeschlußes.

Es ist der Besonnenheit der Sowjetunion in erster Linie zu verdanken, daß kein Atombombenszenario im Herzen Europas die Welt belastet hatte zusammen mit einer mutig entstehenden Friedensbewegung in Deutschland. Zutiefst mißtrauisch beäugt und stellenweise kriminalisierende Reaktionen waren die Antworten der politisch Verantwortlichen.

„Keine Heimat, wer schützt mich vor Amerika?“, so der ohrwurmartige Refrain des 1982 erschienenen Songs „Keine Heimat“ der Neue-Deutsche-Welle-Band „Ideal“, der prompt einer Zensur unterlag, in deutschen Radiosendern zunächst nicht den Hörern gegönnt wurde, obwohl selbstverständlich in Szenecafes, Musikschuppen und wo immer möglich der schnelle Sound des Songs, den Annette Humpe vehement singend vortrug, zu hören war. Das bischen Kritik im Song sorgte für soviel Aufregung? Das paßte bestimmt auch einem Ronald Reagan nicht in den Kram, der US-amerikanisches Schwarz-Weiß-Denken förderte, denken wir an seine simple Formulierung über die Sowjetunion als ein „Reich des Bösen“.

Obwohl gerade Musik verbindend wirkt, so gar keine staatliche Grenzen und Gegensätze kennt, eben Toleranz in Texten fordert, besonders die Literatur und das auf den Theaterbühnen projizierte Wort für nachdenkenswerte Unterhaltung sorgt, die Politik fern vom Medienrummel zu betrachten, verbleibt Zensur, Überwachung kritischer Bürger? Unbedingt. Was damals sich politisch artikulierte, wurde von Beginn an schärfstens akribisch beobachtet, ob von der CIA selbst, dem BND, der Stasi oder anderen Diensten und hält bis heute bekanntlich an.

The American way of life – kein nachahmenswerter Lebensstil

Historisch muß man die Neue Welt, daher auch die riesige USA genau dahingehend betrachten, daß nach der Vertreibung und Ermorderung der einheimischen Indianerstämme viele Europäer das weite Land eroberten, aufteilten, sich einfach nahmen. Sie konnten auf alte europäische Traditionen pfeifen, sich eine eigene Vorstellung von Moral aufbauen, unterlagen spätestens mit ihrem ersten Präsidenten George Washington nicht mehr dem weitverzweigten Herrscher-Gehabe der europäischen Königshäuser, sondern waren damit beschäftigt, sich davon zu lösen, eine Großmacht aufzubauen.

Vergessen sei in diesem Kontext nicht, daß in Europa dann zwei Weltkriege tobten, wobei die USA jedesmal zunächst nicht direkt betroffen waren, sondern im Ersten Weltkrieg sich mittels der Entente einbrachten, schließlich den Alliierten anschlossen. Europa geriet daher in die Schuldenfalle, weil die USA per Darlehen am Wiederaufbau sich beteiligte. Startschuß einer Umkehr wirtschaftlichen Denkens und Handelns war die Weltwirtschaftskrise nach dem Schwarzen Donnerstag im Oktober 1929, was folglich sechs Jahre später zum „Social Security Act“ führte. Mag herorisch klingen, obwohl es in Deutschland längst soziale Absicherungen gab, seit 1927 das Gesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg vermochte die USA endgültig ihren eigenen Lebensstil, den „American way of life“ der Welt nicht nur zuzumuten, sondern diesen per Werbeindustrie bis in die kleinsten Nischen zu transportieren. Und wer direkten Krieg gegen die USA führte, wurde mal eben per Atombombenabwurf abgestraft, eine bis heute anhaltende Drohkulisse, die trotz des abgesegnten Start-Vertrags im April 2010 weiterhin besteht.

Dollar-Leitwährung unter allen Umständen – Russland fühlt sich bedroht

Am Ende der verbleibend anhaltende Antiamerikanismus allein deshalb nicht abebbt, weil der Dollar alles unternimmt, um seine Leitwährung aufrecht zu erhalten? Als Konsequenzen folgen Ressourcen-Kriege unter dem Deckmäntelchen, Dikatoren zu entmachten oder Terrorstaaten, erst recht seit 9/11.

Selbst wenn der US-Dollar als unantastbare Währung gilt, dem Euro als zukünftige Leitwährung nicht genug Vertrauen entgegenkommt, stellen wir fest, auf welch wackligen Beinen trotzdem der Abwärtstrend des Dollars bescheinigt werden muß. China oder Russland auf dem Sprung, den Dollar per Weltleitwährung abzulösen, während der Euro als chancenlos gewertet wird?

Es mag zunächst schlüssig klingen, was da die NATO als Raketenabwehrsysteme bisherig installierte. Dennoch sollte man die russischen Bedenken nachvollziehen. Es waren bisherig stets die USA, die kriegerisch weltweit unterwegs sich beteiligten, Russland sich im Vergleich eher zurückhielt. Verständlich, daß Russland sich trotz Start-Vertrags bedroht fühlt, weil die NATO bei ihrem Vorhaben des Raketenschutzschildaufbaus bleibt. Ein konstruktiver Dialog zwischen Trump und Putin wird immer unwahrscheinlicher, erst recht mit jüngster Entwicklung im Ukraine-Krieg.

