Umfrage zu Zoologischen Gärten und artgerechter Tierhaltung

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Die Betroffenheit etlicher Menschen kann kaum übersehen werden, welchem Leid Tiere in Zoologischen Gärten ausgesetzt sind. Natürlich folgen gleichwohl Bedenken über Zirkusse, – obwohl inzwischen manche gänzlich auf Tiere dortigst verzichten -, genauso wie beispielsweise die Hundezüchtung.

Wenn es ums Wohl der Tiere geht, können und sollten sich unbedingt beherzte Stimmen erheben, wie schon Gillian Andersom verlauten ließ, um sich für sie einzusetzen, wo immer möglich. Das Verhalten des Zoo Hannover hat erneut gezeigt, wie arrogant sich über Tierschutz und Tierrechte hinweggesetzt wird.

Grund genug für Querdenkende mit anschließender Umfrage zu ergründen, wie Sie dazu stehen, die bis nächsten Dienstag, dem 11. April, freigeschaltet sein wird. Es stehen wieder unterschiedliche Antworten zur Verfügung, Sie dürfen auch mehr als eine ankreuzen. Natürlich kann nur einmalig gestimmt werden.

Lotar Martin Kamm

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So an die paar hundert Meter noch

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Kirchenglocken,
den letzten Ton vernommen,
zuhause nicht mehr weit,
war da schon nicht mehr
eine Ewigkeit.

Den Weg geh ich im Schlaf,
unerschrocken,
selbst bei Nacht,
das hat mir nie was
ausgemacht.

Vielleicht lebt einer
meiner Freunde noch,
wir haben manchmal
gesoffen wie
ein Loch.

Auf jeder Kirmes
weit und breit
waren wir die Kerle
mit dem größten
Schneid.

Dann hab ich
irgendwann dem Dorf
den Rücken gekehrt,
die Welt rief, ich
fühlte mich eingesperrt.

Als Heimat ist mir
der Ort der
Kindheit geblieben,
Eltern schon längst
verschieden.

Der Kirchturm ist
schon zu sehen,
so an die paar
hundert Meter noch,
mein Herz halte durch.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Zoologische Gärten: Knäste zum Leidwesen betroffener Tiere

Elefanten werden im Zoo Hannover gezielt gequält

Tummeln sich schon zu hause manche Haustiere, Hunden erlaubt man noch von sämtlichen Arten den größten Freiraum, erst recht wenn der Leinenzwang einfach zugunsten der Vierbeiner an geeigneten Stellen ignoriert, wird es bei Stubentigern, den Hauskatzen, prolematisch, weil ein solches Dasein eben nicht ihrem Naturell entspricht.

In der Welt der Kinder ranken etliche Phantasien, vermischt sich neugieriges Erstaunen mit der Genugtuung, Antworten zu erhalten, am besten direkt. Kein Wunder, daß Zoos dies für sie besonders eindrucksvoll erfüllen. Dennoch stellen Zoologische Gärten stets Knäste zum Leidwesen betroffener Tiere dar. Richtig tragisch verhält es sich offensichtlich im Zoo Hannover, wo Elefanten gezielt gequält werden, heue abend soll in der Sendung Report Mainz ein entsprechender Beitrag erscheinen.

Artgerechte Tierhaltung können Zoos nicht erfüllen

Kein Gehege, kein Aquarium oder Terrarium kann dem Platzanspruch betroffener Tiere gerecht werden, der jenen in freier Wildbahn, in den Weiten der Meere gegeben. Manche Zoo-Fans und Befürworter argumentieren gern, man rette und bewahre manche Tierarten,   die in Freiheit gejagt würden, betroffen seien vom menschlichen Fortschritt.

Einige Veterinärmediziner plädieren inzwischen vorsichtig, daß Zoos bei ungeeigneten Spezies auf deren Haltung verzichten mögen. Generell trifft dies aber im eigentlichen Sinn für alle Tierarten zu, sie bleiben sehr beengt eingesperrt, obendrein von Menschenmengen begafft.

Elefanten ohnehin vor Wilderei und dem Aussterben bedroht

Was nutzen Artenschutzabkommen schon, wie das Washingtoner CITES, wenn einerseits Rhinozerosse und Wanderfalken explizit schützenswert hochgestuft bleiben, mal eben bei Löwen und Elefanten kein Bedarf gesehen wird, sie in den Anhang I heraufzustufen? Ein weiterer Vorteil für den grausamen Elfenbeinhandel, der bis heute nicht effektiv genug bekämpft wird.

