Alles, nur nicht Tim

https://pixabay.com/de/treppenhaus-treppe-schritte-w%C3%A4nde-691820/

pixabay.com

Es geht mir nicht darum, mich zu drücken. Vor der Aufgabe zu drücken, es ist nur so, ganz ehrlich, Tim ist ein Arschloch. Er ist aufsässig, penetrant und stinkt. So habe ich es natürlich nicht Frau Meissner erklärt, warum ich nicht mit Tim die Projektarbeit anfertigen will. Ihr habe ich erzählt, da Tim und ich völlig verschiedene Ansichten über das Thema Natur und Zukunft hätten, es völlig unsinnig und Zeitverschwendung wäre, weil nämlich dadurch kein Konsens zustandekäme.

Da antwortet die doch: „Prima.“ Wie bitte, prima? Mir ist in dem Moment klar geworden, darauf hatte sie es von vornherein abgesehen. Deshalb hat sie auch die Einteilung der verschiedenen Paargruppen selbst vorgenommen, reine Absicht mich mit Tim zusammenarbeiten zu lassen. Und ihr Liebchen Cecil darf mit Terence, pah, Terence, dessen Eltern haben zu viel im Kino gesessen, hätten ihren Sohn lieber Bud genannt, denn er ist ein Moppelchen, und die Cecil fährt nur deshalb auf ihn ab, weil seine Eltern eine Yacht im Hafen stehen haben, und er sie ab und zu auf dem Moped mitfahren läßt, eingebildete Kuh.

„Das ist ausgesprochen ideal, wenn ihr verschiedene Standpunkte in die Themenbereiche einfließen lassen könnt“, säuselt sie.

Ja, sie säuselt, sie kann gar nicht anders, sie säuselt immer.

„Frau Meissner, Sie, ich kann, bitte, Tim kann mit Steffen tauschen, Lea und er werden vor lauter Quatschen nie fertig werden, oder teilen Sie mir Justin, der mag sowieso nicht mit Thea, ich würde auch mit Sunny“, flehte meine Stimme und ich wußte, ich habe es verbockt, verschissen, nicht nur weil sie lächelnd ihren Weg über den Schulflur Richtung Ausgang ging, sondern weil ich mich herabgelassen hatte zu bitten, anstatt ihr klipp und klar zu sagen, ich schicke meine Eltern zum Direktor, weil hier eine absichtliche Zuteilung stattgefunden hat, um mir die Chance zu nehmen, bei diesem Projekt eine gute Note zu bekommen. Wissentlich der Tatsache, daß unsere Tochter durch Tim Z. bereits die gesamte Schulzeit hindurch gehänselt, er überhaupt nicht, nicht ein bißchen ein soziales Empfinden anderen gegenüber aufbringen kann, hat Frau Meissner über die zu Recht geäußerten Bedenken meiner Tochter, sie gezwungen, ja, gezwungen, mit diesem, diesem Stinker zusammen…

„Hey, Babsi!“, da ist schon die Stimme, die mich zur Weißglut bringt und mit ihr Tim, Blödmann.

„Ich bin nicht Babsi für dich. Ich heiße Barbara, verstehst du, Barbara!“, herrsche ich ihn an und sprühe Gift in seine Augen, meinetwegen kann er davon blind werden.

„Eh, schon gut. Beruhige dich. Ich wollte mich mit dir nur absprechen wegen dem Projekt. Zurzeit kann ich nämlich nur nachmittags am Mittwoch und Freitag.“

„Ah, der Herr will sich einschmeicheln. Tim, zieh Leine. Ich mach das Projekt ohne dich“, fauche ich ihn an und finde es geradezu passend, ihn auch mündlich angegiftet zu haben.

Wenn meine Schwester mich mal wieder stur und störrisch nennt, nur weil ich nicht nach ihrer Pfeife tanzen will, und Papa seinen kleinen Liebling, so ganz stimmt das nicht, denn er bemüht sich, nicht von ihr um den Finger gewickelt zu werden, in Schutz nimmt, da er der Überzeugung ist, ich könne doch ihr helfen, den Müll runter zu bringen und so nebenbei mal wieder grinsend, wie ich das hasse, wie Tante Hilde, sagt, dann haben sie es geschafft, und mein Wutpegel hat die höchste Stufe erreicht.

Stampfend gehe ich auf mein Zimmer und so ganz zufällig lasse ich die Türe dazu hinter mir zuknallen.