George Benjamin Clemenceau formulierte mal: „Amerika – die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne Umweg über die Kultur.“

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Da bleibt mir die Spucke weg

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Auf den Bahamas
gibt es keine Lamas,
drum flog Maximilian
die Anden an.

Er spuckt beim Sprechen,
das ist sein Gebrechen,
dachte, Lamas hätten Verständnis
für dies Ärgernis.

Pustekuchen,
nie wieder wird er Lamas besuchen.
Die haben ihn absichtlich angespuckt
und dabei grinsend angeguckt.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Wenn Enthüllungsjournalismus Grenzen überschreitet

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Wo beginnt oder endet ein fragwürdiger Kompromiß?

Geld regiert die Welt. Diese einleuchtende, allseits bekannte Phrase hat sich längst nicht nur als traurige Wahrheit bestätigt. Jede Menge Erfolgsmeldungen stehen in unmittelbarer Abhängigkeit zum entsprechenden Geldhahn. Daher kann Enthüllungsjournalismus erst dann wirklich nachhaltig agieren, wenn er finanziell unabhängig gefördert wird.

Größte Gefahr dabei, wenn er Grenzen überschreitet. Wo beginnt oder endet ein fragwürdiger Kompromiß? Eine Gratwanderung ganz im Sinne der Aufklärung steht gewissen Interessen gegenüber, die wiederum gezielt manipulativ im Hintergrund wirken.

Anprangern mittels nüchterner Enthüllung – ein beherztes Ideal

Wer mit kleinstem Budget versucht, Widrigkeiten aufzuspüren, ist letztlich zum Scheitern verurteilt. Einzige Ausnahme: Man ist mittendrin als Betroffener bzw. Beobachter und gibt seine Erkenntnisse selber zum Besten oder wendet sich vertrauensvoll an jemand, der das übernimmt. Whistleblower erfüllen dies ständig, während investigative Journalisten über die aufgearbeiteten Informationen berichten.

Jene nüchterne Enthüllung entspricht im ursprünglichen Sinn einem beherzten Ideal, sich der Wahrheit und Aufdeckung verpflichtet zu fühlen, denken wir an die US-Journalisten Carl Bernstein und Bob Woodward, die entscheidend die Watergate-Affäre ins Rollen brachten, an weniger populäre investigative Journalisten wie Ulrike Holler, die sich eher sozialen Themen widmet, die Mißbrauchsfälle an der sozialpädagogischen Einrichtung Kalmenhof in Idstein aufdeckte. Oder halt an den Undercover-Journalisten Günter Wallraff, dessen Kritik an der Bild-Zeitung unvegeßlich bleibt.

Wenn Privatsender im Spiel wird es ziemlich subtil

Jede Kritik hat ihren berechtigten Ursprung, ganz besonders, wenn man äußerst akribisch über den Sinn und Zweck bestimmter Zielsetzungen nachdenkt. Was war das für ein Aufschrei bei zeitkritischen Menschen, als mit dem Privatfernsehen die nervtötenden Werbeblocks dem Zuschauer zugemutet wurden, die mitten in spannenden Filmen Zwangspausen zwecks Konsumberieselung diktierten. Heute scheint es lästige Notwendigkeit zu sein, in der man schnell seine aufgewärmte Pizza aus dem Herd holt, auf dem Balkon sich die Zigarette gönnt oder aufs Klo geht.

Erinnern wir uns an Günter Wallraff, als er sich mit RTL zusammentat, selbst wenn berechtigterweise man die Fast-Food-Kette Burger King sehr kritisch betrachten muß. Da konnte selbst ein Spiegelreporter nicht viel ausrichten mit dem kläglichen Versuch der Rechtfertigung, eine Kritik der Sendung wäre geschmäcklerisch, es ginge doch um Aufklärung für die Massen beim „Team Wallraff“. Als ob ausgerechnet die sogenannten RTL-Zuschauermassen sich dadurch beeindrucken lassen würden, ihre liebgewonnenen Essensgewohnheiten ernsthaft zu hinterfragen.

Das hat schon bei Filmberichten über das Elend in der Massentierhaltung nicht gefruchtet. Selbst mit kontinuierlich zunehmender Anzahl an Vegetariern wird in „Grillorgien“ sich die Wurst, das Steak oder Schnitzel gegönnt, egal welches Leid dem Tier vorher widerfahren.

Insofern ließ sich Wallraffs Sinneswandel allerhöchstens mit entsprechend schmalen Geldbeutel erklären, weil eventuell keine anderen Sponsoren sich fanden, diese Enthüllung finanziell zu unterstützen. Schade nur, daß mit solchem Kompromiß ausgerechnet Privatsender ein Podium erhalten, was einer nachhaltig kritischen Auseinandersetzung mit den vielen trügerischen Konsumgütern nicht im geringsten standhält.