Gerade Wildererei, obendrein eine ungehemmte Trophäenjagd zeugen von keiner entschiedenen Politik, dies zu stoppen. Im Gegenteil, es wird dabei verdient, Korruption zu Lasten betroffener Tiere. Zoos tragen eben nicht dazu bei, jene Verbrechen auf ihre Weise zu rechtfertigen. Mensch dringt in die Natur ein, lebt oftmals nicht friedlich mit Tieren zusammen. Das Nachstellen, Jagen und Wildern bedroht sie genauso wie die Aussicht auf lebenslange Gefangenschaft in Zoologischen Gärten. Kein ernsthafter Tierschützer und Tierliebhaber kann dies gutheißen.

„Tiere können nicht für sich selbst sprechen. Und deshalb ist so wichtig, daß wir als Menschen unsere Stimme für sie erheben und uns für sie einsetzen.“ (Gillian Andersom)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Tierschutz/Tierrechte

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Kandidaten sind kandidel vor jeder Wahl

Weiße Pillen nur leere Worthülsen?

Bei Wahlen für ein politisches Amt oder für eine Position stehen, stellen sich Kandidaten, Bewerber, Anwärter der Öffentlichkeit oder einem Gremium, Ausschuß, Komitee, vor. Sie unterziehen sich Fragen, erklären ihre Motivation und verkünden ihre Vorstellungen zu Projekten und Themen, denen sie sich widmen wollen.

Handelt es sich um politische Wahlen, so sind sie auf allen Kanälen der Medienlandschaft und auf Plakaten in den Straßen ein ständiger Seh- und Hörfaktor, bis eine Entscheidung getroffen wurde und einer der Kandidaten den Posten erringt, derenthalben der ganze Trubel veranstaltet wurde.

Kandidat, gebildet vom lateinischen candidatus, weiß Gekleideter, abgeleitet von candidus, glänzend weiß. Andere Wörter für Kandidat sind Anwärter, Interessent, Aspirant, Bewerber.

Die Bezeichnung ist zurückzuführen auf die Bestimmung in Rom, alle Bewerber für ein Amt hatten eine weiße Toga zu tragen, um in Zeiten des Wahlkampfes dadurch eine Chancengleichheit zu wahren und sich dem Volk in der „toga candida“ vorzustellen. Im deutschsprachigen Raum ist das Wort seit dem 16. Jahrhundert belegt, die Übernahme als Begriff für einen Anwärter auf ein Amt wurde im 19. Jahrhundert durch das französische candidature übernommen.

Das Wort „kandidel“ wird eher Menschen bekannt sein, die im norddeutschen Raum ansässig sind.

Kandidel, aus dem lateinischen candidus, heiter und wie kann es anders sein, wortverwandt mit Kandidat. Im Sprachgebrauch verwendet für lustig, heiter, drollig, fröhlich, amüsant, fidel, froh.

Es gibt noch ein weiteres Wort, das man in diesem Zusammenhang einfließen lassen kann. Der Kandis, die Kristalle aus Zucker, die an einem Zwirn kristallisierten Zuckerstücke waren bis in die 1960iger Jahre des vorigen Jahrhunderts die meistverkauften Kandisstücke.

Kandis, aus dem italienischen zucchero candito, vom arabischen qandī, aus Rohrzucker. Weißer Zucker.

Die Farbe „weiß“ gilt als Symbol für Reinheit, Frieden, Unschuld, Freude.

Natürlich kann man den Römern nicht unterstellen, daß sie absichtlich die Farbe „weiß“ für die toga candida bestimmt haben, um damit die Unschuld und Reinheit der Bewerber zu unterstreichen, da „weiß“ als Grundfarbe für die Bekleidung ansonsten getragen wurde. Ebenso sollte man nicht dem Trugschluß verfallen, daß diese „Erkennung“ nur reine Augenauswischerei für eine vermeintliche Gleichstellung der Kandidaten darstellen.

