Polizei Handlanger gewaltbereiter Pegida-Demonstranten

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Pressefreiheit wird in Sachsen außer Kraft gesetzt

Da helfen weder ein Untersuchungsausschuß noch lamentierende Rechtfertigungen, die Polizei habe vor Ort einen eskalierenden Streit stoppen wollen, faktisch unterstützte die Ordnungsmacht die gezielte Provokation eines Pegida-Teilnehmers, der dadurch Fernseh-Journalisten an der Berichterstattung hinderte. Ziel erreicht, obendrein mediale Aufmerksamkeit jener rechtsradikalen Klientel verschafft.

Einerseits beharren solch pöbelnde Teilnehmer auf ihre Persönlichkeitsrechte, andererseits kann ein jeder im Filmchen mitverfolgen, wie dieser bewußt sich vor die Linse der Kamera stellt, im selben Moment lautstark das Fernsehteam auffordert, dies zu unterlassen, auf die im Hintergrund anwesende Polizei verweist. Diese wiederum macht sich kurz darauf zum Handlanger, im Nachhinein rechtfertigt sie sich für das Vorgehen gegen den Journalisten in Dresden.

Die unverfrorene Unterhöhlung des Rechtsstaates setzt sich fort

Während der ständigen Pegida-Veranstaltungen, mit dem Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag, schon lange vorher duch die tausenden Gewaltexzesse gegen ausländische Mitbürger in Deutschland bis hin zum rechten Terror, der bald vierzig Jahre sich ungehindert etablieren darf, denken wir an das Bombenattentat beim Oktoberfest, den NSU-Prozeß, dessen fadenscheinige Urteile und die Haftentlassung von Ralf Wohlleben.

Doch wer hält sie wirklich auf? Eine mehr oder weniger schweigsame Mehrheit, eine Politik des Stillhaltens und Verharrens, die ihre Mitte einfordert, zugleich eine Linke sich verzettelt, die Hochburg einer Pegida keineswegs zufällig in Sachsen entstehen durfte, obendrein auch die Uni Leipzig einfach mal sich vornehm zurückhält, wenn ein Herr Rauscher seinen Rassismus ungehindert den Studenten zum Besten gibt? Mitnichten, es handelt sich dabei um eine Ignoranz, die gen Himmel stinkt, gerade hierzulande Alarmglocken erklingen sollten, wenn man an die Nazi-Herrschaft vor acht Jahrzehten denkt.

Heute die Presse ausschließen und morgen?

All jene, die von der Lügenpresse schwafeln und lautstark pöbelnd dies längst auf Demos dürfen, erhalten mal wieder Recht. Eine Rückendeckung die auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer gutheißt, in dem er per Twitter-Tweet behauptet, Polizisten würden bei diesem Video seriös auftreten. In anderen Worten, Kretschmer greift möglichen Ermittlungen wertend vorweg, wie Juso-Chef Kevin Kühnert empört kritisiert.

Wo sind wir hier eigentlich? In einem demokratischen Land, wo die Pressefreiheit eben nicht bevormundet oder eingeschränkt wird? Wer sie heute dermaßen simpelst brüskieren darf, wird morgen schon welche Instrumente einsetzen, um sich Gehör und damit Recht zu verschaffen? Beunruhigende Zeichen, wenn Polizei und Justiz vermehrt sich vor einem rechtsextremen Karren spannen läßt, während selbst die Politik stillhält!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Spott begegnet Trott

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Armselige deutsche Recken,
an vorderster Front mit dabei.
Ihre ungeteilte Macht entdecken,
fühlen sich dadurch frei.

Wen wollt ihr damit aufwecken,
mit jenem frevelhaften Einheitsbrei?
Mal soeben linke Zecken erschrecken,
weil sie verachten eure Partei?

Möglichst bösartig überall anecken,
Hauptsache wirkungsvolle Hetzerei.
Eigene Fakenews gezielt aushecken,
Wirklichkeit vermarktet als Plauderei.

Das mag manche gar abschrecken,
diese immer deutlichere Raserei.
Euer erwünschtes Ziel dadurch bezwecken,
ebenso mit dabei die Polizei.

Doch wer soll’s am Ende vollstrecken,
jenes menschenverachtende Einerlei?
Möglichst viele Unerwünschte verrecken,
damit ihr frei jeglicher Tadelei?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Weltpolitik: Empörung nimmt überhand

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Chaos oder Besinnung aufs Wesentliche?

Die einen nennen es Endzeitstimmung, andere wiederum Weltuntergang oder gar Apokalypse. Auf eines laufen solche Szenarien allesamt hinaus: Die Menschheit erhält ihren Denkzettel, eine Abrechnung für ihre jahrtausendalte Fehlentwicklung, in der sie trotz bestechend erkenntnisreicher Rückschlüsse nicht in der Lage ist, einer machtgierigen kleinen Elite Einhalt zu gebieten.

Kein Wunder, daß eine anwachsende Empörung ihren unaufhaltsamen Lauf nimmt, schier unvorstellbar große Wellen unterwegs in eigener Mission die letzten Revoluzzer hervorbringen, die sich anschicken, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen, bevor der Blaue Planet in Schutt und Asche gelegt. Dürfen wir Hoffnung schöpfen, oder ist es bereits ohnehin zu spät?

Das Märchen von der Armut

Es war einmal eine Welt am Rande der Milchstraße, in der gab es von Beginn an ein Paradies für alle Geschöpfe, die auf ihr lebten mit reichlich Platz, einer schier unendlichen Vielfalt an Leben, Nahrung und Licht. Ja, ganz genau: dem Sonnenlicht, der Quelle allen Seins, ohne die ansonsten ewige Kälte herrschen würde.

Und die Sonne erwärmte mit ihren Strahlen sämtliche Tiere, Pflanzen und Mineralien, bis tief hinein in die Gewässer und Erde, das Leben pulsierte deshalb stets vielfältig und konnte sich immer weiterentwickeln. Eines Tages meinte die Schöpfung, sie müsse ein Experiment wagen und den Homo sapiens der Mutter Erde zumuten, in dem festen Glauben, daß dessen Verstand schon erkennen würde, welch glücklicher Ort ihm angeboten.

Anfangs lebte der Mensch zufrieden in gemeinsamer Eintracht miteinander, stets die geistigen Fähigkeiten fördernd, kannte weder Neid noch Mißgunst, trachtete niemals nach Habitus, so daß kein Hunger herrschte sowie Verbrechen aufkamen. Das ging solange gut, bis jemand feststellte, wie simpel er zerstörerisch sich alles nehmen konnte, was er begehrte. Die Zwietracht ward geboren, ein bösartiger Keim, der sich krebszellengleich auszubreiten begann, zunächst ziemlich verborgen, nur gelegentlich bei Wenigen aufflammend.

Mit der Zeit etablierten und entwickelten sich ganze Strategien des Bösen, um der Materie sich zu verpflichten, des Geistes Errungenschaften zu mißachten, stattdessen nach Reichtum zu trachten. Die Armut ward entfacht, des Menschen Kriege erwacht.

Erkennt jetzt den Kern dieser Geschicht’, die nicht nur im Märchen uns Denkende verpflichtet, mit dem Finger aufzuzeigen, inwieweit sie gar zu Morden neigen, nur um dem Mammon zu frönen, sich dadurch an Gewalt wie selbstverständlich zu gewöhnen?

Leise Töne lassen eine Musik erklingen – wir um Frieden ringen

Jedwede Propheterie sich dahingehend bewahrheitet, wobei wir erneut zu Beginn der Endzeit wären, wir nur noch sollten erklären: Lasset leise Töne eine Musik erklingen, in der wir um Frieden ringen, statt Kriege erneut zuzulassen, uns gegenseitig hassen.

Fanatismus hat keinen Platz mehr in den Köpfen kluger Menschen, die begreifen sollten, daß dieser stets neue Formen der Unterdrückung sucht und findet. Durchbrechen wir diesen Kreislauf der Gewalt, der schon viel zu lang durch die Welt erschallt und streben einer Welle des Friedens zu, dann haben wir wieder Ruh!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Fehlgeschlagen

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Vieles hat er ausprobiert.
Nichts hat richtig funktioniert.
Keine Frau fürs Leben gefunden,
fühlt sich ständig immer geschunden,
nirgends war er ein Held,
die Zukunft war ihm verstellt.

Er begann in der Vergangenheit zu bohren,
da war man treu und hat geschworen,
eines Mannes Wort zählte was,
Verbundenheit durch gemeinsamen Haß.
Ordnung, Parieren, genau seine Sach´,
Überlegenheitsgehabe, so einfach.

Jetzt sitzt er vor dem Computer,
sein Gehirn aufgebläht wie ein Puter,
voll mit kruden Verschwörungstheorien,
postet er Herrschaftsansprüche in Serien.
Endlich kann er auf dem hohen Roß sitzen,
sein Schaukelpferd läßt ihn niemals abblitzen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Ein Hoch auf fragwürdige Zeiten Basti und Wladi einleiten

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Da heißt’s, sorgfältig sich vorbereiten. Bei weitem kann niemand mehr bestreiten, daß jene nationalen Kräfte überall sich formieren. Na denn, immer schön parieren, erst recht in Ösiland, wo es längst keine Schand, wenn ein Wladi mit großem Aufwand auf Karins Hochzeit erscheint. Das vereint, vor allem wenn Basti mit dem Heinz erscheint, eine Nation vor Rührung weint.

Als ob die Welt keine anderen Sorgen hätt’, tanzt man ausgelassen entsprechend nett, um Stunden später das Merkel in Schloß Meseberg zu treffen. Wer will hier wohl was nachäffen? Schlimm genug, daß ein Humpty-Trumpty nonstop sich weltweit blamiert, der Wladi scheinbar ganz gerührt. Wie die Neue Rechte das Volk, all die Dummschwätzer verführt! Aber Hauptsache mit viel Pomp den Leuten Sand in die Augen streuen, ständig per Hetze ihre Phrasen überall einbläuen.

Das hat schon früher prima funktioniert, wer sich darüber genauer informiert. Aber wollen oder können das die meisten Menschen überhaupt? Es sei doch mal erlaubt, gezielt zu hinterfragen, wann und wo in den letzten Monaten und Tagen echter Widerstand sich breitgefächert zeigt. Das wurde wohl vergeigt, selbst wenn der ein oder andere nicht abgeneigt, sich lautstark Luft zu machen. Damit kann man kein Feuer des Protests entfachen.

Denn wer noch genauer hinschaut, dem wird schnell vertraut, mit welch perfiden Mitteln besonders das Gros der Politik stillhält. Ob mancher darunter seine gekommene Stunde zählt? Fragt Euch mal, woher kommt denn all das Geld? Welch Qual, im Hintergrund lauern lange schon bösartig sehr Gutbetuchte, die mancher inzwischen verfluchte. Ändert aber nichts am vorbestimmten Ziel, das gehört nunmal zum geplanten Spiel.

Verkommen im Reigen sich wiederholender Schandtaten, die geradezu all jene einladen, die im Stillen ihren Haß gegen fast alle Kulturen bisherig unterdrücken, sich jetzt anschicken, ihn ungehobelt auszuleben. Was für’n vernichtendes Anstreben! Das gehört zu jenem neurechten Ton, welch Hohn. Anstatt die große Masse im Volk hat dazugelernt, wird erneut nonchalant Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit simpelst entfernt.

Niemand sollte bestreiten, wenn Basti und Wladi ein Hoch auf fragwürdige Zeiten einleiten, dann mag dies in ihrem Sinne geschehen. Da gibt es nichts Falsches zu verstehen. Mit friedlichen Absichten hat das gar nichts zu tun. Jene Nationalisten werden nicht eher ruhen, bis ihr häßliches Gedankengut sich in den Köpfen der Menschen erneut festsetzt. Solange wird einfach weitergehetzt und verletzt. Drum gilt Widerstand dagegen – jetzt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Licht

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Er ist nicht der Mann am Klavier,
seine Stimme kennt alle Melodien,
er ist einfach immer nur hier,
zu Zeiten als andere längst gingen.

Er, schrieb ich er; er ist kein Mann,
eine Sie ist es auch nicht,
es, es ist ziemlich nah dran,
manchmal, es leuchtet wie Licht.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Österreich versinkt im rechtsradikalen Pomp

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Und das Volk schaut nahezu ohnmächtig zu

Um es gleich mal vorwegzunehmen, natürlich gibt es in Österreich Widerstände angesichts jener Regierung Kurz/Strache, die mitten in Europa ein fatales Zeichen setzt, schlimm genug daß zwei Nachbarstaaten, nämlich Ungarn und Italien, jenem neurechten Zeitgeist folgen, Deutschland zwar noch tapfer trotzt, dennoch jene AfD im Deutschen Bundestag sich austoben darf.

Aber das große Verharren und Dulden des Volkes, einen Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache gewähren zu lassen, offenbart eine deutlich sichtbare Ohnmacht. Man fügt sich, mal schauen, was da kommt. Wirklich große Widerstände bleiben aus, selbst wenn die „Omas gegen Rechts“ noch im Frühsommer mit ihrem Bündnis gegen die Tradition des Wegschauens im Zentrum Wiens demonstrierten.

Alexander Van der Bellen und Sebastian Bohrn Menas Stimmen verhallten

So wie etliche andere gleichwohl, demokratisch gewählt entschied sich eine breite Mehrheit des Volkes für den ehemaligen jungen Außenminister Sebastian Kurz und den Neonazi Heinz-Chistian Strache. Welch dramatisches Bündnis. Hatte noch im Dezember 2016 Alexander Van der Bellen mit seiner gewonnenen Wahl zum Bundespräsidenten Europas Rechtspopulisten eine schallende Ohrfeige verpassen können, lehrte ihn und andere die neue fatale Koalition schon ein Jahr später eines Besseren.

Den einmal eingeschlagenen politischen Kurs Österreichs konnte auch Sebastian Bohrn Menas Appell keineswegs verhindern, sich entschiedener den Anfängen rechter Hetze zu erwehren. Ganz im Gegenteil, er entwickelte sich schnell zum Alltag, während besonders die breite Masse des Volkes stillhält.

Einerseits vorsichtige Proteste, andererseits erscheint Putin bei Kneissls Hochzeit

Wir erinnern uns, es gab mal die Bemühung, eine 35-Stundenwoche hierzulande einzuführen. Inzwischen arbeiten Menschen in Deutschland manchesmal 48 Stunden und mehr, davon etliche unbezahlt. Willkommen im Zeitalter des Sozialrassismus, ermöglicht durch einen sozialdemokratischen Bundeskanzler.

Doch was hier tragisch genug geschieht, weiß das neurechte Regierungsbündnis in Österreich noch zu toppen mit der Erhebung der maximalen Wochenarbeitszeit von 60 Stunden. Daran wird auch der Protest Zehntausender wohl nichts ändern.

Obendrein unterstreicht jene neue Regierung ihre Dekadenz bei der Austragung der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl mit der Einladung Wladimir Putins. Die Frage, warum er zu einer Hochzeit nach Österreich kommt, kann man schon stellen, doch etliche Antworten können nur Spekulationen hervorrufen. Faktisch beweist dies dennoch, was Putin und eben jene Neue Rechte verbindet: der Nationalismus. Eine dramatische Entwicklung, die Europa eigentlich überwinden wollte mit der Gründung der EU.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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