„Barbara, dein Benehmen ist äußerst unverschämt.“ Damit fing eine lange Tirade an, wieder mal fiel das Wort aufmüpfig, war klar, nicht einsichtig, auch klar, größere Schwester, Vorbild, sowas von klar, Besserung versprochen, Konsequenz, eine Woche Hausarrest, Taschengeldkürzung, klar wie Kloßbrühe.

Und glasklar war mir spontan klar, ihr versteht gar nichts, rein gar nichts. Für das Projekt haben wir eine Woche Zeitvorgabe, Hausarrest sei Dank habe ich innerhalb von drei Tagen eine umfangreiche Mappe gestaltet mit Photos aus Büchern und Zeitschriften, Texte umformuliert, in Schönschrift, denn ich habe Zeit, viel Zeit. Eine Woche Hausarrest ist manchmal praktisch, zudem bestens geeignet als Ausrede, nicht nur Tim gegenüber, der immer wieder nachfragt, wann wir uns treffen könnten, ebenso allen anderen gegenüber, die mich nerven, wenn sie mich daran erinnern, die Note für das Projekt sei eventuell, aber wissen tun sie es nicht wirklich, genauso berechnet wie die Noten für eine Klassenarbeit. Und wenn schon, egal ob mündliche oder schriftliche Note, was zählt, ich mache alles, nur nicht mit Tim.

Frau Meissner findet unsere Idee, das Projekt mit zwei verschiedenen Mappen zu gestalten und die Essenz gemeinschaftlich vorzutragen, dabei hat sie weder Tim noch mir Gelegenheit gegeben, zu erklären, jeder habe für sich das Thema erarbeitet, und freiwillig stehen wir hier nicht zusammen vor der Klasse und lesen abwechselnd vor, sie könne sich vorstellen, diese Idee für die nächsten Projekte aufzugreifen. Ich weiß nicht, wann und ob ich jemals so ein verdutztes Gesicht gesehen habe, wie Tim gerade guckt, aber es ist, ich schwöre es, die beste Mimik, die genau mein Gefühl widerspiegelt, und ich denke, halte dein Grinsen zurück bis zur Pause, dann hast du noch genügend Zeit, mit ihm gemeinsam zu lachen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

Veröffentlicht unter Kurzgeschichten | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wunderkinder: Ausnahmen wider der Norm

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5b/Quincy_Jones_%26_Emily_Bear.jpg/400px-Quincy_Jones_%26_Emily_Bear.jpg

Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Emily Bear verzaubert Musikliebhaber

Unser Leben verläuft keineswegs geradlinig, selbst wenn Millionen von Menschen tagtäglich versuchen, sich zurechtzufinden in einer Welt voller Regeln und Gesetzmäßigkeiten, an die sich alle halten, damit eine gewisse Ordnung den Rahmen friedlichen Zusammenlebens bietet. Das funktioniert meistens, natürlich mit Abstrichen, denken wir an Verbrechen oder eben jene vereinzelten Ausnahmeerscheingungen wider der Norm.

Abfällig, manchmal mit einem gewissen Neidfaktor belegt, werden hochbegabte Menschen als Wunderkinder tituliert. Was soll man lang drum herumreden: Es gibt sie tatsächlich, ob es der Gesellschaft nun paßt oder nicht. Das hat gar nichts mit Prahlerei zu tun, sondern vielmehr sollte man einfach eingestehen, daß da manchmal höchst selten Menschen heranwachsen, die beschenkt wurden mit einem bestimmten Talent.

In der deutschen Übersetzung erfolgt der Hinweis auf die Handlung des Films „Little Man Tate“ aus dem Jahre 1991, so heißt er dort „Das Wunderkind Tate“, in dem Jodie Foster sowohl Regie führt als auch die alleinerziehende Mutter und Kellnerin Dede Tate spielt, die plötzlich bemerkt, wie hochbegabt ihr Sohn Fred ist.

Als Dreijährige komponiert, als Neunjährige in der Carnegie Hall

Im Alter von zwei Jahren entdeckte ihre Großmutter, Merle Langs Greenberg, selbst Klavierlehrerin, daß bei Emily Bear ein unübersehbares Talent zum Klavierspielen in ihr schlummern muß. Bereits ein Jahr später komponierte die in Rockford, Illinois Geborene ihre ersten Musikstücke, es folgten innerhalb der nächsten fünf Jahre noch 350.