Aber man kann die Wörter kandidel, lustig und Kandis, weißer Zucker, also klebrig in mancher Hinsicht auf das Verhalten der Kandidaten vor einer Wahl in Verbindung bringen, oder? Selbst die Synonyme für das „weiß“ treffen auf gewisse Muster, die die Kandidaten an den Tag legen, bis sie gewählt werden.

Zwar sind heutzutage die Bewerber für ein Amt nicht mehr in weiß gekleidet, aber sie versuchen mit allen Mitteln, ihre weiße Weste, ihre reine ehrliche Absicht, ihre unschuldigen Charakter darzustellen und dies mittels teils zuckersüßen Ansprachen, Reden und Versprechungen bezüglich ihres Wirkens, wenn sie im Amt.

Obwohl diese Vorgehensweisen bekannt sind, werden sie kandidel angewandt und die Wähler schlucken die „weißen, süßen Pillen“ der vielen Zusicherungen, die sich oftmals nur als leere Worthülsen entpuppen.

Vielleicht sollten die Wähler auch öfters mal kandidel das Weltgeschehen betrachten und anstatt sich mit Zuckerwerk das Leben zu versüßen, mal die Geschmacksrichtungen wechseln, die es ansonsten noch gäbe, sauer, salzig, bitter und fettig. Es gibt zwar noch umami (schmackhaft, würzig), aber wer kennt das schon?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Demut vor dem Leben keine Selbstverständlichkeit

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Rücksichtslosigkeit wider kosmischer Gesetze

Viele Wesen nutzen ihre Vorteile erst recht aus in hektischen Zeiten, um den Mitmenschen ihre Überlegenheit spüren zu lassen, sich gewissenlos am Leid anderer ergötzen, während sie selbst auf sicherer Seite maßloser Verschwendungssucht erlegen. Dabei gesellen sich stets manche Untergebene, instrumentalisiert für eigene Belange, neben einer großen Schar von Mitläufern, die gleichwohl nur aus Angst vor Repressalien gehorsamst einstimmen im verwerflichen Ausbeuten.

Das Los der Menschheit vollzieht sich fortwährend in jenen unfaßbar inhumanen Bahnen schier grenzenloser Gewaltanwendung, skrupellos in einer Selbstverständlichkeit sich manifestierend, ohne daß erheblicher Widerstand sie jemals beenden vermag. Trotzdem finden sich oftmals Mutige, die selbst aufopferungsvoll das eigene Leben riskieren, um ihren Gleichgesinnten die Augen zu öffnen, ihnen aufzuzeigen, in wie weit selbstlos Herrschende gestoppt werden müssen.

Weitermachen trotz bevorstehendem Systemcrash?

Im täglichen Run der Superlative hinterläßt Hektik und damit sich einstellender Streß auf alle Fälle seine Spuren Die Zahl derjenigen, die meinen, sie müßten dem nacheifern, nimmt konstant zu, wo doch vieles auf einen gewaltigen Systemcrash hindeutet. Eine Form letzten Aufbäumens, damit man noch schnellstmöglich ein Stück vom verlockenden Kuchen eines luxusbesessenen Lebens mitnehmen kann, bevor alles zusammenbricht, was Mensch je erschaffen? Es schaut ganz danach aus.

Was geschieht mit all jenen, die irgendwann und daher vielleicht rechtzeitig erkennen, daß diese Ziele alles andere als erstrebenswert, weil letztlich zerstörisch krankmachend, dagegen viel eher eine bestimmte Demut für sich entdecken? Obendrein nach längerem Abstand bemerken, sie birgt ein unendlich großes Potential an Klarheit? Bedeutet Demut in etwa, daß sie den Schlüssel zum eigentlichen Sein in sich inne hat? Wer länger darüber nachdenkt, weiß dies ohnehin schon.

So wie oben – so auch unten

Daher in allen Dingen, egal wie groß oder klein sie sein mögen. Es ist nicht nur das Wort, welches der Mensch an den Anfang allen Seins vermutet, sondern darüber hinaus erstreckt sich über unserem Blauen Planeten die Unendlichkeit des Universums mit all ihren Existenzformen, wobei hier auf Erden lediglich ein Bruchteil manifestierter Schöpfungsvielfalt sich uns präsentiert.

