Amoklauf zwischen Kränkung, Entwurzelung und Hass

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Prävention kann nur punktuell tragisches ver-hindern

Wenn Menschen in einer Gesellschaft trotz aller Probleme in einem natürlichen Gleichgewicht zusammenleben, dürfen wir von einer friedlichen Koexistenz sprechen. Dies entspricht allerdings nicht der alltäglichen Realität. Tatsächlich hat die Gewalt sehr viele Gesichter, und manchmal entlädt sie sich, wobei oftmals unschuldige, unbeteiligte Opfer zu beklagen sind.

Ob zuhause in den Familien, vom Anschreien, Schlagen, Mißhandeln, bis hin zu wahllosen Gewaltausbrüchen, insbesondere von jungen Menschen in letzter Zeit in der Öffentlichkeit und als dramatischste Form, dem Amoklauf, zeichnen all diese Formen der Gewalt ein Bild einer Gesellschaft, die versucht, ihr Zusammenleben zu gestalten.

Amoklauf ein letztes Mittel zur totalen Aufmerksamkeit?

Aus dem Malaiischen meng-âmok, was „in blinder Wut angreifen und töten“ bedeutet, entstammt dieses Wort, was uns alle in Angst und Schrecken versetzt. Zuletzt fand in Norwegen einer der furchtbarsten Amokläufe statt, aber denken wir auch an die schrecklichen Amokläufe in Schulen, auch School Shootings genannt, wie der jüngste Fall in Florida, der 19-jährige Nikolas Cruz soll einer Rassistengruppe nahe-gestanden haben.

Einmal im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, in aller Munde sein, ein mögliches Motiv für Amoktäter? Mit Sicherheit auch, dennoch dürfen wir es uns nicht allzu leicht machen, wenn es darum geht, zu ergründen, wie solche Taten zustandekommen. Bevor wir das vertiefen, müssen der vielen Opfer gedacht werden, die infolge dieser Amokläufe ihr Leben ließen. Es nutzt ihnen gar nichts, wenn die Gründe solcher Gewaltakte müßig gesucht und gefunden werden, deshalb bleiben sie weiterhin tot. Oder sollten trotzdem die Überlegungen stattfinden, um in Zukunft Amokläufe eventuell im Vorfeld erahnen und entsprechend sogar verhindern zu können?

Jeder Versuch in diese Richtung muß als konstruktiv gewertet werden, und wenn er auch nur ein Leben dadurch rettet. Die Gesellschaft sollte es sich nicht zu leicht machen und einfach spontan reagieren, weil auf diese Weise diese schrecklichen Taten eben nicht verhindert werden können, sondern nur, wenn sie bereit dazu ist, sich selbst zu reflektieren, zu hinterfragen. Das Bild vom am Rand gedrängten Außenseiter schon ein Indiz eines potentiellen Amokläufers? Mitnichten, dies wäre zu einfach, weil da gleich mehrere Hunderttausende tagtäglich in Frage kämen. Sind diese „tückisch-tickende Zeitbomben“, die jederzeit zum Amoktäter mutieren können? Ausschließen dürfen wir gar nichts, die Möglichkeit besteht leider auch.

Oliver Dreyers Buch „Kopfschuss“ zeigt die Perspektive eines Täters auf

Man könnte schnell meinen, Oliver Dreyer wage sich leichtfertig als Neuling in der Literatur an dieses hochaktuelle Thema heran. Nun, viele waren es bisher tatsächlich nicht. Ob Gerhart Hauptmann mit „Bahnwärter Thiel“, Stefan Zweigs „Der Amokläufer“, Morton Rhues „Ich knall euch ab!“ oder Jodi Picoults „Neunzehn Minuten“, so reiht sich Oliver Dreyer ein in diese bedrückende Thematik. Am Ende seines Romans bleibt offen, ob das Ganze nicht doch ein Spiel war oder sich genauso seinen grausam, minutiösen Weg bahnte.

Ein solcher Roman wie „Kopfschuss“ paßt natürlich nicht in eine „wohlbehütete“ Gesellschaft, in der normalerweise ein einfaches Schwarz-Weiß-Denken angewandt wird, entweder du bist bei den Bösen oder den Guten, Grauzonen unerwünscht. Aber genau darum scheint es dem Autor zu gehen: Das Psychogramm eines Gedemütigten aufzuzeigen.

Müssen wir weiterhin mit Amokläufen rechnen – was tun, um sie zu minimieren?

Wer diese Fragen verneint, blendet die Wirklichkeit aus, oder versucht die Menschen in Sicherheit zu wiegen, was keineswegs als hilfreich zu bezeichnen ist. Ganz im Gegenteil, angesichts einer ohnehin zunehmenden Verrohung der Gesellschaft werden zukünftige Amokläufe leider uns noch mehr beschäftigen.

