Lyrik ist schwierig

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Du weißt doch, Lyrik
ist schwierig.
„Kein Grund, all das Papier
zu verteilen hier!
Man kann keinen Schritt
mehr gehen in dieser Hütt!“

Hey, verrückt,
das klang wie ein Gedicht.
„Wenn ich sprech mit dir im Reime,
denk nicht, daß ich mich bei dir einschleime.
Dies geschieht nur aus dem Grund,
du sonst nicht hörst, was aus meinem Mund.“

Ach Liebes,
ich bin Dichter, Lyriker!
„Ihr Körper glänzte bronzefarben
im Licht der aufgehenden Sonne.
Ihr Leib befleckt mit Meeressand,
der Liebe Zeichen für ewigen Bestand.“

Ach mein Täubchen,
Lyriken ist nicht einfach.
„Da, da, da, kommen die Künstla,
sie schneidern neue Worta,
bis sie fallen über ihre Wortschleppe,
weil sie selbst übersehen diese Kette.“

Das sind Entwürfe,
Entwürfe!
„Sie geifern nach dem Fluch von Gesine,
im Kuchen zu finden die einzige Rosine.
Das ist wie die Schnecke finden im Salat,
die klebt am dritten Blatt, bloß nicht moderat.“

Das hat was,
findest du nicht?
„Was ich finde, das sag ich dir jetzt,
es müffelt, dein Kopf ein Spinnennetz.
Die Gedichte, deine Poesie, die Entwürfe,
ich gerne gleich aus dem Fenster würfe,
wenn ich nicht so überaus friedlich wär,
dir zur gönnen eine Stunde, nicht mehr,
diesen Saustall zu lüften, aufzuräumen,
er ist da, der Verleger aus deinen Träumen.
Ich halte ihn noch mit Kaffee eine Weile hin,
danach ohne Erbarmen er darf sehen
dein Raumgedankenhirn.“

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Scooter-Auftritt: Ukrainische Haftandrohung ein Skandal

Mit freundlicher Unterstützung seitens der EU

Der Euromaidan schlägt ohnehin seit Jahren äußerst unangenehme Wellen, denkt man an das Sanktionsprozedere gen Russland, obwohl die USA mit freundlicher Unterstützung seitens der EU und Deutschland selbst, erinnern wir uns an die lautstarke Rede des damaligen Außenministers Frank-Walter Steinmeier auf dem Maidan, wesentlich an dem Umsturz beteiligt waren, der in der Ukraine den folgenden Krieg auslöste.

Nicht Russland ist der Aggressor, die Krim zu schützen somit durchaus Rechtens, sondern der US-Westen trug im wesentlichen dazu bei, daß auch Nazi-Schergen in der Ukraine ihre Macht ausüben dürfen. Das wird jetzt offensichtlich der deutschen Band Scooter zum Verhängnis, nach deren Auftritt auf der Krim folgt nunmehr die ukrainische Haftandrohung, von bis zu acht Jahren Gefängnis kann man ausgehen.

Reisen über Russland auf die Krim seien eine Verletzung ihrer Grenzen, so die Feststellung der Ukraine. Künstler, die seit 2014 auf der Krim mal aufgetreten sind, dürfen somit auch nicht in die Ukraine einreisen, ein Grund, warum die russische Kandidatin Julia Samoilowa beim ESC im Mai nicht teilnehmen durfte. Man kann nur dem Scooter-Gründer und Frontmann H.P. Baxxter zustimmen, der sich mit den Worten „Spasibo, Crimea! See you next time” vor seinem Publikum verabschiedete.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurznachrichten

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Märchen werden wahr: Seht allesamt die politische Vogelschar

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Satirischer Rückblick…

Drum prüfe, wer sich für vier Jahre bindet, ob man nicht ne bessere findet. Mal Hand aufs Herz, wer verträgt dabei noch den Weltenschmerz, der sich bereits seit Jahren einschleicht, keineswegs mehr von dannen weicht? Überall Mißstände eigentliche Beweggründe offenbaren, ganz besonders durch solch politische Vogelscharen. Darüber seid Euch im Klaren!

Für die gilt meist och nur eindeutiges Verachten. Dennoch die Überwachung durch das Kapital als Chance betrachten? Die Skepsis natürlich überwiegt, Ungerechtigkeit nicht über Nacht verfliegt. Der eine nennt es Hingabe, der andere ne trügerische Aufgabe.

