Politisch genauso gewollt?
Selbstverständlich könnte man die vorangestellte Frage sofortigst deutlich bejahen, zumal ziemlich viele Stimmen den US-Präsidenten davor gewarnt hatten, eben nicht die US-amerikanische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, um gleichzeitig die Heilige Stadt als Israels Hauptstadt anzuerkennen. Doch der 45. ließ sich davon nicht abbringen, verkündete trotzig seine Entscheidung.
Wer zuvor gemeint hatte, er würde vielleicht einlenken, wurde eines Besseren belehrt, zumal „Humpty-Trumpty“ ohnehin gern stur seinen Kurs durchzieht, egal welche Konsequenzen das haben könnte, des öfteren verbleibt der Eindruck, man habe es mit einem schmollenden Knaben zu tun, mitnichten mit einem Staatsmann.
Was dem einen recht, wird dem anderen billig sein
Da verbinden sich just zwei bestimmte Aspekte: militärische Offerten und ein erneutes Aufblühen des Rechtsradikalismus. Beides verschweigt man geflissentlich, weil obendrein demokratische Staaten sich lieber hinter ihrer vorgeschobenen Politik wegducken, noch nicht überall offensichtliche Zeichen dies verdeutlichen. In den USA wesentlich mehr mit diesem Präsidenten. Hierzulande ringt man noch um eine Regierungsbildung, obwohl Rechtsradikale längst händereibend in den Startlöchern stehen.
Einen besseren Gefallen konnte Donald Trump ihnen derzeit nicht anbieten mit jener falschen Entscheidung, schließlich waren antisemitische Tendenzen sowieso wieder am Zunehmen, Merkels Verurteilung jüngster Vorfälle in Deutschland somit unbedingt folgerichtig. Die ewige Leier einer Geschichtsklitterung, der Holocaust habe nicht stattgefunden, schwirrt durch sämtliche Social Media bishin zur Verunglimpfung seitens eines Björn Höcke oder einer Ursula Haverbeck, die noch einer Haftstrafe entgehen kann.
Zwischen Antisemitismus und Islamophobie
Zwei völlig unterschiedliche Begriffe mit einer großen Gemeinsamkeit, einem faden Nenner: Haß freien Lauf zu lassen. Das machen sich ganz besonders rechtsradikale Kräfte zu Nutzen. Mit einer Pegida-Bewegung, einem Donald Trump im Westen, mittels 9/11 begann unter G.W. Bush bereits die neue Feindschaft gegen den Islam, einem sich formierenden neuen Nationalismus von Frankreich (Marine Le Pen) über Österreich, Ungarn, Polen nach Russland, wo Herr Putin einerseits weltweit rechte Kräfte gezielt sponsert, ob nachweisbar oder nicht, und nunmehr mitten im Herzen Europas hierzulande, wo eine rechtsradikale Partei im Deutschen Bundestag Platz nehmen darf.
Kein Wunder, daß der Antisemitismus erneut zunimmt. Das Ausspielen beider weltreligiösen Strömungen, das Judentum und der Islam, bedeutet gezielte Strategien, um von eigenen Verbrechen wider der Menschlichkeit abzulenken. Das sollte aber bekannt sein, besonders mit Rückblick in unsere Geschichte.
Wer dies immer noch einfach ignoriert oder verharmlost, macht sich mitschuldig, wenn die Übeltäter nonchalant ihren menschenverachtenden Kurs fortsetzen dürfen. Da sollte endlich Widerstand greifen, wollen wir nicht dieselben historischen Fehler vergangener Jahrhunderte begehen!
Lotar Martin Kamm






Wer kennt sie nicht die Klänge des African World Beat, der zu Beginn der 1990iger Jahre entstand, den der senegalesische Sänger und Komponist Youssou N’Dour entscheidend mitprägte, wobei afrikanisch populäre Musikströmungen genauso zahlreich und vielseitig sich entwickelten wie das einem so großen Kontinent unbedingt ansteht. Schließlich bedeutet Musik Ausdruck des Lebens, verbindet sich spielerisch im Alltag, möglichst vorurteilsfrei, auch wenn genau dies oftmals durchkreuzt wird angesichts gesellschaftspolitischer Widrigkeiten.