Das würde nämlich Abschied von gewissen Firmen bedeuten, die aber für Einnahmen über Werbung sorgen. Somit aus geschäftlicher Sicht ein NoGo. Dem Enthüllungsjournalismus schaden solche Aktionen viel eher, wenn man denn eine bestimmte Grenze ziehen möchte, man infolge bereit ist, auch mal Nein zu sagen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Medienschelte

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Tonsäge

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Es tönt aus dem Dudelsack,
schnack, schnack, schnack.
Der Sackpfeifer eingeschlafen,
laut hört man sein Schnarchen.

Das Publikum lacht sich krumm,
johlt und grölt, Stühle fallen um.
Aufgeschreckt aus seinem Traume,
der Pfeifer zählt die abgesägten Bäume.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Bürgerwehren: Wichtigtuer der Neuen Rechten ohne gesetzliche Handhabe

Rechtsfreie Räume belasten das Zusammenleben

Die letzten Regierungen haben ziemlich eindeutig in vielen Bereichen versagt, so auch die Polizei personell aufzustocken, zumal nicht nur die Gewalt deutschlandweit zugenommen hat, sondern die Kollegen vor Ort nicht mehr wirklich ständig und schnell präsent sein können, wenn mal die Situation es verlangt. Ganz besonders tragisch offenbarte sich das am Ende dieses Sommers in Chemnitz, als ein rechter Mob die Stadt tyrannisierte, Ausländer gezielt gehetzt wurden, auch wenn Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer dies abstritt.

Genügend Gründe somit vorhanden, Bürgerwehren zu organisieren? Rechte laufen Streife, während der Staat irritiert sie beobachtet? Wieso erinnert einen das an die äußerst fadenscheinige Handhabe des Verfassungsschutzes hinsichtlich des NSUs? Erst recht, nachdem der lange und teuere Prozeß ein dermaßen enttäuschendes Ergebnis ablieferte.

Heutige Bürgerwehren nicht mit deren Ursprüngen zu verwechseln

Auch hervorgegangen aus der französischen garde bourgeoise für Bürgergarde, haben sich hierzulande Bürgerwehren aus der Waffenpflicht der Bürger, um ihre Städte jeweils zu verteidigen, gebildet. Letztlich verloren sie schnell an Bedeutung mit der Erschaffung eines stehenden Heeres, nach dem Ersten Weltkrieg ging aus der Bürgerwehr die Volkswehr hervor, bildeten sich Schützenbruderschaften und -vereine.

Doch inzwischen meint vor allem die Neue Rechte, sich anmaßen zu dürfen, Bürgerwehren zu bilden, die wiederum Deutsche vor „Horden von kriminellen Migranten“ schützen müssen. Wenn schon die Politik nach der rechten Pfeife tanzt, darf niemand sich wundern, daß eine AfD ständig in den Wahlprognosen sich steigert, inzwischen in allen Landesparlamenten und im Bundestag sich platziert hat. Deutschlands Weg in die Vergangenheit nimmt somit abstruse Formen an. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen über die deutschlandweit verteilten Bürgerwehren, 30 sollen es sein, eine größere bekannte ist die „Düsseldorf passt auf“, wohl eine der ersten, die sich im Internet gründete, mit über 14.000 Mitgliedern. Somit kann man kaum von harmlosen Gruppierungen sprechen, das Potential an willkürlicher Gewalt schwingt wohl mit.

Hooligans, Rocker und Neonazis vereint in Bürgerwehren bereit

Hinzu kommt die eher im Hintergrund lauernde Gefahr des rechtsextremen Terrors, der jederzeit wieder gezielte Opfer im Visier hat, besonders in Zeiten von Politikverdrossenheit, sozialem Abbau seine Chancen wittert, im Anschluß als williger Helfer rechtsradikaler Parteien zu fungieren. Natürlich wird das offziell seitens einer AfD vehement bestritten, realistisch sind allerdings finanzkräftige Lobbyisten im Hintergrund, ob von einem August von Flick bis hin zu noch unbekannten.

Die einen dienen als nützliche Handlanger, wie Hooligans, Rocker und eine anwachsende Sympathieschar neuer Neonazis, die anderen mit viel Kapital und Korruptionsabsichten in Wirtschaft und Politik genehmigen sich entsprechende Pöstchen, allesamt mit dem gleichen Ziel: diesen Staat zu zerstören, d.h. die Demokratie, um selbst die Macht an sich zu reißen, wieder hin zum Nationalismus, am Ende zum Faschismus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Zu früh verblüht

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Verdorrt,
vor Ort.
Oder war es dahinter?
Jedenfalls, es war Winter!

Kalt,
im Wald.
Eisig,
selbst das Reisig.

Dunstig,
es war ein Dunschtig,
ihrem freien Tag,
noch kein Schnee lag.

Schlaf,
mein Kind, sei brav.
Das Eis wird uns zur Decke,
ewige Wärme, nicht erschrecke.

Zersplittert
die Seele, nicht verbittert.
Es schließt sich das Eis,
Zeit läuft im Kreis.

Verdorrt der Kranz,
wild war sie beim Tanz.
Kalt die Orte,
lebenswert nur an der Himmelspforte.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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