Stell dir mal vor, niemand will Krieg, aber alle rüsten auf, du Tor, sie nennen’s Sieg, dann heißt’s rennen zu Hauf. Der Weltfrieden sehenden Auges in die Katastrophe gelangt, manch Realist zurecht um sein Leben bangt. Registriertes etwa zurückbringen? Mitnichten, da kannste nen Lied von singen und noch so schön dichten.

Während die Tabakindustrie auf aggressiven Vormarsch in Afrika bereits wütet, manch Macht über Ausbeutung dort ehedem seit Jahrzehnten brütet, macht eines ganz bestimmt Sinn: Moment, ich sehe hin. Denn nach viel formulierten Fragen, folgen endlich auch mal Ansagen. Verteidigung ohne Sinn und Verstand führt die Menschheit seit ehedem an den Rand.

Mit Blick zu den USA wird’s ohnehin ziemlich klar. Donald Trumps Unfähigkeit sich zusehends rächt, den meisten Beobachtern wird dabei nur noch schlecht. Dabei hilft och nicht: Hände vorm Gesicht. Man sollte Störenfrieden eben keinen Raum geben, das gilt überall fürs ganze Leben.

Wat für’n seltsamer Flirt, wenn Treue geteert und gefedert wird. Doch die Rechnung jeht nicht ohne den Wirt. Prüde, oder was? Nix da, is alles keen Spaß. Manches tut schon weh, so auch bei der Bundestagswahl, welch Qual: Viel Rauch um nichts bei der SPD. Da kannste noch so viel heulen und rotzen, so sind sie halt, die Sozen.

Der Blick wird schal mit einem Mal, schaut man auf jenen Fipronil-Skandal. Kann das uns echt noch in Staunen versetzen? Profit will nur nach Reichtum hetzen, notfalls per Leid verletzen. Wenn schon wieder Fahnen flatternd wehen, ist’s bald geschehen. Geht es in Euren Kasten? Lang- oder Kurzweil, beides rasten.

Und so schließt sich erneut der Kreis. Braucht’s noch mehr Beweis’? Nur wer die Welt ganz genau anschaut, nicht jeder Mär traut oder Politik blindlings vertraut, weiß zumindest vorher Bescheid, wenn es zum Showdown soweit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Lang- oder Kurzweil – beides rasten

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Müßiggänger in Villen lebend?

Jeder kennt es, das Gefühl der Langeweile, gähnende Langeweile. Das Gefühl der Kurzweil, wenn die Zeit fliegt. Besonders in Urlaubszeiten kann die Langeweile zu einem fürchterlichen Gemütszustand führen oder die Kurzweile zu angenehmen Stunden.

Warte noch ein Weilchen, ein bißchen Geduld, eine kleine Zeitspanne gönnen, vorbeigehen lassen. Besonders nervig, wenn die Weile in die Länge gezogen wird, und man nichts anders tun kann als warten. Dieselbe Party kann für den einen langweilig sein, für den anderen kurzweilig. Daraus zu ersehen, nicht die Party löst das Empfinden aus, sondern die Person selber. Nicht der Ort ist langweilig, kurzweilig, bei diesem Beispiel, sondern die Möglichkeit oder die Fähigkeit sich zu beschäftigen oder eben nicht. Andererseits kann ein Nichtstun genauso kurzweilig sein, weil wie gesagt Einstellungssache.

Die Weile, mittelhochdeutsch wīl(e), althochdeutsch (h)wīla, eigentlich, Ruhe, Rast, Pause. Synonyme sind, kürzere Zeitspanne, Augenblick, Moment.

Die Erklärung ist jetzt sicher langweilig, denn das haben Sie sich doch schon gedacht und immer gewußt.

Können Sie sich vorstellen, welchen Eindruck es auf Menschen, die in dem von uns jetzt bewohnten Gebiet der Bundesrepublik lebten, gemacht haben kann, wenn sie, durch welche Situation auch immer, das erste Mal eine römische Villa gesehen haben? Nicht jetzt im Urlaub, sondern sagen wir vor etwa 2.000 Jahren, vielleicht auch früher oder auch später, das ist unerheblich. Jedenfalls dürfte der Eindruck einer Villa alles, was dieser Mensch bis dahin als Gebäude kannte, immens gewesen sein, oder? Sie sind nicht mehr so oft anzutreffen, die Orte, die man als Weiler bezeichnet, dennoch spielt ihre Namensgebung eine Rolle in Bezug auf die Weile.