Normalerweise sollte eine kluge Reaktion folgen, d.h. nach der Analyse zur Entstehung des Amoklaufs folgt die Vermeidung bzw. Verhinderung. Es reicht eben nicht, sen-sationslüstern solche Verbrechen ausführlichst zu dokumentieren, um danach zur Tagesordnung überzugehen, Täter entlarvt, der Opfer gedacht und weiter nichts. Das darf es nicht sein, sondern wir alle sind aufgefordert, im Vorfeld behutsam unsere Mitmenschen nicht nur zu beobachten, sondern sie einzubeziehen, sie menschlich zu behandeln.

Mit anderen Worten, einem Amoklauf geht meist eine Kette unmenschlicher Entwürdigung des potentiellen Täters voraus. Und stets bemerkt diese sein Umfeld eben nicht, sondern aufgrund der anhaltenden Isolation bahnt sich der Weg zur Festsetzung einer solchen Tat im Kopfe des Amokkandidaten. Daraus eine Rechtfertigung zur Tat abzuleiten, kann dennoch niemals hinnehmbar sein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Liebe versteht kein Tor

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In den Sack gelegt,
keinen aufgeweckt,
in der Dunkelheit verschwunden.

Briefe mit Seidenpapier umhüllt,
verschnürt,
dem Feuer übergeben.

Blütenduft mit Rauch vermischt,
Geheimnis,
den Flammen entrissen.

Rosenblätter,
immer wieder Rosenblätter,
Rosendornen,
immer wieder Rosendornen.

Liebste Helene,
immer wieder, liebste Helene.
Dein Edmund,
immer wieder, dein Edmund.

„Ich überreiche Dir
die Blume der Liebe.
Und verdammt nochmal,
merke Dir, die Rose sticht.“

Wütend schreit er in die Nacht, immer wieder.
Füße trampeln das Feuer nieder.
Asche und Rauch wirbeln empor.
Das Geheimnis der Liebe versteht kein Tor.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Seychellen: Indien gefährdet Riesenschildkröten

Bau einer indischen Militärbasis am Aldabra-Atoll wichtiger als Unesco-Welterbe?

Im Zuge des Globalismus geschehen allerlei Verbrechen auf Erden, neben umweltzerstörerischen schalten sich die Rüstungsindustrie und somit etliche Militärapparate hinzu, die erst recht keinerlei Rücksicht nehmen. Einerseits haben lang genug die US-Amerikaner der Welt überdeutlich gezeigt, welche Macht sie anstreben, sodaß sich andere Bündnisse berufen fühlen, dem entgegenzuhalten.

Die BRICS-Staaten kommen mehr in dieses perfide Spiel, somit auch die Republik Indien. In Kooperation mit den Seychellen befindet sich das Aldabra-Atoll im Visier, eine Militärbasis soll auf der Isola di Assumption gebaut werden, was unter anderem Riesenschildkröten gefährden wird. Das Unesco-Welterbe gerät dann dadurch ins Hintertreffen? Es schaut sehr danach aus. Der Verein Rettet den Regenwald fordert daher per Petition: Keine Militärbasis auf das Schildkröten-Atoll.

Klimawandel hinterläßt ohnehin seine gefährlichen Spuren beim Aldabra-Atoll

Selbst wenn ein Herr Trump den Klimawandel neben etlichen Rechtsradikalen und anderen Ignoranten einfach ins Lächerliche zieht, dessen Spuren sind unbedingt sichtbar beim Aldabra-Atoll, wie die News-Agentur „Seycheles“ im August letztes Jahr berichtete. Demnach stiegen die Wassertemperaturen im März bis auf 32,1°C, im April wurde ein Höchstwert von 36,3°C gemessen, was besonders die Korallen gefährde, die ansonsten 23° bis 29°C gewohnt waren.

Ein sicheres Indiz dafür, wie empfindlich etliche Gebiete weltweit reagieren angesichts des voranschreitenden Klimawandels. Selbstverständlich hat Mensch selbst sehr viel dazu beigetragen, diesen zu beschleunigen. Wann geht das endlich in die Köpfe derjenigen, die immer noch meinen, sie könnten einfach so weiter Mutter Erde zerstören?!

Aldabra-Riesenschildkröte vorm Aussterben bedroht?

Falls Indien seinen harschen Kurs fortsetzt, weder Petitionen noch das Eingreifen weltpolitisch Verantwortlicher bishin zur Unesco es daran hindern, könnte die noch einigermaßen große Population der Aldabra-Riesenschildkröte erheblich dezimiert werden, sogar vorm Aussterben bedroht sein.

Vor knapp zwölf Jahren verstarb das wohl älteste in Gefangenschaft lebende Tier im Zoo von Kalkutta, Adwaita (ins Deutsche übersetzt „der Einzigartige“), ein Aldabra-Riesenschildkrötenmännchen, das immerhin 256 Jahre alt wurde.

