Merkelismus, Schulzismus vs. sozialer Friedenspolitik
Dazu bedarf es keinesfalls viel Verstand, um zu erahnen, welche Möglichkeiten der besonnene Wähler überhaupt noch hat bei der Betrachtung anstehender Parteien, die eine reelle Chance haben, jetzt im Herbst in den Deutschen Bundestag gewählt zu werden, um die Fortsetzung derzeitiger Politik als Farce weiterhin zu dulden oder besser zu stoppen.
Sämtliche neoliberale Parteien wären augenblicklich auszuschließen, nämlich die Union, die SPD, die Grünen, die FDP und diese AfD, so daß nur eine Partei in Frage kommt, die jenen Irrweg beenden kann, keine andere als Die Linke. Insofern eine Option sozialer Friedenspolitik vs. Merkelismus oder Schulzismus.
Extreme Standpunkte willkommene Argumente, um einfach weiterzuwurschteln
Genau das machen sich all jene Parteien zunutze, die bisherig regierten, um sowohl linke als auch rechte Politik anzuprangern. Mit ein wenig Scharfsinn sollte dennoch klar sein, daß Die Linke keinerlei extreme Standpunkte vertritt im Gegensatz zur rechtsradikalen AfD, obendrein die Neue Rechte alles daran setzt, ebenso dem Neoliberalismus und somit dem Konzernkapitalismus zu fröhnen, dem kleinen Mann keinerlei soziale Sicherheit gönnt, ganz im Gegenteil sogar die bestehende sozialrassistische Agenda 2010-Politik eher verschärfen wird.
Unter den Linken gäbe es eine durchaus realisierbare sozial ausgewogene, gerechte Verteilung gerade bei unteren und mittleren Einkommen, in dem endlich Überreiche zur Kasse gebeten werden, sämtliche selbstverständlichen Dienste am Menschen wie Gesundheit, Rentensicherung und Arbeitsrechte ohne Nachteile für Betroffene zu dulden, entsprechend per gesetzlicher Regelung verändert und angepaßt werden. Obendrein würde dann Deutschland eine echte Friedenspolitik anstreben, die somit keine Nato-Experimente zuläßt, eher den neutralen Weg sucht ähnlich wie die Schweizer.
Das Erbe von Angela Merkel hinterläßt dramatische Spuren
Ein Zurück zum kalten Krieg, die Provokationen bisheriger US-Politik im Kontext zum Nato-Bündnis, der dadurch verursachten brisanten Lage im Nahen und Mittleren Osten kann man ganz besonders mittels drei deutscher Politiker beobachten, denken wir an Gabriels Panzerdeals, Von der Leyens unheilvolle Mission und Merkels jüngste Visite in Saudi-Arabien, wo sie zwar betonte, Menschenrechte seien nicht verhandelbar, dennoch gezielte Geschäfte als riesige Chancen für die deutsche Wirtschaft auslotet. Welch Doppelmoral, Auspeitschungen, Hinrichtungen als auch der brutale Krieg gegen Jemen werden trotzdem hingenommen, Hauptsache gewinnbringende Profite klingeln in den Kassen gewisser Konzerne.
Ein schäbiges Unterfangen, das auch Sahra Wagenknecht zurecht anprangert, „was Merkel unter der von ihr so gern beschworenen westlichen „Wertegemeinschaft“ versteht.“ Und diese Kanzlerin tritt erneut im Herbst an, wenn nicht doch ein Martin Schulz mit den Grünen und einer FDP sie ablöst. Koalitionsvarianten all jener Parteien außer der indiskutablen AfD oder den Linken, die sonst Verrat üben würden in einem Regierungsbündnis, führen schließlich zur Fortsetzung derzeit stattfindender Politik.
Schrecklich, kein vielversprechender Weg, sondern weiterhin Sozialabbau, kriegerische Spannungen und Hofierung der Konzerne, der Finanzelite, das einfache Volk hat still zu halten. Eine düstere Zukunft. Der mündige Wähler sollte daher ganz genau differenzieren, was er will.
Lotar Martin Kamm
Kategorie: Politik