Wer das Charisma des Ausnahmetalentes verfolgt, kann nur noch staunend feststellen, wie wunderbar göttlich unser Kosmos derart tolle Genies zuläßt. Spätestens beim Zuhören- und schauen dieses kurzen Filmbeitrages, „Emily Bear: Girl With A Gift“ wird es überdeutlich.

Gleichzeitig kommt man nicht umhin, ihren Weg weiter zu verfolgen, wer denn ein echtes Musikinteresse hegt. Da spielte die 12-Jährige völlig locker mit Musikern als Jazz Trio zusammen, wohlgemerkt führte ihre eigene Komposition vor. Die Sicherheit erlangte sie aufgrund der Förderung seitens ihrer Eltern und einem wachen Umfeld, welches behutsam sie einführte in die Welt der Musik, der Live-Auftritte. So spielte sie mit 9 Jahren in der berühmten Carnegie Hall, in Manhattan New York City, als jüngste Teilnehmerin bis dahin auf der Bühne vor knapp 3.000 Zuschauern.

Ein Jahr später erschien sie in der Hollywood Bowl vor einem Publikum mit 11.000 Menschen, führte ein Medley ihrer eigenen Anordnung vor, vom „Bubble Boogie“ bis hin zum „Miss Celie Blues“ mit Sängerinnen, die sie begleiteten, wie Patts Austin oder Gloria Estefan. Im Frühsommer dieses Jahres wurde sie zusammen mit vier anderen Musikern mit der Abe Olman Scholarship der Songwriters Hall of Fame ausgezeichnet.

Toleranz und Anerkennung – eine simple Formel

Gerade weil solche Ausnahmetalente uns Menschen begegnen, sollten wir mit wesentlich mehr Respekt sie betrachten, sodaß Häme, Neid oder gar viel Unverständnis nicht angebracht sind. Sicherlich gab und gibt es Eltern sowie ein entsprechendes Umfeld, die manchesmal solch hochbegabte Talente eventuell in die verkehrte Richtung lenken, zuviel von ihnen abverlangen, zumal ein kapitalkräftiges Interesse durchaus mitschwingen kann. Daher befindet man sich stets auf einem sehr dünnen Pfad der Entscheidung: Sie nicht zu fördern, wäre ein verschenktes Talent, zuviel Beachtung kann unter Umständen solche Menschen irritieren, sie finden manchmal nicht zu sich selbst.

Vergessen wir nicht, sie entsprechen eben nicht der Norm, heben sich mit ihrer Begabung extrem ab. In sofern sollte Toleranz und Anerkennung von vornherein selbstverständlich angewandt werden, ohne sie gleich wie Götter zu behandeln, sie haben die selben Bedürfnisse wie die „Normalen“ und es dennoch gerade deshalb vielfach schwerer.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Musik

Veröffentlicht unter Musik | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Präperfekt

https://pixabay.com/de/dorf-fahnen-flaggen-feiertag-988068/

pixabay.com

Sie wollten nicht mehr rattern,
dabei sollten Fahnen flattern,
weithin sichtbar zu sehen,
Leute ihr Handwerk verstehen,
Stoffe zusammengenäht,
ein bißchen schief und schräg,
Umsatz stieg prächtig,
Menschen lieben es fetzig,
es zählt nur Präsentation,
wer braucht schon Perfektion.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nichts prima bei solch vergiftetem Klima

https://pixabay.com/de/figur-mann-fernglas-zaun-gag-2687801/

pixabay.com

Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Gewisse Klänge beflügeln, verzaubern, bedeuten Labsal für die Seele, ob in der Natur oder wenn Musik Räume erschallt, sie heben die schroffe Stummheit manch dramatischer Ereignisse auf. Mißtöne hingegen offenbaren den Zustand bösartigen Treibens. Wer genauer hinhört, kann durchaus derartige Erkenntnisse gewinnen, zieht man noch bestimmte Muster und Erfahrungen hinzu, wird es in der Tat gruselig, ein Déjà-vu jagt das nächste.

Endzeitszenarien mögen hierbei mal außen vor bleiben, sie kommen ohnehin unweigerlich auf die Menschheit zu angesichts jener weitverbreiteten Ignoranz. Im Widerspiegel medialer Präsenz findet gleichwohl der Alltag statt, es beschäftigt die Gesellschaft, in den Schulen, zuhause, an den Stammtischen oder sonstwo. Das Miteinander läuft nicht nur Gefahr, einen oberflächerlicheren Umgang zuzulassen, Sprache offenbart neben rauheren Tönen ein Vokabular weitverzweigter Mißachtung.