Ein jeder kann etwas tun, zumindest die Petition des Vereins Rettet den Regenwald unterzeichnen, im Anschreiben werden der Präsident der Republik Seychellen, Danny Faure, als auch die Leiterin des Unesco-Welterbezentrums, Mechthild Rössler, aufgefordert, sich für den Schutz der einzigartigen Inseln einzusetzen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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Liebe auf der Spur

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Ich habe dich schon öfters gesehen,
neulich wieder an der Ecke stehen.
Du warst wie immer nicht allein,
das verdunkelte den Sonnenschein.

Vor Tagen im Park, da warst du auch,
dich zu sehen, ein milder Windhauch,
ein Glück beschlich mich, wunderbar,
die Spur verlor sich im Menschenwirrwarr.

Heute Morgen im Berufsverkehr,
du an der Ampel, ich vermisse dich sehr,
das wurde mir schlagartig klar,
hoffe, du bist keine Fata Morgana, gar.

Jetzt weiß ich, du bist real, kein Traum,
hab dich erschnuppert, ich faß´ es kaum.
Für dich reiß´ ich mich von der Leine, ehrlich.
„Sorry, Benji ist sonst nicht so stürmisch!“

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Türkei: Expansion à la Erdogan nimmt ihren Lauf

Wie weit kann der sogenannte Nato-Partner noch gehen?

Gar nicht so lange her, da legte sich Recep Tayyip Erdoğan gleich mit mehreren EU-Staaten an, beschimpfte auch deutsche Politiker als Nazi-Schergen, obwohl eigene despotische Entscheidungen ziemlich verwandt mit einer rechtsextremistischen Haltung. Aber das scheint heutzutage ohnehin nicht mehr allzu wichtig genommen zu werden, viel zu schnell schmeißt man mit jenen klar definierten, historischen Begriffen und Sachverhalten um sich.

Vielleicht glaubt der „türkische Pascha“ auch, er könne als Nato-Partner sich besonders weit aus dem Fenster lehnen, man verzeihe ihm dessen ständigen Eskapaden schon. Daher nicht weiter verwunderlich, daß er am Ende der dritten Januarwoche damit begann, die YPG-Miliz im Norden Syriens aufzumischen. Solange die USA sich zurückhielten, war zunächst alles in seinem Sinne gelaufen.

Mehrere Fronten gleichzeitig – die Türkei in Kriegstaumel?

Irgendwie müssen die Gelder ja wieder fließen, nachdem die Tourismusbranche in der Türkei einbrach nach den letztjährigen Entgleisungen des türkischen Präsidenten. Da kommen Kriegsszenarien gerade recht, geht Erdoğan auf Konfrontationskurs mit Griechenland und den USA. Weiterhin schwelt der jüngste Konflikt in der Ägäis vor zyprischer Küste zur Erdgassuche, droht der Despot damit, internationale Unternehmen sollen türkische Rechte nicht mißachten.

Obendrein kündigt er eine „osmanische Ohrfeige“ an, die die Türkei den USA verpassen werde, falls diese neben Terroristen stünden, dann würden sie halt gnadenlos vernichtet werden. Starker Tobak für eine Nation, die sich damit gleich mit dem gesamten Westen anlegt, der nicht einfach sich wegducken mag. Mit politischer Weitsicht hat das gar nichts zu tun, viel eher mit gezielter Provokation.

Genau vor einem Jahr wurde Deniz Yücel eingesperrt

Die Pressefreiheit als kostbares Gut wird in der Türkei schon länger ziemlich mißachtet, durch Erdoğan erst recht und seit dem Putschversuch Mitte Juli 2016, der die Macht des Despoten festigte. Gleichzeitig ihm in die Hände spielte, auch wenn sämtliche Verschwörungstheorien nichtig sein sollten, er somit ihn nicht selbst initiierte. Faktisch baute dieser Präsident seine Macht aus, etliche ausgemachten Gegner wurden in Haft gesetzt, so eben auch Deniz Yücel, der heute vor einem Jahr eingesperrt wurde.

Obwohl die Bundesregierung und das Ausland sich bemühten, dessen Freilassung zu erwirken, hält die Türkei an ihrem unmißverständlichen Vorgehen fest. Auch hierbei kann man sich nur wundern, inwieweit jener türkische Despot agieren darf, selbst Außenminister Sigmar Gabriel empfing neulich seinen türkischen Amtskollegen Mevlüt Çavuşoğlu mit dem Ziel, die diplomatische Eiszeit zu beenden.