Der Weiler, mittelhochdeutsch wīler, althochdeutsch wīlāri, mittellateinisch villare, Gehöft, zu lateinisch villa, Villa. Andere Bezeichnungen sind, Siedlung, Dorf, Flecken, Ansiedlung, aus einigen Gehöften bestehend, keine eigene Gemeinde bildend.

Die Villa, lateinisch villa, Landhaus, Landgut. Auch herrschaftliches Landhaus mit Park, Garten.

Eigentlich erstaunlich wie aus einer Villa ein Weiler werden kann. Oder ist ein Weiler, eine Villa? Ein Plätzchen, auf dem es sich vorzüglich leben läßt? Jedenfalls scheint es sprachlich hier eine Art von Symbiose zwischen Villa und Ruhe zu geben. Ist es nicht so, daß man gedanklich die Bewohner einer Villa auch als Müßiggänger bezeichnet, die sich ein schönes Leben gestalten können, ohne finanzielle Sorgen, Verpflichtung einer Arbeit nachzugehen? Langeweile, Kurzweile.

Ein bißchen weit in der möglichen sprachlichen Verbindung herausgewagt, weil gewisse sprachliche Entwicklungen nicht unbedingt auf direkte Verbindungen zurückzuführen sind, gibt es zwei weitere Wörter, die hier möglicherweise eine Zusatzerklärung bilden. Schließlich gibt es innerhalb der Sprache wie auch unter Menschen die verschiedensten verwandtschaftlichen Verhältnisse und nun ja, nicht vergessen werden sollte, daß aus der sogenannten Umgangssprache, Studentensprache oder aus dem Vulgärlateinischen manchmal, zwar nicht unbedingt immer, treffliche Ausdrücke in die „offizielle“ Sprache übernommen wurden.

Villum bedeutet Weinchen, Räuschlein. Villus, zottiges Haar bei Tieren. Villa, Sie erinnern sich, herrschaftliches Landhaus mit Park, Garten. Ja, ja, diese Lateiner waren schon ein hintersinniges Völkchen, oder etwa nur die Texterin?

Wo man verweilt, ob in einer Villa, einem Weiler oder welche Vorstellung einem gerade einfällt, das Leben, das man empfindet, ob langweilig oder kurzweilig, hängt mit der Nutzung Ihrer zu Verfügung stehenden Zeit zusammen, weil jeder Zeitbegriff relativ ist. „weil, spätmittelhochdeutsch wīle, während, eigentlich Akkusativ Singular von Weile, aus mittelhochdeutsch die wīle, althochdeutsch dia wīla (so), in der Zeitspanne (als). Duden“

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Fahnen flatternd wehen

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Im Handumdrehen,
das wirste sehen,
so vieles geschehen.
Jetzt kannste gehen,
da hilft kein Flehen,
auch kein Drehen.
Fahnen flatternd wehen,
Soldaten in Reihen stehen,
Kinder glotzend auf Zehen.
Schon wieder diese Armeen,
gar abends im Fernsehen.

Das nennen sie Leben,
nach Reichtum zu streben,
bloß nichts abgeben.
Erinnerungen aufheben,
auf perfiden Umwegen
Haß durch Straßen fegen,
manche einfach umlegen.
Im Rausche schweben,
sich nur hingeben,
in selbstgefälligen Lobreden
gewählte Intoleranz ausleben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Fipronil-Skandal: Europäischer Eiertanz verunsichert Verbraucher

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Sicherste Methode der Verzicht

Ein gefundenes Fressen im wahrsten Sinn des Wortes für sämtliche Veganer, in dem Fall sich selbst glücklich zu schätzen, weil sie eben unter anderem keine Eier verzehren? Häme oder Schadenfreude hat beim jüngsten Fipronil-Skandal so gar nichts verloren, dieser europäische Eiertanz verunsichert Verbraucher, die ohnehin langsam nicht mehr wissen, was, wann, wo gefährlich sei, die eigene Gesundheit zu schaden. Ein Blick in jene Artikel-Liste verdeutlicht dies.