Erst wenn Mensch endlich begriffen hat, was seine eigentliche Rolle denn sein soll, könnten wir ohne weiteres friedlicheren Zeiten entgegenblicken. Aber solange er verwurzelt ist im widerwärtigen konkurrenzbehafteten Neidgedanken, sich materiell messend, wer denn der Überlegenere sei, vergessend, daß aller Ursprung aus derselben Wiege unendlicher Liebe entstammt, braucht es die Kriege, das Hassen, bis am Ende der Zerstörungsgewalten vielleicht die übrigbleiben, die nicht mehr bereit, solch bösartige Saat zu kultivieren.

Vielleicht folgt mit solchen Erkenntnissen die Einsicht, wie wunderbar wichtig kreatives Schaffen alles bereichert, was somit ein verlängerter Arm der Schöpfung selbst bedeutet. Nicht neidisches Gaffen ob jener kreativer Ideen mag folgen, sondern besser ein Ansporn mitzuwirken, weil jeder gewisse Begabungen in sich trägt. Es müssen jene nur gefunden werden im gelassenen Dasein, welches möglich, wenn die Umwelt entsprechende Freiräume zuläßt.

Humanität läßt sich nicht verordnen, entweder man praktiziert sie aus Überzeugung auf allen Ebenen, oder manche machen sich und anderen etwas vor, worunter deren Mitmenschen dann zu leiden haben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Aus Prügeln wurden Brücken

© Doris Mock-Kamm

Aus Differenzen entstehen andere Sichtweisen

Sie konnten und können wahre Retter sein, wenn eine Antwort auf eine Frage nicht im Gedächtnis haftenbleiben wollte oder will. Die Eselsbrücken haben sicher schon manchen Menschen auf Gedankensprünge geholfen, um sich zu erinnern oder zumindest einen Teil des Vergessenen wieder ins Licht des Wissens getaucht.

Die Brücke als Hilfsmittel, um Gräben, Schluchten zu überwinden, gibt es in den verschiedensten Formen, Materialien und Konstruktionen. Schätzungsweise ist die Art, Hindernisse zu überwinden bereits wesentlich älter als die im europäischen Raum zu findenden Pfahlbauten am Bodensee (ca. 6.000 v.Chr.) oder die Holzbrücke Rapperswil-Hurden, die über Jahrhunderte zwei jungsteinzeitliche Orte verband. Vor über 1.000 Jahren sind nachweislich Hängebrücken aus Pflanzenfasern eingesetzt worden, die als letzte noch begehbare aus Fasern hergestellte ist die Hängebrücke Qu’eswachaka, die aus Gras gefertigt wurde.

Nun kann man anhand dieser noch sichtbaren Brücken ohne weiteres davon ausgehen, daß es bereits noch früher für die Menschen möglich war, Brücken zu benützen, entweder sind sie im Laufe der Jahrhunderte schlichtweg „aufgelöst“ worden oder sie sind nur kleine Verbindungswege gewesen, die nicht die Dimensionen der oben genannten hatten. Denn reicht nicht schon ein Seil, um sich auf eine andere Seite zu hangeln?

Brücke, mittelhochdeutsch brucke, althochdeutsch brucca, ursprünglich Balken, Knüppel. Das Wort ist verwandt mit Prügel. Synonyme für Brücke sind Überweg, Überführung, Steg, Viadukt, aber auch Läufer (Teppich).

Prügel, spätmittelhochdeutsch brügel, Knüppel, Knüttel. Prügel bedeutet auch Schläge, Dresche, Kelle, Wicht, Packung, Abreibung, Kloppe und Haue.

Bei den Germanen war der Knüppeldamm die Form einer Brücke durch sumpfiges, mooriges Gebiet. Dabei wurden Hölzer quer zur Gehrichtung gelegt und mit Bindeweiden verbunden. Diese Art der Brücke ist bereits seit ca. 10.000 v.Chr. angewandt worden.

Nun ist nicht auszuschließen, daß der Knüppel ebenso frühzeitlich als Hilfsmittel für den Einsatz bei Auseinandersetzungen entweder zwischen Erwachsenen oder als Erziehungsmaßnahme bei Kindern und Jugendlichen in Gebrauch war.

Selbst wenn dies nicht zutrifft, so ist es doch interessant, nicht nur im Hinblick auf die Bauform des Knüppeldamms, daß aus einem Begriff zwei unterschiedliche Bedeutungen entstanden. Oder vielleicht doch nicht?

Wer ein bißchen oder ein bißchen mehr unter Höhenangst leidet, kann vielleicht im übertragenen Sinn sehr wohl verstehen, wenn er, da ansonsten keine Möglichkeit besteht, eine Schlucht zu überqueren, außer die nicht vertrauenserweckenden Seile, die über eine Schlucht gespannt sind, von den hinten Anstehenden durch Zurufe, im schlimmsten Fall durch Androhungen von Prügel getrieben wird, sich dem Schicksal dieser Überquerung zu stellen.

Quasi mit dem Knüppel über die Knüppel getrieben wird. Die Strafe, die vielleicht noch einige kennen und sicher noch angewandt wird, um Menschen zum Umdenken oder zu einem anderen Handeln zu zwingen, also die Prügelstrafe, ist demnach nichts anderes, als jemanden zu zwingen, über eine Schlucht zu gehen, um auf eine andere Seite zu gelangen.

Dies kann in der realen Situation, einer Flucht oder einer anderen lebensbedrohlichen Situation hilfreich sein, seine Ängste zu überwinden, allerdings ist der Knüppel nicht geeignet, damit seine Position des Besserwissens oder der Rechthaberei oder als Erziehungsmaßnahme durchzusetzen.

Die Brücke als Verbindungsstück, um seinen Weg fortzusetzen, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt, wenn sie einen schnelleren, kürzeren Weg bedeutet, wenn sie dadurch hilft, neue „Gebiete“ zu ergründen, ist eine Hilfe wie die bereits erwähnte „Eselsbrücke“.

Wenn Sie jemandem eine Brücke schlagen, bauen, bedeutet dies, ihm durch Erklärungen zu helfen, etwas zu verstehen. Eine goldene Brücke bauen, beinhaltet die Aussage, jemandem das Nachgeben zu erleichtern, eine Gelegenheit zu geben zum Einlenken bei einer schwierigen Situation. Wer alle Brücken abbricht, löst sich von allen bisherigen Verbindungen.

Inzwischen gibt es viele Verbindungsmöglichkeiten, Schluchten, Gräben auch die zwischenmenschlichen zu überwinden, zu begehen und nicht nur das, es sind auch eine Menge an Eselsbrücken bekannt, wie man am besten selbst die als nicht überbrückbar zu benennenden Differenzen, Gräben begehen kann, ohne mit Prügel gezwungen zu werden, eine andere Sichtweise, Position einzunehmen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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„Der Freitag“ fällt Petra Reski in den Rücken

Jakob Augsteins Begründung eine Farce par Excellence

Ein gefundenes Fressen für alle jene, die ohnehin mit der Lügenpresse um die Ecke kommen? Somit erst recht für die Mafia selbst, die ohnehin schon akribisch beäugt wird, in Italien, weltweit und hierzulande. Wenn auch in Deutschland so getan wird, als sei sie dort weniger präsent, laut FAZ betitelt unter „Von der Mafia lernen heißt schweigen lernen“.

Dem folgen etliche Journalisten, weil ihnen ihr Leben zu wichtig. Die freie, investigative Journalistin Petri Reski hatte für die Wochenzeitung „Der Freitag“ am 16. März des letzten Jahres ihren Artikel „Die Bosse mögen’s deutsch“ geschrieben, der jetzt vom Freitag selbst ohne Rücksprache mit ihr von der Internetseite gelöscht wurde.

Wie kann es sein, daß generell per gängiger Praxis Journalisten von den jeweiligen Auftraggebern, für die sie schreiben, rechtlichen Schutz erhalten, aber ein Jakob Augstein lapidar erwidert, „Redaktionen sind keine Rechtschutzversicherung für mangelhafte Recherche.“, zumal sie eher bekannt für gute Recherche? Hat der Verleger Jakob Augstein etwa kalte Füße bekommen, weil ihn die Mafia selbst unter Druck setzt? Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Petri Reski handelt folgerichtig, in dem sie nicht mehr für den Freitag schreibt, sich besser per Buch weiter bemüht. Dann dürfen ihre Leser sich nach „Palermo Connection“ und „Die Gesichter der Toten“ bald auf den dritten Band zur Thematik Mafia erfreuen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurznachrichten

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