Das machen sich ganz besonders all jene zunutze, die ihre fanatischen Ziele unbedingt durchsetzen wollen, koste es, was es wolle. Vordergründig fordern sie einen Zusammenhalt, in Wirklichkeit wird die Gesellschaft bewußt gespaltet. Vergleicht man solch Treiben hinsichtlich historischer Ereignisse bis hinein in unsere Gegenwart, bestätigen sich deren Beweggründe. Ob die Christanisierung, ein islamischer Fundamentalismus, ein Links- oder ein Rechtsextremismus, Faschismus oder der Mann als Sinnbild des herrschenden Paschas zuhause, allesamt unterliegen einer fanatischen Zielsetzung.

Solange Menschheit solche gesellschaftlichen Auswucherungen zuläßt und eben nicht verhindert, entstehen leidvolle Szenarien, die Gewalt und Krieg bedeuten, ein elendiges Dasein. Schöpfen scheint mühevoller zu sein, Zerstören wesentlich einfacher. Insofern kein Wunder, daß Phrasendrescher mit ihren Parolen oftmals schnell etliche Massen mobilisieren können, während die behutsam-akribische Auseinandersetzung von Problematiken zeitintensiv ist, ein Für und Wider in der Abwägung bedeutet, Verstand und Emotion in Einklang zu bringen.

Doch was setzte sich letztlich stets durch? Falsch, nicht die Gewalt, sondern die Liebe, die größte Kraft im Kosmos. Ohne sie wäre da ein Nichts, völlige Zerstörung allen Daseins! Teuflisch Böses als der eigentliche Verlierer in einer Welt voller Versuchungen, in der immer wieder aufs Neue gewisse Menschen antreten, die Schöpfung mit Füßen zu treten? Dessen sind solche Täter sich eben nicht bewußt, sie wähnen sich im Recht, diffamieren per Wortkonstrukte wie Gutmensch, erheben sich auf Podesten und leben ihren wiedergefundenen Rassismus aus, eine Zusammenrottung voller Unzufriedenheit, die am Ende aufblickt, sich erinnert, wie simpel Führerkult funktioniert.

Solange man Leitwölfe nicht stoppt, dürfen wir uns nicht wundern, wenn ganze Schafherden blökend, wegduckend in ihrer Opferrolle demütig sich fügen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Veröffentlicht unter Quergedachtes | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gefangene Liebe

https://pixabay.com/de/dobermann-frau-kontur-sunrise-2390632/

pixabayy.com

Sie liebte einen Dobermann,
weil der sie verteidigen kann.
Er scheute keine Gefahr,
ihr tierischer Gladiator er war.
Jede Stimmungsschwankung
von ihr, er auf dem Sprung
sie zu schützen vor Dieben
oder körperlichen Hieben.
War die Gegend noch so schäbig,
sein Frauchen im goldenen Käfig
war sicher wie in Abrahams Schoß,
nie hatte er Zweifel an diesem Los.
An ihrer Leine angebunden,
hat er sein Schicksal gut befunden.
Niemand wagte sich in ihrer Nähe,
das verstärkte die Angstatmosphäre,
Furcht und Kampfbereitschaft
hielten sie beide für Freundschaft.
Gefangenschaft aus Unfähigkeit
zu leben des Vogels Freiheit,
Menschen stutzen ihre Flügel immer selbst,
auch Tieren, Einsamkeit fürchten sie meist.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Aluminium: Toxische Belastung wird nach wie vor unterschätzt

https://pixabay.com/de/walze-papier-aluminium-k%C3%BCche-3152981/

pixabay.com

Verharmlosung keine Lösung, Panikmache ebenso nicht

Wieviele Umweltgifte vertragen wir Menschen denn überhaupt noch? Jede Menge, könnten Zyniker dreist behaupten, die meisten würden doch ein glückliches Dasein fristen. Dabei werden mal soeben mit einem Achselzucken all jene ignoriert, die an den Folgen jener toxischen Belastungen erkranken oder gar sterben.

Beim Aluminium verhält sich das keineswegs anders, selbst wenn gern vollmundig irgendwelche Grenzwerte festgelegt werden, die eine Belastungsgrenze darstellen mögen, was Mensch vertragen darf und was ihm schädigen könnte. Solche Bestimmungen bedeuten im Grunde genommen eine Gratwanderung der Körperverletzung, denn kein Organismus ist gleich. Insofern eine unverantwortlich verharmlosende Vorgehensweise.