Somit die sicherste Methode dann doch der Verzicht? Keinesfalls abwegig, nur daß es keine hundert prozentige Sicherheit geben kann, was im übrigen auch für Obst und Gemüse gilt, welches gerade Veganer bevorzugen. Selbst in der Bio-Branche tummelt sich manchmal ein schwarzes Schaf, gleichwohl dort die Kontrollen in der Regel erheblich verschärft werden.

Fipronil – vom Flohmittel für Hund und Katz zum Pflanzenschutz

Dieser hoch giftig, umweltschädliche und gesundheitsgefährdende Wirkstoff, der 1993 auf den Markt gelang, Hunde- und Katzenfreunde werden ihn kennen, genauso den Hinweis, ihre Lieblinge nach Behandlung bloß nicht zu streicheln, wechselte zunächst zwei Chemiekonzerne als Betreiber, ehe schließlich jetzt die BASF die Rechte seit 2003 für sich beansprucht.

Was für Tiere gut sein soll, ebenso für den Pflanzenschutz? Damit hat die Chemielobby bekanntlich keinerlei Probleme, eventuelle Risiken in Kauf zu nehmen, denkt man an die Thematik des Genfood. Obwohl bereits in den USA 2004 die Verwendung von Fipronil zur Beizung von Reis-Saatgut eingestellt wurde, meinte die EU drei Jahre später einer Zulassung von Fipronil für Pflanzenschutzmittel (ausschließlich Saatgutbehandlung) zustimmen zu müssen, schließlich will man es sich ja mit den Chemiegiganten nicht verderben.

Sehr zum Leidwesen von Bienen, wie sich schnell herausstellte. Sieben Jahre sollte es noch dauern, bis schließlich seit März 2014 mit Fipronil behandeltes Saatgut nicht mehr in den Verkehr gebracht werden darf, allerdings gibt es dennoch Ausnahmen für Zwiebel- und Kohlpflanzen in Gewächshäusern. Und natürlich klagte die BASF gegen jene „unangemessene Anwendung des Vorsorgeprinzips“ der EU-Kommission. Na sicher doch, was interessieren Gesundheitsinteressen des Verbrauchers?!

Die Irreführung von Belastungsgrenzen – Verbraucher haben meist das Nachsehen

Wenn schon bekannt, welche gesundheitsgefährdende Risiken Mensch, Tier und Pflanze belasten, warum dann noch weiter solche Mittel nicht generell vom Markt nehmen? Sie wissen es bereits. Profitmaximierung hat immer den höchsten Stellenwert, danach richtet sich zunächst auch die Politik. Erst wenn die Widerstände ihr keine andere Wahl lassen, lenkt sie schon mal ein, wenn auch nicht in jedem Fall.

Inzwischen sind hierzulande 12 Bundesländer von Fipronil verseuchten Eiern betroffen. Man mag ja schön artig die sogenannten Belastungsgrenzen wie im Artikel erwähnt aufzählen, aber deren Irreführung verunsichert zurecht Verbraucher. Faktisch schließt sich der Kreis, die Überlegung, es ganz sein zu lassen mit dem Verzehr von Eiern, oder? Außer man kennt einen Bio-Bauern seines Vertrauens, wo man sie getrost kaufen kann.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Verbraucherschutz

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Prüde, oder was?

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Wer kennt die,
die von nebenan?
Was, du kennst
die Nachbarn nicht?
Ach, die doch nicht.
Ich mein die,
die am Tisch
vor der Theke sitzt.
Den heißen Feger,
die den Cappuccino
schlürft?
Wo guckst du denn
hin?
Die vorne
an der Theke,
wo ist die denn hin?
Sah die auch so
umwerfend aus?
Mensch, du mit
deinem ewigen
Sexappealblick.
Klaus, der nur
auf Naive steht!
Hannes, laß ihn,
das ist doch nicht
verkehrt!

Saß der sexy Feger
vorhin auch schon da?
Hannes, sei still,
sie kommt zurück,
was für ein Glück!
Na, du Flotte,
dreh dich mal um,
hier sitzen
drei Mann
alleine rum.
„Ah, so ein Zufall,
ist das denn möglich!
Oben im Studio
kein Hannes Haber
in der Kartei,
von wegen Fitness
nach der Arbeit,
von sieben
bis halb neun.
Kam mir schon
am Samstag
in der Disco
komisch vor,
keine Muckis,
nur nen Prügel
vor dem Tor.“

Nafia

Kategorie: Gedichte

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