Eine Freundschaft wider Willen aus rein taktischen Gründen? Schließlich gibt es wirtschaftlich-militärische Argumente, die genau dies rechtfertigen, da haben Menschenrechte so gar keinen Platz, werden kurzerhand weggeredet. Was für ein Fazit, ein Spagat, der sich eben zu Ungunsten etlicher Betroffener auswirkt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Wortmimik der Historikhysteriker

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Sprache zeigt nicht ihr Gesicht,
wenn Mimik ihre Laute wegwischt.

Da wird gelächelt süffisant,
die Worte sprechen intrigant.

Mit dem Ton der Überheblichkeit
wird gefordert Fremdenfeindlichkeit.

Mittels Gelassenheit in der Stimme
hofiert man wieder Korn und Kimme.

Durch schalkhaft wirkende Untertöne
erniedrigt man freidenkende Töchter, Söhne.

Denunziationen, ausgesprochen lässig,
verstecken des Redners Wesen, gehäßig.

Freundlichkeit vortäuschender Silbenmienen
sind gefährlicher als sichtbare Landminen,
sie vertuschen den Wortcharakter,
mit Zweifeln pflügt man den Satzacker.

Sie zerstören die Sprachwortwerte,
simulieren Ausdrucksstärke.

Wörter gesprochen mit Zunge gespalten,
mit zwielichtiger Mimik, damit will man erhalten
hemmende Traditionen, ängstliche Völker,
gelenkt durch egomanische Historikhysteriker.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Dresden: Stadtrat setzt Bettelverbot durch

Nach unten treten – Sachsens Hauptstadt zeigt ihr wahres Gesicht

Schlimm genug, daß gerade in Sachsen der rechte Mob sich besonders ausbreiten darf, die Justiz als auch die Polizei oftmals einfach wegschaut. Kein Wunder, daß in Dresden eine Pegida sich dermaßen hartnäckig etablieren konnte. Somit darf man ebenso nicht in Erstaunen geraten, wenn „Saubermänner“ dafür sorgen, daß eine zunehmende Armut weniger sichtbar werden soll. Dresdens Stadtrat setzte kürzlich das Bettelverbot durch, hat das Betteln mit und von Kindern unter Strafe gestellt.

Was hierbei mit den Stimmen der beteiligten Parteien, der CDU, FDP, AfD und auch der SPD verordnet wurde, widerspricht jedweder sozialer Gerechtigkeit, verhöhnt die am Rand der Gesellschaft, denen oftmals das Betteln als letzte Überlebenschance dient. Diese Mehrheit des Stadtrats von Sachsens Hauptstadt zeigt somit ihr wahres Gesicht.

Bettellobby- und Change.org-Proteste blieben wirkungslos

Natürlich entstand im Vorfeld zu diesem Verbot genügend Widerstand, gleichwohl mit diesem Dresdner Stadtrat, der ein Kooperationsabkommen beschlossen hatte zwischen Linke, SPD, Grüne und den Piraten. Daß ausgerechnet die SPD bei jenem Bettelverbot ausscherte, spricht Bände, zeigt einmal mehr, welch „sozialen Verrat“ die älteste Partei Deutschlands ausübt.

Die Bettellobby verhinderte zwar das „Bettelverbot mit Hund“, Kinder finden ganz offensichtlich bei den betreffenden Parteien zum Verbotsbeschluß kein Gehör, konnte dennoch nicht genügend per Protest bewirken, genauso wie eine Change.org-Petition, die nicht einmal die 1.000 Stimmen erreichte. Auch ein Indiz dafür, daß in der Bevölkerung selbst viele sich lieber abwenden, anstatt beherzt die Not der Lage zu erkennen.

Eine derartige Politik begünstigt Ausgrenzung und Zunahme der Gewalt

Ob sich die beteiligten Parteien zu diesem Bettelverbot darüber auch im Klaren sind? Man muß es ihnen unterstellen, daß dem nicht so ist, bei der AfD ohnehin am ehesten, betrachtet man die bösartige, menschenverachtende Wortwahl bei etlichen Anlässen, die diese rechtsextreme Partei zum Besten gibt. Aber die anderen Parteien sind deshalb längst nicht entschuldigt.

Wer dermaßen verächtliche Gesetze ins Leben ruft, offenbart nicht nur Unmenschlichkeit selbst, sondern verkennt die Ursachen solcher Mißstände, an denen die Politik oftmals aktiv mitbeteiligt ist mit Blick auf den Arbeitsmarkt, Sozialabbau, Wohnungsnot und einer ohnehin zunehmenden Armut, eine friedliche Koexistenz ist somit mehr denn je gefährdet.

Heute Dresden, morgen andere Großstädte im Lande? Welche Maßnahmen per Gesetze und Verbote mögen einer solchen Politik noch einfallen, um Menschen auszugrenzen? Erinnerungen und Assoziationen an Silent Green glimmen auf. Wollen wir das wirklich zulassen? Ein weiter so in diese Richtung wäre äußerst fatal!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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