Medien blasen ins selbe Horn wie die Industrie

Bedauerlicherweise in diesem Artikel zu beobachten. Wer sich hinter zurechtgerückten Grenzwerten verschanzt, diese gern in einer Argumentationskette heranzieht, dem kann man nur Klüngelei unterstellen. Mit anderen Worten taucht da die Frage auf, wer hier wem nutzen möchte.

Einerseits die vorgeschobene Auseinandersetzung zum giftigen Aluminium, andererseits die Absicherung mittels einer EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit), der man ohnehin so gar nicht trauen kann mit dem Hintergrundwissen, daß die Lebensmittellobby eine enorme Macht ausübt, ihre Produkte unter allen Umständen dem Verbraucher verkaufen will. Dabei spielt in erster Linie stets der Profit eine Rolle, mitnichten irgendewelche Bedenken. Die werden einfach per Grenzwerte ausgeräumt, verschoben ins Lager der Unbedenklichkeit.

Aluminium – das dritthäufigste Element in der Natur

In der Erdkruste gar das am häufigsten vorkommende Metall. Die Menschheit war ihm somit seit jeher ständig ausgesetzt. Nur mit dem Unterschied, daß es früher keine Alufolien gab, in die wir unsere Lebensmittel einwickelten, verwahrten oder sie gar erhitzten zum Kochen, Backen bis hin zu den Fertiggerichten.

Was nutzen Studien, die einen Zusammenhang zwischen Alzheimer und Aluminium vermuten, deren Ergebnisse dennoch heruntergespielt werden, wenn in Deutschland bei der Trinkwasseraufbereitung die Wasserwerke es einfach einsetzen, während in Frankreich bereits teilweise ein Umdenken einsetzt, indem stattdessen Eisen verwendet wird? Noch dramatischer offenbart sich die laxe Haltung den Genpflanzen gegenüber, eine uns noch bevorstehende Gefahr, wenn sich obendrein Freihandelsabkommen durchsetzen! Man stelle sich vor, es wurden Genpflanzen gezüchtet, die in der Lage sind, auf stark Aluminium verseuchten Böden zu gedeihen. Welch unverzeihliche Verharmlosung, denn die Pflanzen speichern das giftige Aluminium, der Verbraucher konsumiert es mit der Nahrung.

Doch während all die Umweltgifte trotz der internationalen Regelungen uns allesamt fleißig belasten, sollte der kritische Beobachter schon anmahnen, wieso denn die verantwortliche Politik zusammen mit der Wirtschaft und Forschung dermaßen leichtsinnig die alarmierenden Ergebnisse eher ignoriert. Es ist eigentlich ganz einfach: Nicht der Mensch steht im Vordergrund der Überlegungen, sondern stets der Profit.

Möglichkeiten sich dennoch zu schützen?

Wir können trotz dieser Bedrohungen entgegenwirken. Verzichten Sie auf alle Produkte, die mit Aluminium in Verbindung stehen beim täglichen Gebrauch, wie z.B. Senf- und Tomatenmarktuben, als Alternative gibt es immer noch Glas im Handel, Kochgeschirr besser in Edelstahl, Verzicht auf Kaffeekapseln, bei Kosmetika und Medikamenten auf Alu-Beigabe achten, Leitungswasser entsprechend filtern, auf Alu-Folie gänzlich verzichten.

Wenn wir dies beherzigen, dann tragen wir zumindest ein Stückweit mit dazu bei, die tägliche Alumium-Toxikation zu vermindern.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

Veröffentlicht unter Gesundheit | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Warum der Tag mit einem Traum beginnt

https://pixabay.com/de/sonnenuntergang-sonne-himmel-elfe-3272323/

pixabay.com

Schon morgens machst du mich verlegen,
vermittelst das Gefühl, weder du noch ich
sind unterlegen oder überlegen.
Du schaffst es, in liebenswerter Weise
meine Persönlichkeit darzulegen,
eine Stütze hinzulegen,
das Leben zu unterlegen,
ohne eine Sache zu zerlegen,
ohne Liebe zu belegen.
Eine geflüsterte Frage ins Ohr,
mehr braucht es nicht,
Liebe täglich neu anzulegen.
Silberelfchen, hattest du eine gute Nacht?

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar